Sonntag, 10. Februar 2008

Alles zur stillen Revolution im Koscher-Käse

Bekanntlich gibt es in der Koscher Käse-Debatte ja grundsätzlich verschiedene Fraktionen. Die einen stehen nur auf Milcherzeugnisse, welche unter rabbinischer Aufsicht entstanden sind, auch genannt die Chalav Israelis, oder ähnlich. Andere hingegen, darunter viele Individuen, welchen der Käse, welchen sie zweimal im Jahr aus Frankreich und einem dortigen Koscher-Shop importiert und sukzessive eingefroren haben, zu rezent und stinkig wird, und welche vielleicht zusätzlich der unsäglichen, arbeitenden und, Gott behüte, vielleicht sogar der pendelnden Spezies der Zweibeiner angehören, welche zu konvenierenden Zeiten nicht den Weg in einen hiesigen Koscher-Shop finden, sind auf die Verwendung einer Koscherliste angewiesen. Die Koscher-Verpflegung in der Deutschschweiz wird von der IGFKL, einer Institution des Schweizerisch-Jüdischen Gemeindebundes, gewährleistet . Diese kontrolliert auch die Speisen, welche ihren Weg auf die Koscherliste finden, nach mehr oder weniger transparenten Kriterien. Zwischendurch werden immer wieder ketzerische Unkenrufe nach fehlender Logik im Kontrolleprozedere von Esswaren laut, die darauf folgende Antwort lautet aber regelmässig, man könne auch Vorschläge für zu kontrollierende Speisen anbringen.
(Klammer: In der Deutschschweiz ist genau eine Person, eine einzige Person, für die effektiven Kontrollen von Produktionsstätten und deren Erzeugnisse zuständig. So etwas nennt man einen eklatanten strukturellen Mangel.)

Auf eben dieser Koscherliste befinden sich auch verschiedene Käsesorten, je nachdem ob man einen Chalav Israel-Variante, also eine Käse-nur-mit-Aufsicht-Variante präferiert (ICZ-Koscherliste). Neuerdings wurde auch hier im CC-Blog die Neuaufnahme von Paprika-Chips und Paprika-Snacketti als absolut revolutionären Akt der Auflehnung gegen das Altertum und die Pest des Mittelalters gefeiert. Jetzt wird alles besser, wenn nicht sogar sehr gut.
Neuerdings werden wie erwähnt auch Stimmen halblaut, welche eine genauere und umfassendere Produktekontrolle und eine gehörige Kommunikation dessen zugunsten der JKonsumenten fordern (Die Änderung in der Produktion von Paprika-Chips könne ja nicht von gestern auf heute so einschneidend gewesen sein. Und was denn mit alten Packungen passiere, ab welchem Datum man diese konsumieren dürfe, etc.).
Höhepunkt dieser Munkeleien und Arba-Ames-Revolutionsgelüsten erfolgte diese Woche, als plötzlich und aus dem Nichts eine Liste des Lebensmittelherstellers Emmi auftauchte, welche auf zwei Seiten detailliert auflisten konnte, welche Käsesorten nun tierisches Lab aufweisen und welche nicht. Zur Auffrischung: Tierisches Lab enthält ein Enzym, das zur Festigung von Käsesorten verwendet wird und in vielerlei Hartkäse Verwendung findet. In gewissen Weichkäse-Sorten wird zudem Gelatine (tierischer Abstammung) verwendet. Zu den materiellen Einwänden haben die Rabbinate über die Jahrhunderte der Koscher-Praxis auch eine soziale Komponente entwickelt, wonach Juden ihren eigenen Käse konsumieren sollten (passt wohl auch übertragen wie die Faust aufs Auge).
Jedenfalls öffnet diese neue Liste für diejenigen, welche sich lediglich auf materielle Koscherness stützen wollen, neue Welten. Plötzlich finden sich im Coop-Regal Juwelen wie den Luzerner Rahmkäse oder den 3/4-M-Budgetkäse von ungeahnter Qualität und die Welt riecht jetzt nicht mehr nur nach Paprika, sondern auch nach gutem Käse! Wohlbemerkt, diese Käsesorten haben noch keinen Eingang in eine Koscherliste gefunden, aber dies soll ein Anfang sein.
Im Zuge weiterer Abklärungen der CC-Redaktion wurde abgeklärt, dass auch die Migros verschiedene eigene Produkte führt, welche ohne tierischem Lab hergestellt werden. Darunter fallen alle Käsesorten, welche von der Firma ELSA produziert werden, welche durchwegs mit mikrobiellem und folglich künstlichem Lab operieren. Darunter befindet sich mit einem kaum zu überbietendem Getöse auch koscherer Fonduekäse. (Zur Erinnerung: Explizit und hochoffiziell deklarierter, koscherer Fonduekäse zieht entweder Fäden wie Spaghetti, schmeckt zumeist bestenfalls nach gar nichts und erfordert zwecks Magenverträglichkeit den Konsum von irrational hohen Mengen an hochprozentigen Schnaps.)
Es wäre wirklich von grossem Nutzen, wenn diese nicht-offiziellen und natürlich nur hinter vorgehaltenen Hand und höchst pragmatischen Gedanken bald auch von den hochoffiziellen Stempelgebern und Listenerstellern aufgenommen würden und die Veröffentlichung in den entsprechenden Publikationen geprüft wird. Im Sinne eines aktuellen und glaubwürdigen Service Public's (gilt im Übrigen auch für die leidige Zürcher Eiruv-Diskussion, welche zuletzt von der TIZ lanciert wurde und ebenso wie die vorherigen Bestrebungen bedauerlich zu versanden scheint).
Edith meint, dass auf Hinweis unseres Revolutions-compañeros Longus auch ein Artikel der saldo-Zeitschrift (kostenpflichtiger Download) ins Feld zu führen sei, wonach bekanntlich auch in Patisserie-Artikeln allgemein zumeist Gelatine und andere widerliche Schlachtabfälle Eingang fänden. So werde auch in Süessmost und Weinen Gelatine beigemischt, um die Getränke der trüben Farbe zu erleichtern. Wäk. Jedenfalls scheint es nun, dass die Coop auf das Problem sensibilisiert sei und angekündigt hat, bis März 2008 80 % der Torten und Patisserie ohne fleischliche Bestandteile in den Verkauf zu geben. CC hofft auf eine weitere Sensibilisierung und erst recht auf eine saftige Schwarzwäldertorte ohne Parve-Rahm. Die Behörden und die IGFKL sind gefordert sein, und der (J)Konsument dürfte bereits erste Jubelschreie von sich geben.

Freitag, 8. Februar 2008

fotos vom nabel der welt

zuerst ne geschichte die wirklich so passiert ist. ich war live dabei! ein cousin meines schwagers war mal bei uns (meinen eltern) eingeladen. da der junge (ca. 10 jahre alt) etwas vorlaut war, nahm ihn mein vater zur brust. er setzte ihn sich auf die knie und fragte ihn: in welche schule gehst du?
antwort junge: talmud toire oyoyoy.
vater: lernt ihr da auch chol und nur kaudesch?
junge: auch choil natürlich.
vater: als mal ein test. was ist die hauptstadt der schweiz?
junge (mit siegesbewusstem lächeln!): das isch eifach! AROSA.

2-3 worte zum management des speziellsten unter den koscher hotels in der schweiz: der obermacker (ein klassiescher "ich habe meine nase in 100 geschäftchen drin) und sohn des altbekannten betreibers und besitzers kennt mich zwar nicht. das hindert ihn aber nicht daran so zu tun als wären wir seit jahren besste chavejrim. er redet extra nur in meinem dialekt schweizerdeutsch (hehe isch jo e absolute brüller...). und dann die 0825 antwort schlechthin. meine heizung ist kaputt (siehe bild untern) und lässt sich nciht abdrehen (zur veranschalichung: am abend lege ich ein nasses badetuch drauf und 3 stunden später ist es furz trocken. so heisst ist's). also frag ich ihn ob man sie mir runter stellen kann, da mir viel zu heiss sei. antwort: mach doch eifach s'fänster uf. ozonloch ahoi!!! sag ich da nur. aber hat's nicht begriffen. er flcuht überigens auch ständig rum. aber es ist nicht so schlimm. er hat ja ein bluetooth im ohr und 74 handys, schlüssel, stifte und mini-schabbesplatten am gurt.

ohne weiteren kommentar folgen hier per foto und video meine eindrücke. mache lasse ich für sich sprechen, andere muss ich einfach kommentieren. viel spass. und immer daran denken. eine nacht kostet zirka 180.- bis 250.- (preisliga hotel cresta palace oder mindestens hotel sonne...)

was ist mit meinem zimmer passiert? was haben die letzten beiden da drin gemacht?











und hier noch was grosses.
kein wc, kapputes licht und und und. aber ein neigelwasser -becken hat's! groissen shkoiech!!!


auch nicht schlecht: dieser schrank muss für 2 personen reichen! aber eben: wenn die fauen nur lumpen und säcke tragen (die auf bügel hängen) und die männer nur anzüge und hemden (auch auf bügel) dann gehst's ja. unterwäsche wechseln ist eh kein thema. und für 1-2- extra paar hat's noch platz:

gefahr: von meinem zimmer geht's direkt diese steile treppe runter. wurde mir heute morgen fast zum verhängnis:

badewanne oder mikwe?

wenigsten ist's in der lobby/syni gemütlich:


aber jetzt noch was grusiges. das wc ist neben dem badezimmer (wie gesagt: beide ohne lavabo. also man muss die hände imzimmer waschen. auch wenn's am anderen ende des gangs ist. mmmhhh. diese türklinke fasse ich nur mit wc-papier an!!!). also, das wc hat eine kleine lüftung. das hat mich zuerst beeindruckt. aber schaut mal auf dem video genau hin, was hinter der lüftung steckt. ein gebläse, das is eine kleinen schrank ohne abzu führt. dafür führ ein a4-blatt grosse loch im schrank direkt ins badezimmer. sprich: wenn ich einen braunen am schmieren bin, windet es den geruch dem chaneli oyoyovsky während ihrem pre-mikwe reinigungsritual direkt unter den scheitel. video folgt per mail oder kann bei der blog-administration angefordert werden.


und denkt daran: loschen hore mit dem und mit jenem, mit der seilbahn ins gehenem

uene

Mittwoch, 6. Februar 2008

Dominic Monaghan's "deutsches" Interview mit Elijah Wood

Keine Zeit, an einem Tag wie heute, nach all den Emotionen gestern am Live-Auftritt der Smashing Pumpkins, gibt es wenig, das man noch in Worte fassen könnte, deshalb einfach der Link zu einem riesigen Interview zwischen zwei Hobbits, der eine auch als Hooligan, der andere als drögelnder Musiker auf der verlorenen Insel (Lost) bekannt. Die Idee ist ein Brüller, so auch das Resultat. Sedö lüeg.

HAVA NAGILA, BABY!

ja das wär's ja! wenn der anschluss-gouverneur aus dem sonnenstaat wider mal was für die völkerverständigung tun würde und sich nochmal vor die kamera stellen würde. er wäre ja nicht der erste. sly stallone mimt ja jetzt auch noch mit seinen über 60 lenzen auf dem buckel den john rambo. lustig überigens, dass er, trotzdem er für kein land kämpft, einen sehr amerikanischen vornamen erhält. weisch är isch halt erwachse worde, oder? (hierzu noch eine gute besserung von mir).
wie das mit dem anabolika-politiker aussehen würde, sehen wir hier in der tollen sendung "the critic". wenn auch nur animiert, sieht's doch nach 'ner super idee aus.



in diesem sinne: OYWEY, I'LL BE BACK, RABBI

Dienstag, 5. Februar 2008

Joga bonito für die grossen Jungs

Es gilt heute, das EURO 08-Feuer weiter anzufachen und das Bertchen ob der Degradierung des Plastikmembrums die besten Wünsche auf eine einträchtige und gegentorlose EM mitzugeben. Herr Kuhn, wie wir als Väter künftiger Nachwuchstalente den helvetischen C.T. benamsen sollten, hat sich selbst ein Denkmal gesetzt und ein weiteres ebensolches demontiert. Am Ende werden wir wohl nicht Europameister und die Wunde des kläglichen Scheiterns an der letzten WM klafft immer noch pfundsbreit gen Himmel, aber wenigstens hat Kuhn Stiel hochmontiert sowie später Kläffer Sforza und noch später auch den konstipierten Scheibenwischer abberufen und jetzt halt auch noch von Zubi. Herr Kuhn hat im Vorwinter seiner fussballerischen Karriere nochmal geblufft und setzt voll auf die Karte Jugend. Zubi's Aetas hat seinen Zenit nun schon längere Zeit verlassen und weniger schlecht wird er auch durch die EM nicht, weshalb die Festlegung auf den objektiv stärksten des Torhüter-Triumvirats absolut in Ordnung geht. Und weil wir uns mit dem sympathischen Ex-Madeirer so sehr freuen, auf dass er uns noch so oft mit Glanzparaden um die Ohren fliegt, verweisen wir kurz noch mit dem heutigen Titel auf eine neue Sorte von Athleten, welche Fussball in ihrer ganz eigenen Art umsetzen (vor allem an diejenigen von uns, welche in Halle und auf Rasen verletzungsmässig noch nicht ganz ausgekostet haben). Sedö lüeg.



Donnerstag, 31. Januar 2008

Ilan Saragosti's Rock 'n' Roll Rabbis

Anscheinend gab es im 2004 mal Bestrebungen, eine jüdische Art des Woodstock-Musikfestivals durchzuführen mit einer Tournée, welche die grössten und kreativsten jüdischen Rockbands der Gegenwart wie Blue Fringe, Piamenta, Reva LeSheva, Moshav und Matisyahu zusammenführte. Wenige Informationen über diese kuriose Zusammenstellung von Freigeistern finden sich heute noch. Einige Kommentare lassen für die Teilnehmenden auf eine grossartige Erfahrung, global gesehen (Chabad-Quelle) jedoch auf einen Misserfolg schliessen, welcher hauptsächlich darin gelegen habe, dass die Preise zu überteuert gewesen seien und das allgemeine Interesse in der Öffentlichkeit sehr klein gewesen sei. Hier jedenfalls noch der zugehörige Trailer und schade, dass so etwas in Europa niemandem in den Sinn kommt.

Breaking News: Lipa Schmelzer trainiert für die Streetparade 2008!

Grosse Ehre für den Hauptschauplatz der diesjährigen Euro 2008, welche von Zürich praktisch im Alleingang durchgeführt wird.
Als Guest-DJ wird dieses Jahr der Chassidisch-alternative Sänger Lipa Schmelzer eingeflogen, der auf dem Ask-the-Rap-i-Truck als Top-Act für Unterhaltung sorgen wird. Unnötig zu sagen, wer Chauffeur dieses Gefährts sein wird.
Endlich wird das Durchfeiern für die Massen jüdischer Raver aus allen Ecken der Welt kein Problem mehr: Koschere E's (mit eigener Liste) sorgen für die notwendige Energie und um 05:00 wird auf dem Truck selbst ein öffentliches Tfilinlegen mit röhrendem Mussafbeat gedawent.

Auch Affen haben eine Meise...

... und gehen gerne ins Kino!

Simchesnaches, Gut Goal und bis zum nächsten CC Daily Schmonz!

Montag, 28. Januar 2008

das musste ja passieren

WOOOOOW.

schaut euch das scheitern dieses kandidatens bei deutschland sucht den superführer an. nehmt euch aber zeit und schaut es bis zum bitteren ende. ich versprech euch, dass ihr euch nicht langweilen werdet. es ist einfach genial wie der bohlen auf einem nebuchant rumhacken kann, wenn der längst am boden ist. der schient erst aufzublühen, wenn's richtig weh tut.

ich bin aber auch ehrlich gesagt überrascht, dass solche fälle nicht öfters eintreffen.

hier beginnts übrigens schon beim namen (hehe)....

bitte luaga:

Freitag, 25. Januar 2008

China's Globalisierung und der Koscherstempel

Der Consumerist-Blog hat folgenden Bericht von globeandmail.com über den neuen Run auf (offensichtlich falsche) Koscherstempel in China publiziert, wo anscheinend der Koscherstempel als Gütesiegel (auch auf Möbel oder Aale) angesehen wird und deshalb auf Produkte angebracht wird, wo Kaschrut meilenweit entfernt ist:

Kosher certification is the new darling of health-conscious consumers who misguidedly believe that biblically blessed health standards can reign in the excesses of commercial food production. Even Chinese exporters are betting that kosher certification can convince foreign consumers that their wares are safe. To companies,
certification is just a marketing tool: it lends the aura of safety without offering any actual food safety benefits.
Many Chinese companies were unfamiliar with the concept: One furniture maker asked for kosher certification, drawing a polite rebuff. Another facility asked to get certified as kosher even though it was smoking eel on site, a kosher no-no. The company was turned down; it is now building a separate, kosher-only facility.
And many companies weren't ready for the grilling the rabbis gave them on their first visits to their plants, seeing it as a sign of distrust. "In China, everything works on relationships," said Grunberg of the Orthodox Union, which certifies more than
400,000 products worldwide.Almost 5,000 new Kosher products hit U.S. shelves
last year, but they aren't any safer than traife goods.
Whether kosher foods are actually less likely to be contaminated with, say, E. coli bacteria remains up for debate. While research is scant in this area, experts say it makes sense that kosher food could be safer because it's more closely monitored. "Jews aren't allowed to ingest bugs, so produce must go through a thorough washing and checking to ensure that no bugs are found within the leaves or on the surface of
the fruit or vegetable," says Moshe Elefant, a rabbi and chief operating officer of the Orthodox Union KOSHER, a kosher certification organization based in New York. But bacteria can remain even after this type of washing, so consumers can't assume they're less likely to get food poisoning with bagged spinach marked kosher than with a conventional bag.
The same caveat applies to poultry and beef. A salting process that removes blood from the meat has antibacterial effects, but salmonella and E. coli can still survive, says Joe Regenstein, a professor of food science who teaches a course on Jewish and
Muslim food laws at Cornell University. Kosher beef, though, is much less likely to contain the misshapen proteins that cause mad cow disease, rare as that is, probably because the animals are slaughtered young, before the disease sets in.

Kosher certification is especially ill-suited for the Chinese marketplace. Contamination is caused by corrupt suppliers who substitute cheap poisons for relatively expensive ingredients. We use kosher certification for one thing, and one thing only: finding really good Coke.

Geschichte im Schlafzimmer

Und zwar nicht irgendeine, sondern gleich happig Geschichte liefert neuerdings ein Hotel in Belgrad, wo man neuerdings in Zimmern übernachten kann, welche historischen "Grössen" nachempfunden sind. Mit Abstand am besten ausgebucht ist - welche Überraschung - das Gemach mit dem Bildnis des Oberschnauzes Adolf Hitler in Vollmontur, welches vor allem unter Kroaten, Slovenen und den Deutschen gebucht werde. Daneben gebe es aber auch die Möglichkeit mit Maggie Thatcher oder Tito zu schlafen. Welch ein Wunder, dass in Belgrad nicht überall Begeisterung für dieses Projekt ausgebrochen ist. Leider fehlen aber in Serbien im Gegensatz zu den meisten europäischen Staaten die entsprechenden legalen Gegenmittel. CC überlegt sich deshalb, den Aussenkorrespondenten Churban Brünzel baldmöglichst auf Mission zu schicken.

HAS

Und wieder zurück zu den wahrlich wichtigen Sachen in unserer Agenda der Welteroberung. Nämlich steht uns hierzu auch Uriella, die mächtige Seherin aus dem Erdkern, zu Diensten. So haben wir sie als Dolmetscherin unseres Vokabulars verpflichten können, indem sie der Jüngergemeinde den Ausdruck HAS (hart am Start) im nationalen Rundfunk darlegt und gleich auch theatralisch untermalt. Sedö lüeg und Gute Besserung!

Donnerstag, 24. Januar 2008

"Wer zu viel sagt, wird ausgegrenzt" - Vom Bedürfnis, es vermeintlich Allen Recht zu machen

Gut, über verschiedene Artikel im weiter unten erwähnten NZZ-Folio kann man sich streiten, wie man sich über Humor oder guten Wein unterhalten kann. Den meisten kann man - unter Anerkennung indessen, dass ein Thema angegangen wird, über welches in der Schweiz niemand offen und ehrlich sprechen will oder kann - , sie seien in vielerlei Hinsicht nicht sonderlich erhellend und originell. Zum einen äussern sich eine Handvoll nostalgische Angelsachsen (fanden sich denn wirklich keine Schweizer oder zumindest Zentraleuropäer zu diesem Thema?) über alte Jiddisch-Ausdrücke und niemand merkt es eher wie der Schweizer (aufgrund seiner Affinität zu Sprachen und verschiedenen Dialekt-Auswüchsen), dass die Wörter phonetisch alle auf Deutsch auch gibt. Gut, vielleicht geht ihnen der historische Ghetto-Groove (den wahren, nicht den aus der Bronx, der im Hiphop besungen wird) auf Deutsch ab, aber im Nachhinein bleibt nicht viel hängen (ausser wie immer Etgar Keret, aber der schreibt wieder einmal in einer eigenen Liga). Und die Stories dahinter sind zumeist nicht zwingend von einer Aufdringlichkeit, welche uns oder dem geneigten nicht-jüdischen Leser etwas Neues oder zumindest Erhellendes durch den Tschulent sieben.

Dann gibt es noch das Glossar, welches wenigstens ein paar kleine Schmunzler bewerkstelligen kann (je nachdem ob man Chabad zugehört oder nicht), auch wenn nicht immer ganz klar wird, was Frenkel wohl meint, wenn er Israel als Mallorca der Juden beschreibt. Yves Bourguignon war jedenfalls mit Safta Kathrin auch schon auf Mallé und hat mir noch nie was von einer Klagemauer erzählt (es sei denn, er meinte die Hauswand neben der bestbesuchten Nachtapotheke, wo sich die halbwüchsigen Dresdner die Alkvergiftung im Kanon aus der Leber reihern).
Und was mich auf einer vielleicht metaphysischen Ebene daran hindern sollte, einerseits am Schabbat in der Synagoge zu stehen und am Sonntag in der Südkurve die Kehle heiser zu singen, ist auch nicht endgültig geklärt. Gewisse Rabbiner führen sogar bewusst eine gewisse Kurvenstimmung herbei, was dazu führt, dass während den Reden auf den hinteren Rängen hinter mehr oder weniger vorgehaltener Hand anstelle der Einnahme passiver geistiger Kost aktiv an Rätselraten über die Aufstellungen und Auswechslungen anderntags debattiert wird.
Den grössten Schmunzler kassierte ich bei den Toilettenlisten. Dieses Problem ist mir jedenfalls in dieser Art noch nie begegnet. Man könnte meinen, "die" Juden (womit wir wieder bei einer missverständlichen Verallgemeinerung wären) hätten aufgrund wöchentlich unkontrollierbarem Hering-, Zibeles- und Tschulentkonsums in rauhen Mengen ihre Verdauung dermassen nicht mehr unter Verschluss, dass sie ständig auf der Suche nach der nächsten Toilette sind. Nie passiert (ausser vielleicht nach Purim, aber das ist ein anderes Thema... )
Lena Gorelik dann weiss uns noch ein paar antisemitische Vorurteile zu berichten, die wir noch nicht alle kannten, was aber nicht weiter störend war. Viel eher störend ist der zur Geltung kommende Drang, sich rechtfertigen zu müssen und dies erst noch - wie in casu - so behäbig und wenig überzeugend zu tun, dass man sich schon fast fragt, ob ein verkorkster humoristischer Versuch oder einfacher Argumentenmangel auf nicht überzeugtem ernsthaftem Niveau vorliegt.
Wo's schon viel kritischer wird, ist beim Interview mit dem (ein bisschen) anonymen Parade-Orthodoxen. Er ist so parade-geeignet, dass er selbst während dem Interview auch noch merkt, wie ihm der Journi aufgrund seiner Überreife auf den Schultern rumsabbert, was die Qualität der Aussagen nur noch weiter ins Arge zieht. Hier fällt ganz schlimm der Vorwurf der Verallgemeinerung und der Stellvertretung für eine ganze Gruppe von Individuen mit ihren höchst persönlichen Bräuchen und Abgrenzungen ins Gewicht. Einerseits sind die Fragen sehr einfach gestrickt und zielen oft einfach auf den 08:15-Juden, so einen Durchschnittszötteler halt... Auf der anderen Seite macht der Interviewte dann Aussagen, als sei er als Mikrofon einer Mehrheit angestellt worden, seine Aussagen stellvertretend für die gesamte Schweizer Orthodoxie (Aussagen wie "man", "wir", "die meisten" belegen dies), was dann bei einer vermutlichen Vielzahl von - natürlich auch orthodoxen und andersdenkenden, anderslebenden Orthodoxen, die sich vor den Kopf gestossen fühlen - doch zu ziemlich heftigen Reaktionen führen kann. Die mögliche implizite Ausgrenzung hat somit weniger mit "zu viel sagen" zu tun als einfach damit, dass ich selbst nicht möchte, dass mir jemand Worte in den Mund legt, zu welchen ich mehrheitlich nicht stehen kann. So ist es wohl nichts als natürlich, zu gewissen einzelnen Punkten eine Gegendarstellung anzubringen, wie sie in orthodoxen Kreisen genauso stehen könnte:
  • Es ist nichts dabei, wenn man entscheidet, sich von der Aussenwelt abzuschirmen, wenn man das für sich als das richtige Rezept erachtet, um sein Überleben über Generationen zu sichern. Das Prinzip wird in der ganzen Welt angewandt, von Chinatown über Little Italy zu Mea Shearim und dem Zürcher 66er. Die Reaktion ist normal, und wem dies gefällt, der soll dies so leben. Zugehörigkeit hat sehr wohl mit Abgrenzung zu tun und ist deren negative Umschreibung. Viele Regeln im Judentum stärken die Zusammengehörigkeit eben durch eine Abgrenzung (Brot, Käse, Alkohol haben eigene Kaschrut-Parameter, welche teils nichts mit Inhaltsbestandteilen zu tun haben). Es gibt aber genauso Orthodoxe, die sich nach der Arbeit auf ein Bier mit Arbeitskollegen treffen, mit ihnen Sport treiben, gemeinsame Vereinsmitglieder sind, sich gegenseitig die Bowlingkugel polieren etc. Kurzum: Ein Zusammen- und Miteinanderleben mit Nichtjuden und vor allem aber auch mit weniger Religiösen (und dies ist eine der schlimmsten Aussagen im Interview) ist bei vielen Orthodoxen nicht automatisch ausgeschlossen, sondern gehört oft zur Realität, welcher man sich nicht verschliessen möchte.
  • Familie geht nie auf den Keks? Ich weiss nicht, es gibt den berühmten Feiertagskoller, wenn am dritten Tag die Familie schon 48 Stunden aufeinander sitzt und man am Nachmittag schon nicht mehr nickern kann/will: Ob man da noch sagen kann, man gehe sich zwingend nie auf den Keks? Na ja...
  • "Grundsätzlich gehen wir davon aus, dass Ehen halten." Soso, das ist wohl der primäre Unterschied zwischen Orthodoxen und weniger Praktizierenden oder zwischen Juden und Nichtjuden. Scheidungen sind je länger desto eher ein Thema und so auch unter Orthodoxen, weil das Bedürfnis der Selbstverwirklichung manchmal auch vor dem Klerus nicht anhält. Die Scheidungen und Patchwork-Familien gibt es genauso bei Juden und dies in stetig steigendem Mass.
  • "Wir sind so aufgewachsen, also hinterfragen wir es auch nicht." Das eben macht einen bedeutenden Unterschied zwischen verschiedenen orthodoxen Auffassungen aus. Unser "Freund" stellt sich hin und als aufgeschlossener und arbeitstätiger Bürger sagt er, man hinterfrage nicht. Niemand. Nie. Soso.
  • Die Krux mit Israel: Hier fehlt es Mr. X einfach an Feingefühl, und er tritt genau dahin, wo man ihn nicht lesen will. Er antwortet zuerst, er sehe sich nicht in Israel ansässig und betrachte das Land als ein besseres Ferienland (das Frenkelsche Mallorca?), dann aber äussert er sich nicht dezidiert zu seiner Heimat, zu welchem er auch ein zweischneidiges Verhältnis hat ("nur, weil Israel nicht an der Euro 08 ist"). Eine solche Aussage ist von seltener Einfältigkeit, da der schnauztragende, morgenrot-brünstige Helvetier genau auf solche Sätze wartet, um sein zurechtgestiefeltes "Gsehsch jetzt, so dänkets" auspacken kann. Juden mögen aufgrund von Vertreibungen (ja, auch in der Schweiz im Verlauf der Geschichte mehrfach) und Wiederzulassungen ein zwiespältiges Verhältnis zum Begriff der Heimat und spezifisch auch zum damalig vollen Boot mit aufgemaltem Schweizerkreuz haben. Eine Wertschätzung liest sich jedenfalls anders, ist, wie sie dargestellt ist, sicher kein Gradmesser für eine Mehrheit und liest sich leider praktisch als Schlusssatz extrem schlecht.

Kurzum: Die Idee des Heftes ist sicher löblich, aber der Nachgeschmack ist vor allem für die jüdischen Mitleser (individuell gemeint, basierend auf persönlichen Eindrücken und Äusserungen) bitter, da man sich vorkommt, als blättere man durch einen Versandhaus-Katalog über die Juden sowie ihre Meinungen und Ansichten, aus welchem Standardantworten zu entnehmen sind. Gerade viele Interviewte aber äussern Meinungen, welche viel extremer und eigenständiger und oft schlicht und einfach Ausflüchte, als dass sie weder von der einen noch von der anderen Seite als bare Münze zu lesen sind.

Replik zum Kugelmann-Märchen (NZZ-Folio vom Januar 2008)



Wenige Statements, zwecks Diversifikation und Inanspruchnahme einer seit Unzeiten angekündigten und einer längst überfälligen Replik zum aktuellen und in jüdischen Kreisen doch ziemlich kontroversen NZZ-Folio. Kontrovers ist es vor allem, weil die nichtjüdische Umgebung in ihren smalltalkenden, bürgerlichen zug- und tramfahrenden Pendler-, Wartezimmer-, Migrosschlangen- und Coffeeshop-Intellektuellen sich mehrheitlich mit pausbäckischen Kommentaren wie "isch äh mal interessant z'gseh, wie das bi dene gaht und wie die denked!" zu Protokoll gaben. Zu denken, man liesse sich auf einzelne Aussagen von ausgewählten Interviewter reduzieren, ist doch ziemlich simplizistisch und verallgemeinernd. Kein Jude in der Schweiz will sich eben als Paradejude unter einer gewissen Aussage abgestempelt sehen (zumal schon so genügend Vorurteile kursieren), sodass ich die konkrete Befürchtung hege, die Aussagen im Folio seien vielfach in der Umwelt als bare Münzen genommen worden und nicht als einzelne Meinungen in einem Meer verschiedener Individuen (wie auch in der Umwelt jeder nur für sich sprechen kann, es sei denn er sei beauftragt worden).
Womit wir ziemlich gerade aus auf dieses humoristisch sehr wohl gemeinte, dann aber auch sehr fragwürdige, "Märchen" von Yves Kugelmann zusteuern, besagend dass die Lösung aller jüdischen Probleme in dieser Welt der Aufbau eines zweiten jüdischen Staats ist. Die Raoul Schütz-Generation hätte die zwei Seiten etwas weniger umständlich wohl so umschrieben: So wie Israel, kännsch? Also ich meine jüdisch, also nein, schon jüdisch, aber einfach ohne Probleme. Weisch, also schon jüdisch, aber wie so irgendwie ohne Religion. Und dies in einem schwerlich differenzierbaren Aufbau tausender in loser Reihenfolge übereinander gestapelter Substantive. Der Gedanke ist doch ziemlich konfus, kann man doch nicht einfach das Game over-Try again-Prinzip anwenden, zumal dies Idee eines Neubeginnsauf der Basis der jetzigen Sachlage einen sicheren Untergang Israels mit seinem gesamten kulturellen Erbe und seiner emotionsgeladenen Geschichte prognostiziert. Man ist ja auch nicht beim Ski-Challenge (bitte sagt mir, dass Ihr noch nicht süchtig danach seid), wo man bei einer Zwischenzeit von 1:57:08 und mitten im Rennen merkt, dass man die Bestzeit sicher nicht mehr schlagen kann und alsdann abbricht , um einen weiteren Versuch (oder bis um 04:00 Uhr morgens dreihundert) zu starten. Try again halt. Und für Zürcher erst recht unverständlich ist die schon fast mystisch anmutende Vermutung, dass diese neue Apokalypse ihren Ursprung ausgerechnet in Basel haben sollte. "Warum nicht", fragt der Autor. Warum ja? Oder wollen wir unsere Basis wirklich an einem Ort aufbauen, zu welchem wir keinerlei emotionalen Bezug aufweisen? Oder hatte Eichmann oder etwa wirklich doch Recht mit seinen angeblichen Zwangsumsetzungsplänen für 4 Mio. Juden nach Madagaskar? Wussten es unsere Schlächter wirklich besser als unsere eigenen Idealisten?

Aber vielleicht mute ich der nichtjüdischen Leserschaft des NZZ-Folios doch etwas zu wenig zu. Vielleicht hat sie ja auch sehr wohl verstanden, dass es sich bei diesem Text eines jüdischen Schreibers um einen künstlerischen und nicht ganz ernsthaften Essay auf der traumwandlerischen Spur handelt und nicht darum, dass jemand sich wirklich (siehe Bild im Folio) an den Balkon des Hotels Drei Könige in Basel stellt und (auch bildlich) kurz mal so tut, als sei er Herzl. Denn Israel ist heute nicht einfach ein verrückter Rastafari-Gedanke aus der Karibik und vor allem auch keine alternative Erlösungsvision aus dem Diaspora-Denken, sondern für viele von uns, egal wie weit oder wie nahe sie dem zionistischen Gedankengut stehen, ganz einfach Teil unser aller Realität, die uns bedrückt, beängstigt, mit welchem wir uns freuen und inzwischen in einer schon fast physischen Verwandtschaft unzertrennbar verwoben sind.
Es ist eben wirklich kein Märchen, sondern wir stehen mittendrin. Und hinten raus geht's nicht mehr, wie in Echt halt...

Nullitas hilarum balabalaque

Einerseits darf vermeldet werden, dass in der italienischen vierten Liga ein Stern aufgegangen ist. Ironischerweise spielt der in der Region von Neapel und ist argentinisch-italienischer Doppelbürger. Am Ende ist dieses Kunststück aber doch nicht ganz so spektacoolär, handelt es sich doch um einen Maradona, nämlich den Sohn des legendären Diego Armando. Aus vierzig Metern einfach mal den Fuss drüber heben, kurzum: verdient eine Nomination für den Mamesh-Meschugge-Award des Januars 2008.



Des weiteren sei auf den Messirus-Nefesh Award für den Januar 2008 hingewiesen, der durch meine gespaltene Persönlichkeitsteile (im Stil von "I hear dead people") unisono an einen Fussballprofi verliehen wird. Lustig genug, dass der nun einem Namen gehorcht, der nicht ganz alltäglich ist, nämlich Bekim Kastrati. Noch viel brüllhafter (für uns hauptsächlich ironischer Art, für ihn dann doch eher in schmerzhafter Weise) ist die Tatsache, dass er als 28-jähriger Fussballprofi und Stürmer der Fortuna Düsseldorf ein schmerzhaftes Rencontre mit des Münchner Bayern Van Buytens Nocken hatte (PG, kännsch?), was in einer tiefen Risswunde an einem Testiculum resultierte, auch genannt Hodenriss. Schmerzen einer anderen Welt, shelo neda. Oder eben: Messirus-Nefesh-Award im Januar 2008 (vor allem aber deshalb, weil er bis Matchende einfach weiterspielte und das in einem Freundschaftsspiel!).

Mittwoch, 23. Januar 2008

so easy druff

endlich macht mal wieder etwas aus israel schlagzeilen, dass nicht mit armen unterdrückten menschen zu tun hat! folgender song soll in england der letzte schrei sein. vor allem in discos soll er allgegewärtig sein. leider qualifiziert er sich nicht als uaiuai schnulze. ich hätte mich aber eh nicht getraut in diese sparte reinzupfuschen.
aber endlich tut das heilige land mal was für seine pr! durch das lied bekommen zwar alle ein bild von israel, in dem es von schnitten und arsim nur so wimmelt. aber da es 1. schnitten enthält und 2. das aktuelle bild nicht besser ist, nehmen wir das gerne in kauf.

sektion tf tf tf nz nz nz nz gsch gsch gsch


Montag, 21. Januar 2008

Uaiuai-Schnulz des Tages: Amir Fay Gutman - Margish

Die heutige Dienstleistungsgesellschaft ist ja allgemein nicht mehr, was sie einmal war. So lässt auch der Verriss einzelner Teile des breitgewalzten NZZ-Folios "Jung & Jüdisch" weiterhin auf sich warten, was aber dennoch hoffen lässt, dass sich Einzelne wortkräftig zu diesem Thema auslassen werden.

Inzwischen verdingen wir uns einen mässig produktiven Montag Morgen mit einem weiteren Uaiuai-Schnulz, in der Hoffnung, die Welt möge sich aufgrund der erfolgten Namensgebung des jüngsten Jöööhs in Germaniens Tiergärten (der Name ist übrigens ein Abfallprodukt der Synchronisierung amerikanischer Filme und TV-Serien, auf so was käme ja sonst niemand) und der Bestimmung der sexuellen Vorlieben von Eisbären (der Löli, der mit Knut rumalbern musste, weiss wovon er spricht, been there, done that) wieder den ernsthaften Themen unseres Alltags oder zumindest wahrlich unterhaltenden Subjekten zuwenden. Amen. Und uaiuai.

Mittwoch, 16. Januar 2008

zweifel paprika chips, eine perle der natur


Gemäss CNN breaking news sind die paprika chips in der migros in der region zürich wegen der enormen nachfrage bereits vergriffen. . . man sprach auch von plünderungen im raum zürich (mit überdurchnittlich hoher heimischer beteiligung), die polizei ist mit einem grossaufgebot bemüht die situation unter kontrolle zu behalten. . .maco cortesi hat in seiner erfolgreichen tele züri karriere noch nie etwas ähnliches dieses ausmasses gesehen. . . susan ville berichtet für SF 1 live vor ort und gemäss 20min und blick.ch sind auf e-bay die preise für die 150g packungen bereits auf EM Tickets niveau gestiegen. . .
Die handelszeitung spricht von einen kollaps an der londoner rohstoff börse und der UN sicherheitrat trifft sich gemäss nicht öffentlich bekannt gegebenen quellen heute abend in NY um für alle möglichen szenarios gewaffnet und vorbereitet zu sein. . .
Die amerikanischen presidentschaftskandidaten haben parteiübergreifend ihren schwerpunkt im wahlkampf nun auf die sicherstellung der zweifel produktion, mit schwerpunkt paprika, neu definiert.

Gemäss einem anonymen informanten wurde herr rabbiner B. heute morgen gesichtet als er sich vermummt und ausgerüstet mit drei 500g packungen in der mikveh eingeschlossen hat und seit dem nicht mehr gesichtet wurde. Ein augenzeuge berichtete von gigantischen schmatzgeräuschen die ihren ursprung nur in der mikweh haben können. . .diese geräusche werden zurzeit schon als klingelton heruntergeldaden und auf bravoheftli.de ist bereits davon die rede dass diese musikalische darbietung unser walliser mauerblümchen vom gipfel der download charts verdrängt hat. . .

Dienstag, 15. Januar 2008

Uaiuai-Schnulz des Tages: Tashma - Shine

Ist zwar nicht zwingend ein Schnulz, aber immer noch witzig genug, um mich davon abzulenken, dass es mich am linken Fuss (Innenrist) juckt. Ich stelle zudem eben auch einen gewissen innovativ-kulturellen Anspruch an unsere Autorengemeinschaft. Ganz Gross-Samaria soll von den Neuerungen des 21. Jahrhunderts und der Verbreitung von alternativen J-Musikquellen profitieren.

An dieser Stelle sei zudem noch erwähnt, dass morgen Abend in der berühmt-berüchtigten Halle der Wahrheit einer der erfahrensten, haarigsten und am schwierigsten bezwingbaren Indoor-Tschütteler seinen Einstand in der JLeague geben wird, der Blushnik persönlich, von den gegnerischen Stürmern auch liebevoll "Die Wanze" oder neuerdings auch "Abraham Al Zawahiri" genannt. Gebt Euch dieses Highlight zu Gemüte, nehmt ein Bierchen mit, wenn's sein muss auch Eure Frauen (auch die können noch was lernen).

Montag, 14. Januar 2008

Es wird Zeit....

und? wer hat's gesehen? manchester united hat wieder mal gezeigt wozu es fähig sein kann. (wer's nicht gesehen hat: muaschluaga).
ich denke, dass die champions league langsam zum thema wird. und das sag ich nicht nur wegen diesem sieg. immerhin war die erste halbzeit torlos und somit alles andere als meisterlich. aber alles in allem ist die mannschaft unheimlich stark. in den letzten 11 heimspielen waren die immer siegreich. und dies mit einem torverhältnis von 29:3!!! shappo
und in den reihen steht da einer wie christiano ronaldo. schon 16 tore geschossen (am wochenende gleich 3). wenn der so weitermacht wird's gegen portugal ganz eng an der euro. wir müssen hoffen, dass die beim letzten spiel schon durch sind.
so viel dazu!

uene

Weekend round up

Während die gesamte Nation dieses Wochenende am TV hing und Ski fahren schaute, habe ich in meiner offiziellen Position als CC Scout mich mit der wichtigsten Nebensache der Welt beschäftigt. Ein besonderer Blick galt natürlich den verschiedenen Schweizer Spielern, vor allem dem berühmten Zwilling von Blaise Nkoufo, der schon wieder getüpft hat. Ich will den jetzt aber wirklich mal im Nati Trikot sehen. KÖBI, AUF JETZT! Aber das wichtigste ist im Moment ja die Goalie Frage, weshalb ich meinen Fokus besonders darauf gelegt habe. Coltorti wurde nach 44min eingewechselt und hielt seinen Kasten sauber, da sein Kontrahent sich verletzt hat dürfte er evtl. mehr Einsatzzeit bekommen. Benaglio hat zum dritten mal Hintereinander zu Null gespielt und hat am zweitwenigsten Tore in der gesamte Liga erhalten, was bei Betrachtung des Videos des letzen Spieles von ihm aber auch nicht verwundert: Gligg (Man beachte das einzige Tor der Partie). Zu guter letzt noch Zubi, der im Testspiel gegen Concordia, das 0-0 endete, eine Penalty hielt. Erfreuliches gibt es auch von Gygax zu vermelden, der nach langer Verletzung gleich in seinem ersten Spiel getroffen hat. 

Ich ernenne zudem Ronaldo zum Mann der Woche, der gestern in seinem ersten Spiel für Milan gleich Zwei Tore gemacht hat und alle seine Kritiker Lügen gestraft hat, die ihn schon nach Brasilien geschrieben haben. So ist recht. 

Guten Start in die Woche
Lino

Sonntag, 13. Januar 2008

neeeeeeeeiiinn

also dass da nichts passiert ist, grenzt an ein wunder.

auf seiner website gibt er ja bekannt, er habe sich schon im krankenhaus gesehen. nein? wirklich? ich hab eher schon an die nächste station gedacht. dort wo man nur noch gewaschen und für die familie zurecht gemacht wird.

aber ist ja nochmal gut gegangen

Freitag, 11. Januar 2008

Kalojew ist neu Vizeminister


Kalojew ist neu Vizeminister
Der Lotsenmörder Witali Kalojew wird stellvertretender Minister im Bauwesen der russischen Republik Nordossetien.
Wie seine Anwälte gegenüber Radio 24 bestätigten, hat der 51-jährige ein entsprechendes Angebot angenommen. Bereits morgen wird Kalojew seinen ersten Arbeitstag haben.
Witali Kalojew hatte im Februar 2004 in Kloten einen Fluglotsen der Skyguide erstochen. Er ist vor zwei Monaten vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen worden und in die Hauptstadt Wladikawkas zurückgekehrt.

http://tagesanzeiger.ch/dyn/news/ausland/830546.html

Trotz Prüfungsstress, Arbeitsvertrag, High von der Bert Verlobung (Danke an dieser eher unpassenden Stelle nochmals Herr Bert) und meiner Schabbes Koidesch Vorfreude muss ich doch kurz diesen heute erschienen Artikel kommentieren.

Was ist das für eine Gesellschaft? Ich konnte das kaum glauben. Es tat mir von Anfang an sehr leid, was dieser Mann erleben musste. Dieser Schmerz ist für uns alle sicher nicht nachvollziehbar. Eine solche Tragödie wird nie richtig verarbeitet werden und ihn sein Leben lang prägen und begleiten.

Aber was hier geschehen ist, ist zuviel des Guten. Dieser Mann hat einen klaren Mord begannen. Alle strafrechtlichen Aspekte hier im Detail zu erwähnen würde den Rahmen dieses Beitrags sprengen. Fakt ist, er war mit einem Messer bewaffnet, hat X mal auf brutalste Art und Weise zugestochen und eine grausame Tat ausgeführt. Eine Familie vorsätzlich zerstört. Aus klaren politischen Gründen, wahrscheinlich Angst vor dem Putin-Regime, wurde Kalojew schon früh möglichst entlassen. . .2/3 Plus noch eine verminderte Zurechnungsfähigkeit und weg ist er.
Ich habe meinem Umfeld schon bei seiner Entlassung erklärt, bei all seinen souveränen Interviews die er strahlend gegeben hat, kann es um seine geistliche Gesundheit nicht so schlimm stehen. Verdutzt verfolgte ich auch diese Bilder in den jeweiligen Nachrichtensendern, die zeigten wie Kalojew nach seiner Entlassung in Russland von der Putin-Jugend mit Plakaten und Sprechchören wie ein Volksheld gefeiert wurde.

Man soll von einer solchen Gesellschaft gewarnt sein. . .

Mittwoch, 9. Januar 2008

Des Eidgenossenheeres Auftritt entlang der Teutonengrenze

Neulich in der Provinz gab sich das Eidgenossenheer einen weiteren Grossauftritt, wie er in etwa jedes Jahr von Statten geht und das sich Fahnenübergabe nennt. Leider wurde ich selbst ja von einem antisemitischen Arzt ja des Militärdienstes für untauglich befunden, was mir immer noch wöchentlich schweissgebadete Alpträume beschert. Zudem werde ich ja für diese Beschwerden erstens im Alltag durch Missgunst durch Arbeitgeber und der allgemeinen öffentlichen Gunst bestraft und zweitens darf ich darüber hinaus auch noch für meine natürliche, angeborene und durch Überbeanspruchung meiner körperlichen Gebrechen verschlimmerte Benachteiligung (ja ich weiss, wir gehören ja eigentlich alle ins Kaffehaus) dem Fiskus einen beachtlichen Teil meines Einkommens auch noch in Form abtreten. Schrecklich.
Jedenfalls ereilte mich folgend dokumentiertes Spektakel, eben genannt "Fahnenübergabe", am hellichten Tag und völlig frei jeglicher Befürchtung mitten auf dem Fronwagplatz in Schaffhausen. Natürlich zog sich der Aufzug mit Abspielen der Hymne, etlichen Reden schnäuziger Abzeichenträger und grossem Brimborium ab, jedoch schien das Ganze die ansässige Bevölkerung nicht weiter zu beschäftigen. Etliche einkaufende Rentner liessen sich beispielsweise durch den Aufzug auch nicht vom gewohnten Weg hindern und trotteten mitten in der Zeremonie und durch unsere qualifizierten Verteidungsexperten quer über den Platz. Auch sonst schien das Ganze trotz den entlang dem Theatercafé und Manor aufgestellten Panzern (!!!) relativ wenig Leute zu beunruhigen bzw. aus der Fassung zu bringen. Ganz nach dem Motto: Die Hunde bellen, die Karavane zieht weiter....

nicht schon wieder!!!


mit magenkrämpfen und wutausbrüchen erinnern wir uns an eines der traurigsten kapitel in der schweizer fernsehgeschichte. Hierzu nochmals ein grosses PFUI PFUI PFUI!!!

Doch es scheint, dass die leutschenbacher witzbolde nichts aber auch gar nichts gelernt haben. die regelmässigen betrachter des sportpanoramas wissen wohl schon worum's geht (achtung vor weiteren magenkrämpfen u.ä.). diese rubrik von wegen walter andreas müller als schilper gress (im bild rechts. das links soll köbi kuhn sein). das ist ja als sketch in victors spätprogramm lustig. aber hier haben wir leider wieder mal den klassischen fall des overkills eines witzes vorliegen (und ich weiss was es bedeutet eine witz durch massloses übertreiben zu killen!). denn der joke gibt einfach nicht so viel her. und je länger er ihn nachäfft, desto schlechter wird's (stichwort exponenzieller tiefflug).
es bleibt zu hoffen, dass die studio-kiffer sich wieder ein wenig erholen bis zur EURO. denn auf einen peter steiner der den rebben imitiert oder irgendeine springmaus die den latour macht, habe ich echt keine lust. ich will fussabll, frauen und alkohol! und damit basta!!!

Dienstag, 8. Januar 2008

und noch eins

das lied "schrei nach liebe" ist uns ja ein begriff (falls nicht: muaschluagaengjege)
aber diese interpretation ist also grossartig:

das bringen die einfach ihren eltern, grosseltern und tschulentkochern ins gesicht. schappo!!!

uenefrücht

Montag, 7. Januar 2008

hier mal was zu tun wenn ihr zu viel zeit habt

schaut die erste hälfte und überlegt euch was es sein könnte.
lösung folgt in der zweiten hälfte....

Samstag, 5. Januar 2008

sonst nichts besseres zu tun?

ich weiss, dass wir es eigentlich verhöhnen, einfach nur ein video reinzustellen. aber da ja sonst niemasnd was dummes, gscheites oder sonst was reinstellt, übernehme ich das gerne wieder einmal:



anbei noch gute besserung!!!!

Dienstag, 18. Dezember 2007

Uaiuai-Schnulz des Tages: Yoni Bloch - Siba Laasov

Neulich in Davos (GER)

Avantgardistisch, wie wir halt sind, hat sich ein Vortrupp, sozusagen Späher, Kundschafter, Meraglim wie Kalev, Jehoshua und ich halt, vergangenen Sonntag bereits aufgemacht, die Pistenverhältnisse der neuerlichen Skination Schweiz vorzuinspizieren.
Nach den ersten Metern machte sich die berühmte Skibiermelancholie (lat. apreskiorum narcotisatio) breit, weshalb zweierlei von uns sich zittrig und mit fahriger Stimme in der nächstbesten Skibeiz auf der Piste zu Parsenn-Mittelstation auf die Suche nach einem ersten Weizenbräu machten. War nicht ganz einfach, den Stand mit den Getränken zu finden, wir natürlich schon mächtig vorfroh, also liessen wir uns von einem Küchengehilfen dirigieren, der uns gleich sein sattes Schwäbische entgegenquakte. Sein Assistent mit grossartig präparierter Glatze über dem Gesicht und einer Stimme, die auf eine mächtig vorbelastete Leber schliessen liess, präzisierte daraufhin gleich, wir wies uns zur Skibar in den Schnee, wo wir sozusagen am Aussenposten von einem Cowboyhut mit entsprechender Bestiefelung bedient würden. (Fürs Protokoll: 10:29 - Fallen des ersten Spruches über die auffällig germanophile Durchsetzung einer Bündner Skiküche mit einer Erfolgsquote von 2 auf 2).
Gut, Weizen her (auch hier fand im Protokoll Eingang: 10:31 - Cowboy ist auch ein glatzoider Teutone und was für einer!), absitzen, keine Sau, soweit das Auge schweift ... bis das Auge schliesslich neben dem Stand hängenbleibt, wo ein solches Gestell steht:

Darauf bot sich natürlich (auch aufgrund der Vorkenntnisse, dass sich auf dem Weissfluhgipfel bekanntlich ein Stützpunkt der Helvetischen Bardenarmee befindet) an, darauf gleich einzusteigen und sich nach dem genauen Typ dieses Gefährts zu erkundigen:

Gonzalez Tripolensis (GT): Was ist das eigentlich für ein Gerät?

Cowboy-Teutone (CT): Das ist eine Gulasch-Kanone.

GT: (erstes übergrosses Grinsen) Ah, wirklich? Und ist die von der Armee?

CT: Ja.

GT: Wirklich? Von der Schweizer Armee?

CT: Neee, die kommt von der Deutschen Armee.

GT: (mit skandal-witterndem Erstaunen) Wahass?!? Von der Deutschen Armee? Wieso denn das?

CT: Keine Ahnung, wir sind ja eh alles Deutsche hier oben. Dann ist sie schon mal da!

Dem darauf folgenden allgemeinen Gelächter konnte er sich dann nicht mehr entziehen. Aber seine Ehrlichkeit muss man ihm schon lassen, die war absolut entwaffnend.

In diesem Sinne verbleibe ich mit den besten Wünschen auf einen hoffentlich friedlichen Winter in den Bergen und schaut bitte, dass Ihr nur in der Nähe der FA-18-Rampen rumpulvert, man weiss ja nie.

PS: Gulasch-Kanonen kann man auch mieten ("Futtern wie bei Mutter!"). Vielleicht wär das mal was für den Whisky-Club. Wenn's für Kinderwagen draussen Platz hat, kann man auch eine Kanone mit Shubbesuhr daran hängen!

PPS: Der CC-Aussenposten meldet sich ab nächster Woche aus dem zionistischen Unterwasser-Training in der Wüste Ägyptens. Uenemenand!

PPPS: Und weil die Ferien so bös sind und der Pluz sich nach 7 Monaten Verbannung in der kenaanitischen Wüste immer noch nicht gemeldet hat, habe ich für ihn etwas Ahnenforschung betrieben und folgendes Brüller-Dokument aus seiner mutmasslichen Vergangenheit aufgestöbert, sedö lüeg!


Ein Grosser tritt ab



Gestern musste ich mit Bestürzung in der Zeitung lesen, dass Paolo Maldini auf Ende Saison seine Rücktritt gegeben hat. Ich sehe es als grosse Ehre an, von der (Pseudo-)Blog Administration dazu aufgefordert worden zu sein, einen Nachruf auf ihn zu verfassen. Umso mehr fühle ich mich geehrt dies als bekennender Juve Fan tun zu dürfen.

Einer der grossen Spieler des letzten Jahrzehnts geht von uns. Unfassbare 23 Jahre, über 600 Spiele in der Meisterschaft hat er absolviert, unzählige Trainer kamen und gingen, er blieb. Zuletzt wollte zwar der Körper nicht mehr so wie der Geist, trotzdem brachte er wenn er dann spielte seine Leistung. Alles hat er im Klub Fussball gewonnen was es zu gewinnen gab, mehrmals wurde er zu Italiens schönstem Spieler gewählt, einzig in der Nationalmannschaft wollte es nicht so recht klappen. Unfassbar, dass er noch mit Heroen wie Baresi, Van Basten, Gullit und Rijkard zusammenspielte, dass er Teil war des Grande Milan der Neunziger Jahre unter Trainer Arrigo Sacchi und bis in die Neuzeit zu den Stützen der AC Milan gehörte. Seine legendäre Rückennummer 3, genauso wie die Nummer 6 von Franco Baresi, wird zurecht nach seinem Karriereende nicht mehr vergeben, ausser einer seiner Söhne würde bei Milan spielen. Mit ihm dürfte auch letztendlich die Ära zu Ende gehen, in der Spieler ein (Fussballer-) Leben lang nur für einen Verein spielten. Dem Ruf des Geldes kann sich heute leider fast niemand mehr entziehen.
Er wird als ruhender Pol in der stürmischen, hektischen Serie A in Erinnerung bleiben, als hervorragender Kämpfer und Vorbild für alle späteren Verteidiger Generationen.

Maxima debetur puero reverentia

Mittwoch, 12. Dezember 2007

30% ???

was heisst denn bitte 30% der bevölkerung befürwortet ihn? es gibt keine wahl des bundesrates durch das volk. das parlament wählt. und dass die ssvp die wahl gewonnen hat, heisst noch lange nicht, dass alle den blocher supi dupi hösch finden.

und die parteien können bundesräte vorschlagen aber nicht bestimmen. und zu sagen "entweder ihr wählt den, oder wir sind weg" ist eine frechheit. das heisst ja nichts anderes als "wir wissen besser was gut ist, als ihr da in der bundesversammlung". die bundesversammlung wählt die bundesräte und damit basta. wem's nicht passt, soll nach burkina faso oder west-süd-ost-ost-klingonien. dort muss man sich auch nicht an die politischen gesetze halten.

und zu sagen, dass vor blocher eine "friede-freude-eierkuchen" mentalität herrschte im bundeshaus, ist schlicht unfundiert. der beweis dafür ist ja schon, wie lange es dauert bis gesetzte durchgebracht werden usw. wären sich alle einig und würden sich nur "auf die schultern klopfen" sähe das wohl anders aus.
und zu sagen einer ist gut, nur weil er allen auf die füsse tritt.... naja.

sektion bundesbörn

p.s. was meint eigentlich churban brünzel zu dieser geschichte?

Replik

Der vorhergehende Post hat uns allen deutlich gezeigt, dass BR Blocher nicht der Messias ist. Für alle die erst jetzt davon erfahren haben und sich in der Sache getäuscht haben, herzliches Beileid!

Spass beiseite,

genau das wollte ich auch verhindern, ich habe keinen Leistungsausweis, keine Lobeshymne und keinen Nachruf für BR Blocher verfassen wollen. Es ist mir nicht um die Person Blocher gegangen.
Bis jetzt haben die Parteien immer ihre Bundesräte gestellt. Über 30% der Schweizer Bevölkerung befürwortet Blocher. Konkordanz würde da bedeuten, auch wenn es nicht allen passt, ihn zu wählen. Die Stärke der Parteien prägt das Kräfteverhältnis im BR. Die SVP hat das Recht ihre Kandidaten zu stellen und muss sicher nicht irgendwelchen politischen Zwitter nominieren, nur um die Herzen der Linken zu befriedigen. So etwas führt zwingend zu einer Verwässerung des Parteienprofils wie man deutlich anhand des Beispiels CVP und FDP sieht. . .Die Wähler haben der SVP einen klaren Auftrag erteilt (und zwar nicht nur dem linken netten Schmid Flügel) und mit einem BR a la Blocher wird dieser Entscheid und Volkeswille respektiert und umgesetzt.
Es ist feige und heuchlerisch BR Blocher nicht wieder zu wählen und ihm ein untermauern des Rechtsstaats und der Konkordanz anzulasten.
Die SVP hätte nämlich auch die höchst unbeliebten SP Bundesräte gewählt.
Die Blocher Strategie als nicht demokratisch zu bezeichnen halte ich, milde ausgedruckt, für höchst fragwürdig!
Ja, Blocher hat im Bundesrat sicher für Stimmung gesorgt, das ständige „sich auf die Schulter klopfen“, „ja und amen sagen“ und die „love peace and happyness“ Mentalität wurde definitiv mit dem Blocher Einzug nicht gerade gefördert. Aber gut so, schliesslich werden ja auch ihre hohen Gehälter mit unseren hartverdienten Steuergeldern finanziert.

jetzt muss ich aber mal was loswerden

ich geb euch jetzt gleich "schlecht fürs land" und "bester bundesrat".
nur weil er jetzt eine wahl nicht geschafft hat, geht die welt nicht unter!
und noch was: die ssvp hat heute und gestern stets propagiert, es gehe ihr nur um die konkordanz (angemessene vertretung im bundesrat). und die habe sie ja jetzt auch mit 2 sitzen. warum soll die ssvp bestimmen dürfen, welche zwei das sind? dafür ist die bundesversammlung zuständig! und zu sagen, dass man die wahl nur akzeptiert, wenn die eigenen wunschkandidaten gewählt werden, ist absolut undemokratisch und kommt einer erpressung nahe.

zum thema opposition:
was wird sich da gross ändern? ist die ssvp nicht jetzt schon de facto in der opposition?
sie vertritt weder konsequent das kollegialitätsprinzip, noch stellt sich die fraktion konsequent hinter ihre bundesräte. ergo: ausser, dass die bundesräte nicht an den fraktionssitzungen sein werden, wird sich so viel auch nicht ändern.

und gleich noch was: warum sollte bundesrat blocher plötzlich der beste aller zeiten gewesen sein? nur weil er kritisiert wird. nein nein so geht das nicht. er hat mehrfach das kollegialitätsprinzip verletzt. er hintergeht immer wieder die schweizer politik. er fährt in die türkei und wettert gegen schweizer gesetze.
dieser mann ist vieleicht der kontroverseste und aufsehenerregenste bundesrat, aber das macht ihn noch lang nicht zum besten.
und argumente wie "dä macht mal öppis" und "ändlich mol eine, wo andersch isch" kann man von mir aus über einen neuen challesalzstreuer anbringen. aber in der politik hat das so viel verloren wie kapores am sächsilüüte!

in diesem sinne: hört auf zu heulen und tragt es wie männer!!!

sektion 'fit! (aka 'damminonemol!)

ENDLICH GEFUNDEN ! ! !

nach langem warten habe ich es doch noch gefunden.
wisst ihr noch? als wir nach der dschämpiens liig noch ein wenig tv total guckten (wer weiss wieso?). da haben wir den kmiker thomas nicolai gesehen.
jaja... der mit dem navi.
(für die, die nicht dabei waren: schaut es euch spätestens ab minute 3 an!)




woooooowww

Freude herrscht

Es sieht ganz danach aus, als ob die nächste Legislaturperiode ohne Bundesrat Blocher stattfinden wird. Man mag sich fragen wie klug diese ganze Aktion der SP/Grüne/CVP am Ende wirklich war. Ja, die Linken haben ihm eins ausgewischt, ihn in die Schranken verwiesen, gezeigt wo`s in der Schweiz langeht.
Ich werde jetzt nicht auf die Konkordanzwelle springen und erklären, dass das Schweizer Volk in den Wahlen im Oktober ein klares Zeichen für BR Blocher gesetzt hat.
Auch nicht seinen unbestritten, hervorragenden und unerreichten Leistungsausweis ist für diesen Eintrag nicht match-entscheidend.
So oder so, die SVP wird stärkste Partei in der Schweiz bleiben und wird mit Sicherheit auch in der Opposition noch neue Wähler dazu gewinnen.
Was sich jetzt aber zugetragen hat, wird für die Eidgenossenschaft wahrscheinlich noch schwerwiegende Auswirkungen haben. Denn, man mag mit BR Blocher einverstanden sein oder nicht, sein Stil anerkennen oder verpönen, Fakt ist, er hat sich im BR mehr oder weniger and die Spielregeln gehalten. Er war integriert und die Partei hat sich fast immer wie eine Regierungspartei verhalten.
In der Opposition wird das nicht der Fall sein. Die Hardliner werden in allen Fragen den Ton angeben und müssen sich keine Sorgen machen ob das jetzt die Konkordanz verletzt oder nicht. Die Partei wird mit Sicherheit in einigen Bereichen extremer werden und ihrer Stärke sei Dank, die gewohnten politischen Verhältnisse in Helvetien wesentlich verändern.

Morgen um 8 wissen wir mehr. . .ich bin gespannt. . .

Channukah, letzter Akt

Zum Abschluss der diesjährigen Channukah-Festivitäten sei noch einmal ein Zeugnis der amerikanischen Strubio-JKultur in der Öffentlichkeit zu exponieren.
Man mag sich wirklich fragen, was mit diesen Leuten auf der anderen Seite des Teichs falsch läuft. Tatsache ist jedoch, dass sie wirklich nicht alle Tassen im Schrank haben, zumindest dem Drehbuch-Urheber dieses Clips sollte man einen geistigen Beistand beliebt machen. Ich erkenn jedenfalls weder Sinn noch roter Faden dieses Clips. Aber wie immer, sedö lüeg:






Dienstag, 11. Dezember 2007

Rive Gauche

also hier ist es nun. das langersehnte zeitdokument des letzten donnerstag abends.
blöd tun in absoluter reinkultur. und alles unter der grossen frage: wo sich de pluz???






hier noch zwei gute passagen:

1. lö gons: hüt gits nur ei fraag: erstens.... zweitens...

2. lö diesch: (letschti sekunde): chunnt no öper nach pfäffike ko game?

gross gsi nungs

Montag, 10. Dezember 2007

Gebt die Lächerlichkeit jenen, die sie verdienen

Für einmal spiele ich nicht den embedded Youtubbel, weil ich in diesem Blog sicher kein GC-Emblem sehen will, schliesslich sind wir hier bei Chassidus Chübelsack und nicht beim ICZ-Jugendleiter... ;)
Deshalb übergebe ich den Song der Öffentlichkeit, welcher mir gestern nachmittag trotz grösster Anstrengung, Erblickung des Randes eines nervlichen Zusammenbruches sowie einer wüsten Packung in Form eines Jubiläumssiegs durch die Insekten (100x) beim Ausgang aus dem Letzi-Kältekanal doch noch ein Lächeln unter meine Nase gezaubert hat. Wahnsinn, gehört in jede DJ Pingu-Sammlung und an jedes Geburifest im Knie-Zoo - oder eben auch bei der ICZ-Jugend. Muahaha.
Ausserdem möchte ich ein kleines Stossgebet für die drei 9-jährigen Saugofen aussprechen, welche mir gestern während 100 Minuten ihr FCZ-Blerim-Academy-Gewäsch ins Ohr gequietscht haben. Das nächste Mal gibts im Sinne der Lino-Plastik von unten eins auf den Minihaushalt und dann fliegt Ihr in Parabelform genau in die Hundeboxen, welche neuerdings die Flitzer am Betreten des Spielfelds hindern. Beispiele?
"Ich han irgendwie voll kei Bock uf Geeceeh!"
"He, Du blöde GC-Spieler"
"Lieber gege Aarau verlüre wie gege Geeceeh!"
PS: Für diejenigen, die's immer noch nicht verstanden haben: Ich habe wirklich nicht inhaliert.
PPS: Heute Nacht wird übrigens der erste CC-Pokerking erkoren. Wir spielen übrigens ausschliesslich um Sukkah-Schmuck und schmutzige Unterwäsche (ja, ich warte immer noch auf meinen Scherenschnitt!

Freitag, 7. Dezember 2007

Netzor Leshoncha Merah

Bis jetzt haben sich die Lösungsvorschläge zum universalen Antidotum bzw. Heilmittel gegen Lashon Hara, also der üblen Nachrede, hauptsächlich auf primarschulalterliche Meimei-Fingerzeige gegenüber dem Nachredenden beschränkt. Gott sei Dank gibt es heute mit der Globalisierung und der Marktöffnung nach China und Sowetho auch Lösungsvorschläge (Link zur geschlossenen YB-Auktion!), welche in eine ganz andere Richtung gehen.



Der Kopf dröhnt übrigens gewaltig, niemand hat es heute wohl sauber aus der Wäsche geschafft, die einen hielten sich gestern mit Schäfchenzählen wach, damit die Hirnschale nicht ganz aus dem Gemüt schwappte, andere hielten sich physisch am Bettgeländer fest, um harte Bruchlandungen zu verhindern. Fakt ist, dass gestern abend das 9. und jährlich wiederholende, mundende Spektakel des Whiskyschiffs endgültig angekommen ist (so auch der erste saure Aufstoss, den einzelne Forumsteilnehmer vor fünf Minuten erstmals feststellen konnten). Und das am Freitag und weit, weit entfernt vom ersten Tschulent. Strenge, harte Realität...
Git Shubbz, Git Channige ind a gewaltige Sach Naches!
PS: Houston an Lutz, Houston an Lutz, Widmung aus dem Rive Gauche (Pendant der Südkurve für die Baur au Lac-Fuzzies) gestern in ausgelassener Heiterkeit entstanden, Caol Ila lässt grüssen und freu Dich schon mal! Bald bei Dir!

Donnerstag, 6. Dezember 2007

"Rabbi Jacob, il va danser!"

Denn am 7. Tag sollst Du tanzen.
In Zürich gibt es leider viel zu wenige Karaoke-Lokale und Gelegenheiten, sturzbetrunken "Iuuu'll neeeewr Uooooolk Elloooooooun" oder unser aller Jugendheld David Hasselhoff in einem feuchtfröhlichen Abend zu brüllen. Deshalb sind ist Chassidus Chübelsack natürlich umso dankbarer, einmal Karaoke mit geistig fordernder Garnitur zu geniessen. Es ist wirklich einfach zum Mitsingen, fehlt nur noch der Bronfen, was am Jahrestag des Whiskyschiffes aber wirklich kein unüberwindbares Hindernis darstellen sollte.

Ausserdem stehe im Sinne erwähnenswerter Reproduktionen - wie Churban Brünzel immer sagt: Wir sind ja am Ende des Tages doch nur billige Kopien unserer selbst - hier auf vielfachen Wunsch die berühmte Performance der Züri-Rabbidance-Knaben im Papiersaal zu Sihlcity erneut medial zur allgemeinen Volksbelustigung. Sedö lüeg:

PS: Wir kondolieren übrigens alle den Heimischen Jings für die gestrige Niederlage. Bei allem Übermut: So wird's wohl sehr eng mit der Playoff-Quali...
PS: Houston an Lutz, Houston an Lutz: Wo in aller Welt bitte sind Sie?

Mittwoch, 5. Dezember 2007

drei jahre danach

wir mögen uns alle erinnern, was sich vor 3 jahren um weihnachten abspielte. der tsunami traf etliche menschen völlig überraschend. die schäden sind bis heute nicht mal ansatzweise behoben. darum hier zwei videos, um sicher zustellen, dass diese katastrophe nicht vergessen geht.

1.) viele meinen: ja das ist halt einfach ne grosse welle. kenn'war schon. was soll da schon dabei sein. hire ein video, das zeigt wie gewaltig so eine welle sein kann. dies ist zwar nur eine kleine version (der "richtige" war mind. um ein 10-faches grösser), zeigt aber die kraft des wasser ganz schön:


2.) oft denkt man auch, dass die welle einfach von den strandhäusern abgefangen wird. diese gehen zwar kaputt, schützen dafür das innere der insel. leider falsch, wie dieses video zeigt:


ohne hier einen auf "oh nei...so schlimm..." zu machen, wollte ich hier einfach nochmals an dieses drama erinnern.

sach naches

sektion ohnibsomimwirdichärnst

Dienstag, 4. Dezember 2007

Uaiuai-Schnulz des Tages: Shai Gabzo - Tagidi Li At

So sag mir doch, meine Holde. Willst Du die Tage mit mir verbringen und unser Karma bis ans Ende unserer Tage pflegen? Willst Du? Sag schon, toda raba, herzlichen Dank, aber ohne Scharf.
Der heute vorgestellte Song handelt von der Kurzweiligkeit des 21. Jahrhunderts mit all seinen Tücken. Wir sind doch am Ende alle Opfer der Generation X, in dessen Fusstapfen wir getreten sind, in dessen Spuren wir gewandelt sind, bis unsere Füsse stecken blieben und wir merkten, die Orientierung verloren zu haben.
Und so stehen wir heute da, mit einem Doppelpräsidium, keinem Eiruv, einer nahenden EM mit vielen Gefahren und Anschlusstoren, und nichts macht mehr Sinn. Gar nichts.
Als aktives Membrum der Gesellschaft möchte ich doch meine Ehrerweisung an die politischen Avancen dieses Blogs offerieren. Es ist in meinen Augen etwas fraglich, einer Partei den Hof zu machen, weil sie als eine der einzigen sich noch offen zu Israel stellt und dem allgemeinen Trend von Israel-Bashing und trendy Pallytüchern (früher zählte der Durst noch vor dem Image) die Stirn bietet. Ganz nach dem schnauzigen Prinzip von wenn das meine Freunde sind, brauch ich wenigstens keine Feinde mehr.

Freitag, 30. November 2007

politik. . .






Mit grossem Erstaunen muss ich wiederholt feststellen wie viele unserer Glaubensgenossen sich für jeden Misserfolg den die SVP kassiert vor lauter Schadenfreude kaum mehr halten können.

Zu Recht?

1) Ich möchte niemandem hier vorschreiben, SVP Anhänger zu werden. Das ist nicht Sinn und Zweck dieses Blog-Eintrages. Jeder mündige schweizer Bürger soll und muss sich selbst eine eigene politische Meinung bilden. Wem das Partei Programm der SP zusagt soll natürlich SP wählen, wer sich mit der Ideologie der Grünen am besten identifizieren kann soll selbstverständlich diese Partei unterstützen (usw. bitte um Verzeihung dass nicht jede Partei einzeln erwähnt wird) .

2) Welchen Kurs die SVP in Zukunft einschlagen wird weiss ich nicht, genauso wenig wie die politische Landschaft der Schweiz sich in Zukunft weiter entwickeln wird.

3) Was ich hier ansprechen bzw. diskutieren möchte ist diesen, bei vielen jüdischen Menschen wahrhaftig schon zur Religion mutierte, vehementen anti-SVP Kurs. Ja, einige Plakate sind sehr provozierend und können u.U. rassistische Gefühle hervorrufen. Zum Teil gehen sie vielleicht ein Schritt zu weit und der Stil ist fragwürdig. Es ist auch richtig, dass wir mit der Geschichte unseres Volkes eine spezielle Verantwortung in der Gesellschaft zum Schutz von Minderheiten mitragen. Aber, wo besteht ein religiöses Recht kriminelle Ausländer zu schützen? Kann mir jemand erklären wo sich die SVP rassistisch verhält? Parteien haben die Funktion, die Anliegen der Gesellschaft in der Politik wahr zu nehmen. Sie sind sozusagen die Vertreter des Volkes in der Legislative und der Exekutive auf Stufe Gemeinde, Kanton und Bund. Stichwort Minarett-Debatte: Sofort jaulen alle unsere Linken Glaubensgenossen via Medium Tachles auf und unterstellen der SVP ausländerfeindliche Politik zu betreiben.

Ein weiteres Argument gegen die SVP ist (würde fast schon behaupten Lieblingsargument) im Nazionlasozialismus hätte es auch so angefangen… Ob ich für oder gegen diese Initiative bin steht an dieser Stelle noch nicht fest. Fakt ist auf der ganzen Welt findet ein Jihad der islamischen Extremisten statt. Das kann man nicht leugnen. Jetzt sind gewisse berechtigete Ängste in der Bevölkerung vorhanden und diese muss man als Politiker ernst nehmen. Und wie das in einer gut funktionierenden Demokratie der Fall sein muss, sollte darüber diskutiert und debattiert werden dürfen. Wie gesagt, ob diese Initiative zur Lösung des Problems beiträgt oder nicht, ist nicht Thema dieses Eintrages.

Wir denken immer gerade, O, aufpassen, Nazis im Aufwind, wir mit unserer Geschichte sind geradezu verpflichtet uns dagegen aufzulehnen und öffentlich Stellung zu beziehen und unsere Empörung kund zu tun.

Das ist krank. Wer die Geschichte kennt weiss dass es beim Antisemitismus um ganz andere Dinge ging und geht. Da wurden wir zu hunderttausenden grundlos abgeschlachtet nur weil wir beschnitten waren und uns teilweise von der Gesellschaft in gewissen Bereichen abgehoben haben. Aber kennen wir so etwas wie einen Karikaturen Streit? Unruhen in den Vororten? Hassprediger? Bombenleger? Im Grossen und Ganzen nein! Wir wollen unseren Glauben niemandem auferzwingen und respektieren andere Glaubensrichtungen. Deshalb finde ich diese ständig gepredigte moralische Verpflichtung sich gegen all das zu wehren, was mit Ausländerproblematik zu tun hat völlig falsch.

Aber verlassen wir mal diesen Bereich, denn dies ist m.E. eine der der grossen Irrtümer unserer Gesellschaft. Die SVP wird ständig nur auf die Ausländer Politik reduziert. Teilweise muss sie sich das sicher selbst zuschreiben aber oft wird sie auch von allen möglichen Exponenten in diese Ecke gedrängt.

An dieser Stelle muss ich auch nicht erwähnen, das ist GsD mittlerweile bekannt genug, dass die SVP mit sehr grossem Abstand über das Israel-freundlichste Profil aller Parteinen in der Schweiz verfügt. Über die Motive für dieses Verhalten kann man verschiedene Ansichten vertreten, aber als opportunistisch darf es sicher nicht bezeichnen werden. Zahlreiche neue Wähler gewinnt die Partei mit diesen pro-israelischen Standpunkten in der Schweiz sicher nicht, im Gegenteil, sie riskiert dabei, wie jede andere Partei auch, mit Sicherheit einige Stimmen zu verlieren.

Die SVP repräsentiert in meinen Augen eigentlich fast schon den heute vom ausstreben bedrohten traditionellen Freisinn. Es ist die u.a. die Partei der Unternehmer. Sie setzt sich für weniger Bürokratie ein, ist sehr wirtschaftsfreundlich und fördert die Eigenverantwortung jedes einzelnen Bürgers. Die SVP möchte nur soviel Staat wie nötig. Die Linken Parteien wollen ständig mehr Staat und mehr Gesetze. Für alle Probleme lautet die erste Antwort immer: Ja der Staat muss dies und das machen. Ständige Steuererhöhungen, mehr Abgaben, Regulierungen sowie eine Vielzahl neuer Verbote in jeglichen Bereichen des Lebens. Die Neidpolitik kennt keine Grenzen. Eine Umverteilung des Wohlstandes wird nicht nur erhofft sonder konstant mit allen möglichen Motionen gefordert. Nur weil es Besserverdienende gibt sind das noch keine Abzocker oder schlechtere Menschen. Im Gegensatz zu vielen Staatsangestellten stehen Unternehmer vielleicht früher auf, sind auch übers Wochenende und in ihrer Freizeit fürs Geschäft unterwegs und tragen ein grosses Risiko. Weshalb soll eine solche Leistung nicht belohnt werden?

Es liegt mir fern Staatsangestellte zu verunglimpfen, es gibt auch dort hervorragende Mitarbeiter auch möchte ich nicht die zum Teil unverhältnismässigen Manager Saläre schönreden oder rechtfertigen.

Es zeigt einfach andere Ansichten dieser Partei auf, die sonst nirgends so publiziert werden. Es gibt noch viele weitere Positionen, sei es im Sicherheitsbereich oder bei gesellschaftspolitischen Themen die noch angesprochen werden sollten. . .

Soviel für heute

Donnerstag, 29. November 2007

Ritalin auch für die grossen Kinder

Der unendlichen Fundus irrelevanter Fussballspiele, welche lediglich und allein der Zeitvertreibung dienen und den Menschen davor bewahren sollen, seine Zeit dienlicher einzuteilen und auch etwas für sein Zerebrum zu tun, hat mich diese Woche verschont und so habe ich heute Morgen lediglich die wichtigsten Resultate und Tore zur Kenntnis genommen. Dabei ist mir ein Prototyp für das Schweizer Fernsehen aufgefallen. Bekanntlich ist die Verankerung von Fussballfanatismus in vielen anderen Ländern schon etwas weiter, wo es demnach auch nicht mehr nötig ist, sich gegenseitig wegen einer fehlenden Fahne zu entführen. So hat die AS Roma einen eigenen Fernsehkanal, wo die eigenen Spiele übertragen werden. Anscheinend bringen die es auch auf einen Kommentator, welcher es wirklich in sich hat und etwas an Emotionen rüberbringen kann, was Hüppi, Schwüppi und Turnerheer es nicht mal in ihrer gemeinsamen Hochzeitsnacht im Freubad vollbracht haben. Sedö lüeg.

PS: Lützerlchen, wird FCZ-2lose heute Abend auch im Heiligen Land übertragen? Was macht die erschrockene Putzfrau? Bist Du immer noch Fussballfan?

Mittwoch, 28. November 2007

BvB Kapitel 2 "Die Trennung"


Nachdem letzte Woche bekannt wurde, dass sich unser neo-Mechanech BvB von seiner Lebensabschnittsgefährtin einseitig via SMS getrennt hatte, konnte ich es mir nicht nehmen lassen unserem Erziehungsexperten ein paar Fragen zur aktuellen Situation zu stellen.
Hier einige Schlagzeilein aus dem Deutschen Blätterwald zu diesem Thema (meine short Position beim Faktor Zeit hat eine weitereichende Recherche leider verhindert)

Boris hat per SMS Schluss gemacht (Bild)

EX- FREUNDIN PACKT AUS
Boris Becker trennte sich per SMS (Spiegel)

"Gentleman" Boris Becker macht per SMS Schluss (Welt)



Longo(L): Salü Bobbele !

Bobbele von Besenkammer (BvB): („Fahrt wüescht inne“, und verbietet mir eine wiederholte Verwendung dieses Kosenamens im laufe des Interviews. Schliesslich habe er im Leben viel geleistet und nimmt als X-facher (genaue Anzahl Kinder höchst umstritten und letztendlich auch nicht wirklich relevant) Familienvater eine gewisse Verantwortung der Gesellschaft und seinen Kindern gegenüber wahr.

Zweiter Versuch:

(L) Salü Boris !
BvB: Grüezi Herr Longo.

Wie fühlt man sich so alleine?
BvB: Wie kommen sie denn darauf dass ich nun alleine bin?

(L): Ja die Trennung stand doch in allen Zeitungen!
BvB: Korrekt Alter, aber d.h. noch lange nicht dass ich alleine bin!!!

(L): OK du Superstecher, da hast Du mich aber mächtig vera***** 1:0 für dich. Nachdem dein Ego nun massiv gestreichelt worden ist, nochmals die Frage, wie fühlst Du Dich?
(BvB holt aus und möchte Herrn Longo eine Kleben, sein Manager bring ihn jedoch dazu, sich wie ein vernünftiger Mensch zu benehmen. Als Belohnung winkt BvB eine Runde Tütschautöli fahren, da kann sogar BvB nicht wiederstehen.)
BvB: Naja, ein wenig traurig bin ich schon, am liebesten würde ich mich in eine kleine (Besen-)Kammer zurückziehen und laut drauflos weinen.

(L): Apropos Kammer. . .
(BvB setzt zu einem weiteren Angriff an, und lässt sich mit dem Argument wieder beruhigen, dass ein leckeres Eis im Mövenpick auf ihn wartet, Mocca ähnlicher Farbton, gschamck isch im gliich)
BvB: Das ist meine Vergangenheit, ich stehe dazu und habe auch die Verantwortung dafür übernommen.

(L): Wie sollte denn deine nächste grosse Liebe sein?
BvB: Optisch oder wie meinst du das jetzt?

(L) Nein, was ihre Lieblingsspeise sein sollte oder ob sie lieber in der Migros oder im Coop ihre Einkäufe tätigen sollte!
(BvB) Ach so, na ja, keine Ahnung, sie sollte einfach nicht klüger wie ich sein.

(L) Du hast Ansprüche. . .

Das Gespräch muss plötzlich unterbrochen werden, BvB beginnt auf mich einzudreschen und ich muss mich schleunigst vom Acker machen. . .den Wunsch, das Interview vor der Publikation nochmals gegenlesen zu dürfen, konnte man bei diesen dramatischen Umständen leider nicht berücksichtigen. . .

Wayne der Grosse

Asche über mein Haupt. Ich muss gestehen, ich wollte meine Analyse des letzten Länderspiels sowie das Interview mit unserem Nahost Korrespondenten Churban Brünzel bereits am gleichen Abend noch schreiben, aber leider war ich aus bekannten Gründen nicht mehr dazu in der Lage, last but not least kommt es halt Heute. Bitte schön, gute Unterhaltung.

Ein weiteres Jahr des Müssiggangs geht zu Ende, Zeit um In sich zu gehen und das Vergangene zu reflektieren und zu analysieren. Sodann, machen wir das auch mit unserer Nati. Wo stehen wir, was haben wir erreicht, was nicht, was gilt es zu verbessern, diese Fragen wollen wir zusammen erörtern. Zu diesem Zweck habe ich mich im Rahmen der CC Berichterstattung über Unwahrheiten und Skandale im Fussball direkt nach dem letzten Länderspiel mit unserem Nahost Korrespondenten Churban Brünzel unterhalten können.
Churban Brünzel, ein Charakterkopf und Querdenker, der mit seinen oft kontroversen, manchmal auch visionären Ideen aufzufallen weiss, begleitet die CH Nationalmannschaft seit der glorreichen WM Quali 1998.

Herr Brünzel, Sie sind ja bekannt für ihre fundierten Fussballkenntnisse und ihre unwahrscheinlichen Detailkenntnisse in der Randsportart Kuhfladen Bingo, wo steht die Nationalmannschaft knapp 200 Tage vor der EM?
Ja, wir haben 15 mehr und weniger erfolgreiche Testspiele gesehen, in denen sich heraus kristallisiert hat, das neben den knapp 20 Spielern, die an der WM eingesetzt wurden nicht viel Substanz vorhanden ist. Wir sind sozusagen gleich weit wie im August 2006. Es zeigte sich zudem dass ohne der richtigen Einstellung die Schweiz keine Spiele gewinnt, hier ist Jakov K. gefordert.

Wo sehen sie die grössten Probleme zurzeit?
Da gibt es zweierlei. Erstens die bekannten Probleme in der Offensive, die aber hoffentlich bis zur EM gelöst werden. Zweitens die Physis der Spieler, es ist mir unbegreiflich, wie sich die Spieler in den Zusammenzügen ständig verletzen können und nach 70min in den Spielen jeweils die Luft draussen ist.

Wer steht am 7. Juni im Tor der Schweizer?
Ich bin hin- und hergerissen. Einerseits müsste vom Talent und für die Zukunft Diego Benaglio im Tor stehen, andererseits ist die EM nicht der Ort für Experimente auf dieser Position. Ich denke es wird Fabio Coltorti sein.

Warum nicht Zubi, der WM Held?
Seine Zeit ist definitiv vorbei, Schade hat er es selber noch nicht gemerkt.

Ist Jakov K. überhaupt noch der richtige Trainer für das Turnier?
Jetzt ist es definitiv zu spät um über solche Dinge zu diskutieren, Ein Trainerwechsel hätte, wenn überhaupt, letztes Jahr nach der WM stattfinden müssen, jetzt bringt das überhaupt nichts.

Übersteht die Schweiz überhaupt die Gruppenphase an der EM?
Eine gute Frage, ich denke das erste Spiel wird das entscheiden. Spielen sie dort gut und gewinnen sogar, wer weiss was dann passieren kann. Bei einer Niederlage wird es schon sehr schwierig.

Wie wichtig ist der Heimbonus an Endrunden?
Ich denke er kann in gewissen Situationen behilflich sein, andererseits gibt es sicher auch Spielerpersöhnlichkeiten die nicht damit umgehen können. Toll finde ich einfach, dass die SFV Führungsriege jetzt bei sich zu Hause während der EM jassen kann und nicht mehr soweit reisen muss. Sind ja alle auch nicht meht die jüngsten.

Denken Sie Sami R. wird das Eröffnungsspiel leiten dürfen?
Warum nicht, als langjähriger Mann in Schwarz mit internationaler Erfahrung wäre er sicher ein würdiger Mann für so ein Spiel. Hoffentlich wird er von Yves B. und Raoul S. sekundiert.

Wie sieht ihre Wunschgruppe aus?
Eine Gruppe mit Italien, Schweden und der Türkei wäre ganz nett, es kann aber auch ganz anders kommen.

Ich denke das war ein gutes Schlusswort, wir nehmen dies noch mit und bedanken uns bei Churban Brünzel für dieses Interview.

In diesem Sinne, uns allen zur Freude und der ganzen Welt zum Segen, Masel und Broche der ganzen Mischpoche.

Dienstag, 27. November 2007

Benigni's Altlasten

Dank Youtube finden sich heute verschiedenste frühere Erzeugnisse von Roberto Benigni. Ich habe beim Stöbern folgende Szene gefunden, kauft Euch einen Dolmetscher, bindet Euch einen Dizionario unter das Kinn und brüllt los. Prinzipiell stehen zwei Soldaten beim Mahnmal des Unbekannten Soldaten und Benigni nervt seinen Mitsoldaten aufs Äusserste. Sehr, sehr grosses Kino.

Wer hingegen das italienische Arsenal an Kraftausdrücken und pervers-obszönen Gedanken bevorzugt, soll sich lieber das folgende Sample zu Gemüte führen. Sedö, lüeg:


PS: In JLeague-Sachen: Die neue Webseite ist draussen!