Freitag, 9. April 2010

Derbytime -> Q & A‏

Die Mutter aller Derbys hat am Mittwochabend im Rahmen der JLeague wieder einmal stattgefunden. Nachdem Selecao die allererste Begegnung in der Geschichte anno 2007 gewonnen hat, sind sie seither gegen Scherdünn sieglos geblieben.
Dem zweimaligen Finalisten droht die erstmalige Nichtqualifikation für die JLeague. Bereits der nächste Spieltag hat vorentscheidenden Charakter.
Der Seleçao- Torwart und Sportfunktionär Lino stellt sich den Medien.


Herr Lino
Kurzes Fazit zum Spiel von gestern?

Trotz numerischer Überzahl ging das Spiel wegen krassen Mängeln in der Defensive verloren, wir waren schlicht und einfach zu naiv in unserem Abwehrverhalten und zu schwachbrüstig im Angriff. Scherdünn trumpfte dafür mit einer tollen Mannschaftsleistung auf, Chapeau!



Wie schätzen Sie die Chancen für eine Playoffqualifikation ein?

Mit jedem Spieltag wird das schwieriger, es sind doch noch 6 Punkte bis auf die Playoff Plätze, so langsam aber sicher müssen wir an die Säcke und die restlichen Spiele gewinnen.



Wieso tut sich Seleçao dieses Jahr so schwer?

Ich kann es mir auch nicht erklären, wir hatten gegen die Top 3 oft keine Auswechselspieler und deshalb gingen diese Spiele auch meistens verloren, ich hoffe wir können dem im letzten Saisondrittel noch Gegensteuern. Im allgemeinen ist das Niveau dieses Jahr sehr ausgeglichen und die Mannschaften sind näher als auch schon zusammengerückt, was den Kampf um die Playoffplätze umso spannender und schwieriger macht.



Als ehrenamtlicher Skisprungrichter, sehen sie Parallelen zwischen dem Skisprungsport und dem Hallenfussball?

Ganz klar, es sind beides sehr technische Sportarten bei denen oft die Details über Sieg und Niederlage entscheiden. In dieser Hinsicht finde ich die Initiative im Betlokal in W.-Z. sehr löblich, eine Förderung der Breitensports ist gerade in diesen schwierigen Zeiten nötig, wenn nicht sogar erforderlich und auch seitens des Verbands gewünscht.



Konnten die Teaminternen Spannungen geklärt werden?

Von meiner Seite wurde alles gesagt und ich bin eigentlich froh das zusätzlich auch das Führungsproblem in unserer Mannschaft gelöst werden konnte. Nach der einen oder anderen Friedenspfeife konnten die Spannungen teamintern abgebaut werden. Ich denke das gestrige Spiel könnte sogar zu einem Wendepunkt dieser Saison werden, man konnte förmlich spüren wie ein Ruck durch die Mannschaft ging.



Am nächsten Spieltag stehen Ihren Tabellennachbarn schwere Spiele bevor, wobei Seleçao den Tabellenletzten empfängt. Quasi das Spiel der letzten Chance. Wie bereitet sich das Team auf dieses Spiel vor?

Wir müssen auf die Basics des Hallenfussballs konzentrieren und nie vom Glauben wegkommen das es noch zu schaffen ist. Ich denke unser Problem ist eine reine Kopfsache, eine "Chopfleerete" könnte vor dem Spiel also durchaus nützlich sein. Und so lange wir es aus eigener Kraft noch schaffen können gebe ich auch die Hoffnung und den Glauben nicht auf.


Herzlichen Dank für das Interview.

Mittwoch, 24. März 2010

Rekurs gegen die Hagbe-Bewertung vom 20. März 2010 möglich - drohen weitere Verzögerungen beim Bau des Hardturm-Stadion?


Man streitet wieder im Shtetl. Und für einmal geht es nicht Schübe, ausgelöst durch das Überschreiten der abgestoppten Zeit, welche für Mussaf aufgewendet wird. Es geht auch nicht um die Wahl des Chasens oder der Nasenpopel des edlen Kiddush-Spenders (gebenscht sei sein einzigartiges Malz).

Nein, die Szenerie ist die folgende. Das Schicksal hat dem Schreibenden beschert, am vergangenen Shabbes zum ersten Mal das Regime der neuen Hagbe-Ästhetik-Komitees zu erfahren. Bekanntlich leben wir ja in sehr äusserlichkeitsbetonten Zeiten. Zur Barmizwah kriegt man heute elektronische Wunschlisten mit dem Bedarf nach Schnurrbarthaar-Implantatgutscheinen, dazu die neusten Gucci-Gürtel (Länge 55 cm Bauchumfang) und dem Marken-Abzeichen in der Grösse eines Lulavs. Aber die Oberflächlichkeit hält hier nicht ein. Sie wird nun auch zum Aufhänger von Ritus-Akten wie der Hagbe, wie an dieser Stelle unlängst vom Hüter der Tradition und der Aufklärung proklamiert.
Schreibender sieht den Gabbe also am letzten Wochenende schon heranfliegen mit dem letzten aller zu verteilenden Kuwed-Täfelchen. Und schon ist klar, dass damit kaum das Begleiten des Aushebens gemeint sein kann, sondern dass die Stunde geschlagen hat. An mir soll also die erste Skiflug-Hagbe-Bewertung exemplifiziert werden. Der Druck steigt also schon einmal in die obersten Luken. Wie wird man sich schlagen? Wird die Vorbereitung fruchten? Herrscht so früh am Tag bereits genügend Rückenwind? Wie wird sich der verkürzte Anlauf und die Erwartungshaltung des Publikums auswirken? Der Puls war demzufolge auch ohne dem inneren Aufrufen unerzählbarer Bilder bereits auf 180 Schlägen. Und dennoch: Das Telemark-Standbein wurde regelkonform ausgefahren, die Flugphase ereignete sich flüssig und auch die Landung gab aus objektiver Perspektive kaum Anlass zu Beanstandungen. Die Jury, welche die Regeln sehr autonom und nach neuer Auslegeordnung umsetzte, sah es anders. Die strengen sechs Augen bewerteten die Landung mit den Noten:
18.5, 18.5 und 17.5.
In der Begründungsschrift legten die Richter nahe, dass der Telemark gesetzt wurde, wenn auch ein kurzes Abrutschen die Abzüge begründeten. Während der Telemark-Phase sei die Fussstellung korrigiert worden, was Abzüge geben müsse. Der Telemark sei bei der Hagbe vor der Flugphase also bei der Hebelbewegung zu setzen.
Durch ausgedehnte Nachforschung in den vergangenen Tagen konnte in Erfahrung gebracht werden, dass die deutlich tiefere Note durch den finnischen Richter Guyskannu Linomanen erfolgte, welcher mit dem Schreibenden bekanntlich immer noch JLeague-bezogene Fehden austrägt, welche eng mit seinem momentanen Mandat als Torhüter von Selecao Simchesnaches zusammenhängen. Linomanen lässt sich folgendermassen zitieren: "Der Telemark sei hereingeschmuggelt worden, durch die parallele Fusshaltung wäre ebendieser gar nicht möglich gewesen. Pfui, und deshalb wegen technischem Fehler Punktabzug". Dass somit eine objektive und faire Auswertung nicht möglich ist, liegt auf und in der Hand. Man wird wieder durch das System hinterrücks gepackt und kann sich nicht wehren.
Der Schreibende wird die Situation nun minutiös verfolgen und im Bedarfsfall Neuwahlen der Jury erzwingen.

Montag, 22. März 2010

Erlebnisbericht Partymeile Zürich: Bar Hannes

Werte Leserschaft


Gestern Abend wollte ich mir den Wochenausklang mit einer Mahlzeit im (einzigen) hiesigen Lokal für die Gilde der Koscherfleischfresser gönnen. Der Verlauf des Besuchs liest sich wie folgt:

- bei Ankunft ist das Restaurant ist ziemlich voll, lauter Pinguine wegen der Baselworld Messe

- mein Familienoberhaupt und Anhang werden vom Wirt an einem Tisch placiert, wo die Dessertresten der vorherigen Gäste noch vor sich her gammeln.

- 10min später laufen der Schreiberling und seine bessere Hälfte ein, der Zwurggel kreischt: "mi amar lachem laschewet po?"

- nach 15min wird unser Tisch einmal hergerichtet, wobei man uns einfach das Besteck hinschmeisst und der Zwurggel den Patriarchen, der sich lachend mit dem Nachbartisch unterhält, anschnauzt: "Shejije lecha maschu litzchok"

- nach 25min kriegen wir die Karte vom Kellner (mit Migrationshintergrund), welcher sich als kompetent erweist und auch nochmals die Getränkebestellung aufnimmt, die der Zwurggel zwar schon mal aufgenommen, aber bereits wieder vergessen hatte.

- nach 30min kommt der Kellner wieder und meldet, dass von vier bestellten Vorspeisen drei ausverkauft seien. Die Alternative wird dann allerdings zügig geliefert.

- nach 1 Stunde kommt der Hauptgang, an dem nichts auszusetzen ist.

- der Zwurggel verabschiedet einen Tisch und verdreht gegenüber den verbliebenen Gästen die Augen und sagt: "sof sof jesh li kzat avir"

- der Wirt kommt irgenwann vorbei und entschuldigt sich für die Unannehmlichkeiten, welche aber erst richtig begannen, als er seinen Mogg bei uns am Tisch plazieren musste. Buaaaah, fürchterlich, wirklich. Kaum war er weg steht auch schon der Zwurggel da, entschuldigt sich abermals und hinterlässt auch ihren Mogg. Die Ausrede für das Chaos war: "man kann ja nicht wissen, dass die Baselworld und Pessach etwa zur gleichen Zeit stattfinden".

Moral der Geschicht': auch nach zwei Jahren haben Wirt und Zwurggel nichts, aber auch gar nichts gelernt. Der Gast ist kein Gast sondern eher eine Belästigung. Ich geh' wohl für ein Weilchen nicht mehr hin.


HM

Freitag, 19. März 2010

Ode an den Mogg (aka Mock)

In den letzten Wochen hat sich der Begriff Mogg etabliert. Expertenteams aus aller Welt streiten bis heute, ob sich das Wort "Mogg" oder "Mock" schreibt. Ohne hier Partei zu ergreifen, wird im Folgenden die westliche Schreibweise verwendet (Mogg).

Nebst dem klassischen Mogg gibt es auch eine Reihe an weiteren Moggs (sozusagen "Nebenmoggs") welche immer mehr vernachlässigt werden.

Daher an dieser Stelle eine Auflistung der wichtigsten Nebenmoggs:

Der Komplemäntermogg:
Der klassische Mogg tritt bekanntlich nur in zeitlichen Wellen auf. Der Grundmogg füllt diese Lücken. Denn es gibt Zeitgenossen, die das Kunststück fertig bringen, immer zu moggen (offizielles Verb zu Mogg). Biologen und Mediziner sind sich bis heute noch nicht sicher, woher dieser Komplementärmogg stammt. Die wichtigsten Theorien: Klassischer Mogg ist in den Kleidern hängen geblieben; Die Ungeduld auf den nächsten Mogg ist so gross, dass sich der Körper vom Geist täuschen lässt und Phantommogg produziert.

Der Bartmogg:
Kommt fast ausschliesslich bei Männern vor. Ist vorwiegend bei Menschenansammlungen anzutreffen. Der Bartmogg ist übrigens der einzige Mogg, der für das blosse Auge sichtbar werden kann. Dies in Form von nervös herumtänzelnden Tröpfchen im Bart.
Eine kleine Sekte im Amazonas behauptet bis heute steiff und fest, dass deren Mitglieder durch blosses riechen eine Bartmoggs blind (!) die Farbe des Bartes erraten zu können.

Der Verzweiflungsmogg:
Eine äusserst unangenehme Ausprägung des Moggs. Zeitgenossen, die zwanghaft auf der Suche nach Paarungsgegner sind, strömen ihn oft aus. Die Quelle scheint allerdings eine andere zu sein als beim klassischen Mogg. Erfahrene Personen können die beiden daher auch problemlos unterscheiden.
Der Verzweiflungsmogg tritt of in Verbindung mit übertriebenem Parfümgeruch auf (meist ein Vanille- oder Erdbeerduft aus dem Billigsegment). In besonderen Härtefällen mischt sich noch der Geruch von Make-Up darunter, welches so dick aufgetragen wurde, dass es eine eigene Note hinzufügen abgibt.

Der Stechmogg und der Moosmogg (auch "drückender Mogg"):
Zwei Ausprägungen des klassischen Moggs. Zu vergleichen mit dem Unterschied zwischen Gerüchen aus Hühnerstall bzw Viehstall. Der eine beissend und der andere wiegt wie eine schwere Last.

Der Nerdmogg (auch "IT-Mogg"):
Meist bei Individuen aus der Computerbranche anzutreffen. Eine Mischung aus ungewaschenem Werbe-T-Shirt, Chipskrümel (die sich in den Haaren verfangen haben) und dumpfem Geruch aus Mamas Keller (aka Game- und Nerd-Headquarter). Tritt sehr oft in Kombination mit Kaffee- und Rauch-Mogg auf.

So, ich hoffe mit dieser Liste die Sensibilität in Sachen Mogg wieder etwas gestärkt zu haben.

In diesem Sinne wünsche ich allen eine frische Brise und alles Gute bei der Entdeckung weitere Unterarten.

etnu

Donnerstag, 18. März 2010

L.O.G.G. hat Alija gemacht

Ikea? Sind schon in Netanya angekommen. Die haben Gerüchten zufolge sogar schon ein Siddur rausgegeben mit Namen Gogi-gogi-Mössöff. Mc Donalds ist ein alter Käse-Mac und gibt's schon in den verschiedensten Koscher-Nicht-Koscher-Kombinationen. Und mit ihm eine Myriade von Marken, die die Welt erspuckt hat und nun in Israel, diesem Shopping Mall-freundlichsten aller freundlichen Länder ihr Glück versuchen. Letztes Beispiel, auf das angeblich ziemlich alle Israeler gewartet haben, ist nun H&M, offizieller Kleiderausrüster der Kochshow-Quizshow. Bei den Accessoires gibt es angeblich Peyes zum Ankleben und zniesdige Sonnenbrillen (solche, die nicht spiegeln)...

Dienstag, 16. März 2010

Missstände am Rande der Unsportlichkeit

Ein überaus erfolgreicher Skiwinter liegt hinter uns. Der Stolz der Nation, das Alpine (Männer-)Skiteam macht wieder Freude.

Doch viel überraschender und bemerkenswerter sind die Erfolge unserer nordischen Athleten.
Insbesondere natürlich der Überflieger der Skisprungszene, Shimon Haman. Nicht nur haben seine Sprünge eine unglaubliche, ja fast schon treifene Länge. Nein unser Toggenburger, welchem seit jeher der Ruf anhaftet, ein Telemarkverweigerer zu sein, erhält je öfters er springt umso bessere Haltungsnoten bei der Telemarklandung.

Zusammengefasst, es entscheidet nicht nur die Weite des Sprunges sondern eben auch die Haltungsnote.

Dem Verfasser dieser Zeilen war es in den letzten Monaten möglich, in diversen Minjanim in Zürich, Basel, Ischgl, Pontresina und Saas Fees an der Tfila teilzunehmen. Nach jahrelangem Synagogengang wären diese Besuche gar nicht mehr nötig gewesen, doch Abwechslung öffnet einem manchmal die Augen. So habe ich in den letzten Monaten erhebliche Missstände in der technischen Ausführung des G"ttesdienstes festgestellt, namentlich in der Hagbe.

Die Hagbe an sich ist ein Mysterium. Gefürchtet und gleichzeitig verehrt. Ein Versagen der Hagbe kann zu einem Fasttag führen, eine gelungene Hagbe zu Jubelszenen. Eine Disziplin nicht nur für die starken, sondern auch für die geschickten Männer.

Wenn es einen Zeitpunkt während der Tfila gibt, wo pure Männlichkeit ausgestrahlt wird, dann während der Hagbe, wenn der Magbia die geöffnete Rolle Stolz gen Himmel streckt und als Applaus ein Küssen des kleinen Fingers des Publikums erhält!

(Anmerkung der Redaktion: Es gibt Frauen welche zusätzlich das Toraküssen als männlichen Akt während der Tfila bezeichnen, da den Männern bei diesem Akt das Tales von der Schulter hängt und bei ausgestrecktem Arm mit Zizis in der Hand, das Tales die Form eins Flügels annimmt, quasi der Flügel einer Fledermaus, kein Witz!)

Doch kurz vor dem triumphalen Moment geschieht der Fehler und hier möchte ich Zwecks Veranschaulichung den Vergleich zum geliebten Skisprungsport ziehen.

Die Entschlossenheit und Höhe des Emporstreckens der Tora entspricht der Flugphase und Flugweite des Skispringers. Das ganze Flugsystem welches beim Skispringer funktionieren muss, wird auch beim Magbia vorausgesetzt (Tales richtig fixiert, Tora genug breit ausgerollt, Stuhl zum Sitzen am richtigen Ort und in der richtigen Distanz damit es für die Pirouette reicht).

Nun was kommt im Skispringen am Schluss? Richtig, ihr habt es erraten, der gefürchtete Telemark!
Wo der Telemark im Skispringen den eigentlichen Sprung perfektionieren muss, wird dieser bei der Hagbe vorausgesetzt, was von vielen Leuten missachtet wird.

Nämlich muss der Magbia vor der Emporstreckung der Tora, diese ein bisschen zu sich ziehen um die Hebelwirkung ausnutzen zu können.

Im Moment als sich der Magbia also mit dem ganzen Körper für einen Bruchteil einer Sekunde fast in einer Linie unter die Rolle bewegt MUSS der Telemark gesetzt werden. Die schönste Emporstreckung hat ohne den zuvor gesetzten Telemark nur den halben Wert.

Ich fordere euch an dieser Stelle alle auf, liebe Leserschaft, sich diesem Missstand in den meisten G"tteshäusern bewusst zu werden und die jeweiligen Magbias auf den Telemark hinzuweisen. Um den Tfilateilnehmern die Wichtigkeit dieser Haltungsnote aufzuzeigen, soll die Idee an dieser Stelle angesprochen werden, in Zukunft gleich nach der Hagbe mit Tafeln die Haltungsnote zu verkünden, welche natürlich direkt vom Telemark beeinflusst werden. Im schlimmsten Fall, bei Unterlassen des Telemarks, soll eine Hagbe sogar als ungültig abgewinkt werden.

Im Sinne, diese ehrenhafte Disziplin beizubehalten und an der hoffentlich bald stattfindenen Winter- Makabiade ausführen zu können.

Grasl

Freitag, 12. März 2010

Donnerstag, 11. März 2010

Alfredo Lardelli wird Hazoloh-Gönner, efsher

Oder er bestellt sich einen neuen Chauffeur.
Telezüri-Bericht, verlinkt auf Tagi-Homepage
Man möge sich bitte den obigen Beitrag zu Gemüte führen, insbesondere die Standbilder im hinteren Drittel des Beitrags bezüglich seines Abtransports. Das ist noch wahrer Kiddush Hashem...

Dienstag, 9. März 2010

Exklusiv: Das erste Interview mit Gemeinderat Longo aus Z.

Kenner der Szene hatten den Wahlausgang der jüngsten Gemeinderatswahlen schon lange prognostiziert, Skeptiker waren doch etwas überrascht, dass Longo bereits im ersten Anlauf den Eingang ins Stadtparlament gefunden hat. Chassidus Chübelsack hat in einem brandheissen Interview die brisantesten und weniger relevante Fragen direkt an den Kopf der Woche gerichtet.

1'677 Stimmen, wir gratulieren. Wie, denkst Du, setzen sich Deine
Stimmen zusammen? In welchem Programmpunkt hat sich Deine Werbekampagne besonders erfolgreich erwiesen?

Besten Dank vor allem auch denjenigen mutigen Wählern, die ihre ideologischen Überzeugungen zur Seite schoben und sich dazu überwinden konnten, mir ihre Stimme zu geben.
Die überwiegende Anzahl der Stimmen kommt wohl aus dem traditionellen SVP-Lager. Die weiteren Stimmen, und damit diejenigen die zum doch sehr guten Resultat beigetragen haben, kommen aus der Tschulentkonsumienrenden Ecke. Eine aktive Wahlkampagne habe ich nicht geführt, bin jedoch davon überzeugt, dass es zahlreichen Wählern nicht entgangen ist, was für ein Messirus Nefesch ich Schubbes für Schubbes beim Heringschneiden an den Tag lege . . .

Inwiefern glaubst Du, hat sich eine massgebliche jüdischen Enge-Wählerschaft dazu überzeugen lassen, für die SVP zu wählen, welche doch ziemlich plakativ gegen Randgruppen und insbesondere Ausländer politisiert?

"Gegen Randgruppen und insbesondere Ausländer politisiert"--> von dieser Aussage distanziere ich mich und bestreite ihre Richtigkeit. Die SVP spricht, zusammen mit anderen Themen, die Problematik der überdurchschnittlich hohen Anzahl der kriminellen Ausländer an, alles andere sind haltlose Unterstellungen.

Ist es nicht so, dass die SVP auch gegen die Überfremdung politisiert, nicht zuletzt durch die Thematisierung eines deutschen Filzes an den Zürcher Hochschulen und einer diesbezüglichen Überfremdung?

Korrekt, diese Frage ist erlaubt, ich bin auch mit der Anti-Deutschenkampagne in dieser Form nicht einverstanden (habe dies auch immer gesagt).

Vielleicht sind einige Mitglieder halt einfach weniger verbissen, und rennen nicht sofort in den Luftschutzkeller wenn sie das Wort SVP hören. Sie diskutieren und informieren sich, bilden dann sorgfältig ihre Meinung. Ausserdem können sie vielleicht zwischen der Partei als solchen und mir als Kandidat eine Unterscheidung treffen.

Könntest Du die Frage noch beantworten? Woraus entsteht Deiner Meinung nach das Bedürfnis im Judentum Zürichs, sich mit Initiativen gegen Überfremdung, gegen eine plurireligiöse Gesellschaft (mit Bezug zur Minarett-Initiative) zu identifizieren, welche Partei derart plakativ mit Symbolen, Karikaturen und überzeichneten Kampagnen politisiert?

Teile der Mitgliederschaft können sehr wohl, wie gesagt, zwischen Partei und Kandidat unterscheiden. Es gibt sicher auch solche, die auch sonst SVP wählen würden. Auch nichtjüdische Freunde hätten mich trotz anderer Auffassungen gewählt. . . Die Freundschaft zählte mehr wie Deine aufgeworfenen Überlegungen. So lange man in einer demokratisch-aktzeptierten Partei politisiert, hätte ich warscheinlich für die Grünen, SP, FDP, CVP, GLP ins Rennen steigen und Stimmen kassieren können.

Überfremdung, gegen eine plurireligiöse Gesellschaft (...) da stimme ich mit Dir einfach nicht überein. Siehe die Minarettdiskussion im Blog. Es geht niemandem bei uns um die Fremdenfeindlichkeit oder sonst was in diese Richtung. Du kennst uns doch alle. Wie viele sind mit Ausländern verheiratet oder arbeiten in internationalen Unternehmen? Ausserdem sind wir praktizierende Jidden und keine Ausländerhasser. Es ist lächerlich so zu behaupten. Ich mache weniger rassitische Witze wie zahlreiche Mitglieder in Wollishofen. Einmal hatte ein SVP Politiker sich in diese Richtung in einer Publikation geäussert, worauf ich mich dagegen gewehrt hatte. Auch wurde er von dem Parteikader in die Schranken gewiesen.

Als Beweis, hätte ich mich für die Schweizer Demokraten (m.E. eine linke Partei) aufstellen lassen, hätte ich keine jüdische Stimme kassiert. Das ist zweifellos eine fremdenfeindliche Partei. Man darf sich von dem fundamentalitischen Islam in Europa fürchten ohne als Ausländerfeindlich gelten zu müssen.

Die "Ausländerhasser"-Aussagen sind von Dir ins Spiel gebracht worden. So etwas behauptet niemand. Es wird nur in Frage gestellt, wie man sich eben als plurinationale Gesellschaft eben mit ausländerfeindlichen Thematiken, welche eben von der zu wählenden Partrei aufgegriffen werden (und dies wohlbemerkt bei Weitem nicht nur in der sogenannten "deutschen Uni-Filz"-Diskussion), umgehen kann.

Ob die SD eine linke Partei ist, werden wir gerne zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufgreifen. Wenn weniger die Partei und mehr der Kandidat im Vordergrund steht, wieso hast Du Dich dann nicht für eine andere Partei wie die FDP auf die Liste setzen lassen, welche die von Dir im Wahlkampf portierten Anliegen (Zitat: niedrigere Steuern, Gebühren und Abgaben, Senkung der Steuern) sich ebenso prägnant einsetzt (siehe http://www.fdp-zhstadt.ch/seite.php?page=26)?


Was mich von der FDP unterscheidet? Von der "alten" Zürcher FDP im Stil von Filippo Leutenegger nicht sehr viel. Die heutige FDP, insbesondere die zürcher Version, ist mir in Gesellschaftspolitischen Fragen zu sehr links und biedert sich Sozialisten in zahlreichen anderen Themen zu sehr an. Auch Israel ist ein Thema.
Die SVP ist primär eine wertkonservative Wirtschaftspartei (teilweise ähnlich wie die Republikaner in den USA). Ich lege nicht für alle Mitglieder meine Hand ins Feuer, würder dies aber bei keiner anderen PArtei tun.

Diese Aussage, die SVP sei eine wertkonservative Wirtschaftspartei, ist zumindest sehr fragwürdig, im Wahlkampf agiert sie jeweils sehr weit davon entfernt und sehr nahe bei der populistischen Ecke.

Wie muss man sich den Wettstreit der SVP gegen die Linken und Naiven im Stadtparlament vorstellen? Was hat diesbezüglich die Wahlrunde 2010 besonders gezeitigt?

Eine interessante Frage, die sich so noch nicht beantworten lässt. Es scheint, als ob man den linken, naiven und netten gerne Exekutivaufgaben zumutet, im Parlament jedoch eine knappe bürgerliche Mehrheit bevorzugt.

Ist zu befürchten, dass aufgrund dieser Wahl dieses Jahr die ominösen Pessach-Chumres besonders chumredig ausfallen werden?

Auf jeden Fall. Alle Mitglieder des vereinigten Mazzehmovment (VMM) sollten sich besonders warm anziehen. Die Hardliner wollen sich dieses Jahr gemäss anonymen Quellen mit noch nie dagewesenen Chumres profilieren. So heisst es in einem noch nicht publizierten Antrag, dass es verboten ist, al Dente auf SF1 zu schauen; das gleiche könnte auch für den Kassensturz gelten, wenn Lebensmittel unter die Lupe genommen werden (Ausnahme Manischewitzprodukte). Des Weiteren wird dieses Jahr empfohlen, während den Feiertagen stets eine Schweinegrippemaske zu tragen, um dem Tessinerbrotfeinstaub entgegenzuwirken (im Koschercity und im Hiltl auf Anfrage erhältlich).

Wir sind in dem Fall froh, dass die Chumres-Grippe noch nicht auf Hiltl-Besuche übergeschwappt ist, was ja aber noch werden kann. Gibt es eigentlich einen Zusammenhang zwischen Deiner Wahl und 09/11 (ausgeloste Zuschauerfrage)?

Es scheint mittlerweile doch kein Geheimnis mehr zu sein, dass der neugewählte GR stolzer träger des orangen Karategürtels (habsuizikokikikoizumiozara)ist. Nach den fatalen 9/11 Ereignissen ist die Gesellschaft sicher noch mehr auf die persönliche Sicherheit sensibilisiert und hat deshalb zu ihrer Verteidigung einen ausgewiesenen Kampfsportler ins städtische Parlament gewählt.

Wirst Du Dich im Zuge der Querelen um den bereits baufälligen Letzigrund für das Stadionprojekt auf dem Saffainseli einsetzen?

Auf jeden Fall. Möglich ist auch ein Ausbau des „Roten-Platzes“ bei Gymn. Freudenberg. Nicht zuletzt Gemeinderabbiner L. würde dieses Projekt unterstützen, da er sich dann trotz TV-freienwohnung vom Balkon aus als waschechter Fissbullfan präsentieren kann.

Wo die Qualität derzeit auch nicht viel tiefer ist als derzeit im Letzigrund. Als guter Zürcher Kurvengänger ist Dir aufgefallen, dass jetzt im Letzigrund Minarette stehen. Wie geht das mit Deiner politischen Überzeugung einher? Wirst Du diesbezüglich erste Vorstösse im Zürcher Gemeinderat einbringen?

Nach zahlreichen schlaflosen Nächten, und der Befürchtung dass bald noch ein Muezzin als Stadionsprecher eingesetzt wird, habe ich mich entschieden einen Vorstoss zu lancieren, der künftige Spiele nur noch auf der Klopstockwiese austragen lässt.

Wir würden gerne aufgrund Deiner Einflussnahme im Parlament im Letzigrund, das ja der Stadt gehört, künftig koschere Hotdogs konsumieren können. Wie stehen die Chancen hierzu?
Erste Verhandlungen mit den Stadionbetreibern haben bereits unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattgefunden. Mit den Hot Dogs wird es schwierig, da der Konsum von Gammelfleisch auf dem Stadiongelände strikte untersagt ist. Im Sinne eines Kompromisses wird aber eventuell Tschulent in einer Gulaschschleuder (CC Reporter, wollte Euren Artikel dazu verlinken…) serviert. Natürlich habe ich stets ein offenes Ohr für weitere Vorschläge.

Ein anderer Punkt auf Deiner (anderen) Agenda war Gerüchten zufolge die Thematisierung eines umfassenden Eruvs zwischen Albisgüetli und Herrliberg. Wie weit sind wir hier?

Beim nächsten Buurezmorge ist dieses Thema weit oben auf der Traktandenliste anzutreffen. Dazu wird der Vorsteher des Hochbaudepartments sowie ein prominenter Vertreter des Wächterrats Stellung nehmen.

Wird in Zukunft auch das renovierte Gemeindehaus der IRGZ als Wahllokal dienen oder weiterhin das umstrittene Internet?

Wenn man den Asbest mal losgeworden ist, wird dort ein modernes Wahllokal entstehen. Zurzeit wird ein Konzept erstellt, damit die Wähler einfacher die Wahlurnen von den Zdokkohbüchsen unterscheiden können. Die Chevras Noschim wird am Wahlsonntag jeweils Kaffi und Chueche servieren. Die jüngsten Hochrechnungen wird Paddy K. auf jiddisch kommentieren.

Mittwoch, 3. März 2010

Word Play Masters

Die Washington Post organisiert jedes Jahr einen Wettbewerb, wo Leser dazu aufgefordert werden

a) irgendein Wort aus dem Wörterbuch abzuändern, indem ein Buchstabe hinzugefügt, entfernt oder verändert wird, und die Bedeutung des Wortes zu definieren

b) neue Bedeutungen für reguläre Wörter zu finden


Hier die Gewinner des Jahres 2009

a)
1. Cashtration (n.): The act of buying a house, which renders the subject financially impotent for an indefinite period of time.

2. Ignoranus : A person who's both stupid and an asshole.

3. Intaxication : Euphoria at getting a tax refund, which lasts until you realize it was your money to start with.

4. Reintarnation : Coming back to life as a hillbilly.

5. Bozone (n.): The substance surrounding stupid people that stops bright ideas from penetrating. The bozone layer, unfortunately, shows little sign of breaking down in the near future.

6. Foreploy : Any misrepresentation about yourself for the purpose of getting laid.

7. Giraffiti : Vandalism spray-painted very, very high.

8. Sarchasm : The gulf between the author of sarcastic wit and the person who doesn't get it.

9. Inoculatte : To take coffee intravenously when you are running late.

10. Osteopornosis : A degenerate disease. (This one got extra credit.)

11. Karmageddon : It's like, when everybody is sending off all these really bad vibes, right? And then, like, the Earth explodes and it's like, a serious bummer.

12. Decafalon (n.): The gruelling event of getting through the day consuming only things that are good for you.

13. Glibido : All talk and no action.

14. Dopeler Effect: The tendency of stupid ideas to seem smarter when they come at you rapidly.

15. Arachnoleptic Fit (n.): The frantic dance performed just after you've accidentally walked through a spider web.

16. Beelzebug (n.) : Satan in the form of a mosquito, that gets into your bedroom at three in the morning and cannot be cast out.

17. Caterpallor ( n.): The color you turn after finding half a worm in the fruit you're eating.



b)
1. Coffee , n. The person upon whom one coughs.

2. Flabbergasted , adj. Appalled by discovering how much weight one has gained.

3. Abdicate , v. To give up all hope of ever having a flat stomach.

4. Esplanade , v.. To attempt an explanation while drunk.

5. Willy-nilly , adj. Impotent.

6. Negligent , adj. Absentmindedly answering the door when wearing only a nightgown.

7. Lymph , v. To walk with a lisp.

8. Gargoyle , n. Olive-flavored mouthwash.

9. Flatulence , n. Emergency vehicle that picks up someone who has been run over by a steamroller.

10. Balderdash , n. A rapidly receding hairline.

11. Testicle , n. A humorous question on an exam.

12. Rectitude , n. The formal, dignified bearing adopted by proctologists.

13. Pokemon , n.. A Rastafarian proctologist.

14. Oyster , n. A person who sprinkles his conversation with Yiddishisms.

15. Frisbeetarianism , n. The belief that, after death, the soul flies up onto the roof and gets stuck there.

16. Circumvent , n. An opening in the front of jockey shorts worn by Jewish men

Dienstag, 2. März 2010

Friendly, forever friendly....

Kaum zu glauben, trotz Klimaerwärmung und einem der strengsten Winter in den letzten 10 Jahren finden schon wieder die ersten Freundschaftsspiele in diesem Jahr statt. Freude herrscht. Wie immer der gewohnte Service mit allen wichtigen Begegnungen, extra für die werte Leserschaft hier aufbereitet.


Zuerst einmal die Begegnungen unserer Gegner in der nächsten WM Kampagne. Morgen Abend, Frankreich - Spanien, ein wohl sehr einseitiges Duell der ehemaligen und aktuellen Europameister. Fast gleichzeitig findet Türkei - Honduras statt, da ich die Honduraner noch nie spielen gesehen habe und die Türkei sich momentan in einem Dauertief befindet überlasse ich das Urteil dem Geschehen auf dem Platz. Chile hat sein Spiel aus bekannten Gründe abgesagt.

So, nun zur Hauptsache, den hochklassigen Duellen der Underdogs. Gleich zu Beginn des Spieltages ein spannender Vergleich zweier aufstrebender Nationen aus Afrika, Tanzania - Uganda. Dann gleich auch noch ein interessantes Duell zwischen dem Norden und dem Süden bei Angola - Lettland, mal schauen wer hier den Drive aus dem Afrika Cup/WM Quali besser mitnehmen kann. Meine zweite Heimat spielt gegen einen ehemaligen Bündnispartner bei FYRoM - Montenegro, wobei zu beachten ist dass das Stadion in Skopje im Moment umgebaut wird. Das Spitzenspiel findet dann erst am Donnerstagmorgen statt, El Salvador - Guatemala, ein, im wahrsten Sinne des Wortes, Spiel mit einer Bombenstimmung.

That's all folks!


Und falls Gott doch existiert? (by Lev Yilmaz)

ZH 2018

Olympia ist aus und vorbei, die Flamme erloschen, der Stab an den Generalsekretär der KP übergeben, Athleten und Staff abgereist, der Alltag wieder da.

Gäbe es nicht doch auch die Vorfreude auf zukünftige Austragungen dieses grandiosen Sportevents, welcher in seiner nächsten Ausgabe im subtropischen Klima der russischen Schwarzmeerküste abgehalten werden wird.

In Anbetracht von Zeiten globaler Erwärmung (siehe hier) ist es nur logisch, wenn die Fachwelt bereits daran denkt, die übernächsten Spiele einem Land zu vergeben, welches den Begriff "Winter" noch mit Wasser in seiner kristallinen Form und Marroni als Handwärmer verbindet.

Was liegt denn näher, als die olympischen Spiele 2018 nach Zürich zu vergeben? Hier ein Vorschlag für geeignete Sportstätten in unmittelbarer Nähe zum olympischen Dorf, für welches die Schrebergärten an der Vulkanstrasse zu Chalets für jeweils vier Athleten mit autonomer Verpflegung aus Eigenanbau umgestaltet werden:




Die alpinen Wettbewerbe werden in der Region Sihlsee ausgetragen. Die Speedrennen auf dem Hochybrig, Slalom gleich beim Skilift Bennau



Eine brandneue Bobbahn wird ins natürliche Gefälle des Schlittelwegs am Üetliberg gelegt. Da es sich bei ZH2018 um 'grüne Spiele' handelt, wird dies nach St. Moritz erst die zweite Natureisbahn Europas sein. Um die Mountainbiker nicht vor den Kopf zu stossen, werden in die Bobbahn Schneisen geschlagen, welche die Biker zur sicheren Überquerung benutzen können. Die Verkehrregelung wird durch die Vekehrskadetten Zürich-Süd / Säuliamt gestellt

Curling wird auf dem Dolder gespielt, unter freiem Himmel und Entspannungszone mit Relax-Musik und Wassergeplätscher im Wellenbad


Für die Freestyle Competitions wird die Sommeranlage von Sonny Schönbächler in Mettmenstetten zur Wintertauglichkeit umgebaut. Gleich unterhalb des Albispasses wird die Buckelpiste angelegt







Das Hallenstadion anerbietet sich für diese beiden Disziplinen. Wegen Kollisionen im Terminkalender der Hallenstadion AG wird mit dem olympischen Vorturnier bereits um Weihnachten begonnen und der Sieger in einem Best-of-Three Match gegen den Sieger des Spenglercups erkoren. Die / der Eiskunstlaufkönig/in wird während Art on Ice nach den Spielen gekürt

Die nordischen Bewerbe werden ebenfalls im Raume Einsiedeln ausgetragen. Die Sprungschanzen werden aufgewertet und für die Biathleten wird eine Zusatzschlaufe in der Loipe zum Schützenhaus Albisgüetli eingelegt.







Für die die Sprintdisziplinen wird die Rundbahn des Letzigrunds mit einer Eisschicht belegt, Shorttrack findet im Infield der Rennbahn Oerlikon statt. Sollten die Probleme mit dem Dach des Letzigrunds bis dahin nicht geklärt sein, würde sich Vaduz als Alternative aufdrängen.


Man sieht, olympische Spiele in Zürich lassen sich problemlos realisieren, aber nachdem das IOK sich den Gepflogenheiten von FIFA, UEFA etc. angepasst hat und als Verein nach Schweizer Recht dennoch nur profitorientiert operiert, bleibt ein solches Szenario auch weiterhin nur Utopie.

HM

Freitag, 26. Februar 2010

Deutschland ein Rechtsstaat?

Wer sich noch erinnern kann, vor ein paar Wochen habe ich einen Artikel gepostet über einen Fall von Antisemitismus im öffentlichen Raum in Köln, zur Erinnerung bitte hier klicken. Nachdem verschiedene Personen und Institutionen inzwischen Strafanzeigen eingereicht haben, hat sich die Staatsanwaltschaft Köln folgendermassen dazu geäussert:

"Gerade habe ich mit der Staatsanwaltschaft, den Sachbearbeiter des Staatsanwaltes Böhme gesprochen:DIE KLAGEN WERDEN ABGELEHNT!!WEGEN § 130 StGB wird es zu keinem Verfahren kommen.§ 130 StGB schützt nur vor inländischen Karikaturen.Die Staatsanwaltschaft sieht die Karikatur als israelfeindlich, nicht als antisemitisch!!Nur die Anzeigen strafantragsberechtigter Personen, also Juden und Israelis in Deutschland werden überprüft."

Den ganzen Artikel dazu gibt es hier. Skandalös beschreibt den Sachverhalt nicht mal annähernd.

Dienstag, 23. Februar 2010

Update von Vancouver

Jan Billetter ist im Einsatz im Zielraum des Riesenslaloms. Zwecks Nachweis der Bodenlosigkeit der SF-Fragetechnik folgendes Transskript in Dialekt:
JB: "Sandro Vileta, wiä sind Sie hüt druf?"
SV: "Nitt schlächt, d'Bei sind nöd z'schwer, ..."
JB: "Was brucht's jetzt, zum voll nomal eine obenabe lah?"
SV: "..."
Reportagen, Budgets und vorbildliche Kameraführung in Ehren, aber was muss eigentlich noch geschehen, damit sich die Teppichetage des Schweizer Fernsehens wirklich bewusst wird, wie lächerlich ihre Interviewtechniken jeweils sind? Wieso wissen nur Ausnahmekönner in dieser Sparte, was man aus einem Interviewpartner ausser Floskeln und Gspürschmi-Geifer alles auch noch herauslocken kann? Jedes Interview beinhaltet ziemlich linear immer nur ein Mehrfaches von "Was ist das eigentlich für ein Gefühl, von mit befragt zu werden?".

Sonntag, 21. Februar 2010

Italienische Propaganda in Sanremo

Der Link gibt heute schon zu reden. Wie es eigentlich im Sinne der Rechtsstaatlichkeit die italienische Politik bereits seit mehr als 10 Jahren tut. Zuerst gab es die Mafia. Dann kam Berlusconi. Hinzu.
Dieser Tage jährt sich wieder einmal das italienische Songfestival von Sanremo. Seit einigen Jahren werden da mittelmässig erfolgreiche Sänger erkoren, welche danach ziemlich linear wieder in der Versenkung verschwinden. In dem Sinne steht Sanremo in keiner Weise allen Fernseh-Talentshows nach, welche landauf und landab ausgestrahlt werden. Neu ist jedenfalls, dass die Politik sich mitten in Europa in solche Contests einzumischen scheint und ein Lied als Runner Up platziert hat, welches künstlerisch von derartiger Biederkeit strotzt, dass es schon fast wehtut. Um keinen weiteren Verzögerungen Einhalt zu gebieten, gleich zum schrecklichen Inhalt:

Als Hintergrund-Info: Nach der Erstaufführung (von mehreren) hatten ein italienischer Minister und ein anderer Exponent einen Hungerstreik für den Fall des Gewinnes dieser Darbietung angedroht. Für weiteren Unmut hat ein Auftritt des italienischen Nationaltrainers Commissario Tecnico Marcello Lippi gesorgt, der seine (ungewohnte) Anwesenheit bei Vorführung dieses Liedes damit begründete, dass er als Nationalmannschaftstrainer einemLied mit diesem Titel - unabhängig von der künstlerischen Darbietung - nicht absagen könne.
Die 3 Sänger sind alles mittelgradig gescheiterte Künstlerexistenzen, welche ihren Zenit entweder nie gesehen haben oder einen kleinen solchen am Horizont mit unmissverständlicher Deutlichkeit schon längst aus den Augen verloren haben. Über den Inhalt wird in den Medien in den kommenden Tagen wohl noch zu genüge diskutiert werden, weshalb es erlaubt sei, an dieser Stelle auf eine Transskribierung und Übersetzung zu verzichten.
Die Verkündung der Finalisten hat im Ariston Theater vor Live-Publikum jedenfalls zu einem grotesken Chaos geführt. Unter lautstarken Buhrufen hat die grosse (neutrale) Liveband die Verlesung der Sieger unmittelbar gefordert, worauf sie ihre Noten zerrissen und zu Kugeln geballt haben. Jedenfalls wird die diesjährige Ausgabe von Sanremo noch weiterhin zu diskutieren geben.

Die IPod-Mechize

Man weist im Sinne eines Service Public's darauf hin, dass nicht nur neue Flugzeuge in den Verkehr gebracht werden, sondern auch Mittel, diese möglichst effizient zu verwenden (Link zum JPost-Artikel), sodass es sich anfühlt wie zuhause. Im Grunde handelt es sich ja um dasselbe wie einen I-Pod, nur dass die Umwelt nicht akustisch abgeschalten wird. Vielleicht will ja Apple ein Duopack lancieren, wo die Mechize zusammen mit einem IPod zusammen erworben werden kann. Vorgespeicherte Klangmelodien sind dann wahlweise das Geplätscher einer beliebigen Mikweh in Zfat, das Gegacker eines Kaporeh-Huhns oder ein x-beliebiger Ausschnitt der Konversationen in der Metzg am Donnerstag Nachmittag (natürlich mit Loshen Horeh-Disclaimer).
Vielleicht lassen sich dadurch Sicherheitsbedenken nicht ganz aus dem Weg räumen, aber man kann ja nicht alles haben.
Man wünscht auf jeden Fall eine gute Reise und gute Ankunft am Zielort (links um die Ecke von der Burka). Und eine baldige und vollständige Genesung.

Die Routine des Schnitzers

Szene Sonntag Morgen in der südzürcherischen Agglomeration. Der Fruchtbarkeitsschnitzer vom Dienst ist wieder unterwegs und soll in aller Früh ein weiteres Mitglied in die Truppe einführen. Bei Ankunft ist alles angerichtet, tausend Fläschchen, Röhrli, Pampers und Tücher sowie die notorischen Blechschatullen und Bohrmaschinen. Bourgignon kassierte den spontanen Auftrag, diesen spannenden Moment auf Motion Picture festzuhalten, was an sich schon dahingehend anspruchsvoll ist, da die Umstände von etwas zu filmen ist, wo alle eigentlich wegschauen. Also filmte man diejenigen, welche wegschauten. Oder gedrungen nicht wegschauen konnten. Im dringenden Bedürfnis Onkel Quentin in nichts nachzustehen, stand Bourgignon also plötzlich neben dem Schnitzer.
S: Aufpassen, sonst schneide ich Sie auch noch. Weiss aber nicht mehr, ob von Ihnen (was mich ja zu einer mitteleuropäischen Rarität machen würde).
B: Schade, schon passiert. Bei wieviel sind wir inzwischen eigentlich angelangt?
S: Weiss auch nicht so genau, wohl um die 5760, muss mal nachsehen. (Ein paar Minuten später die Bestätigung: fünfttausendsiebenhundertzweiundsechzig).
Dinge, die man sich einmal vor Augen führen muss. Und ja, der Koffer war auch da.

Ravid Kahalani und der Auftritt des Idan Raichel Project's in Zürich

Im Nachgang an den ausdrücklichen Konzerthinweis auf den letzten Donnerstag Abend im Moods mit der Warnung, man möge es zu vermeiden wissen, womöglich eine Sternstunde internationaler Musik in der Limmatstadt zu verpassen. Und so war es. Raichel hielt sich den ganzen Abend sehr vornehm zurück, jazzte auf dem Flügel rauf und runter und beschränkte sich in der Koordination des Abends und dem Einbringen der bunten Truppe, mit welcher er zwischen anderen Beschäftigungen Alben aufnimmt. Resultat war ein sehr beschwingter und melodiöser Abend, an welchem Maya Avraham gleich zu Beginn mit ihrer bereits bekannten Einführung zu "Im Telech" das Publikum gleich zu Beginn schmelzen liess. In welchem in der bezaubernd anmutigen Kabra Kassai (beide barfuss und in bezaubernd langen Abendkleidern auf Barhockern) zuerst in den europäischeren Liedern die Verbindung zwischen Melodie, Tempo und Wörtern nicht fand. Und als sie endlich mit "Ayale" loslegen konnte, war es spürbar, wie sehr sie sich in den orientalischeren Melodien wohler fühlte. Der Perkussionist diktierte derweil die Tempi wie Andrea Pirlo das Mittelfeld der AC Milan zu seinen besten Zeiten und auch der Bläser fand neben beeindruckenden Soli Zeit für ein akustische Jam, mit welchem er das Publikum in seinen Bann zog. Der ganze Abend stand ansonsten wirklich im Zeichen von Entspannung und dem Einbringen der verschiedenen kulturellen und instrumentalen Elemente dieser Combo. So sass die ganze Band während des ganzen Abends auf Stühlen oder Hocker und nahm sich Zeit, kostete die Noten aus und schien den Abend eindeutig zu geniessen. Einer hielt es aber auf seinem Stuhl fast nicht aus: Ravid Kahalani. Der finnisch-yemenitische Derwisch agierte als Vokalist und Perkussionist, rhythmisierte teils mit Klangelementen auf seinem Wasserglas und sang eine unheimliche Spannweite von Oktaven. Er war es auch, der es wusste, das Publikum tanzend in einer Weise mitzureissen, dass es teils den Perkussionisten vor Erheiterung schüttelte. Eindrückliche Kostproben seines und Kassai's Könnens:



Das Publikum wusste die bekannten und weniger bekannten Lieder zu verdanken und unterstützte gesanglich, wo möglich. Rührend war zu Ende des Konzertes das Solo von Maya Avraham, als sie "Ale Nisa Baruach" rezitierte, welches Raichel zuerst mit der seligen israelischen Volksmusik-Legende Shoshana Damari s"l aufgenommen hatte und eine der speziellsten Gesangsfreundschaften Israels ausgemacht hatte (Reportage des israelischen Fernsehens). Unterbrochen wurde dieser Koitus nur durch ein Mikrofon, das seine Dienste in den letzten Zügen des Liedes versagte.
Das Konzert gelang jedenfalls in eindrücklicher Weise und liest sich als grosse Ankündigung künftiger Auftritte der Gruppe in Zürich.

Freitag, 19. Februar 2010

Parshat HaShavua: Terumah

Wir gratulieren so kurz vor dem Wochenende ausdrücklich dem Vorarlberg für sein Tolle Ranz-Feingefühl und seine Political Correctness. Wer im 21. Jahrhundert immer noch solche Logos für eine Biermarke verwendet und sie erst noch mitten in der Strasse von Skiresorts mit internationaler Bekanntheit zur Schau stellt, hat definitiv seine Lehren für die Geschichte gezogen und kann allen seinen Wintergästen ins Gesicht schauen und sie in ihren Hotels und Herzen willkommen heissen (man bemerke auch die äusserst "gelungenen" Lippen im Relief, Klischees, da laufz!) . In dem Sinne wünscht CC ein erholsames und wohl gebräuntes Wochenende.

Konversationen, die das Leben prägen

Heute Morgen bei Radio Energy im Vorfeld eines Promoauftritts mit Peter Maffay ein Gewinnspiel mit der höchst originellen Frage: "Nennen Sie mir bitte soviele deutsche Sänger wie nur möglich."
Kandidatin A: "Ah, kenn ich. Stefan Raab. Ähm, öhm, ja, (lange Pause) Bushido. Und Sido. Ah, Xavier Naidoo kenn ich auch." Sense, dann kam gar nichts mehr.
Kandidatin B kriegt darauf dieselbe Frage (hätte wahrscheinlich Radio hören können und so ihre Antwort vorbereiten können; es sei denn das Quiz war aufgezeichnet), verzeichnet aber noch viel längere Pausen, Ähm's und Öhm's. Dann plötzlich die Erleuchtung: "Oli P.!"
Dann war Sense. Auch gut. Team Raab, Bushido und Sido schlägt Oli P. Disqualifiziert wird ein ganzes Jahrhundert nutzloser Schnulzen und Schlagerallergien sowie Nina Hagen wegen exzessiven Dopings.

Dienstag, 16. Februar 2010

Gestatten, Humberto Suazo

Einen eigentlichen Round up zum Formstand der einzelnen Schweizer Exponenten gibt's nicht, Dzemaili sieht die WM bestenfalls am Fernsehen, Lichtsteiner kämpft um einen Stammplatz, Ziegler spielt konstant und Padalino manchmal auch. Von Bergen hat am Wochenende ausgesetzt, Derdiyok ist inzwischen bei 10 Treffern angelangt (und wird an der WM systemhalber wohl trotzdem nur von der Bank starten) und Barnetta's Zwillingsbruder produziert weiterhin Flanken, wie man sie in der Nationalmannschaft halt immer noch nicht kennt. Runner Up Dani Gygax ist wieder einmal unter ferner Liefen aus den Matchblättern verschwunden. Und niemand weiss warum.
Derweil begnügen wir uns also mit einem Prachtstor von Humberto Suazo. Humberto wer? Wer ihn nicht kennt, tut besser daran, sich den Namen mal zu merken. Ist u.a. mit Chile Vorrundengegner Helvetiens. Bitte warm anziehen und resolut am Abschluss hindern.

Dienstag, 9. Februar 2010

Ausgangstipp: Asaf Avidan & The Mojos

Sehr kurzfristig, aber auch zur allgemeinen Visionierung höchst empfehlenswert, wenn man unabhängige Bands ohne Plattenvertrag schätzt. Auf jeden Fall heute Abend um 19:30 in der Hafenkneipe bei der Kaserne:

Benigni bei Letterman, die Erste

Im Sinne allgemeiner Volksbelustigung sei auf den ersten Auftritt von Benigni in der Talkshow von David Letterman hingewiesen, damals noch auf Promotionstour seines grossartigen Frühlings "Down By Law" von Jim Jarmusch.

Sonntag, 7. Februar 2010

Stramme Mannen und ihre Stadtfarben

Man möge sich einmal mutmasslich harte Bandagen auf den hiesigen Fussballanlagen der höchsten Liga vor Augen halten. Und dann bitte den Grundton eines Liverpooler Derby's ansehen. Da hat's ein paar ganz wüste Kerle mit ziemlich wenig Rücksicht auf Gegenspieler und Verluste. Chassidus Chübelsack nimmt sich in diesem Zusammenhang wie immer seinen Erziehungs- und Bildungsauftrag sehr ernst und zeigt folgendes Video mit ausdrücklichem Hinweis auf seine Explizität. Und empfiehlt bis auf Weiteres im Sinne einer ad-aeternum-Chumre, den Nachwuchs auf eine Karriere abseits der Sportarenen dieses Planeten (mit Ausnahme der JLeague natürlich) vorzubereiten. Es sei denn als zniesdig-musikalischer Pausenakt der Superbowl. Oder als Harfen-Solist, Geigenbauer oder Logorrhöiker jeglicher Ausführung. Wo waren wir schon wieder? Ach ja, sedö lüeg:

P.S. Unsere besten Wünsche auf baldige Genesung gehen an dieser Stelle an Blerim Dzemaili, welcher gestern Abend im Meisterschaftsspiel gegen Palermo zu einem Kopfball hochstieg und hierauf so schlecht landete, dass er seinen Einsatz beenden musste. Und (wieder einmal) mit Verdacht auf die Mutter aller Knieverletzungen ins Spital eingeliefert wurde. In Italien spricht man für ihn schon vom vorzeitigen Ende der laufenden Meisterschaft. Und somit jeglicher Hoffnung, auf den startenden Flug an die Weltmeisterschaft nach Südafrika aufzuspringen...

Freitag, 5. Februar 2010

"Meinungsäusserungsfreiheit" auf Berndeutsch

Für den Fall, dass Fragen bestehen, wo und bei wem die SVP ihre Stimmen holt:

»»» Hier

Nichts neues im Norden

Die Anti-Israel Debatte in Deutschland schlägt zurzeit hohe Wellen, auch wegen des Besuchs von Staatspräsident Shimon Peres, und nimmt mitunter leider obszöne Formen an. Beispiel gefällig? Dann HIER klicken und in Ruhe lesen. Ich bin stark beunruhigt.

Mittwoch, 3. Februar 2010

Klimaerwärmung for Beginners


Mehr braucht man nicht zu wissen.

Montag, 1. Februar 2010

Eyal Golasa's zur S.S. Lazio geplatzt (editiert)

Gemäss übereinstimmenden Meldungen in den einschlägigen Medien wechselt der israelische Stürmer Eyal Golasa (für weiterführende Groupie-Informationen persönl. Homepage, Wiki, Transfermarkt) von Maccabi Haifa zur S.S. Lazio (ja, die heissen wirklich so, società sportiva).
Auszüge des Könnens dieses jungen Mannes kann man sich weiter unten zu Gemüte führen. Ganz so berauschend ist es jedenfalls nicht, zwei Schüsse abgefälscht, beim letzten Köpfler steht er zudem im Offside.
Derweil stehe ein weiteres israelisches bzw. israelitisches Jungtalent, Gai Assulin, welcher derzeit bei der Nachwuchsmannschaft des grossen FC Barcelona unter Vertrag steht, in Verbindung mit dem Hofe von Arsène Wenger und dem Arsenal FC.
Und zu guter Letzt sei Yossi Benayoun in Liverpool aufgrund des Saisonverlaufs desillusioniert über die Perspektiven der Mannschaft und wolle seine Karriere woanders fortsetzen. Sachen gibt's. Wenigstens ist man zum Wochenstart schon wieder über alles Wichtige auf dem Planeten informiert.
EDIT: Eyal Golasa hat sich inzwischen nach einer vertraglichen Auseinandersetzung entschieden, seine Karriere doch bei Maccabi Haifa fortzusetzen. Nachdem er schon in Rom aufgetreten war, dort Ghetto und Synagoge besucht hatte und merkte, dass er im Hinblick auf womöglich bestehende vertragliche Bindungen doch nicht in Italien spielen will.

Donnerstag, 28. Januar 2010

Des Löwen Bäumen bis zum Umfallen

Hochwohl- und neugeborener Lino
Ich liege also heute Nacht im Butt, Walz mich in alle Himmelsrichtungen und versuche endlich zur Ruhe zu kommen. Aber mein Gewissen lässt es nicht zu. Ich muss Dir mein Herz ausschütten und meine Gefühle endlich auf den Tisch legen. Und zwar vor dem ganzen surreal-interaktiven Zibbur. Heute Abend hast Du nämlich wirklich Deine Seele zwischen die Pfosten gestellt und einen Bärenkampf geliefert. Aber der Reihe nach.
Es war schon ca. 20:12 und Seleçao Simchesnaches war gemütlich am einginggen, man schoss etwas stärker, etwas schwächer aufs Tor, erzählte sich die letzten Prahlhansiaden des Ausgangs, regelte mit seinen Substituten die letzten Trilliardendeals und kratzte sich unverfroren den Tagesfrust von der Kante. Gegenüber standen die ominösen Schmockomotivler zu dritt, sahen etwas verdattert aus in ihren grünen Russendisko-Trikots und kündigten an, deren Supertrumpf tauche dann auch noch auf. Bei uns offenbarte der Kugelblitz in letztem Augenblick seine Absenz, was uns also zu fünft (eben Linux, ein Zwilling, der übrige Basler, der Gaucho und der gerichtsnotorische Schreibende) gegen die Hago-Junggesellen liess. Die Aufgabe schien zu dem Punkt eigentlich wie für den Abend geschaffen. Die Galerietüre schwang und da standen plötzlich nochmal drei Russendiskos und einer strauchelte gleichzeitig aus der Kabine. Aha, sie waren also doch zu siebt, Gummiwand inklusive.
Spielstart, ab geht die Post, ein Strich in den weiten Pfosten und entgegen allen Prognosen gingen wir schon in Führung. Führung hielt sicher ca. 7 Minuten so an, dann Ausgleich der Gummiwand und nochmals drei drauf. Simchesnaches traf wiederholt nur Pfosten, Latten und gefühlte 613 Mal die Gummiwand, Pausenstand 2:4. Kurze Lagebesprechung, Vereinbarung einer Taktik, die niemand verstanden hatte, niemand nachvollziehen wollte, aber trotzdem wussten es alle. Besser natürlich. Wiederanpfiff, Anschlusstreffer, der Gegner also so gut wie in Reichweite. Eigentlich schade, hatte nicht übel angefangen. Und dann öffneten sich die Schleusen der Himmel. Es fing aus allen Kübeln an zu regnen, dann kam der Hagel und zum Ende schneite es sogar noch. Nicht nur das, sondern zu guter Letzt rumpelte es, ein Schneebrett löste sich und überrollte die gesamten Kanarienvögel bis zum Hals. Und bevor noch irgendjemand etwas entgegnen konnte oder eine Idee hatte, wie man sich nun versieht, war das Spiel vorüber. Gezählt hat irgend jemand anders, weil es ohnehin nicht mehr darauf ankam. Aber angeblich stand es am Ende 3:13. Irrsinnigerweise stehen wir diese Saison immer dann zu viert oder im Luxusfall zu fünft auf dem Spielfeld, wenn wir die Luft am besten gebrauchen könnten. Man liess sich auswechseln, schaute zum Boden, schüttelte einmal den Kopf und schon musste der nächste atmen kommen. Es ist unweigerlich, auch Seleçao Simchesnaches wird nicht jünger.
Einer aber stand da und jagte den Zuschauern den Unglauben in die Kinnlade. Hechtete, sprang wie ein Widerstandsreh in der Apokalypse, schwang seine Tolden durch die Etagen und war absolut auf der Höhe. Und ein für alle Mal bewies er, dass er es immer noch drauf hat, dass er täglich die Energie findet, allen Unkenrufen zu trotzen und neue Grosstaten zu vollbringen. Lino war da.
In diesem Sinne habe ich Dir also eine Lobeshymne und einen sehr anonymen und kryptisierten Liebesbrief geschrieben. Natürlich wird er nicht auf Erwiderung stossen. Kaum werden wir unsere langzeitige Fehde aus der Welt räumen. Aber wenigstens habe ich nun im Hinblick auf die nächsten Feiertage wieder ein gutes Gewissen. Und einen exzellenten Torwart, in dieser Teamverfassung aber wohl keine Playoff-Qualifikation, *sniff*.

Mittwoch, 27. Januar 2010

Verletzungen, Prognosen und das Phrasenschwein

Und wieder einmal ist es dem Grasl gelungen einen prominenten Interviewpartner an Land zu ziehen.
Da Her Majesty derzeit verletzt ist, erzählt er als Aussenstehender aus dem (JLeague-) Nähkästchen:


Her(r) Majesty

Sie sind seit rund 6 Wochen verletzt gemeldet. Wie geht es Ihnen?

Es handelt sich hierbei um eine Verletzung die viel Geduld erfordert. Auch wenn die akuten Schmerzen weg sind, muss man höllisch aufpassen im Aufbautraining die Verletzung nicht wieder aufbrechen zu lassen. Zurzeit lege ich den Fokus auf Ausdauersport wie Cricket am TV und 10km Türschletzen in klassischer Technik
Wann dürfen wir mit Ihrem Comeback rechnen?
Die Physiotherapie verläuft hoffnungsvoll, so dass mit einem Einsatz in 4-6 Wochen gerechnet werden kann.


Gerüchterweise soll Ihre Verletzung Chas weSholem karrieregefährdend sein. Ist da was dran?

GsD sehr ziemlich sicher nicht karrieregefährdend. Ich habe die Rückrunde mit dem FC Agua bereits im Visier und möchte SSN auch dabei helfen, in letzter Minute wieder die Qualifikation für's Finalturnier zu schaffen. Der Finaleinzug dürfte dann "a walk in park" sein.


Da Sie momentan die Liga praktisch als Aussenstehender mitverfolgen; Ihre Einschätzung zur Liga kurz vor der Winterpause?

Es macht Spass zu sehen, dass sich ziemlich viele gleichstarke Teams im Mittelfeld der Liga tummeln. Das beschert der Liga vermehrte Attraktivität und dürfte auch ein Ansporn für die Spieler sein. Es macht einfach mehr Spass wenn man weiss, dass man es auch nach einen vergurkten Saisonstart noch in die Finalrunde schaffen kann. Sehr gefreut hat mich auch, dass wir ein neues, junges Team gewinnen konnten, was für das 613te Jubiläum der Liga bedeutend sein wird.


Wird Seleçao während der Winterpause auf dem Transfermarkt tätig?

Wir haben einen angemessenen Pool an Spielern und sollten mit dem jetzigen Etat eigentlich über die Runden kommen können. Selbstverständlich werden wir die Augen offen halten, man muss bedenken, dass wir eine laufende Fehde zwischen Torhüter und Mittelstürmer haben, welche die langfristige Balance im Mannschaftsgefüge stören könnte.


Wo sehen Sie Seleçao am Ende der Saison?

Unter den ersten vier, und wie man am letzten Finalturnier gesehen hat, da können wir über uns hinauswachsen.


Heute findet ein sogenanntes 6 punkte spiel gegen Sch'motive statt. Ihre Prognose?

Wir sollten das Momentum aus dem letzten Spiel mitnehmen können und punkten. Leider hat unsere Captain die Aufstellung noch nicht bekanntgegeben, so dass ich hierzu keine Aussagen machen kann. Wir müssen aber Acht geben auf die psychologische Komponente und uns von den letzten beiden Siegen gegen die Schmecks nicht blenden lassen. Wir kennen den Gegner, mit einem körperbetonten Auftreten werden wir ein positives Resultat erzielen.


Farüchte.

Selber!

Turn the Page - Ein weiteres Meisterstück von Metallica


Nach langer Zeit melde ich mich wieder mal mit einer Hommage an die wohl beste Band aller Zeiten. Als der Song "Turn the Page" in einer Bar in Amsterdam lief, stand die Welt wieder einmal still. Der folgende Post soll sich daher etwas genauer mit dem Song befassen.

Herkunft

Das Lied stammt vom Album "Garage Inc.", auf welchem Metallica nur Covers spielt. "Turn the Page" war eines der vielen erfolgreichen Single-Auskopplungen des Albums.
Die Original-Version stammt von der Legende Bob Seger.

Jahre nach dem Erfolg sagte Drummer Lars Ulrich, dass er das Lied beim Überqueren der Golden-Gate-Bridge hörte und er ihn sofort an den musikalischen Charakter von Frontman James Hetfield erinnerte ("it had James all over it"). So entstand die Idee, den Song zu covern.

Links
Studio Version (mit Lyris)
Videoclip (Kommentare dazu folgen weiter unten)
Original von Bob Seger

Inhalt

Das Lied handelt vom Leben von Musikern auf Tour. Die emotionalen Höhen und (vor allem) Tiefen kommen im Text sehr stark zum Tragen. Die Sehnsucht nach der Heimat ("Out there in the spotlight, you're a million miles away...") oder das monotone Leben auf den langen Reisen ("You can listen to the engines moanin' out its one note song") sind nur Beispiele von den Schattenseiten des rauschenden Lebens auf einer langen Tour.

Musikalische Umsetzung

Der Song ist im Gegensatz zu einigen anderen Covers auf diesem Album sehr nahe am Original gehalten. Das langsame, fast schwerfällige, Tempo wurde bewusst beibehalten, da es dem Inhalt des Songs sehr entspricht. Trotzdem hat es Metallica geschafft, dem Song ihren Stil zu verpassen und ihn so doch markant vom Original zu unterscheiden.

Der Saxophon-Part aus der Original-Version wird durch Kirk Hammets Gitarre ersetzt.

Der Song eignet sich auch sehr für Hörer, die nicht regelmässig Metallica oder ähnliche Musik hören. Denn er ist sehr melodiös und nicht so "hart" wie andere Metallica Songs (in der Richtung von "Nothing Else Matters").

Video

Das Video zu "Turn the Page" handelt von einer Stripperin, welche versucht, sich und ihre Tochter durchzubringen. Das Vorhaben endet in der Prostitution. Die Dramatik des Liedes wird optimal in Bildern wiedererzählt (auch wenn das Thema etwas abweicht). Das Video wartet entsprechend auch mit teils heftigen Szenen auf. So sieht man, wie sich die Tochter hinter der Bühne - während die Mutter auf der Bühne vor lüstern gaffenden Männern strippt - selbst als Stripperin verkleidet und als unschuldiges, naives Spiel die Mutter bei der Arbeit nachahmt. Auf hefitge Kritik stiess die Schlussszene des Videos. Die Mutter bringt einen Freier ins Motel, wo die Tochter im Nebenzimmer schläft. Das ganze artet in eine Vergewaltigung aus, welche die Tochter mithören muss. Als die Tochter sich aus dem Nebenzimmer rauswagt, sieht sie nur noch, wie der Freier der nackten, weinenden Mutter abfällig einen zerknitterten Geldschein entgegen wirft und den Raum darauf verlässt.

Die Stripperin wird vom "Adult-Movie"-Star Ginger Lynn Allen gespielt und die Regie führte Musik-Video-Spezialist Jonas Åkerlund (der u.a. bereits mit U2, Ozzy Osbourne, Blink 182, Roxette, Pink u.v.m. arbeitete).

Fazit

Alles in allem ein Song, der sich leicht hören lässt aber auch etwas melancholisch stimmt. Alles auf musikalisch sehr hohem Niveau.

Donnerstag, 21. Januar 2010

Taktikstunde mit Onkel Lino (2): Barca - Sevilla

Lieber Det Ottmar Hitzfeld,

Ich weiss nicht ob Sie diesen Blog lesen, aber falls doch, die nächsten paar Zeilen sind ihrem WM Projekt, besser gesagt dem Startspiel gegen die Spanier gewidmet. Ihnen dürfte nicht unbekannt sein, das einige Spieler vom FC Barcelona auch in der Spanischen Nationalmannschaft mitspielen, sogar tragende Rollen haben. Zwei Spieler ebendieser haben am letzten Wochenende im Spiel gegen den FC Sevilla ein Beispiel davon abgeliefert, auf was Sie Ihre Mannschaft im Sommer einzustellen haben.

Matchkritik: Ich habe den Match nicht live mitverfolgen können, aber ein 4-0 gegen eine der Topmannschaften aus Spanien ist doch ziemlich überzeugend. Lange stand es 0-0, erst in der zweiten Hälfte konnte Barca dem Gegner sein Spiel aufzwingen. Das im folgenden beschriebene Tor ist das zweite des Spiels, ein Moment grosser Magie und Fussballkunst.

Szenenapplaus: Folgendes hat sich also zugetragen, Xavi erobert sich den Ball im Mittelkreis und wird von einem der Verteidiger angegriffen, gleichzeitig sprintet Pedro los und genau zwischen den beiden Innenverteidigern hindurch bekommt er den Ball perfekt in Lauf zugespielt. Das Tor zu erzielen war dann nur noch ein Kinderspiel.

Wie immer, zuerst eine Grafik zum besseren Verständnis und zum Üben für Sie im Trainingslager. In der grafischen Erklärung unten ist Xavi das Dreieck und Pedro das X, die Verteidiger sind die Vierecke.





Das ganze in bewegten Bildern gibt es hier: Link


Es ist offensichtlich was hier der Fehler der Verteidigung ist. Ungestümes herausrücken und das gleichzeitige Auflösen der kompaktstehenden Verteidigung ermöglichen es Xavi erst diesen genialen Pass zu spielen. Ich bitte Sie das in Vorbereitung zu berücksichtigen.


Falls Sie noch Fragen oder weitere Infos wünschen, ich stehen Ihnen jederzeit zur Verfügung.

Jöst for Fön - Scherdünn 11-11, Kurzinterview

Dökti Grasl, das gestrige Resultat lässt auf ein Spiel schliessen, welches dem Namen Spitzenkampf alle Ehre erwies. Können Sie dies unterzeichnen?

Ich kann das absolut unterzeichnen. Es war ein faires attraktives, auf hohem Niveau geführtes Fussballspiel mit schönen Toren und Torszenen.

Allerdings war die taktische Leistung von Jöst for Fön alles andere als Spitzenkampfwürdig. Wer 10 Minuten vor Schluss mit 5 Toren Vorsprung führt, darf eigentlich keine Punkte mehr abgeben. Anstatt sich nach dem komfortablen Vorsprung auf eine solide Defensivarbeit zu konzentrieren, haben sie weiterhin mit vollem Einsatz versucht den Vorsprung noch weiter auszubauen, was uns entgegengekommen ist. So erhielten wir unerwartet Platz unser Spiel zu entfalten und den Anschluss wieder herzustellen.

Entspricht es dem Spielgeschehen, dass gestern Abend kein Gewinner ermittelt wurde?

Die erste Halbzeit war sehr ausgeglichen (2:3). Jöst for Fön hat kurz nach dem Tee das Tempo erhöht und sehr effizient abgeschlossen. So ist auch der Vorsprung von 4:9 nach 30 Minuten zu erklären. Wir hatten uns in diesem Moment eigentlich kaum mehr Chancen ausgerechnet doch wollten wir uns nicht vom direkten Konkurrenten abschlachten lassen und eine Kanterniederlage einfahren. Wir wollten uns mit Anstand aus der Affäre ziehen und plötzlich ist uns zwischen Minute 30 und 40 wirklich fast alles gelungen.

Entsprechend den geschilderten jeweiligen Spielanteilen ist 11:11 ein Resultat, welches dem Spielgeschehen entsprach.

Wer waren die wichtigsten Akteure beidseits der Mittellinie?

Auf Seiten von Jöst for Fön hat der Äthiopier (oder ist er Jemeniter) ein überraschend starkes Spiel gespielt und nebst dem Tor des Tages, via selbstaufgelegter Direktabnahme, zusätzlich zahlreiche Tore geschossen. Der Energie- Sturmtank war wie immer sehr aktiv und torgefährlich doch er alleine hätte das Spiel mit drei 100% Chancen längst klar machen können. Zusammen mit dem Basler Jonas bildete er gestern Abend ein sehr unberechenbares Duo.

Bei Scherdünn hat sich St. Gallen der Jüngere in der erste Halbzeit für wichtige Assists und ein Tor ausgezeichnet. In der zweiten Halbzeit waren es dann der Grasl Schwager und Grasl selbst welche den Rückstand fast im Alleingang wieder aufgeholt haben.

In den Gängen des Freudenbergs munkelt man, es liege Ihnen ein lukratives Angebot von Selecao Simchesnaches für die begehrte Spielmacherposition vor.

Ich selbst habe von diesem Gerücht bisher nichts gehört und kann dementsprechend keine Stellungnahme dazu abgeben. Es ehrt mich natürlich wenn mein Name im Zusammenhang mit anderen Spitzenteams fällt.

Gibt es eigentlich eine teaminterne Hierarchie bei Scherdünn?

Grundsätzlich gibt es keine Hierarchie. Doch hat der Chasencaptain natürlich das letzte Wort was die Spielanlage anbetrifft. Der Teammanager sucht während den Transferphasen jeweils bewusst nach Spielern, welche sich in diesem liberalen Mannschaftsgefüge wortlos einordnen.

Wie läuft der Integrationsprozess der Neuen innerhalb von Scherdünn?

Die beiden Zuzüge haben sich e-r-s-t-a-u-n-l-i-c-h schnell integriert und massgeblichen Anteil an der bisher sehr erfolgreich verlaufenden Saison. Nicht zuletzt bei den knappen Siegen gegen die Vorjahresdritten Sch'motive und letzte Woche gegen die Schochtim hatten sie ihre Verpflichtung mehr als rechtfertigen können. Diese Neuverpflichtungen haben zur defensiven Stabilität und offensiver Durchschlagskraft beigetragen.

Was sind die Aussichten für den weiteren Verlauf der Saison?

Ich denke nach oben ist bei uns alles offen. Nach der bisher erfolgreichen Hinrunde können wir uns nach der Winterpause entspannt aber konzentriert der Rückrunde widmen. Ziel ist es, das Pulver nicht vor den Playoffs zu verschiessen. Letztendlich kann auch eine durchschnittliche Saison während den Playoffs vergoldet werden, was uns in der letzten Saison gelungen ist.

Nach zweimaligem Titel kann unser Ziel nur Titelverteidigung heissen.

Montag, 18. Januar 2010

Nationalmannschafts-Flash: Dzemaili in Form


Auf dem Weg in die Einsamkeit der Stadien Südafrikas sei in regelmässig unregelmässigen Abständen auf einzelne Akteure der besten Kicker Helvetiens hingewiesen, welche unsere Farben dannzumal gegen die spanischsprachigen Lawinen verteidigen werden, welche uns überrollen werden (keine Angst, wir werden trotzdem Weltmeister). Insofern nutzen wir die Gunst des Wochenendes und der vergangenen Spielrunde in den besten Ligen Europas und weisen auf ausgewählte Spitzenathleten hin, welche sich zudem auch im Sichtungskader von Chassidus Chübelsack befinden:
- Blerim Dzemaili (Parma): 0-0 gegen Udinese, holt einen Penalty raus, ist an allen Ecken des Spielfelds und an jedem Spielzug beteiligt und verdient sich die besten Noten seines Teams. Auf Standards muss er sich noch verbessern, aber da befindet er sich in der Nati ja in bester Gesellschaft. Wird zu einer ernsthaften Alternative/Ergänzung zu Inler.
- Benaglio: Verletzt und Wolfsburg geht mit 3-1 gegen die Gross'schen Stuggis unter. Langsam werden seine gesundheitlichen Beschwerden zu einer grossen Ungewissheit für den Sommer. Insbesondere im Lichte der Alternativen (Wölfli zu inkonstant) und der Blick-Kampagne pro Coltorti.
- Barnetta (der hervorragende Zwillingsbruder unseres Nati-Flügels): Trifft wieder einmal und Leverkusen gewinnt. Dasselbe gilt für Derdiyok, welcher sich für seine Tore nicht mal auf Geschwister abzustützen braucht.
- Inler (Udinese): Gesperrt, hat demzufolge ausgesetzt.
- Ziegler (Sampdoria): 1-1. Wird nun praktisch im Wochenrhythmus eingesetzt und hat sich hinten links einen Stammplatz erarbeitet , versucht, sich auch regelmässig mit Weitschüssen einzubringen.
- Padalino (Sampdoria): Weniger Spielpraxis in dieser Saison für ihn, diese Woche hat seine Einwechslung aber zu einem Aufschwung in der Mannschaft gesorgt, jedoch ohne Früchte zu tragen.
- Lichtsteiner (Lazio): Verliert auswärts mit drei Toren gegen Atalanta und einen entfesselten Doni. Fällt in der Schlussphase auch noch wegen einem Kopftreter gegen den am Boden liegenden Peluso auf, was ihm bei Anwendung des TV-Beweises wohl noch eine mehrtägige n Spielsperre eintragen wird. Schwache Leistung.
- Von Bergen: Landet (mit Raffael) nach einem 3-0 bei Hannover in der Top Elf der SID. Klärt eine Situation auf der Linie und absolut auf der Höhe des Geschehens. In Abwesenheit von Djourou und Senderos immer mehr zu einer Gewissheit der CH-Nati.
- Senderos: Fällt in absoluter Abwesenheit von Spielpraxis (lediglich ein Spiel diese Saison!) dieser Tage nur noch durch sporadische Transfergerüchte auf. Ausser Köln, Elche und Meyrin sind nun aber wirklich alle Teams einmal in Betracht gezogen worden. Langsam aber sicher muss sich Hitzfeld die Frage stellen, wie lange ein Spieler über einen solchen Bonus verfügen darf.

Sonntag, 17. Januar 2010

The Brendan Laroux Story

Donnerstag, 14. Januar 2010

Idan Raichel Project kommt nach Zürich

Neues Jahr, neues Glück. Ja, auch der Blog von Chassidus Chübelsack hat sich für den neuen Kalender viele Vorsätze vorgenommen, jedoch wird es im Strom gegen die Landläufigkeit eher aufs Zunehmen, Expansion und natürlich wieder die jüdische Eroberung des Weltkapitals und aller Heiden ausgerichtet sein.
Eine erste Duftmarke setzen wir hier einmal mit einer kulturellen Avance und dem Vorschlag, man könne doch auch wieder mal ein Konzert besuchen. Und für einmal ist es nicht mit einer Spendensammel-Aktion verbunden oder mit einer Tombola, wo's gestrickte Socken zu gewinnen gibt, sondern einfach nur Kultur pur. Nämlich kommt der "Peter Gabriel des Nahen Ostens", wie es das Moods in der Konzertvorankündigung beschreibt, am 18. Februar 2010 nach Zürich. Es wird wohl eine etwas andere Aufmachung eines Konzerts sein, wie man es sich von ihm gewohnt ist, da das Motto des Abends unter Nicht-Strom a.k.a. Unplugged steht. Für diejenigen, welche nicht wissen, ob man Unplugged als Brotaufstrich oder im Lichte des Aufschlags des Halbtaxabonnaments zu verstehen habe, hat Chassidus Chübelsack in seinem Fundus einen Live-Mitschnitt eines Konzertes in diesem Sinne ausgebuddelt. Man möge sich also bitte um Tickets bemühen und aufhören, nach faulen Ausreden wie Pauchschmerzen, Pessach-Putzen und Ähnlichem zu suchen. San's grisst.