Mittwoch, 28. Juli 2010

Neulich in Neupersien

Der Iran ist im Moment ja in aller Munde, einerseits für seine nuklearen Ambitionen, andererseits für seine Ultrakonservative Regierung, die immer mal wieder ihre eigenen Bewohner unterdrückt. Das hält aber zahlreiche Regierungen in Europa und anderswo nicht davon ab, zahlreiche Wirtschaftsverträge abzuschliessen und sich, wie letzthin die Deutsche Regierung, über den erfreulichen Handel mit dem Iran zu freuen. So wie Sie hier:





Vielleicht sollten die alle mal den folgenden Artikel lesen und sich dann überlegen ob das wirklich so ein guter Handelspartner ist.

Hier gehts weiter zum Artikel

Mittwoch, 21. Juli 2010

Neues & Spannendes aus der Welt der Medizin

Dieses Kind sieht wirklich aus, als hätte es eben gerade einen Einlauf gekriegt:


Kwöll: fcz.ch

HM

Dienstag, 20. Juli 2010

12 Anzeichen dafür, dass man mitten in einem Fasttag gelandet ist

1. Gewisse Leute sind schon sehr in Tisha Be’Av Stimmung , im Fall.

2. Andere Leute bewegen Ihre Kinot-Kopien freihändig.

3. Man hat schon um 10:30 Morgens mehr hunger als man es je um diese Zeit hatte.

4. Im Büro werden Gespräche mit direktem Blickkontakt vermieden. Findet trotzdem eines statt, schaut man erstaunlich oft nicht in Richtung Gesprächspartner oder hat die Hand vor dem Mund. Oder antwortet nickend mit „Mmm Hmm“.

5. Als Erklärung, dass man keinen Mittag macht, muss „Habe viel zu tun“ herhalten, da es einfacher ist, als den wahren Grund zu erläutern.

6. Man verflucht heimlich alle Leute, die aus Rom kommen.

7. Man beginnt sich heimlich zu fragen, ob Kali-Zom den wirklich wirkt und man nimmt sich vor, es beim nächsten Mal zu probieren.

8. Man fragt sich, wie man das am Yom Kippur gleich nochmals hinkreigt. Und dann ohne Internet, Telefon oder Bett.

9. Wie verrückt ist man am kämpfen, sich nicht an den eigenen Mundgeruch zu gewöhnen („ist ja eigentlich gar nicht so schlimm“). Denn für andere wird er nicht immer erträglicher.

10. Spätestens um 12:30 kommt das erste Mal folgender Gedanke auf: „In Afrika müssen die das tagelang machen und ich halte bereits einen einzigen Tag nur knapp aus. Man bin ich ein Weichei.“

11. Die Augenlider bleiben beim blinzeln doppelt so lange unten wie sonst.

12. Man steht im Migros/Coop an der Kasse und merkt, dass man statt einem Pack Pasta und einer Dose Tomaten folgendes gekauft hat: Chips, Schoggi-Weggli, diese Nüsschen, die man schon lange probieren wollte, Tropicana (heute muss ich ihn mir einfach gönnen), Chips, Popcorn, Schoggi, 3 Sandwiches (kommen schon irgendwie weg) und 4 exotische Joghurts. Nur die Pasta und die Dose Tomaten hat man vergessen...

In diesem Sinne Zom-kal

Bau den Tempel Shilo

Bimhera beYameinu, inkl. Blitzkasten

Und dann gibt es noch Danny Raphael, einen bisher der CC-Red Action unbekannten Poeten, der uns seine eigene Einsichten und Perzeptionen eines Fasttages nahe bringt, der Jahrtausende von uns entfernt ist und dennoch Jahr für Jahr in unserem täglichen Leben und dem Kalender unserer Traditionen seinen festen Platz einnimmt.

"It's hard to know what you have until you lose it, but it's also hard to feel loss for something you never had." (Blogeinträge von Jpost.com zum 9. Aw)

Und damit die Tragik des Tages auch bei anderen Völkern Einhalt nehmen kann, zum Schluss noch dies: Hamas hat - im Lichte ihrer Bemühungen, der Bevölkerung einen islamischeren Lebensstil aufzuoktroyieren, den Frauen im Gazastreifen verboten, Wasserpfeife zu rauchen. Motorrad fahren ist ihnen schon lange verboten.
"Es ist für Frauen nicht angebracht, mit verschränkten Beinen in der Öffentlichkeit zu sitzen und zu rauchen", verlautete Ihab Ghussein, Sprecher des Hamas-Innenministeriums, am Sonntag. "Es ist bekannt, dass Männer sich bereits von ihren Frauen geschieden haben, weil diese öffentlich rauchten." So der Polizei-Pressesprecher Ayman Batneiji. (Kwöll und ganzer Artikel: AP via Brandon Sun)

Montag, 19. Juli 2010

Stop the Bomb

In Anbetracht des Morgigen Fastens ein kleines Video zur Einstimmung (wer noch zusätzliche Hilfe benötigt, C. G aus Z hilft gerne weiter)

Montag, 12. Juli 2010

Aus, aus, das Spiel ist aus!!!


Viel mehr gibt es dazu nicht mehr zu sagen, man gratuliert San Iker und der gesamten Furia Roja zum Titel.

I Will Survive (Auschwitz)

Zugegeben, die Art, Andenken zu spenden ist im Mindesten sehr originell. Einzelne möchten sogar Kritik daran anbringen, dass ein fröhlich anmutender Tanz mit Völkermord und Verbrechen in Verbindung gebracht werden. Das ganze ist natürlich sehr amerikanisch abgefärbt. Der Überlebende in seiner Kommunikation mit den Jugendlichen ist dennoch rührend und scheint verstanden zu haben, dass zwei Generationen weiter unten in der Kette durch Einzelne das Bedürfnis bestehen mag, eine eigene Weise der psychologischen Verarbeitung bestehen mag. (Merkwürdigerweise habe ich gerade heute Morgen eine ähnliche Szene gehabt, als mir im Auto zu I'll Rise von Ben Harper ebenfalls die Assoziation zur Shoah unterlief. Sedö lüeg:

Alles aus einer Hand!

Rettung und Paparazzo - alles aus einer Hand. Wir sind jederzeit für Sie da. Rufen Sie uns an: 044 202 30 60!

(Geschehen: Heute an der Rämistrasse. Gesehen: Auf tagi.ch)

Freitag, 9. Juli 2010

Hinschied von Rav Yehuda Amital sZl




In der Nacht auf Freitag ist mit dem Hesder (Kombination von Thora-Studium und Armeeschulung)-Pionier Rav Yehuda Amital sZl eine grosse Figur der modernen jüdischen Orthodoxie und vor allem auch ein grossartiger Mensch hingeschieden. Nach einer langen Krankheit verstarb er an seinem Wohnort in Jerusalem. Rav Amital war ehemaliger und langjähriger Rosch Yeschiva der Hesder Yeschiva von Har Etzion in Alon Shvut (Gusch Etzion) im Südosten von Jerusalem und 1995 Knesset-Abgeordneter von Meimad.
Für einen ausführlicheren Lebenslauf wird auf den Jediot Achronot-Bericht (iwrit), nochmals auf Jediot Achronot (Ish haEmet), Haaretz (A rare breed, this "simple jew" und den Jerusalem Post-Artikel von heute Morgen verwiesen (Nachrufe von israelischen Würdenträgern in der JPost hier, Rav Chajim Druckman in Yediot Achronot).
Wir hoffen, die Familie Amital findet unter den Trauernden von Zion und Jerusalem Trost.

EDIT: Am Freitag Nachmittag nahmen Tausende Schüler und andere Trauernde in Jerusalem an der Beerdigung teil. Rav Aharon Lichtenstein, die andere grosse Figur, welche die Yeshivat Har Etzion während den letzten Jahrzehnten geprägt hat erklärte unter Tränen, Rav Amital habe sein Leben der Heiligung des Namen Gottes gewidmet, nachdem er selbst Opfer dessen Desakration durch die Schoa geworden war (Yediot Achronot-Bericht).

Online-Hesped von Rav Moshe Taragin

Gush-Twitter mit mehr Material

Erinnerungen eines ehemaligen Schülers (Alex Israel auf Thinking Israel)

Begegnungen mit Rav Amitals durch einen Schüler (Michael Eisenberg)

Yeshivat Har Etzion hat eine Sammlung von Materialien der Shiur-Serie von Rav Amital über jüdische Werte online gestellt. Auf der Edah.org-Homepage findet sich sodann auch folgender Artikel über Rav Amital's Werteordnung, welcher noch zu seinen Lebzeiten publiziert worden war.
Tausende säumen die Strasse vor dem Friedhof in Jerusalem

Donnerstag, 8. Juli 2010

Falls Ihr mal einen guten DJ braucht!

Ticketcorner

Anruf bei der Ticket Corner Deutschland-Hotline:

- Guten Tag, ich hätte gerne Karten für das Finalspiel mit Deutscher Beteiligung.

- Tut mir leid, Deutschland ist ausgeschieden.

- Ja aber das gibt's doch nicht, da muss es doch Karten geben?

- Das schon, aber Deutschland spielt halt nicht.

- Wieso nicht?

- Weil sie ausgeschieden sind.

- Ja aber es muss doch möglich sein, Karten für das Deutschland-Spiel zu bekommen?

- HERRGOTT NOCH MAL WIE OFT DENN NOCH: DEUTSCHLAND IST AUSGESCHIEDEN!!!!

- Schon gut, jetzt schreien Sie mich doch nicht so an... ich hörs halt so gerne!!! ...OK, dann geben Sie mir welche für Holland...

Mittwoch, 7. Juli 2010

Ohne Worte

Warum die Deutschen nicht in den WM-Final gehören


1. Weil sie nicht die selbst propagierte Multi-Kulti-Truppe sind. Der Umstand, dass ein Türke und drei Polacken in der erweiterten Startformation stehen, gereicht leider noch nicht zum Kulturprojekt.
2. Wir stehen über die Geschichte und verweigern uns nicht mehr deutschen Produkten. Wenn mir jemand einen BMW X1 überlässt, werde ich ihn wohl fahren und Siemens ist in der Küche als Apparatschaft nicht verpönt. Allein aus dieser Tatsache heraus kann ich aber trotzdem keine grossen Sympathien für dieses Team entwickeln.
3. Wenn deren ausländische Legionäre wie damals Ebi Smolarek als Tarnkappenbomber tituliert werden, wenn man immer noch vom Sturmführer Podolski spricht, im ZDF wieder versucht wird, einen Mannschaftserfolg mit einem Reichsparteitag feiern zu wollen, schauderts mich. Und hört bitte mit diesem Aushängeschild der sogenannten "deutschen Tugenden" auf!!!
4. Solange mir jemand mit zwei linken Beinen am Sonntag Morgen periodisch mit bayrischem Akzent die "Miiiiitparääääätzääääät" (auf Iwrit: Konter) ins Ohr brüllt, weckt das bei mir sehr deutliche antipathische Konnotationen.
5. Er spielt zwar nicht, aber die Hackfresse von Michael Ballack beim Freistoss zum 1:0 gegen Österreich an der EM 2008 werde ich wohl nicht so bald vergessen. Animiert zur überstürzten Flucht und der Einnahme eines Verstecks hinter dem nächsten Baum (siehe Video eingangs dieses Postings).
6. Der inzwischen weltweit bekannte Ausdruck "Vizekusen" und wiederum erst recht im Zusammenhang mit Ballack darf man von mir aus genauso gerne auf Deutschland ummünzen.
7. Mein letztes Public Viewing in Zürich war an der EM 2008 auf der Sächsilüüte-Wiese. Zur Hälfte (3:0 für die Gummihälse) war mein Bedarf an teutonisches Ohrengekreische bereits dermassen gedeckt, dass man sich getrost verziehen durfte. Deutschland ist somit direkt dafür verantwortlich zu machen, dass ich mir nie mehr ein Public Viewing mit deutscher Beteiligung in Zürich geben werde. Für den diesjährigen Halbfinal und - Gott bewahre - für den Final wird deshalb die heimische Lokation als Alternative bevorzugt. Ansonsten sei für ein Public Viewing ein Sicherheitsabstand mindestens 80 Kilometer hinter dem Röschtigraben wärmstens empfohlen.

WM Werbungen

Grosser Dank an unser afrikanisches Maskottchen für diese Bilder. Hier noch als Dia-Show:

"Wenn Sie eine koschere CD rausbringen, bin ich der erste, der sie essen wird!"

Verschiedentlich wurde hier bereits über Y-Love berichtet und seine Videos gepostet. Unter anderem hat er mit Dov Rosenblatt von der namhaften jüdischen New Yorker Band Blue Fringe eine gerappte Version von Eicha performt, mit DJ Diwon, Funkmusiker Erran Baron Cohen bei Talkmaster Conan O'Brian aufgetreten (dem Bruder von Borat und Leadsinger der Band Zohar, siehe das Video unten) sowie verschiedene Aufnahmen mit der computerisiert-verzerrten Stimme von DeScribe (siehe Link unten) gesungen, tritt im Video von Eprhyme auf sowie mit verschiedenen anderen Akteuren, die zumeist unter dem Label von Shemspeed erscheinen. Im Interview mit Leadel.net spricht er über seine Herkunft, Gemara-Rap-Lernmethodik und treyfene jüdische Musik. Ob man Hiphop mag oder nicht, Y-Love ist aus der jüdischen Kulturszene heute nicht mehr wegzudenken und erweitert das Spektrum jüdischer Musik um eine wichtige Komponente. Sedö lüeg zum Interview:

Und seine Botschaft anlässlich eines Neturei Karta-Protestes an der "Israel Day Parade" in New York:



Und weil's so schön ist, endlich über jüdischen Hiphop zu sprechen, gleich noch Shtar als weiterer neuer Stern am "Jiphop"-Himmel, der sich aus dem Matisyahu-ähnlichen Mainstream entfernt und jüdischen Inhalt in Sprechgesang vorträgt:


PS: Der Hiphop-Special auf dem hiesigen Medium wurde natürlich insbesondere für die Chumre-Fetischisten und Musikverweigerer während den drei Wochen aufgelegt. Man bemerke hierzu übrigens, dass die meisten jüdischen (Online-)Radios wie JewishBroadcast.com oder Yidlive sowie die Hintergrundberieselung im Books & Bagels dieser Tage nur Acapella-Sound wiedergeben, ein Umstand, der nach spätestens 613 Sekunden zum Wahnsein treiben kann. Also mit Vorsicht geniessen...

Zahal goes viral

Entweder hat Israel beschlossen, die Hasbara nun endlich ins 21. Jahrhundert zu bringen oder man hat eingesehen, dass die schiere Datenflut nunmehr nicht mehr zu kontrollieren ist. Heute ist jedes Handy eine Kamera, kann in einer vermeintlichen Cola-Dosa ein Filmsender versteckt sein, wieso also in gewissem Rahmen nicht den Gürtel etwas lockerer tragen. Das müssen sich zumindest auch die Autoren des unten zusammengeschnipselten Videos der israelischen Armee gedacht haben. Man sitzt stundenlang rum, nichts passiert, wieso also nicht etwas Spass in den Alltag bringen. Sedö lüeg also, yesh li Bikini, Chutini...!

Dienstag, 6. Juli 2010

Menschen.Tiere.Sensationen

Aus der Serie Reporter ohne Grenzen, hier mal ein Beispiel zweier Spanischer Fernsehmoderatoren beim 1 - 0 durch David Villa gegen Paraguay:



Wer als erster den Reportern mit den hellen Haaren erkennt und mir den Namen nennt, kriegt heute Abend ein Bier geschenkt.

Gastronomie an der Côte d'Azur: Restaurant Binoutche in Juan-les-Pins

Im Zuge der Bemühungen, der CC-Leserschaft in regelmässig-unregelmässigen Abständen die lohnenswertesten (und weniger) gastronomischen Stätten auf dem ehemals blauen Planeten näher zu bringen, wurde eine Gesandtschaft von Chassidus Chübelsack vergangene Woche auf Pirsch nach Südfrankreich geschickt. Grundsätzlich ist zu sagen, dass man sich dabei überall wie im Paradies wähnt. In Cannes alleine gibt es zwei koschere Metzgereien mit einer breiten Auswahl an Aufschnitt, Würsten etc, neben der Frischfleischsektion mit Lamms-, Rinds- und Kalbskoteletten, Entrecôtes und anderen exquisiten Teilen wie frischer Leber, Herz und anderen Innereien, nach welchen das Herz gieren mag. Der Grill kam jedenfalls nicht zu kurz.Für den auswärts zu essen begehrende Kulinaristen ergeben sich mindestens genauso viele Optionen. Am Strand mal verkauft ein Kiosk koschere Sandwichs und Hot Dogs (Hechsher-Situation nicht abgeklärt), daneben bietet Cannes zwei koschere Restaurants (Tovel und Kitchen), welche aber diesmal keiner genaueren Prüfung unterzogen worden. Hingegen wurde im Binou'tché (oben anders geschrieben, weil damit im Internet bessere Trefferquoten erzielt werden) in Juan-les-Pins diniert. Das Restaurant wird von einem südamerikanischen Chassid (Chabad-affiliert) namens Binou, daher der Name des Lokals, geführt und hatte bis vor wenigen Monaten eine milchige Küche. Inzwischen ist an der Tür nebenan eine fleischige Stätte entstanden, welche es in sich hat. Die Ausstattung ist sehr gut und mondän gewählt, das Interieur ist mit verschiedenen Aufnahmen von New York - und einem unübersehbaren Konterfei von Rav Schneerson - dekoriert. Die Karte besteht aus zwei Seiten von verschiedenen Vorspeisen, (fleisch- und fischhaltigen) Salaten sowie einer Vielzahl von Hauptspeisen und Fischen. Zur Vorspeise wurde ein Salat mit Foie Gras und Feigenkompott getestet. Die dazugehörige Sauce war geschmacklich gut gewählt, nicht zu bitter und in einem passenden Volumen.
Zur Hauptspeise wurden das Entrecôte Rossini (d.h. mit Gänseleber-Zulage) und einer exquisiten Sauce sowie die Entenbrust an süsser Sojasauce und eingelegten Feigen getestet. Das Fleisch kam exakt in der gewünschten Garzeit und schmeckte vorzüglich frisch grilliert. Die Pommes Frites kamen als Beilage in einer Konsistenz, wie man sie in der Schweiz schon sehr, sehr lange in koscheren Restaurants nicht mehr geniessen konnte: Gross, gut gefärbt, nicht zu weich, gut gesalzen, was ein Genuss. Unnötig zu sagen, dass nach diesem kulinarischen Feuerwerk und einem übermässigen Völlegefühl die Auswahl eines Desserts ausblieb.

Entenbrust und Entrecôte Rossini

Fazit: Der Besuch ist für fleischophile Südfrankreich-Besucher mehr ein Muss als ein Soll. Juan-les-Pins ist auch für ein abendliches Flanieren entlang der Strandpromenade absolut zu empfehlen und in vielem deutlich freundlicher als die ungleich grösseren Cannes oder Nizza.

Binoutché-Chassidus Chübelsack-Spezialofferte: Besucht bei Eurem nächsten Côte d'Azur-Besuch das Binoutché in Juan-les-Pins, erwähnt, dass Ihr auf Empfehlung von Chassidus Chübelsack gekommen seid und kommt so in den Genuss einer 20%-Reduktion auf Eurer Konsumationsrechnung.

"Es gab viele deutsche Fahnen in Israel"


Im Sinne des letzten Postings könnte auch die Frage stattgegeben werden, für wen eigentlich die israelischen Fussballfans die Daumen drücken. Am Dreikontinenteneck könnte man meinen, afrikanische Mannschaften würden den Vorzug erhalten (u.a. wegen verschiedenen afrikanischen Spielern in der israelischen Liga), von welchen es aber ausser Ghana alle frühzeitig aus dem Geschehen geschleudert hat. Die US-Boys wären wohl ein Kandidat, insbesondere aufgrund der Vielzahl amerikanischer Zuwanderer. Letztere haben sich aber inzwischen ihre eigene Football-Liga organisiert und frönen lieber dem eierförmigen Flugobjekt aus Leder und Tacklings auf Schulterhöhe und viel technischem Verschleissmaterial. Der Iran entfällt auch, nachdem die Qualifikation schon scheiterte (und nur deshalb), über nordkoreanische Freundschaften weiss man leider zu wenig. Andere Mitglieder der Achse des Bösen sind ebenso nicht zu erheben.
Die Bild-Zeitung hat inzwischen ihre eigenen Erkenntnisse gezogen und publiziert, wonach eine Vielzahl von Israelis die Mannschaft der deutschen Tugenden ins Herz geschlossen wurde:
Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich: "Es ist eine wunderbare Fan-Freundschaft, 65 Jahre nach dem dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte ..." (ganzer Artikel)
Hierzu der im Artikel zitierte Experte für deutsch-israelische Beziehungen Emanuel Cohn (welcher in den Erinnerungen der CC-Redaktion schon zu seinen schweizerischen Zeiten wichtige Fusstapfen im lokalen Fussballgeschehen hinterlassen hat. Unvergessen bleibt sein unermüdlicher Einsatz an den Grümpel- und Bne Akiwa-Fussballturnieren, welche er mitunter mit zerbrochenen Brillen entgelten musste):
„Die jungen Israelis sind sich bewusst, dass Deutschland heute einer der besten und engsten Freunde und Partner Israels ist, politisch, kulturell und ökonomisch. Außerdem spielen im deutschen Team Kinder aus Migranten-Familien. Diese kunterbunte Mannschaft steht für ein anderes, ein junges und offenes Deutschland, sie hat eine andere Leichtigkeit, als wenn alle nur Schmidt und Schulz hießen. Und sie spielt den schönsten Fußball.“

Dancing with the IDF und der israelische WM-Song

Das Risiko besteht latent, dass das Hani-scho-gseeeh-Gefühl schnell einschlagen wird, aber wenn sich schon einmal eine Gelegenheit für Zahal (i.e. IDF) für unfrewillige Propaganda ergibt, muss diese doch gehörig genutzt und viral verbreitet werden. Es handelt sich um eine Patrouille in Hebron, welche nun natürlich auch noch disziplinarische Sanktionen befürchten muss. In der Hoffnung, diese mögen nicht allzu drakonisch ausfallen; bei Schulstreichen erinnerte man sich danach jedoch unweigerlich auch an diese Folgen. Sedö lüeg:

Und weil's so schön ist, danken wir dem Ronaldo im gleichen Atemzug für den Hinweis auf den israelischen WM-Song. Hat ein paar Hiebe, welche deutlich unter der Gürtellinie landen und nicht angebracht sind, insbesondere gegenüber Schland (macht sie aber auch so nicht sympathischer) und Schina (dito), der Rest ist aber gute Unterhaltung auf sehr tiefem Niveau. Sedö lüeg: