Dienstag, 2. August 2011
JLeague 2011/2012 und El Bully
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14:14
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Divrei Chassidim
Labels: 13.05., AGL, CC Daily Schmonzes, JLeague, Kultuhr
Dienstag, 22. März 2011
Jewbox.it
Gesprochen wird das Radio natürlich auf Italienisch. Da eigentlich alle Moderatoren und Redakteure nebenbei einem Beruf nachgehen, besteht das Tagesprogramm aus Playlists sowie Nachrichten aus den verschiedenen Redaktionen (Information, Kultur, Gemeindeleben, Judentum, Jugend). Das Musikangebot besteht aus einem Gemisch zwischen jüdischen Interpreten, italienischem Pop und Folk sowie sehr breit gestreuten internationalen alternativen Musikern. Noch steht das Projekt in den Kinderschuhen, und es sind erst einige Pilotsendungen auf dem Kanal hochgeladen worden. So berichtet beispielsweise Mirjam Camerini in Jewleschine (abgewandelt von Moleskine) über Reisen in die entferntesten Ecken der Welt und führt den Hörenden in ihrem ersten Beitrag gleich in die "Pardes"-Metapher aus der Gemara in Chagiga. Andere Sendungen heissen Prozadik, Armaghetton, Labna oder Zooish.
Mittelfristig will das Jewbox-Team auch Podcasts für unterwegs anbieten, welche von der Website herunterzuladen sein werden.
Wer also zur Abwechslung Lust hat auf italienischen, jüdischen Sound und interessante kulturelle Beiträge, soll mal reinhören: www.jewbox.it
Zwei Daumen hoch und grossen Respekt für das persönliche Engagement für dieses Projekt. Andernorts träumt man von solcher Initiativität, Pioniergeist und Einsatz. Andernorts können konsumistisch ausgestaltete Anlässe wie Parties organisiert werden und man genehmt sich selbst, aus Trägheit, Ausredefreudigkeit und anderen "ein Jude-zwei Synagogen"-Motivationen, zuhause zu bleiben. Schade.
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10:40
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Divrei Chassidim
Labels: CC Daily Schmonzes, Kultuhr, Schöni Momänt
Mittwoch, 9. März 2011
Jew York, zweiter Akt
Wo waren wir? Ah, das Programm. Gestern hatte sich das Gemahlentum vorgenommen, ein spontanes Programm durchzuführen. Dieses führte ins Financial District, dann ans Memorial Museum zu 9/11, weil ich gerne das Projekt der beiden Pools und der neuen Türme sehen wollte. Anschliessend wollte man noch das physische Ground Zero begutachten. Leider stand uns hierbei sehr ungünstig ein Discountshop im Weg, der Century 21. Verrückte Auswahl, verrückte Amis und Touristen. Da packt man sich ein Trolley, schlendert zwischen Myriaden von Hemden, Krawatten, Socken und Pijama-Hosen und packt einfach mal nach Gutdünken ein. Nach gefühlten 613 Jahren hat man also wieder mal tüchtig zugepackt. Zu Unrecht, wie manch ein Modekritiker hinter vorgehaltener Hand aber schon gemunkelt hat. Und um alle Alternativgeister zu beruhigen: Nein, ich bin nicht auf den Trick mit den Elchshirts reingefallen.
Für viel mehr ausser Shopping, einem soliden Hamburger am Abend im Cafe Clasico und einem lokalen, erwarteterweise etwas fadem Weizenbier in einer Bar um die Ecke hat es nicht gereicht. Auch gut.
Dafür hat man sich nach einem Spaziergang durch den Central Park (alternativ, wie wir sind, haben wir natürlich die Anweisung, nur im Gegenuhrzeigersinn um den See zu gehen, nicht befolgt) und einem zweifachen vermeintlichen Rencontre mit Denzel Washington (es war zweimal derselbe Typ, das zweite Mal war er's aber noch weniger als das erste Mal) heute das Salomon Guggenheim-Museum gegeben. Nachdem man sich erst kürzlich den eher mediokren Film "The International" gegeben hatte, der unter anderem auch eine der entscheidenden Schiessereien in diesem Museum beinhaltete (leider sah man davon heute keine Spuren mehr), wollte man sich verständlicherweise auch des kulturellen Brotes dieser Stätte erlaben. Es war ziemlich eindrücklich. Vor allem die unteren "Stöcke" sind sehr interessant, gegen oben wird das Gemüt etwas müder, die Videoinstallationen eher unverständlich und die Gemälde insgesamt deutlich düsterer. Dafür ist die Kandinsky-Sammlung sehr bereichernd. Und erwachsen.
Später strollte man wieder durch die 5th Avenue und runzelte die Stirn über eine Vielzahl von masslos überbewerteten Läden. So beispielsweise der Niketown. Der Laden ist immens gross, hat aber in der Mitte ein riesiges Loch, dessen Wert nicht verstanden werden kann. Die Auswahl an Schuhen, also eigentlich das Stammprodukt der Marke, ist bedenklich klein. Flache Sneakers sind ohnehin anscheinend ein Produkt, das im März in dieser Stadt nicht zu finden ist. Es ist ein bisschen wie mit den (ebenfalls überbewerteten) SUV's, einfach an den Füssen. Der New Yorkeur bevorzugt das tragen von überdimensionierten Fusseinfassungen, am besten dicke Basketballschuhe in Leder und langweiligen Farben und weit über die Knöchel gehend. Na ja, nicht mein Ding.
Gegessen hat man dann in einem Deli, dessen Name aus Selbstschutzgründen (if I tell you, I'll have to kill you) nicht weitergegeben wird. Es war jedenfalls so ein Lokal, das aussah, wie das Honeybunny-Bistro in Pulpfiction, aber einfach in ein tunnelartigen langgezogenen Schlauch gelegt. Seltsame Beschreibung, war aber auch ein seltsames Lokal. Für ein Triple Deli, also ein Sandwich mit drei Scheiben scheusslichem, dünnem Brot und einer lächerlich grossen Anzahl Scheiben von Corned Beef und Salami zahlte man US$ 21.-, also der Preis, welcher andernorts für ein solides Steak bezahlt wird. Womit man wiederum beim überraschenden und generischen Summa Summarum-Fazit angelangt ist, dass Deli-Sandwiches masslos überbewertet sind.
Dafür sahen wir dann ein ziemlich gelungenes Musical, nämlich Memphis, der Gewinner der TONY-Awards 2010, ein Stück über die Anfänge des Rock'n'Roll. Sehr unterhaltsam, kurzweilig und wohl auch unterbewertet. So, das wär's. Man gratuliert aus der Ferne Barcelona und dem ukrainischen Konglomeratsfussball und allen ehrlichen Häuten dieses Planeten (inklusive dem Exilanten).
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06:35
1 Divrei Chassidim
Labels: Kamera umgehängt und ab, Koscher Guerilla, Kultuhr, mogg, Polnisches Frischfleisch, Schöni Momänt
Montag, 7. März 2011
Der Nabel der Welt ist garstig
Ankommen, Koffer in die Ecke werfen, weg mit Schal und Handschuhen. Denn es ist vieles, nur nicht kalt. Vor allem regnet es in solchen Strömen und Bindfäden, dass man das Gefühl hat, es tut hier sonst auch nicht anders (O-Ton der Gastgeber: In knapp sechs Monaten hat es etwa gefühlte 5 Tage geregnet, Bou?). Auf den Strassen könnten sich Goldfische pudelwohl fühlen (masslos untertrieben).
Ja, und was macht man mit einem angefangenen Nachmittag, wenn es wegen der imminenten Terrorgefahr so lange geht, bis man ins Land darf, es immer noch Kübel giesst und die Museen bald schliessen? Richtig. Man löst sich ein Wochenabo in der Metro und geht shoppen. Zum Beispiel in einen Showroom von Samsung. Alles hochmodern und hellblau leuchtend, alles in Touchscreen (sogar ein 120cm-TV, soll mir noch einer erklären, warum ich darauf Angry Birds spielen muss) und nicht alles sehr nachvollziehbar. Dann gibt's einen Ausflug in eine Buchhandlung mit Examinierung von Tschulent-Topf-Rezepten und jüdischem Kochkitsch, das erste Root Beer seit 1999 und die ersten Grundsatz-Debatten, wo das Gemüt denn das abendliche Mahl einnehmen will. Bald schon bricht eine erste Kompromissrunde aus, an deren Ende die weissen Punkte gewonnen haben: Estihanna, der etwas andere Asiate. Da bringt Dir ein untersetzter Südamerikaner mit schmieriger Frisur ein Asahi-Bier und prostet Dir ein freundlich gesinntes "Lechayim" zu. Jew York halt. Gereicht hat es dann zu asiatischen Ravioli zur Vorspeise, deren Name existiert, hier aber irrelevant ist. Und zur Hauptspeise ist man schon ein erstes Mal kulinarisch durch die Decke gestossen: Ein Medium Rare Tenderloin-Steak an asiatischem Gemüsebett und Teriyaki-Sauce. Ich bin fast aufgestanden und habe Smires gesungen (Jom Se Mechubad).
Auf dem Heimweg schwimmt er (3. Person: hamewin jawin) dann wieder in die Metrostation und steigt auf die nächste Bahn nach Hause. Steigt sodann aus, schaut hoch und da tritt einem der klassischste ca 50-jährige Rastafari mit Marge Simpson-Frisur entgegen - und aus den Hosen hängenden Zizzit. Wie gesagt: Jew York halt.
PS. Danke dem FCZ für unsere Leidensgeschichte. Und für die höchst unglückliche Abfolge von Hassli-Transfer und Verletzung von 2 Stürmern innert kürzester Zeit (wer konnte das schon ahnen). Die Niederlage gegen Basel ist demgegenüber völlig egal und vor allem unglücklicherweise verständlich.
Danke an das SF für die Online-Beiträge der Axpo Gurkenliga. Da trifft also Lustrinelli fast gegen Gritti, nachdem die Einführung noch Bedenik so schön eingestreichelt hat. Aha.
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Divrei Chassidim
Labels: 13.05., Kultuhr, Nödschönaberwillig, sport unterem davidstern
Sonntag, 21. November 2010
Neuer Film von David Vogel
David Vogel hat in München Filmwissenschaften studiert und hat bereits einen sehenswerten Dokumentarfilm über Zidane's Ursprünge in der Banlieue von Marseille gedreht (Yazids Brüder).
Trailer-Link
Spielzeiten:
Freitag, 26.11.2010 23:00
Samstag, 27.11.2010 23:00
Sonntag, 28.11.2010 12:00
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Divrei Chassidim
Labels: die Juden und das Schweizerkreuz, Guete Typ, Kultuhr
Dienstag, 12. Oktober 2010
Eprhyme vs. The Rolling Stones, der Botschafter Matisyahu und die Schönheit von Darkcho
Und der "Gimme Shelter"-Remix. Passend dazu der Hinweis auf die Gimme Shelter-Ausstellung der Jüdischen Gemeinde von San Francisco (JCCSF, Link). Sedö lüeg:
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Divrei Chassidim
Labels: Helden, j-spice girls, Kultuhr, nicht zu ernst nehmen, Wers glaubt..., Youtube
Freitag, 30. Juli 2010
Wollishofen und Brunau: Indy Minjanim als Exportprodukte
Rise of independent groups influencing JudaismBy JAY LINDSAY (AP) – 1 day ago
CAMBRIDGE, Mass. — They gather blocks from Harvard Square to greet the Sabbath with communal prayer, their eyes winced closed, hands clapping as they sing in fervent Hebrew. The group worships in the Jewish Orthodox tradition, but it's not traditional.
A woman leads the prayers, generally forbidden among mainstream Orthodox. The genders are separated by a white curtain, called a "mechitzah," but it's translucent so the sexes can see each other as they sway and sing. No rabbi leads or synagogue sanctions this service at the Minyan Tehillah, which is run by a software engineer and nurse practitioner.
The group is an "independent minyan," and dozens of these unaffiliated Jewish worship communities have sprung up in the past decade, mixing elements of the mainstream denominations while answering to none of them. Its prayers in Hebrew, with participation of everyone present, is a hallmark of the movement, and a reaction to mainstream alternatives where such prayer is not available, or limited to a designated soloist.
Anna Schachter of Cambridge said the minyan's dual commitment to traditional worship and egalitarianism was energizing.
"Everyone in this room, I feel I'm sort of bonded to them with this mission, this struggle, of 'How do you live a traditional life and a modern life at the same time?'" said Schachter, 29, a public health researcher. "If there was a synagogue that had this kind of style, I would go to it."
Ten years ago, the United States had two independent minyanim, plural of minyan. Today, there at least 70 involving about 20,000 people, said Rabbi Elie Kaunfer, who wrote a book on the independent minyanim, "Empowered Judaism."
"There is a mass of young people, taking hold of their Jewish identity, and willing to put in the volunteer time and effort to build a community that expresses their values," Kaunfer said. "That's extremely hopeful and significant."
The number involved is a small percentage of the estimated 5.2 million Jews in the U.S. But Jonathan Sarna, a professor of American Jewish history at Brandeis University, said the movement is driven by the most devout and educated Jews, and its ideas on worship, prayer and what defines a community will inevitably cross into mainstream practice.
"What happens in American Judaism over and over is that the margins influence the mainstream," Sarna said. "I don't expect many of the independent minyanim themselves will be long lasting. But I think we will look back and say that they had long-lasting influence."
In Jewish law, a minyan is a quorum of at least 10 people (10 men in the Orthodox tradition) that is required to read the Torah or say certain prayers. But a minyan is commonly defined as any community that comes together to pray.
The independent minyanim have formed primarily in urban areas, including New York, as far south as Atlanta, and west to San Francisco and Los Angeles. Sarna said with the middle of the country largely untapped, the movement will grow.
Meg Lederman, a member of a minyan in Brookline, said a major draw of the worship is as a link to her Jewish past.
"It's nice to be in a room where you're filling up the whole room with meaningful words," she said. "It's both the connection to the people in the room and really a connection to Jews across time and space."
The growth of independent minyanim is similar to the grassroots "havurah" movement in the 1960s and 1970s, which organized outside the synagogue with heavy emphasisis on lively prayer and including women. But Kaunfer said a key difference is that the havurah movement wanted to replace Jewish institutions, while independent minyanim aim merely at gaps that have appeared in Jewish life.
Many members are in their 20s and 30s, either single or with very young children, and part of a demographic that has developed as people postpone marriage and children, Kaunfer said. Jews in this group tend to be urban, mobile and unsatisfied by typical synagogue offerings, which are generally aimed at older adults or parents with school-aged kids, he said.
Group members are often highly educated in Jewish tradition — 40 percent are graduates of Jewish day schools. They seek the deep spiritual connection found in traditional prayer that the Orthodox practice, Kaunfer said, but they also want women to be more involved in worship, as in the Conservative and Reform denominations. So they've decided to lead their own services.
Some independent minyanim meet in synagogues, and members are active in them. But the decentralized movement has grown largely without the denominations, whose leaders say they welcome such committed groups of young people, an elusive demographic.
"These are exactly the kind of people we want and need in the community because they're going to be the leaders of the future," said Rabbi Eric Yoffie, president of the Union for Reform Judaism. "The fact that they don't always find a place in the synagogue is something that obviously is troubling to me."
Orthodox Rabbi Shmuel Goldin, first vice president of the Rabbinical Council of America, said he was "thrilled with the energy and the interest." But he added the groups' search for relevance in ancient tradition has led to violations of it, such as with women's role in prayer. Rabbis, he said, have always been crucial in maintaining tradition.
"We are troubled with the change in tradition," Goldin said. "We believe there are ways to find relevance and meaning without these radical changes."
Their self-governing nature means independent minyanim differ in style and emphasis. For instance, Lisa Colton, co-founder of a minyan in Charlottesville, Va., said her minyan's service, held in a friend's living room, stresses interaction between parents and young children that she wasn't finding at the local synagogue she attends.
Colton, 35, said the group isn't interested in changing tradition, just in sharing a kind of worship they realized they could create themselves.
"We don't feel like we're captive to the choices that are handed to us," she said. "That's very different than previous generations."
(This version CORRECTS Corrects spelling of 'Colton' in paragraphs 21-22.)
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Zu denken, dass die Minjan-Variante eines Gottesdienstes gegenüber gestandenen Gemeinde-gebundenen Gotteshäusern nur Vorteile mit sich bringt, ist weit gefehlt. Auch in den eingangs genannten Minjanim streitet man sich um vermeintliche Lappalien und Formalitäten. Wer darf welchen Kaddisch laut sagen? Wer hat wann wie oft in den vergangenen 613 Monaten bereits einen Aufruf kassiert? Wie gross müssen beim Kiddush die Hering-Stücke sein? Wer darf zur Hagbe antreten, obschon er von der Wertungskommission wegen Dopings und fehlerhaften Haltung im ersten Durchgang disqualifiziert worden war? Darf der Whiskyclub auch in den neun Tagen stattfinden? Wie lange darf ein Dwar Torah sein? Wer darf dabei überziehen?
Nicht wenige Probleme dürften alsdann ihren Ursprung in der Einflussnahme durch Sponsoren und Verantwortungsträgern finden. Oder eine demografische Problematik fliesst ein:So würde das Minjan Wollishofen schon seit Jahren ein grösseres Lokal ertragen, jedoch dürfte es ein offenes Geheimnis sein, dass ein grösserer Betrieb erstens grössere Risiken künftiger Entwicklung mit sich bringen und zweitens grundsätzlich die Frage lauten dürfte, ob man mit einem grösseren Betrieb nicht einen (weiteren) strukturellen Vorteil gegenüber Gemeinde-Synagogen aufgeben würde, nämlich schlanke Strukturen, Froneinsatz und direktere Entscheidungswege.
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Divrei Chassidim
Labels: Inyanei de Yuma, Kultuhr, Osten
Mittwoch, 7. Juli 2010
"Wenn Sie eine koschere CD rausbringen, bin ich der erste, der sie essen wird!"
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Divrei Chassidim
Labels: anti-system, CC Daily Schmonzes, Kultuhr, meisterwerk, Youtube
Sonntag, 21. Februar 2010
Ravid Kahalani und der Auftritt des Idan Raichel Project's in Zürich
Das Publikum wusste die bekannten und weniger bekannten Lieder zu verdanken und unterstützte gesanglich, wo möglich. Rührend war zu Ende des Konzertes das Solo von Maya Avraham, als sie "Ale Nisa Baruach" rezitierte, welches Raichel zuerst mit der seligen israelischen Volksmusik-Legende Shoshana Damari s"l aufgenommen hatte und eine der speziellsten Gesangsfreundschaften Israels ausgemacht hatte (Reportage des israelischen Fernsehens). Unterbrochen wurde dieser Koitus nur durch ein Mikrofon, das seine Dienste in den letzten Zügen des Liedes versagte.
Das Konzert gelang jedenfalls in eindrücklicher Weise und liest sich als grosse Ankündigung künftiger Auftritte der Gruppe in Zürich.
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Divrei Chassidim
Labels: Anomalia, Kultuhr, Schöni Momänt, Uaiuai-Schnulz des Tages, Youtube
Dienstag, 9. Februar 2010
Ausgangstipp: Asaf Avidan & The Mojos
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Divrei Chassidim
Labels: Eretz und Medine, Inyanei de Yuma, Kultuhr, Youtube
Donnerstag, 14. Januar 2010
Idan Raichel Project kommt nach Zürich
Eine erste Duftmarke setzen wir hier einmal mit einer kulturellen Avance und dem Vorschlag, man könne doch auch wieder mal ein Konzert besuchen. Und für einmal ist es nicht mit einer Spendensammel-Aktion verbunden oder mit einer Tombola, wo's gestrickte Socken zu gewinnen gibt, sondern einfach nur Kultur pur. Nämlich kommt der "Peter Gabriel des Nahen Ostens", wie es das Moods in der Konzertvorankündigung beschreibt, am 18. Februar 2010 nach Zürich. Es wird wohl eine etwas andere Aufmachung eines Konzerts sein, wie man es sich von ihm gewohnt ist, da das Motto des Abends unter Nicht-Strom a.k.a. Unplugged steht. Für diejenigen, welche nicht wissen, ob man Unplugged als Brotaufstrich oder im Lichte des Aufschlags des Halbtaxabonnaments zu verstehen habe, hat Chassidus Chübelsack in seinem Fundus einen Live-Mitschnitt eines Konzertes in diesem Sinne ausgebuddelt. Man möge sich also bitte um Tickets bemühen und aufhören, nach faulen Ausreden wie Pauchschmerzen, Pessach-Putzen und Ähnlichem zu suchen. San's grisst.
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Divrei Chassidim
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Samstag, 12. Dezember 2009
Channukah 2009 Mash-Ups von djBC und andere Sedö Lüeg's
Im Sinne der Patschgerei, des Vermischens in eine undifferenzierte neue Einheit, einer Fusion alter verschiedener Herkünfte stellt djBC dieses Jahr ein originelles Fusion-Projekt mit 8 verschiedenen Mash-Ups ins Netz, eines ist auf Youtube zu finden, der Rest auf seiner Homepage im Quicktime-Format. Headliner und CC's Favorit bleibt aber eindeutig die Judaisierung des Springklassikers von House of Pain. Sedö lüeg und Chag Sameach:
Falls jemandem noch eine Redux-Version der Channukah-Geschichte in G-dcast-Format ist, noch ein Sedö-lüeg:
Einstimmiger Favorit der Woche mit einer ellenlangen Huldigung für die unkonventionelle Methodik und die beste Rolle vorwärts "in action" ännet des Teichs geht eindeutig an Rabbi Moskovitz, auch bekannt als Rabbi Rambo in seiner Überzeugung, Sicherheit in Synagogen sei eine Verantwortlichkeit, welche auch durch das breite Publikum zu tragen ist. Unrecht hat er sicher nicht, das Resultat ist aber allemal sehr amüsant anzusehen, sedö lüeg:
Rabbi Rambo from Tablet Magazine on Vimeo.
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Divrei Chassidim
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Montag, 26. Oktober 2009
Das Lieben der Anderen
Freitag Abend also an der Rue Buffault in der portugiesisch-spanischen Synagoge gelandet, einer Gebetesstätte des Göttlichen Kitschs. Der Rabbiner ist auch ein Pfrabbiner, spricht am Freitag Abend geschlagene 15 Minuten von einer Redenkanzel. Der Aron haKodesh ist mit ca. 613 Meter hohen purpurnen Samt-Vorhängen bestückt, der Emporenbalkon des Arons sowie die ganzen Gänge mit einem ebensolchen Teppich. In der Mitte die Bimah mit viel Blingbling, Glanz und Schein. So. Und die Frauen? Die sitzen - wenn sie wollen - oben in den ersten Stock. Oder aber sie setzen sich auf diese seltsamen seitlichen Plätze, die fast einen Brügglifeld-Seitentribünen-Groove vermitteln (mit dem klitzekleinen Unterschied, dass Paris im Gegensatz zu Aarau eine Disco hat) und durchbohren die Männer mit prüfendem Blick während des ganzen Dawenens. Das Dawenen an sich ist auch nicht ohne. Der Chasan (Akustik durch Pringles-Mimik untermalend) steht mitten auf der Bimah und singt in Abwechslung mit erlaucht-erwählten Junioren-„Talenten“. Ganz vorne steht noch so einer mit Toga und Börni San-Hut, welcher aber nur Kaddeishim vorsagen darf, singt aber auch nicht übel. Herzstück der Kabbalat Shabbat bildet aber ein drei-bis-vier-köpfiger Männerchor, davon drei mit Anzug und Fliege und einer in Jeans und Kapuzenpulli, deren Qualifikationen ich hier mal nicht zu beurteilen wage. Der Kapuziner jedenfalls hatte sicher vor allem andere Stärken. Eine war es beispielsweise, die Endsilben jeder Einlage (obschon er vorher nicht ein Wort richtig ausgesprochen hatte) mir expressis vocis voll ins Ohr zu gargeln, was ich natürlich in meiner üblichen Vor-Shabbes-Schlaftrunkenheit ungemein zu schätzen wusste. Ungemein. Zu erwähnen bleiben in Frankreich dann natürlich auch die Gabbaim. Die führen einen speziellen Anzug und einen wahrhaften, geschwungenen und ornierten Napoleon-Hut spazieren, im Andenken dessen, dass Napoleon den französischen „Consistoire Central des Israelites“ (a.k.a. den frz. SIG) gegründet hatte. Auch gut.
Der Abend ging dann irgendwo zwischen marrokanischem Couscous, israelischen Wein und saftigen Früchten zu Ende.
Shabbes Morgen dann Akt II an der Rue Buffault, wieder ein sfardisches Dawen-Spektakel, wobei man sich vorsorglich mit den Gebetszeiten auseinandergesetzt hatte, entsprechend spät aufkreuzte und zudem Verstärkung in personam Tanelchens und seiner Versprochenen geniessen durfte.
Anschliessend solitär-elitärer Spaziergang durch Montmartre, Sacré Coeur und spektakulärer Ausblick auf den Eiffelturm und gemütlicher Ausklang des Siebten Tages.
Wie vereinbart gab man sich dann einen Höhepunkt koscherer Kulinarik in Paris, welcher an dieser Stelle wärmstens empfohlen wird: Besuch des Restaurants "Darjeeling". Vor der Türe merkt man nicht mal, ob man wirklich am richtigen Ort ist, dezente Platzierung der Mesusa und keine Leuchtraketen um den Hechsher. Dafür leuchtet das Restaurant in orange, gelungener Farbe und typisch indischen Ornamenten und einer gut getroffener Lautstärke der passenden Hintergrundmusik. Die Menüs machen Angst, weil man etwa eine Stunde braucht, bis man alles gelesen hat (darunter auch ein geschichtlicher Abriss über Indien und seine Juden), Vorspeisen bis zum Umfallen, Dal, Naan und Curries soweit das Auge reicht. Für die schwachen Phasen des Gurens hat es eine ganze Seite Vegetarisches, ansonsten alles Mögliche mit wenig Rind, viel Poulet und exquisitem Lamm. Und dazu natürlich eine koschere Weinkarte, deren Inhalt in Zürich teils nicht mal im Laden so preiswert ist. In Kürze: Man hatte sich vorgenommen, nicht zu viel zu essen, weil die eigentliche Hochzeit noch bevorstand. Und scheiterte kläglich und hochkant. Ein Feuerwerk und ein absolutes Muss für jeden heimischen Paris-Besucher (angeblich gehen nicht-jüdische Inder ins Darjeeling, wenn sie in Paris essen wollen wie zuhause - ein Merkmal, das sich die koscheren Institutionen in der Schweiz mal qualitätsmässig vor Augen führen möchten).
Der Rest ist schnell erzählt. Man wünscht jedem Schweizer Juden, mal an einem Sonntag an der Rue de Rosiers vorbeizuschlendern und Falaffel- und Shwarmastände mit einer Schlange draussen zu bewundern, welche die monatliche Anzahl Besucher bei Van Djik in den Schatten stellen. Da stehen Myriaden von Ladenbesitzer draussen auf der Strasse, drücken Dir nach Bezahlung eine Quittung in die Hand und Du gehst dann hin und holst Dir an der Aussentheke Deine Bratkuh ab. Wahnsinn (und wiederum: bei Weitem nicht nur Vertreter der Volksfront von Judäa). Mal ganz abgesehen davon, dass das Quartier für Flanierer und sonstige Vorigzeithabende etwas vom Angenehmsten in dieser Art in Europa ist.
Der Rest ist dann ziemlich schnell erzählt. Hochzeit, sehr schmackhaft gestopfte Gänse (aller Art), die spontane Yareach-Einlage und viele Lechayims vor einer viel zu kurzen Nacht mit anschliessender Katze und der Supergau, welcher natürlich nicht fehlen durfte: Um 13:27 Login am Arbeitsplatz.
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Divrei Chassidim
Labels: Anomalia, churban brünzel, Eretz und Medine, Gid Hanashe, Kultuhr, Polnisches Frischfleisch, Schwarma
Dienstag, 22. September 2009
JLeague goes San Siro / Muse "live" im italienischen TV
Wurde zwar in der Schweiz zwar online bereits abgehandelt und kommt etwas ausgelutscht daher: Muse tut im italienischen TV so, als würden sie live spielen, Bellamy sieht am Schlagzeug etwa so aus wie ich an einer Querflöte. GGK, "our drummer here Matt"!
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Divrei Chassidim
Labels: Kultuhr, simchesnaches, Youtube
Donnerstag, 3. September 2009
Kult-Uhr: Matisyahu's neue CD "Light"
Tönt deutlich ähnlicher wie "The Streets" als das letzte Chassidic Song Festival, aber vielleicht ist das auch gar nicht so ein schlechtes Zeichen...
Und noch ein Stück aus dem vergangenen Jahr. Manchmal hat man das Gefühl, das jüdischste an Setup und Liedern seien die Peyes und das Oioioi.
Donnerstag, 27. August 2009
Punk Meyer
An dieser Stelle sei eine kleine Anekdote wiedergegeben, welche im Kult Online (wärmstens zur Lektüre empfohlen) letzthin erschienen ist. Der anzupreisende Kolumnatör heisst Thomas Meyer und ist dem Anschein nach auch jüdisch (der Chug Genealogie für Schlaflose ist jedenfalls bereits avisiert und hat seine Aussenkorrespondenten zur Ahnenforschung nach Gummihalslandia und in die Vorbezirke Novosibirsk ausschwärmen lassen). Jedenfalls war er zu einer Hochzeit in Israel geladen und hat seine Eindrücke folgendermassen zusammengefasst:
Man schleppt sich
Mein Freund Gad aus Israel hat mich an seine Hochzeit eingeladen. Schon am Flughafen Zürich beglückwünschte mich der Sicherheitsbeamte, als ich the reason of my journey angab: "Ah! A wedding! Masel tov!" Selbiges dann in Tel Aviv, als mein Pass gestempelt wurde: "A wedding! Masel tov!"
Am nächsten Tag traf ich mich mit Freunden von Gad für die gemeinsame Anreise zum Fest, das in einem Kibbutz im Norden stattfinden sollte. Wie sich herausstellte, war ich der einzige in Anzug und Krawatte, was die Frauen dazu ermunterte, die jüdische Mutter in ihnen ausrufen zu lassen: "But you're going to be hot!"
Mindestens siebenmal musste ich beschwören, dass ich mich trotz Jackett und Krawatte wohlfühle, und selbst wenn nicht; hier heirate schliesslich einer, da stehe es ja wohl ausser Frage, dass man sich in Schale werfe.
Schallendes Gelächter; dies sei Israel, hier müsse man nichts. Don't be so Swiss!
Im Kibbutz angekommen, begrüsste mich Gads Vater: "How do you do?"
Ich: "I'm fine, thank you, Sir."
Er: "Do you know why they say this?"
Es ist sehr jüdisch, einander Wissen zu vermitteln, auch wenn man eigentlich gar nicht will, aber hier lohnte es sich: "Because in New York, the Jews greeted each other by: Nu, wus macht a Jid?; and the Americans, they made out of this: How do you do."
Ich: "Okay, wus macht a Jid?"
Er: "Nu, man schleppt sich."
Es ist auch sehr jüdisch, dass man sich schleppt. Man schleppte sich also in den Garten, wo die Zeremonie begann. Sie wurde von einem freundlichen jungen Rabbiner geführt, der eine enorme Nase hatte.
"Hat aber eine enorme Nase, der Jud", dachte ich mir, und dann: "Thomas! Du sollst nicht solche Sachen denken! Bist doch selber Jud!" Aber so passiert das halt dann im Kopf. Auch beim Jud.
Der Rabbiner sang, die Gäste sangen, Gad gelobte, im Falle einer Scheidung 20 Kamele zu bezahlen, was etwas anachronistisch war, man rechnet heute eigentlich in Dollar, und dann ging man über zu Speis und Tanz. Vor allem aber zum Trank.
Später sprang die Braut im Brautkleid in den Pool, und dann sprangen alle anderen in den Pool. Ich war totally Swiss und schonte meinen Anzug. Schliesslich kotzte die Braut noch auf die Tanzfläche, um sich dann im Schoss ihres Gatten niederzulassen, von wo sie nicht mehr wegzubewegen war, was ihn sehr amüsierte.
Sollten Sie die Möglichkeit haben, an einer jüdischen Hochzeit teilnehmen zu können: Schleppen Sie sich hin, es ist sehr lustig.
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Divrei Chassidim
Labels: anti-system, gute_besserung, Kultuhr, tribute, Youtube
Sonntag, 16. August 2009
Kulturtipps: EPHRYME und Oi-Va-Voi
Einerseits also der Link zur obgenannten Combo, welche natürlich auch Ihren eigenen MySpace-Auftritt hat. Originell ist die Verbindung von Hip Hop und Klezmer allemal.
Zudem sei dann noch auf das Theaterspektakel hingewiesen, das derzeit an den Gestaden des Zürichsees vor Wollishofen seine Zelte aufgestellt hat. Neben selten sehr originellen Strassenkünstlern und Nutella-Crêpes gibt's da ja auch handfeste Künstler zu sehen. So tritt am Mozei Shabbat, 29.8.2009, also in knapp zwei Wochen, da Oi-Va-Voi auf. Die einen mögen's kennen, die anderen haben etwas verpasst. Wie im Übrigen auch alle die, welche am selben Abend lieber nach Witerthur ans Lamb-Konzert gehen. Aber wahre Männer setzen eben Prioritäten.
Donnerstag, 9. Juli 2009
Der 17. Tamus und eine Chumres-Innovation
Schkuzim mit Piercing in der Wirbelsäule
Man liegt in Ödnis auf dem Sofa. Erholt sich von den Strapazen des Alltags, der einen doch so regelmässig einholt. Jappst nach Luft und denkt an Lasagne. Schmierige, leckere Lasagne mit Mozzarella-Bindfäden, dass man vor lauter Gabeldrehen massig Krämpfe kriegt, natürlich obendrauf gleich auch noch mit Parmesan, dazwischen Bechamel-Sauce, frische Tomaten, Pilze, Marshmallows, Sirup und ...
Aufwachen. Draussen ist immer noch hell und vor allem immer noch 17. Tamus. Zur Erinnerung für all jene, welche wie jedes Jahr am Ende des Tages angekommen sind und nicht mehr wissen, wozu das ganze eigentlich dient:
- Mosche zerbricht die Luchot (wohlbemerkt im Präsens, da jedes Jahr von neuem)
- Das Korban Tamid wird unterbrochen
- Die Stadtmauer von Jerusalem werden durchbrochen;
- Apostomos verbrennt die Torarolle;
- Im Tempel wird ein Götzenbild aufgestellt.
Jedenfalls ist mir heute vor lauter Traurigkeit noch eine sehr teilenswerte Chumre in den Sinn gekommen, die ich in keiner Weise vorenthalten möchte:
Man sollte demnach an einem Fasttag auf keinen Fall das Fahrrad verwenden. Erstens ist dies natürlich ein absolut unpässliches (passt sech nisch, kännsch) und schweisstreibendes Fortbewegungsmittel, welches zumindest dem Sinn des Tages schon diametral entgegensteht (Die Tennisturniere, welche auf Machanot regelmässig und Fastobligatorium als Teilnehmerbeschränkung mit Plastiktennisschlägern und Schaumgummiball auf einem effektiv eingezeichnetem Tennisfeld und Austragung nach Grand Slam-Modus bleiben hier auf jeden Fall unerwähnt). Und zweitens möchte man ja auch nicht während des Fahrens in einem Zustand akuten Sauerstoffmangels nach Luft ringend plötzlich unerbetene Schkuzim im Schlund wiederfinden, die dann drei Minuten vor Fastenende jäh einen Fastenabbruch provozieren und so den ganzen Spass verderben.
Darum eben die Chumre der Fasttage (bitte wenn möglich gleich während den ganzen 3 Wochen): Keine Velofahrten ohne Imker-Netz!
Zom kal, moil und baldbaldsonntag
Ich hab's versucht, aber ich kann mir den Link nicht verkneifen, Piich!
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Warzenschnuffel
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19:47
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Divrei Chassidim
Labels: Anomalia, anti-system, Koscher Guerilla, Kultuhr, Missing Lutz
Mittwoch, 8. April 2009
Pessach: Zeit der ungesunden Geister
Dies war heute Morgen im Heimischen Stibel nicht ganz so evident. Bei der Planung der all 28jährlichen Birkat Hachama gingen schon vor dem grossen Auszug die Gemüter in die Offensive und es bedurfte einer gewieften Karmaleistung, diesen Anlass am Ende doch noch geordnet über die Bühne gehen zu lassen. Wenn da nur nicht diese öden Wolken gewesen wären.
Wenigstens haben wir den Sijum gefeiert, wo es u.a. darin heisst, wir stünden zu Divrei Tora auf, sie aber seien Joshvei Kramim. Für einmal waren wir sozusagen die Omdei Kramim...
Wir möchten ausserdem die Gelegenheit nutzen, unserer lieben M&A-Grossgemeinde für ihren ausgiebigen Mailverkehr der vergangenen Wochen zu nutzen. Nachdem wir mit der Tachles-Beilage sozusagen in einem Nebensatz die journalistische Unabhängigkeit abgemurkst haben, welche noch vor einem Jahr so gross geschrieben war, dass bei jeder auch noch so lächerlichen Gelegenheit auf jegliche Entscheidung aus allen Rohren geschossen wurde, während jetzt anscheinend eitler Sonnenschein herrscht, hat man sich anscheinend auch noch zu ein paar wagemutigen Mailkommunikationen hinreissen lassen. So wurde speziell erwähnt, dass die Starbucks-Kaffeebohnen am Pessach erlaubt seien (Wo genau soll ich die mahlen, in meiner gewöhnlichen Alljahres-Maschine?). Der Eruw Tawschilin ist zudem lediglich "von Vorteil" (war er denn schon mal von Nachteil? Sollte die Formulierung nicht etwas klarer ausfallen?). Im FC Hakoah ist man diesbezüglich schon einiges deutlicher, da weiss man schon, dass die "Mazza nicht ein guter Freund von uns ist".
Zudem sind wir höchst geehrt, den Titel der Chumre des diesjährigen Pessachs doch noch verteilen zu dürfen. Angeblich ist es gemäss einer Meinung inzwischen schon nicht mehr ausreichend, den Ofen mittels Erhitzung auf 500° C und Pyrolyse zu erwärmen, um ihn zu kaschern. Gute Besserung, man lernt nicht aus.
CC wünscht in diesem Sinne der gesamten Bloggergemeinde quer auf dem ganzen Planeten einen gefreuten Payssech, eine fröhlich-solide Verdauung und Chag sameach!
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Gonzalez Tripolensis
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07:47
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Divrei Chassidim
Labels: Anomalia, anti-system, Inyanei de Yuma, Kultuhr
Mittwoch, 18. März 2009
Unsägliches Gegurke
Da verbringt man einen geruhsamen Abend zuhause und zappt zwischen Facebook-Bilderhochladen und Zahlungen kurz auf die Cup-Viertelfinalpartie St. Gallen - FC Constantin (auch ein CC). Wohlbemerkt: St. Güllen spielt in der Challenge League bringt für diesen Match satte 20'000 Zuschauer zusammen. Dagegen tritt die Mannschaft an, die sich trotz unsäglichem Coach-Präsi-Schlafsack-Mullah trotzdem nicht aus dem Wallis verscheuen lässt. Und aus unerklärlichen Gründen zappt man dann nicht weiter. Denn was da einem serviert wird, ist für bezahlten Fussball schon kaum mehr nachzuerzählen. Da werden Pässe, Freistösse, Einwürfe direkt ins Aus gespielt. Da geschehen Eigentore seltener Güte, werden Chancen versemmelt und irgendwo dazwischen darf sich sogar Domingues den Ball skandalös weit vor den Verteidiger legen, kommt trotzdem noch zum Ball und versenkt trocken zur Halbfinalqualifikation. So einfach wär's eigentlich, wenn's doch nur etwas ansehnlicher wäre für die Fans. Wenn.
Übrigens hat Kollege Djourou wieder mal in London an die Wäsche dürfen. Erzielt ebenfalls per Eigentor das 0:1, wofür er aber redlich wenig kann, kann sich aber einen gewonnenen Zweikampf per Kopf gegen den Torhüter gutschreiben lassen. Was aber herzlich wenig daran ändert, dass Gallas bei der anschliessenden Verwertung massiv im Offside steht (Siegestor also von den beiden Innenverteidigern erzielt, auch dies wäre in der Schweiz ziemlich undenkbar).
Auf jetzt Zürich, nachmachen!
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Gonzalez Tripolensis
um
00:14
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Divrei Chassidim
Labels: 24.05., AGL, blutgrätsche, Kultuhr