Dienstag, 14. Juni 2011
Kugelmann obsiegt vor Obergericht
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Divrei Chassidim
Labels: Gid Hanashe, gute_besserung
Donnerstag, 2. Juni 2011
44 Gründe, das religiöse Judentum zu verlassen
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Divrei Chassidim
Labels: anti-system, de tergo, Gid Hanashe, Gourmessa
Sonntag, 22. Mai 2011
Baranes neuer Restaurateur der ICZ?
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Divrei Chassidim
Labels: de tergo, Gid Hanashe, Gourmessa, Lokalgeschwafel, Nebbisch
Montag, 28. Februar 2011
Das letzte Post von Onkel Lino
Auf jetzt, Onkel Lino, eine vo ois!
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16:31
1 Divrei Chassidim
Labels: 13.05., de tergo, epos, Gid Hanashe, schnauze und strampeln
Dienstag, 5. Oktober 2010
Impressionen aus dem Heiligen Land
Aber Tel Aviv ist auf seine Art auch ein verrückt geiles Pflaster. Das Wort Flanieren entstammt nach CC-Nachforschungen eigentlich aus dem Hebräischen. Die Wurzeln sind zwar nicht ganz klar, aber wer mal auf der Tayelet, Shuk haCarmel, Shuk Bezalel, dem Shuk haPishpushim in Yaffo, auf Sheynkin, der Ben-Yehuda oder Diesengoff (nicht abschliessende Aufzählung) unterwegs war, kann dies bezeugen. Unter anderem fällt man innerhalb von Gruppen immer wieder zurück, weil man gar nicht genug kriegt von diesen wahnwitzigen Konversationen, Diskussionen und unnachahmlichen Verkaufsgesprächen. Ein Genuss sondergleichen. Ebenfalls ein Besuch wert ist inzwischen die Hafengegend im Norden mit einer Höllenaussicht auf die nächtliche Meeresgischt.
Um den hiesigen Schabbestischen die Konversationsthematik Nr. 1 nicht zu nehmen, wollen wir an dieser Stelle auch auf die kulinarischen Entwicklungen im Land von Milch und Honig Rücksicht nehmen. Im Gegensatz zum untenstehenden Autor habe ich mich in 10 Tagen Aufenthalt mit lediglich zwei Löffeln Cottage und einem Milkshake zufriedengegeben, sonst nur Fleisch. Ging los mit dem legendären Shwarma vom "Shemesh" auf Jabotinsky in Ramat Gan, geht über das g-a-n-z-e Menü der Burgers Bar (Lammburger oder die scharfe 300g-Keule), dem Jem's in Ramat Gan (Rib-Eye Entrecote!) sowie dem obligaten Besuch am Freitag um 12:00 in Fertigwaren-Verkaufslokalen von Bnei Brak:
"Ist das dieser unförmig grosse Topf da hinten Tschulent?"
"Ja, aber der ist noch nicht bereit." Und schon hatte ich wieder dieses glückselige Lächeln im Gesicht, sodass ich mich mit einer einfachen Portion gesüsster gehackter Leber zufrieden gab. Ah ja, eine Ankündigung des Weltuntergangs und atomaren Supergaus habe ich auch noch entdeckt. Klickt auf das Bild und vergrössert es, die Lektüre jeder einzelnen Zeile lohnt sich!


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Divrei Chassidim
Labels: CC Daily Schmonzes, Eretz und Medine, Gid Hanashe, Polnisches Frischfleisch, Schöni Momänt, simchesnaches, Tu Bishvat
Dienstag, 6. Juli 2010
Gastronomie an der Côte d'Azur: Restaurant Binoutche in Juan-les-Pins
Fazit: Der Besuch ist für fleischophile Südfrankreich-Besucher mehr ein Muss als ein Soll. Juan-les-Pins ist auch für ein abendliches Flanieren entlang der Strandpromenade absolut zu empfehlen und in vielem deutlich freundlicher als die ungleich grösseren Cannes oder Nizza.
Binoutché-Chassidus Chübelsack-Spezialofferte: Besucht bei Eurem nächsten Côte d'Azur-Besuch das Binoutché in Juan-les-Pins, erwähnt, dass Ihr auf Empfehlung von Chassidus Chübelsack gekommen seid und kommt so in den Genuss einer 20%-Reduktion auf Eurer Konsumationsrechnung.
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13:58
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Divrei Chassidim
Labels: Gid Hanashe, Kamera umgehängt und ab, Koscher Guerilla, Polnisches Frischfleisch, Topften
Sonntag, 21. Februar 2010
Die Routine des Schnitzers
S: Aufpassen, sonst schneide ich Sie auch noch. Weiss aber nicht mehr, ob von Ihnen (was mich ja zu einer mitteleuropäischen Rarität machen würde).
B: Schade, schon passiert. Bei wieviel sind wir inzwischen eigentlich angelangt?
S: Weiss auch nicht so genau, wohl um die 5760, muss mal nachsehen. (Ein paar Minuten später die Bestätigung: fünfttausendsiebenhundertzweiundsechzig).
Dinge, die man sich einmal vor Augen führen muss. Und ja, der Koffer war auch da.
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Divrei Chassidim
Labels: churban brünzel, Gid Hanashe, meisterwerk, Polnisches Frischfleisch
Samstag, 7. November 2009
Paolo Di Canio's kleine Schwester
Zu viel Inhalt reicht's so kurz vor dem Abschwirren in die verspäteten Sommerferien nimmer. Jedenfalls sei den Verbleibenden mit einem kurzen Hinweis auf überschwängliche Fairness und gerechte Zweikampf-Führung sei folgenden Special kolportieren:
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Divrei Chassidim
Labels: Anomalia, de tergo, Gid Hanashe, Youtube
Montag, 26. Oktober 2009
Das Lieben der Anderen
Freitag Abend also an der Rue Buffault in der portugiesisch-spanischen Synagoge gelandet, einer Gebetesstätte des Göttlichen Kitschs. Der Rabbiner ist auch ein Pfrabbiner, spricht am Freitag Abend geschlagene 15 Minuten von einer Redenkanzel. Der Aron haKodesh ist mit ca. 613 Meter hohen purpurnen Samt-Vorhängen bestückt, der Emporenbalkon des Arons sowie die ganzen Gänge mit einem ebensolchen Teppich. In der Mitte die Bimah mit viel Blingbling, Glanz und Schein. So. Und die Frauen? Die sitzen - wenn sie wollen - oben in den ersten Stock. Oder aber sie setzen sich auf diese seltsamen seitlichen Plätze, die fast einen Brügglifeld-Seitentribünen-Groove vermitteln (mit dem klitzekleinen Unterschied, dass Paris im Gegensatz zu Aarau eine Disco hat) und durchbohren die Männer mit prüfendem Blick während des ganzen Dawenens. Das Dawenen an sich ist auch nicht ohne. Der Chasan (Akustik durch Pringles-Mimik untermalend) steht mitten auf der Bimah und singt in Abwechslung mit erlaucht-erwählten Junioren-„Talenten“. Ganz vorne steht noch so einer mit Toga und Börni San-Hut, welcher aber nur Kaddeishim vorsagen darf, singt aber auch nicht übel. Herzstück der Kabbalat Shabbat bildet aber ein drei-bis-vier-köpfiger Männerchor, davon drei mit Anzug und Fliege und einer in Jeans und Kapuzenpulli, deren Qualifikationen ich hier mal nicht zu beurteilen wage. Der Kapuziner jedenfalls hatte sicher vor allem andere Stärken. Eine war es beispielsweise, die Endsilben jeder Einlage (obschon er vorher nicht ein Wort richtig ausgesprochen hatte) mir expressis vocis voll ins Ohr zu gargeln, was ich natürlich in meiner üblichen Vor-Shabbes-Schlaftrunkenheit ungemein zu schätzen wusste. Ungemein. Zu erwähnen bleiben in Frankreich dann natürlich auch die Gabbaim. Die führen einen speziellen Anzug und einen wahrhaften, geschwungenen und ornierten Napoleon-Hut spazieren, im Andenken dessen, dass Napoleon den französischen „Consistoire Central des Israelites“ (a.k.a. den frz. SIG) gegründet hatte. Auch gut.
Der Abend ging dann irgendwo zwischen marrokanischem Couscous, israelischen Wein und saftigen Früchten zu Ende.
Shabbes Morgen dann Akt II an der Rue Buffault, wieder ein sfardisches Dawen-Spektakel, wobei man sich vorsorglich mit den Gebetszeiten auseinandergesetzt hatte, entsprechend spät aufkreuzte und zudem Verstärkung in personam Tanelchens und seiner Versprochenen geniessen durfte.
Anschliessend solitär-elitärer Spaziergang durch Montmartre, Sacré Coeur und spektakulärer Ausblick auf den Eiffelturm und gemütlicher Ausklang des Siebten Tages.
Wie vereinbart gab man sich dann einen Höhepunkt koscherer Kulinarik in Paris, welcher an dieser Stelle wärmstens empfohlen wird: Besuch des Restaurants "Darjeeling". Vor der Türe merkt man nicht mal, ob man wirklich am richtigen Ort ist, dezente Platzierung der Mesusa und keine Leuchtraketen um den Hechsher. Dafür leuchtet das Restaurant in orange, gelungener Farbe und typisch indischen Ornamenten und einer gut getroffener Lautstärke der passenden Hintergrundmusik. Die Menüs machen Angst, weil man etwa eine Stunde braucht, bis man alles gelesen hat (darunter auch ein geschichtlicher Abriss über Indien und seine Juden), Vorspeisen bis zum Umfallen, Dal, Naan und Curries soweit das Auge reicht. Für die schwachen Phasen des Gurens hat es eine ganze Seite Vegetarisches, ansonsten alles Mögliche mit wenig Rind, viel Poulet und exquisitem Lamm. Und dazu natürlich eine koschere Weinkarte, deren Inhalt in Zürich teils nicht mal im Laden so preiswert ist. In Kürze: Man hatte sich vorgenommen, nicht zu viel zu essen, weil die eigentliche Hochzeit noch bevorstand. Und scheiterte kläglich und hochkant. Ein Feuerwerk und ein absolutes Muss für jeden heimischen Paris-Besucher (angeblich gehen nicht-jüdische Inder ins Darjeeling, wenn sie in Paris essen wollen wie zuhause - ein Merkmal, das sich die koscheren Institutionen in der Schweiz mal qualitätsmässig vor Augen führen möchten).
Der Rest ist schnell erzählt. Man wünscht jedem Schweizer Juden, mal an einem Sonntag an der Rue de Rosiers vorbeizuschlendern und Falaffel- und Shwarmastände mit einer Schlange draussen zu bewundern, welche die monatliche Anzahl Besucher bei Van Djik in den Schatten stellen. Da stehen Myriaden von Ladenbesitzer draussen auf der Strasse, drücken Dir nach Bezahlung eine Quittung in die Hand und Du gehst dann hin und holst Dir an der Aussentheke Deine Bratkuh ab. Wahnsinn (und wiederum: bei Weitem nicht nur Vertreter der Volksfront von Judäa). Mal ganz abgesehen davon, dass das Quartier für Flanierer und sonstige Vorigzeithabende etwas vom Angenehmsten in dieser Art in Europa ist.
Der Rest ist dann ziemlich schnell erzählt. Hochzeit, sehr schmackhaft gestopfte Gänse (aller Art), die spontane Yareach-Einlage und viele Lechayims vor einer viel zu kurzen Nacht mit anschliessender Katze und der Supergau, welcher natürlich nicht fehlen durfte: Um 13:27 Login am Arbeitsplatz.
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Divrei Chassidim
Labels: Anomalia, churban brünzel, Eretz und Medine, Gid Hanashe, Kultuhr, Polnisches Frischfleisch, Schwarma
Samstag, 14. März 2009
Long forgotten nochmal: Chassidus Chübelsack auf dem Whiskyschiff am 27. November 2008
Penizillin und Biederkeit
Die Kulisse stellt die gewöhnliche Flotte der Zürichsee-Schiffe, welche regelmässige auch Plattform für verschiedene kulinarische Ausstellungen darstellt. Unter anderem stiefeln auf dem Schiff während der Malzausstellung langnäsige Damen mit fehlenden Absätzen in dunklen und hipledrigen Outfits herum. Wie es für Frauen typologisch eigen ist, ist es einfacher, bei ihnen in der Nähe stehend Aussagen über die erprobten Produkte aufzuschnappen. Was für sich schon ein eigenes Vergnügen darstellt. So kommt man in den ersten Minuten nämlich bereits zu Vorlagen eindrücklicher Aussagen wie "schmeckt wie Medizin", "es gnüegelet" oder "händ Sie au echli Cola dezue?". Oder assistiert Ausführungen über die "Sexyness" des Bowmore-Plakates. Ein paar rüstige Schweizer im Ausgang, die aber aussehen wie Gummihälse, hängen derweil neben einer Vielzahl Fokuhilas und Locos-Mützen um des Styles Willen um die Stände des japanischen Whiskys herum. Was für Linux ein weiterer Grund zum Frotzeln ist. Gohourens lässt sich derweil bei der ersten Probe, angestachelt durch das "Ambiente", zu Aussagen provozieren wie "schmeckt nach Menschenfleisch". Es riecht derweil hauptsächlich nach Hoffikiis, ranzigen Morcheln und Penizillin. Und ein Tunti fragt: "Ist das jetzt aus Weizen?" Einige Frauen stehen nach Volzug ihres kurzen Testprozederes an den Tresen, sabbern alte schottische Aussteller an, in der Hoffnung, die nächste Nacht in einem alten Bourbon zu verbringen. Und vermasseln sich dann alles mit der Bitte um Eis für ihren 30-jährigen Laphroaig. Und die erste eigene Erkenntnis dringt durch: Sherry blockiert den Gaumen wie eine Strassensperre, ist Galle für das Gemüt und wir verzichten deshalb a priori und präventiv auf die Dalmore-Range.
Testsieger: Bowmore 10y mit Finish im Bordeaux-Fass
Und somit direkt zu den Fakten des Abends. Der 12jährige Finlaggan schmeckt wie salziger Sand am Meer und als lecke man an einem vertrockneten fruchtigen Weinkorken. Zur sich wohl entwickelnden Salzigkeit kommt nach wenigen Augenblicken torfige Wohligkeit hinzu. Mit diesem Whisky will man alt werden. Daneben wirkt das gleichnamige Produkt zu 63% im Bourbon-Fass wie 3 Wochen nicht gewaschene Socken kombiniert mit finnischem Tannenholz. Der 18-jährige Rosebank Old Malt Cask wie eine schwangere Himbeere, der Bowmore 23y, cask strenght wie Lachskaugummi an der Pforte des Torfhimmels, der Glen Grant 21y wie eine Zitronenkapsel im Tschulentfass. Der Ledaig 10y wie ein Whisky zu einer Holekrasch oder für das sonntägliche Gipfelischiff. Und der Arsenallegionär kann inzwischen schon gar nichts mehr zuordnen, foazweg. Absolutes Highlight ist aber der zehnjährige Bowmore mit mehrwöchigem Abschluss in einem Bordeaux-Fass. Glücklich derjenige, der sich eine Flasche dort unter die Nägel reissen durfte oder eine geheime Quelle zu dieser Perle erschlossen hat.
Alles danach verkommt daneben zu angenehmem Dessert, reicht dem Vorläufer aber in keiner Hinsicht das Wasser. So auch der 17y Murray Mc David Caol Ila (Caol Ila gehört an sich eigentlich zu den absoluten Musts einer Geniesserzunge, welche eigentlich zu jedem Anlass passen), der, sich in einer Metaphase befindend, blendet, geschmacklich aber sofort stehen bleibt und steil abfällt. Ein kurzes Feuerwerk, das aber umso blumiger wirkt. Wie ein Youtube-Clip des 1. August-Feuerwerks. Oder aber der 13y Signatory Glen Roth mit einem variantenreichen Abschluss, der je nach zerebralem Zustand aber sehr würzig wirkt und bis in die Knie wirkt.
Kurzum: Chassidus Chübelsack freut sich schon heute auf den diesjährigen November, der dem nebligen Choref Sman-Blues entschieden entgegentritt und uns ein erneutes Highlight des Jahres apportieren wird. Lösch-WAU!
Vorgemerkt: Dieses Jahr wartet CC mit einem kulturellen Höhepunkt auf. Am 12. Juli steht das Rigi-Schwinget an, wozu eine Delegation entsandt wird und zu gegebener Zeit gebührlich rapportieren wird.
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Divrei Chassidim
Labels: Gid Hanashe, Gourmessa, Schöni Momänt
Montag, 19. Januar 2009
Kannibalenupdate Eight25
Wenn man jedenfalls vom Internetauftritt des Restaurateurs Klas Rittri schliessen will, dessen Aufnahmen und Professionalität schon mehr als ein simples Amuse-Bouche darstellen, kann der neugierige durchaus mit einem interessanten Projekt rechnen. Natürlich wird eine Gesandtschaft von Chassidus Chübelsack auch diesem Projekt ins Maul schauen und an dieser Stelle zu gegebener Zeit zu berichten wissen.
PS: Interessante Anekdote am Rand. Als der ICZ-Vorstand im Herbst einen Empfang spendete, wurden bereits Catering-Produkte von Eight25 serviert, worauf vereinzelte Fingerlecker sich bereits nach Reservationsmöglichkeiten erkundigten...
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Divrei Chassidim
Labels: Gid Hanashe, Gourmessa, nicht übel
Montag, 27. Oktober 2008
G-dcast und Nextbook
G-dcast: Parshat Bereshit from g-dcast on Vimeo
Auf ein weiteres interessantes jüdisches Online-Kulturprojekt sei übrigens mit Nextbook verwiesen, u.a. mit dem Filmchen mit Titel Getting There Is Half the Fun (embed-Funktion wollte hier irgendwie nicht richtig, wer den Script dazu hat, her damit), also luegschman.
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Divrei Chassidim
Labels: Anomalia, Gid Hanashe, Kultuhr
Freitag, 24. Oktober 2008
Top Ten der Jontef-Herbstmanöver-Nervtöter 2008
Wir erklären das Herbstmanöver nun tatsächlich und hochoffiziell für beendet (obschon in uns allen noch der Böög brennt). Fertig mit der allzweitäglichen Nachmittags-Schlafanödung mit anschliessend obligatem Schlafentzug bis 02:00 morgens und entsprechender Hundsmiserabilität am Folgemorgen. Fertig mit Masslosigkeit und Völlerei. Fertig mit den Schüttelspasmen wedligen Stängelgemüses und lottriger Strauchblätter, fertig und basta. Neunzig Minuten durchgekämpft, Verlängerung entspräche dem Spielverlauf in keinster Weise. Zur Feier des Tages seien spontan die würgendsten Nervtöter des Moments und Augenblicks in einer klassischen Top Ten-Anordnung aufgezählt. Was man nicht runterzählen kann, gilt ja schliesslich auch nicht.
Demnach:
PPS: Man gratuliert sogleich ein zweites Mal. Urobinho und Gonzebio (Version Samba und nicht Portugues) haben heute wieder mal den Jackpot geknackt. Erst mal funzt gar nichts, die PS2 streikt und will erst nach Betätigung des Menus auf russisch aufleben. Dafür dann erst mal ein dickes torloses Unentschieden gegen Bahrain, gefolgt von Siegen gegen Israel und die Niederlande. Inzwischen hat sich da ein Duett mit Flanken und wuchtigen Kopfschmetterern in nahe und entfernte Torwinkel etabliert, dass es schon fast in den Augen zu glänzen beginnt. Finalrunde dann klaren Siegen gegen Angstgegner Wales, einer 70-minütigen Aufholjagd gegen Liechtenstein inkl. Verlängerung, dann ein weiterer Fudigegner, der gerade entfällt und dann das Grande Finale gegen Argentinien. Führung, dann Kopfballausgleich durch Pinkt-Saviola, dann Traumkombi zum 2:1, Ausbau der Führung, Anschlusstreffer zum Heimzittern und dann die grandiose Pokalübergabe mit Konfetti, alles und Filscharf. So macht der Donnerstag Spass. Simchesnaches den Gladiatoren, welche so in Würde und mit Plakette die Ära PES 2008 beenden durften - das Folgeprodukt wartet bereits in der Sihlpost auf die Auslieferung.
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1 Divrei Chassidim
Labels: 13.05., 24.05., AGL, blutgrätsche, die Juden und das Schweizerkreuz, Gid Hanashe, Inyanei de Yuma, simchesnaches, tribute
Sonntag, 6. April 2008
Die Grenzen von Kibbud Av VaEm
Vor ein paar Monaten machte in der JBlog-Sphäre eine Berichte-Serie die Runde, worin von den meist unangesprochenen Überschneidungspunkten zwischen der Ultra-Orthodoxie und Jugend als Opfer von sexueller oder körperlicher Gewalt die Rede war (Google findet relevante Texte unter Eingabe der entsprechenden Suchbegriffe in den Hunderttausenden). Unter anderem fand sich dabei die Aussage eines Sozialarbeiters eines Zentrums für Kinderopfer häuslicher Gewalt in Israel, welcher aussagte, auffallend viele der bei ihm Unterschlupf findenden Kinder entstammten orthodoxen Kreisen.
Letzte Woche fand sich auf www.nrg.co.il eine entsprechende Anfrage einer inzwischen erwachsenen, laizistischen Frau, ob die Verpflichtung der mütterlichen und väterlichen Ehrerweisung auch bestehe, wenn der betreffende Elternteil sich in physischer und psychischer Gewalt gegenüber Kindern - oder wie in ihrem Fall auch der Kindsmutter - übe. Die Gewaltsausübung erfolgte bemerkenswerterweise im betroffenen Fall auch durch verbale Impertinenzien. Rav Yuval Sherlo, Rosh Yeshiva der Hesder-Yeshiva von Petach Tikva hat hierauf eine Antwort verfasst, in welcher er (gekürzt und in freier Übersetzung) Folgendes äusserte:
Es schmerzt auch uns, Deinen Schilderungen zu folgen und diese zu lesen. Leider sprechen wir hier von einer sehr verbreiteten Realität, welche sehr schwierig zu behandeln ist. Allgemein ist in Familiensachen sehr sorgfältig und vorsichtig vorzugehen, um einerseits Beteiligte nicht zu verletzen und auf der anderen Seite sich selbst nicht aufzugeben.
Eines der ersten halachischen Prinzipe lautet "Das Deinige geht jedem anderen vor". Dies mag sehr egoistisch tönen. Wir werden einerseits dazu erzogen, gegenüber anderen immer Gutes zu tun (Gmilut Chassadim) und uns gegenüber der Aussenwelt zu öffnen. Vorher aber liegt es an uns, die eigene Identität und Einheit zu stärken.
Deshalb ist es auch nicht als Deine Pflicht zu betrachten, einen Prozess von Erniedrigung und Peinigungen zu durchgehen. Auch wenn es um Kibbud Av Vaem geht und Deine Situation es nicht ermöglicht, dieses allzu wichtige Prinzip anzuwenden: Du bist in diesem Fall nicht dazu verpflichtet. Es ist auf anderer Seite wichtig, dass Du - unter der angebotenen Hilfe Deiner Kinder - Deiner Mutter die notwendige Unterstützung anbieten kannst. Du kannst Deinem Vater Bedingungen für Deine Besuchabstattungen im elterlichen Haus auferlegen. Du kannst Deine Mutter - und ausschliesslich sie - einladen, vermehrt Zeit bei Dir zu Hause zu verbringen.
Auch wenn Dir dieser Weg vielleicht beschwerlich scheint - Du würdest das Richtige tun. Oftmals ist es gerade eine verstärkte Wirbelsäule und eine Abstützung auf das Prinzip von "Deines vor den Anderen", welches Dir die notwendige Kraft verleiht, Dein eigenes Gebiet, Deine Unabhängigkeit und die Kraft Deiner Eigenheit abzustecken. Du sollst diesen Weg begehen und ich glaube, so tust Du das Beste.
Viele von uns erinnern sich vielleicht an die narrativen Bände "Auf den Wegen unserer Weisen", wo u. a. die beispielhafte Erzählung zu finden war, nach welcher ein Rabbi einmal seine Mutter auf seinen Handflächen nach Hause gehen liess, weil ihr die Schuhe kaputt gegangen waren. Die Unterscheidung zu den obig geschilderten Umständen ist wohl nicht in allen Fällen sehr einfach und wahrscheinlich ist der von Rav Sherlo angezeigte Weg nicht unumstritten. Die dogmatische Erkenntnis, vorerst auf die eigene Gesundheit zu achten, bevor Gmilut Chassadim geübt wird, ist sicher ein Schritt.
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Divrei Chassidim
Labels: Anomalia, Gid Hanashe, Gueti Frag, Inyanei de Yuma
Donnerstag, 24. Januar 2008
Nullitas hilarum balabalaque
Des weiteren sei auf den Messirus-Nefesh Award für den Januar 2008 hingewiesen, der durch meine gespaltene Persönlichkeitsteile (im Stil von "I hear dead people") unisono an einen Fussballprofi verliehen wird. Lustig genug, dass der nun einem Namen gehorcht, der nicht ganz alltäglich ist, nämlich Bekim Kastrati. Noch viel brüllhafter (für uns hauptsächlich ironischer Art, für ihn dann doch eher in schmerzhafter Weise) ist die Tatsache, dass er als 28-jähriger Fussballprofi und Stürmer der Fortuna Düsseldorf ein schmerzhaftes Rencontre mit des Münchner Bayern Van Buytens Nocken hatte (PG, kännsch?), was in einer tiefen Risswunde an einem Testiculum resultierte, auch genannt Hodenriss. Schmerzen einer anderen Welt, shelo neda. Oder eben: Messirus-Nefesh-Award im Januar 2008 (vor allem aber deshalb, weil er bis Matchende einfach weiterspielte und das in einem Freundschaftsspiel!).
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Divrei Chassidim
Labels: Gid Hanashe, golaco, Youtube
Montag, 27. August 2007
Rav Ovadia und seine gewagten Äusserungen
Und wieder einmal hat sich der Herr Rabbiner Ovadia Josef zu einer wenig qualifizierten und sehr zweifelhaften Aussage durchgerungen: Zahal-Soldaten, welche im Krieg sterben, tun dies, weil sie keinen Shabbat halten.
Eigentlich braucht diese Aussage gar keine weiteren Bemerkungen. Lest die Geschichte selbst.
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Divrei Chassidim
Labels: Gazno?, Gid Hanashe, Wers glaubt...
Dienstag, 24. April 2007
Jom Haazmaut
Keine Angst, ich werde mich nicht in grundsätzlichen politischen Chauvinismus-Diskussionen verstricken.
War gestern an einer JH-Feier eingeladen (man kann's auch so nennen und zwar beides). Am Eingang wurde man gebührlich begrüsst und eingelassen, anschliessend ging es zur nicht-sicherheitstechnischen Eingangskontrolle. Irgendjemand fand dann heraus, dass ich nicht auf der "Gästeliste" war, das Problem wurde dann aber durch eine Rabattgewährung für die Schutzgeldzahlung des Monats April meinerseits rechtzeitig beseitigt.
Anschliessend Einlass und erste Beschauung des Publikums. Erstes Befremden: Nur verheiratete Paare (und einige Singles, liefen aber ausser Konkurrenz). Erstaunen und Bestätigung in einem, weil es wieder einmal zeigte, dass man in dieser Stadt wohl per non verbal agreement übereingekommen ist, dass es eben nicht dasselbe ist, wenn man verheiratet ist oder nicht und deshalb konkludent eine dementsprechende Zweiteilung der Gesellschaft vorgenommen wird. Das alles macht natürlich sehr viel Sinn, vor allem angesichts der Tatsache, dass wir ja so viele sind und deshalb ein natürlicher Cut entsprechend unausgesprochenen gesellschaftlichen und gar nicht willkürlichen Kriterien absolut zu befürworten ist.
Jedenfalls bin ich vor einer Flasche Red Label gelandet, was mich vor weitere Probleme stellte. Der Anlass liess in den ersten Zügen eine gewisse Verkrampftheit ("lasst uns fröhlich sein") erahnen. Schliesslich war aber die Versuchung erstens zu jäs und zweitens zu offensichtlich, als dass ich ihr hätte erlegen können.
Als alle ihre Plätze gefunden hatten (und was für welche), gab es eine kurze feierliche Eröffnung durch die Organisatoren mit einer offiziellen Eröffnung der Feier mit anschliessender Kerzenzündung, welche wohl eine laizistische Version von Nerot Chag/Shubbes darstellen sollte. Wiederum wurde eine symbolische mehrfache Teilung der Anwesenden vorgenommen, indem drei Lichter gezündet wurden: Eines durch diejenigen, welche sicher Aliyah machen werden, eines für diejenigen, welche sich noch nicht sicher sind, und eines für diejenigen, welche sicher sind, hier zu bleiben. Für die erste Kategorie wurde ein Zünder nominiert, für die zweite fand sich knapp noch ein Freiwilliger und für die dritte wollte sich dann überraschenderweise niemand prostituieren (wär ja auch beschämend, dies einzugestehen).
Für den Unterhaltungswert wurde noch ein Quiz zu Israel eingebaut (O-Ton: Leuts, sogar die Drittklässler zeigen jeweils mehr Begeisterung als ihr) mit anschliessender Tombola.
Nach mehrfachem Fressomat gab es dann Sketches aus der Sektion Israeli Comedy online und dann gab man sich (oder doch - fast - niemand richtig) noch das Karaoke zum Besten.
So, das wärs. Nun kann auch mein Arbeitstag beginnen...
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Divrei Chassidim
Labels: Gid Hanashe, Inyanei de Yuma
Donnerstag, 1. März 2007
Eine Verhurung für's Geld
Gestern habe ich mir, wie es sich für einen gut-bürgerlichen Schweizer gehört, die Hauptausgabe der Tagesschau angeschaut. Beim Bericht über den Al-Qa*da Prozess im Welschland hatte ich eine bekanntes Gesicht entdeckt, das sich daraufhin als Verteidiger der mutmasslichen Terr*risten entpuppte:
Sedo, Tagesschau-Beitrag
Wem's beim Namen noch nicht klickte, der sei informiert, dass sich dieser Herr auch an drei Tagen im Jahr an die Löwenstrasse begibt.
Mediawatch
Her Majesty
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Divrei Chassidim
Labels: Anomalia, Gid Hanashe, Inyanei de Yuma
Dienstag, 13. Februar 2007
De Zweit sitzt scho mal guet...
Am vergangenen Sonntag war Vorstellungsrunde des zweiten Kandidaten für die ICZ-Rabbinatsassistenz. Vorgestellt hat sich Peter Jeschajahu Balog, deutschsprachiger Rabbiner und Religionslehrer in Stuttgart, welcher vor einer Handvoll Interessierten über die Unterschiede und Gemeinsamkeiten in der Perzeption des homo religiosus und des Ish Hahalacha zwischen Rav S.R. Hirsch und J.D. Soloveitchik referierte.
Der Schiur erfolgte unter betontem Einbezug der Anwesenden, welche Auszüge interpretieren konnten und so eine angeregte und kreative Diskussion mitgestalteten.
Der Unterschied im Einbezug der Anwesenden und bezüglich die (akademischen) Verständnisebene im Hinblick auf die erste Vorstellung eines Rabbinerassistenz-Kandidaten eine Woche davor war augenfällig, wenn auch letzterer eine chassidischere und wärmere Stimmung vermittelt hatte.
Es muss auch zugestanden werden, dass ein Schiur auf solcher Ebene wohl nicht für alle das Mass aller Dinge ist. Ein Teil der Anwesenden hat im Anschluss an die Veranstaltung teils Mühe mit dem hohen Niveau geäussert.
Dennoch ist es wohl zu begrüssen, dass der Kandidat damit aufzeigen konnte, auf einem philosophischen Niveau der Gemeinde viel bieten zu können. Zudem sind in seinem Lebenslauf (Oberstufenlehrer und Doktorand in Deutschland, Talmudschüler an renommierten Jeschiwot in Israel) Elemente zu finden, die darauf hindeuten, dass er auch imstande ist, geistig leichtere Kost an den Mann zu bringen (zudem ist es für die teilnehmenden Kandidaten am Ende ein Wettbewerb, und wer will es da verübeln, dass einer aufzeigen will, was er kann).
Kurzum: ein ernsthafter Kandidat für die fragliche Position und ein Schiur, wie man ihn in Zürich zu selten zu hören bekommt.
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Divrei Chassidim
Labels: de tergo, Gid Hanashe, Lokalgeschwafel
Montag, 29. Januar 2007
Chübelsack-Änderungen und Magna Charta
Sack miteinander,
ich habe als erste Amtshandlung in meiner neuerdings zugestandenen Admin-Funktion (lebenslanger Dank sei hiermit dem bisherigen Diktator Her Majesty gewidmet) zwei Optionen unseres kreativen Kinderkanals verändert.
- Ab sofort erscheinen die Kommentare in einem Popup. Symbiotische Nutzen steigt somit direktproportional ins Unendliche.
- Ab sofort ist das Kommentieren nicht mehr nur den wahren Chassidim vorbehalten, sondern auch gewöhnlichen Proletariern möglich. Der symbiotische Nutzen steigt auch hier unermesslich, die Proportionen sind mir hier aber ein bisschen weniger klar.
- Bei Gelegenheit werden aktuelle Anlässe seitlich in einem dieser unbenützten Balken entsprechend gewürdigt (wirkt viel professioneller, damit genügen wir auch den gewerkschaftlichen Normen der UNIA
Den Änderungen wird eine Bestätigungsfrist von einem Monat ab Postabgabe zugestanden. Sollte der Widerstand überblickbar bleiben und die Reaktionen im gewohnten Mass bleiben (d.h. zwischen Winseln und Inexistenz), wird im bestehenden Rahmen weiterpubliziert.
Sie sind wohl unwürdig spezifisch erwähnt zu werden, jedoch seien angesichts der konsequenten Absenz gewisser Blogfaces zur Sicherheit dennoch die Maximen unseres Geltungsdrangs-Vehikels erwähnt:
- Känämä. Die Vorteile des Internets sind die absolute Anonymität und die Erlaubnis, fast alles zu vermelden, das wichtig genug erscheint, mitgeteilt zu werden. Sollten gewisse Einträge Eure Anonymität (geschweige denn diejenige Eurer Mitbloggologen) kompromittieren, tut Ihr Euch lieber ein weiteres, weniger anonymes Login zu. Entsprechende Anträge können mit Angabe einer abweichenden Mail-Adresse jederzeit gestellt werden.
- Besser irgendwas als gar nichts, Inhalt schadet im Allgemeinen aber nicht. Wie im wahren Leben wird auch hier die Quantität viel zu wenig geschätzt.
- Politische Correctness gehört in GVs, Gemeinschaftsworkshops für die Anonymen Pilzsammler und sonstige Gspürmi-Initiativkommittees, sicher nicht hierhin.
- We kol Israel yishmeu we yirau.
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12:26
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Divrei Chassidim
Labels: Gid Hanashe, Tu Bishvat
