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Dienstag, 14. Juni 2011

Kugelmann obsiegt vor Obergericht

An sich hat ja Bildung hier drin gar nichts verloren, sondern es geht prinzipiell und primordial nur um blutte Unterhaltung. Für einmal aber ein kleiner Nachholbedarf an Allgemeinbildung, einer Story, welche Schreibender entweder unbewusst in die Vergessenheit verdrängt oder schon gar nicht wahrgenommen hatte (selektive Medienwahrnehmung, kännsch).
Jedenfalls hat die Presse am Freitag eine Entscheidung des Zürcher Obergerichts wiedergegeben, wonach einer Ehrverletzungsklage von Josef Bollag gegen Yves Kugelmann nicht stattzugeben sei (sehr unjuristische Wiedergabe zur Vermeidung der Unterscheidung zwischen Nichteintreten und Abweisung, welche Unterscheidung gerne mündlich erläutert werden kann).
Und worum ging's eigentlich? Kugelmann hatte im tachles im Zusammenhang mit dem iranischen Verhältnis zum Holocaust und einer diesbezüglichen Initiative von Calmy-Rey geschrieben: "Bisher waren Diskussionen über die Existenz des Holocaust tabu. Nun tanzt ein SIG-Geschäftsleitungsmitglied aus der Reihe."

Resultat: Verfahrenskosten über Fr. 23'000.- zulasten von Bollag.

PS: Der Presserat war vor der Obergerichts-Entscheidung damals auch mit obiger Causa befasst worden und entschied sich gegen ein Eintreten auf die Klage, da selbige Sache bereits von einem Gericht behandelt werde (Klageidentität).

Donnerstag, 2. Juni 2011

44 Gründe, das religiöse Judentum zu verlassen

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Sonntag, 22. Mai 2011

Baranes neuer Restaurateur der ICZ?

Dieses Wochenende war besonders interessant. Erstens stellt sich heraus, dass die guten Mutes Tickets für das Heimspiel gegen Thun vom Mittwoch in keiner Weise zu optimistisch erworben worden waren. Zweitens verbrachte man einen geglückten Lag Baomer-Nachmittag. Sprich während der ersten Halbzeit tat man noch etwas sozial, beschäftigte sich mit Feuer und Fleisch und spähte alle 6.13 Sekunden auf den Spielstand. Nach der Hälfte dann gab es kein Halten mehr, weder auf dem Platz noch vor dem Bildschirm. Verrückt schöne Perspektiven für einen verrückt unterhaltsamen Mittwoch Abend...
Und dann war wieder mal der interessante Blick in die JüZ. Diese Woche wurden zwar keine Scheitel in Schwimmbädern oder im Purim-Vollsuff liegen gelassen, es wurden auch keine neuen esoterischen Rituale für Bündner Bergdörfer in den Raum gestellt. Und dennoch wurde auch diesmal das obligate Schmankerl nicht vorenthalten.
Da publiziert also Baranes auf einer Achtelseite ein Inserat mit dem übrigen Blabla, seiner notorischen Erfahrung in Restauration, Hotellerie und sonstigen Institutionen, mit welcher er nun das einzige koschere Grillrestaurant der Stadt führt. Dann wird's aber erst richtig interessant: Auf geschätzten 20 Zeilen wird darauf hingewiesen, dass wieder einmal das Gerücht kursiere, das Baranes-Lokal stehe aufgrund finanzieller Probleme vor dem Aus. Was in dieser Art natürlich überhaupt nicht stimme. Im Gegenteil: Bald werde eine Bäckerei/Konditorei, eine Pizzeria (Déjà vu?) sowie ein Eventsaal für 500 Personen eröffnet.
Nun, gleichzeitig weiss jeder, dass sich die ICZ für eine Restaurationsvariante entschieden hat, um einen eigenen umfangreichen fleischigen Betrieb in ihren renovierten Lokalitäten instand zu setzen.
Ein Lokal für 500 Personen zu finden, ist in der zunehmenden Platzknappheit der Stadt Zürich, kein einfaches Unterfangen. Grosszügig ausgelegt könnte dieses Kriterium auch auf die Räumlichkeiten der ICZ zutreffen. Dass hierin auch für (zumindest einen Teil der) Ausweitung der gastronomischen Aktivitäten der "Baranes-Gruppe" zutreffe, ist zumindest denkbar.
Wie gesagt, es ist ein Gerücht und eine Zusammenarbeit würde sich somit wenigstens logisch erklären lassen. Dass der Schreibende dies zumindest für die ICZ als eine sehr schlechte Idee hält, basiert vor allem auf persönlicher Einschätzung von Potential, Fähigkeiten, Zumutbarkeit und letztendlich Transparenz einzelner Beteiligter.
Hoffen wir also auf das Beste (bzw. auf etwas besseres).

Montag, 28. Februar 2011

Das letzte Post von Onkel Lino

Es ist kein Geheimnis. Unser gewiefte Taktiker, unser Licht im Dunkeln der Rationalität, der Fantasist, unser aller Nummer Eins bricht die Zelte ab. Seine Fähigkeiten als Visionär sind inzwischen bis über die Landesgrenzen bekannt geworden, weshalb es kaum überraschen konnte, dass der Gummihals ihn dazu verpflichten konnte, an den Gestaden des Nordens seinen Einfluss geltend zu machen, dort die Bevölkerung wachzurütteln und den Revolutionssamen dort in die Köpfe der Menschen zu pflanzen.
Wir werden ihn vermissen. Den Choleriker, den ruhigen Pol, die personifizierte Weissglut, aber auch die Ausgeglichenheit selbst. Den selbsternannten Sportsmann, der in Notfällen auch mal ein lautes Wort auspacken konnte, im nächsten Spielzug aber auch in ureigener Art besonnen die Gemüter auszugleichen wusste.
Aber es lässt uns gleichzeitig auch aufhorchen, dass nun die belehrwilligen Völker jenseits von Mordor in den Genuss dieses einzigartigen Individuums kommen werden. Die Hoffnung besteht für sie, dass nun die unnachahmlichen Taktik-Lektionen auch für sie einhalten werden, auf dass sie einen Bruchteil des spielerischen Verständnisses aufsaugen können, der uns nunmehr in Jahren von Schwerstarbeit hart eingetrichtert wurde.
Für uns stellt sich derweil die Frage, wer nun die Vermittlungsposition zwischen den Mullahs und dem Fussvolk einnehmen wird. Wer kann diese unnachahmliche Dolmetscherfunktion am ehesten nachvollziehen? Wer wird uns mit der Übermittlung der bedeutungsvollsten Chumres versorgen, auf dass wir endlich shtaygen? Wer erinnert uns jetzt täglich an unsere Nichtigkeit, indem er uns darauf aufmerksam macht, dass jeder Augenblick der letzte sein kann?
Seufz. Was wird nunmehr aus uns? Es bleibt uns nichts anderes übrig, als dem Reisenden die Steine aus dem Weg zu räumen, ihm bereits heute insbesondere eine dereinst geglückte und baldige Rückkehr aus dem Hades zu wünschen und wir verbleiben passend in diesem Sinne mit einem herzlichen Toi Toi Ton!

Auf jetzt, Onkel Lino, eine vo ois!

Wohlbemerkt: Wir erinnern uns alle sehr wohl an die Versprechung von Video-Interviews, Wortmeldungen aus dem Exil und die Erweiterung des kulturellen Reichtums von Chassidus Chübelsack!

Dienstag, 5. Oktober 2010

Impressionen aus dem Heiligen Land

Lo rozim - lo zarich (Wenn Ihr nicht wollt, dann halt eben nicht)
mit Konterfei von Theodor Herzl

Man hat die Feiertage für einmal im Lande Kanaan verbracht, diesem schmucken und seit 613 Jahren hippen Stück Land zwischen Europa und Afrika, Wahnsinn und Heiligkeit, Sodom und Gomorrah und schliesslich eingeklemmt zwischen zwei wunderbaren Burgerbrot-Hälften. Dazu aber mehr später.
Dass die gewöhnlich Sterblichen am Nabel der Welt sich nach über 60 Jahren der Unabhängigkeit immer noch mit dem Traum des Überlebens, einer politischen Einigung und dem Traum einer "relativen" Normalität auseinandersetzen (siehe Bild oben), ist wohl verständlich. Inzwischen wächst Israel und dessen Zentrum entlang dem dünnen Küstenstreifen am Mittelmeer und platzt aus allen Nähten. Neugegründete Familien und frisch verheiratete suchen verzweifelt nach dem physischen Basecamp ihrer neuen Einheit. Die Preise von Mietwohnungen haben jedoch bei der stetig steigenden Anzahl von ausländischen Zweitwohnungsinhabern und -suchenden bereits europäisches Niveau erreicht, während die Löhne immer noch ca. bei 30-50% der Einkünfte in der Schweiz liegen. Die Alternativen sind also entweder ein verrottetes Loch in einem schlechten Quartier der Stadt, entlang einer Autobahn-ähnlichen 6-spurigen Strasse oder alternativ die Flucht aufs "Land". Das wären Retortendörfer und -siedlungen, welche ziemlich schmuck aussehen, in Dörfern, von welchen man heute keine Ahnung hat, wie sie übermorgen aussehen (durative Wachstumsquoten von mehreren hundert Prozent) und der zusätzlichen Schwierigkeit, dass Bauwesen in Israel so etwas von unreguliert und anachronistisch ist, dass es am ehesten umschrieben werden kann mit "Jeder-macht-was-er-will", Hauptsache, er kriegt auf irgendeine Weise eine Bewilligung für sein Bauvorhaben. Sitzt man wieder in Tel Aviv in einem der turmhohen Hotelgebäude am Meer und schaut auf die Stadt rein, ergibt sich ein Bild des Grauens: Überall, wo aufgrund von Meerexponierung, natürlicher Erosion, Feuchtigkeit und womöglich auch suboptimaler Bausubstanz ein Gebäude abgerissen wird, wird an dessen Stelle ein Klotz mit mindestens 15 Stöcken aufgestellt. Entweder hat dieses die Ästhetik der Plattenbauten in der DDR (moderne Version, also wohl eher wie am Max Bill-Platz in Oerlikon) mit Pro forma-Balkonen und viel massivem Gebälk. Oder man entschliesst sich, etwas Postmodernes hinzustellen und verdeckt das ganze mit geraden oder abgerundeten, spiegelnden und höchst unpersönlichen Fensterfassaden: insgesamt direkte Nachfahren der Asrieli-Türme. Wohlverstanden ist nichts gegen eine Skyline einzuwenden, sofern sie geografisch eingegrenzt und städteplanerisch durchdacht ist, was im postmodernen, anachronistischen Tel Aviv sicherlich nicht der Fall ist. Kurzum: Tel Aviv sieht aus wie work in progress: Es rumort an allen Ecken, überall wird gebaut, was es auch nun hinhält. Umweltschutz ist ein Fremdwort (auch wenn man langsam lernt, wie man es wenigstens schreibt) und die Stadt an sich ist mit Hundekot übersät. Was an sich ziemlich erstaunlich ist. Man sieht kaum Hunde, ausser diesen Arsim-Bulldogg-Beissmaschinen und dennoch schafft es kein Trottoir ohne diesen Kotschmieren, die mit der feuchten Hitze auch noch verschmiert werden und stinken wie kaum ein Kläffer dies tut (ja, in Zürich kann man im Winter mit Hundekot Dart spielen, sofern man dann mal einen findet). Auf dem Land hingegen baut man schmucke Häuschen mit 1-2 Stöcken, zumeist als Eigentum ausgestattet. Sie sehen alle von aussen aus, als seien sie aus Stein gebaut,. Wenn man den Grundriss aber betrachtet, besteht oftmals die Grundstruktur aus Holz und darüber klebt dann eine Platte, welche das ganze als Steinbau aussehen lässt (nach dem Vorbild der IKEA-Holzoberflächen, die eigentlich aus überklebtem Kunststoff bestehen). Man wohnt so ein bisschen weiter weg vom Zentrum, ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln so gut wie gar nicht mehr erreichbar, sitzt am Morgen regelmässig halbe Ewigkeiten im Stau, aber immerhin, man kann sich etwas erträglicheres Wohnen leisten.

Aber Tel Aviv ist auf seine Art auch ein verrückt geiles Pflaster. Das Wort Flanieren entstammt nach CC-Nachforschungen eigentlich aus dem Hebräischen. Die Wurzeln sind zwar nicht ganz klar, aber wer mal auf der Tayelet, Shuk haCarmel, Shuk Bezalel, dem Shuk haPishpushim in Yaffo, auf Sheynkin, der Ben-Yehuda oder Diesengoff (nicht abschliessende Aufzählung) unterwegs war, kann dies bezeugen. Unter anderem fällt man innerhalb von Gruppen immer wieder zurück, weil man gar nicht genug kriegt von diesen wahnwitzigen Konversationen, Diskussionen und unnachahmlichen Verkaufsgesprächen. Ein Genuss sondergleichen. Ebenfalls ein Besuch wert ist inzwischen die Hafengegend im Norden mit einer Höllenaussicht auf die nächtliche Meeresgischt.

Um den hiesigen Schabbestischen die Konversationsthematik Nr. 1 nicht zu nehmen, wollen wir an dieser Stelle auch auf die kulinarischen Entwicklungen im Land von Milch und Honig Rücksicht nehmen. Im Gegensatz zum untenstehenden Autor habe ich mich in 10 Tagen Aufenthalt mit lediglich zwei Löffeln Cottage und einem Milkshake zufriedengegeben, sonst nur Fleisch. Ging los mit dem legendären Shwarma vom "Shemesh" auf Jabotinsky in Ramat Gan, geht über das g-a-n-z-e Menü der Burgers Bar (Lammburger oder die scharfe 300g-Keule), dem Jem's in Ramat Gan (Rib-Eye Entrecote!) sowie dem obligaten Besuch am Freitag um 12:00 in Fertigwaren-Verkaufslokalen von Bnei Brak:
"Ist das dieser unförmig grosse Topf da hinten Tschulent?"
"Ja, aber der ist noch nicht bereit." Und schon hatte ich wieder dieses glückselige Lächeln im Gesicht, sodass ich mich mit einer einfachen Portion gesüsster gehackter Leber zufrieden gab. Ah ja, eine Ankündigung des Weltuntergangs und atomaren Supergaus habe ich auch noch entdeckt. Klickt auf das Bild und vergrössert es, die Lektüre jeder einzelnen Zeile lohnt sich!
Im Gegensatz zu den vermittelten Befürchtungen vor Abflug steht es um die Strände kein bisschen im Argen: Wie überall liegen auch in Tel Aviv am Strand kleinere Plastikpartikel rum, jedoch sind die Strände von immer wieder erneuert festgestellter Stärke (Helme bitte anziehen, akute Matkot-(Beach Tennis) Abschussgefahr!). Natürlich git es besseres und schlechteres, flachere und langweiligere Abschnitte, insbesondere da, wo Wellenbrecher stehen. Es finden sich aber ein paar durchaus auch als spektacoolär zu bezeichnende Strände, deren Namen aus Persönlichkeitsrechten (nämlich meine eigenen, wenn ich das nächste Mal wieder da auftauche, will ich nämlich wieder meinen Frieden) und im Rahmen des Strandschutzprogramms unerwähnt und verborgen bleiben sollen. Sucht Euch Euren Frieden selbst.

Ein anderes Highlight ist neben den immer noch sensationellen Rogalach von Marzipan (bitte zuerst 2 Tage stehen lassen, bis der Zucker am Rand ankrustet, Wahnsinn!) sodann der Besuch der Weinkeller (beispielsweise) von Tishbi und Binyamina um Zichron Yaakov herum, welche absolut nachzuahmen sind. Abgesehen von den professionell durchgeführten Tastings hervorragender Weine hat Tishbi beispielsweise eine sensationelle Käseplatte, welche dringend zu kosten ist. Weniger als Highlight geblieben ist der Easy Mc Royal am Sonntag Morgen am Flughafen verblieben. Nach 10 Tagen erlauchter Verköstigung und Leibspeisen jeglicher Färbung war die Verlockung auf einen letzten Burger auf geheiligtem Boden zu gross. Kein Geschmack, lauwarm, gummig, fürchterlich. Wenn's nicht zu schade drum gewesen wäre, wäre er wenig weiter als dokumentiert liegengeblieben, brachte es aber nicht über's Herz.
Fazit: Easyjet ist der neue Messias und sobald die Linie steht, finden verlängerte Wochenenden vermehrt in Rulien statt.

Dienstag, 6. Juli 2010

Gastronomie an der Côte d'Azur: Restaurant Binoutche in Juan-les-Pins

Im Zuge der Bemühungen, der CC-Leserschaft in regelmässig-unregelmässigen Abständen die lohnenswertesten (und weniger) gastronomischen Stätten auf dem ehemals blauen Planeten näher zu bringen, wurde eine Gesandtschaft von Chassidus Chübelsack vergangene Woche auf Pirsch nach Südfrankreich geschickt. Grundsätzlich ist zu sagen, dass man sich dabei überall wie im Paradies wähnt. In Cannes alleine gibt es zwei koschere Metzgereien mit einer breiten Auswahl an Aufschnitt, Würsten etc, neben der Frischfleischsektion mit Lamms-, Rinds- und Kalbskoteletten, Entrecôtes und anderen exquisiten Teilen wie frischer Leber, Herz und anderen Innereien, nach welchen das Herz gieren mag. Der Grill kam jedenfalls nicht zu kurz.Für den auswärts zu essen begehrende Kulinaristen ergeben sich mindestens genauso viele Optionen. Am Strand mal verkauft ein Kiosk koschere Sandwichs und Hot Dogs (Hechsher-Situation nicht abgeklärt), daneben bietet Cannes zwei koschere Restaurants (Tovel und Kitchen), welche aber diesmal keiner genaueren Prüfung unterzogen worden. Hingegen wurde im Binou'tché (oben anders geschrieben, weil damit im Internet bessere Trefferquoten erzielt werden) in Juan-les-Pins diniert. Das Restaurant wird von einem südamerikanischen Chassid (Chabad-affiliert) namens Binou, daher der Name des Lokals, geführt und hatte bis vor wenigen Monaten eine milchige Küche. Inzwischen ist an der Tür nebenan eine fleischige Stätte entstanden, welche es in sich hat. Die Ausstattung ist sehr gut und mondän gewählt, das Interieur ist mit verschiedenen Aufnahmen von New York - und einem unübersehbaren Konterfei von Rav Schneerson - dekoriert. Die Karte besteht aus zwei Seiten von verschiedenen Vorspeisen, (fleisch- und fischhaltigen) Salaten sowie einer Vielzahl von Hauptspeisen und Fischen. Zur Vorspeise wurde ein Salat mit Foie Gras und Feigenkompott getestet. Die dazugehörige Sauce war geschmacklich gut gewählt, nicht zu bitter und in einem passenden Volumen.
Zur Hauptspeise wurden das Entrecôte Rossini (d.h. mit Gänseleber-Zulage) und einer exquisiten Sauce sowie die Entenbrust an süsser Sojasauce und eingelegten Feigen getestet. Das Fleisch kam exakt in der gewünschten Garzeit und schmeckte vorzüglich frisch grilliert. Die Pommes Frites kamen als Beilage in einer Konsistenz, wie man sie in der Schweiz schon sehr, sehr lange in koscheren Restaurants nicht mehr geniessen konnte: Gross, gut gefärbt, nicht zu weich, gut gesalzen, was ein Genuss. Unnötig zu sagen, dass nach diesem kulinarischen Feuerwerk und einem übermässigen Völlegefühl die Auswahl eines Desserts ausblieb.

Entenbrust und Entrecôte Rossini

Fazit: Der Besuch ist für fleischophile Südfrankreich-Besucher mehr ein Muss als ein Soll. Juan-les-Pins ist auch für ein abendliches Flanieren entlang der Strandpromenade absolut zu empfehlen und in vielem deutlich freundlicher als die ungleich grösseren Cannes oder Nizza.

Binoutché-Chassidus Chübelsack-Spezialofferte: Besucht bei Eurem nächsten Côte d'Azur-Besuch das Binoutché in Juan-les-Pins, erwähnt, dass Ihr auf Empfehlung von Chassidus Chübelsack gekommen seid und kommt so in den Genuss einer 20%-Reduktion auf Eurer Konsumationsrechnung.

Sonntag, 21. Februar 2010

Die Routine des Schnitzers

Szene Sonntag Morgen in der südzürcherischen Agglomeration. Der Fruchtbarkeitsschnitzer vom Dienst ist wieder unterwegs und soll in aller Früh ein weiteres Mitglied in die Truppe einführen. Bei Ankunft ist alles angerichtet, tausend Fläschchen, Röhrli, Pampers und Tücher sowie die notorischen Blechschatullen und Bohrmaschinen. Bourgignon kassierte den spontanen Auftrag, diesen spannenden Moment auf Motion Picture festzuhalten, was an sich schon dahingehend anspruchsvoll ist, da die Umstände von etwas zu filmen ist, wo alle eigentlich wegschauen. Also filmte man diejenigen, welche wegschauten. Oder gedrungen nicht wegschauen konnten. Im dringenden Bedürfnis Onkel Quentin in nichts nachzustehen, stand Bourgignon also plötzlich neben dem Schnitzer.
S: Aufpassen, sonst schneide ich Sie auch noch. Weiss aber nicht mehr, ob von Ihnen (was mich ja zu einer mitteleuropäischen Rarität machen würde).
B: Schade, schon passiert. Bei wieviel sind wir inzwischen eigentlich angelangt?
S: Weiss auch nicht so genau, wohl um die 5760, muss mal nachsehen. (Ein paar Minuten später die Bestätigung: fünfttausendsiebenhundertzweiundsechzig).
Dinge, die man sich einmal vor Augen führen muss. Und ja, der Koffer war auch da.

Samstag, 7. November 2009

Paolo Di Canio's kleine Schwester

Zu viel Inhalt reicht's so kurz vor dem Abschwirren in die verspäteten Sommerferien nimmer. Jedenfalls sei den Verbleibenden mit einem kurzen Hinweis auf überschwängliche Fairness und gerechte Zweikampf-Führung sei folgenden Special kolportieren:

Montag, 26. Oktober 2009

Das Lieben der Anderen

Gonzens waren unlängst zu Besuch in der Stadt der Liebe. Und das nicht mal um ihrer selbst Willen, sondern um die Liebe von Anderen zu beglückwünschen. So sei’s. Man steigt am Freitag Mittag einer Parade-Stresseinlage in ein Flugzeug, als sei man so ein Wochentagspendler, kommt in Paris an, findet im besten Oktober-Nieselregen sein Hotel und stürzt gerade so in den Shabbes. Hotel? Na ja, für Paris bezahlt man so seinen Preis, und der ist auch für moderat-bescheidene Bleiben dennoch nicht sehr unprätentiös. Wie dem auch sei. Man gönnt sich ja sonst nichts; oder fast nichts.
Freitag Abend also an der Rue Buffault in der portugiesisch-spanischen Synagoge gelandet, einer Gebetesstätte des Göttlichen Kitschs. Der Rabbiner ist auch ein Pfrabbiner, spricht am Freitag Abend geschlagene 15 Minuten von einer Redenkanzel. Der Aron haKodesh ist mit ca. 613 Meter hohen purpurnen Samt-Vorhängen bestückt, der Emporenbalkon des Arons sowie die ganzen Gänge mit einem ebensolchen Teppich. In der Mitte die Bimah mit viel Blingbling, Glanz und Schein. So. Und die Frauen? Die sitzen - wenn sie wollen - oben in den ersten Stock. Oder aber sie setzen sich auf diese seltsamen seitlichen Plätze, die fast einen Brügglifeld-Seitentribünen-Groove vermitteln (mit dem klitzekleinen Unterschied, dass Paris im Gegensatz zu Aarau eine Disco hat) und durchbohren die Männer mit prüfendem Blick während des ganzen Dawenens. Das Dawenen an sich ist auch nicht ohne. Der Chasan (Akustik durch Pringles-Mimik untermalend) steht mitten auf der Bimah und singt in Abwechslung mit erlaucht-erwählten Junioren-„Talenten“. Ganz vorne steht noch so einer mit Toga und Börni San-Hut, welcher aber nur Kaddeishim vorsagen darf, singt aber auch nicht übel. Herzstück der Kabbalat Shabbat bildet aber ein drei-bis-vier-köpfiger Männerchor, davon drei mit Anzug und Fliege und einer in Jeans und Kapuzenpulli, deren Qualifikationen ich hier mal nicht zu beurteilen wage. Der Kapuziner jedenfalls hatte sicher vor allem andere Stärken. Eine war es beispielsweise, die Endsilben jeder Einlage (obschon er vorher nicht ein Wort richtig ausgesprochen hatte) mir expressis vocis voll ins Ohr zu gargeln, was ich natürlich in meiner üblichen Vor-Shabbes-Schlaftrunkenheit ungemein zu schätzen wusste. Ungemein. Zu erwähnen bleiben in Frankreich dann natürlich auch die Gabbaim. Die führen einen speziellen Anzug und einen wahrhaften, geschwungenen und ornierten Napoleon-Hut spazieren, im Andenken dessen, dass Napoleon den französischen „Consistoire Central des Israelites“ (a.k.a. den frz. SIG) gegründet hatte. Auch gut.
Der Abend ging dann irgendwo zwischen marrokanischem Couscous, israelischen Wein und saftigen Früchten zu Ende.

Shabbes Morgen dann Akt II an der Rue Buffault, wieder ein sfardisches Dawen-Spektakel, wobei man sich vorsorglich mit den Gebetszeiten auseinandergesetzt hatte, entsprechend spät aufkreuzte und zudem Verstärkung in personam Tanelchens und seiner Versprochenen geniessen durfte.
Anschliessend solitär-elitärer Spaziergang durch Montmartre, Sacré Coeur und spektakulärer Ausblick auf den Eiffelturm und gemütlicher Ausklang des Siebten Tages.

Wie vereinbart gab man sich dann einen Höhepunkt koscherer Kulinarik in Paris, welcher an dieser Stelle wärmstens empfohlen wird: Besuch des Restaurants "Darjeeling". Vor der Türe merkt man nicht mal, ob man wirklich am richtigen Ort ist, dezente Platzierung der Mesusa und keine Leuchtraketen um den Hechsher. Dafür leuchtet das Restaurant in orange, gelungener Farbe und typisch indischen Ornamenten und einer gut getroffener Lautstärke der passenden Hintergrundmusik. Die Menüs machen Angst, weil man etwa eine Stunde braucht, bis man alles gelesen hat (darunter auch ein geschichtlicher Abriss über Indien und seine Juden), Vorspeisen bis zum Umfallen, Dal, Naan und Curries soweit das Auge reicht. Für die schwachen Phasen des Gurens hat es eine ganze Seite Vegetarisches, ansonsten alles Mögliche mit wenig Rind, viel Poulet und exquisitem Lamm. Und dazu natürlich eine koschere Weinkarte, deren Inhalt in Zürich teils nicht mal im Laden so preiswert ist. In Kürze: Man hatte sich vorgenommen, nicht zu viel zu essen, weil die eigentliche Hochzeit noch bevorstand. Und scheiterte kläglich und hochkant. Ein Feuerwerk und ein absolutes Muss für jeden heimischen Paris-Besucher (angeblich gehen nicht-jüdische Inder ins Darjeeling, wenn sie in Paris essen wollen wie zuhause - ein Merkmal, das sich die koscheren Institutionen in der Schweiz mal qualitätsmässig vor Augen führen möchten).
Der Rest ist schnell erzählt. Man wünscht jedem Schweizer Juden, mal an einem Sonntag an der Rue de Rosiers vorbeizuschlendern und Falaffel- und Shwarmastände mit einer Schlange draussen zu bewundern, welche die monatliche Anzahl Besucher bei Van Djik in den Schatten stellen. Da stehen Myriaden von Ladenbesitzer draussen auf der Strasse, drücken Dir nach Bezahlung eine Quittung in die Hand und Du gehst dann hin und holst Dir an der Aussentheke Deine Bratkuh ab. Wahnsinn (und wiederum: bei Weitem nicht nur Vertreter der Volksfront von Judäa). Mal ganz abgesehen davon, dass das Quartier für Flanierer und sonstige Vorigzeithabende etwas vom Angenehmsten in dieser Art in Europa ist.
Der Rest ist dann ziemlich schnell erzählt. Hochzeit, sehr schmackhaft gestopfte Gänse (aller Art), die spontane Yareach-Einlage und viele Lechayims vor einer viel zu kurzen Nacht mit anschliessender Katze und der Supergau, welcher natürlich nicht fehlen durfte: Um 13:27 Login am Arbeitsplatz.

Samstag, 14. März 2009

Long forgotten nochmal: Chassidus Chübelsack auf dem Whiskyschiff am 27. November 2008


Wir geben es zu. Ein nachhaltiges Tastingprotokoll erfordert eine erhebliche Zeit der Formung der geschmacklichen Sedimente und Eindrücke, welche ein solches erinnerungsstarkes Ereignis im Innern eines Aficionado hervorruft. Nach einer langen Zeit der Erhebung der generierten Malzspuren sei deshalb auf dieses jährliche Spektakel hingewiesen, welches auch Whiskyneulingen wärmstens (im wahrsten Sinne des Wortes) empfohlen wird. Wärmstens. Dabei gilt es, im endlichen Stadium der Lechayim-Aufnahmefähigkeit, möglichst nützliche und verwertbare Daten zu erheben, um unter anderem auch die künftigen Erwerbsentscheide für die Hausbar positiv zu beeinflussen. Wobei klar ist, dass das nützliche Zeitfenster einen enge Ablauffrist aufweist und deshalb die Tasteauswahl wohlüberlegt zu erfolgen hat. Was schwierig genug ist. Dazu kommt der Umstand, dass das Whiskyship auch die seltene Gelegenheit bietet, mehr und weniger aussergewöhnliche Produkte zu testen, zu welchen Zugang in einem Nischenmarkt oftmals ziemlich limitiert ist.
Penizillin und Biederkeit
Die Kulisse stellt die gewöhnliche Flotte der Zürichsee-Schiffe, welche regelmässige auch Plattform für verschiedene kulinarische Ausstellungen darstellt. Unter anderem stiefeln auf dem Schiff während der Malzausstellung langnäsige Damen mit fehlenden Absätzen in dunklen und hipledrigen Outfits herum. Wie es für Frauen typologisch eigen ist, ist es einfacher, bei ihnen in der Nähe stehend Aussagen über die erprobten Produkte aufzuschnappen. Was für sich schon ein eigenes Vergnügen darstellt. So kommt man in den ersten Minuten nämlich bereits zu Vorlagen eindrücklicher Aussagen wie "schmeckt wie Medizin", "es gnüegelet" oder "händ Sie au echli Cola dezue?". Oder assistiert Ausführungen über die "Sexyness" des Bowmore-Plakates. Ein paar rüstige Schweizer im Ausgang, die aber aussehen wie Gummihälse, hängen derweil neben einer Vielzahl Fokuhilas und Locos-Mützen um des Styles Willen um die Stände des japanischen Whiskys herum. Was für Linux ein weiterer Grund zum Frotzeln ist. Gohourens lässt sich derweil bei der ersten Probe, angestachelt durch das "Ambiente", zu Aussagen provozieren wie "schmeckt nach Menschenfleisch". Es riecht derweil hauptsächlich nach Hoffikiis, ranzigen Morcheln und Penizillin. Und ein Tunti fragt: "Ist das jetzt aus Weizen?" Einige Frauen stehen nach Volzug ihres kurzen Testprozederes an den Tresen, sabbern alte schottische Aussteller an, in der Hoffnung, die nächste Nacht in einem alten Bourbon zu verbringen. Und vermasseln sich dann alles mit der Bitte um Eis für ihren 30-jährigen Laphroaig. Und die erste eigene Erkenntnis dringt durch: Sherry blockiert den Gaumen wie eine Strassensperre, ist Galle für das Gemüt und wir verzichten deshalb a priori und präventiv auf die Dalmore-Range.
Testsieger: Bowmore 10y mit Finish im Bordeaux-Fass
Und somit direkt zu den Fakten des Abends. Der 12jährige Finlaggan schmeckt wie salziger Sand am Meer und als lecke man an einem vertrockneten fruchtigen Weinkorken. Zur sich wohl entwickelnden Salzigkeit kommt nach wenigen Augenblicken torfige Wohligkeit hinzu. Mit diesem Whisky will man alt werden. Daneben wirkt das gleichnamige Produkt zu 63% im Bourbon-Fass wie 3 Wochen nicht gewaschene Socken kombiniert mit finnischem Tannenholz. Der 18-jährige Rosebank Old Malt Cask wie eine schwangere Himbeere, der Bowmore 23y, cask strenght wie Lachskaugummi an der Pforte des Torfhimmels, der Glen Grant 21y wie eine Zitronenkapsel im Tschulentfass. Der Ledaig 10y wie ein Whisky zu einer Holekrasch oder für das sonntägliche Gipfelischiff. Und der Arsenallegionär kann inzwischen schon gar nichts mehr zuordnen, foazweg. Absolutes Highlight ist aber der zehnjährige Bowmore mit mehrwöchigem Abschluss in einem Bordeaux-Fass. Glücklich derjenige, der sich eine Flasche dort unter die Nägel reissen durfte oder eine geheime Quelle zu dieser Perle erschlossen hat.
Alles danach verkommt daneben zu angenehmem Dessert, reicht dem Vorläufer aber in keiner Hinsicht das Wasser. So auch der 17y Murray Mc David Caol Ila (Caol Ila gehört an sich eigentlich zu den absoluten Musts einer Geniesserzunge, welche eigentlich zu jedem Anlass passen), der, sich in einer Metaphase befindend, blendet, geschmacklich aber sofort stehen bleibt und steil abfällt. Ein kurzes Feuerwerk, das aber umso blumiger wirkt. Wie ein Youtube-Clip des 1. August-Feuerwerks. Oder aber der 13y Signatory Glen Roth mit einem variantenreichen Abschluss, der je nach zerebralem Zustand aber sehr würzig wirkt und bis in die Knie wirkt.
Kurzum: Chassidus Chübelsack freut sich schon heute auf den diesjährigen November, der dem nebligen Choref Sman-Blues entschieden entgegentritt und uns ein erneutes Highlight des Jahres apportieren wird. Lösch-WAU!
Vorgemerkt: Dieses Jahr wartet CC mit einem kulturellen Höhepunkt auf. Am 12. Juli steht das Rigi-Schwinget an, wozu eine Delegation entsandt wird und zu gegebener Zeit gebührlich rapportieren wird.




Montag, 19. Januar 2009

Kannibalenupdate Eight25

Gemäss heute diffundiertem Infoschreiben öffnet das Eight25, Koscherrestaurant an der Stätte des bisherigen Schaloms, am 15. Februar seine Pforten dem breiten Publikum. Die wunschgemässen Renovationen im eigentlichen Lokal würden jedoch noch weitere Zeit beanspruchen, weshalb der Betrieb vorerst in der AKL-Loge der ICZ von Statten gehen wird, bevor dann im Mai der eigentliche Bau des Restaurants eröffnet wird.
Wenn man jedenfalls vom Internetauftritt des Restaurateurs Klas Rittri schliessen will, dessen Aufnahmen und Professionalität schon mehr als ein simples Amuse-Bouche darstellen, kann der neugierige durchaus mit einem interessanten Projekt rechnen. Natürlich wird eine Gesandtschaft von Chassidus Chübelsack auch diesem Projekt ins Maul schauen und an dieser Stelle zu gegebener Zeit zu berichten wissen.
PS: Interessante Anekdote am Rand. Als der ICZ-Vorstand im Herbst einen Empfang spendete, wurden bereits Catering-Produkte von Eight25 serviert, worauf vereinzelte Fingerlecker sich bereits nach Reservationsmöglichkeiten erkundigten...

Montag, 27. Oktober 2008

G-dcast und Nextbook


G-dcast: Parshat Bereshit from g-dcast on Vimeo

Da es diese Woche wieder gilt, die Welt der Grossen vor dem grossen Untergang zu retten, wieder Gutes effektiv zu tun und so einen Anteil an die Wiederherstellung des grossmächtigen Weltfriedens beizutragen, werden wir zu diesem Beitrag nichts hinzufügen. Wir offenbaren uns nämlich heute als weltoffene Wesen und betrachten einen künstlerisch faszinierenden Beitrag aus einem anderen Spektrum des Spektrums (mehr dazu übrigens auf www.g-dcast.com). Ze ulmad. Ein bisschen wie Nalbandian heute Nachmittag beim Fädi in Basi (übrigens eine einzig grosse Familie, fast ein bisschen unheimelig).
Auf ein weiteres interessantes jüdisches Online-Kulturprojekt sei übrigens mit Nextbook verwiesen, u.a. mit dem Filmchen mit Titel Getting There Is Half the Fun (embed-Funktion wollte hier irgendwie nicht richtig, wer den Script dazu hat, her damit), also luegschman.

Freitag, 24. Oktober 2008

Top Ten der Jontef-Herbstmanöver-Nervtöter 2008



Wir erklären das Herbstmanöver nun tatsächlich und hochoffiziell für beendet (obschon in uns allen noch der Böög brennt). Fertig mit der allzweitäglichen Nachmittags-Schlafanödung mit anschliessend obligatem Schlafentzug bis 02:00 morgens und entsprechender Hundsmiserabilität am Folgemorgen. Fertig mit Masslosigkeit und Völlerei. Fertig mit den Schüttelspasmen wedligen Stängelgemüses und lottriger Strauchblätter, fertig und basta. Neunzig Minuten durchgekämpft, Verlängerung entspräche dem Spielverlauf in keinster Weise. Zur Feier des Tages seien spontan die würgendsten Nervtöter des Moments und Augenblicks in einer klassischen Top Ten-Anordnung aufgezählt. Was man nicht runterzählen kann, gilt ja schliesslich auch nicht.
Demnach:
10. Herbstmanöver 2008: Während vier Wochen praktisch jeder Tag ein Jontef, ein Mozei- oder aber ein Erev Jontef.
9. Das Bedürfnis von Bürokollegen zu verstehen, was man denn jetzt effektiv zwei ganze Tage lang gemacht hat.
8. Der unerträgliche Nervenkitzel in der Sukkah: Ist es jetzt nur zu kalt oder regnet es wirklich auch, damit man zuhause essen kann?
7. Sukkes-Lieder aus dem Kindergarten, welche von Rütteln und Schütteln des Lulavs handeln. Pfui.
6. Vanille-Duftbäume und Duftkerzen in der Sukkah, ist was für Mantafahrer oder den Besitzer der Roten Zora (meyvin, kännsch?)
5. Drosches an Hallel-Tagen: Braucht kein Mensch und birgt Risiko von Frustquetschungen für Etrogim!
4. Migros Enge am Sonntag vor Jontef. Man könnte meinen, es gäbe was gratis.
3. Das passiert vor allem dann, wenn sie Mist bauen und zum Beispiel beim Einparken gegen einen Pfeiler fahren und "mal wieder typisch Charlie" sagen. Das ist nicht charmant sondern doof. Auch wenn's nichts mit Jontef zu tun hat.
2. Gespielte Freude am Simchat Torah. Am letzten Tag des Herbstmanövers ist man insgeheim wohl eher froh, dass man es wieder mal überstanden hat.
1. Ins selbe Körbchen: Nicht Duschen am Jontef und sich dann am Simchat Torah so penetrant beim Wettstampfen am Vordermann reiben. *würg*

PS: Man gratuliert an dieser Stelle ein erstes Mal und zwar der Verlobung eines treuen Chossids, einer wahren jüdischen Seele. Soll sein mit einer dicken Schwarte Naches und Glückseligkeit.
PPS: Man gratuliert sogleich ein zweites Mal. Urobinho und Gonzebio (Version Samba und nicht Portugues) haben heute wieder mal den Jackpot geknackt. Erst mal funzt gar nichts, die PS2 streikt und will erst nach Betätigung des Menus auf russisch aufleben. Dafür dann erst mal ein dickes torloses Unentschieden gegen Bahrain, gefolgt von Siegen gegen Israel und die Niederlande. Inzwischen hat sich da ein Duett mit Flanken und wuchtigen Kopfschmetterern in nahe und entfernte Torwinkel etabliert, dass es schon fast in den Augen zu glänzen beginnt. Finalrunde dann klaren Siegen gegen Angstgegner Wales, einer 70-minütigen Aufholjagd gegen Liechtenstein inkl. Verlängerung, dann ein weiterer Fudigegner, der gerade entfällt und dann das Grande Finale gegen Argentinien. Führung, dann Kopfballausgleich durch Pinkt-Saviola, dann Traumkombi zum 2:1, Ausbau der Führung, Anschlusstreffer zum Heimzittern und dann die grandiose Pokalübergabe mit Konfetti, alles und Filscharf. So macht der Donnerstag Spass. Simchesnaches den Gladiatoren, welche so in Würde und mit Plakette die Ära PES 2008 beenden durften - das Folgeprodukt wartet bereits in der Sihlpost auf die Auslieferung.

Sonntag, 6. April 2008

Die Grenzen von Kibbud Av VaEm


Verschiedene interaktive Medien in Israel führen Kanäle, welche als religiöse "Ask the Rabbi"-artige Anlaufstellen die Möglichkeit bieten, sich mit Anfragen orthodoxen bzw. orthopraxen Hintergrundes an Obrigkeiten zu wenden.
Vor ein paar Monaten machte in der JBlog-Sphäre eine Berichte-Serie die Runde, worin von den meist unangesprochenen Überschneidungspunkten zwischen der Ultra-Orthodoxie und Jugend als Opfer von sexueller oder körperlicher Gewalt die Rede war (Google findet relevante Texte unter Eingabe der entsprechenden Suchbegriffe in den Hunderttausenden). Unter anderem fand sich dabei die Aussage eines Sozialarbeiters eines Zentrums für Kinderopfer häuslicher Gewalt in Israel, welcher aussagte, auffallend viele der bei ihm Unterschlupf findenden Kinder entstammten orthodoxen Kreisen.
Letzte Woche fand sich auf www.nrg.co.il eine entsprechende Anfrage einer inzwischen erwachsenen, laizistischen Frau, ob die Verpflichtung der mütterlichen und väterlichen Ehrerweisung auch bestehe, wenn der betreffende Elternteil sich in physischer und psychischer Gewalt gegenüber Kindern - oder wie in ihrem Fall auch der Kindsmutter - übe. Die Gewaltsausübung erfolgte bemerkenswerterweise im betroffenen Fall auch durch verbale Impertinenzien. Rav Yuval Sherlo, Rosh Yeshiva der Hesder-Yeshiva von Petach Tikva hat hierauf eine Antwort verfasst, in welcher er (gekürzt und in freier Übersetzung) Folgendes äusserte:

Es schmerzt auch uns, Deinen Schilderungen zu folgen und diese zu lesen. Leider sprechen wir hier von einer sehr verbreiteten Realität, welche sehr schwierig zu behandeln ist. Allgemein ist in Familiensachen sehr sorgfältig und vorsichtig vorzugehen, um einerseits Beteiligte nicht zu verletzen und auf der anderen Seite sich selbst nicht aufzugeben.
Eines der ersten halachischen Prinzipe lautet "Das Deinige geht jedem anderen vor". Dies mag sehr egoistisch tönen. Wir werden einerseits dazu erzogen, gegenüber anderen immer Gutes zu tun (Gmilut Chassadim) und uns gegenüber der Aussenwelt zu öffnen. Vorher aber liegt es an uns, die eigene Identität und Einheit zu stärken.
Deshalb ist es auch nicht als Deine Pflicht zu betrachten, einen Prozess von Erniedrigung und Peinigungen zu durchgehen. Auch wenn es um Kibbud Av Vaem geht und Deine Situation es nicht ermöglicht, dieses allzu wichtige Prinzip anzuwenden: Du bist in diesem Fall nicht dazu verpflichtet. Es ist auf anderer Seite wichtig, dass Du - unter der angebotenen Hilfe Deiner Kinder - Deiner Mutter die notwendige Unterstützung anbieten kannst. Du kannst Deinem Vater Bedingungen für Deine Besuchabstattungen im elterlichen Haus auferlegen. Du kannst Deine Mutter - und ausschliesslich sie - einladen, vermehrt Zeit bei Dir zu Hause zu verbringen.
Auch wenn Dir dieser Weg vielleicht beschwerlich scheint - Du würdest das Richtige tun. Oftmals ist es gerade eine verstärkte Wirbelsäule und eine Abstützung auf das Prinzip von "Deines vor den Anderen", welches Dir die notwendige Kraft verleiht, Dein eigenes Gebiet, Deine Unabhängigkeit und die Kraft Deiner Eigenheit abzustecken. Du sollst diesen Weg begehen und ich glaube, so tust Du das Beste.

Viele von uns erinnern sich vielleicht an die narrativen Bände "Auf den Wegen unserer Weisen", wo u. a. die beispielhafte Erzählung zu finden war, nach welcher ein Rabbi einmal seine Mutter auf seinen Handflächen nach Hause gehen liess, weil ihr die Schuhe kaputt gegangen waren. Die Unterscheidung zu den obig geschilderten Umständen ist wohl nicht in allen Fällen sehr einfach und wahrscheinlich ist der von Rav Sherlo angezeigte Weg nicht unumstritten. Die dogmatische Erkenntnis, vorerst auf die eigene Gesundheit zu achten, bevor Gmilut Chassadim geübt wird, ist sicher ein Schritt.

Donnerstag, 24. Januar 2008

Nullitas hilarum balabalaque

Einerseits darf vermeldet werden, dass in der italienischen vierten Liga ein Stern aufgegangen ist. Ironischerweise spielt der in der Region von Neapel und ist argentinisch-italienischer Doppelbürger. Am Ende ist dieses Kunststück aber doch nicht ganz so spektacoolär, handelt es sich doch um einen Maradona, nämlich den Sohn des legendären Diego Armando. Aus vierzig Metern einfach mal den Fuss drüber heben, kurzum: verdient eine Nomination für den Mamesh-Meschugge-Award des Januars 2008.



Des weiteren sei auf den Messirus-Nefesh Award für den Januar 2008 hingewiesen, der durch meine gespaltene Persönlichkeitsteile (im Stil von "I hear dead people") unisono an einen Fussballprofi verliehen wird. Lustig genug, dass der nun einem Namen gehorcht, der nicht ganz alltäglich ist, nämlich Bekim Kastrati. Noch viel brüllhafter (für uns hauptsächlich ironischer Art, für ihn dann doch eher in schmerzhafter Weise) ist die Tatsache, dass er als 28-jähriger Fussballprofi und Stürmer der Fortuna Düsseldorf ein schmerzhaftes Rencontre mit des Münchner Bayern Van Buytens Nocken hatte (PG, kännsch?), was in einer tiefen Risswunde an einem Testiculum resultierte, auch genannt Hodenriss. Schmerzen einer anderen Welt, shelo neda. Oder eben: Messirus-Nefesh-Award im Januar 2008 (vor allem aber deshalb, weil er bis Matchende einfach weiterspielte und das in einem Freundschaftsspiel!).

Montag, 27. August 2007

Rav Ovadia und seine gewagten Äusserungen

Und wieder einmal hat sich der Herr Rabbiner Ovadia Josef zu einer wenig qualifizierten und sehr zweifelhaften Aussage durchgerungen: Zahal-Soldaten, welche im Krieg sterben, tun dies, weil sie keinen Shabbat halten.
Eigentlich braucht diese Aussage gar keine weiteren Bemerkungen. Lest die Geschichte selbst.

Dienstag, 24. April 2007

Jom Haazmaut

Keine Angst, ich werde mich nicht in grundsätzlichen politischen Chauvinismus-Diskussionen verstricken.
War gestern an einer JH-Feier eingeladen (man kann's auch so nennen und zwar beides). Am Eingang wurde man gebührlich begrüsst und eingelassen, anschliessend ging es zur nicht-sicherheitstechnischen Eingangskontrolle. Irgendjemand fand dann heraus, dass ich nicht auf der "Gästeliste" war, das Problem wurde dann aber durch eine Rabattgewährung für die Schutzgeldzahlung des Monats April meinerseits rechtzeitig beseitigt.
Anschliessend Einlass und erste Beschauung des Publikums. Erstes Befremden: Nur verheiratete Paare (und einige Singles, liefen aber ausser Konkurrenz). Erstaunen und Bestätigung in einem, weil es wieder einmal zeigte, dass man in dieser Stadt wohl per non verbal agreement übereingekommen ist, dass es eben nicht dasselbe ist, wenn man verheiratet ist oder nicht und deshalb konkludent eine dementsprechende Zweiteilung der Gesellschaft vorgenommen wird. Das alles macht natürlich sehr viel Sinn, vor allem angesichts der Tatsache, dass wir ja so viele sind und deshalb ein natürlicher Cut entsprechend unausgesprochenen gesellschaftlichen und gar nicht willkürlichen Kriterien absolut zu befürworten ist.
Jedenfalls bin ich vor einer Flasche Red Label gelandet, was mich vor weitere Probleme stellte. Der Anlass liess in den ersten Zügen eine gewisse Verkrampftheit ("lasst uns fröhlich sein") erahnen. Schliesslich war aber die Versuchung erstens zu jäs und zweitens zu offensichtlich, als dass ich ihr hätte erlegen können.
Als alle ihre Plätze gefunden hatten (und was für welche), gab es eine kurze feierliche Eröffnung durch die Organisatoren mit einer offiziellen Eröffnung der Feier mit anschliessender Kerzenzündung, welche wohl eine laizistische Version von Nerot Chag/Shubbes darstellen sollte. Wiederum wurde eine symbolische mehrfache Teilung der Anwesenden vorgenommen, indem drei Lichter gezündet wurden: Eines durch diejenigen, welche sicher Aliyah machen werden, eines für diejenigen, welche sich noch nicht sicher sind, und eines für diejenigen, welche sicher sind, hier zu bleiben. Für die erste Kategorie wurde ein Zünder nominiert, für die zweite fand sich knapp noch ein Freiwilliger und für die dritte wollte sich dann überraschenderweise niemand prostituieren (wär ja auch beschämend, dies einzugestehen).
Für den Unterhaltungswert wurde noch ein Quiz zu Israel eingebaut (O-Ton: Leuts, sogar die Drittklässler zeigen jeweils mehr Begeisterung als ihr) mit anschliessender Tombola.
Nach mehrfachem Fressomat gab es dann Sketches aus der Sektion Israeli Comedy online und dann gab man sich (oder doch - fast - niemand richtig) noch das Karaoke zum Besten.
So, das wärs. Nun kann auch mein Arbeitstag beginnen...

Donnerstag, 1. März 2007

Eine Verhurung für's Geld

Gestern habe ich mir, wie es sich für einen gut-bürgerlichen Schweizer gehört, die Hauptausgabe der Tagesschau angeschaut. Beim Bericht über den Al-Qa*da Prozess im Welschland hatte ich eine bekanntes Gesicht entdeckt, das sich daraufhin als Verteidiger der mutmasslichen Terr*risten entpuppte:

Sedo, Tagesschau-Beitrag

Wem's beim Namen noch nicht klickte, der sei informiert, dass sich dieser Herr auch an drei Tagen im Jahr an die Löwenstrasse begibt.

Mediawatch
Her Majesty

Dienstag, 13. Februar 2007

De Zweit sitzt scho mal guet...

Am vergangenen Sonntag war Vorstellungsrunde des zweiten Kandidaten für die ICZ-Rabbinatsassistenz. Vorgestellt hat sich Peter Jeschajahu Balog, deutschsprachiger Rabbiner und Religionslehrer in Stuttgart, welcher vor einer Handvoll Interessierten über die Unterschiede und Gemeinsamkeiten in der Perzeption des homo religiosus und des Ish Hahalacha zwischen Rav S.R. Hirsch und J.D. Soloveitchik referierte.
Der Schiur erfolgte unter betontem Einbezug der Anwesenden, welche Auszüge interpretieren konnten und so eine angeregte und kreative Diskussion mitgestalteten.
Der Unterschied im Einbezug der Anwesenden und bezüglich die (akademischen) Verständnisebene im Hinblick auf die erste Vorstellung eines Rabbinerassistenz-Kandidaten eine Woche davor war augenfällig, wenn auch letzterer eine chassidischere und wärmere Stimmung vermittelt hatte.
Es muss auch zugestanden werden, dass ein Schiur auf solcher Ebene wohl nicht für alle das Mass aller Dinge ist. Ein Teil der Anwesenden hat im Anschluss an die Veranstaltung teils Mühe mit dem hohen Niveau geäussert.
Dennoch ist es wohl zu begrüssen, dass der Kandidat damit aufzeigen konnte, auf einem philosophischen Niveau der Gemeinde viel bieten zu können. Zudem sind in seinem Lebenslauf (Oberstufenlehrer und Doktorand in Deutschland, Talmudschüler an renommierten Jeschiwot in Israel) Elemente zu finden, die darauf hindeuten, dass er auch imstande ist, geistig leichtere Kost an den Mann zu bringen (zudem ist es für die teilnehmenden Kandidaten am Ende ein Wettbewerb, und wer will es da verübeln, dass einer aufzeigen will, was er kann).

Kurzum: ein ernsthafter Kandidat für die fragliche Position und ein Schiur, wie man ihn in Zürich zu selten zu hören bekommt.

Montag, 29. Januar 2007

Chübelsack-Änderungen und Magna Charta

Sack miteinander,

ich habe als erste Amtshandlung in meiner neuerdings zugestandenen Admin-Funktion (lebenslanger Dank sei hiermit dem bisherigen Diktator Her Majesty gewidmet) zwei Optionen unseres kreativen Kinderkanals verändert.

  1. Ab sofort erscheinen die Kommentare in einem Popup. Symbiotische Nutzen steigt somit direktproportional ins Unendliche.
  2. Ab sofort ist das Kommentieren nicht mehr nur den wahren Chassidim vorbehalten, sondern auch gewöhnlichen Proletariern möglich. Der symbiotische Nutzen steigt auch hier unermesslich, die Proportionen sind mir hier aber ein bisschen weniger klar.
  3. Bei Gelegenheit werden aktuelle Anlässe seitlich in einem dieser unbenützten Balken entsprechend gewürdigt (wirkt viel professioneller, damit genügen wir auch den gewerkschaftlichen Normen der UNIA

Den Änderungen wird eine Bestätigungsfrist von einem Monat ab Postabgabe zugestanden. Sollte der Widerstand überblickbar bleiben und die Reaktionen im gewohnten Mass bleiben (d.h. zwischen Winseln und Inexistenz), wird im bestehenden Rahmen weiterpubliziert.

Sie sind wohl unwürdig spezifisch erwähnt zu werden, jedoch seien angesichts der konsequenten Absenz gewisser Blogfaces zur Sicherheit dennoch die Maximen unseres Geltungsdrangs-Vehikels erwähnt:

  1. Känämä. Die Vorteile des Internets sind die absolute Anonymität und die Erlaubnis, fast alles zu vermelden, das wichtig genug erscheint, mitgeteilt zu werden. Sollten gewisse Einträge Eure Anonymität (geschweige denn diejenige Eurer Mitbloggologen) kompromittieren, tut Ihr Euch lieber ein weiteres, weniger anonymes Login zu. Entsprechende Anträge können mit Angabe einer abweichenden Mail-Adresse jederzeit gestellt werden.
  2. Besser irgendwas als gar nichts, Inhalt schadet im Allgemeinen aber nicht. Wie im wahren Leben wird auch hier die Quantität viel zu wenig geschätzt.
  3. Politische Correctness gehört in GVs, Gemeinschaftsworkshops für die Anonymen Pilzsammler und sonstige Gspürmi-Initiativkommittees, sicher nicht hierhin.
  4. We kol Israel yishmeu we yirau.