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Montag, 16. November 2015

Mahlzeit Wahlzeit

Die Schweiz wählt! Nationalrat, Ständerat, Bundesrat und nicht zuletzt die Kommissionen, den Vorstand und das Präsidium der ICZ.

Die Wahlen in der ICZ finden am 2. Dezember statt, was sogar im Kalender der nach wie vor unsäglichen Webseite www.icz.org vermerkt ist.

Doch die Gemeinde hat es leider einmal mehr versäumt, proaktiv zu informieren. Zu den Kandidierenden gibt es nebst ihrem Namen keinerlei Informationen der ICZ. Stattdessen herrscht Verwirrung. In den Wahlinformationen der ICZ steht, dass vier Kandidaten ihre allfällige Wahl nur dann annehmen, sollte gleichzeitig Präsidiumskandidat 1 gewählt werden.

In der inoffziellen Hauszeitung der ICZ, dem Tachles, war am Freitag zu entnehmen, dass sich offenbar zwei "Päckli" zur Wahl stellen - sprich jeweils ein Präsidiumskandidat/in + Vorstandskollegen. Das ist grundsätzlich gut, denn es heisst, dass sich die Kandidaten im Vorfeld Gedanken zur Zusammenarbeit gemacht haben. Doch kommuniziert wird das einmal mehr nicht. Zu den übrigen Kandidaten finden sich in den ICZ-Unterlagen keine Informationen über allfällige Bedingungen. Die Wahrheit ist: Mindestens zwei kandidierende Personen würden die Wahl ausschlagen, wenn Präsidiumskandidat 1 (statt 2) gewählt würde.

Es sind Wahlen, d.h. die Mitglieder haben die Möglichkeit, auszuwählen. Klingt simpel - doch der jetzige Informationsstand der Gemeindemitglieder macht das fast unmöglich. Wer steht für was, was ist die Motivation, was die Vision? Einzig die nicht kostenfreie Hauszeitung unternahm einen kläglichen Versuch, die Kandidaten zu portraitieren.

Für was stehen die Kandidaten (nicht die Präsidentschaftskandidaten)? Misch-Ehen, demografische Entwicklung der Mitglieder, neue Formen einer Gemeinde, Abwanderung/Austritte, Attraktivität der Gemeinde als solches, Kinder/Jungendliche/Noam...? Konstellation des künftigen Rabbinats? Internationale Kooperationen? Nichts. Kein Wort. Aber das Restaurant, das ist wichtig. Und allgemeine - beliebig austauschbare Worthülsen. Wie um alles in der Welt soll man sich hier ein Bild machen?

Dem nicht genug. Offenbar geht im Vorfeld der Wahlen die beiden Präsidentschaftskandidaten die Post ab - ganz nach dem Motto: sex sells. Es wird lobbyiert, intrigriert, Gerüchte verbreitet, Stimmung gemacht, auf den Mann/Frau gespielt. Das gehört zu Wahlen, schafft Profil, grenzt ab, fördert den Meinungsbildungsprozess und das ist gut! Aber bitte auf der Sachebene.

Der 2. Dezember kommt bald. Es wäre nicht verwunderlich, meldeten sich am Wahlabend selbst noch weitere Kandidaten - für Vorstand oder fürs Präsidium.

Donnerstag, 22. September 2011

Freitag Nachmittag einmal anders...

Na ja, wir haben schon kreativere Wochen gesehen. Aber so läuft's. Einmal so, einmal so. Eine Woche besser und in einer läuft's etwas schlechter. Und wenn wir schon eine schlechtere Woche haben, sollen wenigstens die Shabbes-Vorbereitungen gelingen. Oder eben nicht, sedölüeg:

Youtube bringt ziemlich viele weitere Hits mit dem besagten Autor bzw. Protagonisten.

Mittwoch, 24. August 2011

Die berühmte letzte Zeile...

Im Verlauf des Freitags werden auch die hiesigen Medien gemerkt haben, dass sich die Hure Maradona inzwischen nach Dubai zu Al Wasl abgesetzt hat (geschätztes Jahreseinkommen: 3 Mio. Euros, verlangte Tätigkeit: Clown spielen im Training, immer brav in die Kamera lächeln). Irgendwann in 3 Wochen dann, wenn werte Doris bis dann wieder den Grabenkämpfen mit den Teutonis entsteigt, wird dann in einer Randspalte und zur Volksbelustigung folgendes, absolut spontanes und in keinster Weise inszeniertes Video erscheinen. Nämlich dasjenige, wo er von einem Fussballplatz in den Hangar nebenan watschelt (in Dubai geht das Volk bekanntlich mit dem Flieger an ein Fussballspiel), ausgangs drei milchschnäuzige Emirenkinder hätschelt, und sich dann einer völlig ungeplanten politischen Aussage und einem hochrühmlichen "Viva Palestina" hinreissen lässt:

Nun, es mag ja jeder seine Meinung haben. Ich bin auch sicher, dass Maradona lange die Vor- und Nachteile einer solchen Aktion studiert hat, sich gewiefterweise eingelesen hat und sich nicht zuletzt von seinen notorischen Freunden Hugo Chavez, Fidel Castro und Mahmud Ahmedinijad beraten liess, ob dies jetzt wirklich einbringlich sei (wirklich vorgegangen ist er so: Jemand winkte mit einem Bündel Petrodollars, er leckte sich den Sabber vom Doppelkinn und sagte: "Was auch immer ihr wollt, nur her mit der Knete!"
Aus dem einstigen Rebellen und Genie ist ein Clown geworden, der sich für auch wirklich keine politische Aktion zu schade ist, der seine Seele für Geld verkauft und nun auch für Dinge einsteht, von welchen er keinen blassen Schimmer hat.
Wirklich unterhaltsam ist dann aber der letzte Satz, der ihm entfährt, als er abtritt. Pöse Zungen könnten hierbei ein Gebrabbel entdecken, dass verdächtig ähnlich tönt wie "Per il culo Palestina". Aber das wären wirklich nur die ganz Pösen. Alle andern dürfen gerne ein Korrigendum anbringen.

Dienstag, 2. August 2011

JLeague 2011/2012 und El Bully

Soeben ist die Nachricht publik geworden, dass die JLeague für die kommende Spielzeit wieder einen Startplatz für eine Mannschaft zu vergebe hat. Es wird hiermit auf die entsprechenden Regulatorien unter www.jleague.ch verwiesen, prinzipiell sei jede Mannschaft willkommen, deren Teammitglieder im Verlauf der Saison 2011/2012 das 16. Altersjahr vollenden (also 16 Jahre alt werden). Für die Kontaktaufnahme wird gebeten, ein Email an spielleitung(a)jleague.ch zu verfassen.

Im Übrigen hat die Schweizerische Super-League zwei weitere Schätzchen gefunden. Einerseits den FCZ, auf welchen inzwischen auch schon alle kopfschüttelnd runterschauen und sich niedlich fragen, was da eigentlich los sei. Antworten findet aber keiner. So auch nicht Thomas Schifferle, der heute Morgen im Tages-Anzeiger einen halbseitigen Kommentar auf der ersten Sportseite (also die letzte) in die Tasten haut. Was er eigentlich sagen will, bleibt aber allen verborgen. Ausser, dass er findet, der FCZ hätte in Lüttich in einem Motel übernachten sollen. Bravo und wir schreien morgen im Stadion alle den FCZ zum Sieg. Wäre schön, wenn die Hälfte der selbsternannten Experten dies morgen wenigstens dies tun würden.

Das zweite Schätzchen heisst Bulat Tschagajew. Die Schweizerische Fussballliga hat meines Wissens keine Geldwäscherei-Meldestelle und der entsprechenden Gesetzgebung auch nicht unterstellt, ausser dass sie sich selbst hierfür als Gehilfe strafbar machen könnte. Solches Risiko ist aber marginal und eine entsprechende Anklage ist doch sehr abwegig. Bis zum Gegenteil ist also Herr Tschagajew ein rechtschaffener Bürger. Ob er hierzu eigentümliche Wege einschlägt, eine sehr skurrille Arbeitspolitik betreibt, untersteht strikt dem Wayne-Prinzip. Der Schweizerische Fussball soll sich eher freuen, dass früher oder später der besagte Geldgeber Flüssiges in den Transfermarkt pumpt, welcher sich in diesem Sinne auch auf die anderen Mannschaften auswirkt. So kursiert heute schon, dass Xamax auf seiner Suche nach valablen (oder irgendwelchen) Stürmern die Fühler nach Ex-Insekt Raul Bobadilla ausgestreckt hat, der einem Wechsel zurück in die Schweiz nicht zwingend abgeneigt sei. Wir werden sehen.

Genauso werden wir sehen, wie gut die Schweizer Fussballer sind, die sich derzeit im siebten Himmel wähnen, weil sie Norwegen und Slowenien zugelost bekommen haben. Nominell mag dies ja so sein, dass jedoch auch die Heimaten von Zahovic und Solskjaer wissen, wie man Fussball spielt, soll nicht vergessen werden. Die laufende EM-Kampagne spricht gerade Bände, wie schlecht wir uns derzeit vermeintlich schlechteren Gegnern gegenüber präsentieren.

Mittwoch, 22. Juni 2011

Piqué und Shakira neue Chabad-Emissäre in Barcelona?

Kein Joke, Piqué und seine Freundin Shakira auf Besuch an der Kotel

Die Fakten sprechen jedenfalls für sich. Gemäss unbestätigten Gerüchten hat sich Gerard Piqué auch Interesse für eine Hashgacha für einen 613 Personen fassenden Eventsaal, eine Bäckerei, eine Pizzeria, ein Freubad und einen saftigen Simchesnaches in Zürich angemeldet. Alles unbestätigt, aber genauso sinnvoll wie andere Falschmeldungen.

Montag, 23. Mai 2011

Ein Tag im Leben des Fine by Fein

Grosse Szenen vorhin in der lokalen McDavid-Birkenstock-Filiale:



1. Ich habe direkt und natürlich in reiner Provokation einen Schwarma (steht seit Urzeiten auf der Karte, niemand hat aber noch nie einen lebendigen gesehen - ist wohl ein Andenken an die unheimlich guten Zeiten in Zürich) bestellt. Die Verkäuferin erträgt mich wohl schon nicht mehr, hat mich auch ziemlich entnervt angesehen und gemeint: "Sie müend das nöd bstelle, das gits bi ois NIE!". Hatte fast einen Krampf, entgegnete ihr aber trocken, sie solle es dann doch mal versuchen, von der Karte zu nehmen.


2. Mein aktueller Notnagel in Sachen Fleischeslust und kulinarischer Junkologie war von der Partie. Ich stehe also da und lass mir den Burger in vollends aleatorischer Weise (Hügel Coleslaw, kännsch?) mit Beilagen und Saucen füllen. Da liegt in der Auslage ein sehr attraktiver Kübel mit grünlicher Sauce, erweckte schon die Hoffnung auf Avocado-Crème. Ich: "Was ist das?". Birkenstock: "Das ist Cocktail-Sauce. Wollen Sie probieren?" Ich lehne dankend ab. Mein treuer Begleitung schaute mich entrüstet an und prollte mitten ins Lokal raus: "Wieso nöd? Im Sprüngli probier ich immer alles!"


GGK.

Mittwoch, 6. April 2011

Eto'o teilt aus

Offensichtlich ist die Rosso-Biancho-Crociato-Nationalelf nicht die einzige, welche von internen Querelen, Sonderaufmerksamkeits-Streicheleinheiten-Bedürfnis von ihren Divas und unzufriedenstellenden Resultaten geplagt wird. Auch Kamerun hat letzte Woche gegen Senegal trotz einem offensichtlichen Effort eine Niederlage eingesteckt und deshalb hat es Kritik einstecken müssen.
Samuel Eto'o, Aushängeschild der grünen Löwen und derzeit mit Inter in einer nationalen wie internationalen Baisse, trifft bei weitem nicht mehr wie zu seinen besten Tagen. Derzeit gelingt ihm gelinde gesagt fast nichts mehr, und er lässt sich auch die einfachsten Torgelegenheiten entgehen. Offensichtlich zupft dieses Tief auch an seinem Nervenkostüm Federn und so lässt er sich an der Post-Match-Pressekonferenz des Kamerun-Spiels seine Muskeln spielen und reisst einen allzu kritischen Journalisten in kleine Fetzen und statuiert ihn gleich mal als Nestbeschmutzer. Für diejenigen mit Französisch-Kenntnissen ein Leckerbissen. Sedö:


Dienstag, 5. April 2011

Pessach-Chumre, diesmal eine ernste!

Ein allzu oft vergessenes Prinzip bei der Vorbereitung des Panikfestes, ist dasjenige, das Chametz - unabhängig von seinem Aggregatszustand und Reife - springen kann. Ja mehr sogar: er wählt oft, in seiner perfiden und hinterlistigen Natur an die entlegensten Orte dieses Planeten zu springen. Deshalb darf sich in der Vorbereitung kein einziger Ort unserer Behausungen von der Reinigung ausgenommen werden. Nehmt einen Schutzanzug, Plastiksäcke über den Schuhen, atmet wie die Wissenschaftler im E.T.-Film und gebt auf keinen Fall auf! Chametz ist die moderne Inkorporation des Jetzer Hore, sozusagen ein Nachfahre von Haman (deshalb finden sich auch keine Lebkuchen auf Koscherlisten: er erinnert einfach zu stark an den Bösewicht in Shushan!).

Um der Seriösität unseres Anliegens Nachdruck zu verleihen (man merkt es dem Chassidus Chübelsack-Blog ja schon von weitem an, dass Pessach ist, die Redaktion wetteifert um die besten Artikel, als ob es einen Bonus in Form von Schmure Matzes für den besten Beitrag gibt), weisen wir nachfolgend auf eine besondere Pessach-Chumre (Pflicht!) hin, die uns alle in unserem Alltag beschäftigt. Sedö:
PS: Yannick ist mega. Er ist erst 15.

Dienstag, 22. März 2011

Jewbox.it


Frisch aus den Windeln steht seit knapp drei Wochen in Mailand eine kleine Kiste. Eine kleine, quadratische Wunderkiste, die andauernd plappert und soundet, übertragen gesprochen natürlich. Tatsächlich handelt es sich um das erste italienisch-jüdische Online Radio-Projekt, welches 24 Stunden am Tag sendet. Gekocht wurde das Projekt vom Eigentümer von Radio 105 Italien, welcher mit Knowhow und Technik dem Projekt beiseite stand, sowie von einer Fünfzigschar engagierter und interessierter Projektmitarbeiter, welche diese kreative und bereichernde Innovation im europäisch-jüdischen Kulturleben mittragen.
Gesprochen wird das Radio natürlich auf Italienisch. Da eigentlich alle Moderatoren und Redakteure nebenbei einem Beruf nachgehen, besteht das Tagesprogramm aus Playlists sowie Nachrichten aus den verschiedenen Redaktionen (Information, Kultur, Gemeindeleben, Judentum, Jugend). Das Musikangebot besteht aus einem Gemisch zwischen jüdischen Interpreten, italienischem Pop und Folk sowie sehr breit gestreuten internationalen alternativen Musikern. Noch steht das Projekt in den Kinderschuhen, und es sind erst einige Pilotsendungen auf dem Kanal hochgeladen worden. So berichtet beispielsweise Mirjam Camerini in Jewleschine (abgewandelt von Moleskine) über Reisen in die entferntesten Ecken der Welt und führt den Hörenden in ihrem ersten Beitrag gleich in die "Pardes"-Metapher aus der Gemara in Chagiga. Andere Sendungen heissen Prozadik, Armaghetton, Labna oder Zooish.
Mittelfristig will das Jewbox-Team auch Podcasts für unterwegs anbieten, welche von der Website herunterzuladen sein werden.
Wer also zur Abwechslung Lust hat auf italienischen, jüdischen Sound und interessante kulturelle Beiträge, soll mal reinhören: www.jewbox.it
Zwei Daumen hoch und grossen Respekt für das persönliche Engagement für dieses Projekt. Andernorts träumt man von solcher Initiativität, Pioniergeist und Einsatz. Andernorts können konsumistisch ausgestaltete Anlässe wie Parties organisiert werden und man genehmt sich selbst, aus Trägheit, Ausredefreudigkeit und anderen "ein Jude-zwei Synagogen"-Motivationen, zuhause zu bleiben. Schade.

Donnerstag, 10. März 2011

Musser 2.0

Wir leben in einer schweren Zeit wo links auch mal rechts ist und Pessach eigentlich Purim ist; wo koscher auch mal nicht so koscher ist und eigentlich gar nichts mehr ist, wie es sein sollte.
In dieser schweren Stunde kommt eine unbekannte Frau auf Youtube daher und rückt mit einer Geschichte alles wieder ins Lot.
(Meine Lieblingszitate: "They had a drink. I think it was called "dackere" or something. Anyway, it had a little bronfen inside... I couldn't have bronfen... for whatever reason... you know... I can't talk about it..." sowie "Miami is a very nice continent" und natürlich "Mamesch a Picknick")

Freitag, 18. Februar 2011

Fine by Fein wieder im Dorf und der Joke des Tages

Nachdem eine vereinigte Redaktorenschaft gestern einen offenen Brief an die Wirten des "Fine by Fein" geschickt hat, ging innert kürzester Zeit eine Replik ein. In der Sache und Argumentation sei die Kritik uneingeschränkt gerechtfertigt und noch am selben Abend werde das aufdatierte Koscherzertifikat aufgehängt.
Edith meint, es sei nun amtlich kontrolliert worden und die Teuda ist bis Adar 5772 gültig. Danke!
Und zur Abrundung dieser durchschnittlichen und ziemlich normalen Woche verabschieden wir uns vorerst mit einem überdurchschnittlichen Joke. Angeblich gibt es auf Youtube eine Serie von "Old Jews Telling Jokes". Einige davon sind ziemlich erbärmlich. So macht sich unter anderem auch der renommierte Rechtsprofessor und Strafverteidiger Alan Dershowitz eher keinen Gefallen, einen mässig unterhaltsamen Beitrag zum Besten zu geben. Ganz im Gegensatz zur hier zum Besten gegebenen Unterhaltung zweier jüdischer Wale. Sedö lüeg und Git Shubbes:

Montag, 31. Januar 2011

Serie A Round Up vom Wochenende Ende Januar 2011


Chievo-Brescia 3:0. Gelson Fernandes, unser Held vom Wm-Match gegen Spanien, also der Herzinfarkt-Multiplikator, spielt im defensiven Mittelfeld. Liefert eine solide Partie ab, u.a. reicht es auch zu einem direkten Assist auf der gegnerischen Grundlinie zum 1:0-Kopfball durch Pelissier (Note 7 von 10)


Inter-Palermo 3:2. Pajtam Kasami ersetzt hierbei beim Stand von 0:1 (später 0:2) nach einer Stunde den Torschützen Fabrizio Miccoli. Er holt sich sogar einen Penalty gegen Lucio heraus, den aber Pastore nicht an Julio Cesar vorbei bringt (6).


Lecce-Cesena 1:1. Steve Von Bergen liefert das nächste tadellose Spiel ab. Der Ex-FCZler steht wieder einmal solid und verdient sich eine genügende Note, für einmal nicht die Höchstnote der Verteidigung (weil er gegen vorne keine Akzente setzt, sondern nur dafür sorgt, dass in seinem Sektor der Verteidigung Ordnung herrscht - 6).


Genoa-Parma 3:1. Blerim Dzemaili steht nach Magen- und danach Muskelproblemen wieder in der Stammformation. Verliert das Direktduell im defensiven Mittelfeld aber deutlich (5.5).


Napoli-Sampdoria 4:0. Wenig zu holen für die Blaugeringten beim derzeitigen Tabellenzweiten im San Paolo. Cavani erzielt erneut zwei Tore. Reto Ziegler seinerseits stösst nicht in den Angriff, lässt sich hinten wiederholt überrumpeln. Möglicherweise tragen die Transfergerüchte um den gestandenen Nati-Spieler nicht zu seiner Leistung bei (zuerst Malaga, dann AC Milan, zuletzt soll's Lazio Rom sein - 5). Immer noch nicht einsetzbar ist der rekonvaleszente Marco Padalino.


Lazio-Fiorentina 2:0. Stefan Lichtsteiner spielt diskret, verhindert jedoch substanziellen Schaden durch seinen gefährlichen Gegenspieler Santana (6). Valon Behrami debütiert für die Fiorentina, jedoch nur für ein paar Minuten (ohne Bewertung).


Juventus-Udinese 1:2. Und die Alte Dame strauchelt wieder. Gökhan Inler verbucht eine optimale erste Halbzeit, danach flacht er ab und wird in der 66. Minute durch Denis ersetzt (6). Almen Abdi, seines Zeichens prämiertester Fehlberatener der Axpo Gurkenliga, kommt in der 70. Minute für Antonio Di Natale und leitet den Assist zum 1:2 durch Isla mit einem schönen Überkopf-Pass ein. Zieht nie den Fuss ein, definitiv im Aufstieg begriffen (6).


Und sonst? Martin Angha aus dem FCZ-Nachwuchs hat es in den Profibetrieb von Arsenal London geschafft und kriegt einen Profi-Vertrag. Bei den FCZ-Junioren hat sich ein River Plate-Testspieler (aktueller ARG-U17-Nationalspieler) eingeschlichen. Der neue Pancho? Oder kommt der wirklich (schon noch) wieder? Oder ist das der Lutz? (Wo ist der eigentlich?)

Montag, 20. Dezember 2010

Mit sanftem Druck auf die Tränendrüse

Guten Morgen,

Ein gutes Karma ist in manchen Berufen unabdingbar und man sollte möglichst viel dafür tun, es so rein wie möglich zu halten. Seit dem WM Gewinn im letzten Sommer, ausgiebig zelebriert im Blog eures Vertrauens, hat Xavi einen dunklen Fleck in ebendiesem, hervorgerufen durch dieses kleine Mädchen:



Herzzerreissend, und weil Barca im Moment in aller Munde ist, hat sich ein katalanischer Sender die Mühe gemacht, so kurz vor dem Jahresende Xavi eine reine Seele und das Reparieren seines Karmas zu ermöglichen:



Man beachte bitte wie Xavi beim Einspielen des Videos beinahe losheult.

Auf den Weltfrieden!

Montag, 13. Dezember 2010

Top of the Weekend

- Schabbes. Weil er auch im Winter lange genug sein kann (sofern man nicht pennt), weil er niemandem weh macht und weil es kalt genug ist, dass man sich eine warme Kappe für unterwegs anziehen muss.
- Am Mozei den Fernseher anstellen und der FCZ läuft ein. Dem sagt man Scharia-konformes Ginggen.
- Der Videobeweis, die Ungerechtigkeit der Welt, alle immer auf die gleichen los, Amateur-Schiedsrichter und der FCZ schreit wieder mal nach Weltverschwörung (so unsäglich der Entscheid auch ist, genauso war das Spiel - einen solchen Gegner muss man schlagen)
- Messi. Immer wieder und immer mehr. Der Kombo-Treffer mit Dani Alves ist wahnsinnig. Sucht ihn auf http://www.101greatgoals.com/ raus, es lohnt sich definitiv.
- Her Majesty. Weil er immer die besten Ideen hat, weil er die schönsten Jellybeans für mich aufbewahrt und bereits an den Weihnachtstochnit gedacht hat.

Negativ: Die Gedenkfeier für den sechshundertdreizehnten Jahrestag der Zerstörung von Minas Tirith. Never forget!

Dienstag, 7. Dezember 2010

Revue des Wochenendes

Chaschdänke. Känämä. Denjenigen, die gestern über halbgefrorenen Grachten unterwegs waren und immer wieder denselben Beat hörten, die wissen warum. Für alle andern:

Und ja! Lützel und Brno waren auch am Start!!!

Dienstag, 30. November 2010

Die 8 Roboter-Armee, Matisyahu's Wunder und der Channukah-G-dcast



Und was meint Matisyahu selbst dazu:
There’s so many Christmas songs out there, I wanted to give the Jewish kids something to be proud of. We’ve got Adam Sandler’s song which is hilarious but I wanted to try to get across some of the depth and spirituality inherent in the holiday—in a fun, celebratory song. My boy Kojak was in town so at the last minute we went into the studio in the spirit of miracles and underdogs and this is what we came up with.

Happy Hannukah!!

Montag, 22. November 2010

Gruppe Panik ist auch schon hier!!!

Linos Wetterstübli bittet um ihre Aufmerksamkeit. Aufgrund meiner Beobachtungen des Harndrangs von brünftigen Bibern, dem Stuhlgang von Ameisen und nach Rücksprache mit Zeiser und Andreas Kunz (Netznatur) über die Zeichen der Zeit vermelde ich die folgende Vorhersage für die nächsten Tage:

Also, die Langlaufski wachsen, die Ketten fürs Auto ölen und genug Geduld am Morgen aufbringen, denn es könnte ungemütlich werden.

Ich wünsche gutes Gelingen!

Donnerstag, 18. November 2010

Pique, der Nüsslikatapulteur

Nachdem die gestern noch lauthals angekündigte Interviewfolge mit der Fussballmätresse Her Majesty ausgeblieben ist, nachdem gestern stellenweise wieder mal gezeigt war, dass die Schweiz auch ohne Gygi, auch ohne Blerim immer noch aus dem Spiel heraus fast zu Toren kommt, nachdem stundenlang diskutiert worden ist, ob Nani's Schuhbändel wirklich bereits im Offside war, soll insbesondere der bereits angekündigte Schalk von Gerard Piqué zu Tage treten. Hat zwar gestern stellenweise gegen die Portugiesen alles andere als solide ausgesehen und verschuldete einen Teil der Treffer, aber amüsieren kann sich der Herr alleweil. Sedö lüeg:

Freitag, 29. Oktober 2010

Trejfenes Handy - Schulausschluss



9 (neun!) Girlies aus dem BJJ-Sem(inar, Beis Jaakov Jerushalajim) sind aus der Schule geworfen worden, weil sie Handys besitzen, welche nicht als "koscher" (siehe erstes Bild) oder regelkonform zertifiziert wurden (Handys mit SMS-, GPS oder Internet-Zugang sind verboten, da sie direkten Zugang zum Purgatorium von unerlaubten Kontakten, Fussballresultaten und offensichtlich auch zum skandalösen Livestream von onlysimches.com verschaffen).
Ynet.co.il berichtet, dass anfangs des zwölften Schuljahrs ein Mädchen in der Klasse mit Handy in der Hand hochgehüpft ist und verkündet hat, dass sich ihre Freundin eben verlobt habe. Die Lehrerin bemerkte so, dass sie diese fröhliche Kunde per SMS in Erfahrung gebracht haben musste und rief unverzüglich nach dem Rektor. Dieser durchforstete in seinem investigativen Chapp gleich auch noch den SMS-Speicher und fand noch acht andere Ladies, die SMS empfangen oder versendet hatten. Resultat: alle neun wurden der Schule verwiesen.

Eine Schülerin sagte aus, es gebe Mädchen, welche sich ein solches koscheres Telefon zusätzlich erwerben würden, um es vorzuweisen, wenn sie erwischt würden (als ob das hilft...). Niemand wolle aus der Schule geworfen werden, wenn es nur noch 6 Monate gehe bis zum Beginn der Schidduch-Saison (ist ja wohl auch das einzige Problem).

Wir posten diese Geschichte aus verschiedenen Gründen. Erstens sind wir froh, dass in wenigen Stunden Shabbes ist und somit die Problematik der Verleitung durch SMS für wenigstens einige Stunden wegfällt. Zweitens möchten wir für Guysolino's Theorie des teuflischen Einflusses der USA auf unser tägliches Leben ein weiteres Beispiel bringen - dies unter der mutigen Annahme, dass Handys wohl in den USA erfunden wurden(, wobei mir in den nächsten 613 Sekunden sicher ein Partywisser einen Entgegnungslink präsentieren wird). Drittens und insbesondere widmen wir dieses Mail unserem theologisch verwirrten Kollegen Johan Vonlanthen. Über ihn berichtete heute Kollege Bernhard im Blick (Blick-Artikel), dass eher seltsame Forderungen des bekennenden Adventisten an seinen potentiellen Arbeitgeber Hapoel Tel Aviv gestellt wurden, welche angeblich eher wenig Anklang finden. Wir schlagen deshalb vor, Herr Johan solle doch einfach die Möglichkeit von Spielpraxis annehmen, spielen und sich wieder in den Dunstkreis von König Ottmar spielen. Erstens brauchen wir ihn da dringend, zweitens braucht er den Fussball (für alternative Karrieren ist es womöglich schon zu spät) und drittens kann er ja sein religiöses Gewissen beruhigen, indem er sich ein koscheres Handy und eine Hapoel-Kippa kauft.
Und zum Schluss noch dies:

Man wollte diesbezüglich kein eigenes Posting eröffnen, aber zur Koscherversorgung in der Stadt Zürich folgende Kurzszene heute Morgen in der neu eröffneten Bäckerei Lassova an der Waffenplatzstrasse. Die Szenerie sieht nach Work-in-progress aus. Die Decken sind wohl noch zu verputzen oder zu renovieren, die Gebäck-Möbel sehen aus, als seien sie aus Mahagoni, einige Backwaren sind effektiv neu und sehen lecker aus. Natürlich fehlen auf den Auswahlkarten die obligaten Schreibfehler nicht (weiss gleich keinen mehr, hat aber ein paar gute darunter). Nur das Personal (u.a. die obligat-schöne Schwiegermutter) ist noch dasselbe. Man kommt also am Freitag Morgen um 08:00 rein und will Challes.

CC: Haben Sie Challes?

L(assova): Ja.

CC: Kann ich welche haben?

L: Grosse gibt es keine mehr. Ich kann aber anrufen und sehen, ob noch welche kommen (AdR: Nochmals zur Erinnerung, es ist Freitag, 08:00 Uhr).

CC: Wieviel kosten sie denn?

L: Fr. 5.50 für die grosse (bei FbF sind sie auch nicht günstig, kosten aber Fr. 4.50 für die etwa gleiche Grösse).

CC: Okay, ich geh dann mal. Danke!

L: Kaufen Sie doch was anderes, wollen Sie nicht einen Kuchen?


Ich glaube, ein weiterer Kommentar erübrigt sich. Gut Shabbes.

Montag, 11. Oktober 2010

Zeit, am Schicksal zu rütteln

"Packt Euer Schicksal mit beiden Händen. Rüttelt daran, als gebe es kein Morgen, bis obenaus die fruchtbare Hoffnung emporzischen wird!"
Mutmassliche Worte von Churban Matthias Brünzel vor der Schlacht zu Marignano

Verehrte Genossen, wir stehen wieder einmal an einer dieser Gelegenheiten, vor einem dieser Schicksalsspiele, welche wir uns jedes Mal herzusehnen haben, wenn die Schweizer Werkself nicht gerade in einer glücklichen und mythischen Sternstunde Spanien schlägt. Es ist wieder zu zeigen, dass wir vielleicht keine Denilsons, keine Rivaldos und auch keines Nestas in unseren Reihen zählen, dass auch in der Schweiz jedoch guter Fussball gelehrt wird, der nicht nur auf Betonmischerei beruht. Wir müssen zusammenstehen, füreinander weite Wege gehen und das Glück herausfordern, im Mittelfeld Risiken eingehen. Allzu oft sind wir in den letzten Spielen davon ausgegangen, dass ein Unentschieden gar nicht so ein schlechtes Resultat ist. Chile, Montenegro und wie sie alle heissen.
Und wie so oft können wir uns auch die Frage stellen, welche uns Schweizern so oft auf der Zunge liegt: Wie ist es möglich? Die sind doch dafür teuer bezahlt? Erstaunlich ist aber insbesondere der Umstand, dass wir eine Nationalmannschaft von Zwillingen hat. Derdiyok schiesst in 40 Bundesliga-Spielen eine zweistellige Anzahl Tore. Barnetta spielt in Leverkusen seit Jahren solide, Frei war im Ausland (und bei Basel) eine stets feste Grösse. Um Inler bemühen sich Liverpool und Inter. Ziegler wird mit Juventus in Verbindung gebracht. Von Bergen liegt mit Cesena auf einem guten Weg zur Behauptung in der Serie A. Alles talentierte Söldner, alles zufriedenstellende Klubspieler. Aber im Länderwettbewerb gurken sie alle. Ist der Druck grösser? Oder die Motivation kleiner? Die Perspektiven auf grosse Erfolge trotz der ständigen Siegeswelle der U21 zu klein? Ist das die Generation, von welcher im 2002 noch gesagt wurde, diese U21-Spieler würden mal ganz grosse? Und dann läuft die EM-Kampagne im 2010 und die Gefahr ist mehr als real, dass die Qualifikation bereits nach zwei Spielen zur unerreichbaren Illusion wird?
Es heisst auf jeden Fall wieder mal, aufwachen, es ist wieder EM-Zeit! Zusammenstehen, füreinander gehen, für die Mannschaft zu spielen! Die Jungs auf dem Fussballplatz, wir auf dem Platz des 16. Juni 2010, den wir noch so überbordend frohen Mutes dem Jubel und den Fans gewidmet hatten und den wir morgen wieder bis zum Bersten füllen werden. Um die Hoffnung aufrecht zu erhalten, für den Weltfrieden und natürlich auch für den dreifachen Flickflack.

Ich geh morgen übrigens wahrscheinlich "The American" schauen. Aber das hat ein überparteiliches Komitee unter Leitung der Berber-Rebellen in den Sand geschrieben.

Der Postscriptor meint, dass das Berbersche Revolutionskomitee angesichts der Brisanz der Ereignisse von heute Abend das akute Kluni-Ergötzungsbedürfnis zurückgestellt hat und sich heute Abend ebenfalls in die Landesfarben werfen und sich DJ des Nebelhorns profilieren wird.

Der Post-Postscriptor verweist im Sinne des Fehlens jeglichen Zusammenhangs und des Bedürfnisses, sich jeweils am Dienstag Morgen kulturell zu betätigen auf die Tagi-Splatterkinokritik von "Piranhas 3D" hin. Darin findet sich unter anderem auch die Aussage, Elisabeth Shue habe eine grossartige Zukunft hinter sich. Was eine Aussage, Respekt!