Spatzen pfeifen es von den Dächern. Zürich Süd (j.s.) stehen wegweisende Wochen bevor.
Neben dem 3- Jahresjubiläum des Teppichhändlers an der Albisstrasse, wählen die 98% - Erwachsenen ihre neue Generation von organisatorischen und geistigen Fürhungsspielern.
VoSuKo’s wurden gebildet, Wahlkampagnen via D.W. (privat) im Volk verbreitet und die Occupy Bewegung wurde ebenfalls eingespannt und diese protestierte im Zeichen des Davidsterns und forderte günstigere Mieten (sie drohte dabei auch mit Rücktritt).
Die Wahlen werden in durchaus fairem Rahmen durchgeführt. Für die bundesverfassungsrechliche Wahlfreiheit sorgt die JLeague Foundation , insbesondere deren Institut für Coporate Governance.
Um den letzten Zeilen mehr Kraft zu verleihen, ist es der Redakton des CC- Blogs gelungen, den unabhängigen Nordschweizer Politkbeobachter El Tigre zu einer Einschätzung der aktuellen Situation zu befragen, sedolüeg.
Zeiten politischen Umbruchs stehen an. Welche politische Gesinnung wird obsiegen?
Eine schwierige Frage. Ich habe das Gefühl, dass die politische Mitte ihren Siegeszug auch im 2012
auf Gemeindeebene fortführen wird. Denn die politische Rechte scheint sich in diesem Jahr auch rund
um die Wahlen eine Auszeit zu gönnen, während die politische Linke zu viel mit Kaddejschim und Vorhängen beschäftigt ist. Das Risiko, bei langweiligen Kandidaten zu enden, ist damit natürlich latent.
Aber es gibt auch gewisse Dauerbrenner, welchen in dieser Zeit einiges zuzutrauen ist. Ich werfe beide Augen in Richtung SCHÄM-Verwaltungsrat.
Inwiefern spielen die neusten charejdischen Unruhen in Bejt Shemesh eine Rolle?
Eine schwierige Frage. Wie bemerkt ist die politische Rechte im Moment im Winterschlaf. Bzw. sind keine ernst zu nehmenden Kandidaten in Aussicht. Inwiefern die aktuellen Unruhen zu einer erstärkung der Rechten beitragen wird, ist schwierig abzusehen. Es könnte gar auch zu einer Schwächung führen.
So habe ich auch schon beobachtet, wie der Vorhang am Freitagabend schon bedeutend energischer und mit mehr Chejn aufgezogen wurde. Andererseits sollen auch schon Kinder abgerichtet worden sein, den Vorhang während eines Vortrages zuzuziehen.
Inwiefern solche Guerilla-Aktionen Einfluss nehmen können auf das politische Klima, wird sich zeigen.
Die Occupy- Bewegung fordert in einem Pamphlet, die Aufnahme des ersten Bandes der Chassidus Chübelsack Saga, in die Bibliothek. Was sagt die Intelligentia dazu?
Eine schwierige Frage. Soll man warten, bis das Werk komplett ist? Wird es das denn je? Ich würde sagen,
das Buch muss aufgenommen werden. Schon nur aus „war schon immer CC-Fan“-Gründen. Dass sich gewisse Individuen an manchen Inhalten stören werden, wird nicht zu vermeiden sein. Aber welches Buch kennt dieses Problem schon nicht? Ich persönlich habe zum Beispiel grosse moralische und auch ethisch-theologische Probleme mit Büchern wie „Guinnes Buch der Rekorde“, der September-Ausgabe des „Lustigen Taschenbuches“ sowie mit dem „Schlauen Buch“ von T.,T. und T. (Namen der Redaktion bekannt). Oder auch mit der kompletten Shottenstein-Edition von Artscroll (seit ihrem infamosen Auftritt in Hollywoods „Book of Eli“).
Erwarten Sie in den kommenden Wochen in den Freitagabend- Draschot eine Zunahme politsicher Wahlslogans?
Eine schwierige Frage. Aber ein Klassiker. Kirche und Staat mischen? Ich sage, das wird nicht zu verhindern sein. Gewisse Strömungen aus dem Norden werden sich diese Gelegenheit nicht nehmen lassen, die Wahlen historisch-politisch zu analysieren und uns zu erklären,warum er die ganze Idee mit den Wahlen eigentlich erfunden hat. Auch gewisse teutonische Strömungen tendieren dazu, die Zeit der Wahlen als Plattform für angestaute Aggressionen und pädagogischen Kampfreden zu nutzen. Daher mein Tipp: Nicht ärgern, sondern Bambas mitbringen, zurücklehen und geniessen.
Nennen Sie uns bitten den demokratischsten Single Malt, den Sie kennen.
Eine schwierige Frage. Als erster fällt da natürlich der Gelngoyne auf, da er klassischerweise für Völkerverständigung und Annäherung der Kulturen eintritt. Vor einigen Jahrzehnten hätte ich auch noch die 3. Edition vom Ben Riach genommen. Aber der hat sich inzwischen selbst aus dem Spiel genommen. Und in Basel hätte ich hier natürlich den Glendornach aufgeführt. Schliesslich lebt die Region aus Isle of Dornach seit Jahren eine vorbildliche Demokratie vor. Doch ich muss mich ja für einen entscheiden. Daher greife ich auf den etwas unbekannten „Glen Deveron“ zurück. Erinnert mich an jemanden, der nicht nur schön ist, sondern auch krass.
Wie findet ein Vorstandswahl unter Heringen statt?
Eine schwierige Frage. Ich denke die Frage müsste aber eher so lauten „Wie findet eine Vorstandswahl unter Scott McWayningen statt“. Denn die Ruhe rund um diese Wahlen und das vollständige Fehlen von Kandidatur-Kolportationen deuten schon sehr darauf hin, dass alles mehr oder weniger geregelt ist. Ich denke, sowohl alle neuen Vorstandsmitglieder wie auch der neue Präsident sind bereits gefunden. Ob es an der GV zu spontanen Kandidaturen kommt (kennt man ja von der Weida), bleibt sowohl offen wie auch schwer zu hoffen. Vor allem des Spektakels wegen.
Wo könnte sich die JLeague Foundation für Recht und Verfassung ihr know how in diesem wichtigen Moment einbringen?
Eine schwierige Frage. Aber eine ebenso wichtige. Ich denke, dass die JLeague Foundation für Recht und Verfassung – oder einfach kurz die Foundation – hier eine grosse Chance hat, sich entscheidend zu positionieren und natürlich auch zu profilieren. Als Hüter über Sprache, Zucht und Ordnung sehe ich es gar als Pflicht an. Eigentlich müssten sich die Verantwortlichen Fragen, ob es nicht bereits an der Zeit wäre, Grössen wie Chürban B. aus C., Gwürzbi B. aus Z. oder auch Max Scott ins Rennen zu schicken.
Die Foundation hat zudem noch ein Ass im Ärmel: Klonimos Isroel Troll Tuchfühler. Wenn die Foundation auf ihn setzt, kann es eigentlich nichts schief gehen. Denn er kann fast alles. Ausser fliegen; davor hat er Angst. Sollte die Foundation aber auf eine Kandidatur verzichten, empfehle ich allen Lesern zumindest die Liste der JLFfRuV (Listen-Nr. 613) einzulegen und so für Stabilität und Kontinuität im Süden Zürichs zu sorgen.
Wir danken dem Politikexperten herzlich für diese kurze aber tiefgründige Einschätzung.
Weitere Updates zum bevorstehenden brisanten Wahlmonat folgen in unregelmässigen Abständen im Blog eures Vertrauens.
Für den Service Public
Tripolensis & Grasl
Mittwoch, 28. Dezember 2011
Entscheidung 12 in Zürich Süd – Zwischen Konkordanz und Kehile- Judentum (Teil 1)
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Grasl
um
16:02
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Divrei Chassidim
Labels: Chelm, Eretz und Medine, sport unterem davidstern
Montag, 22. August 2011
Bonjour le gratüloor
Alle, die im Sommer in Israel waren, können es bestätigen; Ivrit ist ein für alle mal überbewertet. Wer kein französisch kann, muss es erst gar nicht versuchen.
Auch die lokalen Behörden, Geschäfte und weiss der Teufel was sonst noch, haben sich inzwischen angepasst. So ruft der Bademeister am Strand neu auch "Missje, Missje. Sortee de l'o! Silt wu ple!"
Welche sprachlichen und amüsanten Konsquenzen das für den neutralen Touristen hat, soll mit diesen Bildern verdeutlicht werden:
Beginnen wir mit einem harmlosen
Was genau sind peaple sind das "people", die am "sea" wohnen? Oder einfach Erbsenmenschen?
Ich ich ich. Alle anderen sind eh doof.
Man müsste meinen, dass es sich lohnen würde, auf Namesbändchen die Namen so zu schreiben, wie sie in praktisch allen Teilen der Welt geschrieben werden. Weit gefehlt! Etweder franzesch oder nichts! Punkt!
Hauptsache vielsprachig! Alles andere isch doch egal.
Ginge es nach diesem Etablissement, hiesse "Grill" auf Ivrit "Shipudim" und auf franzesch einfach "Chez". Konsquenterweise passe ich mich an: "Hey Chef, kannst Du mir noch eine Wurst auf den Chez legen?" Oder "Gehen wir heute chezen?"
(Man bemerke ausserdem, dass der Gastgeber hier offenbar auf englisch und franzesch Charly heisst; auf Ivrit ist es allerdings Shirli...)
Und das ist das Menü von Charly/Shirli:
Ich verzichte auf die Markierung aller Fehler und lasse es als kleine Denksportaufgabe offen. Wieviele Fehler findet Ihr? (Achtung: Es hat sowohl im franzeschen wie auch im englischen Teil diverse Fehler.) Es hat insgesamt mindestens 8 Fehler.
(Sorry: Einen Fehler muss ich doch herausheben. Was in aller Welt ist "Toore" und wie wurde daraus (im englischen Teil!) Chakchouka Mergez?!"
Alles in allem ist das (h)eilige Land ganz klar ein Fall für unseren geliebten Hüter der Sprache.
Bisous und bis bald
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eltigrenumerouno
um
13:11
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Divrei Chassidim
Labels: Anomalia, Eretz und Medine, Gazno?, vacaciones
Donnerstag, 23. Juni 2011
Calciopoli in Israel angekommen
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Gonzalez Tripolensis
um
17:07
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Divrei Chassidim
Labels: 13.05., Eretz und Medine, Inyanei de Yuma, sport unterem davidstern
Dienstag, 5. April 2011
Marokko - Zwischen Antike und Moderne, zwischen 11. September und Feinstaub
In Anbetracht der politischen Veränderungen in Nordafrika und dem Nahen Osten, hat sich unser Afrika- Korrespondent G. Tripolensis, via Lampedusa auf den Weg nach Marokko gemacht. Sehr glücklich sind wir, dass er den Weg zurück auch wieder gefunden hat und wohlauf im Lande ist.
Gezeichnet von den Erlebnissen und Eindrücken dieser Reise - Tripolensis hat mich für einen Moment an Max Göldi erinnert- hat er sich für dieses Interview zur Verfügung gestellt.
Dieses wurde, Dank der Kooperation des Chübelsack- Blogs mit der JLeague Foundation für Recht und Verfassung, ermöglicht.
Schildern Sie uns bitte die aktuelle politische Ausgangslage im Nordafrikanischen.
Politisch unterscheidet sich die Lage in Marokko entscheidend von den anderen Ländern, in welchen derzeit Unruhen und Aufruhr stattfinden. Marokko ist eine Monarchie und die Bevölkerung hat eine grosse Ehre vor ihrem König. Dies ist sowohl auf dem Land wie in den Städten spürbar. Viele Lokale bezeugten, dass der König Mohamed VI. sowie sein verehrter Vater Hassan II. sich für das Land aufopferten und so viel für die Bevölkerung tue. Dennoch führt er in verschiedenen Städten Höfe und grosse Paläste, die er für einen Teil des Jahres neben seiner gewohnten Residenz in Rabat bewohnt. In vielen Kaffees und Restaurants, in welchen ein Angehöriger der Königsfamilie gespiesen hat, hängt ein Foto von ihm mit dem stolzen Inhaber. Man muss auch sagen, dass die Städte eine eindrückliche Zahl von sehr imposanten öffentlichen Gebäuden und Moscheen hat, welche ohne den königlichen Support nie derart üppig ausgefallen wären.
Die Könige waren im Übrigen immer grosse Unterstützen der religiösen Minderheiten Marokkos, so auch der Juden.
Wie lebt es sich dort als 825er?
Das Leben der Juden ist eine sehr eigenartige Geschichte. Wie in allen nordafrikanischen Ländern litten die ansässigen Juden während der Kriege in Israel an den ihnen gegenüber manifestierten Repressalien und Anfeindungen. 2003 explodierte (neben staatlichen Gebäuden und ausländischen Cafés) vor zwei jüdischen Einrichtungen Bomben. Die Attentate wurden von der Al Kaida verübt. Da sich diese zu allen israelischen Kriegen wiederholten, entschied sich die breite Mehrheit der judäischen Volksfront zur Auswanderung. Kanada, Frankreich und Israel erfuhren so eine grosse Einwanderungen und zählen heute eine sehr breite marokkanisch-jüdische Bevölkerung. Casablanca zählt heute noch vielleicht 4'000 Juden. Vor 1950 waren es deutlich über 200'000. In anderen Städten sind leider nur noch sehr imposante jüdische Friedhofe und in Orten wie Fes, Essaouira und Marrakesch auch eine Synagoge zu finden. Fes beispielsweise wird heute noch von 80 Juden bewohnt, die es jeden Shabbat schaffen, zwei Minjanim zu stellen. Leider sind diese Juden aber zumeist 50 Jahre alt und darüber. Die jüngere Generation bzw. deren Kinder sind alle in die oben genannten Länder ausgereist und kommen für die Feiertage zurück, wenn's hoch kommt. Viele marokkanische Juden kommen regelmässig für Hilloulas oder die Verehrung von Gräbern vergangener Koryphäen zurück oder verbringen die Feiertage in idyllischen Orten wie Marrakesch.
Viele Städte haben in ihrem historischen Kern einen Mellah, vom hebräischen Wort für Salz abgeleitet, da viele Juden Händler waren und auf dem Markt ihre Ware anpriesen. In diesen Mellahs ist leider wenig bis nichts Jüdisches mehr zu finden.
Wurde das Rad und die Glühbirne dort bereits erfindet?
Eines der eindrücklichsten Dinge in Marokko ist die Gegensätzlichkeit zwischen imposanten Gebäuden, Palästen und Moscheen einerseits und der Armut andererseits. Vielerorts wird gebettelt, in den Strassen führen Behinderte einen Lautsprecher mit religiösem Inhalt spazieren oder starren an Ecken ins Leere - mit ausgestreckter Hand. Lokale erzählten uns zudem, dass viele ihre Besitztümer auf dem Land und die tägliche Arbeit aufgegeben hätten, um in der Stadt zu leben. Auch wenn dies bedeute, dass sie für ihren Lebensunterhalt betteln müssten.
Die Städte sind eigentlich in einem mediterranen Sinn sehr modern. Die BMW's und VW's fahren auch hier auf runden Rädern und es gibt ein breites Bewusstsein für die Besucher des Landes, sprich überall wird kopierte Ware feilgeboten bzw. Ware, welche mal von einem Lastwagen gefallen sein muss. Auf dem Land gibt es Platz für das klischierte Bild Marokkos. Esel, Schubkarren, Schafe überqueren die Strassen, Strassen in schlechten bis keinem Zustand (inzwischen aber fast immer geteert). Auch Glühbirnen konnte ich entdecken, jedoch leider keine farbigen und keine hängenden. Schade, eigentlich.
Arbeiten die Leute dort etwas mit Computer oder in Real Estate?
Erstaunlicherweise leider nicht. Laydder. Viele gehen noch sehr bodenständigen und konkreten Tätigkeiten nach, sprich sie sind Händler, Importeure oder lassen Waren in Marokko verarbeiten, weil die Arbeitskraft hier günstiger ist. Oder sie verkaufen Schmattes.
Sehen sie Zusammenhänge zwischen der politischen Ausgangslage, dem 11. September, der Klimaerwärmung und dem Feinstaub?
Hierfür müsste man eigentlich fast ein akademisches Auslandjahr mit einem Stipendium vom Albert Stahel-Institut absolvieren. Dies sind Zusammenhänge, welche sich von blossem Auge und in knapp einer Woche nicht so deutlich herauskristallisieren lassen. Das Klima war jedenfalls warm genug (teils bis 36° C), sodass man sich kaum noch vorstellen, dass im Sommer an solchen Orten wirklich bis zu 54°C herrschen oder eine Person das Bedürfnis verspüren sollte, in die Sahara zu fahren. Eines etwas kühleren Abends aber haben wir einen Minivan voller Ötzis in einem Restaurant getroffen, die eben von einer Kameltour in der Sahara zurückkehrte. Sie sahen aus, als hätte der Sand alle Körperöffnungen verschlossen, sodass sie nicht das Bedürfnis einer gepflegten Unterhaltung manifestierten. Viele hatten noch ihre türkisen Turban und die Kamel-Fasching-Verkleidung an, was in Kombination mit osteuropäischen Attributen wie Almbart, Stockerlgesicht, Maurer-Werbeshirt und Vorarlberg-Villiger-Zwirbelschnauz ziemlich kauzig aussah. Wie auch immer. Mich fragt ja auch niemand, ob meine Nase in einem globalen Kontext vertretbar ist, von da her soll doch jeder tun, was er für das Gesündeste hält.
Hat es während der Reise Rücktritte gegeben?
Ich habe aufmerksam gelauscht, konnte aber nichts feststellen. Ich habe mal im Bus von 15 bis 17 Uhr das Handbuch über Vor- und Rücktritte gelesen, das hat aber keine Sau interessiert. Also easy.
Besten Dank für die aufschlussreichen Erläuterungen.
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Grasl
um
15:57
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Divrei Chassidim
Labels: Eretz und Medine, Kamera umgehängt und ab
Freitag, 18. März 2011
Der erste israelische Single Malt ward erfunden
Zugegeben. Erstens trinkt nicht jeder gerne Whisky. Zweitens nicht gerne in gesunden Mengen. Und wenn jemand sich dann dazu bekennt, dann gibt es mannigfaltig Restriktionen bezüglich Vorlieben und Qualitätsbeschränkungen. Sogar unter den Single Malts sind lange nicht alle geniessbar. Vor allem diejenigen, welche ausserhalb Schottlands abgefüllt bzw. fabriziert werden, stossen oftmals auf rümpfende Nasen. Nicht jeder trinkt Yamakazi, ich persönlich finde den Säntis oder den Swissky sehr selten und erst geniessbar, wenn es auf den Geschmack nicht mehr gross ankommt. Das Post-Octomore-Syndrom halt...
At the end of 2008 the Israeli Whisky Society (IWS) bottled the first ever whisky cask to land in Israel. This is part of a unique and complex project pursued by IWS for a long time.Natürlich konnte ein solches Produkt nicht auf den Markt kommen, ohne bereits erste Chumres auf den Plan zu rufen. Deshalb sei auf eine Chametz-Besitzeswarnung des "Jerusalem Kosher News"-Blogs hingewiesen, welche letztes Jahr bereits erlassen wurde. Wohlbemerkt, es geht darum, dass es um Chametz geht, welcher im eigenen Eigentum bleibt und deshalb für den Genuss während des ganzen Jahres verboten bleibt:
The aim of this project is to age quality whisky in Israel. To this end, we initially dispatched a few casks of young malt whisky to Israel. We then placed them in a number of prime sites to enable the whisky to breathe the holy air in various places in the country. All sites were hand picked, and all provide the whisky
suitable climatic conditions and local charm.
On December 22, 2008, IWS bottled 236 bottles that were filled from the first cask that landed in Israel. This cask was placed between the cool stone walls of the Scots hotel wine cellar in Tiberias, on the Sea of Galilee. This is a malt that was distilled in the Arran Distillery on the Isle of Arran in western Scotland and matured here in the Holy Land. This unique malt was bottled directly from the cask and was not diluted, coloured nor chill filtered. The product proves that the air and environment of the Holy Land gives the whisky a character and uniqueness that cannot be found anywhere else in the world.
The next cask that is scheduled for bottling is located in the wine cellar of the American Colony Hotel in Jerusalem. This is an exceptional site, which according to initial samples taken from the cask, grants the whisky a unique character.
Jerusalem Kosher News has learned that the “The Israeli Whiskey Society” single cask whiskey that is about to go on sale (“Jerusalem Cask”) or is already on sale (“Scots Hotel” Single Cask) is most probably chametz that remained in the possession of a Jew over Passover and therefore, may be forbidden forever.There are those seeking to assist the local whiskey aficionado in clarifying this matter after learning that it remained in the possession of its Jewish owners over the holiday this past Pesach, as well as previous ones while it was aging. But, the JKN has learned that they have been unsuccessful, thus far, in their efforts to determine if there is a way to have the whiskey permitted b’dieved (post-facto). It should be noted that the chairman of the Israeli Whiskey Society has been honest, forthright, and fully cooperative in these efforts.
(...) To the best of my knowledge, all the locally-aged whiskey currently being bottled and sold by the IWS in Israel most probably falls under the category of chametz that remained in the possession of Jews on Passover and therefore it remains prohibited forever.
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Gonzalez Tripolensis
um
13:00
0
Divrei Chassidim
Labels: Eretz und Medine, Osten, Polnisches Frischfleisch, Schöni Momänt, tribute, Uaiuai-Schnulz des Tages
Dienstag, 5. Oktober 2010
Impressionen aus dem Heiligen Land
Aber Tel Aviv ist auf seine Art auch ein verrückt geiles Pflaster. Das Wort Flanieren entstammt nach CC-Nachforschungen eigentlich aus dem Hebräischen. Die Wurzeln sind zwar nicht ganz klar, aber wer mal auf der Tayelet, Shuk haCarmel, Shuk Bezalel, dem Shuk haPishpushim in Yaffo, auf Sheynkin, der Ben-Yehuda oder Diesengoff (nicht abschliessende Aufzählung) unterwegs war, kann dies bezeugen. Unter anderem fällt man innerhalb von Gruppen immer wieder zurück, weil man gar nicht genug kriegt von diesen wahnwitzigen Konversationen, Diskussionen und unnachahmlichen Verkaufsgesprächen. Ein Genuss sondergleichen. Ebenfalls ein Besuch wert ist inzwischen die Hafengegend im Norden mit einer Höllenaussicht auf die nächtliche Meeresgischt.
Um den hiesigen Schabbestischen die Konversationsthematik Nr. 1 nicht zu nehmen, wollen wir an dieser Stelle auch auf die kulinarischen Entwicklungen im Land von Milch und Honig Rücksicht nehmen. Im Gegensatz zum untenstehenden Autor habe ich mich in 10 Tagen Aufenthalt mit lediglich zwei Löffeln Cottage und einem Milkshake zufriedengegeben, sonst nur Fleisch. Ging los mit dem legendären Shwarma vom "Shemesh" auf Jabotinsky in Ramat Gan, geht über das g-a-n-z-e Menü der Burgers Bar (Lammburger oder die scharfe 300g-Keule), dem Jem's in Ramat Gan (Rib-Eye Entrecote!) sowie dem obligaten Besuch am Freitag um 12:00 in Fertigwaren-Verkaufslokalen von Bnei Brak:
"Ist das dieser unförmig grosse Topf da hinten Tschulent?"
"Ja, aber der ist noch nicht bereit." Und schon hatte ich wieder dieses glückselige Lächeln im Gesicht, sodass ich mich mit einer einfachen Portion gesüsster gehackter Leber zufrieden gab. Ah ja, eine Ankündigung des Weltuntergangs und atomaren Supergaus habe ich auch noch entdeckt. Klickt auf das Bild und vergrössert es, die Lektüre jeder einzelnen Zeile lohnt sich!


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Gonzalez Tripolensis
um
11:24
0
Divrei Chassidim
Labels: CC Daily Schmonzes, Eretz und Medine, Gid Hanashe, Polnisches Frischfleisch, Schöni Momänt, simchesnaches, Tu Bishvat
Was macht Milch koscher (und günstig)?
(Lieber Herr Koscher aus Zürich. Bitte lesen sie das und lernen Sie daraus, dass Kashrut und geschäftliche Effizienz sehr gut zusammen passen können.)
Bei einem Besuch in einem Kibbutz im Norden Israels habe ich diesen Sukkot beeindruckende Einblicke in den Melkprozess einer der grössten Lieferanten von Tnuva erhalten. Dabei ging es einerseits darum, die Milch so effizient wie möglich zu melken. Gleichzeitig sollte jede der rund 750-1‘000 Kühe individuell überwacht werden. Und obendrein soll die Milch auch noch Mehadrin sein und von hoher Qualität. Folgende Massnahmen ermöglichen all diese Ziele:
Melkstation (das Bild ist nur ein Symbolbild):
Die Melkstation präsentiert sich zunächst so, wie man es aus grösseren Melkbetreiben kennt.
Eine grosse ringförmige Plattform, welche sich konstant dreht. Der Stall daneben wird mit je einem Eingangs- und Ausgangs-korridor mit der Plattform verbunden. Somit besteigt die Kuh die Plattform (selbstständig!) und fährt während einer Umdrehung mit und wird gemolken. Sobald sie wieder (fast) am Ausgangspunkt ist, steigt sie von der Plattform und geht über den Ausgangskorridor in den Stall zurück.
Einziger regelmässiger Eingriff durch den Mensch bleibt das platzieren der Melkbecher (das heisst wirklich so). Dies wird in gewissen Betrieben automatisch gemacht, was aber oft zu Problemen zu führen scheint.
Chip am Fuss jeder Kuh:
Jede Kuh trägt an einer Vorderhufe ein kleines Kästchen. Beim betreten der Plattform wird dieses von einem Sensor gelesen. Die Maschine weiss somit genau, wie viel Milch diese Kuh heute geben kann/muss. Dies aus zwei Gründen: 1) Ist diese Menge erreicht, lösen sich die Melkbecher von selbst von den Zitzen. 2) Gibt die Kuh weniger Milch als vorgesehen, wird ein Stallarbeiter vom System informiert. Die Kuh wird nach dem Melken medizinisch untersucht.
Ausserdem dient das Kästchen als Schrittzähler. Macht eine Kuh während des Tages zu wenig Schritte, wird sie medizinisch untersucht. Macht sie zu viele Schritte, ist sie möglicherweise auf der Suche nach einem Stier. Ist dies der Fall, wird sie künstlich besamt.
(Übrigens: Bei rund 800 Kühen kommen täglich etwa 6-8 Kälber auf die Welt. An Spitzentagen sogar bis zu 18!)
Milch-Sensor:
Bevor die frisch gemolkene Milk in den Sammeltank fliest, muss sie zuerst an einem Sensor (die blauen Kästchen auf dem Bild oben) vorbei fliessen. Dieser misst gewisse Nährwerte und kontrolliert die Milch auf Blutspuren. Stimmen die Werte nicht oder befindet sich Blut in der Milch, wird die Milch sofort abgesondert und gerät nicht in den Sammeltank (wo sie die restliche Milch unbrauchbar machen würde).
Kameras:
Überall dort, wo Menschen am Ablauf beteiligt sind, sind Video-Kameras platziert. Das Signal geht direkt zum zusatändigen Rabbiant, welches sicherstellt, dass am Shabbat und Jom Tov keine jüdischen Arbeiter, tätig sind. Die Arbeit wird dann meist von arabischen oder thailändischen Arbeiter übernommen.
Resultat:
Der Kibbutz produziert täglich knapp 25‘000 Liter Milch, welche von hoher Qualität ist und ausserdem Kosher LeMehadrin ist. Für Mehadrin Milch bezahlt Tnuva dem Kibbutz knapp einen Shekel mehr als für nicht Mehadrin Milch (sprich fast 25‘000 Shekel mehr am Tag!).
Solltet Ihr je die Möglichkeit haben, einen solchen Betrieb zu besichtigen, kann ich es nur wärmstens empfehlen.
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el tigre numero uno_
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11:16
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Divrei Chassidim
Labels: Eretz und Medine, Koscher Guerilla
Freitag, 9. Juli 2010
Hinschied von Rav Yehuda Amital sZl
Wir hoffen, die Familie Amital findet unter den Trauernden von Zion und Jerusalem Trost.
EDIT: Am Freitag Nachmittag nahmen Tausende Schüler und andere Trauernde in Jerusalem an der Beerdigung teil. Rav Aharon Lichtenstein, die andere grosse Figur, welche die Yeshivat Har Etzion während den letzten Jahrzehnten geprägt hat erklärte unter Tränen, Rav Amital habe sein Leben der Heiligung des Namen Gottes gewidmet, nachdem er selbst Opfer dessen Desakration durch die Schoa geworden war (Yediot Achronot-Bericht).
Online-Hesped von Rav Moshe Taragin
Gush-Twitter mit mehr Material
Erinnerungen eines ehemaligen Schülers (Alex Israel auf Thinking Israel)
Begegnungen mit Rav Amitals durch einen Schüler (Michael Eisenberg)
Yeshivat Har Etzion hat eine Sammlung von Materialien der Shiur-Serie von Rav Amital über jüdische Werte online gestellt. Auf der Edah.org-Homepage findet sich sodann auch folgender Artikel über Rav Amital's Werteordnung, welcher noch zu seinen Lebzeiten publiziert worden war.
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Gonzalez Tripolensis
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09:36
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Divrei Chassidim
Labels: Eretz und Medine, tribute
Mittwoch, 7. Juli 2010
Zahal goes viral
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Gonzalez Tripolensis
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11:29
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Divrei Chassidim
Labels: Eretz und Medine, schnauze und strampeln, Schöni Momänt, Youtube
Dienstag, 6. Juli 2010
"Es gab viele deutsche Fahnen in Israel"
Die Bild-Zeitung hat inzwischen ihre eigenen Erkenntnisse gezogen und publiziert, wonach eine Vielzahl von Israelis die Mannschaft der deutschen Tugenden ins Herz geschlossen wurde:
Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich: "Es ist eine wunderbare Fan-Freundschaft, 65 Jahre nach dem dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte ..." (ganzer Artikel)Hierzu der im Artikel zitierte Experte für deutsch-israelische Beziehungen Emanuel Cohn (welcher in den Erinnerungen der CC-Redaktion schon zu seinen schweizerischen Zeiten wichtige Fusstapfen im lokalen Fussballgeschehen hinterlassen hat. Unvergessen bleibt sein unermüdlicher Einsatz an den Grümpel- und Bne Akiwa-Fussballturnieren, welche er mitunter mit zerbrochenen Brillen entgelten musste):
„Die jungen Israelis sind sich bewusst, dass Deutschland heute einer der besten und engsten Freunde und Partner Israels ist, politisch, kulturell und ökonomisch. Außerdem spielen im deutschen Team Kinder aus Migranten-Familien. Diese kunterbunte Mannschaft steht für ein anderes, ein junges und offenes Deutschland, sie hat eine andere Leichtigkeit, als wenn alle nur Schmidt und Schulz hießen. Und sie spielt den schönsten Fußball.“
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Gonzalez Tripolensis
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12:48
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Divrei Chassidim
Labels: epos, Eretz und Medine, nef-zu-inter, Schöni Momänt, sport unterem davidstern, WM
Dancing with the IDF und der israelische WM-Song
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Gonzalez Tripolensis
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10:25
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Divrei Chassidim
Labels: Eretz und Medine, nicht übel, Uaiuai-Schnulz des Tages, Youtube
Dienstag, 22. Juni 2010
"Kinder, es ist Zeit fürs Martyrium!"
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Divrei Chassidim
Labels: Eretz und Medine, Krassenstein, Nebbisch
Montag, 7. Juni 2010
Die Politik im Nahen Osten
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17:42
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Divrei Chassidim
Labels: Eretz und Medine, Inyanei de Yuma
Dienstag, 1. Juni 2010
Neulich auf der Friedensfahrt nach Gaza
Wie man sicherlich mitbekomment hat wurden die "Friedens"schiffe der Free Gaza (von was eigentlich, der Hamas?) gestern Nacht von der IDF angegriffen. Offenbar war es aber nicht ganz so , wie dies in so ziemlich allen Medien dargestellt wird.
Update von 08:26, hier noch ein weiteres Video der Friedensaktivisten:
Aber das darf man für ein gepflegtes Israel Bashing ruhig auch mal verschweigen.
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Lino
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08:08
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Divrei Chassidim
Labels: Eretz und Medine
Donnerstag, 18. März 2010
L.O.G.G. hat Alija gemacht
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Divrei Chassidim
Labels: Eretz und Medine, Osten, Wers glaubt..., Youtube
Dienstag, 9. Februar 2010
Ausgangstipp: Asaf Avidan & The Mojos
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Divrei Chassidim
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Dienstag, 15. Dezember 2009
Iran - ein ganz gewöhnliches Land im Mittleren Osten und der Uaiuai-Schnulz vom 15. Dezember 2009
Und damit man mit einer positiven Note abschliessen darf, bringen wir zur Abwechslung auch den heutigen Uaiuai-Schnulz des Tages von Kobi Aflalo mit dem Titel "Ba Min Hashtika" (aus dem Schweigen heraus), wohl bekomm's, Mahlzeit.
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Gonzalez Tripolensis
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09:42
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Divrei Chassidim
Labels: CC Daily Schmonzes, Eretz und Medine, Gueti Frag, gute_besserung, Uaiuai-Schnulz des Tages, Youtube
Donnerstag, 12. November 2009
Ende gut, alles gut
We have arrived in a little town on the south coast of Flores called Ende. Basically we won't be seeing much of this village as we're leaving tomorrow early again towards Bajawa. So originally we had planned to stay longer at Ankermi with Claudia and Kermi for diving, but we decided to extend the travelling part of our journey. Hence we left early. Nevertheless we managed to see quiet a lot. We went diving twice on one day and saw our first little fish (assuming that my mother doesn't read the brackets: they actually were two gorgeous white tip sharks and one eagle manta!). For the first time we managed to get as deep as 27 meters and it was really a great experience. The crew was very friendly and the diving spots very impressive. Of course neither Judith nor me managed to get through our first week without significant protests of our stomachs, so for now we're both on a diet of white rice and bananas...
Today we saw a great volcano, the Kelimutu with its three coloured lakes. We were driven there by two motorbikes and Judith was driving ahead of me. As she was speaking with her driver with many gestures it looked like she was trying to coordinate the traffic... (when obviously there was no car in sight)
By sunday we are to reach Labuanbajo and probably we are going on a 2d-cruise until Lombok. Crazy how fast time is running here. But people are very friendly, mostly try to help you, wave to you when you drive by.
Greets
The travelling indos
PS: @ Gunze: Wow hettsch Du e Simche gha a dene Fisch, grosses Kino
PPS: @ Dienadtour: Mer haend ois und oi bi Ankermi daenn scho aagmeldet fuer s'naechsti Mal, gaell!
PPPS: Grossi Story mit em 66er, han da en Ussekorrespondent vode JUEZ gseh, haet sich spezialisiert uf "Chumres weitab der Medine", sehr interessant.
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Gonzalez Tripolensis
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12:19
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Divrei Chassidim
Labels: Eretz und Medine, Gourmessa, Schöni Momänt, vacaciones
Montag, 26. Oktober 2009
Das Lieben der Anderen
Freitag Abend also an der Rue Buffault in der portugiesisch-spanischen Synagoge gelandet, einer Gebetesstätte des Göttlichen Kitschs. Der Rabbiner ist auch ein Pfrabbiner, spricht am Freitag Abend geschlagene 15 Minuten von einer Redenkanzel. Der Aron haKodesh ist mit ca. 613 Meter hohen purpurnen Samt-Vorhängen bestückt, der Emporenbalkon des Arons sowie die ganzen Gänge mit einem ebensolchen Teppich. In der Mitte die Bimah mit viel Blingbling, Glanz und Schein. So. Und die Frauen? Die sitzen - wenn sie wollen - oben in den ersten Stock. Oder aber sie setzen sich auf diese seltsamen seitlichen Plätze, die fast einen Brügglifeld-Seitentribünen-Groove vermitteln (mit dem klitzekleinen Unterschied, dass Paris im Gegensatz zu Aarau eine Disco hat) und durchbohren die Männer mit prüfendem Blick während des ganzen Dawenens. Das Dawenen an sich ist auch nicht ohne. Der Chasan (Akustik durch Pringles-Mimik untermalend) steht mitten auf der Bimah und singt in Abwechslung mit erlaucht-erwählten Junioren-„Talenten“. Ganz vorne steht noch so einer mit Toga und Börni San-Hut, welcher aber nur Kaddeishim vorsagen darf, singt aber auch nicht übel. Herzstück der Kabbalat Shabbat bildet aber ein drei-bis-vier-köpfiger Männerchor, davon drei mit Anzug und Fliege und einer in Jeans und Kapuzenpulli, deren Qualifikationen ich hier mal nicht zu beurteilen wage. Der Kapuziner jedenfalls hatte sicher vor allem andere Stärken. Eine war es beispielsweise, die Endsilben jeder Einlage (obschon er vorher nicht ein Wort richtig ausgesprochen hatte) mir expressis vocis voll ins Ohr zu gargeln, was ich natürlich in meiner üblichen Vor-Shabbes-Schlaftrunkenheit ungemein zu schätzen wusste. Ungemein. Zu erwähnen bleiben in Frankreich dann natürlich auch die Gabbaim. Die führen einen speziellen Anzug und einen wahrhaften, geschwungenen und ornierten Napoleon-Hut spazieren, im Andenken dessen, dass Napoleon den französischen „Consistoire Central des Israelites“ (a.k.a. den frz. SIG) gegründet hatte. Auch gut.
Der Abend ging dann irgendwo zwischen marrokanischem Couscous, israelischen Wein und saftigen Früchten zu Ende.
Shabbes Morgen dann Akt II an der Rue Buffault, wieder ein sfardisches Dawen-Spektakel, wobei man sich vorsorglich mit den Gebetszeiten auseinandergesetzt hatte, entsprechend spät aufkreuzte und zudem Verstärkung in personam Tanelchens und seiner Versprochenen geniessen durfte.
Anschliessend solitär-elitärer Spaziergang durch Montmartre, Sacré Coeur und spektakulärer Ausblick auf den Eiffelturm und gemütlicher Ausklang des Siebten Tages.
Wie vereinbart gab man sich dann einen Höhepunkt koscherer Kulinarik in Paris, welcher an dieser Stelle wärmstens empfohlen wird: Besuch des Restaurants "Darjeeling". Vor der Türe merkt man nicht mal, ob man wirklich am richtigen Ort ist, dezente Platzierung der Mesusa und keine Leuchtraketen um den Hechsher. Dafür leuchtet das Restaurant in orange, gelungener Farbe und typisch indischen Ornamenten und einer gut getroffener Lautstärke der passenden Hintergrundmusik. Die Menüs machen Angst, weil man etwa eine Stunde braucht, bis man alles gelesen hat (darunter auch ein geschichtlicher Abriss über Indien und seine Juden), Vorspeisen bis zum Umfallen, Dal, Naan und Curries soweit das Auge reicht. Für die schwachen Phasen des Gurens hat es eine ganze Seite Vegetarisches, ansonsten alles Mögliche mit wenig Rind, viel Poulet und exquisitem Lamm. Und dazu natürlich eine koschere Weinkarte, deren Inhalt in Zürich teils nicht mal im Laden so preiswert ist. In Kürze: Man hatte sich vorgenommen, nicht zu viel zu essen, weil die eigentliche Hochzeit noch bevorstand. Und scheiterte kläglich und hochkant. Ein Feuerwerk und ein absolutes Muss für jeden heimischen Paris-Besucher (angeblich gehen nicht-jüdische Inder ins Darjeeling, wenn sie in Paris essen wollen wie zuhause - ein Merkmal, das sich die koscheren Institutionen in der Schweiz mal qualitätsmässig vor Augen führen möchten).
Der Rest ist schnell erzählt. Man wünscht jedem Schweizer Juden, mal an einem Sonntag an der Rue de Rosiers vorbeizuschlendern und Falaffel- und Shwarmastände mit einer Schlange draussen zu bewundern, welche die monatliche Anzahl Besucher bei Van Djik in den Schatten stellen. Da stehen Myriaden von Ladenbesitzer draussen auf der Strasse, drücken Dir nach Bezahlung eine Quittung in die Hand und Du gehst dann hin und holst Dir an der Aussentheke Deine Bratkuh ab. Wahnsinn (und wiederum: bei Weitem nicht nur Vertreter der Volksfront von Judäa). Mal ganz abgesehen davon, dass das Quartier für Flanierer und sonstige Vorigzeithabende etwas vom Angenehmsten in dieser Art in Europa ist.
Der Rest ist dann ziemlich schnell erzählt. Hochzeit, sehr schmackhaft gestopfte Gänse (aller Art), die spontane Yareach-Einlage und viele Lechayims vor einer viel zu kurzen Nacht mit anschliessender Katze und der Supergau, welcher natürlich nicht fehlen durfte: Um 13:27 Login am Arbeitsplatz.
Textowiert durch
Gonzalez Tripolensis
um
20:33
0
Divrei Chassidim
Labels: Anomalia, churban brünzel, Eretz und Medine, Gid Hanashe, Kultuhr, Polnisches Frischfleisch, Schwarma
