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Donnerstag, 17. Oktober 2013

Danke und auf wiedersehen




Lieber Ottmar, 

Du hast jetzt also der Fussball Schweiz verkündet dass du genug hast von uns. Kann ich verstehen, ich war ja einer der Dauermotzer die sicher einen, wenn auch kleinen, Beitrag zu dieser Entscheidung beigetragen hat. Noch ist es ja noch nicht soweit, aber ich denke jetzt ist eine gute Zeit um ein bisschen über die letzten 5 Jahre mit dir nachzudenken und dir vor allem einmal Danke schön! zu sagen für alles was du für dieses kleine, unbedeutende Fussballland getan hast. Man konnte sich 2008 nach der verschissenen unglücklichen Heim EM gar nicht genug die Augen reiben als bekannt wurde dass du neuer Coach unser Nati wirst. Ein hochdekorierter Trainer, der alles im Klubfussball gewonnen hat was es zu gewinnen gibt. Als man dir den Trainerjob bei den Deutschen angeboten hast du noch dankend abgelehnt, aber bei der Schweiz, deiner heimlichen Liebe konntest du nicht mehr widerstehen. 
Ich kann mir deshalb gar nicht vorstellen wie das für dich gewesen sein muss als die Schmutzkampagne gegen dich gestartet wurde. Klar, die Resultate haben auch nicht gestimmt und es war, sagen wir einmal bemühend, den Spielen der Schweiz zuzusehen. Es war aber auch eine schwierige Übergangsphase, in der es für einen kurzen Moment nicht klar war wie es weiter gehen soll. Du hast in diesen Momenten gezeigt, was dich zu einem der grossen deiner Zunft macht. Ruhig hast du dein Ding durchgezogen, im Wissen dass die kommende Spielergeneration auch für die nötigen Resultate sorgen wird. Du hast mehr als nur recht behalten. Ich bin selten so entspannt auf meinen Sofa durch eine Quali gekommmen wie jetzt. Die Entwicklung dieser Mannschaft ist bei weitem noch nicht beendet, das Potenzial noch nicht ausgeschöpft. Es ist endlich ein Spielsystem erkennbar und es wird tatsächlich die am besten zusammenpassende Elf aufgestellt. Man kann nur gespannt sein wie ihr euch an der nächsten WM präsentieren werdet. 

In diesem Sinne wünsche ich dir ein erfolgreiches letztes Amtsjahr.

Dein Lino

Montag, 6. Mai 2013

Panem et circenses oder Drama reloaded

Geschätzte Leser, 

Es soll auch hier nicht kommentarlos vorübergehen, nach der letztjährigen Absenz stellt der CC dieses Jahr eine Grümpelturniermannschaft, in der Hoffnung alte Erfolge wiederholen zu können und das Turnier ohne grössere Blessuren zu überstehen (wir werden eben nicht mehr Jünger und die Lebenssachinhalte verschieben sich zunehmend in andere Richtungen). Einen Prominenten Ausfall muss der CC schon einmal verkraften, laut einem Bericht unseres rasenden Reporters Churban Brünzel, der pausenlos in den Niederungen des Amateurfussballs unterwegs ist, hat sich an diesem Wochenende Herr Schnuffelberger verletzt.



Fassungslosigkeit, Panik, dramatische Szenen haben sich nach diesen Nachrichten abgespielt. Wie? Wo? Wer ist schuld? Reicht es noch für das Grümpeli? Fragen über Fragen, der CC hat wie immer alle Antworten, heroisch hat sich Herr Schnuffelberger nach diesen schweren Stunden bereit erklärt ein paar Fragen zu beantworten.

Beschreibe bitte die Szene die zur Verletzung geführt hat?

Wie so oft eine völlige Allerweltssituation aus den Niederungen derjenigen Kategorie Menschen, die sich als Fussballer bezeichnen. Sonntag Morgen auf einer Quartierwiese. Im Hintergrund Kirchengebimmel, Orgelklänge aus Radio Beromünster und Gipfeligeruch gemischt mit den Windeln der Fussballerkinder.
Zum Spiel: Es war natürlich kein System vorhanden. Zu viele Köche auf einem viel zu tiefen Niveau. Die Teilnehmenden interessieren sich dabei mehr nach dem jeweiligen Nachnamen des Mitspielers wie nach dessen bevorzugten Fuss (gibt's ja auch nicht). Das ich-steig-nachher-wieder-in-meine-Anzugshosen-Syndrom besteht natürlich auch und dazu natürlich eine Welle von Noch-Aktiven von der Sorte derjenigen, die eigentlich schon lange zum Schach übertreten könnten. Dazu viel zu viele Spieler (ist eben besser, dann muss man weniger rennen), keine einheitlichen Tenus und ein heilloses Chaos. Resultat: Keine Spielpositionen, kein Spielsystem, nur Kick-and-Rush. Einem solchen Querschläger bin ich elegant nachgerannt, hab den Verteidiger überköpfelt, um dann direkt aufs Tor ziehen zu können und bin dann entweder in ein Loch der Matrix getreten oder der obgenannten Schachsparte zuzuordnen. Resultat:
Umgeknickter Knöchel und sofortige Klarheit, dass die sportliche Aktivität und der Grümpeliaufbau kurzfristig kein Thema mehr sein können.

Eine Verletzung zu diesem Zeitpunkt in der Vorbereitung, gibt es noch Hoffnung für den CC dass Du doch mitspielen kannst?

Diagnose steht noch aus. Gerissen ist das Knöchel-Aussenband kaum, aber gut überdehnt und das reicht vorderhand auch, um jegliche Vorbereitung zu torpedieren. Ich bin relativ skeptisch: Sieben Wochen Heilungszeit, davon einige ohne Therapiemöglichkeit, da ausser Landes.

Die CC Mannschaft hat sich zu einem überraschend frühen Zeitpunkt schon formiert, ist das ein gutes oder schlechtes Zeichen?

An sich ein gutes Omen. Problem dabei ist das Spielsystem. Es muss jemand noch im Team den vorderen Block bilden. Da sehe ich noch Verbesserungspotential. Pässe spielen können alle, es schiessen nur wenige.

Einige Spieler haben sich in den letzten Jahren entweder Randsportarten zugewandt oder haben ihre Karriere unterbrochen, wie schätzt Du die Stärke des Kaders diese Saison ein?

Stark sind wir in den Goschen und in der Polyvalenz. Jedoch dürfte die Breite der teilnehmenden Teams doch auch für uns sprechen. Um vorne mitspielen zu können, fehlen uns wohl die Ansprüche.

Früher hat es dem CC oft an fehlender Durchschlagskraft vor dem Tor oder an der Spritzigkeit in der KO Runde mangeln lassen, wurden diese Schwächen durch die Transfers behoben?

Teilweise ist dies zu bejahen. Konditionell sind wir deutlich besser als in vergangenen Jahren und ehrliche Büezer sind wir auch. Zudem sind wir alle in Züri dihei und auch wir haben den Stern auf der Brust. Wenn das nicht reicht, ich weiss nicht.

Du hast im Zuge der Vorbereitung eher auf Fussballferne Sportarten gesetzt, die Verletzung aber während eines Fussballspiels erlitten, ein schlechtes Omen für deine weitere Karriere?

Auch ich habe die Polyvalenz entdeckt. Indem ich mich rar mache, geniesse ich die Fussballmomente eher. Zudem muss man sich eingestehen, dass Fussball derzeit etwas überbewertet ist und im Kalender viel zu prominent vertreten ist. Meine Abwesenheit beschränkt sich zudem v.a. auf den passiven Sport. Und von dem sind bisher die wenigsten fit geworden.

Eine baldige und vollständige Refuo

Diesen Worten ist nichts mehr hinzuzufügen (welche Fugen?), in diesem Sinne mögen wir hoffentlich bald besseren Zeiten entgegensehen.

Herzlichst, euer Lino

Sonntag, 10. Juni 2012

Felix Teutonia

Geschätzte Leser,

Die EM ist, wenn es hier genau Wayne interessiert da die Schweiz dieses mal nicht mitspielt. War auch schon anders. Anyway, die erste Hälfte des ersten Spieltages ist durch (mit einem langen, rollenden Sacha Rüefer Gedenk - rrrrrrrrr) und die ersten Favoriten sind schon gestrauchelt oder haben sich glücklich durchgestolpert. Aber alles schön der Reihe nach.

Gruppe A

Polen - Griechenland

Es war nicht das erwartete, langweilige Startspiel, sondern die Polen haben die erste Halbzeit mächtig Gas gegeben und auf das erste Tor gedrängt, das dann auch prompt durch Lewandowski erzielt wurde. Die Griechen haben erwartungsgemäss keine Spielkultur und wenig Können gezeigt, sie hätten sich über ein 2-0 zur Pause nicht beklagen dürfen. Leider scheint dieses Turnier unter dem Zeichen der mangelnden Genauigkeit beim Torabschluss zu stehen, ich werde dies noch ein paar mal bemängeln, denn die Polen haben auch beste Chancen nicht zu einem weiteren Tor nützen können. Zur Gelb-Roten Karte kann und will ich mich nicht äussern, ich habe beide Szenen schlicht nicht gesehen. Nach der Pause haben die Polen überraschen stark abgebaut und haben so den Griechen den Ausgleich ermöglicht. Das hat die Polen so stark verunsichert, das die Griechen komplett zurück im Spiel waren und die Polen zu Fehlern zwangen, einer davon führte auch zum Penalty und zur roten Karte für Sczeszny Szezsny Szczesny. Der Penalty wurde glücklicherweise für die Polen Stürchlimässig vergeben.
Schade für die Polen und glücklich für die Griechen, die Polen hätten bei besserer Konzentration den Sieg wohl über die Zeit gerettet.

Russland - Tschechien

Russland hat da weiter gemacht wo sie an den letzten Turnieren aufgehört haben, schnellen Angriffsfussball und einem Tempo wie man es nicht alle Tage sieht. Die Tschechen konnten vielleicht 15min mithalten und mussten dann dem Tempo ihren Tribut zollen, die schlechte Changsenverwertung der Russen hätte das Resultat auch noch verschlimmern können. Ich muss aber zugeben dass mich beim Stand von 3-1 auf dem Sofa der KT eingeholt hat und ich das Spiel nicht zu Ende gesehen habe.

Gruppe B

Niederlande - Dänemark

Ich hatte, und habe sie teilweise immer noch, grosse Hoffnungen für die Niederländer, vor allem im Hinblick auf den nächsten Mittwoch. Aber das erste Spiel hat bei mir grosse Fragezeichen hinterlassen. Die Dänen haben eigentlich alles richtig gemacht. Den Niederländern viel Raum bis zum Strafraum gelassen, dort aber den Laden zu gemacht und den Niederländern keinen Meter Raum und vor allem keine Torchancen zu gestanden. Chelsea hat so übrigens die CL gewonnen. Je länger das Spiel dauerte um so verzweifelter suchten die Niederländer irgendeine Abschlussmöglichkeit, um so ersichtlicher wurde der taktische Fehler vom Bondscoach, De Jong und Van Bommel spielen zu lassen anstatt mit Van der Vaart mehr Offensive Möglichkeiten zu erschaffen. Die Dänen haben ihre einzige echte Torchance verwandelt und den Niederländern auch gleich ihre Abwehrschwäche aufgezeigt.
Ich habe grosse Bedenken dass die Niederländer an ihre Leistungen von der WM wieder anknüpfen können, zu gross ist der Leistungsabfall bei einer der Schlüsselfiguren von damals, Wesley Sneijder und die Verunsicherung bei Robben. Schön zu sehen als dieser einen missglücken Pass des dänischen Torhüters abgefangen hat und direkt aufs Tor hätte ziehen können, stattdessen aber einen Querpass gespielt hat.

Deutschland - Portugal

Was habe ich mich aufgeregt über dieses Spiel. Die Deutschen waren schlecht, einzelne Schlüsselfiguren wie Schweinsteiger und Lahm komplett neben den Schuhen. Mit genügend Konzentration und Genauigkeit vor dem Tor hätten die Portugiesen nach der Pause locker mit zwei Toren führen können. Nani alleine hätte zwei Tore machen müssen, jedes mal war sein Abschluss erschrecken schlecht. Ich verstehe es nicht, die Deutschen waren nicht besser und trotzdem gewinnen sie dieses Spiel. Das lässt Schlimmes für den weiteren Türnierverlauf erahnen. Dabei wäre es doch aus meiner Sicht so einfach. Frühes Pressing, die Innenverteidiger und Khedira unter grossen Druck setzen und zu Fehlern zwingen und die wenigen Torchancen, die man bekommt auch wirklich gefährlich werden lassen.

Zum Schluss noch dies, ich habe Mühe wenn 40'000 Deutsche "Hurra, Hurra, die Deutschen die sind da" schreien. Und ich habe Mühe mit der TV Regie dieses Turniers, ich will Fussball sehen und keine Fans. Was soll dieses Elende herumblenden zwischen Spiel und Fans? Gehört wohl zum Event, leyda...

Was solls, ändern können wir nichts und deshalb freuen wir uns heute und Morgen auf weitere spannende Spiele, Tore und Dramen.

In diesem Sinne, tot ziens!




Montag, 27. Februar 2012

Und dann war da ja doch noch...

Goedendag Dames en Heren,

Wie der gemeine Tulpensohn sagen würde. In dieser Woche feiert die beliebteste Serie in eurem Leitmedium ein spektakuläres Comeback. Ihr habt wahrscheinlich schon richtig geraten, es ist Friendly time!!!! Ein wahrer Hochgenuss für alle Fussball Afficionados, nach den Enttäuschungen und Tränen der letzten Wochen kann man endlich wieder Licht am Ende des Tunnels sehen.

Beginnen wir mit dem Naturkatastrophenduell Philippinen - Malaysia (11:00), ein Spiel dass wahrscheinlich unter dem Schutzpatronat vom Roten Kreuz steht. Um die Zeit bis zu den wirklich Interessanten Spielen am Abend zu überbrücken empfehle ich besonders das Karibikderby Guayana - Guatemala (13:00). Ab 18:00 gehts dann los mit den Vorbereitungsspielen der EM Teilnehmer, mit Israel - Ukraine, gefolgt von Dänemark - Russland um 19:45. Um den Fokus wieder auf den Weltfussball zu richten empfehle ich Marokko - Burkina Faso um 20:00. Danach geht es weiter mit mehr oder minder interessanten Duellen, das liegt natürlich immer am Auge des Betrachters und den Leistungen auf dem Grün. Griechenland - Belgien (ein wahres Krisenduell, die einen haben kein Geld und die anderen keine vernünftige Regierung), Teutonia - Frankreich (dort wird wahrschenlich auch über den Weltfrieden zwischen Angie und Sarko verhandelt), Italien - USA, Polen - Portugal, England - Holland, alles beginnend um 20:45.

Den Sinn und Zweck eines Testspiels der Schweiz gegen Argentinien darf mir sonst mal einer Erklären, eine Vorbereitung auf die kommende WM Quali kann es aber sicher nicht sein. Sonst würde man wahrscheinlich wieder gegen Lichtenstein testen. Oder Malta. Aber für ein Gschpürschmi-fühlschmi Get-together und ein fröhliches Jassturnier mit den SFV Edelfans reicht es allemal. Und für ein paar Sponsorenauftritte von Ottmar.

Mittwoch, 25. Januar 2012

Sensation für Jleager-Sieger 2010/2011

Im Schweiz Fussball bahnt sich erneut eine Sensation an. Nach dem Abgang von Jacuzzi-Superwoman, der Heiligsprechung von Kleinbruder-auf-Lebzeiten Hokon, dem juristischen Kreuzzug von Roi Constantinus folgt die nächste, faustdicke Überraschung.

Die Russen aus Neuchâtel (und es sind eben doch Russen) haben sich unter der Führung von Bulat entschieden, ihr ansehliches Stadion in ein Mehrzweckareal umzunutzen, zonenkonform - versteht sich - und den Spielbetrieb in der höchsten Schweizer Liga aufzugeben. Die Gralshüter aus Muri haben sicherlich ihriges dazugetan, dass dieser Schritt etwas schneller notwendig wurde, als geplant. Der König vom Sonnenberg hingegen hat sich für einmal zurückgehalten. Er kämpft an anderer Front.

Für die Nutzung des neuen Areals mit Kunstrasen liegen zahlreiche Anfragen vor: Jassturniere, Strickwettbewerbe für Ü75 und - wie wir wissen - die Anfrage von Chabad für die Daycamps 2012-2024 (mit Option auf Verlängerung). Einzig die Veranstalter der Jahresversammlung der Hanffreunde Obergoms verzichten auf einen Besuch in Nöschatel. Das künstliche Zeugs schmilzt einfach zu schnell, bevor es irgendeine Wirkung entfaltet.

Heute nun kommt die Bestätigung aus Bern: der freigewordenen Platz der tschetschenischen Hobbykicker in der SüperLiig geht per sofort an den Sieger der Jleague-Saison 2010/2011 HAS! Diese Botschaft kam für alle sehr überraschend. Die Clubverantwortlichen von HAS sind nun erstmal auf der Suche nach einer neuen Spielstätte. Viele Optionen gibt es nicht. Der Kartoffelacker Hans-Asper oder aber die Kloppstockwiese kommen aus verschiedenen Gründen nicht in Frage. Gleichzeitig laufen intensive Verhandlungen mit dem Fleischereibetrieb aus Zürich 3. Einen Lieferengpass für die koscheren Pausenwürste würde ein denkbar schlechtes Licht auf den Liga-Neuling werfen.

Hingegen konnte für das Editorial des Matchheftlis eine echte Fussball-Koryphäe gewonnen werden. Mützel wird bei den Heimspielen von HAS von der ersten Seite winken. Hingegen möchte für die Matchankündigungen per Newsletter auf den Dienst des dritten Stocks verzichten. Zu gross wäre die Verwirrung über die aktuellen Anspielzeiten, da nicht sichergestellt werden kann, dass die fünfte Korrektur die Spieler der Gast- und Heimmannschaft zeitig erreichen wird. Den Shuttle-Service zu den Parkplätzen übernimmt Familie Bernet.

Es gibt noch sehr viel zu tun. Wir bleiben dran!

Mittwoch, 28. Dezember 2011

Entscheidung 12 in Zürich Süd – Zwischen Konkordanz und Kehile- Judentum (Teil 1)

Spatzen pfeifen es von den Dächern. Zürich Süd (j.s.) stehen wegweisende Wochen bevor.
Neben dem 3- Jahresjubiläum des Teppichhändlers an der Albisstrasse, wählen die 98% - Erwachsenen ihre neue Generation von organisatorischen und geistigen Fürhungsspielern.
VoSuKo’s wurden gebildet, Wahlkampagnen via D.W. (privat) im Volk verbreitet und die Occupy Bewegung wurde ebenfalls eingespannt und diese protestierte im Zeichen des Davidsterns und forderte günstigere Mieten (sie drohte dabei auch mit Rücktritt).

Die Wahlen werden in durchaus fairem Rahmen durchgeführt. Für die bundesverfassungsrechliche Wahlfreiheit sorgt die JLeague Foundation , insbesondere deren Institut für Coporate Governance.

Um den letzten Zeilen mehr Kraft zu verleihen, ist es der Redakton des CC- Blogs gelungen, den unabhängigen Nordschweizer Politkbeobachter El Tigre zu einer Einschätzung der aktuellen Situation zu befragen, sedolüeg.

Zeiten politischen Umbruchs stehen an. Welche politische Gesinnung wird obsiegen?

Eine schwierige Frage. Ich habe das Gefühl, dass die politische Mitte ihren Siegeszug auch im 2012
auf Gemeindeebene fortführen wird. Denn die politische Rechte scheint sich in diesem Jahr auch rund
um die Wahlen eine Auszeit zu gönnen, während die politische Linke zu viel mit Kaddejschim und Vorhängen beschäftigt ist. Das Risiko, bei langweiligen Kandidaten zu enden, ist damit natürlich latent.
Aber es gibt auch gewisse Dauerbrenner, welchen in dieser Zeit einiges zuzutrauen ist. Ich werfe beide Augen in Richtung SCHÄM-Verwaltungsrat.

Inwiefern spielen die neusten charejdischen Unruhen in Bejt Shemesh eine Rolle?

Eine schwierige Frage. Wie bemerkt ist die politische Rechte im Moment im Winterschlaf. Bzw. sind keine ernst zu nehmenden Kandidaten in Aussicht. Inwiefern die aktuellen Unruhen zu einer erstärkung der Rechten beitragen wird, ist schwierig abzusehen. Es könnte gar auch zu einer Schwächung führen.
So habe ich auch schon beobachtet, wie der Vorhang am Freitagabend schon bedeutend energischer und mit mehr Chejn aufgezogen wurde. Andererseits sollen auch schon Kinder abgerichtet worden sein, den Vorhang während eines Vortrages zuzuziehen.
Inwiefern solche Guerilla-Aktionen Einfluss nehmen können auf das politische Klima, wird sich zeigen.

Die Occupy- Bewegung fordert in einem Pamphlet, die Aufnahme des ersten Bandes der Chassidus Chübelsack Saga, in die Bibliothek. Was sagt die Intelligentia dazu?

Eine schwierige Frage. Soll man warten, bis das Werk komplett ist? Wird es das denn je? Ich würde sagen,
das Buch muss aufgenommen werden. Schon nur aus „war schon immer CC-Fan“-Gründen. Dass sich gewisse Individuen an manchen Inhalten stören werden, wird nicht zu vermeiden sein. Aber welches Buch kennt dieses Problem schon nicht? Ich persönlich habe zum Beispiel grosse moralische und auch ethisch-theologische Probleme mit Büchern wie „Guinnes Buch der Rekorde“, der September-Ausgabe des „Lustigen Taschenbuches“ sowie mit dem „Schlauen Buch“ von T.,T. und T. (Namen der Redaktion bekannt). Oder auch mit der kompletten Shottenstein-Edition von Artscroll (seit ihrem infamosen Auftritt in Hollywoods „Book of Eli“).

Erwarten Sie in den kommenden Wochen in den Freitagabend- Draschot eine Zunahme politsicher Wahlslogans?

Eine schwierige Frage. Aber ein Klassiker. Kirche und Staat mischen? Ich sage, das wird nicht zu verhindern sein. Gewisse Strömungen aus dem Norden werden sich diese Gelegenheit nicht nehmen lassen, die Wahlen historisch-politisch zu analysieren und uns zu erklären,warum er die ganze Idee mit den Wahlen eigentlich erfunden hat. Auch gewisse teutonische Strömungen tendieren dazu, die Zeit der Wahlen als Plattform für angestaute Aggressionen und pädagogischen Kampfreden zu nutzen. Daher mein Tipp: Nicht ärgern, sondern Bambas mitbringen, zurücklehen und geniessen.

Nennen Sie uns bitten den demokratischsten Single Malt, den Sie kennen.

Eine schwierige Frage. Als erster fällt da natürlich der Gelngoyne auf, da er klassischerweise für Völkerverständigung und Annäherung der Kulturen eintritt. Vor einigen Jahrzehnten hätte ich auch noch die 3. Edition vom Ben Riach genommen. Aber der hat sich inzwischen selbst aus dem Spiel genommen. Und in Basel hätte ich hier natürlich den Glendornach aufgeführt. Schliesslich lebt die Region aus Isle of Dornach seit Jahren eine vorbildliche Demokratie vor. Doch ich muss mich ja für einen entscheiden. Daher greife ich auf den etwas unbekannten „Glen Deveron“ zurück. Erinnert mich an jemanden, der nicht nur schön ist, sondern auch krass.

Wie findet ein Vorstandswahl unter Heringen statt?

Eine schwierige Frage. Ich denke die Frage müsste aber eher so lauten „Wie findet eine Vorstandswahl unter Scott McWayningen statt“. Denn die Ruhe rund um diese Wahlen und das vollständige Fehlen von Kandidatur-Kolportationen deuten schon sehr darauf hin, dass alles mehr oder weniger geregelt ist. Ich denke, sowohl alle neuen Vorstandsmitglieder wie auch der neue Präsident sind bereits gefunden. Ob es an der GV zu spontanen Kandidaturen kommt (kennt man ja von der Weida), bleibt sowohl offen wie auch schwer zu hoffen. Vor allem des Spektakels wegen.

Wo könnte sich die JLeague Foundation für Recht und Verfassung ihr know how in diesem wichtigen Moment einbringen?

Eine schwierige Frage. Aber eine ebenso wichtige. Ich denke, dass die JLeague Foundation für Recht und Verfassung – oder einfach kurz die Foundation – hier eine grosse Chance hat, sich entscheidend zu positionieren und natürlich auch zu profilieren. Als Hüter über Sprache, Zucht und Ordnung sehe ich es gar als Pflicht an. Eigentlich müssten sich die Verantwortlichen Fragen, ob es nicht bereits an der Zeit wäre, Grössen wie Chürban B. aus C., Gwürzbi B. aus Z. oder auch Max Scott ins Rennen zu schicken.
Die Foundation hat zudem noch ein Ass im Ärmel: Klonimos Isroel Troll Tuchfühler. Wenn die Foundation auf ihn setzt, kann es eigentlich nichts schief gehen. Denn er kann fast alles. Ausser fliegen; davor hat er Angst. Sollte die Foundation aber auf eine Kandidatur verzichten, empfehle ich allen Lesern zumindest die Liste der JLFfRuV (Listen-Nr. 613) einzulegen und so für Stabilität und Kontinuität im Süden Zürichs zu sorgen.

Wir danken dem Politikexperten herzlich für diese kurze aber tiefgründige Einschätzung.
Weitere Updates zum bevorstehenden brisanten Wahlmonat folgen in unregelmässigen Abständen im Blog eures Vertrauens.

Für den Service Public

Tripolensis & Grasl

Donnerstag, 18. August 2011

Pfui deibel

Ich erkläre hiermit die Sommerpause für offiziell beendet, nachdem der Sommer selber auch ein kleines Comeback gibt, der Chübelsack in corpore in Rulien war und Djibril gebührend gefeiert wurde. Guet Holz wünscht man auch von dieser Stelle aus.

Was ich eigentlich sagen wollte, gestern habe ich mangels Alternativen das Spiel des Vereins unser aller Herzen gegen den FC Bayern auf Sat.1 sehen müssen. Ich möchte das mal in aller Deutlichkeit sagen, es war das letzte mal das ich mir das angetan habe. Es war kaum zum Aushalten. Ist es denn zuviel vom Moderator verlangt das er das Spiel kommnetiert anstatt 20 Minuten darüber zu schwadronieren wie viel Repsekt der FCZ hat und wie wenig er vom Schweizer Fussball hält. Begonnen hat seine Moderation bereits damit, das er gleich mal zugegeben hat das er keinen einzigen Spieler näher kennt und er sich auch keine weitere Mühe gemacht hat näheres über sie herauszufinden als auf dem UEFA Factsheet stand. Finde ich toll das er auch noch Geld für so einen Schwachsinn bekommt. Als der FC Bayern nach 8min in Führung ging hat er sich für die nächsten 85min nur noch darüber unterhalten ob und wie hoch der FC Bayern gewinnen wird und wie schön das es doch für den FCZ sein muss gegen so einen Gegner spielen zu dürfen. Kein einziger Kommetar war auf das Spielgeschehen bezogen. Da hätte man zum Beispiel sagen können das die Bayern überhaupt nicht sattelfest in der Defensive sind oder das ihre Spielanlage gegen ein offensiv besseres Team als der FCZ hinten und vorne nicht ausreicht.
Und sonst: wayne und scott.

Bis dahin, tot ziens

Euer Lino

Freitag, 15. Juli 2011

Spiel.Spass.Spannung

Geschätzte Sportfans,

Kaum ist die alte Saison zu Ende geht es mit der neuen schon wieder los, nach einer kurzen Sommerpause, in der sogar eine WM einer Fussballverwandten Sportart stattfand, dürfen wir uns schon wieder auf eine neue Saison mit Grümpelfussball, langweiligen Spitzenkämpfen, willkürlichen Schiedsrichterentscheidungen und vor allem bedenklich tiefem Spielniveau freuen. Zur Vorbereitung wurde ich gebeten hier meinen Senf zu der neuen Saison zu geben, wie immer höchst Subjektiv und provokierend.


Die Topteams:


Wie immer in den letzten 5 Jahren wird der Titel zwischen YB, dem FCZ und dem FCB ausgespielt. Dieses Jahr schaffte es YB nicht einmal Transfersieger zu werden, und so wenigstens einen Titel zu holen, und der FCB hat sich dank dem Meistertitel letztes Jahr direkt für die CL qualifiziert. Es ist ja bekanntlich nicht ganz einfach für einen Schweizer Klub hier die Balance zu finden und sich genügend auf die Meisterschaft konzentrieren zu können. Aufgerüstet haben beide Mannschaften nicht gross, der Spielerstamm blieb mehr oder weniger zusammen. Apropos gross, der Gross Chrigel, die Glatze der Nation, ist auch wieder im Geschäft und versucht den Bernern beim erreichen eines Titels, siehe oben, zu helfen. Der FCZ spielt mit der exakt genau gleichen Zusammensetzung der Mannschaft wie letzte Saison, und ob es dieses Jahr zum Titel reicht werden wir Ende Mai 2012 wissen. Einen klaren Favoriten gibt es nicht, ich sehe den FCZ aufgrund seiner Mannschaftszusammenstellung eher im Nachteil, und somit auf Platz 3, es kann aber auch passieren das die Meisterschaft so langweilig wird wie nie oder das es spannend bleibt bis zum Schluss (Ich sollte Politiker werden, war eine tolle Nullaussage, nicht?)

Das Mittelfeld:


Luzern, Sion, Thun werden bereits nach wenigen Runden wieder einmal merken müssen das sie auch diese Jahr einzig und allein um den verbleibenden Platz in der Europaleague Quali spielen werden. Trotz den Irrungen und Wirrungen von CC und neuen Stadien von Luzern und Thun fehlt es an spielerischer Klasse und klaren Konzepten. Luzern hat zwar einen guten Trainer aber in der Summe kein besseres Team als letztes Jahr, bei Sion werden sich die Trainer die Klinke in die Hand drücken und bei Thun wird man schauen müssen ob man doch nicht gegen den Abstieg spielen wird. Graues Mittelmass halt.


Die Absteiger:


Bei Lausanne, Servette, Xamax und dem GC kann es einzig und allein darum gehen den Abstieg zu verhindern. Der GC hat in der Sommerpause ihren wichtigsten Spieler verloren, bei Lausanne und Servette fehlen die finanziellen Möglichkeiten um die richtigen Spieler zu verpflichten und bei Xamax hat der nackte Wahnsinn Einzug gehalten. Die neuen Mannschaften sind aber allemal besser als Bellenz und St. Gallen.

Das war es auch schon, in diesem Sinne

Geht's kucken und spüits Fussball

Mittwoch, 29. Juni 2011

Grümpeli 2011, Die Verarbeitung

Churban ist unser Mann. Er hat nicht aufgegeben und konnte die Majestät zu einem kurzen, aber sehr offenen Statement bewegen. Die berechtigte Enttäuschung ist spürbar, sedolüeg.


Her Majesty, Ihr Fazit zur Team- und eigenen Leistung?

Grundsätzlich hatte ich ein positives Gefühl, eine grosse Vorfreude im Team, gepaart mit einer nominell soliden Mannschaft und einer taktischen Idee hatte uns zuversichtlich gestimmt. In der Vorrunde konnten wir unser Vorhaben genauso umsetzen wie geplant, auch wenn die Glatze im Abschluss des Öfteren patzte und unser Elch mit der Funktionsweise von Stülpen überfordert war (Anm.d.Red.: Halbsocken waren montiert). Schon der erste Spielzug führte mittels beeidruckender Ballstaffete zum Torerfolg. Leider gab es aber über die Mittagspause einen regelrechten Einbruch, so dass wir nach der (viel zu langen) Pause nicht an unsere Leistung aus der Vorrunde anknüpfen konnten. Wie vor zwei Jahren konnte ich mich auch heuer wieder in der Organisation der Defensive etablieren, leider verliessen aber auch mich die Kräfte im letzten Spiel.



Warum ist Platz 3 so früh gescheitert?

Für eine umfassende Analyse ist es jetzt noch zu früh. Ich glaube aber, dass wir einfach Wettkampfpech hatten, wozu aber die unendlich lange Mittagspause ihren Beitrag geleistet hat. Es kann auch durchaus sein, dass wir in der Vorbereitung auf die Finalrunde nicht die richtige Mischung gefunden haben.



Wie fühlen sie sich jetzt?

Einerseits stolz über den gelungenen Auftritt am Morgen, es bleibt aber ein schaler Nachgeschmack über das was hätte sein können.



Welche Lehren wurden für die kommenden Jahre gezogen?

Es braucht noch etwas zusätzlichen Punch nach vorne. Erste Gespräche über eine Rückführung von Djibril ben Tamtam haben bereits stattgefunden. Die Integration eines Spieler aus dem Mutterland des Fussballs (nein, nicht das Wallis) war eine gelungene Sache, und auch der holländische Keeper war auf der Höhe des Geschehens, trotz Vorbereitung, die sich nur auf den musikalischen Bereich beschränkte.



Steht Platz 3 eine hektische Transferperiode bevor?

Das kann ich mir nicht vorstellen, wir sind eine eingespielte Truppe, die Jahr für Jahr für eine Überraschung gut sein kann. Punktuelle Verstärkungen sind aber nicht ausgeschlossen.



Ich bitte um einen kurzen Kommentar zur Organisation des Turniers.

Für eine One-Man-Show ist der Anlass etwa 8.25 Schuhnummern zu gross.

Dienstag, 28. Juni 2011

Grümpeli 2011, Kaiserwetter, Legenden, Enttäuschungen und viel Unvermögen

Sonntagmorgen 9 Uhr, Buchlern. Es riecht nach Sommer, keine Wolke am Himmel und bereits über 20 grad Celsius. Alteingesessene, verkleidete Möchtegernronaldos, Möchtegernsecondos und sonstigen Fussballverrückte treffen auf der Sportanlage ein. Die meisten gut gelaunt, bis auf Lino.
Kurzum wie es S.R. auf SF jeweils sagt: "Es ist angerrrrichtet!"

Es nimmt alles seinen gewohnten Lauf. Ausser dem Zeitplan. Die ersten Spiele beginnen mit gut 20 Minuten Verspätung. Dafür kann der Organisator nichts. Schliesslich müssen die Teams auf dem Platz stehen. Dass man sich aber für die Siegerehrung der aktiven bis um 17.30 Uhr gedulden werden muss, ahnt zu diesem Zeitpunkt niemand.

Guten Mutes führt man sich das erste Spiel von Platz 3 auf Platz C zu Gemüte. Was man zu sehen bekommt überrascht positiv. Ein organisiertes Team, mit solidem Passspiel und kaltblütigen Vollstreckern. Zuzüge aus England und das Comeback des Glatzkopfes Kapenios stellen sich als Bereicherung heraus.
Weitere Vorrundenspiele bestätigen das zuerst Gesehene. Sogar die Turniermitfavoriten HAS werden anfänglich in Verlegenheit gebracht. Her Majesty organisiert, Tripolensis assistiert als Agressivleader, Lino schnauzt und kratzt, Schweden rennt sich den Whiskas aus dem Körper und der Adliswiler kurvt um die Gegenspieler.


Auf gleichem Spielfeld debütieren die Eskimos nur kurz später. Nach 4 Absagen aufgrund von Verletzungen spielen sie mit einem leicht veränderten Team, jedoch nur mit zwei Auswechselspielern. Die Vorrunde stellt sich als lockeres Einlaufen heraus, was bei diesen Gegnern keine Überraschung ist. Erwähnenswert ist der Kreuzleger von Grasl an Williams 30 Sekunden nach Anpfiff des zweiten Spieles. Williams schreit, Grasl fordert ihn auf, nicht zu schreien. Lässig.
Im letzten Vorrundenspiel gegen Spakoise auf deutlich kleinerem Spielfeld gelingt dem reaktivierten Altmeister der Eskimos ein schönes Dribbling mit brillantem Pass. Der Bruder vollstreckt zum 1:1. Spakoise sollte später im Turnier nochmals in Erscheinung treten.

Dann folgt die Mittagspause. Immer noch Kaiserwetter, Temperaturen um die 30 grad. Schatten ist das Zauberwort für die einen. Für die anderen soll ein Waldlauf mit Beweihräucherung den Weg zu Ruhm und Ehre ebnen.
Wie auch immer, was sich am Mittag abspielt, ist beispiellos. Während 2 Stunden passiert auf diesen Plätzen praktisch gar nix! Ausser auf dem Lastwagen. Dort herrscht emsiges Treiben. Für was bitte? Muss die Tabelle erstellt werden? Excel kännsch?!
Konnte man sich als Nichteskimo wenigstens am Grill verköstigen? Ja, bis ca. 13 Uhr hatte es zu Essen. Ab dann war Barhani gemäss Zitat Frau Barhani "Baruch Haschem ausverkauft". Hallo?!

Um 15.00 Uhr werden die ersten Achtelfinals angepfiffen. Die Folge kann man sich vorstellen. Die bereits ausgeschiedenen haben an einem solch schönen Tag verständlicherweise mehr Lust, den See zu geniessen als abzuwarten bis die Bambinos das Kartenspiel erhalten haben, oder Forh**tspringer beim Wett-Penalty abgesch"ssen hat.

Doch zurück zum sportlichen Teil. Platz 3 lässt sich im Achtelfinale leider von den IRG Crackers mit 1:3 überlisten und schlittert so in das von Shir Daberi angekündigte Drama. An was hat's gelegen?

- War es taktische Disziplinlosigkeit?
- War es der Mangel an Doping?
- Oder schlussendlich halt doch die befürchteten Schwächephasen des Torwartes?

Ich bedauere das frühe Ausschieden sehr, hat mich doch dieses Team im Vergleich zur Finalteilnahme 2009, deutlich mehr überzeugt.

Churban Brünzel wurde für Stimmenfang auf die Reise geschickt.


Eskimos haben Losglück und treffen im Achtelfinale auf junge, unerfahrene Basler, die 8:1 geschlagen werden.
Im Viertelfinale, scheinbare Endstation: HAS steht im Weg. Grasl steht dem langbeinigen Messi(nger) nach 2 Minuten unabsichtlich auf die Füsse. Has ist dafür bekannt, Mühe mit körperbetonten Spiel zu haben. Das bestätigt sich in diesem Spiel ein weiteres Mal, nachdem die Standartausrüstung schon am Morgen wegen eines Tacklings die Fassung verloren hatte. Dank Abschlusspech und einem brillianten Ringolf- Schwager erzielen die Eskimos eine Minute vor Abpfiff das 1:0! Das Tor wird durch die Beine des berüchtigten Torwartes erzielt. GGK. Zum zweiten Mal hintereinander ist HAS an des Eskimos gescheitert.
Das Halbfinale wird gegen den Vorrundengegner Spakoise nach einem 0:1 Rückstand in Extremis mit 2:1 gewonnen. Grasl zeichnet verantwortlich für den schlimmen Fehler der zum Gegentor führte, konnte aber seinen Fehler mit dem Penalty zum 2:1 wieder gutmachen. Dass dieser Penalty 10 Sekunden vor Schluss Dank eines Wechselfehlers von Spakoise zu Stande gekommen ist, sei nur am Rande erwähnt. Das wichtige 1:1 wurde durch das kurzfristig verpflichtete Teutonium erzielt.
Im Finale dann hatten die Eskimos lediglich beim Stand von 1:2 für Russland und einem fehlenden Corner für den Penalty berechtigte Hoffnungen. Ansonsten waren die zu stark und zu ausgeglichen. 1:4 hiess es am Ende. Der Titel für Moskau geht darum völlig in Ordnung.

Unter dem Strich, Kaiserwetter wie man es sich erträumt, Eskimos welche wieder einmal um den Turniersieg mitreden konnten, Platz 3, welche mehr hätten erreichen müssen und eine unterirdisch schlechte Organisation.

Ganz nach dem Prinzip "nach dem Grümpeli ist vor dem Grümpeli" finden bereits erste Vertragsverhandlungen für das nächste Jahr statt.

Rabojssai, eiseis. Man freut sich auf Basel 2012.

Donnerstag, 23. Juni 2011

Calciopoli in Israel angekommen

Hapoel Petach Tikva ist in einen handfesten Skandal involviert. Dabei sollen zwei Exponenten des "Ligat Ha'Al"-Vereins Schiedsrichter bestochen haben. Die beschuldigten Tomer Sinai und Gal Hatzor wurden verhaftet und befinden sich in Untersuchungshaft. Zudem verlangt die israelische Liga in anderer Sache einen Nachweis, dass es sich bei den beiden um die rechtmässigen Eigentümer des Vereins handelt, was der Verein bis anhin nicht belegen konnten.
Im schlechtesten Fall könnte der Verein zwangsrelegiert werden.

In anderer Sache kann noch vermoldet werden, dass Lior Rafaelov (25) für € 2.5 Mio. von Maccabi Haifa zu Club Brugge wechselt. Mittelfeldakteur Rafaelov gewann heuer mit seinem alten Team die israelische Meisterschaft und erzielte dabei satte 11 Tore. Brugge ist diese Saison belgischer Meister geworden und einer von fünf möglichen Gegnern des FCZ in der 3. Runde der Champions League-Qualifikation.

Donnerstag, 28. April 2011

Eilmeldung: JTV Zürich

Die Vögel haben es schon von den Dächern gezwitschert:

Am Erew Jontef wurde es vereinsintern kommuniziert, nun ist es offiziell:

Die Handballmannschaft des JTV Zürich wird nächste Saison keinen Meisterschaftsbetrieb mehr durchführen. Dem aufsässigen Reporter Churban Brünzel ist es trotz Pessachstress gelungen, das Mannschaftsinterne Communiqué aufzutreiben:

"Liebe Handballfreunde

Nach Rücksprache mit x, y (Namen sind dem Schreiberling bekannt) und dem Vorstand muss ich euch leider die Nachricht verkünden, dass wir nächste Saison KEIN Handballteam mehr stellen werden und somit den Handballbetrieb per sofort einstellen.

Die personellen Engpässe, welche uns seit Jahren begleiten sind inzwischen nicht mehr kompensierbar.
Wir bevorzugen es, den Spielbetrieb in Anstand abzuschliessen, sprich nicht eine Saison voller Forfaitniederlagen mangels Spieler durchzuführen. Dies würde uns Nerven und Geld kosten.

Bereits an dieser Stelle, möchte ich x und y im Namen des Vorstandes und des Teams herzlichst für die tollen 4 Saisons danken. Viele Spieler konnten von eurem Können profitieren. Dank eurem Einsatz, Motivation, Geduld und Freude konnten wir den Handballbetrieb aufrechterhalten und hin und wieder mit den Teams der 4. Liga mithalten.

Ich bedauere, euch keine erfreulicheren News bekanntgeben zu können und wünsche euch allen einen koscheren Pessach."


Eine Würdigung wird in den nächsten Wochen in eurem Lieblingsmedium platziert.

Donnerstag, 7. April 2011

Vormarsch vs. Betriebsunfall

Die JLeague ist inzwischen am 8. Spieltag angelangt und die Überraschungen bzw. Öps and Downs der Teams zwischen Platz 2 und 5 nehmen kein Ende.
Nachdem der FC Scherdünn eine Baisse von 3 Niederlagen in Folge mit einem Sieg über Partizan überwinden konnte, hat es nun Seleçao erwischt. Nach zwei Siegen in Folge bzw. 3 Siegen aus den letzten 4 Runden (vgl. Post vom 17.3.11), hat es nun eine Klatsche (14:9) gegen IRG Crackers abgesetzt.
Nicht nur die Fachwelt, nein auch die PR Abteilung von Seleçao scheint irritiert zu sein. So hat sich Her Majesty erst nach mehrmaligem Aufgebot, den Medien bzw. dem Star- Paparazzi Churban Brünzel (15) gestellt.

Die Majestät , was ist gestern geschehen? Schildern Sie uns bitte kurz was aus ihrer Sicht falsch gelaufen ist?

Das Team war eigentlich frohen Mutes über unseren derzeitigen Tabellenrang (Anm.d.red.: zwoter Platz) und gut auf die Partie eingestellt, doch schon beim Aufwärmen kamen die ersten Zweifel auf. Der Ersatzgoalie Tripolensis war mit Administrativaufgaben beschäftigt, unser Abwehrhüne beweinte wohl das Wahlresultat vom letzten Wochenende und glänzte mit einem klassischen "no show" und unser Sturmtank aus Srulien musste sich noch die Lungen teeren. Was dann folgte war abzusehen, keine zusammenhängenden Spielzüge, wenig Agressivität in den Zweikämpfen und schlechtes Stellungsspiel führte dazu, dass wir ständig einem 3-5 Torerückstand hinterherliefen. Da hilft es wenig, dass wir es waren die den Torreigen des Abends eröffnen konnten.



Nach dem Abgang des nicht unumstrittenen Stammtorhüters: Hat das die Mannschaft doch mehr verunsichert als man sich selbst zugestanden hat?

Ich glaube nicht, dass die ein entscheidender Faktor war. Keines der gestrigen Gegentore war wirklich dem Torhüter anzulasten, vielmehr wurden wir klassisch ausgespielt und fanden kein Mittel, um deren Angriffswellen abzuwehren .



Siege gegen direkte Konkurrenten wie Jöst for Fön und Schochtim, nun eine Niederlage gegen den 7. der Tabelle: Wir erklären sie sich diese Leistungsschwankungen im Laufe dieser Saison?

Ich sehe die ganze Angelegenheit positiv und werte diese Niederlage als Betriebsunfall. Wenn man Zweiter ist in der Tabelle, dann ist man in der komfortablen Lage, dass man auch einmal ein Spiel verlieren kann, ohne gleich den Bammel zu kriegen. Wir werden uns aber das nächste Mal wieder am Synagogenschlüssel fassen müssen und eine konzentrierte Leistung an den Tag legen.



Nach mehrmonatiger Verletzungspause, hat der lybische Söldner gestern sein Feldspieler- Comeback gegeben. Ist er schon wieder der Alte?

Eine gewisse Unsicherheit ist nicht zu übersehen, aber er ist auf gutem Weg. Im Angriff waren ein paar gelungene Aktionen zu verzeichnen, gegen hinten fehlt noch ein bisschen Stabilität. Aber er ist mega, er ist 15.



Wagen Sie eine Prognose: Auf welchem Tabellenplatz steht Seleçao vor Playoffbeginn?

Die Plätze 2-5 sind momentan sehr spannend, da ist es schwierig eine Prognose abzugeben. Wir werden unser bestes geben und ein Spiel nach dem anderen angehen. Die Saison dauert noch ein Weilchen, da kann noch viel passieren. Ich bin aber überzeugt, dass wir es dieses Jahr in die Playoffs schaffen werden.



Darf ich zum Schluss eine Gegenfrage stellen? Warum werde ich hier nicht gefragt, wie ich mich jetzt fühle?

Berechtigte Frage, TAK!

Mittwoch, 6. April 2011

Eto'o teilt aus

Offensichtlich ist die Rosso-Biancho-Crociato-Nationalelf nicht die einzige, welche von internen Querelen, Sonderaufmerksamkeits-Streicheleinheiten-Bedürfnis von ihren Divas und unzufriedenstellenden Resultaten geplagt wird. Auch Kamerun hat letzte Woche gegen Senegal trotz einem offensichtlichen Effort eine Niederlage eingesteckt und deshalb hat es Kritik einstecken müssen.
Samuel Eto'o, Aushängeschild der grünen Löwen und derzeit mit Inter in einer nationalen wie internationalen Baisse, trifft bei weitem nicht mehr wie zu seinen besten Tagen. Derzeit gelingt ihm gelinde gesagt fast nichts mehr, und er lässt sich auch die einfachsten Torgelegenheiten entgehen. Offensichtlich zupft dieses Tief auch an seinem Nervenkostüm Federn und so lässt er sich an der Post-Match-Pressekonferenz des Kamerun-Spiels seine Muskeln spielen und reisst einen allzu kritischen Journalisten in kleine Fetzen und statuiert ihn gleich mal als Nestbeschmutzer. Für diejenigen mit Französisch-Kenntnissen ein Leckerbissen. Sedö:


Dienstag, 5. April 2011

Taktikstunde mit Onkel Lino: Ottmar, wir müssen reden!!!

Lieber Herr Hitzfeld,


Es ist Zeit für ein paar ernsthafte Worte. So kann es nicht weitergehen. Ausscheiden in einer Qualifikation darf die Schweizer Nati immer, aber die Art und Weise wie sie das tut ist das Entscheidende. Was ich seit der WM sehen und erleben durfte ist schlecht, grausam und UNWÜRDIG um es Deutsch und deutlich sagen zu dürfen. Aber noch ist nicht aller Tage Abend, mit dem Rücktritt der Herren Streller und Frei ist es spätestens, SPÄTESTENS, an der Zeit den Umbruch einzuleiten. Ich als Ihr treuer Begleiter will Ihnen hiermit ein paar Denkanstösse mit auf die anstehende WM Quali mitgeben.
Beginnen wir beim Spielsystem. Ich kann ja nachvollziehen wieso es mal hiess das ein 4-4-2 mit zwei 6ern das A und O sei und nur mit diesem so Offensiv schwache Mannschaften wie die Schweiz etwas holen könnten.

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Aber ich erlaube mir zu sagen das dieses System einfach nicht mehr Zeitgemäss ist. Es ist schlicht weg zu defensiv.
Spätestens seit der WM sollten man wissen das der richtige Mix zwischen stabiler Defensive und aggressiver Offensive, inklusive Forechecking in der gegnerischen Hälfte, so wie es die Deutschen und Holländer spielen, das Mass der Dinge ist. Wieso nicht also mal ausprobieren, in den letzten verbleibenden EM Qualispielen kann man solche Dinge getrost mal einstudieren. Wie soll so etwas aussehen? Ein 4-3-3 mit Raute wäre ein Beispiel:

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Die Namen dürfen Sie selber einfüllen, so viel Arbeit muss sein. Die zentrale Figur ist und bleibt weiterhin die 6er Position, die aber viel Offensiver ausgerichtet sein MUSS damit das ganze funktioniert. Zusammen mit den beiden Aussenläufern und den drei Offensiven muss versucht werden, den Gegner ständig unter Druck setzen und zu Fehlern zwingen zu können, gleichzeitig muss sofort in den Angriff umgeschaltet werden wenn man in Ballbesitz kommt. Ungefähr so wie das Dortmund zur Zeit macht. Der Schlüssel meiner Meinung nach ist das Spieltempo bei eigenem Ballbesitz. Es muss kompromisslos der Weg nach vorne gesucht werden, 2-3 drei schnelle Pässe nach vorne und dann muss eine gefährlich Situation entstehen. Immer wieder hat man ja davon gehört das die Schweiz zu wenige gute Stürmer hat. Bei diesem System verteilt sich die Last ja auf die ganze Offensivfraktion, und nicht nur auf die Stürmer und Aussenläufer allein.
Die für die Schweiz am schwierigsten zu besetzende Position ist wohl die des zentralen Offensivmannes, Hakan Yakin wäre eine Kandidat, Moreno Costanzo vielleicht ein anderer. Er muss nicht nur aus dem Mittelfeld heraus gefährlich werden können sondern soll auch selber anspielbar sein können und, vor allem, Torgefahr ausstrahlen.
Ob es funktioniert? Keine Ahnung, aber ich bitte Sie eingehend, Mut zu zeigen, Willen zur Veränderung und ich möchte sehen können das die die 11 auf dem Platz zumindest ansatzweise ein Spielsystem befolgt. Dann kommt es gut, ganz bestimmt.

TAK Alex


Nun ist es offiziell. Der Rekordtorschütze der Nationalmannschaft Alex Frei tritt per sofort aus der Nati zurück. Nach 84 Länderspielen und 42 (!) erzielten Toren macht er Schluss. Obwohl die Nati lange von Frei abhängig war und ich stets die sportliche Leistung von Frei in den Vordergrund gestellt habe, bin ich der Meinung, dass der Rücktritt keine Sekunde zu früh kommt. Dass Frei nach den Pfiffen im vergangenen Herbst gegen Wales genug hatte, kann ich absolut nachvollziehen. Konsequenterweise hätte ich aber eine sofortigen Rücktritt erwartet. Dass der Rücktrittszeitpunkt nun korrigiert wird, passt ins Bild der diesbezüglichen Inkosequenz.

Über die Art und Weise seiner Auftritte auf und neben dem Platz wurde oft diskutiert. Dabei gibt es eigentlich gar nicht viel zu diskutieren. Oft hat Frei einen verbissenen, ja unanständigen und arroganten Eindruck hinterlassen. Sei es bei der unsäglichen Spuckaffäre während der EURO 2004, sei es in diversen Interviews vor, während und nach den Nati- Zusammenzügen, sei es durch abschätzige Gesten und Diskussionen während eines Spieles.

Doch in erster Linie war und ist Alex Frei seinem Job nachgegangen. Er hat viele Tore geschossen und macht dies zurzeit beim FCB immer noch.
Bei Rennes schoss er in 100 Partien 48 Tore und wurde Vize- und Torschützenkönig. Bei Dortmund hat er in 74 Spielen 34 Tore erzielt und beim FCB kommt er bis jetzt in 44 Spielen auf stolze 34 Tore. Die beeindruckende Torquote in der Nati wurde bereits erwähnt.

Wenn Frei alzu oft einen verbissenen Eindruck hinterlassen hat dann soll ihm dies nicht zum Vorwurf gemacht werden. Ich bin der Ansicht dass Frei, der kein wirkliches Talent ausser dem Torriecher mitbringt, genau diese Verbissenheit nötig hat und hatte um erfolgreich zu sein. Er stellt immer sehr hohe Ansprüche an sich selbst. Oft wurde er dafür belächelt. Doch gibt ihm seine Torquote vor allem in der Nati, wo man nicht täglich mit den gleichen Mitspielern trainiert, schlussendlich recht.
Sind wir ehrlich, ohne seine Tore hätten wir wohl nicht bei vier Grossanlässen hintereinander mit Schweizer Beteiligung mitfierbern können. Ich denke da an Quali- Spiele gegen Irland, Zypern, Türkei, Georgien, Moldawien, Lettland, Griechenland...um nur einige zu nennen.

Rabojssai: Eiseis. Derdyok und Gavranovic müssen's nun richten.

Ich erlaube mir im Namen aller Chassidim mich bei Herrn A.F. für seine erfolgreichen und aufopferungsvollen Auftritte in der Nati zu bedanken.

Pessach-Chumre, diesmal eine ernste!

Ein allzu oft vergessenes Prinzip bei der Vorbereitung des Panikfestes, ist dasjenige, das Chametz - unabhängig von seinem Aggregatszustand und Reife - springen kann. Ja mehr sogar: er wählt oft, in seiner perfiden und hinterlistigen Natur an die entlegensten Orte dieses Planeten zu springen. Deshalb darf sich in der Vorbereitung kein einziger Ort unserer Behausungen von der Reinigung ausgenommen werden. Nehmt einen Schutzanzug, Plastiksäcke über den Schuhen, atmet wie die Wissenschaftler im E.T.-Film und gebt auf keinen Fall auf! Chametz ist die moderne Inkorporation des Jetzer Hore, sozusagen ein Nachfahre von Haman (deshalb finden sich auch keine Lebkuchen auf Koscherlisten: er erinnert einfach zu stark an den Bösewicht in Shushan!).

Um der Seriösität unseres Anliegens Nachdruck zu verleihen (man merkt es dem Chassidus Chübelsack-Blog ja schon von weitem an, dass Pessach ist, die Redaktion wetteifert um die besten Artikel, als ob es einen Bonus in Form von Schmure Matzes für den besten Beitrag gibt), weisen wir nachfolgend auf eine besondere Pessach-Chumre (Pflicht!) hin, die uns alle in unserem Alltag beschäftigt. Sedö:
PS: Yannick ist mega. Er ist erst 15.

Montag, 28. März 2011

Ski Safari- Ein Erlebnisbericht






Wir schreiben Dienstag den 8. März 2011. Im Oberengadin scheint seit 3 Tagen ununterbrochen die Sonne. Stahlblauer Himmel, Temperaturen um den Gefrierpunkt und beste Schneebedingungen. Kurzum, Kaiserwetter!
Es ist 8 Uhr morgens. Im Speisesaal des Hotels Cresta Palace in Celerina treffen sich zwei Skiverrückte - namentlich handelt es sich um Grasl Frucht und Kugel Blitz-
zum Morgenessen, in der Hoffnung heute 4 Berggipfel zu besteigen.
Vier Berggipfel als Skifahrer zu besteigen? Ja, richtig gelesen. Bei diesem verrückten Unterfangen handelt es sich um die berüchtigte Ski- Safari. An einem Tag sollen die Berge Corvatsch, Piz Nair, Lagalb und Diavolezza erklommen werden.
Die zwei erwähnten Personen stehen um 9 Uhr stramm an der Busstation in Richtung Sils Maria. Von dort soll es mit der Furtschellas- Bahn ein erstes Mal in die Höhe gehen. Es liegt an diesem Morgen etwas in der Luft. Man spürt die Spannung. Ständiger Begleiter dieses Anlasses, das Uhrwerk. Schliesslich muss man vor 16.30 Uhr den letzten Gipfel, die Diavolezza, bestiegen haben.
Bergstation Furtschellas, 10 Uhr, die Frisur unter Helm hält. Vom Sessellift abgestiegen, wird die erste Traverse mit viel Schuss genommen. Die Kanten ist gut abgetragen, kaum jemand auf der Piste, also warum dann Kurven fahren. Wenige Minuten und 2 Pisten weiter sind wir bereits beim Sessellift angekommen, der uns in Richtung Mittelstation Corvatsch (2702 M.ü.M.) bringt. Normalerweise der ideale Ort für einen ersten Lutz, doch heute ist ja der Gipfel jeweils das Ziel, also schnell Ski abschnallen und ab in die nächste Gondel.
Corvatsch, Bergstation auf 3303 Höhenmetern. Varuggte Aussicht über das Oberengadin und am Horizont, kein Witz, ist Dank der Bergkarte welche auf der Aussichtsterrasse aufgestellt ist, das Matterhorn ersichtlich. Man erkennt also schon von weit her, wenn man wie der Schreibende ein bisschen was von der Bergwelt versteht (ija). Nach 10 minütiger Pause und dem obligaten Nejgelwasser kann nun der Tag also endlich beginnen, kurzer Blick auf die Uhr, es ist 11 Uhr.
Über den Corvatsch Gletscher geht's heftig Bergab. Angekommen am Skilift, also ca. 700 Meter weiter unten stellen wir fest, dass der Skilift nicht hätte genommen werden müssen. Doch wurde die Traverse daneben schlicht und einfach verhängt und jetzt fehlt das Tempo. Kurze Stagnation macht sich breit, aber die vorhanden Breite, lässt diese Stagnation nicht allzu breit werden.
Es geht also dann in Richtung Hahnensee Sessellift. Dieser Lift stammt aus der Zeit, als Poldi in St. Moritz noch wilde Partys organisierte und der Wischnitzer auf seinen Holzski über die Pisten geflitzt ist. Beim besteigen des Lift, werden die Beine fast umgefahren, dafür geht die Fahrt anschliessend fast 15 Minuten, im Schneckentempo.
Oben angekommen steht uns eine 20 minütige Abfahrt bevor in Richtung St. Moritz Bad. Ja richtig, wir sind ca. 90 Minuten zuvor in Sils gestartet und nun bereits auf bestem Weg in Richtung Top of the World, und das alles auf den Brettern. Lässig.
Die Hahnenseeabfahrt war früher berüchtigt für deren schlechten Zustand. An diesem Tag schlicht und einfach ein Traum. Ideales Gefälle, aggressiver Schnee und ausser den zwei Skifanatiker kaum jemand auf der Piste. Es wird gecarvt was das Zeugs hält bzw. bis es eben nicht mehr hält. Kugel Blitz übertreibt es im Flachstück und stürzt prompt. Haltungsnote 5.9 und der ganze Schnee in der Brille. Grasl amüsiert sich. Das lauschige Hahnenseerestaurant wird links liegen gelassen (zu unrächt) und St. Moritz ist erreicht. Die letzten Meter bis zur Signalbahnstation, welche uns dann auf die St. Moritzer Seite raufgebrungen haben wird, müssen im Cologna- Stile gefahren werden. Pflotschnass vor Anstrengung.
Wir verlieren keine Zeit und besteigen auf der Corviglia das Piz Nair Bähnli. Immer wieder atemberaubend, wenn man am Abfahrtsstart der Herren vorbeifährt und feststellt, dass diese dort den berüchtigten "freien Fall" zu bewältigen haben. Von 0 auf 130 km/h in 7 Sekunden, auf Ski und dann in die Kurve. Spinner das. www.lupi.ch/schools/math/moritzwm.htm
Bergrestaurant Piz Nair (2877m) ist um 12.15 Uhr erreicht. Wir gönnen uns die erste Verpflegungspause bzw. wir würden gerne. Ein Schnauz gegenüber von mir findet es wahnsinnig amüsant was wir uns an diesem Tag antun. Er sitzt mit seiner Schrulle im Restaurant und schweigt vor sich her. Was ist besser? Trottel das.
Ach ja, bedient werden wir nicht also entscheiden wir uns für eine Pause weiter unten in Marguns. Doch davor findet noch das berühmte Rennen zu "Emek haBacha" statt.
Die Philosophin A.N. aus dem Jemen hat Ende der 90er Jahre dieses Tal aus verschiedenen Gründen so benannt.
Erstens kommt die Sonne dort nur gefühlte 2 Minuten pro Tag hin. Zweitens ist es dort im Schweinekalt und drittens kullern die Tränen nach der berüchtigten Schussfahrt nur so über die Wangen. Die Herausforderung ist es für ca. 1.5 Minuten die Schussfahrtposition einzunehmen, zwei heftige Kurven zu fahren und auch noch den anderen Skifahrern aus dem Weg zu gehen bzw. ohne Gefahr zu überholen. Die Beine brennen. Kugel Blitz fährt eine super Linie am linken Pistenrand und entscheidet dieses Duell souverän für sich. Für Grasl die erste Niederlage nach Jahren, Lino kann ein Lied davon singen.
Marguns erreicht und kurzes Innehalten. Ein Bier, ein Ice Tea, ein Mars. Das muss für die nächsten Kilometer wieder reichen. Es geht ins Tal, genauer nach Celerina. Um 13.45 Uhr stehen wir also wieder vor dem Hotel bzw. vor dem Auto. Das heisst für den Chauffeur Grasl: Skischuhe abziehen, Turnschuhe anziehen. Die wunderschöne Fahrt von Celerina via Berninapass auf die Lagalb dauert zwanzig Minuten. Atemberaubend schön präsentiert sich der Palügletscher. Der war übrigens auch schon grösser. Pro Jahr geht der Gletscher ca. 15 Meter (!) zurück. Klimaerwärmung ist mega krass, hä.
Zurück zum wesentlichen. Mit der Fahrt auf die Lagalb begeben wir uns in den Hochalpinen Teil der Safari. Sprich bereits die Talstation liegt auf 2100 Meter über Meer. Es heisst nun wieder Turnschuhe ab, Skischuhe an (mega mühsam). Die Bahn bringt uns auf 2839 Meter. Das spannende an dieser Bahnfahrt ist, dass man die ganze Piste besichtigen kann. Es ist steil, sehr steil. Oben gönnen wir uns ein Päuseli mit Bier und Schoggi. Die Aussicht sowohl in Richtung Pontresina als auch in Richtung Bergell ist prächtig. Wieder haben wir kein Glück mit der Bedienung. Grasl wird vor versammeltem Restaurant- Aulom angefahren, da zwischen Bestellung und Erhalt des Gerstensaftes der Platz gewechselt wurde. 30 Minuten später entschuldigt sich der Kellner für das Fehlverhalten und schon können wir uns ins Tal stürzen. Ein Wahnsinnshang, wenn auch dieser Hang mehr genossen werden könnte, wenn zuvor nicht bereits zwei Gipfel befahren wurden. Die Beine brennen inzwischen auch ohne Schussfahrt. Für Carving ist es zu steil, für Kurzschwingen zu anstrengend. Grasl muss diese Krise alleine bewältigen, kann doch Kugel Blitz zu diesem Zeitpunkt seine oft bewunderte Beinmuskulatur weiter ausreizen. Weiss auch nicht wie das gehen soll.
Unten angekommen, der aufmerksame Leser hat es erraten: Skischuhe aus, Turnschuhe an. Das Auto muss lediglich 500 Meter bis zur Talstation Diavolezza verschoben werden. Doch selbst für diese kurze Strecke würde eine Autofahrt mit Skischuhen nicht wirklich funktionieren, ausser man heisst Daniel Stucki (FCZ). Der muss sein ganzes Leben mit Skischuhen bewältigen.
Es ist 15.30 Uhr, wir stehen vor dem letzten Berg. Die Sonne neigt sich bereits hinter den Gipfel. Im Wissen, dass dort oben die Sonne noch sehr lange scheint, geht's in die Gondel. Auf 3009 Metern entdecken wir das Paradies. Sonne, Liegestühle, beste Sicht auf die Bergketten und auf den Beginn der Gletscherabfahrt nach Morteratsch. Um die Mizwe der Skisafari Mehadrin min haMehadrin ausgeführt zu haben, müsste eigentlich diese Abfahrt bewältigt werden. Da aber die beiden Protagonisten diese Abfahrt noch nie gefahren sind und die Stunde bereits fortgeschritten ist, wird die herkömmliche Talabfahrt absolviert. Davor findet aber noch ein gepflegtes Kampchillen in der Sonne statt. Den Tag lassen wir Revue passieren. Fast vergessen haben wir, dass der Tag 6 Stunden zuvor auf der Furtschellas begonnen hat. Der Piz Corvatsch und der Piz Nair sind nur noch Randnotizen. Das Skifahrerische Highlight war die Hahnenseeabfahrt.
Es macht den Eindruck, die Sonne gehe auf der Diavolezza nie unter. Wir sitzen bis kurz vor 17 Uhr in der Beiz und geniessen. Müdigkeit und Befriedigung über das Geleistete machen sich breit.


Es geht nun also wieder Talwärts, mehrheitlich im Schatten. Die Piste eignet sich ideal für ein lockeres Auslaufen eines anstrengenden Skitages. Flache, breite Pisten ohne grossen Verkehr.
Geschafft, nach dem berüchtigten Zielschuss werden die Ski bis fast vor das Auto gesteuert. Ab ins Auto und zurück in die gute Stube.
Fazit: Für Erholungsskifahrer ist dieser Ausflug das falsche Programm. Zu oft müssen Ski ausgezogen und ein Bähnli in Anspruch genommen werden. Ein Ausflug der für angefressen Skifahrer absolut empfehlenswert ist. Abwechslungsreiches Skifahren, beste Pistenverhältnisse und eine Bergwelt die über die vielen grauen, nebligen Tage in Zürich hinwegtröstet.
Man dankt an dieser Stelle dem Motivator aus Pfefferkorn, Her Majesty, der uns im Laufe des Tages jeweils mit guten Ratschlägen via Email und SMS zur Seite gestanden hat.

Donnerstag, 17. März 2011

Die Selecao auf dem Vormarsch

Wie mir berichtet wurde, findet die Selecao wieder zu alter Grösse und Stärke zurück. Gestern konnten in einem zähen und umkämpften Spiel die Haschochtim geschlagen werden, wobei zu bemerken ist das es nach dem Spiel noch zu dein einen oder anderen Mätzchen zwischen Fans und Spielern gekommen ist. Die JLeague Foundation für Recht und Verfassung, die Religionswächter des Hallenfussballs, haben sich der Sache schon angenommen.
Nach dem Spiel hat sich Schnuffel G., verdienter Spieler der Selecao und erklärter Hüter der Sprache, zu einem Interview bereit erklärt.

Ein grossartiger Sieg gegen einen der Aufsteiger dieser Saison, trotz oder wegen dem neuen Torhüter?

Der Sieg geht absolut in Ordnung. Der neue und alte Torhüter ist mit der neuen Situation und dem Erwartungshaltung der zahlreichen gegnerischen (Onkel-)Fans gut zurecht gekommen. Zwei, drei Unsicherheiten auf Weitschüsse aufgrund deiner weitaus nicht erholten Schulterluxation, grundsätzlich weiter rechts auf der Torlinie postiert, um Hechteinlagen auf die rekonvaleszente Schulter zu vermeiden. Zwei gute Reflexe auf weitwinklige Flachschüsse. Ein Ei muss er aber auf sich nehmen, wenn auch drei erhalten Tore gegen einen nominell starken Gegner eigentlich ein gutes Zeugnis ausstellen.

Was hat der Gegner falsch gemacht? Was ihr richtig?
Wir waren vor allem am Anfang und kurz nach der Pause aufgrund von wichtigen Mannschaftsumstellungen und der Rückkehr des Shiris etwas undisponiert. Was wir im Gegensatz zu letzten Auftritten gut gemacht haben, war, nach erlangter Führung den Ball zu zirkulieren, den Gegner zur Initiative zu zwingen. Dies ist sehr gut gelungen. Dem Gegner fehlten insbesondere die Einfälle und er war sehr stark auf zwei Einzelakteure angewiesen, von welchen sich einer kurz nach Beginn auch noch an der Schulter verletzte (das Spiel nach kurzem Unterbruch aber wieder aufnehmen konnte)

Die Selecao scheint sich nach der letzten "Seuchensaison" wieder gefangen zu haben, was wurde geändert?

Schwierig zu sagen. Vielfach fehlte uns in der letzten Saison das Wettkampfglück, der Torhüter verbreitete auch oft eine Ranzige Socken-Stimmung, was unsere Kreativität eindeutig hemmte. Zusätzlich hilft uns wohl auch, dass wir alle wieder einmal ein Jahr jünger geworden sind und uns auf unsere immensen technischen Fähigkeiten verlassen können.

Konnten die internen Probleme gelöst werden? Gerüchteweise soll einer der Verletzten eine Intrige gegen den Stammtorhüter gestartet haben?

Keine Ahnung, wovon Du sprichst. Der Exilant hat eh nichts mehr zu melden. Wir wollten ja alle nicht, dass er nur wegen uns ins Ausland fährt, wir nehmen das Resultat aber so, wie's das Schicksal uns beschieden hat. Er hat es ja provoziert. Ein Teil der Mannschaft wollte seinem Jersey in der Kabine nach dem Spiel noch einen gespritzten Weissen köpfen, wir fanden das dann aber doch zu viel des Guten.

Hat die Schulter noch Probleme bereitet?

Die Explosivität bei Reaktionen leidet noch und einige Bewegungen waren nicht natürlich. Ob ich in den kommenden Wochen auch ins Tor stehen werde, bleibt abzuwarten. Sicher ist, dass dieser Schritt deutlich einfacher ist, als sich als Feldspieler wieder aufs Feld zu wagen. Die Unfallgefahr ist auf harter Unterlage beträchtlich.

Du wurdest ja nach mässigen Leistungen zum Ersatz des Ersatztorhüters degradiert, wie gehst du mit dieser Situation um?

Das ist eine sehr subjektive Darlegung der Historie. Prinzipiell habe ich selbst den Antrag gestellt, dass wir auf den Spielermarkt zurückkehren und einen neuen Stammtorhüter verpflichten. Weil es mich oft zu stark reizt, aufs Spielfeld zurückzukehren. Je nach Spielweise ist es auch in der Halle trotz verkürzter Distanzen für den Torhüter schwierig, beim Spielaufbau kreativ mitzuwirken, was vielfach zu schweren Depressionen, Einsamkeit, Cholera und Magenverstimmungen führt. Ich habe auch die Verhandlungsgespräche geführt, wie damals auch schon, als wir den Interviewenden verpflichtet hatten. Von Degradierung kann keine Rede sein.

Hast du wieder den Ansporn die Nummer 1 zu werden?

Nr. 1 zu sein, ist ein Anspruch, den jeder Spitzenathlet an sich stellt. Auf dem Spielfeld, im Tor, zuhause, im Büro, überall. Um auf Deine provokative und spezifische Frage bezüglich Torhüterambitionen zurückzukommen: Eindeutig nein. Vielleicht mit fortschreitendem Alter und mangelnder Fitness mittelfristig schon. Und dazwischen immer gerne, wenn ich wieder mal von der Mittellinie eine ins Kreuz semmeln darf.

Wo sind Pluz und Churban Brünzel?

Pluz sitzt am Flughafen, weil er sich schon auf uns freut. Churban Brünzel wurde zum 18-jährigen Verschwinden von Bruno Manser wieder mal zu einer Inspektion im Untergehölz von Sumatra geschickt. Erste Rückmeldungen enthielten Spuren von Röstistücken in gefundener Fäkanik von als Schauspielern getarnten Panthern. Es sieht also nicht gut aus. Aber wir geben nicht auf. Geplant ist sodann auf dem Rückweg in die traute Heimat ein Zwischenstopp auf dem asiatischen Festland zur Feststellung der Befindlichkeit der dritten Person bzw. gespaltenen Identität.

Man bedankt sich für das äusserst freundliche Gespräch.

Montag, 7. März 2011

Der Nabel der Welt ist garstig

Also, die tripolitanisch-atlantische (das Gebirge, nicht der Ozean)-Koalition ist angekommen. Nach einem gemütlichen Sonntag Morgen im Flugzeug, abwesendem Unterhaltungsprogramm und zwei geschlagenen Stunden in der Schlange vor den Immigrationsbehörden (mir kam ein Gnadengesuch in den Sinn für all die Geschäftsleute, welche sich diese Beine-in-den-Bauch-Steh-Prozedur in einer regelmässigen Abfolge eingestehen müssen) trat man endlich an die Luft der Ostküste Amerikas. Entgegen hauchte einem sozusagen der Odem von Shmaje Kolumbus und seiner Kreuzfahrtgesellschaft, die Sagen von James Fenimore Cooper und schliesslich ganz einfach der Kennedy-Flughafen von Jew York. Kurzum wurde ein Shuttle erfunden, der uns ins meschigge herrliche Manhattan gebracht hat. Es war sehr schön. Und im vollen Ernst fand man sich inmitten einer Welle gelber Taxis, eindrücklich eintönigem Vorstadttum und dem immer näher kommenden Wald von Wolkenkratzern der New Yorker "Innenstadt". Und langsam setzte der Regen ein...
Ankommen, Koffer in die Ecke werfen, weg mit Schal und Handschuhen. Denn es ist vieles, nur nicht kalt. Vor allem regnet es in solchen Strömen und Bindfäden, dass man das Gefühl hat, es tut hier sonst auch nicht anders (O-Ton der Gastgeber: In knapp sechs Monaten hat es etwa gefühlte 5 Tage geregnet, Bou?). Auf den Strassen könnten sich Goldfische pudelwohl fühlen (masslos untertrieben).
Ja, und was macht man mit einem angefangenen Nachmittag, wenn es wegen der imminenten Terrorgefahr so lange geht, bis man ins Land darf, es immer noch Kübel giesst und die Museen bald schliessen? Richtig. Man löst sich ein Wochenabo in der Metro und geht shoppen. Zum Beispiel in einen Showroom von Samsung. Alles hochmodern und hellblau leuchtend, alles in Touchscreen (sogar ein 120cm-TV, soll mir noch einer erklären, warum ich darauf Angry Birds spielen muss) und nicht alles sehr nachvollziehbar. Dann gibt's einen Ausflug in eine Buchhandlung mit Examinierung von Tschulent-Topf-Rezepten und jüdischem Kochkitsch, das erste Root Beer seit 1999 und die ersten Grundsatz-Debatten, wo das Gemüt denn das abendliche Mahl einnehmen will. Bald schon bricht eine erste Kompromissrunde aus, an deren Ende die weissen Punkte gewonnen haben: Estihanna, der etwas andere Asiate. Da bringt Dir ein untersetzter Südamerikaner mit schmieriger Frisur ein Asahi-Bier und prostet Dir ein freundlich gesinntes "Lechayim" zu. Jew York halt. Gereicht hat es dann zu asiatischen Ravioli zur Vorspeise, deren Name existiert, hier aber irrelevant ist. Und zur Hauptspeise ist man schon ein erstes Mal kulinarisch durch die Decke gestossen: Ein Medium Rare Tenderloin-Steak an asiatischem Gemüsebett und Teriyaki-Sauce. Ich bin fast aufgestanden und habe Smires gesungen (Jom Se Mechubad).
Auf dem Heimweg schwimmt er (3. Person: hamewin jawin) dann wieder in die Metrostation und steigt auf die nächste Bahn nach Hause. Steigt sodann aus, schaut hoch und da tritt einem der klassischste ca 50-jährige Rastafari mit Marge Simpson-Frisur entgegen - und aus den Hosen hängenden Zizzit. Wie gesagt: Jew York halt.

PS. Danke dem FCZ für unsere Leidensgeschichte. Und für die höchst unglückliche Abfolge von Hassli-Transfer und Verletzung von 2 Stürmern innert kürzester Zeit (wer konnte das schon ahnen). Die Niederlage gegen Basel ist demgegenüber völlig egal und vor allem unglücklicherweise verständlich.
Danke an das SF für die Online-Beiträge der Axpo Gurkenliga. Da trifft also Lustrinelli fast gegen Gritti, nachdem die Einführung noch Bedenik so schön eingestreichelt hat. Aha.