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Donnerstag, 25. August 2011

Man munkelt...

...es habe eine zweite Israelreise mit mehreren Jahrgängen stattgefunden.
...dass es keine Hunde hatte.
...dass im Club am ersten Abend geschlafen wurde.
...dass ein Wochenende bereits am Mittwochabend fernab der Zieldestination beginnt.
...dass auch in Taxis um 7 uhr morgens keine Hunde aufzufinden sind.
...dass Bograshov und Frishman schöne Toiletten zur Verfügung stellen.
...dass ein Chossen verruckt relaxt ins Chasseneweekend chillt.
...dass Mizwes auch im Dreimannzimmer ausgeführt werden können.
...dass 2 Flaschen Whiskas zum Zmittag nur eine Randnotiz darstellen.
...dass der Chossen von der Kale (müend enander gfalle) auf dem Tanzparkett ausgezogen wurde.
...dass Tripolensis eine Affäre mit der Hochsiigssängerin hatte.
...dass El Tigre gerne Openair knackt.
...dass trotz Anwesenheit eines Windkanals, praktisch Windstille herrschte.
...dass Hochzeits- Büsli-Chill völlig überbewertet ist.
...dass Hochsiege auch ausarten und bis 4 uhr dauern können (idrücklich).
...dass Grasl an Partys scheinbar alle leute anschreit.
...DASS SOEBEN EINE GIGANTISCHE HOCHSIIG ÜBER DIE BÜHNE GEGANGE SEIN MUSS.

Man dankt an dieser stelle den Jibrils von Zürich bis Rwanda!

Freitag, 29. Juli 2011

Gastpost und kurzer Update zum Tschingg

Es hilft eben nicht, sich jahrelang unter dem Mantel des Exils zu verstecken. Irgendwann, in bedrohlicher Nähe zu den Dreissigern weiss man plötzlich nicht mehr, was zuvor jahrelang als absolute Selbstverständlichkeit mit sich getragen wurde. Und so kommt es, dass sich der Pionier und Urvater dieses Mediums plötzlich vor verschlossenen Türen bzw. Logins wiederfand und mittels Gastposting wieder um Asyl bitten muss, welches wir ihm natürlich gerne gewährne. Gastpost ist wahrscheinlich etwas hoch gegriffen, es geht hauptsächlich um den Shidduch des nachfolgenden Links.

In höchst uneigennütziger und menschenfreundlicher Sache des weiteren folgende Präzisierung. Mit dem Wirt bzw. Geschäftsführers des Tschingg (siehe älterer Post, bin jetzt zu geschäftig, um zu suchen) hat auf Nachfrage bestätigt, dass der Reibkäse, der jeweils bereit steht bzw. im Pesto verwendet wird, stinkgewöhnlicher Parmesan mit Lab und allem weiteren Bösen dieses Planeten besteht. Es wird also angeraten, jeweils mit einem eigenen Behälter die bestellten Mahlzeiten anzureichern. Manchmal hat man eben keine Wahl (oder eben doch).

Bisinho

Donnerstag, 23. Juni 2011

Calciopoli in Israel angekommen

Hapoel Petach Tikva ist in einen handfesten Skandal involviert. Dabei sollen zwei Exponenten des "Ligat Ha'Al"-Vereins Schiedsrichter bestochen haben. Die beschuldigten Tomer Sinai und Gal Hatzor wurden verhaftet und befinden sich in Untersuchungshaft. Zudem verlangt die israelische Liga in anderer Sache einen Nachweis, dass es sich bei den beiden um die rechtmässigen Eigentümer des Vereins handelt, was der Verein bis anhin nicht belegen konnten.
Im schlechtesten Fall könnte der Verein zwangsrelegiert werden.

In anderer Sache kann noch vermoldet werden, dass Lior Rafaelov (25) für € 2.5 Mio. von Maccabi Haifa zu Club Brugge wechselt. Mittelfeldakteur Rafaelov gewann heuer mit seinem alten Team die israelische Meisterschaft und erzielte dabei satte 11 Tore. Brugge ist diese Saison belgischer Meister geworden und einer von fünf möglichen Gegnern des FCZ in der 3. Runde der Champions League-Qualifikation.

Mittwoch, 22. Juni 2011

Piqué und Shakira neue Chabad-Emissäre in Barcelona?

Kein Joke, Piqué und seine Freundin Shakira auf Besuch an der Kotel

Die Fakten sprechen jedenfalls für sich. Gemäss unbestätigten Gerüchten hat sich Gerard Piqué auch Interesse für eine Hashgacha für einen 613 Personen fassenden Eventsaal, eine Bäckerei, eine Pizzeria, ein Freubad und einen saftigen Simchesnaches in Zürich angemeldet. Alles unbestätigt, aber genauso sinnvoll wie andere Falschmeldungen.

Montag, 18. April 2011

Ready, Pessach, Go!

Liebe Chumres-Brüder

Es nützt alles nichts! Da Chametz ja bekanntlich von Eierschalen direkt in Hundemäuler springt, sich in Pelzhüten einnistet und sowieso vom Teufel persönlich Leben eingehaucht bekommen hat, müssen auch wir zu immer drastischeren Mitteln greifen. Es freut mich daher ausserordentlich, Euch den einzig richtigen Weg zu zeigen, wie Pessach begangen werden muss. Rav Churban hat es nämlich gesagt und gemeint hat es Hashem sowieso schon längst so!








Dienstag, 5. April 2011

Pessach-Chumre, diesmal eine ernste!

Ein allzu oft vergessenes Prinzip bei der Vorbereitung des Panikfestes, ist dasjenige, das Chametz - unabhängig von seinem Aggregatszustand und Reife - springen kann. Ja mehr sogar: er wählt oft, in seiner perfiden und hinterlistigen Natur an die entlegensten Orte dieses Planeten zu springen. Deshalb darf sich in der Vorbereitung kein einziger Ort unserer Behausungen von der Reinigung ausgenommen werden. Nehmt einen Schutzanzug, Plastiksäcke über den Schuhen, atmet wie die Wissenschaftler im E.T.-Film und gebt auf keinen Fall auf! Chametz ist die moderne Inkorporation des Jetzer Hore, sozusagen ein Nachfahre von Haman (deshalb finden sich auch keine Lebkuchen auf Koscherlisten: er erinnert einfach zu stark an den Bösewicht in Shushan!).

Um der Seriösität unseres Anliegens Nachdruck zu verleihen (man merkt es dem Chassidus Chübelsack-Blog ja schon von weitem an, dass Pessach ist, die Redaktion wetteifert um die besten Artikel, als ob es einen Bonus in Form von Schmure Matzes für den besten Beitrag gibt), weisen wir nachfolgend auf eine besondere Pessach-Chumre (Pflicht!) hin, die uns alle in unserem Alltag beschäftigt. Sedö:
PS: Yannick ist mega. Er ist erst 15.

Montag, 4. April 2011

Fountainheads: Coming Home

Schon den ganzen Winter hindurch sind wir mit den Maccabeats beschallt worden, welche auch an der mythischen "Thank God It's Purim"-Party die Massen und Tänzen in bester Woodstock-Manier hysterisierten. Und dies in vollkommener Vergessenheit der Tatsache, dass die Maccabeats ursprünglich vor allem für zweifelhaft unterhaltsame Acapella-Gesänge bekannt sind, welche eher an Gospel erinnern. Aber wir haben alle zum Purim-Song gelacht und bis in die frühen Morgenstunden getanzt, deshalb auch von uns gestreckte Daumen.

Offensichtlich geht es aber auch anders. Und augenscheinlich geht der Trend an der Ostküste derweil dahin, zu den grossen Feiertagen musikalische Coverversionen zu publizieren. So kursiert im Internet derzeit "Dayenu - Coming Home" von "The Fountainheads". Das Thema ist bekannt (nach dem Motto "They tried to kill us, let's eat), hier finden sich ein paar Spassvögel zu einer unterhaltsamen Filmsession in der Wüste wieder.


Der Vollständigkeit halber bringen wir auch den Purim-Song der Fountainheads, der originellerweise wie der deutlich bessere Channuka-Song der Maccabeats auf Pink's "Raise Your Glass" stützt. Ebenfalls als Acapella... (Warum eigentlich? Damit man ihn auch in der Omerzeit hören kann?)

Sedö:

Dienstag, 18. Januar 2011

Einblick in die Natur

Aus der Erde kommen wir und irgendwann gehen wir auch wieder dahin zurück. Sofern wir nicht vorher in den Wirrungen eines Spinnennetzes zappeln und nicht mehr wissen, wo oben und unten ist (es ist ja bald Purim).

Damit wir dann wenigstens erkennen können, wer unter welchem Einfluss dieses Spinnennetz gebaut hat, anbei eine kurze luzide Auflösung. Selbstverständlich ordnungsgemäss mit Sedö lüeg. Zum Glück gibt's das Indernetz an solch einem bedeutungsvollen Dienstag.

Montag, 15. November 2010

Weekend-Roundup vor dem WM-Achtelsfinal gegen die Ukraine

Na ja, mag ein wenig übertrieben sein, aber ganz so emotionslos wie ein gewöhnliches Auswahl-Testspiel sollte man das schon nicht nehmen. Und so hat es sich det Gottmar Hitzfeld nicht nehmen lassen und bietet nur diejenigen Spieler auf, welche eine realistische Chance auf Einsatz haben. Im Sturm sind neue Gesichter fast Pflicht, nachdem uns die Stürmer dieser Tage mit Pipistreller und Derdyiok im Multipack ausfallen und der Prinz Frei es wohl vom Wohlwollen des Publikums abhängig macht, ob er sich ins Zeug legt oder nicht. Gute Erinnerungen an die Ukraine muss er ja haben.

Deshalb steigen wir gleich in die Bewertungshosen und sehen nach dem Besseren der internationalen Ligen:

Inler (Udinese-Lecce 4:0): Es ist nicht erstaunlich, dass grosse Teams Europas schon längst ein Auge auf ihn geworfen haben. Der Schweizer bestätigt sich als Spieler grosser Qualitäten, sowohl in der Defensive wie auch in der Auslösung der Offensive, wenn auch Lecce keine grosse Gegenwehr entgegen wirft. (Bewertung: 7, deutlich über dem Mannschaftsschnitt)

Abdi (item): Einige ermutigende Bewegungen in der Offensive, aber der Gegner ist heute einfach zu schwach, um sich von Abdi eine Meinung zu machen (Bewertung: 6).

(Bei Lecce spielt im Übrigen Djamel Mesbah, ein in der Schweiz absolut bekanntes Gesicht, das es aber nicht über die Jugend des FC Basels sowie einem Armutsbezeugnis bei Aarau noch vor den traurigen Biel-Niedergängen reichte)


Dzemaili (Bari-Parma 0:1): Erscheint heute etwas nervös. Zu fehlerhaft und manchmal zu ungestüm (5.5)

Kasami: (Palermo-Catania 3:1): Nur wenige Minuten der Nachspielzeit, nicht bewertbar, steht für den Mannschaftskollegen und MomentumsGenie Javier Pastori bei dessen Auswechslung für die Standing Ovation Spalier)

Lichtsteiner (Lazio-Napoli 2:0): Passt in der Defensive sehr gut auf und beteiligt sich - als zusätzlicher Stürmer (!) mit herausragender Beständigkeit in der Offensive (Bewertung: 7, deutlich über dem Mannschaftsschnitt)

Berardi (22, CH-U21-Spieler aus der Lugano-Jugend, seit 2005 bei Brescia; Bologna-Brescia 1:0): Aufmerksam ohne grosse Meilensteine zu setzen (6).

Ziegler (Sampdoria-Chievo 0:0): Bleibt in der eigenen Platzhälfte und schaut zu. Hätte offensiv angesichts des Gegners auch mehr investieren können (5.5).

Padalino (item): Kommt in der 63. Minute für Koman, vergibt eine gute Chance und wird wegen Verletzung vorzeitig wieder abbrechen - verlässt die Mannschaft wegen Aufbrauchung des Wechselkontingents zu zehnt (5.5).

Fernandes (Sampdoria-Chievo 0:0) Gewinnt viele Zweikämpfe im Mittelfeld und lanciert gute Gegenstösse (6).

Von Bergen (Fiorentina-Cesena 1:0) Mit Innenverteidiger-Partner Benalouane gelingt es ihm relativ gut, während des ganzen Spiels Adrian Mutu in Schach zu halten - bis auf das Tor von von Alberto Gilardino, dem er zugesteht, sich zu drehen und Torhüter Antonioli zu pulverisieren (5.5).

Das wär's von der Serie A schon wieder gewesen. Man gratuliert auf den heimischen Plätzen im Übrigen wieder mal Margairaz, der zum 613. Mal ein Aufgebot von Gottmar auslassen muss, weil sein Körper nicht nach Feusisberg will. Schade, so unverständlich das Aufgebot zum vornherein auch war.


Man hätte stattdessen auch mal Dzemaili mitnehmen können. Es kann ja nicht schaden, auf den zwei zentralen Mittelfeldpositionen Inler, Schwegler und Dzemaili zu testen, aber wie oben bereits erwähnt ist es offensichtlich König Gottmar nicht danach, neue Varianten zu testen (zumal die Alternative zu Margairaz nun ja Costanzo ist, also auch kein Flügel-affiner Spieler).

Dienstag, 14. September 2010

Resurrexit Gonzalez

Nachdem sich Elektriker und Cablecom sowie sämtliche Sub-Unternehmer nun endlich dazu genehmt haben, das Kraulen der hauseigenen Billardkugeln endlich zu unterlassen und mich wieder mit der Welt des unnützen und reputationsschädigenden Wettsurfens zu verbinden, habe ich mich sozusagen zur Feier des Tages entschieden, einen Eintrag zu lancieren, ohne genau zu wissen, wohin die Reise führern wird. Die Feier des Tages wird ausserdem heute zu später Stunde mit dem Köpfen eines Murray Mc David (Macallan) vollendet, auch dies ohne genau zu wissen, wohin dies schliesslich führen soll.
Man hätte ja schliesslich nicht erwartet, dass nach lediglich zwei Wochen zügelbedingter Internet-Absenz in Telefonaten mit völlig schuldlosen Callcenter-Handlangern dem Anrufenden (logischerweise nur mit dem Ziel, schneller wieder zu einem Anschluss zu gelangen) derart der Kragen platzt und man sich in Tiraden über Recht und Verfassung schon fast aufführt wie Michael Knight auf der Suche nach Gerechtigkeit in einem Pontiac Trans Am oder Alan Shore in der legendären Freedom of Speech-Episode:

Aber dies alles gehört nun der Vergangenheit an. Vorbei die Tage des Bücherlesens (was für eine Unart). Endlich hat man auch eine Ausrede, nicht zu Sliches gehen zu müssen (konnte mich nicht ausloggen) und endlich hat man auch einen Zugang zu den chinesischen Fernsehsendern, welche von Guysolino pünktlich annunzierten, hochbrisanten Länderspiele zwischen Kasachstan und der Mongolei auf einem 3x3 cm-Stream übertragen.
Auch das vergangene Jahr ist seit fünf Tagen nunmehr beendet und ist natürlich von der CC-Akademie für Historik, Recht und Verfassung, welche bereits ihr vierjähriges Bestehen jubiliert, gebührend zu würdigen. Der FCZ hatte mehr oder weniger glorreiche Tage in der Champions League. Der FCZ hatte eher weniger glorreiche Tage in der Axpo Gurken-Liga. Die Koscherversorgung bleibt auch mit der Eröffnung des Gammelwaren-Detaillisten in der Industrie und der Neu-Eröffnung des russischen Bäckers ein ausgesprochen trauriges Kapitel des lokalen Jahoodismus (CC gratuliert an dieser Stelle den zuständigen Entscheidungsträgern für die womöglich eklatanteste Chumre der letzten Jahre mit dem Inhalt, dass eine Koscherbäckerei nur parve Gebäck zu verkaufen hat. Damit ist wohl ein weitläufiges Unikat von seltener Sinn- und Verständnislosigkeit instituiert worden). Auf der positiven Seite ist der Neu-Umbau der ICZ zu vermelden, welcher in Sachen Funktionalität (in einem ersten und noch unfertigen Eindruck) erhebliche Fortschritte gegenüber der vorherigen Situation mit sich bringt. Ein koscheres eigentliches Restaurant kann hierbei auch ausserhalb des Gemeindezentrums platziert werden, wie dies auch rund um den Globus der Fall ist.
In diesem Sinne verbleiben wir an dieser Stelle vorerst mit den besten Glückwünschen und einem Heiden-Naches für das angelaufene Jahr, viel Gesundheit, viel intellektueller Tiefgang, Mut zur Lücke und dem Ausdruck der anderen Meinung und zwar nicht nur unter vorgehaltener Khille-Hand, wenn es die Umstände erlauben bzw. erfordern.
Shana Tova!




Freitag, 30. Juli 2010

Wollishofen und Brunau: Indy Minjanim als Exportprodukte


In den letzten Jahren wurde verschiedentlich propagiert, dass das Gemeindemodell des 20. Jahrhundert entweder ein Auslaufmodell sei oder durch verschiedene Neuerungen aufzuwerten sei. Seit den Achtzigern hat hierzu durch das Minjan Wollishofen, neuerdings durch das Minjan Brunau (je nach Sponsor auch Sridej Esh genannt) hierzu Vorarbeit geleistet und aufgezeigt, dass eine Gebetstätte nicht zwingend mit einer Gemeinde zu verbinden ist (wenn auch die Gemeinden in verschiedenen Kooperations- und Unterstützungsformen eingebunden werden). Zu erwähnen ist wohl auch dass sich die Zürcher Chassidus (allesamt Kopien und erbitterte Konkurrenten von Chassidus Chübelsack) sich seit Jahrzehnten schon unabhängig in verschiedenen Lokalitäten der Stadt Zürich einmietet. Derweil scheint das Rezept auch in den Vereinigten Staaten vermehrt Anklang zu finden, wie der folgende Artikel von Associated Press aufzeigt:
Rise of independent groups influencing Judaism

CAMBRIDGE, Mass. — They gather blocks from Harvard Square to greet the Sabbath with communal prayer, their eyes winced closed, hands clapping as they sing in fervent Hebrew. The group worships in the Jewish Orthodox tradition, but it's not traditional.

A woman leads the prayers, generally forbidden among mainstream Orthodox. The genders are separated by a white curtain, called a "mechitzah," but it's translucent so the sexes can see each other as they sway and sing. No rabbi leads or synagogue sanctions this service at the Minyan Tehillah, which is run by a software engineer and nurse practitioner.

The group is an "independent minyan," and dozens of these unaffiliated Jewish worship communities have sprung up in the past decade, mixing elements of the mainstream denominations while answering to none of them. Its prayers in Hebrew, with participation of everyone present, is a hallmark of the movement, and a reaction to mainstream alternatives where such prayer is not available, or limited to a designated soloist.

Anna Schachter of Cambridge said the minyan's dual commitment to traditional worship and egalitarianism was energizing.

"Everyone in this room, I feel I'm sort of bonded to them with this mission, this struggle, of 'How do you live a traditional life and a modern life at the same time?'" said Schachter, 29, a public health researcher. "If there was a synagogue that had this kind of style, I would go to it."

Ten years ago, the United States had two independent minyanim, plural of minyan. Today, there at least 70 involving about 20,000 people, said Rabbi Elie Kaunfer, who wrote a book on the independent minyanim, "Empowered Judaism."

"There is a mass of young people, taking hold of their Jewish identity, and willing to put in the volunteer time and effort to build a community that expresses their values," Kaunfer said. "That's extremely hopeful and significant."

The number involved is a small percentage of the estimated 5.2 million Jews in the U.S. But Jonathan Sarna, a professor of American Jewish history at Brandeis University, said the movement is driven by the most devout and educated Jews, and its ideas on worship, prayer and what defines a community will inevitably cross into mainstream practice.

"What happens in American Judaism over and over is that the margins influence the mainstream," Sarna said. "I don't expect many of the independent minyanim themselves will be long lasting. But I think we will look back and say that they had long-lasting influence."

In Jewish law, a minyan is a quorum of at least 10 people (10 men in the Orthodox tradition) that is required to read the Torah or say certain prayers. But a minyan is commonly defined as any community that comes together to pray.

The independent minyanim have formed primarily in urban areas, including New York, as far south as Atlanta, and west to San Francisco and Los Angeles. Sarna said with the middle of the country largely untapped, the movement will grow.

Meg Lederman, a member of a minyan in Brookline, said a major draw of the worship is as a link to her Jewish past.

"It's nice to be in a room where you're filling up the whole room with meaningful words," she said. "It's both the connection to the people in the room and really a connection to Jews across time and space."

The growth of independent minyanim is similar to the grassroots "havurah" movement in the 1960s and 1970s, which organized outside the synagogue with heavy emphasisis on lively prayer and including women. But Kaunfer said a key difference is that the havurah movement wanted to replace Jewish institutions, while independent minyanim aim merely at gaps that have appeared in Jewish life.

Many members are in their 20s and 30s, either single or with very young children, and part of a demographic that has developed as people postpone marriage and children, Kaunfer said. Jews in this group tend to be urban, mobile and unsatisfied by typical synagogue offerings, which are generally aimed at older adults or parents with school-aged kids, he said.

Group members are often highly educated in Jewish tradition — 40 percent are graduates of Jewish day schools. They seek the deep spiritual connection found in traditional prayer that the Orthodox practice, Kaunfer said, but they also want women to be more involved in worship, as in the Conservative and Reform denominations. So they've decided to lead their own services.

Some independent minyanim meet in synagogues, and members are active in them. But the decentralized movement has grown largely without the denominations, whose leaders say they welcome such committed groups of young people, an elusive demographic.

"These are exactly the kind of people we want and need in the community because they're going to be the leaders of the future," said Rabbi Eric Yoffie, president of the Union for Reform Judaism. "The fact that they don't always find a place in the synagogue is something that obviously is troubling to me."

Orthodox Rabbi Shmuel Goldin, first vice president of the Rabbinical Council of America, said he was "thrilled with the energy and the interest." But he added the groups' search for relevance in ancient tradition has led to violations of it, such as with women's role in prayer. Rabbis, he said, have always been crucial in maintaining tradition.

"We are troubled with the change in tradition," Goldin said. "We believe there are ways to find relevance and meaning without these radical changes."

Their self-governing nature means independent minyanim differ in style and emphasis. For instance, Lisa Colton, co-founder of a minyan in Charlottesville, Va., said her minyan's service, held in a friend's living room, stresses interaction between parents and young children that she wasn't finding at the local synagogue she attends.

Colton, 35, said the group isn't interested in changing tradition, just in sharing a kind of worship they realized they could create themselves.

"We don't feel like we're captive to the choices that are handed to us," she said. "That's very different than previous generations."

(This version CORRECTS Corrects spelling of 'Colton' in paragraphs 21-22.)


Zu denken, dass die Minjan-Variante eines Gottesdienstes gegenüber gestandenen Gemeinde-gebundenen Gotteshäusern nur Vorteile mit sich bringt, ist weit gefehlt. Auch in den eingangs genannten Minjanim streitet man sich um vermeintliche Lappalien und Formalitäten. Wer darf welchen Kaddisch laut sagen? Wer hat wann wie oft in den vergangenen 613 Monaten bereits einen Aufruf kassiert? Wie gross müssen beim Kiddush die Hering-Stücke sein? Wer darf zur Hagbe antreten, obschon er von der Wertungskommission wegen Dopings und fehlerhaften Haltung im ersten Durchgang disqualifiziert worden war? Darf der Whiskyclub auch in den neun Tagen stattfinden? Wie lange darf ein Dwar Torah sein? Wer darf dabei überziehen?
Nicht wenige Probleme dürften alsdann ihren Ursprung in der Einflussnahme durch Sponsoren und Verantwortungsträgern finden. Oder eine demografische Problematik fliesst ein:So würde das Minjan Wollishofen schon seit Jahren ein grösseres Lokal ertragen, jedoch dürfte es ein offenes Geheimnis sein, dass ein grösserer Betrieb erstens grössere Risiken künftiger Entwicklung mit sich bringen und zweitens grundsätzlich die Frage lauten dürfte, ob man mit einem grösseren Betrieb nicht einen (weiteren) strukturellen Vorteil gegenüber Gemeinde-Synagogen aufgeben würde, nämlich schlanke Strukturen, Froneinsatz und direktere Entscheidungswege.

Dienstag, 20. Juli 2010

12 Anzeichen dafür, dass man mitten in einem Fasttag gelandet ist

1. Gewisse Leute sind schon sehr in Tisha Be’Av Stimmung , im Fall.

2. Andere Leute bewegen Ihre Kinot-Kopien freihändig.

3. Man hat schon um 10:30 Morgens mehr hunger als man es je um diese Zeit hatte.

4. Im Büro werden Gespräche mit direktem Blickkontakt vermieden. Findet trotzdem eines statt, schaut man erstaunlich oft nicht in Richtung Gesprächspartner oder hat die Hand vor dem Mund. Oder antwortet nickend mit „Mmm Hmm“.

5. Als Erklärung, dass man keinen Mittag macht, muss „Habe viel zu tun“ herhalten, da es einfacher ist, als den wahren Grund zu erläutern.

6. Man verflucht heimlich alle Leute, die aus Rom kommen.

7. Man beginnt sich heimlich zu fragen, ob Kali-Zom den wirklich wirkt und man nimmt sich vor, es beim nächsten Mal zu probieren.

8. Man fragt sich, wie man das am Yom Kippur gleich nochmals hinkreigt. Und dann ohne Internet, Telefon oder Bett.

9. Wie verrückt ist man am kämpfen, sich nicht an den eigenen Mundgeruch zu gewöhnen („ist ja eigentlich gar nicht so schlimm“). Denn für andere wird er nicht immer erträglicher.

10. Spätestens um 12:30 kommt das erste Mal folgender Gedanke auf: „In Afrika müssen die das tagelang machen und ich halte bereits einen einzigen Tag nur knapp aus. Man bin ich ein Weichei.“

11. Die Augenlider bleiben beim blinzeln doppelt so lange unten wie sonst.

12. Man steht im Migros/Coop an der Kasse und merkt, dass man statt einem Pack Pasta und einer Dose Tomaten folgendes gekauft hat: Chips, Schoggi-Weggli, diese Nüsschen, die man schon lange probieren wollte, Tropicana (heute muss ich ihn mir einfach gönnen), Chips, Popcorn, Schoggi, 3 Sandwiches (kommen schon irgendwie weg) und 4 exotische Joghurts. Nur die Pasta und die Dose Tomaten hat man vergessen...

In diesem Sinne Zom-kal

Mittwoch, 7. Juli 2010

Warum die Deutschen nicht in den WM-Final gehören


1. Weil sie nicht die selbst propagierte Multi-Kulti-Truppe sind. Der Umstand, dass ein Türke und drei Polacken in der erweiterten Startformation stehen, gereicht leider noch nicht zum Kulturprojekt.
2. Wir stehen über die Geschichte und verweigern uns nicht mehr deutschen Produkten. Wenn mir jemand einen BMW X1 überlässt, werde ich ihn wohl fahren und Siemens ist in der Küche als Apparatschaft nicht verpönt. Allein aus dieser Tatsache heraus kann ich aber trotzdem keine grossen Sympathien für dieses Team entwickeln.
3. Wenn deren ausländische Legionäre wie damals Ebi Smolarek als Tarnkappenbomber tituliert werden, wenn man immer noch vom Sturmführer Podolski spricht, im ZDF wieder versucht wird, einen Mannschaftserfolg mit einem Reichsparteitag feiern zu wollen, schauderts mich. Und hört bitte mit diesem Aushängeschild der sogenannten "deutschen Tugenden" auf!!!
4. Solange mir jemand mit zwei linken Beinen am Sonntag Morgen periodisch mit bayrischem Akzent die "Miiiiitparääääätzääääät" (auf Iwrit: Konter) ins Ohr brüllt, weckt das bei mir sehr deutliche antipathische Konnotationen.
5. Er spielt zwar nicht, aber die Hackfresse von Michael Ballack beim Freistoss zum 1:0 gegen Österreich an der EM 2008 werde ich wohl nicht so bald vergessen. Animiert zur überstürzten Flucht und der Einnahme eines Verstecks hinter dem nächsten Baum (siehe Video eingangs dieses Postings).
6. Der inzwischen weltweit bekannte Ausdruck "Vizekusen" und wiederum erst recht im Zusammenhang mit Ballack darf man von mir aus genauso gerne auf Deutschland ummünzen.
7. Mein letztes Public Viewing in Zürich war an der EM 2008 auf der Sächsilüüte-Wiese. Zur Hälfte (3:0 für die Gummihälse) war mein Bedarf an teutonisches Ohrengekreische bereits dermassen gedeckt, dass man sich getrost verziehen durfte. Deutschland ist somit direkt dafür verantwortlich zu machen, dass ich mir nie mehr ein Public Viewing mit deutscher Beteiligung in Zürich geben werde. Für den diesjährigen Halbfinal und - Gott bewahre - für den Final wird deshalb die heimische Lokation als Alternative bevorzugt. Ansonsten sei für ein Public Viewing ein Sicherheitsabstand mindestens 80 Kilometer hinter dem Röschtigraben wärmstens empfohlen.

Montag, 7. Juni 2010

Die Politik im Nahen Osten

Donnerstag, 3. Juni 2010

Das Symbol des Widerstands konvertiert: Die Keffiyeh



Es ist bekanntlich für niemanden zu spät. So hat Shemspeed, ein Musiklabel von der amerikanischen Ostküste, ein neues Mode-Accessoire kreiert, das es möglicherweise auch in die Kollektionen namhafter italienischer Designer schaffen könnte. Neu ist dies Story nicht, lediglich jedoch die Tatsache, dass es die Keffiyeh nun auch in den traditionellen Zahal-Farbkombination gelb-grün gibt.

Sonntag, 11. April 2010

Man lehne sich zur linken und beisse genüsslich in eine Staubwolke

Da kommt mir gerade in den Sinn: Unsere werten Stimmbürger der bürgerlich-bäuerlichen Sektion, dürfen die sich nach Parteidiktat eigentlich so auf die Linke stützen oder braucht es hierfür einen Wandelhallen-Pakt? Lehnt man sich dann nach rechts? Oder stützt sich selbstgefällig auf den eigenen Pansen, um Kollisionen zu vermeiden? Fragen über Fragen, die bei der nächsten Fragestunde mit dem Gemeinderat geklärt werden sollen. Inzwischen wieder was aus der Sektion Gadgets für die Ewigkeit:

Dienstag, 9. Februar 2010

Ausgangstipp: Asaf Avidan & The Mojos

Sehr kurzfristig, aber auch zur allgemeinen Visionierung höchst empfehlenswert, wenn man unabhängige Bands ohne Plattenvertrag schätzt. Auf jeden Fall heute Abend um 19:30 in der Hafenkneipe bei der Kaserne:

Montag, 18. Januar 2010

Nationalmannschafts-Flash: Dzemaili in Form


Auf dem Weg in die Einsamkeit der Stadien Südafrikas sei in regelmässig unregelmässigen Abständen auf einzelne Akteure der besten Kicker Helvetiens hingewiesen, welche unsere Farben dannzumal gegen die spanischsprachigen Lawinen verteidigen werden, welche uns überrollen werden (keine Angst, wir werden trotzdem Weltmeister). Insofern nutzen wir die Gunst des Wochenendes und der vergangenen Spielrunde in den besten Ligen Europas und weisen auf ausgewählte Spitzenathleten hin, welche sich zudem auch im Sichtungskader von Chassidus Chübelsack befinden:
- Blerim Dzemaili (Parma): 0-0 gegen Udinese, holt einen Penalty raus, ist an allen Ecken des Spielfelds und an jedem Spielzug beteiligt und verdient sich die besten Noten seines Teams. Auf Standards muss er sich noch verbessern, aber da befindet er sich in der Nati ja in bester Gesellschaft. Wird zu einer ernsthaften Alternative/Ergänzung zu Inler.
- Benaglio: Verletzt und Wolfsburg geht mit 3-1 gegen die Gross'schen Stuggis unter. Langsam werden seine gesundheitlichen Beschwerden zu einer grossen Ungewissheit für den Sommer. Insbesondere im Lichte der Alternativen (Wölfli zu inkonstant) und der Blick-Kampagne pro Coltorti.
- Barnetta (der hervorragende Zwillingsbruder unseres Nati-Flügels): Trifft wieder einmal und Leverkusen gewinnt. Dasselbe gilt für Derdiyok, welcher sich für seine Tore nicht mal auf Geschwister abzustützen braucht.
- Inler (Udinese): Gesperrt, hat demzufolge ausgesetzt.
- Ziegler (Sampdoria): 1-1. Wird nun praktisch im Wochenrhythmus eingesetzt und hat sich hinten links einen Stammplatz erarbeitet , versucht, sich auch regelmässig mit Weitschüssen einzubringen.
- Padalino (Sampdoria): Weniger Spielpraxis in dieser Saison für ihn, diese Woche hat seine Einwechslung aber zu einem Aufschwung in der Mannschaft gesorgt, jedoch ohne Früchte zu tragen.
- Lichtsteiner (Lazio): Verliert auswärts mit drei Toren gegen Atalanta und einen entfesselten Doni. Fällt in der Schlussphase auch noch wegen einem Kopftreter gegen den am Boden liegenden Peluso auf, was ihm bei Anwendung des TV-Beweises wohl noch eine mehrtägige n Spielsperre eintragen wird. Schwache Leistung.
- Von Bergen: Landet (mit Raffael) nach einem 3-0 bei Hannover in der Top Elf der SID. Klärt eine Situation auf der Linie und absolut auf der Höhe des Geschehens. In Abwesenheit von Djourou und Senderos immer mehr zu einer Gewissheit der CH-Nati.
- Senderos: Fällt in absoluter Abwesenheit von Spielpraxis (lediglich ein Spiel diese Saison!) dieser Tage nur noch durch sporadische Transfergerüchte auf. Ausser Köln, Elche und Meyrin sind nun aber wirklich alle Teams einmal in Betracht gezogen worden. Langsam aber sicher muss sich Hitzfeld die Frage stellen, wie lange ein Spieler über einen solchen Bonus verfügen darf.

Dienstag, 15. Dezember 2009

Channukah, Fest der elektronischen und frivolen Spielereien

Erübrigt sich eigentlich weiterer Kommentare, deshalb auch diese ausführliche Einführung, Chag sameach & sedö lüeg:

Zum jetzigen Zeitpunkt weisen wir alle Halbwüchsigen auf den eindeutig unzniesdigen Inhalt des folgenden Clips hin. Chassidus Chübelsack übernimmt keinerlei Verantwortung für Gehenem-Einweisungsverfügungen und Entrüstungsstürme durch Soton's Jünger. Von Blingbling zu expliziter Unzüchtigkeit, Limos bis hin zu Kaul Isho ist wirklich eigentlich alles dabei, das Spass macht. Man ergötze sich deshalb der etwas anderen Art der Festtagsbegehung, sedö lüeg:

Samstag, 12. Dezember 2009

Channukah 2009 Mash-Ups von djBC und andere Sedö Lüeg's

Channukah ist ja ein einziges Schmierfest. Man ölt sich die Mägen derart massiv mit triefenden Latkes und fettigen Berlinern ein, dass eine Indigestion sozusagen vorprogrammiert ist. So ist ein beträchtlicher Teil der Chassidus Chübelsack-Redaktion bereits am Freitag Abend durch die Strassen Zürichs geschleift worden, als stehe der Channukah-Zeiger bereits auf Acht. Mitnichten. Und so geht die Völlerei in ganzen Zügen weiter. So sei's drum.
Im Sinne der Patschgerei, des Vermischens in eine undifferenzierte neue Einheit, einer Fusion alter verschiedener Herkünfte stellt djBC dieses Jahr ein originelles Fusion-Projekt mit 8 verschiedenen Mash-Ups ins Netz, eines ist auf Youtube zu finden, der Rest auf seiner Homepage im Quicktime-Format. Headliner und CC's Favorit bleibt aber eindeutig die Judaisierung des Springklassikers von House of Pain. Sedö lüeg und Chag Sameach:

Falls jemandem noch eine Redux-Version der Channukah-Geschichte in G-dcast-Format ist, noch ein Sedö-lüeg:

Ausserdem scheint US-Präsident Obama, seine Agenda der dringlichsten Probleme seiner Administration neu ausrichten zu müssen: Er kommt auch an Channukah nicht um die Thematik der Einladungen ins Weisse Haus rum (NY Times-Artikel).
Einstimmiger Favorit der Woche mit einer ellenlangen Huldigung für die unkonventionelle Methodik und die beste Rolle vorwärts "in action" ännet des Teichs geht eindeutig an Rabbi Moskovitz, auch bekannt als Rabbi Rambo in seiner Überzeugung, Sicherheit in Synagogen sei eine Verantwortlichkeit, welche auch durch das breite Publikum zu tragen ist. Unrecht hat er sicher nicht, das Resultat ist aber allemal sehr amüsant anzusehen, sedö lüeg:

Rabbi Rambo from Tablet Magazine on Vimeo.