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Donnerstag, 22. September 2011

Freitag Nachmittag einmal anders...

Na ja, wir haben schon kreativere Wochen gesehen. Aber so läuft's. Einmal so, einmal so. Eine Woche besser und in einer läuft's etwas schlechter. Und wenn wir schon eine schlechtere Woche haben, sollen wenigstens die Shabbes-Vorbereitungen gelingen. Oder eben nicht, sedölüeg:

Youtube bringt ziemlich viele weitere Hits mit dem besagten Autor bzw. Protagonisten.

Mittwoch, 22. Juni 2011

Grümpeli 2011, Präsente Abwesende

Wenn man in die Geschichtsbücher des Grümpelis schaut kommt man an einem Namen nicht vorbei. Jibril ben Tam Tam.
Kaum ein Spieler hat diesen Wettbewerb in den letzten 2 Jahrzenhnten dermassen geprägt wie er. Bekannt als knallharter Wadenbeisser mit Auge für das schöne Spiel, hat er auf manchen Spielausgang massgebenden Einfluss genommen. Einem Turniersieg bei den Junioren (ohne Einsatzzeit in der Finalrunde) kommt die berühmte Finalteilnahme 09 bei den aktiven als grösste Erfolge hinzu.
Unvergessen sind Tumulte am Vorabend eines Grümpelis, als er sich auf seinem eigenen Balkon dem Nejgelwasser verweigern wollte und schlussendlich doch noch überzogen werden konnte.
Auch dieses Mal war unsererm Korrespondenten Churban Brünzel kei Weg zu weit, um diese Legende für ein Interview zu gewinnen. Churban trifft Jibril auf der Terasse seiner Wohnung im Nahen Osten. Auf dem Beamer im Wohnzimmer läuft ein jemenitischer Rutlini.



Was kommt dir in den Sinn, wenn du das Wort "Grümpeli" hörst?

Vorfreude und Nervositaet. Kuehler Sommermorgen begleitet vom Geruch vom frisch gemaehtem, nassem Rasen. Das Herzrasen wenn die kratzige Stimme des Stadionsprechers deine Mannschaft das erste Mal aufruft. Und die erste Ballberuehrung.


Deine schönste Erinnerung an das Grümpeli und deine Schrecklichste?

Obwohl wir vor zwei Jahren sensationell den Finaleinzug geschafft haben, ist meine schoenste Erinnerung eine Andere. Ein paar Jahre zuvor spielten wir in Zuerich nach einer souveraenen Gruppenphase die erste Knock-out-Runde gegen den Turnierfavoriten Eskimos. Wir waren top motiviert und ueberzeugt dieses Jahr koennen wir sie schlagen. Wir gingen ungluecklich frueh 0:2 in Rueckstand und die Eskimos liessen, wie gewohnt wenn sie in Fuehrung sind, hinten den Ball zirkulieren um Zeit zu gewinnen. Als wir einen Einwurf auf der rechten Seite zugesprochen erhielten, wusste ich, jetzt heisst es tutti oder nada. Ich loeste mich von meinem Gegenspieler und Tripo Gonz warf den Ball in meine Richtung. Ich nahm volles Risiko und schoss den Ball direkt. Ich traff die Kugel voll. Der Ball ging wuchtig in die obere Ecke des gegnerischen Gehaeuses. Der schoenste Treffer meiner Karriere. Leider gelang uns kein Tor mehr und wir schieden aus. Das Tor begleitet mich jedoch noch bis heute.

Schrecklich Erinnerungen gibt es eigentlich keine. Schrecklich ist es wenn das Turnier vorbei ist oder wenn ich, wie dieses Jahr, nicht teilnehmen kann. Wie ich allerdings aus guten Quellen erfahren habe hat sich Tele Bern die TV-Rechte weltweit gesichert und wird die Spiele auch im asiatischen Raum ausstrahlen. Man munkelt dass ein Mitglied des OK, welcher auch Spieler, Captain, Torwart, Tornetz und Schiedsrichter der Schiedsrichter ist und den alleinigen Sitz in der Ethikkomission einnimmt, dies eingefaedelt hat. Er wird auch am Spielfeldrand die Interviews fuehren - hauptsaechlich mit sich selbst.



Wir haben bereits über verschiedene Protagonisten gehört und gelesen. Wie sieht deine persönliche Vorbereitung aus?

Ein saftiges aber nicht zu schweres Shabbesessen ist fuer mich als Basis sehr wichtig, da ich am Morgen des Turniers nuechtern auf den Platz gehe. Der Ehrenkodex darf natuerlich nicht vergessen aber auch nicht uebertrieben werden. Man sollte immer noch genug Beinfreiheit haben um schnell rennen zu koennen.



Welche Taktik würdest Du spielen lassen?

Die Rhombus-Aufstellung von 2009 hat sich bewaehrt. Hinten Herr Majesty, der die Vorderleute bei einem Angriff des Gegners organisiert. In der Spitze Kapenios der Knipser und juedischer Keita der mit hohen Baellen gefuettert wird.



Wie schätzst Du die Chancen deines Teams ein?

Natuerlich kommt es auf die Form jedes einzelnen Spielers an, wie auch auf die Stimmung innerhalb der Mannschaft. Wenn Herr Majesty solid hinten steht, Kapenios seine Tore macht und Tripo Gonz seinen gewalts Hammer auspackt, ist ihnen viel zuzutrauen. Dies alles nuetzt jedoch nichts wenn Lino Delta Zenga nicht auf der Hoehe ist. Erfolg und Misserfolg liegt alleine in seinen Haenden und wird entsprechend auch zur Verantwortung gezogen bei einem negativen Abschliessen des Turniers.



Zu guter Letzt: Kann die Fangemeinde mit einem Comeback deinerseits rechnen. Wenn ja, wann?

Auf jeden Fall! Trotz meines hohen Alters denke ich noch lange nicht ans Aufhoeren. Viele Fanbriefe haben den Weg zu mir gefunden, mit der Bitte, dieses Jahr ans Gruempeli zu kommen. Ich muss sie leider auf naechstes Jahr vertroesten. Ich bin dieses Jahr ein eigenes Turnier am organisieren, wo ich trotz momentanem Waffenstillstand auf eine Abschusserlaubnis hoffe.

Mittwoch, 15. Juni 2011

Die Kotel ist auch ein Basketballplatz

Und offensichtlich hat dieser Herr auch noch reichlich Trainingsbedarf. Gute Besserung. Vielleicht gründet er ja dereinst in Zürich die JLeague-Basketballfraktion. Der Antrag zuhanden der Jleague Foundation für Entwicklungssport und Verfassung sei bereits eingereicht...

Samstag, 4. Juni 2011

This is Unity (Y-Love)

Mittwoch, 1. Juni 2011

Shyne's erster Beatboxing Anlass als Chassid

Unlängst haben wir hier Shyne porträtiert, einen bekannten Hip Hopper, den es inzwischen nach Mea Shearim verschlagen hat, wo er nun ein Dasein als religiöser Jude fristet. Ein bisschen wie Cat Ramalama Stevens, einfach mit Zizis und Bekishen (ob er auch Frauen noch bekisht, ist uns unbekannt).
Nun ist er das erste Mal in einem Shtibel vor Maccabi-Bier und regulärer Plastikfolie aufgetreten. Die Zeiten von Crystal-Champagner, Waffenjonglieren und dumpfen Beats sind vorbei. Heute tritt man mit einem Beatboxer vor dem Rebbi auf. Und der scheint selbst sogar daran Gefallen zu finden. Ob sie danach als chassidische Version von The Jazzy Jeff & The Fresh Prince durch die Strassen gezogen sind, entzieht sich der Kenntnis. Auch entzieht sich unserer Kenntnis, ob die Flasche auf dem Tisch ächtsch Manischewitz ist oder nicht. Schade eigentlich.
Sedö lüeg:


Dienstag, 22. März 2011

Purim - embedded season's greetings



Und noch was völlig aus dem Zusammenhang Gegriffenes, aber nicht minder Unterhaltsames:

Sonntag, 21. November 2010

Neuer Film von David Vogel

Wie der Tagi berichtet (Link zum Tagi-Online-Artikel), zeigt das Riff Raff-Kino den neuen Film von David Vogel, produziert von Joël Jentmit, namens "Kings of the Gambia". Der 70min-Dokumentarfilm handelt von einer zürcher-gambischen Musik-Combo namens King Kora, welche für eine Tournee in den westafrikanischen Kleinstaat aufbricht und dort mit verschiedenen Hindernissen zu kämpfen hat.
David Vogel hat in München Filmwissenschaften studiert und hat bereits einen sehenswerten Dokumentarfilm über Zidane's Ursprünge in der Banlieue von Marseille gedreht (Yazids Brüder).

Trailer-Link

Spielzeiten:
Freitag, 26.11.2010 23:00
Samstag, 27.11.2010 23:00
Sonntag, 28.11.2010 12:00

Mittwoch, 27. Oktober 2010

Die 100 grössten Jungtalente des Fussballs Europas und Shakiri!

Die spanische Zeitschrift Don Balon hat die 100 weltbesten Fussballer mit Geburtsalter unter 1989 erkoren. Darunter findet sich zur grossen helvetischen Ernüchterung von Jean-Pierre Tami kein einziger Vertreter einer Under-Auswahl der Schweiz. Mit einer einzigen Ausnahme, nämlich einem Spieler, der bereits zeitweise die A-Auswahl unsicher macht: Xherdan Shakiri. Wir gratulieren und stehen Spalier!
Ach ja, einen gab's auch noch, der zählt aber nicht. Es ist Mayuka von YB. Der ist aber erstens nicht Schweizer und zweitens muss seine Nomination ein grosses Missverständnis sein. (Dafür wird der zwölfte von unten die Herzen von Chassidus Chübelsack höher schlagen lassen: Reeeeegis Van Wolfswingggöööl!)

In alphabetischer Reihenfolge:

Adiyiah (Reggina)
Alderweireld (Ajax)
Al Kamali (Al Wahda)
Ananidze (Spartak Mosca)
Ayew (O. Marsiglia)
Babacar (Fiorentina)
Badstuber (Bayern Monaco)
Bale (Tottenham)
Balotelli (Manchester City)
Ben Sahar (Hapoel Tel Aviv)
Bojan (Barcellona)
Bo-Kyung Kim (Oita Trinita)
Boudebouz (Sochaux)
Boyata (Manchester City)
Breno (Bayern Monaco)
Canales (Real Madrid)
Carcela (Standard Liegi)
Castaignos (Feyenoord)
Contento (Bayern Monaco)
Coutinho (Inter)
De Gea (Atlético)
Domínguez (Atlético)
Dos Santos (Tottenham)
Douglas Costa (Shakhtar)
Dzagoev (CSKA Mosca)
Fofana (Le Havre)
Ganso (Santos)
Giuliano (Internacional)
Gonalons (Lione)
Götze (B. Dortmund)
Griezmann (Real Sociedad)
Hazard (Lille)
Henderson (Sunderland)
Henriksen (Rosenborg)
Hernández (Palermo)
Herrera (Zaragozza)
Holtby (Mainz)
James Rodriguez (Porto)
Jovetic (Fiorentina)
Kadlec (Sparta Praga)
Kagawa (B. Dortmund)
Kakuta (Chelsea)
Kardec (Benfica)
Kjaer (Wolfsburg)
Koval (Dinamo Kiev)
Köybasi (Besiktas)
Kroos (Bayern Monaco)
Lanzini (River Plate)
Ljajic (Fiorentina)
Lovren (Lione)
Lukaku (Anderlecht)
Lukman (Monaco)
Macheda (Manchester United)
Marilungo (Sampdoria)
Marin (Werder Brema)
Mayuka (Young Boys)
Müller (Bayern Monaco)
Muniain (Athletic)
Muniesa (Barcellona)
Muñoz (Palermo)
Mvila (Rennes)
Necid (CSKA Mosca)
Neymar (Santos)
Ninis (Panathinaikos)
N'Koulou (Mónaco)
Pastore (Palermo)
Pato (Milan)
Piatti (Almería)
Pjanic (Lione)
Rafael da Silva (Manchester United)
Rakytskiy (Shakhtar Donetsk)
Renan, Diego (Cruzeiro)
Reus (B. Mönchengladbach)
Rivière (Saint-Étienne)
Rodwell (Everton)
Rondón (Málaga)
Ruiz (Espanyol)
Sakho (PSG)
Santon (Inter)
Shennikov (CSKA Mosca)
Shaqiri (Basilea)
Singh (Valerenga)
Sissoko (Toulouse)
Soder (Göteborg)
Stoch (Fenerbahçe)
Tafer (Toulouse)
Thiago (Barcellona)
Traoré (Cluj)
Van Wolfswinkel (Utrecht)
Vela (Arsenal)
Vossen (Genk)
Vukusic (Hadjuk Spalato)
Walcott (Arsenal)
Weiss (Rangers)
Wijnaldum (Feyenoord)
Wilshere (Arsenal)
Wilson (Liverpool)
Xulu (Mamelodi Sundowns)
Yarmolenko (Dinamo Kiev)
Yildirim (Bursaspor)

Mittwoch, 15. September 2010

Die "reaktionären" Juden von Zürich

Mit Publikation der Schweizer Nationalfonds-Studie hat Dario Venutti im Tages-Anzeiger vom Mittwoch einen Artikel (Artikel Tagi-Online) über die Schweizer Juden platziert. In diesem weist er einerseits auf die Nationalfonds-finanzierte Studie aus Basel bezüglich der Entwicklung des Schweizerischen Judentums hin ("Schweizer Judentum im Wandel" unter Projektleitung von Dr. Daniel Gerson und den Autoren Sabina Bossert, Madeleine Dreyfus, Leonardo Leupin, Valerie Rhein und Isabel Schlerkmann), deren Schlussbericht online ist (Schlussbericht online) und in den nächsten Wochen auch bei Chassidus Chübelsack noch zu diskutieren ist. Andererseits nutzt Venutti die Gelegenheit, um einen Überblick über das Zürcherische Judentum zu vermitteln (sich u.a. auf die obgenannte Studie stützend). Dabei fällt unter anderem die Aussage, dass bis zu einem Sechstel der lokalen jüdischen Bevölkerung reaktionär sei, weil sie nicht jeden modischen Müll wie das iPhone mitmache (und ja, ich bin überzeugter iPhone-Nicht-Nutzer). Die Problematik des iPhone bezieht sich natürlich nicht darauf, ob Gott das szenig genug und reaktionär findet, sondern der Grund für die Fragwürdigkeit liegt in den Möglichkeiten und der Versuchung des Internets mit all seinen - auch - zweifelhaften Inhalten. Es ist keine Frage, dass der (hier) Schreibende die Ansicht vertritt, dass der Gebrauch des Internets nicht in absoluter Weise zu kappen ist und - insbesondere um Bildungsdefizite für Kinder und Heranwachsende im Erwerbsmarkt zu verhindern - der (wenn nötig geschützte) Internetzugang wie zu allen andern Bildungsmedien zu gewährleisten ist.
So werde von diesem Teil der ansässigen Bevölkerung die gesamte moderne Welt als bedrohlich und dekadent abgelehnt. Was natürlich Schwachsinn und falsch ist. Viele sehr orthopraxe Juden sind gelernte Informatiker, arbeiten sehr wohl mit modernen Medien und bewegen sich durch den Alltag, als sei ihnen das Bluetooth-Teil im Ohr verwachsen. Und die politische Reaktion bedeutet, dass man den Fortschritt ablehnt und sich gegen den gesellschaftlichen Fortschritt und gegen die Prinzipien der Französischen Revolution (liberté, égalité, fraternité) richtet. Dies von ultraorthodoxen Menschen zu behaupten und im selben Atemzug zu dokumentieren, dass diese sich eigentlich gar nicht für eine breite Öffnung interessieren (also nicht dagegen kämpfen, sondern es ist ihnen einfach egal, weil sie unter sich zumeist die Lösung für die allermeisten gesellschaftlichen Fragen finden), ist widersprüchlich. Man mag dieses Desinteresse kritisieren und die Existenzberechtigung einer Parallelgesellschaft in Frage stellen, aber daraus gleich eine reaktionäre Gegenbewegung zu machen, ist falsch.
Auch würde wohl eine überwiegende Mehrheit der Juden der Aussage, dass die jüdische Frau dem Mann untergeordnet ist, vehement widersprechen (siehe auch die Erklärung von Venutti, dass die jüdische Religion lediglich über die Mutter übertragen werde). In gewissen Angelegenheiten würden sich die Frauen wohl mehr Gewicht beim Ausdruck ihrer Anliegen wünschen. Dennoch finden Frauen heute auch in nicht-liberalen Gemeinden Einsitz in wichtigen Gremien und Präsidien und leisten so einen nicht zu vernachlässigenden Beitrag zur Entwicklung dieser Glaubensgemeinschaften (dass dies in ultraorthodoxen Kreisen anders sein mag, ist jedoch kaum von der Hand zu weisen, aber es gibt eben nicht nur den einen Fünftel und den einen Sechstel, sondern die breite Mehrheit dazwischen ist ebenfalls zu berücksichtigen).
Dass die im 2004 kreierte Begegnungsplattform "Plattform der liberalen Juden in der Schweiz" bereits massgeblichen Anteil am Erfolg der liberalen Gemeinden trägt, kann ich nicht beurteilen, ist jedoch zumindest stark in Frage zu stellen, sofern es nicht mit Zahlen belegbar ist.
Nun, gewisse Aussagen von Venutti lassen sich hingegen kaum von der Hand zu weisen, auch wenn sie vielleicht nicht genügend präzise sind. Es finden sich im religiösen Sektor ebenfalls privatfinanzierte Schulen und es findet nicht lediglich die Vermittlung von Lehrinhalten durch Privatunterricht statt (richtig ist jedoch wohl die Aussage, dass sich mit diesen Schulabschlüssen nur erschwert ein Lebenserwerb finden lässt und somit die Gefahr der Unterstützungsbedürftigkeit durch Institutionen des Gemeinwohls besteht).
Venutti hat sich in der journalistischen Landschaft der Schweiz insbesondere dadurch einen Namen geschaffen, dass er die Organisation und Missstände in der weitgehend der Öffentlichkeit verschlossenen Hooliganszene durchleuchtet und so einer breiteren Bevölkerung zugänglich gemacht hat. An den Hohen Feiertagen begegnete ich vor der Synagoge den fragenden Blicken und Stimmen der Nachbarsbevölkerung, welche nicht verstand, weshalb an einem stinknormalen Donnerstag eine grössere Gruppe Menschen in derart festlicher Kleidung mitten im Vormittag aus einem einzelnen Lokal strömen mögen. Laubhüttenfest? Händer wieder esonen Fiirtig? Wir verstehen, dass das Unbekannte und Unverständliche zu Fragen animieren kann und diese beantwortet gehören, soweit dies auch nur möglich ist. Daraus aber gleich eine reaktionäre und rückständische Bewegung zu konzipieren, entbehrt jedoch jeglicher Grundlage und Glaubwürdigkeit.
Ein möglicherweise gesünderer Ansatz für die Koexistenz kommt von Phenomden, welcher in seiner Ode an Wiedikon zu diesem Thema lediglich die 4 Worte singt: "Villi Lüt sind jüdisch." Nicht weniger, aber auch nicht mehr. Jeder zieht sein Ding durch und wo ein Austausch nicht zwingend gefragt ist, kann man ihn auch einfach sein lassen, ohne eine gesellschaftsfeindliche Tendenz daraus zu machen.

PS: Zum Bild im Artikel: Die Szene spielt offensichtlich an Purim, wie in der Legende auch dokumentiert. Vielleicht hätte man auch noch erklären können, was an Purim denn Brauch ist und dass diese Kinder verkleidet sind (unter uns gesagt ist dies aber auch nicht ganz so trivial zu erkennen, wenn die Satmarer sich als Gerer und umgekehrt verkleiden...)

Freitag, 30. Juli 2010

Jonathan Settel

Weil's kaum zu verantworten ist, die werte Leserschaft auf der topseriösen Note von Indy-Minjanim in ein nachdenkliches Wochenende zu treten, schnörkeln wir wie so oft mit einem Beitrag aus der Sparte Musikantenstadl aus. Auf den dieswöchigen Beitrag habe ich jedoch viel gewartet. Da ist nicht nur der kulturelle Beitrag von Musik und Text von einmaligem Wert, sondern der Interpret Jonathan Settel, mein lieber Herr, der Interpret ist von unheimlicher Klasse. Da scheint die Wachsdose zu jeglicher Zeit in einer dieser übergrossen Seitentaschen der Wempe zur Stelle zu sein, um den Schnauz in Richtung Misrach zu zwirbeln. Dazu kommt dieses hochgeknöpfte Hemd (hab das Prinzip noch nie verstanden) eines lateinamerikanischen Impresarios Der Typ ist eine Wucht und zwar nicht nur optisch. Untermalt wird der Clip offensichtlich durch Ausschnitte aus einem Jesus-Film, womit wir auch bei der Gesinnung und den Wurzeln von Jonathan Settel (Kwöll):
Jonathan Settel ist in Berlin geboren und in einem traditionell jüdischen Elternhaus in Washington DC/USA aufgewachsen. Nach einigen Jahren in Jerusalem lebt er heute in Florida/USA. Nach vierjährigem Musikstudium war er mehr als zwanzig Jahre als Musiker in den Staaten tätig. Er hat eine wundervolle warme Baritonstimme. In seinen Konzerten, die ihn nunmehr rund um die Welt führen, weist er auf die jüdischen Wurzeln des christlichen Glaubens hin. Der Musiker versteht es in besonderer Weise, seinen Glauben an den GOTT Israels und Jeschua als Messias zum Ausdruck zu bringen und setzt sich für die Verständigung und Aussöhnung zwischen Juden und Christen ein. Seine Musik verbindet israelische, folkloristische Elemente mit modernen Poparrangements. In seinen traditionell israelischen und neuen Liedern, sowie alten hebräischen Gebeten strahlt die Freude Israels an seinem - unserem - GOTT auf.
Wie auf seiner Homepage offenbar wird, betet der Herr auch noch in einem Lokal, das "Adat Yeshua" heisst und trat früher als Sänger in Nachtclubs, Bars, Hotels und Kreuzschiffen in den Vereinigten Staaten auf. Sedö lüeg, unbedingt!


Und gleich noch einer:

Dienstag, 6. Juli 2010

Menschen.Tiere.Sensationen

Aus der Serie Reporter ohne Grenzen, hier mal ein Beispiel zweier Spanischer Fernsehmoderatoren beim 1 - 0 durch David Villa gegen Paraguay:



Wer als erster den Reportern mit den hellen Haaren erkennt und mir den Namen nennt, kriegt heute Abend ein Bier geschenkt.

Montag, 21. Juni 2010

Er kann es immer noch

Trotz seiner Leibesfülle und mehreren nicht sehr gesunden Abstürzen kann es DS10 a.k.a Diego Maradona, aktueller Argentinischer Nationaltrainer, immer noch. Freistösse für jeden Lehrfilm. Film ab!

Mittwoch, 21. April 2010

Metallica's talentierteste Piano-Variation

Da an dieser Stelle auch schon mehrfach zensiert, kommentiert und vertikuliert, kommt hier die russische Piano-Variante von Nothing Else Matters:

Dienstag, 9. Februar 2010

Benigni bei Letterman, die Erste

Im Sinne allgemeiner Volksbelustigung sei auf den ersten Auftritt von Benigni in der Talkshow von David Letterman hingewiesen, damals noch auf Promotionstour seines grossartigen Frühlings "Down By Law" von Jim Jarmusch.

Donnerstag, 28. Januar 2010

Des Löwen Bäumen bis zum Umfallen

Hochwohl- und neugeborener Lino
Ich liege also heute Nacht im Butt, Walz mich in alle Himmelsrichtungen und versuche endlich zur Ruhe zu kommen. Aber mein Gewissen lässt es nicht zu. Ich muss Dir mein Herz ausschütten und meine Gefühle endlich auf den Tisch legen. Und zwar vor dem ganzen surreal-interaktiven Zibbur. Heute Abend hast Du nämlich wirklich Deine Seele zwischen die Pfosten gestellt und einen Bärenkampf geliefert. Aber der Reihe nach.
Es war schon ca. 20:12 und Seleçao Simchesnaches war gemütlich am einginggen, man schoss etwas stärker, etwas schwächer aufs Tor, erzählte sich die letzten Prahlhansiaden des Ausgangs, regelte mit seinen Substituten die letzten Trilliardendeals und kratzte sich unverfroren den Tagesfrust von der Kante. Gegenüber standen die ominösen Schmockomotivler zu dritt, sahen etwas verdattert aus in ihren grünen Russendisko-Trikots und kündigten an, deren Supertrumpf tauche dann auch noch auf. Bei uns offenbarte der Kugelblitz in letztem Augenblick seine Absenz, was uns also zu fünft (eben Linux, ein Zwilling, der übrige Basler, der Gaucho und der gerichtsnotorische Schreibende) gegen die Hago-Junggesellen liess. Die Aufgabe schien zu dem Punkt eigentlich wie für den Abend geschaffen. Die Galerietüre schwang und da standen plötzlich nochmal drei Russendiskos und einer strauchelte gleichzeitig aus der Kabine. Aha, sie waren also doch zu siebt, Gummiwand inklusive.
Spielstart, ab geht die Post, ein Strich in den weiten Pfosten und entgegen allen Prognosen gingen wir schon in Führung. Führung hielt sicher ca. 7 Minuten so an, dann Ausgleich der Gummiwand und nochmals drei drauf. Simchesnaches traf wiederholt nur Pfosten, Latten und gefühlte 613 Mal die Gummiwand, Pausenstand 2:4. Kurze Lagebesprechung, Vereinbarung einer Taktik, die niemand verstanden hatte, niemand nachvollziehen wollte, aber trotzdem wussten es alle. Besser natürlich. Wiederanpfiff, Anschlusstreffer, der Gegner also so gut wie in Reichweite. Eigentlich schade, hatte nicht übel angefangen. Und dann öffneten sich die Schleusen der Himmel. Es fing aus allen Kübeln an zu regnen, dann kam der Hagel und zum Ende schneite es sogar noch. Nicht nur das, sondern zu guter Letzt rumpelte es, ein Schneebrett löste sich und überrollte die gesamten Kanarienvögel bis zum Hals. Und bevor noch irgendjemand etwas entgegnen konnte oder eine Idee hatte, wie man sich nun versieht, war das Spiel vorüber. Gezählt hat irgend jemand anders, weil es ohnehin nicht mehr darauf ankam. Aber angeblich stand es am Ende 3:13. Irrsinnigerweise stehen wir diese Saison immer dann zu viert oder im Luxusfall zu fünft auf dem Spielfeld, wenn wir die Luft am besten gebrauchen könnten. Man liess sich auswechseln, schaute zum Boden, schüttelte einmal den Kopf und schon musste der nächste atmen kommen. Es ist unweigerlich, auch Seleçao Simchesnaches wird nicht jünger.
Einer aber stand da und jagte den Zuschauern den Unglauben in die Kinnlade. Hechtete, sprang wie ein Widerstandsreh in der Apokalypse, schwang seine Tolden durch die Etagen und war absolut auf der Höhe. Und ein für alle Mal bewies er, dass er es immer noch drauf hat, dass er täglich die Energie findet, allen Unkenrufen zu trotzen und neue Grosstaten zu vollbringen. Lino war da.
In diesem Sinne habe ich Dir also eine Lobeshymne und einen sehr anonymen und kryptisierten Liebesbrief geschrieben. Natürlich wird er nicht auf Erwiderung stossen. Kaum werden wir unsere langzeitige Fehde aus der Welt räumen. Aber wenigstens habe ich nun im Hinblick auf die nächsten Feiertage wieder ein gutes Gewissen. Und einen exzellenten Torwart, in dieser Teamverfassung aber wohl keine Playoff-Qualifikation, *sniff*.

Montag, 1. Juni 2009

Grümpeli 09: Rückblick, Randnotizen und Mercado

In weniger als 2 Wochen ist es wieder soweit. Das langersehnte Grümpeli steht vor der Tür und kehrt nach 3 jährigem Unterbruch wieder zurück in die Mutterstadt der Grümpelturniere.
Noch nicht lange ist es her, da wurden sämtliche nicht "Arelim" mit Grossleinwänden, Galadinners, 613m Türenschletzen und Kampfschletz auf die Allmend Brunau gelockt. Dass sich die Teilnehmerkosten des letztjährigen Turnieres auf das zweieinhalbfache (!) des gewohnten Preises beliefen, sei hier nur am Rande erwähnt.
Die Kritik der letztjährigen Selbstbeweihräucherung wurde in diesem Kreise bereits abgehandelt.
Lassen wir den letztjährigen Pflock bis auf die letzten Zeilen Ruhen und freuen uns darüber dass Teutonien an diesem schönen Tag anno 2008 den Vize Europameistertitel gewonnen hat!
Mein Fokus geht weiter zurück. In den nächsten Zeilen möchte ich ein paar Highlights der letzten paar Grümpelturniere nochmals kurz aufleben lassen:

Rückblick:

Beginnen wir beim brisantesten Thema: Auch das diesjährige Grümpelturnier wird von M.S. nur unter Protest bestritten. Seit dem Halbfinale im Jahre 2000 in Basel, zwischen den Eskimos und den Schlächtern ist ein Rekurs hängig. Unvergessen wie Francus Eskimo einen Freistoss direkt zum 1:0 Endstand verwandelt hat und die nachmaligen Sieger somit ins Finale schoss. Der Schiri hat aus unerklärlichen Gründen auf direkten Freistoss entschieden, was gemäss M.S. nicht regelkonform ist. Tatsachenentscheid dalaufz. Die Rekursinstanz tagt in diesen Stunden unter Beihilfe der Zeitlupe!
Ein Wort noch zu den Schlächtern: Da sich die Teilnehmer dieser Mannschaft jeweils nicht einigen konnten, wer nun gleichzeitg Trainer, Captain Torwart, Stürmer und Materialwart sein darf, wurde die Mannschaft nach wenigen Jahren wieder aufgelöst.
Das Grümpeli des Jahres 2004, wieder in Basel, fand ganz im Zeichen der Veletzungen statt. Hans B. welcher früher gut und gerne in einem Meisterschaftsspiel des FC Rainbow, den ersten Freistoss bereits in der Kabine reserviert hatte, musste bereits beim Einlaufen zum ersten Grümpelispiel mit gebrochenem Bein ins Spital befördert werden.
Ganz zum Schluss dieses Turnieres, war es dann die Marrokanische B.S. welche noch nicht verstanden hatte, dass man sich nicht neben das Tor stellt als Zuschauer, sondern dahinter. Inzwischen sollte sie es begriffen haben, kassierte sie doch während des Finalspielse einen Kampfschuss geradeaus in die Gosche, dass sie mit einer Gerhirnerschütterung und einem Zahn weniger abtransportiert wurde.
Das Grümpeli des Jahres 2005 im heiligen Tempel zur Buchlern geht als düsteres Kapitel der Jesolo Jünger in Erinnerung: Im Achtelfinale stand die Begegnung gegen eine typische Altherren Mannschaft an. Kurz vor Spielende, war es Herr Tripolensis, welcher die Verantwortung übernahm, den zugesprochenen Penalty zu verwandeln.
Er bleibt uns als tragischer Held in Erinnerung.
Im Jahre 2006 in Basel hatte eine alternde aber umso cleverere Eskimomannschaft das Kunststück fertig gebracht, die Finalrunde mit drei 1:0 Siegen zu überstehen um im Finale nach einem destruktiven 0:0 den Sieg im Penaltyschiessen zu erlangen. Es sollte bis zum heutigen Tag der letzte Turniersieg der Eskimos bleiben.
Das Turnier des Jahres 2007 steht ganz im Zeichen des Ägyptisch- Irakischen Doppelbürgers, Jibril ben Tamtam. Im Achtelfinalspiel, schon fast traditionell gegen die Eskimos, schleicht sich der drahtige Verteidiger nach einer höchstsouveränen Devensivleistung beim Stande von 2:0 für die Eskimos nach vorne un d verwertet den Einwurf mit einem Volley in weltbekannter Zidane- Manier. Am Schluss hats zwar nicht gereicht, doch wurde de Transfer zu den Borussia Bet Sachnin kurze Zeit später Realität!
Das Turnier des Jahres 2008...da kann ich mich an nicht mehr viel erinnern: Brütende Hitze, EM Dellirium, Ein Turnier das um 10.45 Uhr beginnt, eine 2 stündige Mittagspause, damit sich der OK Chef finanziell über Wasser halten kann, Rekurse des OK Chefs als Turnierteilnehmer, ein Finale und niemand hats gemerkt, da es kurz vor Einbruch der Dunkelheit stattgefunden hat...zum Glück hat da noch die Grossleinwand geleuchet...
...kurz und gut freuen wir uns auf die Rückkehr zu den alten (teutonischen) Tugenden:
Normale Teilnehmergebühr, vernünftige Anspielzeiten, viele Zuschauer, lockere Stimmung, sprich einfach ein ganz normales Grümeplturnier welches hoffentlich mindestens so bereichernde Anektdoten liefert, wie es die verangengen Turniere hervorgebracht haben.

Randnotizen:

- Herr Ringolf hat jeweils ab den Achtelfinals die Hosen voll.
- Die Gerbers spielen lieber obenohne.
- Glocken J trägt keinen Unterleibschutz
- J.E. hat zufällig die komplette Sportausrüstung im Auto, um kurzfristig bei einer Mannschaft auszuhelfen.
- KP kurbelt am Vorabend des Spieles nicht.
- Jibril dampft am Vorabend nicht, bis er vom Gegenteil überzeugt (in Chrigelsprache "überzogen") wurde.
- Bert ist jeweils am Morgen vor dem Grümpeli um 6 Uhr hellwach

Mercado:

Auch kurz vor den Turnieren soll über die getätigten Transfers berichtet werden. Der Autor bittet alle Leser, die ihnen bekannten Transfers auf dieser Seite zu melden.

Eskimos:
Abgänge: Jackson (Ferienpflock)
Zugänge: IlanEskimo (Comeback), Nechunja H.

6131818825:
Abgänge: Jibril (Reisepflock)
Zugänge: ?