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Dienstag, 12. August 2014

Kommunikation 2.0


Werte Bloggemeinschaft


Es ist wieder mal Zeit, in die Tasten zu hauen. Einerseits aus aktuellem Anlass, andererseits soll dieser weltimperialistischen Seite wieder mal etwas Leben eingehaucht werden.

Die ICZ kommuniziert seit einigen Tagen über Social Media-Kanäle. Bis anhin lief die Kommunikation mit ihren Mitgliedern hauptsächlich über postalische Zustellungen sowie E-Mail-Newsletter (in der Regel in mehrfacher, stets korrigierter Ausführung). 

Wobei das gleich selbst korrigiert werden muss. Der Rücktritt des Co-Präsidenten wurde mit grosszügigen Bildern auf einer Doppelseite im Tachles zelebriert. Die Mitglieder hingegen erfuhren mit einem einzigen Satz auf der letzten Seite der Einladung für die ordentliche GV davon. Für jedes Ereignis von noch so unbedeutender Wichtigkeit, werden Newsletter und Flyer verschickt. Tritt ein Präsidiumsmitglied zurück, spielen ganz andere Seilschaften. 

Nun also haben sich die Verantwortlichen entschieden, auch Präsenz auf Facebook und Twitter zu markieren. Dies ist ein löblicher Schritt und zeigt, dass sich die Gemeinde als moderne Institution versteht. 

Gemessen am nach wie vor fürchterlichen Internetauftritt ist die Gemeinde jedoch noch einige Tabo-Sefolosha-Schrittlängen von „modern“ entfernt. Doch auf Facebook und Twitter hat die Gemeinde optisch einen ansprechenden Auftritt. Dass der Name auf Facebook falsch geschrieben ist, übersehen wir jetzt mal grosszügig. Die Schreibweise „Icz Zürich“ scheint zumindest neu. Stellt sich die Frage, seit wann sich die Gemeinde klein schreibt – und vor allem für was das „Z“ in „ICZ“ steht. Und obwohl die ICZ mit über 150 Jahren die älteste jüdische Gemeinde in der Schweiz ist, wurde sie erst am 6.11.1958 geboren. So zumindest steht’s auf Facebook.

Viel bedenklicher ist jedoch, dass hier grundlegende Funktionen von Social Media nicht verstanden werden. Die Inhalte und die Tonalität der Tweets auf Twitter sind von einer solchen Banalität, dass sie dem Image der Gemeinde alles andere als zuträglich sind. Twitter ist ein Kommunikationsmittel für eine externe Zielgruppe und kein Whatsapp-Gruppenchat. 

Dass die Gemeinde einen SoMe-Verantwortlichen gesucht oder gar eingestellt haben soll, ist nicht bekannt. Gehen wir deshalb davon aus, dass die bestehende Belegschaft die Kanäle betreut. Dann wiederum stellt sich aufgrund der hohen Intensität der Posts (7) und Tweets (15) in den ersten 5 Tagen schon die Frage, wie diese Zeit davor verwendet wurde.

Wir freuen uns auf jeden Fall schon jetzt, auf den ICZ-Auftritt auf Pinterest, Instagram, Vimeo, Foursquare, Tumblr, Google+, Flickr, Youtube, Xing, LinkedIn und natürlich auf J-Date.

Montag, 5. August 2013

Sommerloch

Das Sommerloch zeigt in diesen Tagen seine wahren Tiefen und Abgründe. Da soll dieser Blog keine Ausnahme sein. In Medienhäusern finden regelmässig sogenannte Blattkritiken statt. Dabei werden Zeitungsausgaben analysiert, kritisiert und diskutiert. Dies soll - in stark reduziertem Umfang - auch an dieser Stelle erfolgen.

An dieser Stelle wurde über das umfangreiche Redesign mit zahlreichen hilfreichen Neuerungen berichtet. Nun schreiben wir also das Jahr 2 nach dem Relaunch der ICZ-Webseite. Das sind doch immerhin über 700 Tage, in denen man sich als Webmaster den einen oder anderen Gedanken über Darstellung und Funktionalität machen könnte. Der bekiffte Vogel ist zwar vermeintlich tot, aber wie unschwer erkennbar, geistert er noch immer auf dem ICZ-Server rum.





Neu auf der Einstiegsseite nehmen wir nun weitere, poppige Farbgestaltungen wahr. Der Lauftext ist nun zweifarbig gestaltet, was durchaus als kreative Weiterentwicklung bezeichnet werden darf. Beim Zählen der verschiedenen eingesetzten Schriftarten auf dieser Einstiegsseite reichen zwei Hände nicht aus. Was wiederum die Frage nach dem Grafikkonzept der ganzen Seite aufwirft. Schon nach wenigen Clicks durch die Seite, dem Begegnen von verschiedensten Schriftarten, Schriftgrössen, Hintergrundfarben, Schriftfarben, Buttons, Verlinkungen, Titelarten, Bilderauswahl, Bildanordnungen usw. lässt sich diese Frage - im Gegensatz zu zahlreich anderen - sehr schnell beantworten: Es gibt keines!

Übrigens: lasst Euch von der Bezeichnung "Kontakt_01" in der Navigation nicht irritieren. Die NSA dachte sich wohl, dass dieses Codewort nicht weiter auffällt...











Ebenfalls neu gestaltet sind auch die Bilder der einzelnen Kategorien:


































Nach wie vor unerklärlich ist die Platzierung der Social Media Icons. Alte Logos, unbrauchbare Auflösung aber viel wichtiger: Nutzlos! Weder hat die ICZ eine Facebook-Seite, noch einen Twitter-Account oder ein Youtube-Channel. Deshalb die Frage: Warum? (Hört Ihr das Echo im unendlichen Web 1.0-Raum?)





FAZIT: Mit aller Bescheidenheit erlaubt sich der Schreibende, sich selbst zu zitieren, als er vor zwei Jahren über das Thema schrieb:

"Geschätzte Leserschaft, wenn das die Visitenkarte der Gemeinde im World Wide Web sein soll, dann "Guet Nacht".

In diesem Sinne: Schlafed guet!

Freitag, 26. August 2011

Alles falsch gemacht 2.0

Folgendes SMS geistern zurzeit durch die Chareydische Welt.
(Diese Nachrichten - via Mail, SMS, Facebook usw. - sind übrigens schon länger ein Phänomen in diesen Kreisen.)

"I'm passing on an SMS that Harav Hamekubal Nissim Shalom dreamt of his grandfather and was told that Mosiach is near, and says that whoever hurries and publicizes this will be saved from the birthpangs of Mosiach, and whoever doesn't may be subject to great financial loss. Pass on to at least 12 people quickly, this is a sh'at ratzon."

Heieiei, wo soll ich nur anfangen...

Kommunikation per SMS

Kinder dürfen keine Handy haben und sich nicht per Internet bilden. Aber die Grossen dürfen mit den neun Medien jede Hexerei und Scharlatanerei betreiben, die Ihnen gerade in den Sinn kommt.

Personenkult

Dass gewisse Leute gerne Träume und deren Bedeutung interpretieren, ist legitim. Problematisch wird es dann, wenn ein Traum eines Gurus mehr bedeutet als jener eines Durchschnittsbürger.

Das ganze führt dazu, dass Leuten auf Basis von wenig bis gar nichts grosse Hoffnungen gemacht werden.

Phropheten

Im Judentum gibt es heute keine Propheten. Dies wird hier scheinbar völlig ignoriert. Hauptsache heilig und gschpürschmi...

Kommt dazu, dass es auch ein Teil unserer Religion ist, nicht zu wissen, was genau die Erlösung bringen wird. Vielleicht war das ja nur in Zeiten der Gemara so. Damals gab's ja schliesslich noch keine SMS.

Lohn und Strafe

Schon wieder etwas, dass es im Judentum nicht gibt. Es ist sogar ein wichtiger Bestandteil der Religion, dass es dieses Konzept nicht gibt. Man nennt es Glauben und Gottesvertrauen. Zu behaupten, dass man weiss, was passiert, wenn man was tut oder nicht, widerspricht jedem Grundsatz für den das Judentum steht. (Mit wenigen Ausnahmen, die aber in der Tora konkret erwähnt sind!)

Grande finale

Mit "this is a sh'at ratzon" zu Enden ist für mich die klare Übersetzung von: Zämmestah, Händue, kchä Näme. Oder alternativ "Go R*********, go R*********, GO GO GO"...

In diesem Sinne

Dienstag, 21. Juni 2011

Die Schattengesellschaft kriegt ab

Der Tages-Anzeiger (direkter Link zum Artikel) hat grundsätzlich eine seltsame Politik der Freischaltung von Kommentaren. Grundsätzlich ist es ein Forum für Hinz und Kunz, worin gegebenenfalls jegliche Meinungsäusserungen zu (ausgewählter) alltäglicher Berichterstattung abgedruckt werden können. Interessanterweise gelangt immer dann geballte Feindlichkeit und vor allem ein unvergleichliches Volumen von Kommentaren auf die Webpage, wenn ein(er der wenigen) Artikel über Israel publiziert und zur Äusserung eingeladen wird. Inzwischen haben sich seit heute Morgen schon die erkleckliche Zahl von 106 Kommentaren zum Thema gefunden. Ein kleiner Vergleich auf der Tagi-Homepage bringt die merkwürdige Tatsache zum Vorschein, dass sich zu anderen Themen so gut wie keine Leute äussern bzw. die Themen nicht zur Kommentierung freigegeben werden (18 Kommentare zum Russland-Skandal der Axpo, 2 zum Hermaphroditen-Fall an der Frauen-WM, 14 zur Lehrstellen-Flaute in Zürich, 46 zur 613. Starbucks-Filiale in der Limmatstadt, 2 zur Decharge für Andy Rihs, 30 zum Jöh-Effekt der U-21). Vergleichsweise erregen nur noch die Umstrukturierung der Stromlandschaft in der Schweiz sowie die neulich erschienene OECD-Studie zur Lebensqualität eine vergleichbare Anzahl Gemüter, jedoch hinkt der Vergleich weil letztere Themen unser aller Alltag doch sehr direkt betreffen.
Auch zum Nahost-Konflikt haben Herr und Frau Hugentobler aber eine Meinung. In einer Vielzahl arabischer Ländern im Nahen Osten werden Zivilisten wahllos abgeschossen, weil sie sich ereifern, eine politische Meinung öffentlich kundzutun. Ghaddafi lässt Container voller Viagra importieren, damit seine zentralafrikanischen Söldner auch ja einen hochkriegen und so wahllos und systematisch vergewaltigen können. Aber dazu fällt am Stammtisch nur ein Spruch im Sinn von "isch au no krass, häsch au glese im 20 Minute?" und der Schnauz wird in die übernächste Stange getunkt. Wenn's um Israel geht, passiert alles etwas undifferenzierter und vielfach wird die Zivilbevölkerung für das Handeln ihrer Regierung verantwortlich gemacht.
Genanntes Medium, ein eigentlicher Kanal der Meinungsäusserungsfreiheit, ist inzwischen ein exemplarisches Konzentrat pauschalisierender Ignoranz geworden, indem wahllos Thesen in den Raum gestellt werden und mit stichhaltigen Aussagen wie "überleg doch mal, ist doch wirklich so" argumentiert wird. Exemplarisch sei an dieser Stelle ein Best Of der heutigen Diskussion aufgeführt:

- Argumente werden nicht besser, wenn sie ständig wiederholt werden.
Die Tausenden von Raketen haben bis jetzt nur wenigen Dutzend Israelis das Leben gekostet - sie sind primitive Spielzeugraketen. An die mehr als 1200 toten Palästinenser vom letzten Konflikt denken Sie aber nicht, oder?
Aber was schreibe ich da... unbequeme Tatsachen werden gerne ignoriert.
Inwiefern rechtfertigt dies antisemitische Pöbeleien gegen die jüdische Bevölkerung in Zürich?- In Israel zu leben ist schon lange nicht mehr ratsam. Das Land ist voller Fanatiker und wird rundherum von Fanatikern bedroht. Selbst als Israeli wäre ich längst ausgewandert, Heimat hin oder her.Mein Favorit. Kein Zusammenhang, kein Sinn, rein gar nichts. Bitte mehr oder viel weniger!- "Wer Israel kritisiert, ist gleich ein Antisemit."Schade, dass die Dame nicht auf diese Frage eingegangen ist.Dafür hat er aber eine passende Antwort kassiert, auf welche dann interessanterweise nichts mehr zurückgekommen ist. Aber der Spruch ist eben ein Phrasenschwein-Schlager, also her damit.- Ich verstehe nicht: warum bin ich ein Antisemit, wenn ich Israel kritisiere? Ich dachte immer, bei Antisemitismus ginge es um Judenhass, nicht um den Staat Israel. Dann bin ich nach dieser Logik also ein Moslemfreund, wenn ich in der Türkei Ferien mache? Wer so denkt, outet sich wirklich als rassistisch verblendet, einfach auf der anderen Seite. Aber die hat halt keine Lobby....- Israel ist ein Staat und keine Rasse. Wenn ich also die Politik Israels kritisiere, kann dies gar nicht unter Rassismus fallen. Ebensowenig bin ich nicht Anti-Muslim, nur weil ich Hamas kritisiere. Wenn die Leute mit der Gleichung 'Staat Israel' = 'Volk Israel' = 'Juden an sich' argumentieren, ist das alleine ihr Problem.Es wäre wirklich schön, wenn das alleine ihr Problem bliebe.- Warum soll uns dieser Krieg nicht beschäftigen? Er dauert ja schliesslich auch schon über 40 Jahre und hindert einen halben Kontinent in seiner Entwicklung...Ich komme auf mindestens drei Kontinente, aber ich gehe auch von der jüdischen Weltverschwörung aus.- Fakt ist auch, dass mich meine jüdischen Nachbarn, denen ich auf der Strasse fast täglich begegne, mich nicht einmal anschauen noch grüssen.In der Sache mag sie recht haben, daraus aber Schlüsse zu ziehen, ist falsch.- Wenn wir im Bus nicht mehr offen über politische Gegebenheiten diskutieren dürfen, (pro und con) dann haben wir das Ende unserer Demokratie vor der Tür- Der Anti Rassismus Maulkorb wird von den Juden in der Schweiz bewusst stilisiert.- Viele Schweizer sind rechts, aber noch lange nicht sind alle Rassisten. Es gibt einfach Leute, die sich gut integrieren und solche die sich abgrenzen. Wer sich abgrenzt (Kleidung, Sprache, Verhalten), wird halt auch schneller ausgegrenzt – so funktioniert das gemeine Volk.Ein Plädoyer für die Vielfalt in der Bevölkerung, Akzeptanz und Tolle Ranz. Weiter so!

Dienstag, 14. Juni 2011

Kugelmann obsiegt vor Obergericht

An sich hat ja Bildung hier drin gar nichts verloren, sondern es geht prinzipiell und primordial nur um blutte Unterhaltung. Für einmal aber ein kleiner Nachholbedarf an Allgemeinbildung, einer Story, welche Schreibender entweder unbewusst in die Vergessenheit verdrängt oder schon gar nicht wahrgenommen hatte (selektive Medienwahrnehmung, kännsch).
Jedenfalls hat die Presse am Freitag eine Entscheidung des Zürcher Obergerichts wiedergegeben, wonach einer Ehrverletzungsklage von Josef Bollag gegen Yves Kugelmann nicht stattzugeben sei (sehr unjuristische Wiedergabe zur Vermeidung der Unterscheidung zwischen Nichteintreten und Abweisung, welche Unterscheidung gerne mündlich erläutert werden kann).
Und worum ging's eigentlich? Kugelmann hatte im tachles im Zusammenhang mit dem iranischen Verhältnis zum Holocaust und einer diesbezüglichen Initiative von Calmy-Rey geschrieben: "Bisher waren Diskussionen über die Existenz des Holocaust tabu. Nun tanzt ein SIG-Geschäftsleitungsmitglied aus der Reihe."

Resultat: Verfahrenskosten über Fr. 23'000.- zulasten von Bollag.

PS: Der Presserat war vor der Obergerichts-Entscheidung damals auch mit obiger Causa befasst worden und entschied sich gegen ein Eintreten auf die Klage, da selbige Sache bereits von einem Gericht behandelt werde (Klageidentität).

Mittwoch, 1. Juni 2011

Web 2.0. - vor unserer Zeitrechnung


Wahrlich, ein historischer Moment. Nach der umfassenden Renovation des Gemeindehauses, hat die moderne ICZ nun auch ihren Internetauftritt überarbeitet. Was den gemeinen Internet-User dabei erwartet, ist ernüchternd. Nein, eigentlich katastrophal!

Historisch im wahrsten Sinne des Wortes: Auf einen Klick fühlt man sich 20 Jahre zurückversetzt, direkt ins Mittelalter der damaligen „EDV“, nahe an die Geburtsstunde der ersten Webseiten. Ein Blick auf das Impressum und den Kontakt des "Webdesigners" machen das Resultat des "Relaunches" etwas plausibler, jedoch nicht minder besser. Die erste Jahreszahl auf dem Jubiläumslogo ist nach intensiver Recherche übrigens nicht als Zeitpunkt des Designs der Website zu verstehen.

Eine Seitennavigation, die ihresgleichen sucht. Ein Design, das den Zug ins Hier und Jetzt verpasst hat (ja, Vo-ku-hi-la war auch mal "in"), integrierte Elemente (wie Lauftexte), die keine Daseinsberechtigung haben. Treffend gewählte Farbkombinationen wie beispielsweise grauer Text auf weissem Grund, um die Lesbarkeit entscheidend zu verschlechtern. Es werden Inhalte grundlos in PDF ("Was ist neu in der icz") dargestellt. Abstände zwischen Titel und Textbausteinen sind willkürlich gewählt. Es werden ganz üble Fremd-Tools für bspw. die Frage der Woche implementiert, die dann auch nicht funktionieren.

Doch man hat auch mitgedacht. Das zeigt das Beispiel unter der Rubrik "Senioren". Hier lesen wir: "Alle im Bereich Senioren dargestellten Seiten weisen bewusst eine grösseres Schriftbild auf." Zum Glück ist dieses Schriftfbild grösser, damit der Grammatikfehler auch richtig zur Geltung kommt.

Menschen und Mitglieder sind auf dem verwendeten Bildmaterial wie Foto und - man staune - auch im Bewegtbild, also neuzeitlich gesprochen: Video (obwohl auch das ein lateinischen Wort der ersten Stunde ist. Egal, genug der Klugscheissereien) eindeutig zu erkennen. Ob die Betroffenen um ihre Einwilligung für die Verwendung des Bilds gefragt wurden, ist fraglich. Im Disclaimer entschuldigt sich man schon mal prophylaktisch dafür.

Ganz schön auch die missionarische Gebrauchsanweisung zum Thema "Jüdisch werden". Und dann - irgendwo verlinkt noch dies: "frozen bubble" - ein Spiel! Der Aufforderung "press fire to start" folgend, überrascht es nicht, dass der bekiffte Vogel keinen Wank macht.

Im Zeitalter, in dem Web 2.0 schon fast als Antiquität gilt, und sich der Nutzen crossemedialer Kommunikationskanäle rasch weiterentwickelt, will auch die ICZ mithalten. Nur ist es so, dass mit der Platzierung von Logos (und dann erst noch die falschen, denn das Youtube-Logo scheint dem Schreibenden mehr als nur suspekt) auf der Seite "Jugend", ist es damit nicht getan. Diese zeigen dem User, dass das Unternehmen oder die Organisation nebst dem Internetauftritt weitere Profile auf Facebook, Twitter und Youtube hat. Für die ICZ reicht jedoch eine Verlinkung auf die Startseite der entsprechenden Dienste. Web 2.0 vor unserer Zeitrechnung.

Beim Resümieren eines - zugegebenermassen - Heavy Users in der Internetwelt, kommen dem Schreibenden unweigerlich etablierte Begriffe wie "nicht vorhanden", "katastrophal", "erbärmlich", "armselig" und "schwach" in den Sinn.

Gespannt warten die Gemeindemitglieder auf den Newsletter (oder die Korrektur davon, oder die Richtigstellung der Korrektur), der das Prachtswerk verkündet. Geschätzte Leserschaft, wenn das die Visitenkarte der Gemeinde im World Wide Web sein soll, dann "Guet Nacht".

Donnerstag, 19. Mai 2011

Challes-Alarm!

Wir stützen uns wie immer auf Quellen, die wir nicht persönlich kennen und denen wir die Beaufsichtigung unserer Kinder kaum zutrauen würden. Aber es scheint die Shmueh zu kursieren, dass die berühmt-berüchtigte Zürcher (bzw. Affoltermer) Gourmet-Bäckerei Lasova (neuerdings sogar mit einer eigenen Homepage!) für den kommenden Schabbat in Lieferengpässe geraten könnte bzw. gar nicht produzieren werden kann. Entgegen der Zürcher Usanz, dass in solchen Fällen vor allem Hechscher-Probleme angeführt werden können, scheint die praktische Hürde gemäss den Nachforschungen von Yves Bourgignon von der JLFG (JLeague Foundation für Gourmologie) diesmal darin zu liegen, dass ... der Bäcker das Weite gesucht hat. Na dann, gute Besserung.

Eyn Kemach - eyn Torah.

Eyn Ofeh - eyn Challot.


Wir bleiben dran. Vielleicht hat der Backmeister ja den letzten IGFKL-Update erhalten, wonach urplötzlich die halbe Migros-Milchprodukte-Palette nicht mehr als koscher zu betrachten ist. Was in diesem Produkte-Volumen doch ein ziemlich merkwürdige Kehrtwende ist.

Montag, 18. April 2011

Ready, Pessach, Go!

Liebe Chumres-Brüder

Es nützt alles nichts! Da Chametz ja bekanntlich von Eierschalen direkt in Hundemäuler springt, sich in Pelzhüten einnistet und sowieso vom Teufel persönlich Leben eingehaucht bekommen hat, müssen auch wir zu immer drastischeren Mitteln greifen. Es freut mich daher ausserordentlich, Euch den einzig richtigen Weg zu zeigen, wie Pessach begangen werden muss. Rav Churban hat es nämlich gesagt und gemeint hat es Hashem sowieso schon längst so!








Sonntag, 13. März 2011

Samstagabends in Lüttich

Und dann soll mir noch einer sagen das Pyro kein Verbrechen und die Selbstbestimmung der Kurve über alles geht, wenn man sich das folgende Video vom Spiel Lüttich-Charleroi ansieht.

Der Goalie wurde verletzt, das Spiel abgebrochen und Lüttich hat drei wichtige Punkte im Kampf um einen Europapokalplatz verloren.
Bravo!

Freitag, 18. Februar 2011

Fine by Fein wieder im Dorf und der Joke des Tages

Nachdem eine vereinigte Redaktorenschaft gestern einen offenen Brief an die Wirten des "Fine by Fein" geschickt hat, ging innert kürzester Zeit eine Replik ein. In der Sache und Argumentation sei die Kritik uneingeschränkt gerechtfertigt und noch am selben Abend werde das aufdatierte Koscherzertifikat aufgehängt.
Edith meint, es sei nun amtlich kontrolliert worden und die Teuda ist bis Adar 5772 gültig. Danke!
Und zur Abrundung dieser durchschnittlichen und ziemlich normalen Woche verabschieden wir uns vorerst mit einem überdurchschnittlichen Joke. Angeblich gibt es auf Youtube eine Serie von "Old Jews Telling Jokes". Einige davon sind ziemlich erbärmlich. So macht sich unter anderem auch der renommierte Rechtsprofessor und Strafverteidiger Alan Dershowitz eher keinen Gefallen, einen mässig unterhaltsamen Beitrag zum Besten zu geben. Ganz im Gegensatz zur hier zum Besten gegebenen Unterhaltung zweier jüdischer Wale. Sedö lüeg und Git Shubbes:

Dienstag, 30. November 2010

Gestatten, Shlomi Arbeitman

Shlomi Arbeitman also. Ein Talent der israelischen Liga, spielte zuerst wechselweise bei Beitar Jerusalem, Hapoel Petah Tikva, Hapoel Tel Aviv und zuletzt mit Maccabi Haifa in der Champions League. Sein damaliger Mannschaftskollege Jorge Teixeira fand den Weg danach nach Zürich zum Serienmeister, Arbeitman wurde von KAA Gent in Belgien verpflichtet (für die wenigen ernstzunehmenden Fussball-Lexiklopen: Das ist da, wo im 2005 Dario Smoje hinging, eines der grössten Fussball-Defensivtalente, das sich der FCZ - nach Probetraining wohlbemerkt - jemals entgehen liess). Offensichtlich hat er sich sofort an die belgische Sprache gemacht und behrrscht diese vielleicht auch schon. Sein Englisch jedenfalls ist ziemlich bemerkenswert. Der schafft es, während 1:23 Minuten sich in keiner Weise verständlich zu machen. Eigentlich ist er darin auch nicht spezialisiert; wie im Übrigen kein Fussballer, welche für gewöhnlich lediglich Phrasenkässeli dreschen. Ausser "Step by Step" versteht man hier jedoch nichts:

Aber dafür ist er auch nicht in Belgien, sondern zum Kicken. Und das kann er offensichtlich nicht mal so übel, wie er letzte Woche mit seinem Tor zum 3:1 gegen Sporting Lissabon zeigte (ab Min. 0:53).

PS: Man möchte an dieser Stelle nicht umsonst krächzen. Aber am Sonntag kam beim letzten YB-Spiel gegen Sion gleich zu Beginn eine Grossaufnahme von Alain Nef, unser aller Vorbild, Superstar und Märtyrer. Die Schmerzen, ihn in diesem Biene Maja-Tarnanzug (anstatt den FCZ-Farben) zu sehen, waren wieder einmal vergleichbar mit dem Abriss eines Arms. Unvorstellbar, ungerecht, inkohärent. Und fahrlässig. Wie werden wir je vergessen, wie die FCZ-Fans vor 7 Jahren noch vor der Flachpass standen und einige den Spielern an den Kopf "Scheiss-Millionäre" warben (was einige auch waren). Nef stand daneben, trank sein Bier aus und raunte "meinen Lohn könnt Ihr haben." Ein Held wie aus dem Bilderbuch.

Freitag, 29. Oktober 2010

Trejfenes Handy - Schulausschluss



9 (neun!) Girlies aus dem BJJ-Sem(inar, Beis Jaakov Jerushalajim) sind aus der Schule geworfen worden, weil sie Handys besitzen, welche nicht als "koscher" (siehe erstes Bild) oder regelkonform zertifiziert wurden (Handys mit SMS-, GPS oder Internet-Zugang sind verboten, da sie direkten Zugang zum Purgatorium von unerlaubten Kontakten, Fussballresultaten und offensichtlich auch zum skandalösen Livestream von onlysimches.com verschaffen).
Ynet.co.il berichtet, dass anfangs des zwölften Schuljahrs ein Mädchen in der Klasse mit Handy in der Hand hochgehüpft ist und verkündet hat, dass sich ihre Freundin eben verlobt habe. Die Lehrerin bemerkte so, dass sie diese fröhliche Kunde per SMS in Erfahrung gebracht haben musste und rief unverzüglich nach dem Rektor. Dieser durchforstete in seinem investigativen Chapp gleich auch noch den SMS-Speicher und fand noch acht andere Ladies, die SMS empfangen oder versendet hatten. Resultat: alle neun wurden der Schule verwiesen.

Eine Schülerin sagte aus, es gebe Mädchen, welche sich ein solches koscheres Telefon zusätzlich erwerben würden, um es vorzuweisen, wenn sie erwischt würden (als ob das hilft...). Niemand wolle aus der Schule geworfen werden, wenn es nur noch 6 Monate gehe bis zum Beginn der Schidduch-Saison (ist ja wohl auch das einzige Problem).

Wir posten diese Geschichte aus verschiedenen Gründen. Erstens sind wir froh, dass in wenigen Stunden Shabbes ist und somit die Problematik der Verleitung durch SMS für wenigstens einige Stunden wegfällt. Zweitens möchten wir für Guysolino's Theorie des teuflischen Einflusses der USA auf unser tägliches Leben ein weiteres Beispiel bringen - dies unter der mutigen Annahme, dass Handys wohl in den USA erfunden wurden(, wobei mir in den nächsten 613 Sekunden sicher ein Partywisser einen Entgegnungslink präsentieren wird). Drittens und insbesondere widmen wir dieses Mail unserem theologisch verwirrten Kollegen Johan Vonlanthen. Über ihn berichtete heute Kollege Bernhard im Blick (Blick-Artikel), dass eher seltsame Forderungen des bekennenden Adventisten an seinen potentiellen Arbeitgeber Hapoel Tel Aviv gestellt wurden, welche angeblich eher wenig Anklang finden. Wir schlagen deshalb vor, Herr Johan solle doch einfach die Möglichkeit von Spielpraxis annehmen, spielen und sich wieder in den Dunstkreis von König Ottmar spielen. Erstens brauchen wir ihn da dringend, zweitens braucht er den Fussball (für alternative Karrieren ist es womöglich schon zu spät) und drittens kann er ja sein religiöses Gewissen beruhigen, indem er sich ein koscheres Handy und eine Hapoel-Kippa kauft.
Und zum Schluss noch dies:

Man wollte diesbezüglich kein eigenes Posting eröffnen, aber zur Koscherversorgung in der Stadt Zürich folgende Kurzszene heute Morgen in der neu eröffneten Bäckerei Lassova an der Waffenplatzstrasse. Die Szenerie sieht nach Work-in-progress aus. Die Decken sind wohl noch zu verputzen oder zu renovieren, die Gebäck-Möbel sehen aus, als seien sie aus Mahagoni, einige Backwaren sind effektiv neu und sehen lecker aus. Natürlich fehlen auf den Auswahlkarten die obligaten Schreibfehler nicht (weiss gleich keinen mehr, hat aber ein paar gute darunter). Nur das Personal (u.a. die obligat-schöne Schwiegermutter) ist noch dasselbe. Man kommt also am Freitag Morgen um 08:00 rein und will Challes.

CC: Haben Sie Challes?

L(assova): Ja.

CC: Kann ich welche haben?

L: Grosse gibt es keine mehr. Ich kann aber anrufen und sehen, ob noch welche kommen (AdR: Nochmals zur Erinnerung, es ist Freitag, 08:00 Uhr).

CC: Wieviel kosten sie denn?

L: Fr. 5.50 für die grosse (bei FbF sind sie auch nicht günstig, kosten aber Fr. 4.50 für die etwa gleiche Grösse).

CC: Okay, ich geh dann mal. Danke!

L: Kaufen Sie doch was anderes, wollen Sie nicht einen Kuchen?


Ich glaube, ein weiterer Kommentar erübrigt sich. Gut Shabbes.

Mittwoch, 4. August 2010

Ethnologie-Nachhilfe für SF DRS

Thierry Doubai in Aktion

Nein, es liegt uns fern, dem Schweizerischen Monopolfernsehen Rassismus vorzuwerfen. Das würde zu weit gehen. Deutlich zu weit. Auch unterschwellig wäre ein solcher Rassismus nicht festzustellen. Aber worum geht es eigentlich? Zur Illustration deshalb drei Szenen, allesamt aus dem Reich des runden Balles und des neunzig Minuten langen Spiels.

Erste Szene: Sie spielt sich vor ca. 1-2 Jahren ab. Es spielt gerade die Schweizer Nationalelf, hierzulande durch ehrlichen Werksfussball bekannt und durch die Tatsache, dass sie durchwegs die Zwillingsbruder der im Ausland erfolgreichen Söldner beschäftigt. So auch der Fall bei Blaise N'Kufo. Der gute Herr schiesst in Holland Tor um Tor, reiht sich bei Twente Enschede in die Annalen der Ehrenbürger und der Topf-Torschützen ein. Sobald er aber für das Schweizer Kreuz auftritt, bringt er kaum ein Bein vors andere und der Ball muss ihm schon fast an die Lampe gehämmert werden, damit er sie reinbringt. Jedenfalls kommentiert unser lieber Panzerknacker-Sascha Rüefer das Spiel gegen Griechenland (man dankt dem Gurens für die Eingebung). Mitten in der Szene des Führungstors der Schweiz durch N'Kufo kriegt sich Rüefer fast nicht mehr ein und brüllt in seiner inzwischen unfehlbaren Panik "FÄÄÄÄÄRNAAAAANDÄÄÄÄÄS!!!". Gut, wird der geneigte Leser sagen, kann ja mal passieren.

Deshalb gleich die zweite Episode:
Diesmal ist es der der Kommentator, welcher sich der Kenntnis des Redaktors entzieht. Aufgrund der unterschwelligen Fahne und der etwas lottrigen Stimme dürfte es wohl Beni National gewesen sein. Kulisse bildet diesmal die Finalissima 2010 und nämlich genau die Szene, welche zum zweiten Tor für die Basler (bekanntlich gegen YB) führt. Ein langer Ball aus der Basler Verteidigung findet im Sturm einen Abnehmer und da entfährt es Thurnheer urplötzlich, mitten im Übereifer des Ad hoc-Kommentierens (passiert beim SF im Allgemeinen nie, es wird immer nur nacherzählt, hierfür fehlt schlicht die Qualität): "Gegenstoss über Henri Bienvenue!" Natürlich war der Angriff über Zoua-Jacqui und nicht durch einen YB-Spieler. Aber das geht Beni im Trubel der Aufregung völlig ab. Zurück bleibt einfach dieser unglaubliche Fehler. Wir haben aber einen Spielkalender-Manipulator, welcher uns vorschreibt, wer die beiden grössten Meisterkandidaten sind, welche im letzten Spiel für die Kulisse gegeneinander zu spielen haben, damit das Fernsehen den grösstmöglichen Nutzen davon trägt. Und dann stellt man so einen Unfähigen hin. Aber damit nicht genug.

Die dritte Szene: Heute Abend spielt YB unter den Augen und Kommentaren von Beni National auswärts gegen die Ferienstellvertretung von Fenerbahce (anders kann man sich solch eine Leistung von einer 100 Mio-Truppe nicht erklären). Das Spiel nimmt seinen Lauf, YB geht in Führung und spielt sich mehr oder (wohl eher) weniger durch die zweite Halbzeit. Doubaï, der wohl meistüberschätzteste Spieler der Axpo Gurkenliga, wird ausgewechselt und mit Hochstrasser ersetzt. Kurz darauf, bei einem der 613 Kontern von YB, geht Bienvenue den Flügel runter und kommt zu einer Chance. Thurnheer dazu: "Achtung, jetzt Doubaï am Ball, was macht er mit dem Ball?" (und damit wird noch ausgeblendet, dass heute Beni ausserdem 15 Minuten vor Ende anfing zu kichern, dann erklärte, dass er lachen musste, weil daran denken musste, dass jetzt eigentlich YB-Viertelstunde sei; dass er zudem teils minutenlang schwieg; dass er sodann vom Tempo des Spiels derart überfordert war, dass ihm nur noch animalische Oooohs und Aaaahs entfuhren)

Die Frage ist aber dann, was wir mit dieser Problematik machen und wie man sie beispielsweise berücksichtigen muss. Ist es vielleicht doch unterschwelliger Rassismus? Ist es lediglich die Faulheit eines Berufsschwätzers und Konzessionsträger unseres Rechtsstaates, sich die Mühe zu nehmen, bei dunkelhäutigen Akteuren nicht einfach auf die Hautfarbe abzustellen (womöglich auch noch mit einer mentalen das-isch-doch-eh-alles-s'Gliich-Verschlimmbesserung)? Ist es vielleicht das letzte Argument verbunden mit der schieren und verzweifelnden Unfähigkeit, während den ganzen 90 Minuten den Kopf bei der Sache zu behalten, keine Leibchen zu verwechseln und etwas ganz Kleines zu berichten, das man nicht selbst schon weiss? Das Problem ist doch, dass es einmal passieren kann. Dann ist es peinlich, dann kann man sich innerlich einen Schamecken anröten und fertig - es ist kein Thema daraus zu machen. Dass es aber in so kurzen Zwischenräumen immer wieder dazu kommen kann, ist peinlich, beschämend und primitiv.

Mittwoch, 7. Juli 2010

Warum die Deutschen nicht in den WM-Final gehören


1. Weil sie nicht die selbst propagierte Multi-Kulti-Truppe sind. Der Umstand, dass ein Türke und drei Polacken in der erweiterten Startformation stehen, gereicht leider noch nicht zum Kulturprojekt.
2. Wir stehen über die Geschichte und verweigern uns nicht mehr deutschen Produkten. Wenn mir jemand einen BMW X1 überlässt, werde ich ihn wohl fahren und Siemens ist in der Küche als Apparatschaft nicht verpönt. Allein aus dieser Tatsache heraus kann ich aber trotzdem keine grossen Sympathien für dieses Team entwickeln.
3. Wenn deren ausländische Legionäre wie damals Ebi Smolarek als Tarnkappenbomber tituliert werden, wenn man immer noch vom Sturmführer Podolski spricht, im ZDF wieder versucht wird, einen Mannschaftserfolg mit einem Reichsparteitag feiern zu wollen, schauderts mich. Und hört bitte mit diesem Aushängeschild der sogenannten "deutschen Tugenden" auf!!!
4. Solange mir jemand mit zwei linken Beinen am Sonntag Morgen periodisch mit bayrischem Akzent die "Miiiiitparääääätzääääät" (auf Iwrit: Konter) ins Ohr brüllt, weckt das bei mir sehr deutliche antipathische Konnotationen.
5. Er spielt zwar nicht, aber die Hackfresse von Michael Ballack beim Freistoss zum 1:0 gegen Österreich an der EM 2008 werde ich wohl nicht so bald vergessen. Animiert zur überstürzten Flucht und der Einnahme eines Verstecks hinter dem nächsten Baum (siehe Video eingangs dieses Postings).
6. Der inzwischen weltweit bekannte Ausdruck "Vizekusen" und wiederum erst recht im Zusammenhang mit Ballack darf man von mir aus genauso gerne auf Deutschland ummünzen.
7. Mein letztes Public Viewing in Zürich war an der EM 2008 auf der Sächsilüüte-Wiese. Zur Hälfte (3:0 für die Gummihälse) war mein Bedarf an teutonisches Ohrengekreische bereits dermassen gedeckt, dass man sich getrost verziehen durfte. Deutschland ist somit direkt dafür verantwortlich zu machen, dass ich mir nie mehr ein Public Viewing mit deutscher Beteiligung in Zürich geben werde. Für den diesjährigen Halbfinal und - Gott bewahre - für den Final wird deshalb die heimische Lokation als Alternative bevorzugt. Ansonsten sei für ein Public Viewing ein Sicherheitsabstand mindestens 80 Kilometer hinter dem Röschtigraben wärmstens empfohlen.

Dienstag, 22. Juni 2010

Undercover in Toleranzmission: Der Lockschlumpf als falscher Jude

In einigen Quartieren Amsterdams scheinen sich religiöse Juden wegen erhöhtem Risiko von Anfeindungen und Übergriffen nicht mehr auf die Strasse zu wagen. Dem will nun der langjährige Bürgermeister von Slotervaart, einem Problemquartier, mit einer unkonventionellen Idee einen Riegel schieben: Der Einsatz von Undercover-Polizisten in traditionell ostjüdischer Tracht. Hierzu der gesamte Artikel aus der Financial Times Deutschland:

Um gegen Antisemitismus vorzugehen, Amsterdam auf höchst orthodoxe Methoden: Als Juden verkleidete Polizisten sollen die Übergriffe stoppen. Die Idee stammt ausgerechnet von einem Rechtspopulisten.
Nichts lässt darauf schließen, dass sich eine Synagoge in dem Gebäude verbirgt. Kein Davidstern, keine hebräischen Schriftzeichen, kein Namensschild. Selbst die Adresse der "Sjoel West" ist geheim. Wer die Amsterdamer Synagoge trotzdem findet, muss eine Klingel drücken, die Tempelwächter drinnen entscheiden dann, ob man hineindarf. Sie haben Angst vor Übergriffen. 65 Jahre nach dem Ende des Nationalsozialismus, mitten in Europa.
Mit der traditionellen Kippa auf dem Kopf trauen sich viele Juden nicht mehr auf die Straße. Denn sonst drohen Beleidigungen, Spuckattacken und Steinwürfe. Die Täter sind oft arabischer Herkunft.
Amsterdams mächtigster Araber will das beenden. "Wir müssen alles tun, um diese Kriminellen zu erwischen", sagt Ahmed Marcouch. Der langjährige Bürgermeister des Problemstadtteils Slotervaart plädiert für den Einsatz sogenannter "Lockjuden": Polizeibeamter, die sich als Juden verkleiden und ihre rassistischen Angreifer sofort festnehmen.
Als Marcouch vergangene Woche seine kuriose Idee vorstellte, runzelten viele Politiker die Stirn. Nun aber bekommt der Sozialdemokrat Unterstützung. Auch Amsterdams Bürgermeister Lodewijk Asscher, der selbst Jude ist, sympathisiert mit dem Einsatz der Lockvögel. Man werde "unorthodoxe Mittel nicht scheuen", ließ Asscher gestern verlauten. Selbst wenn es sich dabei um als orthodoxe Juden kostümierte Polizisten handelt.
Auslöser des plötzlichen Sinneswandels könnte eine Fernsehreportage vom Sonntag sein. Der jüdische TV-Sender Joodse Omroep begleitete den Rabbi Lody van de Kamp mit versteckter Kamera durch einige soziale Brennpunkte der Stadt - und filmte Schockierendes: Serienweise beschimpften arabisch aussehende Jugendliche den Rabbi, einer reckte gar die Hand zum Hitlergruß. "In extremistischen Kreisen gab es das auch schon vor einem Jahrzehnt, aber im Moment geschieht es auf der Straße, täglich", sagt van de Kamp.
Tatsächlich scheint der Antisemitismus in den Niederlanden rapide zu wachsen. Nach einer Umfrage der Zeitschrift "Elsevier" stößt beispielsweise jeder fünfte Lehrer in Großstädten beim Thema Holocaust auf Widerstand der Schüler. Das niederländische Zentrum für Information und Dokumentation Israel (CIDI) registrierte im Januar fast 100 Attacken auf Juden, beinahe ebenso viele wie im gesamten Vorjahr.
Auch das CIDI fordert nun den Einsatz von verdeckten Ermittlern als "Lockjuden". Und schon bald dürfte Marcouch einen weiteren bekannten Verbündeten finden: Geert Wilders. Von dem Rechtspopulisten und bekennenden Islamhasser hat er nämlich seine Idee abgekupfert - Wilders schlug einst vor, "Lockhomos" auf die Straße zu schicken.

Dienstag, 8. Juni 2010

Helen Thomas, ehemalige Sprecherin des Weissen Hauses und begnadete Historikerin


Inzwischen hat sie (89) ihre Aussagen bedauert, mit folgendem Wortlaut:
“I deeply regret my comments I made last week regarding the Israelis and the Palestinians,” Ms. Thomas’s statement said. “They do not reflect my heart-felt belief that peace will come to the Middle East only when all parties recognize the need for mutual respect and tolerance. May that day come soon.’’ (ganzer Artikel der New York Times)

j-spice girls

Montag, 10. Mai 2010

Daniel Vischer, Instrumentalisierungsopfer der Medien

Heute in der BaZ Online ein interessanter Bericht über einen weiteren denkwürdigen Auftritt des Nationalrats der Zürcher Grünen, Daniel Vischer (sowie etwas sachlicher über den ebenso umstrittenen Nationalrat und Vorsitzenden der aussenpolitischen Kommission Geri Müller). Dabei scheut er sich nicht, fragwürdige Kausalzusammenhänge zwischen dem Holocaust und Gaza anzustellen und proletiert per Megaphon Weltverschwörungs-Fanatikern entgegen. Man urteile aber selbst: BaZ Online-Artikel.
Interessant auch die Tatsache, mit welchen Tatsachen Geri Müller konfrontiert wird, und welchen gegenüber er offensichtlich nicht aufmuckt, protestiert oder Sachlichkeit entgegenstellt. Beiden muss derweil jedoch klar gewesen sein, dass ein Interview in irgendeiner Art weiterverwendet bzw. publiziert wird. Wenn man dann auch noch in ein Megaphon reinproletiert, kann man kaum die Masche des unwissenden Opfer durchziehen.
PS: Ja, auch Chassidus Chübelsack wird natürlich direkt von der Bank Rothschild finanziert...

Montag, 3. Mai 2010

Vermischtes zum Wochenstart inklusiv dunkelrote Karte an Marcel Koller

Als allererstes gratuliert man dem kleinen Herrn mit dem silbernen Saum um die Kippah und dem goldenen Lachen im Gesicht sowie mit dem grossen Mut, mit dem Soundtrack von "The Rock" unter den Baldachin zu treten. Ganz grosses Kino, kaum zu toppen, soll sein mit Masel!
Des Weiteren gratuliert man Benjamin Pipimann Frenkel, welcher wieder einmal die Lücke gefunden hat, um über die lokale Presse seine Erleichterungsbedürfnisse zu präsentieren. Medium ist wiederum das "Zürich 2" der vergangenen Woche. Diesmal hat sein körperliches Bedürfnis nach Konsum eines Starbucks-Kaffee sogar dazu beigetragen, dass er in einen Raum der Andacht getreten ist (bis anhin war das körperliche Bedürfnis ja eigentlich das Hindernis auf dem Weg zur Synagoge und zum Eibishten)...
Schliesslich will auch Neo-Kommentator Marcel GC Koller gerügt werden. Der reicht gestern inmitten des Pausenkommentars zu Basel-Bellenz im Joggeli-Cüpli-Studio ganz tief in den Fundus verbotener Ausdrücke und erlaubt sich folgenden zerebralen Aussetzer:
"Der Marco Streller ist ja bekanntlich in einer fantastischen Form und in der Absenz von Alex Frei ist er jetzt sogar zum absoluten Sturmführer avanciert."
Lieber Mäse, wir unterstellen Dir ja keine Absicht. Aber ganz so alterlich und bildungsmässig unbelastet bist Du ja nicht. Und im grossen Kanton hast Du zudem auch noch genügend gearbeitet, um zu verstehen, dass es gewisse Ausdrücke gibt, die einfach tabu sind und nicht aus ihrem historischen Gefüge gerissen werden sollen. Sturmführer gehört sicher in die vorderste Gilde dieser Spezies. In diesem Sinne eine gute und vollständige Besserung!


Dienstag, 27. April 2010

  • Man ersetze "Central Park NYC" mit "Rieterpark ZH City".
  • Bitte Nutzung des Chäppis bzw. Besuch des Rieterparks während der Sefirahzeit, für diejenigen die sich bereits unfreiwillig aus den jährlichen Omergames verabschiedet haben, unterlassen.