Hier im Blog die gespenstische Ruhe gestört werden muss.
Zur Einstimmung ein Schmankerl aus den weiten Welten des Internetzes:
Viel Spass beim gucken
Donnerstag, 12. Juni 2014
WM ist wenn..
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Lino
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19:20
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Divrei Chassidim
Labels: die Juden und das Schweizerkreuz, Missing Lutz, nef-zu-inter, WM, Youtube
Dienstag, 13. August 2013
Testspiele, S613E18
Lieber Ottmar,
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Lino
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21:01
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Divrei Chassidim
Labels: AGL, andy egli, die Juden und das Schweizerkreuz, Schöni Momänt, WM
Sonntag, 27. Januar 2013
Trybol, Zottel und andere Alphatiere
- Steuerreform
- Armeereform
- Sicherung der AHV/IV
- Krankenversicherungsreformen
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Lino
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17:30
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Divrei Chassidim
Labels: anti-system, die Juden und das Schweizerkreuz, Wer bisch dänn Du?
Sonntag, 22. Januar 2012
Teilzeiterwachsenheit = Allwissenheit?
Unlängst war im Tagieg ein Interview zu lesen, wo es endlich wieder einmal um Israel und die Juden in der Schweiz (ist doch das selbe, oder?) ging.
Es ist grundsätzlich löblich, wenn sich Leute zur Verfügung stellen, dass Judentum in einer vernünftigen Art und Weise dem Schua (aus dem Französischen anm. des Schreiberlings) näher zu bringen.
Da werden die ersten Fragen abgeklärt und unerschrocken beantwortet, um sich kurze Zeit später in tief charejdischem Gedankengut wiederzufinden.
Der Blog unseres Vertrauens hat umgehend den Korrespondenten auf die Piste geschickt. Er konnte G. Tripolensis für ein Interview gewinnen.
Dank dieser Unterhaltung konnten einige Statements des ursprünglichen Interviews berichtigt werden, sedolüeg:
Wie nehmen die Züricher Juden die Konflikte zwischen säkulären Israeli und fanatischen Ultraorthodoxen auf?
GT: Die Situation ist aus dem Ausland nur schwierig nachzuvollziehen. Die einen argumentieren, sie werden ungerecht behandelt und verteufelt. Die Säkulären machen derweil in einer Art und Weise mobil, dass es den Anschein macht, als schwele ein viel tieferer Konflikt in der Gesellschaft und der Identität des israelischen Staates, als dass es auf einen einzelnen Zwischenfall darauf ankommt. Es geht um viel mehr: Einerseits steht die Frage im Raum, wieviel eine Volksgruppe zu Lasten einer breiten Mehrheit (Mehrheit der israelischen Staatsbevölkerung ist säkulär) fordern darf. Und dies erst noch, ohne sich nachweislich an der Volkswirtschaft oder dem gesellschaftlichen Leben bzw. der Staatssicherheit zu beteiligen. Inzwischen bestehen in Israel verschiedene Kanäle, durch deren Benützung ein Beitrag an das Staatsbürgertum auch den Religiösesten offensteht. Abgesehen davon: Die Forderung nach getrennten Trottoirs und Bussen ist absurd. Eine Lösung wäre sicherlich die Verteilung von Toitois mit Füssen: Wer nicht auf einer öffentlichen Strasse gehen will, soll alleine in seiner geistigen Scheisse rumspazieren.
Welche Geschlechterrollen werden in den jüdischen Schulen in Zürich vermittelt?
GT: Klar, wir sprechen hier von verschiedenen Schulen. Der joviale Wissen Sie-J. hat in seinem Interview-Statement insbesondere auf den äusseren rechten Flügel abgezielt. Dabei hat er leider vergessen zu erwähnen, dass die grösste jüdische Schule in der Schweiz seiner Beschreibung in keiner Weise entspricht. Es geht also primär nicht um die Vorbereitung der Frau auf die Bedienung eines Kochherds oder die Erziehung von Kindern, bevor die Frau selbst den Kinderschuhen entwachsen ist. Wir sprechen hier mitunter von Primarschülern. Also geht es für den jüdischen Fächeranteil primär darum, das Bewusstsein für die jüdische Religion, den jüdischen Alltag und die jüdische Kultur zu stärken und zu festigen. Besagte Schule kennt zumeist auch keine geschlechterspezifische Trennung, da die jüdische Geschichte wohl für beide Geschlechter aus derselben Perspektive vermittelt werden kann. Einzelne Fächer werden dennoch getrennt vermittelt, dies unterscheidet sich aber sehr marginal von einer a-religiösen klassischen Trennung der Geschlechter für Werken/Handarbeit. Ich spreche vor allem aus eigener Erfahrung, manches mag sich also auch geändert haben.
Tragen jüdische Privatschulen nicht dazu bei, dass sich eine Parallelgesellschaft entwickelt?
GT: Parallelgesellschaft ist ja so 2011 (also das alte Schwarz)... Ich weiss ehrlich gesagt nicht, was mit diesem Ausdruck signalisiert werden soll. Er tönt nach Abschottung, feindlicher Bildung und riecht nach der Jahrhunderte alten Angst, die Juden ziehen ihr eigenes Ding durch und konspirieren sich zum Papstmord, Blutrünstigkeit, Brunnenvergiftung und anderen Katastrophen der menschlichen Geschichte. Jemand hat mal gesagt, Antisemitismus sei weniger ein Problem der Juden, als ein Problem der Nicht-Juden. Wieso kommt es dazu, was löst ihn aus? Die Verschiedenheit? Die kulturelle Vielfalt, das Fehlen einer vollständigen Durchmischung? Ehrlich gesagt ist mir das Bestehen einer Parallelgesellschaft egal, solange sie nicht den Bestand des betroffenen Staates nicht unterläuft oder ernsthaft in seinen Grundwerten gefährdet. Wer dies in Zürich für die jüdische Gemeinschaft behauptet, weiss nicht, wovon er spricht.
Wie hat sich die jüdische Gemeinschaft in Zürich entwickelt?
GT: Für eine exakte Beantwortung dieser Frage müsste man die JLeague Foundation und deren Amt für Statistik und Vermessung konsultieren. Für eine ungefähre Beantwortung mag folgende Aussage genügen: Die Anzahl Juden in der Schweiz ist konstant. Während in den letzten 15 Jahren eine weitere Million die Schweiz bevölkert, ist die Anzahl Juden in der Schweiz stabil geblieben (statistisch wohl sogar leicht rückläufig). Einzelne Gemeinden sind durch das Ausbleiben einer breiten jüngeren Generation akuter vom Untergang gefährdet als andere (so zum Beispiel St. Gallen und mittelfristig auch Basel), grössere Gemeinden erfahren derweil eine Zuwanderung: Sei es aus den genannten Klein-Gemeinden, sei es aus dem Ausland durch partnerschaftlichen Nachzug. Einzelne jüdische Gemeinden erfahren ein deutliches Vakuum in der Mitte und polarisieren sich in den religiösen Gemeinden seit einigen Jahren zum rechten Spektrum. Derweil zeigt sich auch das Phänomen, dass die grösseren Synagogen je länger desto mehr desertiert werden: Einerseits liegen die Synagogen an historisch bedeutenden Stellen, welche heute aber zu zentral in der Stadt Zürich liegen und somit von den Wohnzentren jüdischer Familien im Kreis 2-3 und weiter stadtauswärts. Dies trägt dazu bei, dass einzelne kleinere Gebetlokale einen Boom erfahren und je länger desto mehr regelmässige Besucher zählen. Die Positionierung dieser Lokale untereinander ist nicht immer ganz problemfrei und die Kommunikation zwischen diesen ist zeitweise nicht optimal. Das Modell der Shop-in-Shop-Gemeinde wurde als vermeintlicher Pionier des 21. Jahrhunderts getestet, scheiterte aber aus verschiedenen Gründen (entweder war es für dieses Modell zu früh, die Basis war zu wenig breit oder es wurden in der Kommunikation oder philosophischen Ausrichtung Fehler begangen).
Und nun noch in eigener Sache:
Wenn man als Vertreter einer Minderheit Auskunft über dessen Religionsausübung gibt, entsteht automatisch folgendes Problem: Einerseits soll man Dritte über Gepflogenheiten informieren, andererseits besteht die Gefahr, wie in diesem Interview, dass gewisse Statements sehr generalisierend klingen oder auch von den Medien nur so dargestellt werden.
Wie geht man mit diesem Dilemma um?
GT: Die Frage ist nicht ganz einfach. Einerseits muss das entsprechende Medienunternehmen verstehen, dass wir hier von sehr verschiedenen und intra-jüdisch-philosophisch weit entfernten Ecken sprechen. Der ursprünglich Befrungene (mit einem tendentiell rechten und konservativen Spektrum) beispielsweise wird bei der gleichen Fragestellung nur sporadisch dieselben Antworten geben wie Rabbi S.R. (integrativer Ansatz verschiedener Einflüsse). Man muss auch aufpassen, wen die Antworten erreichen und wie man diese rüberbringt, ohne dass ein Bild entsteht, das ein Licht auf eine breite Mehrheit wirft. Der Vorsitzende der Teilzeiterwachsenheit beispielsweise begeht den Fehler, dass er die Vorfälle in Beit Shemesh verniedlicht und statuiert, das seien Einzelfälle. Zudem legt er sich selbstg in die Nesseln und behauptet, man kenne in diesen Kreisen weder Sex noch Drogen. Solche Aussagen sind leider und in schockierendem Ausmass absoluter Blödsinn und fernab der Realität des 21. Jahrhundert. Selbstverständlich auch im innerjüdischen Kontext. Ein Blick hinter die Kulissen religiös-jüdischer Teenager ist aufwändig und fördert erschreckende Realitäten zu Tage. Die zitierten Behauptungen dienen aber in keiner Weise Prävention oder der Problemlösung.
Bestehen allfällige Synergien zwischen der angestrebten Völkerverständigung und der JLF?
GT: Um Glatzköpfe und Jungnazis in inzwischen gesperrten Foren zu zitieren: Ein jüdischer Verein, welcher jüdischen Jugendlichen und Junggebliebenen ermöglicht, sich sportlich zu betätigen, ist separatistisch, elitaristisch und somit das alte Schwarz. In diesem Sinne fördert die JLeague auch die Parallelgesellschaft. Aber wie bereits weiter oben genannt: Das stört nicht zwingend, so lange man in der einen oder anderen Weise am Leben der ansässigen Gesellschaft teilnimmt. Und die JLF hat ja über seinen Emissären Julian Assange Medien ins Leben gerufen, welche sich die Transparenz und subversive Verbreitung von Gerüchten und Meta-Wissen auf die Stirn geschrieben haben. Wir sind also einerseits die Völkerverständigung selbst und dies aus einem integralistischen Mordor-Kreis heraus. Wer das versteht, darf sich gerne für einen Führungsposten bei der JLF bewerben (wenn's ihm hilft). Für das Bewerbungsgespräch muss sich der Kandidat insbesondere folgende Merkworte einprägen: Die JLeague Foundation basiert auf den standfesten Säulen von Integrität, Klugschiss und Joga Bonito.
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Grasl
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17:27
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Divrei Chassidim
Labels: die Juden und das Schweizerkreuz
Dienstag, 21. Juni 2011
Die Schattengesellschaft kriegt ab
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Gonzalez Tripolensis
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19:55
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Divrei Chassidim
Labels: anti-system, die Juden und das Schweizerkreuz, gute_besserung, mogg
Sonntag, 13. März 2011
Groningen, Jahr 1, Woche 1
Die einen werden es ja doch schon mitbekommen haben, die Gerüchte stimmen, ich habe nach langen und zähen Verhandlungen am Ende einem Transfer nach Groningen in Holland zugestimmt, die Selecao Simchesnaches und die JLeague Foundation für Recht und Verfassung dürfen sich über einen bäumigen Transferbatzen ausbezahlt in Naturalien freuen.
Holland? Was will man da? Schafe zählen? Das auch, und falls Herr Bloch-Erlanger mitliest, keine Angst, ich plane nicht ihr Käseimperium mit billigem Käse aus Holland zu torpedieren, auch wenn das eigentlich gar keine so dumme Idee wäre...
Nein, ich habe meine Seele sozusagen dem Teufel persönlich verkauft, mein Arbeitgeber plant nämlich in den nächsten knapp 3 Jahren ein neues Kohlekraftwerk in Holland. Greenpeace war übrigens letztes Jahr schon hier und hat mal die Baustelle besetzt. Weil, nicht nur ist ein Kohlekraftwerk ein CO2 Produzent 1. Klasse, nein, das Kraftwerk steht auch gleich neben einer Naturschutzzone, dem Wattenmeer. Wie ihr seht, mein Weg ins Gehenom ist schon vorgezeichnet.
Groningen ist nicht wirklich "the place to be", aber was ich bis jetzt gesehen habe stimmt mich doch positiv. Die Stadt wird durch ihre grosse Universität bestimmt, die RUG mit knapp 26500 Studenten. Das heisst, es hat viele Bars, günstiges Essen, viele junge Leute und ein nicht unwesentliches Nachtleben, eigentlich erstaunlich (danke Heinz G.) für eine Stadt von der Grösse Winterthurs. Und Fahrräder, viele Fahrräder, unglaublich, jeder hier fährt Fahrrad. Eine jüdische Gemeinde hat es auch, alle 2 Wochen findet ein Minjan statt, diese Woche habe ich es gleich mal verpasst.
Die Stadt hat eine Altstadt die durch zwei grosse Plätze dominiert wird, den Vismarkt und den Grote Markt, zwischen den beiden Plätzen befinden sich die meisten Läden und Boutiquen.

(Und wem es aufgefallen ist, ich habe ein neue Kamera mit Panoramafunktion!)
Wer sich an den Film "Bienvenue chez les ch'tis" erinnert, die Hauptperson des Film ist im Nebenamt Glöckner. Nun, so einen haben sie hier auch, auf dem Grote Markt steht die Martinikerk, wo gestern um 11:00 ein Einstündiges Glockenkonzert die Massen begeisterte. Wer also bei der Muezzindebatte ein Ja in die Urne legte, dem sei gesagt, das Gebimmel hier stellt jeden Muezzin in den Senkel.
Das wars fürs erste, es verabschiedet sich
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Lino
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13:18
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Divrei Chassidim
Labels: belgien, die Juden und das Schweizerkreuz, vacaciones
Sonntag, 21. November 2010
Neuer Film von David Vogel
David Vogel hat in München Filmwissenschaften studiert und hat bereits einen sehenswerten Dokumentarfilm über Zidane's Ursprünge in der Banlieue von Marseille gedreht (Yazids Brüder).
Trailer-Link
Spielzeiten:
Freitag, 26.11.2010 23:00
Samstag, 27.11.2010 23:00
Sonntag, 28.11.2010 12:00
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Gonzalez Tripolensis
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17:49
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Divrei Chassidim
Labels: die Juden und das Schweizerkreuz, Guete Typ, Kultuhr
Montag, 11. Oktober 2010
Zeit, am Schicksal zu rütteln
Mutmassliche Worte von Churban Matthias Brünzel vor der Schlacht zu Marignano
Es heisst auf jeden Fall wieder mal, aufwachen, es ist wieder EM-Zeit! Zusammenstehen, füreinander gehen, für die Mannschaft zu spielen! Die Jungs auf dem Fussballplatz, wir auf dem Platz des 16. Juni 2010, den wir noch so überbordend frohen Mutes dem Jubel und den Fans gewidmet hatten und den wir morgen wieder bis zum Bersten füllen werden. Um die Hoffnung aufrecht zu erhalten, für den Weltfrieden und natürlich auch für den dreifachen Flickflack.
Ich geh morgen übrigens wahrscheinlich "The American" schauen. Aber das hat ein überparteiliches Komitee unter Leitung der Berber-Rebellen in den Sand geschrieben.
Der Postscriptor meint, dass das Berbersche Revolutionskomitee angesichts der Brisanz der Ereignisse von heute Abend das akute Kluni-Ergötzungsbedürfnis zurückgestellt hat und sich heute Abend ebenfalls in die Landesfarben werfen und sich DJ des Nebelhorns profilieren wird.
Der Post-Postscriptor verweist im Sinne des Fehlens jeglichen Zusammenhangs und des Bedürfnisses, sich jeweils am Dienstag Morgen kulturell zu betätigen auf die Tagi-Splatterkinokritik von "Piranhas 3D" hin. Darin findet sich unter anderem auch die Aussage, Elisabeth Shue habe eine grossartige Zukunft hinter sich. Was eine Aussage, Respekt!
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Gonzalez Tripolensis
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22:17
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Divrei Chassidim
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Mittwoch, 15. September 2010
Die "reaktionären" Juden von Zürich
So werde von diesem Teil der ansässigen Bevölkerung die gesamte moderne Welt als bedrohlich und dekadent abgelehnt. Was natürlich Schwachsinn und falsch ist. Viele sehr orthopraxe Juden sind gelernte Informatiker, arbeiten sehr wohl mit modernen Medien und bewegen sich durch den Alltag, als sei ihnen das Bluetooth-Teil im Ohr verwachsen. Und die politische Reaktion bedeutet, dass man den Fortschritt ablehnt und sich gegen den gesellschaftlichen Fortschritt und gegen die Prinzipien der Französischen Revolution (liberté, égalité, fraternité) richtet. Dies von ultraorthodoxen Menschen zu behaupten und im selben Atemzug zu dokumentieren, dass diese sich eigentlich gar nicht für eine breite Öffnung interessieren (also nicht dagegen kämpfen, sondern es ist ihnen einfach egal, weil sie unter sich zumeist die Lösung für die allermeisten gesellschaftlichen Fragen finden), ist widersprüchlich. Man mag dieses Desinteresse kritisieren und die Existenzberechtigung einer Parallelgesellschaft in Frage stellen, aber daraus gleich eine reaktionäre Gegenbewegung zu machen, ist falsch.
Auch würde wohl eine überwiegende Mehrheit der Juden der Aussage, dass die jüdische Frau dem Mann untergeordnet ist, vehement widersprechen (siehe auch die Erklärung von Venutti, dass die jüdische Religion lediglich über die Mutter übertragen werde). In gewissen Angelegenheiten würden sich die Frauen wohl mehr Gewicht beim Ausdruck ihrer Anliegen wünschen. Dennoch finden Frauen heute auch in nicht-liberalen Gemeinden Einsitz in wichtigen Gremien und Präsidien und leisten so einen nicht zu vernachlässigenden Beitrag zur Entwicklung dieser Glaubensgemeinschaften (dass dies in ultraorthodoxen Kreisen anders sein mag, ist jedoch kaum von der Hand zu weisen, aber es gibt eben nicht nur den einen Fünftel und den einen Sechstel, sondern die breite Mehrheit dazwischen ist ebenfalls zu berücksichtigen).
Dass die im 2004 kreierte Begegnungsplattform "Plattform der liberalen Juden in der Schweiz" bereits massgeblichen Anteil am Erfolg der liberalen Gemeinden trägt, kann ich nicht beurteilen, ist jedoch zumindest stark in Frage zu stellen, sofern es nicht mit Zahlen belegbar ist.
Nun, gewisse Aussagen von Venutti lassen sich hingegen kaum von der Hand zu weisen, auch wenn sie vielleicht nicht genügend präzise sind. Es finden sich im religiösen Sektor ebenfalls privatfinanzierte Schulen und es findet nicht lediglich die Vermittlung von Lehrinhalten durch Privatunterricht statt (richtig ist jedoch wohl die Aussage, dass sich mit diesen Schulabschlüssen nur erschwert ein Lebenserwerb finden lässt und somit die Gefahr der Unterstützungsbedürftigkeit durch Institutionen des Gemeinwohls besteht).
Venutti hat sich in der journalistischen Landschaft der Schweiz insbesondere dadurch einen Namen geschaffen, dass er die Organisation und Missstände in der weitgehend der Öffentlichkeit verschlossenen Hooliganszene durchleuchtet und so einer breiteren Bevölkerung zugänglich gemacht hat. An den Hohen Feiertagen begegnete ich vor der Synagoge den fragenden Blicken und Stimmen der Nachbarsbevölkerung, welche nicht verstand, weshalb an einem stinknormalen Donnerstag eine grössere Gruppe Menschen in derart festlicher Kleidung mitten im Vormittag aus einem einzelnen Lokal strömen mögen. Laubhüttenfest? Händer wieder esonen Fiirtig? Wir verstehen, dass das Unbekannte und Unverständliche zu Fragen animieren kann und diese beantwortet gehören, soweit dies auch nur möglich ist. Daraus aber gleich eine reaktionäre und rückständische Bewegung zu konzipieren, entbehrt jedoch jeglicher Grundlage und Glaubwürdigkeit.
Ein möglicherweise gesünderer Ansatz für die Koexistenz kommt von Phenomden, welcher in seiner Ode an Wiedikon zu diesem Thema lediglich die 4 Worte singt: "Villi Lüt sind jüdisch." Nicht weniger, aber auch nicht mehr. Jeder zieht sein Ding durch und wo ein Austausch nicht zwingend gefragt ist, kann man ihn auch einfach sein lassen, ohne eine gesellschaftsfeindliche Tendenz daraus zu machen.
PS: Zum Bild im Artikel: Die Szene spielt offensichtlich an Purim, wie in der Legende auch dokumentiert. Vielleicht hätte man auch noch erklären können, was an Purim denn Brauch ist und dass diese Kinder verkleidet sind (unter uns gesagt ist dies aber auch nicht ganz so trivial zu erkennen, wenn die Satmarer sich als Gerer und umgekehrt verkleiden...)
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Gonzalez Tripolensis
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12:14
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Divrei Chassidim
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Dienstag, 20. Juli 2010
12 Anzeichen dafür, dass man mitten in einem Fasttag gelandet ist
1. Gewisse Leute sind schon sehr in Tisha Be’Av Stimmung , im Fall.
2. Andere Leute bewegen Ihre Kinot-Kopien freihändig.
3. Man hat schon um 10:30 Morgens mehr hunger als man es je um diese Zeit hatte.
4. Im Büro werden Gespräche mit direktem Blickkontakt vermieden. Findet trotzdem eines statt, schaut man erstaunlich oft nicht in Richtung Gesprächspartner oder hat die Hand vor dem Mund. Oder antwortet nickend mit „Mmm Hmm“.
5. Als Erklärung, dass man keinen Mittag macht, muss „Habe viel zu tun“ herhalten, da es einfacher ist, als den wahren Grund zu erläutern.
6. Man verflucht heimlich alle Leute, die aus Rom kommen.
7. Man beginnt sich heimlich zu fragen, ob Kali-Zom den wirklich wirkt und man nimmt sich vor, es beim nächsten Mal zu probieren.
9. Wie verrückt ist man am kämpfen, sich nicht an den eigenen Mundgeruch zu gewöhnen („ist ja eigentlich gar nicht so schlimm“). Denn für andere wird er nicht immer erträglicher.
10. Spätestens um 12:30 kommt das erste Mal folgender Gedanke auf: „In Afrika müssen die das tagelang machen und ich halte bereits einen einzigen Tag nur knapp aus. Man bin ich ein Weichei.“
11. Die Augenlider bleiben beim blinzeln doppelt so lange unten wie sonst.
12. Man steht im Migros/Coop an der Kasse und merkt, dass man statt einem Pack Pasta und einer Dose Tomaten folgendes gekauft hat: Chips, Schoggi-Weggli, diese Nüsschen, die man schon lange probieren wollte, Tropicana (heute muss ich ihn mir einfach gönnen), Chips, Popcorn, Schoggi, 3 Sandwiches (kommen schon irgendwie weg) und 4 exotische Joghurts. Nur die Pasta und die Dose Tomaten hat man vergessen...
In diesem Sinne Zom-kal
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el tigre numero uno_
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11:11
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Divrei Chassidim
Mittwoch, 16. Juni 2010
Zürich, 15:45: Der Siedepunkt ist erreicht, die Schweiz greift ins Turniergeschehen.
Eigentlich stellt sich gar nicht mehr die Frage nach dem Spielausgang, sondern mehr noch die Frage nach der Befindlichkeit dieser kranken Zuschauer. Wie sieht es in solch einem Fan vor dem Spiel aus, noch viel entscheidender stellt sich die Frage nach der Befindlichkeit eines solchen während den 24 Stunden vor dem Spiel? Yves Bourgignon, Aussendienstler von Chassidus Chübelsack hat nachgefragt.
Was war der letzte Gedanke gestern vor dem Einschlafen?
Keinohrhase: Bläst Mützel am nächsten Rosh Hashana in die Vuvuzela statt ins Schofar?
Majestix: Hakan?
Djibril ibn Tamtam: Hakan am Jubeln nach seinem Freistosstor
El Tigre: Wie werde ich es nur schaffen einzuschlaf..CHRRR
Hubertus: Ich hatte einen vollen Bauch, da ich im Schletzhunger- Anfall noch eine Teller Bolognese um 23.30 Uhr verschlungen habe. Was der letzte Gedanke war, kann ich aufgrund des Vorprogrammes des Schletzhungers nicht mehr so genau darstellen.
Linux: Über unseren Jubel beim 2:0 gegen Spanien durch Derdiyok auf Flanke von Hakan.
Gigiboy: Isch es möglich, dass mer innert 24 h us de Schwiz Nordkorea macht??? Gök Han In? Hak An Yan? Be Nag Li O ?
Wenn Du die Melodie zum Einlaufen selbst auswählen könntest, was würde heute um 16:00 durch das Stadion dröhnen?
Keinohrhase: Also Sprach Zarathustra
Djibril ibn Tamtam: The winner takes it all....damit die Jungs wissen sie muessen auf tutti gehen...
El Tigre: „The Rock“ Soundtrack
Hubertus: Seven Nation Army von den White Stripes. Diese Einheizung hat mir bereits an der Euro08 sehr gut gefallen.
Linux: Ain't talking about love von Van Halen
Gigiboy: The Final Countdown vo Europe, wemmer hüt gwünne simmer sowiso Europameister = FINALE
Welchen Fussballer aus der Vergangenheit der Nationalmannschaft wünschtest Du Dir für heute auf den Platz und warum?
Keinohrhase: Schorsch Brégy -> Seine Freistösse waren, sind und bleiben grossartig.
Djibril ibn Tamtam: Marc Hottiger.....der weiss wie man ein Siegestor gegen einen WM-Favoriten schiesst.
Hubertus: Ciriaco Sforza, ein Spielmacher und Stratege mit einer ordentlichen Portion Selbstvertrauen, Arroganz und wie anno 94 mit Torgefahr.
Linux: Chapuisat als Ersatz für Alex F.
Gigiboy: Georges!!! Freistoss - Goal - SIEG!!!
Welcher Helvetien-Gingger ist heute gegen die Spanier ganz besonders heiss?
Keinohrhase: Derdiyok
Djibril ibn Tamtam: HAKAN... denn er weiss, dass er ein Tor schiessen wird...und zwar ein Kampf-Tor...
El Tigre: Stephan Lichtsteiner
Majestix: Stephan Lichtsteiner
Hubertus: Stephan Lichtsteiner: Bereits im Spiel gegen Italien hat man sein Feuer erkannt und die vorgestrigen Interviews haben diesen Eindruck bekräftigt. Alex Frei natürlich auch.
Linux: Hakan, da er in der Startformation steht.
Gigiboy: De Lichtsteiner wott numme eins : Beibräche, so wieners gäg d'Italiener azeigt het, und natürlich au de HAKAN!!!
Eine naheliegende Möglichkeit: Heute auf Unentschieden spielen und dann auf das grosse Finale gegen Chile hoffen? Würdest Du unterschreiben?
Keinohrhase: Ja!
Djibril ibn Tamtam: Kein Meter....waere die falsche Einstellung und ein gewaltiger Unchill...an einer WM ist schliesslich alles moeglich....
El Tigre: Sofort! Aber ein aktives Unentschieden. Kein abwartendes.
Majestix: Absolut, sofort.
Hubertus: Sofort.
Linux: Ja, ein Unentschieden ist soviel Wert wie ein Sieg.
Gigiboy: Nebisch, aber worschinlich jo!
Weitere Kommentare?
Ja, H-A-K-A-N!!!
PS: Die Autorenschaft distanziert sich von der unprofessionellen Formatierung, welche alleine auf das Konto von Google geht, deren Editor sich der Tragweite dieses Tages nicht bewusst sein wollte...
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Gonzalez Tripolensis
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08:59
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Divrei Chassidim
Labels: churban brünzel, die Juden und das Schweizerkreuz, Nebbisch, Schöni Momänt, sport unterem davidstern
Donnerstag, 3. Juni 2010
J-Web-Design-Award 2010
(mha) Zirich - Zum ersten Mal wird in diesem Jahr der J-Web-Design-Award verliehen. Er zeichnet Organisatoren aus, deren Homepage durch besondere Kreativität aus der Menge von Websites herausstechen. In diesem Jahr geht der Preis an die Firma "Wonneberg AG". Der 1. Blick auf die Homepage enthüllt noch nichts grosses. Unspektakulärs Design und nur 3 Buttons: Home; Anmeldeformular; Unser Team. Die Website wirkt ein wenig "hauptsache wir schaffen auch auf Internet".
Doch Moment! Dieses Design kennen wir doch irgendwoher...
Richtig! Das ist doch... Doch urteilt lieber selbst. Das obere der folgenden Bilder ist die besagte Homepage. Und das untere Bild die Homepage einer anderen Organisation.
(Ein Klick auf ein Bild bringt Euch direkt zur entsprechenden Homepage. Besonders im Fall des diesjährigen Gewinners lohnt sich ein kurzer Besuch.)
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el tigre numero uno_
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16:35
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Divrei Chassidim
Labels: CC Daily Schmonzes, die Juden und das Schweizerkreuz
Donnerstag, 27. Mai 2010
Der allgegenwärtige Benibisi
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Warzenschnuffel
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13:44
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Divrei Chassidim
Labels: Anomalia, CC Daily Schmonzes, de tergo, die Juden und das Schweizerkreuz, Lokalgeschwafel, mogg
Montag, 10. Mai 2010
Daniel Vischer, Instrumentalisierungsopfer der Medien
Interessant auch die Tatsache, mit welchen Tatsachen Geri Müller konfrontiert wird, und welchen gegenüber er offensichtlich nicht aufmuckt, protestiert oder Sachlichkeit entgegenstellt. Beiden muss derweil jedoch klar gewesen sein, dass ein Interview in irgendeiner Art weiterverwendet bzw. publiziert wird. Wenn man dann auch noch in ein Megaphon reinproletiert, kann man kaum die Masche des unwissenden Opfer durchziehen.
PS: Ja, auch Chassidus Chübelsack wird natürlich direkt von der Bank Rothschild finanziert...
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Gonzalez Tripolensis
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11:38
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Divrei Chassidim
Labels: Anomalia, Deutsche Signale, die Juden und das Schweizerkreuz, gute_besserung
Dienstag, 9. März 2010
Exklusiv: Das erste Interview mit Gemeinderat Longo aus Z.
1'677 Stimmen, wir gratulieren. Wie, denkst Du, setzen sich Deine Stimmen zusammen? In welchem Programmpunkt hat sich Deine Werbekampagne besonders erfolgreich erwiesen?
Besten Dank vor allem auch denjenigen mutigen Wählern, die ihre ideologischen Überzeugungen zur Seite schoben und sich dazu überwinden konnten, mir ihre Stimme zu geben.
Die überwiegende Anzahl der Stimmen kommt wohl aus dem traditionellen SVP-Lager. Die weiteren Stimmen, und damit diejenigen die zum doch sehr guten Resultat beigetragen haben, kommen aus der Tschulentkonsumienrenden Ecke. Eine aktive Wahlkampagne habe ich nicht geführt, bin jedoch davon überzeugt, dass es zahlreichen Wählern nicht entgangen ist, was für ein Messirus Nefesch ich Schubbes für Schubbes beim Heringschneiden an den Tag lege . . .
Inwiefern glaubst Du, hat sich eine massgebliche jüdischen Enge-Wählerschaft dazu überzeugen lassen, für die SVP zu wählen, welche doch ziemlich plakativ gegen Randgruppen und insbesondere Ausländer politisiert?
"Gegen Randgruppen und insbesondere Ausländer politisiert"--> von dieser Aussage distanziere ich mich und bestreite ihre Richtigkeit. Die SVP spricht, zusammen mit anderen Themen, die Problematik der überdurchschnittlich hohen Anzahl der kriminellen Ausländer an, alles andere sind haltlose Unterstellungen.
Ist es nicht so, dass die SVP auch gegen die Überfremdung politisiert, nicht zuletzt durch die Thematisierung eines deutschen Filzes an den Zürcher Hochschulen und einer diesbezüglichen Überfremdung?
Korrekt, diese Frage ist erlaubt, ich bin auch mit der Anti-Deutschenkampagne in dieser Form nicht einverstanden (habe dies auch immer gesagt).
Vielleicht sind einige Mitglieder halt einfach weniger verbissen, und rennen nicht sofort in den Luftschutzkeller wenn sie das Wort SVP hören. Sie diskutieren und informieren sich, bilden dann sorgfältig ihre Meinung. Ausserdem können sie vielleicht zwischen der Partei als solchen und mir als Kandidat eine Unterscheidung treffen.
Könntest Du die Frage noch beantworten? Woraus entsteht Deiner Meinung nach das Bedürfnis im Judentum Zürichs, sich mit Initiativen gegen Überfremdung, gegen eine plurireligiöse Gesellschaft (mit Bezug zur Minarett-Initiative) zu identifizieren, welche Partei derart plakativ mit Symbolen, Karikaturen und überzeichneten Kampagnen politisiert?
Teile der Mitgliederschaft können sehr wohl, wie gesagt, zwischen Partei und Kandidat unterscheiden. Es gibt sicher auch solche, die auch sonst SVP wählen würden. Auch nichtjüdische Freunde hätten mich trotz anderer Auffassungen gewählt. . . Die Freundschaft zählte mehr wie Deine aufgeworfenen Überlegungen. So lange man in einer demokratisch-aktzeptierten Partei politisiert, hätte ich warscheinlich für die Grünen, SP, FDP, CVP, GLP ins Rennen steigen und Stimmen kassieren können.
Überfremdung, gegen eine plurireligiöse Gesellschaft (...) da stimme ich mit Dir einfach nicht überein. Siehe die Minarettdiskussion im Blog. Es geht niemandem bei uns um die Fremdenfeindlichkeit oder sonst was in diese Richtung. Du kennst uns doch alle. Wie viele sind mit Ausländern verheiratet oder arbeiten in internationalen Unternehmen? Ausserdem sind wir praktizierende Jidden und keine Ausländerhasser. Es ist lächerlich so zu behaupten. Ich mache weniger rassitische Witze wie zahlreiche Mitglieder in Wollishofen. Einmal hatte ein SVP Politiker sich in diese Richtung in einer Publikation geäussert, worauf ich mich dagegen gewehrt hatte. Auch wurde er von dem Parteikader in die Schranken gewiesen.
Als Beweis, hätte ich mich für die Schweizer Demokraten (m.E. eine linke Partei) aufstellen lassen, hätte ich keine jüdische Stimme kassiert. Das ist zweifellos eine fremdenfeindliche Partei. Man darf sich von dem fundamentalitischen Islam in Europa fürchten ohne als Ausländerfeindlich gelten zu müssen.
Die "Ausländerhasser"-Aussagen sind von Dir ins Spiel gebracht worden. So etwas behauptet niemand. Es wird nur in Frage gestellt, wie man sich eben als plurinationale Gesellschaft eben mit ausländerfeindlichen Thematiken, welche eben von der zu wählenden Partrei aufgegriffen werden (und dies wohlbemerkt bei Weitem nicht nur in der sogenannten "deutschen Uni-Filz"-Diskussion), umgehen kann.
Ob die SD eine linke Partei ist, werden wir gerne zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufgreifen. Wenn weniger die Partei und mehr der Kandidat im Vordergrund steht, wieso hast Du Dich dann nicht für eine andere Partei wie die FDP auf die Liste setzen lassen, welche die von Dir im Wahlkampf portierten Anliegen (Zitat: niedrigere Steuern, Gebühren und Abgaben, Senkung der Steuern) sich ebenso prägnant einsetzt (siehe http://www.fdp-zhstadt.ch/seite.php?page=26)?
Was mich von der FDP unterscheidet? Von der "alten" Zürcher FDP im Stil von Filippo Leutenegger nicht sehr viel. Die heutige FDP, insbesondere die zürcher Version, ist mir in Gesellschaftspolitischen Fragen zu sehr links und biedert sich Sozialisten in zahlreichen anderen Themen zu sehr an. Auch Israel ist ein Thema.
Die SVP ist primär eine wertkonservative Wirtschaftspartei (teilweise ähnlich wie die Republikaner in den USA). Ich lege nicht für alle Mitglieder meine Hand ins Feuer, würder dies aber bei keiner anderen PArtei tun.
Diese Aussage, die SVP sei eine wertkonservative Wirtschaftspartei, ist zumindest sehr fragwürdig, im Wahlkampf agiert sie jeweils sehr weit davon entfernt und sehr nahe bei der populistischen Ecke.
Wie muss man sich den Wettstreit der SVP gegen die Linken und Naiven im Stadtparlament vorstellen? Was hat diesbezüglich die Wahlrunde 2010 besonders gezeitigt?
Eine interessante Frage, die sich so noch nicht beantworten lässt. Es scheint, als ob man den linken, naiven und netten gerne Exekutivaufgaben zumutet, im Parlament jedoch eine knappe bürgerliche Mehrheit bevorzugt.
Ist zu befürchten, dass aufgrund dieser Wahl dieses Jahr die ominösen Pessach-Chumres besonders chumredig ausfallen werden?
Auf jeden Fall. Alle Mitglieder des vereinigten Mazzehmovment (VMM) sollten sich besonders warm anziehen. Die Hardliner wollen sich dieses Jahr gemäss anonymen Quellen mit noch nie dagewesenen Chumres profilieren. So heisst es in einem noch nicht publizierten Antrag, dass es verboten ist, al Dente auf SF1 zu schauen; das gleiche könnte auch für den Kassensturz gelten, wenn Lebensmittel unter die Lupe genommen werden (Ausnahme Manischewitzprodukte). Des Weiteren wird dieses Jahr empfohlen, während den Feiertagen stets eine Schweinegrippemaske zu tragen, um dem Tessinerbrotfeinstaub entgegenzuwirken (im Koschercity und im Hiltl auf Anfrage erhältlich).
Wir sind in dem Fall froh, dass die Chumres-Grippe noch nicht auf Hiltl-Besuche übergeschwappt ist, was ja aber noch werden kann. Gibt es eigentlich einen Zusammenhang zwischen Deiner Wahl und 09/11 (ausgeloste Zuschauerfrage)?
Es scheint mittlerweile doch kein Geheimnis mehr zu sein, dass der neugewählte GR stolzer träger des orangen Karategürtels (habsuizikokikikoizumiozara)ist. Nach den fatalen 9/11 Ereignissen ist die Gesellschaft sicher noch mehr auf die persönliche Sicherheit sensibilisiert und hat deshalb zu ihrer Verteidigung einen ausgewiesenen Kampfsportler ins städtische Parlament gewählt.
Wirst Du Dich im Zuge der Querelen um den bereits baufälligen Letzigrund für das Stadionprojekt auf dem Saffainseli einsetzen?
Auf jeden Fall. Möglich ist auch ein Ausbau des „Roten-Platzes“ bei Gymn. Freudenberg. Nicht zuletzt Gemeinderabbiner L. würde dieses Projekt unterstützen, da er sich dann trotz TV-freienwohnung vom Balkon aus als waschechter Fissbullfan präsentieren kann.
Wo die Qualität derzeit auch nicht viel tiefer ist als derzeit im Letzigrund. Als guter Zürcher Kurvengänger ist Dir aufgefallen, dass jetzt im Letzigrund Minarette stehen. Wie geht das mit Deiner politischen Überzeugung einher? Wirst Du diesbezüglich erste Vorstösse im Zürcher Gemeinderat einbringen?
Nach zahlreichen schlaflosen Nächten, und der Befürchtung dass bald noch ein Muezzin als Stadionsprecher eingesetzt wird, habe ich mich entschieden einen Vorstoss zu lancieren, der künftige Spiele nur noch auf der Klopstockwiese austragen lässt.
Wir würden gerne aufgrund Deiner Einflussnahme im Parlament im Letzigrund, das ja der Stadt gehört, künftig koschere Hotdogs konsumieren können. Wie stehen die Chancen hierzu?
Erste Verhandlungen mit den Stadionbetreibern haben bereits unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattgefunden. Mit den Hot Dogs wird es schwierig, da der Konsum von Gammelfleisch auf dem Stadiongelände strikte untersagt ist. Im Sinne eines Kompromisses wird aber eventuell Tschulent in einer Gulaschschleuder (CC Reporter, wollte Euren Artikel dazu verlinken…) serviert. Natürlich habe ich stets ein offenes Ohr für weitere Vorschläge.
Ein anderer Punkt auf Deiner (anderen) Agenda war Gerüchten zufolge die Thematisierung eines umfassenden Eruvs zwischen Albisgüetli und Herrliberg. Wie weit sind wir hier?
Beim nächsten Buurezmorge ist dieses Thema weit oben auf der Traktandenliste anzutreffen. Dazu wird der Vorsteher des Hochbaudepartments sowie ein prominenter Vertreter des Wächterrats Stellung nehmen.
Wird in Zukunft auch das renovierte Gemeindehaus der IRGZ als Wahllokal dienen oder weiterhin das umstrittene Internet?
Wenn man den Asbest mal losgeworden ist, wird dort ein modernes Wahllokal entstehen. Zurzeit wird ein Konzept erstellt, damit die Wähler einfacher die Wahlurnen von den Zdokkohbüchsen unterscheiden können. Die Chevras Noschim wird am Wahlsonntag jeweils Kaffi und Chueche servieren. Die jüngsten Hochrechnungen wird Paddy K. auf jiddisch kommentieren.
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Gonzalez Tripolensis
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12:08
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Divrei Chassidim
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Sonntag, 12. Juli 2009
Der Rigi hat uns gehabt
+ Herr Weisser Hase um 09:00 in der Beiz unterwegs
+ Grillade von ganz grossen Eltern.
+ Erstklass-Hinfahrt
+ Erkleckliche Einführung in die Schwingkünste durch lokale Conaisseure
+ Der Brienzer: immer wieder schön im Anschauungsunterricht
+ Wanderleistung erster Güte: 1100 Höhenmeter in netto 3h Zottlerei
- Ketchup-Attacken missgünstiger Konkurrenten
- bäurischer (Mund-)Schiss
- Jodeln ist was für Eunuchen
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Gonzalez Tripolensis
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20:33
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Divrei Chassidim
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Sonntag, 19. April 2009
Durban II-Konferenz in Genf
Schon gestern sind hier über 700 Durban II-Sympathisanten in der Calvin-Stadt, einer historischen Stätte der Aufklärung, gegen Rassismus und für die Durban II-Veranstaltung auf die Strasse gegangen und friedlich durch die Strassen gezogen. Heute morgen war in den Zeitungen nach den verschiedenen Verlautbarungen der vergangenen Tage und Wochen dann zu lesen, dass sowohl Israel wie der SIG sich erneut und teils vehement gegen ein Treffen unseres Bundesrats Hans-Rudolf Merz mit dem Stargast der Durban II-Veranstaltung, dem Oberpazifisten und der Toleranz-Fahne aus dem Iran, Mahmud Ahmedinejad, ausgesprochen hätten und dem Schweizer Souverän einen Verzicht auf ebensolches Treffen "nahegelegt" hätten. Herbert Winter, Präsident des SIG, hat dann intelligenterweise ausgesagt, wenn ein solches Treffen schon nicht mehr zu vermeiden sei, dann solle doch wenigstens auf heikle Thematiken der iranischen Politik angesprochen werden. Auch der Tages-Anzeiger liess in seiner Online-Berichterstattung dieses Faktum nicht aus und publizierte zu besagten Thema gleich eine Kommentar-Serie mit 400 Zeichen-Leserbriefchen, wo sich eine (hoffentlich nicht) aussagekräftig verlesene und sich vorwiegend populistisch äussernde Schweizer Leserschaft zum Thema äussern durfte (Tagi-Link). Entweder hat der Tagi ziemlich verschrobene Kriterien zur Auswahl solcher Tollwiesen für Buchstaben-Schiesswütige oder ich verharmlose das schreibbezogene Gewalts- und Frustrationspotential unserer werten Mitbürgerinnen und Mitbürger. Ein Blick ist das Ganze allemal wert. Gegendarstellung durch den Schreibenden (sofern auf 400 Zeichen möglich) wurde natürlich wegzensiert. Bravo.
Bravo auch unseren lieben Schweizern, welche Ahmedinejad immer noch als legitimer Volksvertreter und Verhandlungspartner betrachten, während die halbe Welt aufgrund dessen Wahnsinns und mittelfristig zu erwartenden nuklearen Aktionsmöglichkeiten mehr offen wie verschlossen über Gegenmassnahmen berät. Wohlbemerkt: Inzwischen nimmt es auch Ägypten (ähnlich auch Saudi Arabien) nicht mehr hin, dass in der Sinai-Wüste die bekanntlich proiranischen (und iranisch finanzierten) Hisbollah-Milizen Aktionen und Trainingslager durchführen und geht nun rigide gegen diese vor (siehe hier und hier). Ausserdem ist auch die in den Kommentaren vielfach angeführte Argumentation interessant, dass sich die "Israeliten" in der Schweiz doch nicht in obrigkeitliche Dinge einzumischen habe, das gehe sie doch nicht an. Auch das ist durchaus ein sehr interessanter demokratischer Ansatz in einem plurikulturellen Land, wo die Meinungsfreiheit angeblich so hoch gehalten wird. Minderheiten haben eben doch zu schweigen.
In der Zwischenzeit mehren sich die Befürchtungen bezüglich der morgen Abend stattfindenden Jom Hashoah (Holocaust-Gedenktag)-Begehung, welche sinnigerweise auf dem Platz vor der UNO stattfinden soll - und dies am Tag, wo der Auftritt besagten Toleranz-Vorzeigemodells aus der Wüste an der Durban II-Konferenz vorgesehen ist.
Derweil wurden verschiedene Dokumente und das Schlussfazit der Tagung angepasst und beispielsweise Israel aus dem Pranger genommen. Neben Israel und Kanada haben derweil aber auch die USA, Australien und die Niederlande ihre Teilnahme abgesagt. Es kristallisiert sich auch der Vorsitz der Konferenz gegen Rassismus und der Aufarbeitung der Erstveranstaltung von Durban im 2001 heraus. Vorsitz nimmt ein Libyer, welcher von einer Kubanerin assistiert wird. Weitere Kommentare ergeben sich von selbst. Ahmedinejad seinerseits liess es sich vor seinem Abflug aus Teheran nicht nehmen, weitere Hiebe gegen Israel auszuteilen und liess sich folgendermassen zitieren: «Die zionistische Ideologie und das zionistische Regime sind die Fahnenträger des Rassismus» (unten im Artikel).
Abends dann kamen in der Schweiz verschiedene Wortmeldungen zum Zug (u.a. v. Gutzwiller im Tagi), worin plötzlich der Standpunkt aufgebracht wurde (interessanterweise aber nicht früher), dass die Schweiz aufgrund des Schutzmachtmandats die Interessen der USA im Iran vertrete und aufgrund dessen verschiedene ungelöste diplomatische Fälle zu besprechen gewesen seien, u.a. das Schicksal der iranisch-amerikanischen Journalistin Roxana Saberi (Focus-Artikel) welche kürzlich im Iran zu 8 Jahren Haft verurteilt worden ist. Warum dies im Rahmen von Durban II geschehen muss, ist dennoch nicht von ungefähr. Ob die von Gutzwiller aufgebrachten und im Merz-Ahmedinejad dringend anzusprechenden Thematiken tatsächlich besprochen wurden, wurde überraschenderweise noch nicht publik.
Viel eher drang durch, dass Prof. Dr. Alan Dershowitz , einer der profiliertesten amerikanischen Professoren und Anwälte, sich im Hotel Intercontinental aufhielt, als der Tross um Ahmedinejad ankam und Dershowitz vor Kameras von der iranischen Entourage und Polizei entfernt wurde, weil er da gemäss den einen Quellen ein Statement abgeben wollte, gemäss anderen "den iranischen Präsidenten zu einer richtigen Debatte über den Holocaust, das Verhältnis zu Israel und das Verhältnis mit der Obama-Regierung herausfordern" wollte. Was ein Skandal. Da brüstet man sich mit Demokratie und Antirassismus, während gleichzeitig die freie Meinungsäusserung gegenüber einem ausgewiesenem Populisten und einer der gefährlichsten Personen der Gegenwart mit den Füssen getreten wird. Genau hier hätte die Schweiz ein Zeichen setzen können und hat stattdessen nichts gemacht, als den Eindruck von Ambiguität und Zwiespältigkeit zu verstärken. Man kann nicht einerseits anprangern, dass die "Politik der leeren Stühle" ein falscher Ansatz sei und andererseits dann die freie Meinungsäusserung durch Elite-Akademiker verunmöglichen, lediglich um einen ausländischen und höchst kontroversen Staatsträger nicht zu desavouieren, weil man meint, es sei schon getan, wenn man einen Bundesrat hinstellt, der Steinigungen kritisiert.
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Gonzalez Tripolensis
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23:05
1 Divrei Chassidim
Dienstag, 31. März 2009
Chumres-Intermezzo
Da wir immer noch auf der Suche nach der ultimativen Pessach-Chumre sind, verdingen wir die Zeit zwischendurch mit etwas weniger dramatischen kulturellen Intermezzi. Sedölüeg!
Und dann kann mich bitte noch jemand darüber aufklären. Es sieht absolut interessant aus, was das Ganze mit Pessach zu tun hat, weiss ich aber noch nicht:
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Gonzalez Tripolensis
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23:52
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Divrei Chassidim
Labels: anti-system, die Juden und das Schweizerkreuz, Schöni Momänt, Youtube
Freitag, 24. Oktober 2008
Top Ten der Jontef-Herbstmanöver-Nervtöter 2008
Wir erklären das Herbstmanöver nun tatsächlich und hochoffiziell für beendet (obschon in uns allen noch der Böög brennt). Fertig mit der allzweitäglichen Nachmittags-Schlafanödung mit anschliessend obligatem Schlafentzug bis 02:00 morgens und entsprechender Hundsmiserabilität am Folgemorgen. Fertig mit Masslosigkeit und Völlerei. Fertig mit den Schüttelspasmen wedligen Stängelgemüses und lottriger Strauchblätter, fertig und basta. Neunzig Minuten durchgekämpft, Verlängerung entspräche dem Spielverlauf in keinster Weise. Zur Feier des Tages seien spontan die würgendsten Nervtöter des Moments und Augenblicks in einer klassischen Top Ten-Anordnung aufgezählt. Was man nicht runterzählen kann, gilt ja schliesslich auch nicht.
Demnach:
PPS: Man gratuliert sogleich ein zweites Mal. Urobinho und Gonzebio (Version Samba und nicht Portugues) haben heute wieder mal den Jackpot geknackt. Erst mal funzt gar nichts, die PS2 streikt und will erst nach Betätigung des Menus auf russisch aufleben. Dafür dann erst mal ein dickes torloses Unentschieden gegen Bahrain, gefolgt von Siegen gegen Israel und die Niederlande. Inzwischen hat sich da ein Duett mit Flanken und wuchtigen Kopfschmetterern in nahe und entfernte Torwinkel etabliert, dass es schon fast in den Augen zu glänzen beginnt. Finalrunde dann klaren Siegen gegen Angstgegner Wales, einer 70-minütigen Aufholjagd gegen Liechtenstein inkl. Verlängerung, dann ein weiterer Fudigegner, der gerade entfällt und dann das Grande Finale gegen Argentinien. Führung, dann Kopfballausgleich durch Pinkt-Saviola, dann Traumkombi zum 2:1, Ausbau der Führung, Anschlusstreffer zum Heimzittern und dann die grandiose Pokalübergabe mit Konfetti, alles und Filscharf. So macht der Donnerstag Spass. Simchesnaches den Gladiatoren, welche so in Würde und mit Plakette die Ära PES 2008 beenden durften - das Folgeprodukt wartet bereits in der Sihlpost auf die Auslieferung.
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Gonzalez Tripolensis
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01:00
1 Divrei Chassidim
Labels: 13.05., 24.05., AGL, blutgrätsche, die Juden und das Schweizerkreuz, Gid Hanashe, Inyanei de Yuma, simchesnaches, tribute
Sonntag, 18. Mai 2008
08:25, und suscht gaht's?
Im Zeichen dieses schon naheweisen Revival des kollektiven Argsinn zu Lasten der Gesellschaft in diesem anarchistisch-nihilistischen Forum des CC-Blogs wolle man doch bitte dafür sorgen, dass der schweizerisch-jüdische Sportsinn um dessen explosionsartige Verbreiterungspläne ihre Schwarte abbekommen.
Da schreibt man also eine Heerschaft von Aktiven, Passiven, Gönner, verkappte Spanner und sonstige Sportsabberer an und kündigt die Neugeburt des judäischen Athletismus Helvetiens an. So weit so gut. Gleichzeitig lässt man sich deren Unterstützung gleich mit Fr. 825.-- zu Buche schlagen, im Rahmen eines symbolischen Beitrags zu einem Galadinner. (Am Ende hat es dann ganz inoffiziell und nachträglich geheissen, man sei gar nicht Hauptziel dieses Anschreibens gewesen, sondern ledigliche glücklicher Mitwisser)
Was bisher aber völlig im Verborgenen blieb, war die eigentliche Mitteilung des Sinns dieses neuen Körpers. Für wen? Was? In welchem Zusammenhang? Und wohin gehen wir? Und vor allem: Warum?
Gleichzeitig organisiert ein Teil derselben Trägerschaft auch noch gleich ein Grümpelturnier. Für einmal und dank der EM wird dieses Turnier auf der Allmend (Hakoah: Eure Spieler wollen impfall unbedingt dorthinziehen!) in Zürich ausgetragen (eigentlich wär Basel dran, aber die haben die kleinere EM). Geladen wurden Futboleiros aller Herren Länder und Regionen. Grosses Rahmenprogramm, Infrastruktur wie im Disneyland, hemmend hohe Preise und tausend Fragen, wofür die Menschheit eigentlich so einen galaktischen Rummel braucht? Will man wirklich zusammen so tun, als sei man eine richtige Fanmeile? Sind wir am Ende nicht in der kleinen Schweiz, wo alle schon nur darauf gewartet haben, einmal eine eigentliche Fanmeile zu haben? Und wieder: Warum?
Wohlverstanden: Ich unterstütze schon nur den Gedanken sehr, einmal die Initiative zu ergriffen haben und etwas Positives zu bewirken. Man nimmt die Riemen in die Hand und und reisst mal etwas rum. Etwas gegen den schweizerisch-jüdischen Deaktionismus. Die Relationen mögen in diesem Fall vielleicht etwas ins Rütteln gekommen sein, man mag sich denken, was soll ich da, eigentlich will ich doch unters Volk, wenn's einmal eine 3wöchige Streetparade für Fussballverrückte gibt. Mag man. Vielleicht aber auch nicht.
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Warzenschnuffel
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22:26
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Divrei Chassidim
Labels: 13.05., AGL, die Juden und das Schweizerkreuz, Lokalgeschwafel, Missing Lutz
