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Donnerstag, 17. März 2011

Die Selecao auf dem Vormarsch

Wie mir berichtet wurde, findet die Selecao wieder zu alter Grösse und Stärke zurück. Gestern konnten in einem zähen und umkämpften Spiel die Haschochtim geschlagen werden, wobei zu bemerken ist das es nach dem Spiel noch zu dein einen oder anderen Mätzchen zwischen Fans und Spielern gekommen ist. Die JLeague Foundation für Recht und Verfassung, die Religionswächter des Hallenfussballs, haben sich der Sache schon angenommen.
Nach dem Spiel hat sich Schnuffel G., verdienter Spieler der Selecao und erklärter Hüter der Sprache, zu einem Interview bereit erklärt.

Ein grossartiger Sieg gegen einen der Aufsteiger dieser Saison, trotz oder wegen dem neuen Torhüter?

Der Sieg geht absolut in Ordnung. Der neue und alte Torhüter ist mit der neuen Situation und dem Erwartungshaltung der zahlreichen gegnerischen (Onkel-)Fans gut zurecht gekommen. Zwei, drei Unsicherheiten auf Weitschüsse aufgrund deiner weitaus nicht erholten Schulterluxation, grundsätzlich weiter rechts auf der Torlinie postiert, um Hechteinlagen auf die rekonvaleszente Schulter zu vermeiden. Zwei gute Reflexe auf weitwinklige Flachschüsse. Ein Ei muss er aber auf sich nehmen, wenn auch drei erhalten Tore gegen einen nominell starken Gegner eigentlich ein gutes Zeugnis ausstellen.

Was hat der Gegner falsch gemacht? Was ihr richtig?
Wir waren vor allem am Anfang und kurz nach der Pause aufgrund von wichtigen Mannschaftsumstellungen und der Rückkehr des Shiris etwas undisponiert. Was wir im Gegensatz zu letzten Auftritten gut gemacht haben, war, nach erlangter Führung den Ball zu zirkulieren, den Gegner zur Initiative zu zwingen. Dies ist sehr gut gelungen. Dem Gegner fehlten insbesondere die Einfälle und er war sehr stark auf zwei Einzelakteure angewiesen, von welchen sich einer kurz nach Beginn auch noch an der Schulter verletzte (das Spiel nach kurzem Unterbruch aber wieder aufnehmen konnte)

Die Selecao scheint sich nach der letzten "Seuchensaison" wieder gefangen zu haben, was wurde geändert?

Schwierig zu sagen. Vielfach fehlte uns in der letzten Saison das Wettkampfglück, der Torhüter verbreitete auch oft eine Ranzige Socken-Stimmung, was unsere Kreativität eindeutig hemmte. Zusätzlich hilft uns wohl auch, dass wir alle wieder einmal ein Jahr jünger geworden sind und uns auf unsere immensen technischen Fähigkeiten verlassen können.

Konnten die internen Probleme gelöst werden? Gerüchteweise soll einer der Verletzten eine Intrige gegen den Stammtorhüter gestartet haben?

Keine Ahnung, wovon Du sprichst. Der Exilant hat eh nichts mehr zu melden. Wir wollten ja alle nicht, dass er nur wegen uns ins Ausland fährt, wir nehmen das Resultat aber so, wie's das Schicksal uns beschieden hat. Er hat es ja provoziert. Ein Teil der Mannschaft wollte seinem Jersey in der Kabine nach dem Spiel noch einen gespritzten Weissen köpfen, wir fanden das dann aber doch zu viel des Guten.

Hat die Schulter noch Probleme bereitet?

Die Explosivität bei Reaktionen leidet noch und einige Bewegungen waren nicht natürlich. Ob ich in den kommenden Wochen auch ins Tor stehen werde, bleibt abzuwarten. Sicher ist, dass dieser Schritt deutlich einfacher ist, als sich als Feldspieler wieder aufs Feld zu wagen. Die Unfallgefahr ist auf harter Unterlage beträchtlich.

Du wurdest ja nach mässigen Leistungen zum Ersatz des Ersatztorhüters degradiert, wie gehst du mit dieser Situation um?

Das ist eine sehr subjektive Darlegung der Historie. Prinzipiell habe ich selbst den Antrag gestellt, dass wir auf den Spielermarkt zurückkehren und einen neuen Stammtorhüter verpflichten. Weil es mich oft zu stark reizt, aufs Spielfeld zurückzukehren. Je nach Spielweise ist es auch in der Halle trotz verkürzter Distanzen für den Torhüter schwierig, beim Spielaufbau kreativ mitzuwirken, was vielfach zu schweren Depressionen, Einsamkeit, Cholera und Magenverstimmungen führt. Ich habe auch die Verhandlungsgespräche geführt, wie damals auch schon, als wir den Interviewenden verpflichtet hatten. Von Degradierung kann keine Rede sein.

Hast du wieder den Ansporn die Nummer 1 zu werden?

Nr. 1 zu sein, ist ein Anspruch, den jeder Spitzenathlet an sich stellt. Auf dem Spielfeld, im Tor, zuhause, im Büro, überall. Um auf Deine provokative und spezifische Frage bezüglich Torhüterambitionen zurückzukommen: Eindeutig nein. Vielleicht mit fortschreitendem Alter und mangelnder Fitness mittelfristig schon. Und dazwischen immer gerne, wenn ich wieder mal von der Mittellinie eine ins Kreuz semmeln darf.

Wo sind Pluz und Churban Brünzel?

Pluz sitzt am Flughafen, weil er sich schon auf uns freut. Churban Brünzel wurde zum 18-jährigen Verschwinden von Bruno Manser wieder mal zu einer Inspektion im Untergehölz von Sumatra geschickt. Erste Rückmeldungen enthielten Spuren von Röstistücken in gefundener Fäkanik von als Schauspielern getarnten Panthern. Es sieht also nicht gut aus. Aber wir geben nicht auf. Geplant ist sodann auf dem Rückweg in die traute Heimat ein Zwischenstopp auf dem asiatischen Festland zur Feststellung der Befindlichkeit der dritten Person bzw. gespaltenen Identität.

Man bedankt sich für das äusserst freundliche Gespräch.

Dienstag, 5. Oktober 2010

Impressionen aus dem Heiligen Land

Lo rozim - lo zarich (Wenn Ihr nicht wollt, dann halt eben nicht)
mit Konterfei von Theodor Herzl

Man hat die Feiertage für einmal im Lande Kanaan verbracht, diesem schmucken und seit 613 Jahren hippen Stück Land zwischen Europa und Afrika, Wahnsinn und Heiligkeit, Sodom und Gomorrah und schliesslich eingeklemmt zwischen zwei wunderbaren Burgerbrot-Hälften. Dazu aber mehr später.
Dass die gewöhnlich Sterblichen am Nabel der Welt sich nach über 60 Jahren der Unabhängigkeit immer noch mit dem Traum des Überlebens, einer politischen Einigung und dem Traum einer "relativen" Normalität auseinandersetzen (siehe Bild oben), ist wohl verständlich. Inzwischen wächst Israel und dessen Zentrum entlang dem dünnen Küstenstreifen am Mittelmeer und platzt aus allen Nähten. Neugegründete Familien und frisch verheiratete suchen verzweifelt nach dem physischen Basecamp ihrer neuen Einheit. Die Preise von Mietwohnungen haben jedoch bei der stetig steigenden Anzahl von ausländischen Zweitwohnungsinhabern und -suchenden bereits europäisches Niveau erreicht, während die Löhne immer noch ca. bei 30-50% der Einkünfte in der Schweiz liegen. Die Alternativen sind also entweder ein verrottetes Loch in einem schlechten Quartier der Stadt, entlang einer Autobahn-ähnlichen 6-spurigen Strasse oder alternativ die Flucht aufs "Land". Das wären Retortendörfer und -siedlungen, welche ziemlich schmuck aussehen, in Dörfern, von welchen man heute keine Ahnung hat, wie sie übermorgen aussehen (durative Wachstumsquoten von mehreren hundert Prozent) und der zusätzlichen Schwierigkeit, dass Bauwesen in Israel so etwas von unreguliert und anachronistisch ist, dass es am ehesten umschrieben werden kann mit "Jeder-macht-was-er-will", Hauptsache, er kriegt auf irgendeine Weise eine Bewilligung für sein Bauvorhaben. Sitzt man wieder in Tel Aviv in einem der turmhohen Hotelgebäude am Meer und schaut auf die Stadt rein, ergibt sich ein Bild des Grauens: Überall, wo aufgrund von Meerexponierung, natürlicher Erosion, Feuchtigkeit und womöglich auch suboptimaler Bausubstanz ein Gebäude abgerissen wird, wird an dessen Stelle ein Klotz mit mindestens 15 Stöcken aufgestellt. Entweder hat dieses die Ästhetik der Plattenbauten in der DDR (moderne Version, also wohl eher wie am Max Bill-Platz in Oerlikon) mit Pro forma-Balkonen und viel massivem Gebälk. Oder man entschliesst sich, etwas Postmodernes hinzustellen und verdeckt das ganze mit geraden oder abgerundeten, spiegelnden und höchst unpersönlichen Fensterfassaden: insgesamt direkte Nachfahren der Asrieli-Türme. Wohlverstanden ist nichts gegen eine Skyline einzuwenden, sofern sie geografisch eingegrenzt und städteplanerisch durchdacht ist, was im postmodernen, anachronistischen Tel Aviv sicherlich nicht der Fall ist. Kurzum: Tel Aviv sieht aus wie work in progress: Es rumort an allen Ecken, überall wird gebaut, was es auch nun hinhält. Umweltschutz ist ein Fremdwort (auch wenn man langsam lernt, wie man es wenigstens schreibt) und die Stadt an sich ist mit Hundekot übersät. Was an sich ziemlich erstaunlich ist. Man sieht kaum Hunde, ausser diesen Arsim-Bulldogg-Beissmaschinen und dennoch schafft es kein Trottoir ohne diesen Kotschmieren, die mit der feuchten Hitze auch noch verschmiert werden und stinken wie kaum ein Kläffer dies tut (ja, in Zürich kann man im Winter mit Hundekot Dart spielen, sofern man dann mal einen findet). Auf dem Land hingegen baut man schmucke Häuschen mit 1-2 Stöcken, zumeist als Eigentum ausgestattet. Sie sehen alle von aussen aus, als seien sie aus Stein gebaut,. Wenn man den Grundriss aber betrachtet, besteht oftmals die Grundstruktur aus Holz und darüber klebt dann eine Platte, welche das ganze als Steinbau aussehen lässt (nach dem Vorbild der IKEA-Holzoberflächen, die eigentlich aus überklebtem Kunststoff bestehen). Man wohnt so ein bisschen weiter weg vom Zentrum, ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln so gut wie gar nicht mehr erreichbar, sitzt am Morgen regelmässig halbe Ewigkeiten im Stau, aber immerhin, man kann sich etwas erträglicheres Wohnen leisten.

Aber Tel Aviv ist auf seine Art auch ein verrückt geiles Pflaster. Das Wort Flanieren entstammt nach CC-Nachforschungen eigentlich aus dem Hebräischen. Die Wurzeln sind zwar nicht ganz klar, aber wer mal auf der Tayelet, Shuk haCarmel, Shuk Bezalel, dem Shuk haPishpushim in Yaffo, auf Sheynkin, der Ben-Yehuda oder Diesengoff (nicht abschliessende Aufzählung) unterwegs war, kann dies bezeugen. Unter anderem fällt man innerhalb von Gruppen immer wieder zurück, weil man gar nicht genug kriegt von diesen wahnwitzigen Konversationen, Diskussionen und unnachahmlichen Verkaufsgesprächen. Ein Genuss sondergleichen. Ebenfalls ein Besuch wert ist inzwischen die Hafengegend im Norden mit einer Höllenaussicht auf die nächtliche Meeresgischt.

Um den hiesigen Schabbestischen die Konversationsthematik Nr. 1 nicht zu nehmen, wollen wir an dieser Stelle auch auf die kulinarischen Entwicklungen im Land von Milch und Honig Rücksicht nehmen. Im Gegensatz zum untenstehenden Autor habe ich mich in 10 Tagen Aufenthalt mit lediglich zwei Löffeln Cottage und einem Milkshake zufriedengegeben, sonst nur Fleisch. Ging los mit dem legendären Shwarma vom "Shemesh" auf Jabotinsky in Ramat Gan, geht über das g-a-n-z-e Menü der Burgers Bar (Lammburger oder die scharfe 300g-Keule), dem Jem's in Ramat Gan (Rib-Eye Entrecote!) sowie dem obligaten Besuch am Freitag um 12:00 in Fertigwaren-Verkaufslokalen von Bnei Brak:
"Ist das dieser unförmig grosse Topf da hinten Tschulent?"
"Ja, aber der ist noch nicht bereit." Und schon hatte ich wieder dieses glückselige Lächeln im Gesicht, sodass ich mich mit einer einfachen Portion gesüsster gehackter Leber zufrieden gab. Ah ja, eine Ankündigung des Weltuntergangs und atomaren Supergaus habe ich auch noch entdeckt. Klickt auf das Bild und vergrössert es, die Lektüre jeder einzelnen Zeile lohnt sich!
Im Gegensatz zu den vermittelten Befürchtungen vor Abflug steht es um die Strände kein bisschen im Argen: Wie überall liegen auch in Tel Aviv am Strand kleinere Plastikpartikel rum, jedoch sind die Strände von immer wieder erneuert festgestellter Stärke (Helme bitte anziehen, akute Matkot-(Beach Tennis) Abschussgefahr!). Natürlich git es besseres und schlechteres, flachere und langweiligere Abschnitte, insbesondere da, wo Wellenbrecher stehen. Es finden sich aber ein paar durchaus auch als spektacoolär zu bezeichnende Strände, deren Namen aus Persönlichkeitsrechten (nämlich meine eigenen, wenn ich das nächste Mal wieder da auftauche, will ich nämlich wieder meinen Frieden) und im Rahmen des Strandschutzprogramms unerwähnt und verborgen bleiben sollen. Sucht Euch Euren Frieden selbst.

Ein anderes Highlight ist neben den immer noch sensationellen Rogalach von Marzipan (bitte zuerst 2 Tage stehen lassen, bis der Zucker am Rand ankrustet, Wahnsinn!) sodann der Besuch der Weinkeller (beispielsweise) von Tishbi und Binyamina um Zichron Yaakov herum, welche absolut nachzuahmen sind. Abgesehen von den professionell durchgeführten Tastings hervorragender Weine hat Tishbi beispielsweise eine sensationelle Käseplatte, welche dringend zu kosten ist. Weniger als Highlight geblieben ist der Easy Mc Royal am Sonntag Morgen am Flughafen verblieben. Nach 10 Tagen erlauchter Verköstigung und Leibspeisen jeglicher Färbung war die Verlockung auf einen letzten Burger auf geheiligtem Boden zu gross. Kein Geschmack, lauwarm, gummig, fürchterlich. Wenn's nicht zu schade drum gewesen wäre, wäre er wenig weiter als dokumentiert liegengeblieben, brachte es aber nicht über's Herz.
Fazit: Easyjet ist der neue Messias und sobald die Linie steht, finden verlängerte Wochenenden vermehrt in Rulien statt.

Mittwoch, 12. Mai 2010

Die NOAM-Sekundarschule


Jetzt ist es raus und offiziell: In der umgebauten ICZ wird ab dem kommenden Schuljahr 2010/2011 (sofern genügend Anmeldungen vorliegen) erneut eine jüdische Sekundarschule unter dem Dach der jüdischen Primarschule NOAM lanciert. Dies wurde mit einem Newsletter diese Woche kommuniziert.
Als Rektor soll Michael Goldberger fungieren, derzeitiger Rektor der NOAM-Primarschule. Erklärtes Ziel ist hierbei während dreier Jahre die Fortsetzung jüdisch-religiöser Bildung und die Vorbereitung von Aufnahmeprüfungen für die Interessenten einer Gymnasium-Ausbildung, basierend auf einem Ausbildungskonzept des Schulentwicklers Thomas Odinga. Für den Unterricht sind Schulklassen von 6-10 Schülern sowie der Einbezug europäischer zertifizierter Sprachdiplome und Computermodule vorgesehen.

Freitag, 19. Februar 2010

Dienstag, 22. September 2009

JLeague goes San Siro / Muse "live" im italienischen TV

Die JLeague organisiert eine Minibus-Fahrt nach Mailand ans FCZ-Champions League-Auswärtsspiel. Hinfahrt am Mittwoch Nachmittag, Rückfahrt unmittelbar nach dem Spiel. Interessenten melden sich unter spielleitung@jleague.ch.


Wurde zwar in der Schweiz zwar online bereits abgehandelt und kommt etwas ausgelutscht daher: Muse tut im italienischen TV so, als würden sie live spielen, Bellamy sieht am Schlagzeug etwa so aus wie ich an einer Querflöte. GGK, "our drummer here Matt"!


Sonntag, 28. Dezember 2008

Simchesnaches Chupchupchup - Frau Holle in Les Carroz

Im Zeichen des interkulturellen und schwiegerischen Austauschs hat sich Chassidus Chübelsack dieses Jahr in die Höhen der Savoyen begeben und alpentechnisches Neuland betreten. Nicht, dass das Engadin an Originalität und Geistesreichtum noch zu überbieten wäre, aber die letzten Begebenheiten in der Welt von Plummer-Joe und das neuere amerikanische Fluchwort (Madd off!) haben uns beigebracht, dass der Schlüssel zu ewigem Leben nun in Diversifikation und Bildung liegt. Also hat man dieses Jahr Les Carroz besucht.
Das Dorf liegt ca. 70 km von Genf in Richtung Chamonix auf der Hinterseite des südlichen Wallis. Das Beis Din von Les Biot wird sich zudem an die Nähe an Morzine und Avoriaz erlaben, womit es uns allen bedeutend besser gehen dürfte.
Jedenfalls hat die kommerzielle Optimierung von Schnee und Ferien das französische Hinterland
noch nicht in allen Bereichen eingeholt. Das Dorf besteht so vor allem aus schmucken Chalets und Ferienwohnungen. Hotels gibt's da oben raus zwei Dreisterner, welche aber in Entwicklung und Ausstattung an verlassene Täler im Emmental oder Ostfriesland erinnern. Sehu se. Oys.
Das Schigebiet ist an sich ziemlich stark, wenn's genügend Schnee hat. Die Tageskarte kostet hier für 150 km noch umgerechnet Fr. 45.- und auch die kulinarische Versorgung ist erschwinglich. Yves Bourgignon musste aber - als weitgereister Frankreich-Experte feststellen, dass sich die kulinarischen Höhepunkte vor allem chasertreyfen Konsumenten offerieren. Vegetarismus wird hier mit Fischkonsum gleichgesetzt, weiter unten kommen dann Ungeziefer und Petit Beurre. Nebbisch. Was keinesfalls fehlen darf, sind weit und breit Schnäuze, soweit das Auge reicht, klischeehaft viele Transalpine mit teils bis zu acht (8) Baguettes unter dem Arm sowie Kellnern, die nach ranziger Butter riechen, dass sich der Kaffee in der Tasse kehrt. Kulinarisch gibt es vor allem Crêpes und andere klischierte Speisen, alles aber bei weitem weder das Aufheben noch Kalorien und den Würgeeffekt wert.
Allgemein hat man bezüglich Klientenservice das Gefühl, es werde einem ein Gefallen gemacht, dass man sein Geld hier ausgegeben werden darf. Am Samstag Morgen strömen Touristen in ganzen Fremdenlegionen aus allen Herren Ländern in die Berge, zumeist in der premeditativen Absicht, ein Halbtages-Abonnament zu lösen. Yves Bourgignon zog aber dann nach einer halben Stunde anstehen für eine Halbtageskarte und der Feststellung, dass die Schlange vor der Kasse sich von satten 20 auf vielleicht maximal 15 Meter verkürzt hatte, frustriert von dannen (die Hälfte der Belegschaft habe sich anscheinend in der Mittagspause befunden).
Churban Brünzel hat derweil die Pläne der Erschliessung von neuen Risikoaktivitäten in Form des Airboardings weiter aufheben müssen, nachdem sich auch (oder vor allem) hier keine entsprechenden Gebiete oder Gefährte finden konnten. Hingegen wurde das Schneeschuhlaufen erkundet. Die hippen und absolut expendablen Geräte sehen aus wie Tennisschläger, die um die Füsse gebunden werden. Meist sind dafür bereits Spazierwege abgesteckt, wo das Terrain genauso gut mit normalem Schuhwerk zu bewältigen ist. Was absolut nicht ändert, sind die skandalös kalten Temperaturen für die Zehen, weshalb die Alternative immer noch Wasserplantschen in der Karibik lautet. Andernfalls in der Badewanne.
Ein weiteres Highlight sind den audiophonischen Spezialisten die Lieblingsgeräusche der Franzosen wieder in Erinnerung gerufen worden. Top 3 sind am ehesten folgendermassen wiederzugeben:
"Täyck!"
"Oooph!"
"Booof..."
Kurzum, man ist wohlbehütet wieder zurückgekehrt, alles bleibt beim Alten und man ist eine weitere unvergessliche Erfahrung weiser geworden. Wohl bekomm's.

Freitag, 24. Oktober 2008

Top Ten der Jontef-Herbstmanöver-Nervtöter 2008



Wir erklären das Herbstmanöver nun tatsächlich und hochoffiziell für beendet (obschon in uns allen noch der Böög brennt). Fertig mit der allzweitäglichen Nachmittags-Schlafanödung mit anschliessend obligatem Schlafentzug bis 02:00 morgens und entsprechender Hundsmiserabilität am Folgemorgen. Fertig mit Masslosigkeit und Völlerei. Fertig mit den Schüttelspasmen wedligen Stängelgemüses und lottriger Strauchblätter, fertig und basta. Neunzig Minuten durchgekämpft, Verlängerung entspräche dem Spielverlauf in keinster Weise. Zur Feier des Tages seien spontan die würgendsten Nervtöter des Moments und Augenblicks in einer klassischen Top Ten-Anordnung aufgezählt. Was man nicht runterzählen kann, gilt ja schliesslich auch nicht.
Demnach:
10. Herbstmanöver 2008: Während vier Wochen praktisch jeder Tag ein Jontef, ein Mozei- oder aber ein Erev Jontef.
9. Das Bedürfnis von Bürokollegen zu verstehen, was man denn jetzt effektiv zwei ganze Tage lang gemacht hat.
8. Der unerträgliche Nervenkitzel in der Sukkah: Ist es jetzt nur zu kalt oder regnet es wirklich auch, damit man zuhause essen kann?
7. Sukkes-Lieder aus dem Kindergarten, welche von Rütteln und Schütteln des Lulavs handeln. Pfui.
6. Vanille-Duftbäume und Duftkerzen in der Sukkah, ist was für Mantafahrer oder den Besitzer der Roten Zora (meyvin, kännsch?)
5. Drosches an Hallel-Tagen: Braucht kein Mensch und birgt Risiko von Frustquetschungen für Etrogim!
4. Migros Enge am Sonntag vor Jontef. Man könnte meinen, es gäbe was gratis.
3. Das passiert vor allem dann, wenn sie Mist bauen und zum Beispiel beim Einparken gegen einen Pfeiler fahren und "mal wieder typisch Charlie" sagen. Das ist nicht charmant sondern doof. Auch wenn's nichts mit Jontef zu tun hat.
2. Gespielte Freude am Simchat Torah. Am letzten Tag des Herbstmanövers ist man insgeheim wohl eher froh, dass man es wieder mal überstanden hat.
1. Ins selbe Körbchen: Nicht Duschen am Jontef und sich dann am Simchat Torah so penetrant beim Wettstampfen am Vordermann reiben. *würg*

PS: Man gratuliert an dieser Stelle ein erstes Mal und zwar der Verlobung eines treuen Chossids, einer wahren jüdischen Seele. Soll sein mit einer dicken Schwarte Naches und Glückseligkeit.
PPS: Man gratuliert sogleich ein zweites Mal. Urobinho und Gonzebio (Version Samba und nicht Portugues) haben heute wieder mal den Jackpot geknackt. Erst mal funzt gar nichts, die PS2 streikt und will erst nach Betätigung des Menus auf russisch aufleben. Dafür dann erst mal ein dickes torloses Unentschieden gegen Bahrain, gefolgt von Siegen gegen Israel und die Niederlande. Inzwischen hat sich da ein Duett mit Flanken und wuchtigen Kopfschmetterern in nahe und entfernte Torwinkel etabliert, dass es schon fast in den Augen zu glänzen beginnt. Finalrunde dann klaren Siegen gegen Angstgegner Wales, einer 70-minütigen Aufholjagd gegen Liechtenstein inkl. Verlängerung, dann ein weiterer Fudigegner, der gerade entfällt und dann das Grande Finale gegen Argentinien. Führung, dann Kopfballausgleich durch Pinkt-Saviola, dann Traumkombi zum 2:1, Ausbau der Führung, Anschlusstreffer zum Heimzittern und dann die grandiose Pokalübergabe mit Konfetti, alles und Filscharf. So macht der Donnerstag Spass. Simchesnaches den Gladiatoren, welche so in Würde und mit Plakette die Ära PES 2008 beenden durften - das Folgeprodukt wartet bereits in der Sihlpost auf die Auslieferung.

Freitag, 8. August 2008

Top 5 der heimatlichen Vorzüge

So, man ist eindeutig wieder zurück. Die Rucksäcke sind versorgt, die Mückenstiche noch nicht und gleichwohl sind die Erinnerungen noch so frisch und präsent als sei man noch in Madagaskar. Vielleicht kommen in den nächsten Tagen noch ein paar Themenblöcke, inzwischen sei aber lediglich auf die fünft Punkte hingewiesen, welche im Rahmen der erfolgten Rückkehr am meisten Freude machen:

1) Zürcher Hahnenburger: Es gibt keines wie das Zürcher Hahnenwasser. Man dreht am Hahn und es kommt das frischeste, kühlste Wasser, das ich in meinem Leben je mit Heimat identifizieren könnte. Ein bisschen süss, glasklar, keinerlei Nachgeschmack, keinerlei Chlor und vor allem dieses unerklärliche Gefühl, man erhalte die Muttermilch der Zürcher Voralpen. Kein Abkochen mehr nötig, kein Ausländer-Wässerchen, kein kartellisiertes Produkt eines staatlichen Konzerns, einfach nur flüssige, durchsichtige Glückseligkeit.

2) Geteerte Strassen: Ich hätte nie gedacht, dies eines Tages noch zu schreiben, aber wir sind 2 Wochen über Schotterpisten, löchrigen Beton und Teer, Flüsse und Sanddünen gefahren. Eine Strasse mit einem richtigen Strassenrand und Bordsteinen, Kurvenabschrankungen, wenn es brenzlig werden sollte, Strassenschildern und die Möglichkeit, nach der Durchfahrt eines x-beliebigen Fahrzeugs atmen zu können, sind viel wert.

3) Strichcodes und angeschriebene Preise: Verhandeln hat ja immer seinen Reiz, vor allem wenn man weiss, dass man am Ende maximal bei 50 % des Verkäuferpreises ankommen sollte. Wieviel kann/darf man noch drücken, ohne dem Verkäufer ans Eingemachte zu gehen, ohne ihn auszunehmen bzw. sich ausnehmen zu lassen, weil man die Hautfarbe eines Emmentalers hat? Alles interessante Fragen, aber manchmal möchte man einfach nur eine Tafel Schokolade oder eine Mandarine, ohne sich den Kopf gegenseitig wundzufeilschen. So schön.

4) Nachts unterwegs: In der Dritten Welt ist es abends dunkel und das fast ein bisschen zu sehr. Und weil oft die Strassenbeleuchtung nur entfernte Utopie ist und nachts alle Jäger gleich dunkel sind, endet das Leben fast überall mit Eindunkeln. Transporte nur noch per Taxi und dann ohne Umwege von A nach B - und dies bei Finsternis um 18:30. So ist ein Abendleben ziemlich exklusiv und nicht in jedem Fall möglich. Umso schöner, wieder da zu sein.

5) Sauberkeit und Hygiene: Viele Orte, die wir gesehen haben, waren von einzigartiger Schönheit und bergen unvergessliche Erinnerungen. Andere jedoch auch Elend und Armut, wie man sie sich hier kaum vorstellen kann. Vielerorts wird gespuckt, in Staub und Dreck gelebt, gestunken, geraucht und getrunken, was das Zeugs hält. Manchmal ist dies nicht ganz so trivial zu verfolgen und sich an einen solchen Zustand zu gewöhnen. Umso mehr weiss man es wieder zu schätzen, wenn man die Sauberkeit und Ordnung hier sieht, über welche man sich sonst immer lustig macht. Es hat aber eindeutig auch grosse Vorzüge.

Diese Punkte sollen jedenfalls nicht darüber hinwegtäuschen, dass man auf solchen Reisen und mit dem Kennenlernen fremder Bräuche und Kulturen und gerade an solch entfernten Ecken der Welt die Schönheit des Lebens und die Verschiedenheit der Kreaturen in unserem vielfältigen Garten zu schätzen lernt. Wir haben uns einzeln und global Erinnerungen eingeprägt, welche wir nie vergessen können werden und die jeden Meter dieser Reise wert machten. Das Lächeln von Kindern, unberührte Schönheit der Natur und Begegnungen, welche uns noch lange begleiten werden.

Montag, 28. Juli 2008

Tulear, here we are!






Hi folks!
The sunny travelers are back into civilization well and healthy. Actually our last posting was interrupted by the sudden decision of our two morown tour guides who decided in the last second that they wouldn't make the 4x4-travel as we had agreed but that we needed a second driver and a second car. Nay, we said. And found ourselfs running around in the lost city of Morondava looking for a driver and a car that would take us down the western coast of Madagascar. Gonz found himself in the dark in the middle of a road running after some Malgashi guy that pretended he would know anything - not being able to communicate with him. At some point Gonz dropped out and sent him into the void by himself. At last we found Gerard, and not Geri, who drove us right where we wanted and even for a cheaper price. The first two days were veeery bumpy, dusty and long. With the Toyota Land Cruiser we had to cross rivers, take a ferry dragged by people through a river, where we spent half of the day on the coast. After two nights we ended in some lost corner of Madagascar in the middle of dark, in Morombe. One only hotel had affordable prices - and no comfort at all. Gonzens back still shivers at the mere thought of its bed. Still the morning after we travelled on with the french couple - he would talk to anybody on spastic movements-language and about anything - and 2 french heavy smoking sisters. And from that moment on we saw the most beautyful hidden corner of Madagascar, it's western coast. We slept in lost fisher villages, saw the most amazing beaches ever, ate fresh fish, sunbathed, bathed at all. It was amazing. Shabbat we spent in such a village, where we were really well taken by the villagers, who's kids fooled around with us on the beaches and where we assisted to the fishing of a ray of 3 m diameters. It was amazing.
Today we finished the coastal part at Ifaty, which was far more touristic and ended up a couple of hours ago here in Tulear. Big city, some fairly paved roads again and the beginning of the last week of our honeymoon. The internet cafe has a terrible connection which doesn't even allow to get into a mail account. So far so good.
We met the great french couple from the first week again - in front of the local bank and absolutely randomly. We're having dinner together tonight.
They say that the cities here are not for big movement in the evenings when it gets dark, which is already at six in the evenings.
Anyway, next week we're in Fianarantsoa and some rainforest, before we join Ambrivazo for shopping and then our honeymoon seems to terminate already. Buuuuh....
But we miss you a great deal and we think of you a lot. Especially in these times where we have no possibility of communication sometimes it feels a bit odd to be so far off the world. But that' s part of the beauty of this travel, isn't it...
Stupid enough today the camera broke, guess it won't be possible to fix it over here, so we'll just have to tell you about the last week - and you will have to trust us on it, muahaha.
So, keep everything in it's right place until we get back. We still kind of look the same even if quiet roasted from the coastal sun. Stomaches are also okay - sometimes. It's a bit odd to adjust yourself to the customs here and the foods, but we manage quiet well. Judith has become an absolute rice-addict. She eats it three times a day and when she doesn't get it for three hours, she starts shivering and moaning. It gets me sick. Malgashi beer on the other hand is funny. Tasts a world better than the Carlsberg soup we had all over June. It's called Three Horses, even if we haven't seen one single horse in two weeks, only Zebus.
Well. That's it for now. Take good care of yourselfs and of each others, as Jerry Springer says wisely.
Gruess
Susi und Strolch

Freitag, 11. Juli 2008

Marrakesch und Tripolis im indischen Ozean


Simchesnaches hoihoihoi!

1) Der Blog lebt noch. Jechi!
2) Deutschland ist nicht Europameister geworden, also ist alles noch im Lot.
3) Marrokko und Libyen haben geheiratet. Und der ganze Blog hat zugeschaut (also lebt er noch, nach dem Motto: ich sehe, also lebe ich)
4) Zu Ehren dieses Anlasses wird sich eine Delegation bestehend aus der besseren und vor allem der schlechteren Hälfte der neuen Familie auf die Spuren von Lemuren und Chamaleonten nach Madagaskar begeben.
5) Eben: Der Blog lebt noch. Deshalb werden wir an dieser Stelle regelmässig unsere Eindrücke von der Insel einfliessen lassen und Euch Berichtchen schreiben. Zwecks vereinfachtem Verständnis für Ost und West, Franz und Franc sowie Rösti und Graben werden wir unsere Berichte wohl auf Anglikanisch verfassen. Ankunft ist für Montag Morgen in Antananarivo geplant, der Hauptstadt, von welcher niemand weiss, dass sie ausser in den Primarschul-Realien-Tests wirklich existiert (war jeweils die Zusatzfrage, deren kumulierte Antworten zu einem der legendären SJV-Heftchen berechtigte).
6) Genug geblödelt, jetzt wird ... Gut Shabbes!

Mittwoch, 6. Februar 2008

Dominic Monaghan's "deutsches" Interview mit Elijah Wood

Keine Zeit, an einem Tag wie heute, nach all den Emotionen gestern am Live-Auftritt der Smashing Pumpkins, gibt es wenig, das man noch in Worte fassen könnte, deshalb einfach der Link zu einem riesigen Interview zwischen zwei Hobbits, der eine auch als Hooligan, der andere als drögelnder Musiker auf der verlorenen Insel (Lost) bekannt. Die Idee ist ein Brüller, so auch das Resultat. Sedö lüeg.

Montag, 21. Januar 2008

Uaiuai-Schnulz des Tages: Amir Fay Gutman - Margish

Die heutige Dienstleistungsgesellschaft ist ja allgemein nicht mehr, was sie einmal war. So lässt auch der Verriss einzelner Teile des breitgewalzten NZZ-Folios "Jung & Jüdisch" weiterhin auf sich warten, was aber dennoch hoffen lässt, dass sich Einzelne wortkräftig zu diesem Thema auslassen werden.

Inzwischen verdingen wir uns einen mässig produktiven Montag Morgen mit einem weiteren Uaiuai-Schnulz, in der Hoffnung, die Welt möge sich aufgrund der erfolgten Namensgebung des jüngsten Jöööhs in Germaniens Tiergärten (der Name ist übrigens ein Abfallprodukt der Synchronisierung amerikanischer Filme und TV-Serien, auf so was käme ja sonst niemand) und der Bestimmung der sexuellen Vorlieben von Eisbären (der Löli, der mit Knut rumalbern musste, weiss wovon er spricht, been there, done that) wieder den ernsthaften Themen unseres Alltags oder zumindest wahrlich unterhaltenden Subjekten zuwenden. Amen. Und uaiuai.

Donnerstag, 25. Oktober 2007

The One And Only Jleague

Ja, das war ein sehr gegelückter Jleague start. . .es fehlte werder an Spannung und Action noch an Klasse GOALs. . .in diesem Sinne wünsche ich allen einen schönen, angenehmen Issru Chag.

Mittwoch, 26. September 2007

KOSHER FLASH

neu koscher sind:

-HEINZ HOT KETCHUP
-CURRY KETCHUP
-`LOW CARB/LIGHT` KETCHUP

hmmmmmmmmmm yuuuuummmmmmmyyyyyyyyyyyyyyyyyyy

Montag, 25. Juni 2007

Nach dem Grümpeli ist vor dem Grümpeli














Gestern abend nach obligater Grillade mit Moskito-Stechorgie und üppigem Fleischkonsum den Weg ins Bett (berieselte mich noch mit Shrek 2) doch noch gefunden, als mir der Einfall gelang, vielleicht doch noch auszudehnen. Ich wurde dann gleich mit einem Krampf im hinteren Oberschenkel belohnt, was ich doch sehr zu schätzen wusste. Danke.

Episoden eines erfolgreichen Sonntag nachmittags:
- An der Siegerverteilung wurde in schmähhafter Weise darauf verzichtet, den Sieger der Herzen des Makkabi-Grümpelis 2007 zu würdigen, weshalb wir im Nachhinein unter der Berücksichtigung der Maximen Känasä & Känämä noch hierbei ein (aufgrund Schwangerschaft und Dünnschiss unvollständiges) Siegerfoto publizieren. Respekt.
- Die Übermotivation einzelner Organisatoren, welche nur schwerlich eine Gelegenheit auszulassen wussten, auf ihre Bemühungen und Schufterei aufmerksam zu machen. Respekt.
- Der jüdische Röstigraben lebt! Was an einem Final an Sprücheund gegenüber den Genfern an gehässigen Kommentaren (wenn gemäss unbestätigten Gerüchten im streitbaren Fall genauso vom Bisler ausging) bis hin zu Buhrufen fallen konnten bis hin zur Legitimation von Unsportlichkeiten zwecks Zeitverzögerung, ist schon sehr bedenklich. Sportlichkeit ist anscheinend auch an einem heimischen Plauschturnier nicht relevant. Ich wäre aus Genfer Sicht gestern abend ohnehin extrem motiviert gewesen, noch für 3h ins Auto zu steigen - notabene, nachdem man um 05:00 . Respekt und bis zum nächsten Jahr.
- Als Tor des Turniers küre ich persönlich den Rotz unseres Noldis von der Mittellinie ins hohe Eck. Respekt!
- Als Zitat des Tages kann man den LHD bemühen, der nach einem mittelmässigen Spielzug den treffenden Kommentar anfügte: "Das isch Fuessball!"
- Wie es der Posttitel schon sagt: Man darf bereits heute von der Vorfreude für die nächste Ausgabe am Rheinknie schwärmen und erste Einträge der angekündigten Dokumentation "Den Topf im Kopf" freuen. Da laufz!

Mittwoch, 20. Juni 2007

Tjibili, libili und Onkel Remo

Sorry, ich bin's nochmals, aber ich wurde gerade auf dieses kleine Bijou aufmerksam gemacht, das ich zwingend teilen muss. Man beachte die Namen der Gören und ihr Aufzug. Und so was will auch noch ernst gemeint sein...


Ausserdem ist es meine Pflicht, jeden von Euch darauf aufmerksam zu machen, dass unser aller Nationalheld Remo Murer auch einen Auftritt beim Aeschbacher hatte. Da haben sich ja zwei gefunden...

Dienstag, 22. Mai 2007

Schluss mit lustig: Showdown vom 24.5.2007

Meisterschaftsfinale und die Theorien nehmen Überhand. Auf der einen Seite lässt Luzern in den ersten 10 Minuten x Chancen zu und griäggt gleich mal zwei Tore. Sack zu, bevor der Match überhaupt richtig lanciert ist (oder hat jemand schon mal von den Lozärnern Sam, Imholz, Foschini und Righetti gehört?). Und die Tatsache, dass Luzern international dabei ist, wenn Bisel als Meister in der Champions League vertreten ist.
Auf der anderen Seite hat man in den Bisler Foren anscheinend schon festgestellt, dass die Berner gar nicht mehr im Kampf sind um das internationale Geschäft bzw. aus fehlendem Eigeninteresse und emessdiger Chassidus gegenüber dem FCZ einen Innenverteidiger mit einem Stürmer ersetzt haben (Zayatte gegen Frimpong in der 76. Minute). Tore schiessen wollten sie doch schon gar nicht mehr. Ausserdem war ja der Rasen in Richtung YB-Tor gekämmt, um den Zürchern das Toreschiessen zu erleichtern. Und Muntwyler? Der hatte doch gar keinen Einfluss auf das Spielgeschehen! Darum muss ich als unbeteiligte Partei auch ein Rechtsmittel vors CAS einlegen, wenn die Olmas schon antreten. Es geht auch nicht einfach nur, um mit dem Namen FCB zu klotzen. Wayne, kännsch?
Wölfli ist beim 2:3 auch rausgekommen, Du. Das war dann ganz komisch... Ein Zitat: Was hat da YB für ein Spiel gespielt? Wir werden es nie wissen!... (Es gibt nur eine gerechte Strafe.) (Original).


Am Donnerstag abend, nach Matten Toyren wissen wir mehr: Gibt es auch ein Mattanim Pokalim? Schafft Zirü nach der harzigen Rückrunde und einem Abnützungkampf wider die sinkende Abgeklärtheit und die Verletzungsserie wirklich die unerhoffte Titelverteidigung? Nimmt ihn Tante Uran-Gigi-Tan (wow, der ist viel besser, wie er geplant war!) wirklich wieder im Muul oder gibt es doch wieder einen Sterndlein-Auftritt?

PS: Die Gegenparteien sind an dieser Stelle gerne zu einem Gegenplädoyer eingeladen. Wir wissen ja alle: Eilu we eilu divrei Elokim chayim.

Montag, 21. Mai 2007

Hezbollah in action, religiöse Konflikte und eine ausserordentliche GV

Liebe Kinder gebt fein acht, ich hab Euch etwas mitgebracht...


Der Einleitungssatz stammt für die Banausen übrigens vom Sandmännchen, dem ersten pluralistisch-metrosexuellen (welcher Nichtfranzose trägt denn sonst noch Bérêts) Showmaster für Pubertierende und andere Lustmolche (Harry Wein-Fort läuft ausser Konkurrenz). Kännsch?

Versprochen wurde an dieser Stelle schon seit einer Weile der Livefeed vom Combat des Reines in Aproz, folgt aufgrund des bereits verfassten Berichs etwas später unter Zurhülfenahme von weiteren Materialien.

Sonst offeriere ich als Beweisofferte meiner weiterhin intakten und glattkoscheren Existenz einen Bericht des arabischen TV-Senders Al Manar, in welchem Hezbollah-Pionierspione einen High-Tech-Ballon von israelischen Kleinkindern aus Kiryat Shmona abgefangen haben:

Übersetzt: We Want Moshiach Now. Endlich wurde auch beim nördlichen Nachbar Israels die Gefahr des Meschichismus erkannt und mit militärischen Mitteln bekämpft.

Des weiteren beschäftigt dieser Tage die antisemitischen Tendenzen der UEFA und des SFV (Onkel Zloczi, waslauft?). Matan Torah auf die Waagschale werfen mit dem Champions League-Final und dem grossen Feuerwerk im Weichturm auf das Ende der Saison, einem wohl selten vorentschiederen Derby und einer anschliessend zu erwartenden, grossen Party? Wie soll da ein gewissenhafter Jude noch räsonieren können? Sind wir denn nicht alles auch Menschen? Weshalb uns so in Versuchung bringen? Vielleicht kann mir da ein angesehener Experte für innerjüdische Belange wie Longo weiterhelfen...
PS: Heute abend ausserdem im Programm: Die ausserordentliche GV der ICZ, auch genannt Wie-beschäftige-ich-eine-Gemeinde-im-Umbruch-gleichzeitig-mit-absolut-irrelevanten-und-illusorischen-Vorschlägen bzw. Macht-alle-mit-dann-sind-wir-viel-effizienter-sparsamer-und-geradliniger. Unsäglich, weil eine GRPK hierzu nur knapp zustimmen konnte und der Vorstand laut unbestätigten Gerüchten im Falle eines Durchkommens der Kommissionsanliegen mit einem kollektiven Rücktritt droht.
Prognose vom Schnuffel: Leerlauf und ein verlorener Abend.

Mittwoch, 21. März 2007

Inyanei de Montezuma

Um meiner Stimme wieder Gewicht zu verleihen, dem schier erdrückenden Arbeitsvolumen gerecht zu werden (ja, ich bin auch ein jüdisches Schicksal) und doch etwas zur Unterhaltung zum Besten zu geben, anbei drei kurze Anekdoten:

1) Sonntagmorgen in Strassburg, Szenario Büschänscher (Buchinger für die Weisswürste untern uns). In weiser Voraussicht habe ich den Tatort frühzeitig betreten und entsprechend abgesichert. Mit zwei vollen Wägelchen - unter anderem mit 12 Paketen Mazzes, 12 Liter Payssech-Milch, 18 Flaschen Wein und drei Kuhhälften - man weiss ja nie) habe ich die Szene wieder verlassen. Das Gefühl war eindeutig apokalyptisch. Unter anderem wurde man von anderen Zürchern, welche meist einem gemieteten Kleinlaster und am unkontrolliert-hysterischen Stimmvolumenpegel zu erkennen waren, mit Sprüchen angehauen wie: "Häsch ois aber au öppis glah, gäll, hähähä", was die ohnehin schon strapazierten Nervenkostüme erst recht zum vibrieren brachte. Um 11 Uhr war's nicht mehr zum aushalten und ich bin geflüchtet - soweit das mit zwei vollen Wagen überhaupt möglich war.Das Gefühl ist aber ohnehin einmalig und nachahmenswert. Schon nur wegen dem Schmugglergeist beim behelfsmässigen Verstecken der Ware im Auto und dem Hormonstrom nach unbehelligten Passieren der Grenze - Ende Teil eins.

2) In diesen Kontext passt auch die Geschichte, dass am Fest zu Ehren von Knäckebrot und gestörter Darmtätigkeiten in der teutonischen taratata-Kehille nun neuerdings keine beschrifteten Eier mehr gekocht werden dürfen. Grund: Die Schriftstempel bestehen aus Leim - und Mehl, was in kochendem Wasser zu wotts-gar-nöd-wüsse-Phobien führen kann. Bessere Sorgen kann man sich übrigens fast nicht vorstellen. Vor allem der Gedanke, in der Migros eine Kassierin fragen zu dürfen, ob sie auch Eier ohne Beschriftung hätten. Ist aber eh gleich, weil am Payssech geht's nur ums Fragen, dafür aber bis drei Uhr morgens.Beshem Aumrau übrigens: Linux, Ende Teil 2

3) Der Rabbiner derselben Gemeinde fährt übrigens sein Fahrzeug selbst. Anscheinend wurde er letzthin darauf aufmerksam gemacht, es gezieme sich für einen Vertreter seiner Gilde nicht, selbst hinter dem Steuerrad zu sitzen. Er solle sich doch - auch gegen seinen eigenen Willen - einen Kutscheur besorgen, am besten einen mit weissen Pferden, einem Baguette-Berret und schwarzpoliertem Schnauz. Natürlich auch beshem Aumrau, diesmal aber aus Personenschutzgründen anonym.

Ausser Kategorie und ohne Vorankündigung folgt noch eine Bitte um Auflösung eines etwas befremdlichen Traums meinerseits. Vom Freitag auf den Shubbes habe ich geträumt, ich sei damit betraut worden, George Dubya Bush's Kleinkind zu hüten. An die Details und Umstände kann ich mich ehrlich nicht mehr erinnern, ich weiss aber noch ziemlich genau, dass es in Windeln war und ich zu gegebener Zeit dieselben wechseln musste und die Dubya-Junior-Junior-Exkremente von seinem Arsch abschmieren musste. Er war übrigens überraschenderweise wirklich voller Scheisse.
Deutungserklärungen und Spenden für eine extensive Psychotherapie sind herzlich willkommen.

Montag, 5. März 2007

von "bitte nicht!!!" und langeweilebekämpfung

seit langem war ich heute wieder mal im geschäft. und leider musste ich wieder mal am abend ran. also begab ich mich um 16.30 brav ins pausenräumchen mit meinen speisen bereit zum verzehr. da sehe ich eine mir noch nicht bekannte frau am tisch sitzen, die mich regelracht anstarrt. ich denke mir nichts dabei und will noch kurz ein glas wasser holen. da tönt es von hinten doch tatsächlich: "ah... shalom shalom!!!".
oh neiiin!!!
ich lauf doch auch nicht zu jedem dreitage-bart und sag mal "salam aleikum" oder so was. ich war so nahe dabei zu ihr hinzugehen und "in nomine padre et fili et spiritus sancti" zu sagen.
inzwischen musste ich aber (beruhigt) feststellen, dass sie sowieso einen sitzen hat. von selbstgesprächen, verwirrungen, zuckungen bishin zu nervösem "079, 079 nein 078...zürich, zürich" vor-sich-hin-geplapper. das ganze program. daher geniess ich ihre anwesenheit im tristen call-center leben...
à propos tristes call-center leben... hier ein paar nicht nur uninteressante fakten des lebens.

in diesem sinne