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Montag, 31. Januar 2011

Serie A Round Up vom Wochenende Ende Januar 2011


Chievo-Brescia 3:0. Gelson Fernandes, unser Held vom Wm-Match gegen Spanien, also der Herzinfarkt-Multiplikator, spielt im defensiven Mittelfeld. Liefert eine solide Partie ab, u.a. reicht es auch zu einem direkten Assist auf der gegnerischen Grundlinie zum 1:0-Kopfball durch Pelissier (Note 7 von 10)


Inter-Palermo 3:2. Pajtam Kasami ersetzt hierbei beim Stand von 0:1 (später 0:2) nach einer Stunde den Torschützen Fabrizio Miccoli. Er holt sich sogar einen Penalty gegen Lucio heraus, den aber Pastore nicht an Julio Cesar vorbei bringt (6).


Lecce-Cesena 1:1. Steve Von Bergen liefert das nächste tadellose Spiel ab. Der Ex-FCZler steht wieder einmal solid und verdient sich eine genügende Note, für einmal nicht die Höchstnote der Verteidigung (weil er gegen vorne keine Akzente setzt, sondern nur dafür sorgt, dass in seinem Sektor der Verteidigung Ordnung herrscht - 6).


Genoa-Parma 3:1. Blerim Dzemaili steht nach Magen- und danach Muskelproblemen wieder in der Stammformation. Verliert das Direktduell im defensiven Mittelfeld aber deutlich (5.5).


Napoli-Sampdoria 4:0. Wenig zu holen für die Blaugeringten beim derzeitigen Tabellenzweiten im San Paolo. Cavani erzielt erneut zwei Tore. Reto Ziegler seinerseits stösst nicht in den Angriff, lässt sich hinten wiederholt überrumpeln. Möglicherweise tragen die Transfergerüchte um den gestandenen Nati-Spieler nicht zu seiner Leistung bei (zuerst Malaga, dann AC Milan, zuletzt soll's Lazio Rom sein - 5). Immer noch nicht einsetzbar ist der rekonvaleszente Marco Padalino.


Lazio-Fiorentina 2:0. Stefan Lichtsteiner spielt diskret, verhindert jedoch substanziellen Schaden durch seinen gefährlichen Gegenspieler Santana (6). Valon Behrami debütiert für die Fiorentina, jedoch nur für ein paar Minuten (ohne Bewertung).


Juventus-Udinese 1:2. Und die Alte Dame strauchelt wieder. Gökhan Inler verbucht eine optimale erste Halbzeit, danach flacht er ab und wird in der 66. Minute durch Denis ersetzt (6). Almen Abdi, seines Zeichens prämiertester Fehlberatener der Axpo Gurkenliga, kommt in der 70. Minute für Antonio Di Natale und leitet den Assist zum 1:2 durch Isla mit einem schönen Überkopf-Pass ein. Zieht nie den Fuss ein, definitiv im Aufstieg begriffen (6).


Und sonst? Martin Angha aus dem FCZ-Nachwuchs hat es in den Profibetrieb von Arsenal London geschafft und kriegt einen Profi-Vertrag. Bei den FCZ-Junioren hat sich ein River Plate-Testspieler (aktueller ARG-U17-Nationalspieler) eingeschlichen. Der neue Pancho? Oder kommt der wirklich (schon noch) wieder? Oder ist das der Lutz? (Wo ist der eigentlich?)

Dienstag, 15. Juni 2010

Wechsel von Jorge Teixeira zum FCZ wahrscheinlich

Jorge Teixeira (links) im Champions League Einsatz
für Maccabi Haifa - und im Juli beim FC Zürich?


In Israel schreibt der Maariv, dass der FCZ am Dienstag seine Offerte für Jorge Teixeira aufgebessert habe und nun morgen Mittwoch, also dem Tag des Schweizer Sprung ins WM-Turniers, eine Entscheidung von Maccabi Haifa anstünde. Es macht den Anschein, als wolle man dem Spieler, welcher den Wechsel gerne vollziehen möchte, nicht im Weg stehen. Weiterhin einen guten WM-Jontef!

Maireff-Kwöll

Sonntag, 9. Mai 2010

Der FC Hakoah lebt immer noch


Unverhofftermassen ist heute Morgen die CC-Korrespondenz zu einem Comeback in der stämmigen Fanionformation des FC Hakoah gekommen. In der Hitze und der insgeheimen Freude über seriösen Gingg ging dabei zuerst völlig verloren, zu welch unmenschlicher Zeit sich der Rasenfrönende hierfür aus den Federn katapultieren muss, was für einen gewöhnlichen Sonntag ein absolutes Wochenend-Debakel bedeutet. Aber der Zweck heiligt ja die Mittel, und so nahm man die Umstände schön und willig in Kauf. Gegner war der Tabellenführer FC Dietikon, und entsprechend fand der Match mitten im Nirgendwo hinter einem Weiher in der agglomeratorischen Pampa statt. Die meisten Gesichter in der Kabine sind erschreckend jünger geworden und mahnen unweigerlich an das Gilben unser aller Lenzen. Da ist nunmehr ein Inka-Krieger, einzelne schmächtige Junge und ein paar Jungtalente, aufgrund welcher die muskulär dauerbelasteten Senioren immer noch die Hoffnung auf den abermaligen Aufstieg in der nächsten Saison wiederkauen. Und dann gibt's den einen oder anderen, der mit 40 Jahresringen-plus immer noch munter die Seitenlinie rauf und runterrasseln, als sei die Zeit stehen geblieben.
Das Prozedere ist gleich geblieben. Ein paar Verwegene sind viel zu früh (im Hakoah 2 hätten bestimmte Verdächtige damals hierfür wohl zur Sicherheit ein Kissen dabei), der grosse Rest findet entweder deutlich zu spät bzw. findet das Gelände erst im buchstäblich letzten Moment.
Der Match ist sodann schnell erzählt. Der CC-Korrespondent wurde in guter Reminiszenz vorerst auf der Stürmerposition eingesetzt, wo vorerst nicht allzu viel gelang. Sodann erfolgte eine knapp zehnminütige Pause auf der Bank, wonach die rechte Flügelposition zugeteilt wurde. Nach einer ausgeglichenen Startphase kassierte man nach 30 Minuten zuerst einen einfachen Penalty, dann einen Rasierklingen-Pass in die Sturmspitze, der verwertet ging und einen haltbaren Weitschuss aus grosser Distanz mitten zwischen die Ohren. Pausenstand 3:0. Nach der Pause ging's also vorbelastet weiter, jedoch stand die Hoffnung ziemlich urplötzlich wieder da. Nach einem Gewühl im gegnerischen Strafraum legte sich der CC-Flitzer den Ball auf den Schussfuss und wurde dort getroffen. Ein jäher Schwanensturz und der Schiedsrichter konnte sozusagen gar nicht anders als auf den Punkt zu zeigen, wonach der Esquimesen-Schwuger solid die Ecke fand: 3-1. Dann kam der Gaucho-Bruder noch in den Genuss eines unglücklichen Zweikampf mit dem gegnerischen Torhüter, worauf dieser liegenblieb und ausgewechselt werden musste. Dessen Ersatz, wohlbemerkt ein umgewandelter Feldspieler, musste danach in 35 Minuten genau e-i-n-m-a-l den Ball zur Hand nehmen. Zwei merkwürdige Freistossvarianten, zwei Big Saves von J, einen eigenen Linienretter mit angeklebtem Arm sowie der 613 Einwechslungen von Harry Dietikon Potter später stand das Resultat immer noch fest und der Schiedsrichter konnte sich einen friedlichen Sonntag aus der Lunge pfeifen.
Fazit: Chill ist anders, aber es hat mitunter durchaus wieder Spass gemacht, so zu tun, als gäbe es die apokalyptischen Zeiten des Hakoah 2 noch...

Montag, 18. Januar 2010

Nationalmannschafts-Flash: Dzemaili in Form


Auf dem Weg in die Einsamkeit der Stadien Südafrikas sei in regelmässig unregelmässigen Abständen auf einzelne Akteure der besten Kicker Helvetiens hingewiesen, welche unsere Farben dannzumal gegen die spanischsprachigen Lawinen verteidigen werden, welche uns überrollen werden (keine Angst, wir werden trotzdem Weltmeister). Insofern nutzen wir die Gunst des Wochenendes und der vergangenen Spielrunde in den besten Ligen Europas und weisen auf ausgewählte Spitzenathleten hin, welche sich zudem auch im Sichtungskader von Chassidus Chübelsack befinden:
- Blerim Dzemaili (Parma): 0-0 gegen Udinese, holt einen Penalty raus, ist an allen Ecken des Spielfelds und an jedem Spielzug beteiligt und verdient sich die besten Noten seines Teams. Auf Standards muss er sich noch verbessern, aber da befindet er sich in der Nati ja in bester Gesellschaft. Wird zu einer ernsthaften Alternative/Ergänzung zu Inler.
- Benaglio: Verletzt und Wolfsburg geht mit 3-1 gegen die Gross'schen Stuggis unter. Langsam werden seine gesundheitlichen Beschwerden zu einer grossen Ungewissheit für den Sommer. Insbesondere im Lichte der Alternativen (Wölfli zu inkonstant) und der Blick-Kampagne pro Coltorti.
- Barnetta (der hervorragende Zwillingsbruder unseres Nati-Flügels): Trifft wieder einmal und Leverkusen gewinnt. Dasselbe gilt für Derdiyok, welcher sich für seine Tore nicht mal auf Geschwister abzustützen braucht.
- Inler (Udinese): Gesperrt, hat demzufolge ausgesetzt.
- Ziegler (Sampdoria): 1-1. Wird nun praktisch im Wochenrhythmus eingesetzt und hat sich hinten links einen Stammplatz erarbeitet , versucht, sich auch regelmässig mit Weitschüssen einzubringen.
- Padalino (Sampdoria): Weniger Spielpraxis in dieser Saison für ihn, diese Woche hat seine Einwechslung aber zu einem Aufschwung in der Mannschaft gesorgt, jedoch ohne Früchte zu tragen.
- Lichtsteiner (Lazio): Verliert auswärts mit drei Toren gegen Atalanta und einen entfesselten Doni. Fällt in der Schlussphase auch noch wegen einem Kopftreter gegen den am Boden liegenden Peluso auf, was ihm bei Anwendung des TV-Beweises wohl noch eine mehrtägige n Spielsperre eintragen wird. Schwache Leistung.
- Von Bergen: Landet (mit Raffael) nach einem 3-0 bei Hannover in der Top Elf der SID. Klärt eine Situation auf der Linie und absolut auf der Höhe des Geschehens. In Abwesenheit von Djourou und Senderos immer mehr zu einer Gewissheit der CH-Nati.
- Senderos: Fällt in absoluter Abwesenheit von Spielpraxis (lediglich ein Spiel diese Saison!) dieser Tage nur noch durch sporadische Transfergerüchte auf. Ausser Köln, Elche und Meyrin sind nun aber wirklich alle Teams einmal in Betracht gezogen worden. Langsam aber sicher muss sich Hitzfeld die Frage stellen, wie lange ein Spieler über einen solchen Bonus verfügen darf.

Sonntag, 25. Oktober 2009

Paaaaalo, noooooo! Ma non è possibile!!!

Für all diejenigen, welche sich angesichts der letzten CL-Leistung gegen Marseille gefragt haben, ob wir jemals besser ausgesehen haben, rufen wir die grossartige Leistung vor zwei Wochen wieder in Erinnerung. Und noch etwas grossartiger ist sogar die Entdeckung dieser Kommentatorenlegende. Würd ja nicht verwundern, wenn da ein Paramedic jeweils in Griffnähe beordert wird...

Mittwoch, 23. September 2009

FC Hakoah - FC Dietikon 1:2

In den Katakomben des Campo Buchlerao konnte sich der Chassidus Chübelsack-Sportchef Yves Bourgignon eine der Koryphäen des FC Hakoahs schnappen und ihn mit wenigen brennenden Fragen zum Spielgeschehen konfrontieren, bevor das Interview mit einem Eklat endete.

Das Resultat lässt auf ein denkbar knappes Spiel schliessen. Entspricht diese erste Analyse dem gezeigten?

Überhaupt nicht, der Gegner war während 90min, oder waren es doch 613min?, krass überlegen, spielerisch und technisch. Der Haguah hat zwar kämpferisch dagegen gehalten, hätte sich zur Pause aber nicht beklagen können wenn es bereits 0-4 gestanden wäre.

Wie lief die dankbare Schiene über links?

Ich habe nur 45min gespielt, kämpferisch wohl überzeugend, aber ohne Akzente zu setzen. Der Dietsch mit einer soliden Leistung, ein bisschen wenig Zug nach vorne, nach 70min unter tosendem Applaus dann ausgewechselt.

Wie sportlich verhielt sich der Gegner?

Sehr, es wurde eigentlich viel gekämpft und gegrätscht, aber im grossen und ganzen verlief die Partie sehr fair.

Wie konnte der Trainer in der Halbzeit die Mannschaft aufrappeln und motivieren?

Zur Pause stand es eigentlich noch 1-1, es gab also nichts grosses zu beklagen, wieso ich dann ausgewechselt wurde habe ich noch nicht ganz begriffen. Viel wurde so oder so nicht gesagt, das Radio Hakoah blieb für einmal zu Hause.

Es scheint, als hätten die Aufstiegschancen einen kleinen Dämpfer erhalten. Wie geht die Mannschaft mit diesem Druck um?

Ich weiss nicht woher sie dieses Gerücht haben, niemand spricht vom Aufstieg, würde Sie sich bitte das nächste mal besser vorbereiten. Was glauben Sie eigentlich wer Sie sind! (Der Spieler verlässt wütend und mit Sachen um sich schmeissend den Raum, Anm. der Red.)

Donnerstag, 6. August 2009

Tripolis hat's gewusst!

War alles nur ein Bluff, Bickel hat uns an der Nase geführt, Canepa spielt auch schon mit Medien und Mannschaft, aber was soll's. Der FCZ ist eine Runde weiter und hat morgen bei der Auslosung der Champions League-Playoffs mit einem relativ einfachen Gegner die Weichen zu stellen für ein kleines Meistercup-Märchen für unsere Ex-Zwerglis. Grossen Respekt für diese Willensleistung.
Apropos Willensleistung und grosse Nüsse: Die Zusammenfassung des Maccabi Haifa-Spiels möchte man sich natürlich nicht vorenthalten, deshalb in vollen acht Minuten Länge, sedolüeg:

Bin nicht sicher, aber der eine Pancho bei Maccabi heisst wohl wirklich Golaco. Angeblich wollte er zuerst Eiskunstläufer werden, kam aber in den Walliser Vorausscheidungen nie am Lamm-Bieli (im Gegensatz zum Tscherno-Bieli) vorbei, weshalb er sich dann doch für Fussball entschied. Wahre Geschichten, welche nur das Leben selbst schreiben kann. Auf Simchesnaches und Maccabi-FCZ in der CL-Gruppenphase!

Donnerstag, 16. Juli 2009

Frei-Post oder der womögliche Anfang einer langjährigen Abschiedstournée


Lieber Alexander

Ich schreibe Dir in diesem Medium, weil ich ersterseits Deine Mailadresse nicht kenne, Du mittlererseits sicher reif genug bist, keine eigene Webpage mit schmierig-verschwitzten Fotos Deiner selbst zu haben und letzterseits Du sicher diesen Blog zur Vergrösserung Deines revolutionären Allgemeinwissens täglich aufrufst. Was könnte Dich denn sonst besser an die teure, willige Heimat erinnern.

Und genauso willig ist nun in der Heimat der FCB auf Dich geworden. Mind. 5 Mio CHF und 2 Mio Jahreslohn werden in einen 30-Jährigen gesteckt, was vielleicht nicht nach sonderlicher Weitsicht aussieht, aber insgesamt, um den Verein kurz- bis mittelfristig wieder auf die richtigen Bahnen zu lenken durchaus eine gute Wette sein kann. Zwar handelt es sich um eine nicht ganz verletzungsverschonte Hexe und mit dem Alter steigt bekanntlich auch die Auskurierungszeit, aber was soll's. Das sind ja nicht die grössten Bedenken. Die sind es auch nicht zwingend, wenn es darum geht, zu eruieren, ob man Dir an den Nationalmannschaftsspielen immer noch zujubeln kann, obschon Du jetzt wieder ein richtiger Bisler bist, ob man Dir während Meisterschaftsspielen Pech und Unvermögen wünschen darf, wenn dies auch Deine Nationalmannschafts-Kapazitäten beeinträchtigen könnte. Alles grosse Fragen, aber nicht die ganz grossen.

Die ganz grossen stellen sich vielmehr, was einen solch erfolgreichen (ca. 35 Tore in 75 BuLi-Spielen) Stürmer dazu bewegen kann, so früh bereits in die Gurkenliga zu steigen und sich Bellenz-Hosen anzuziehen, wenn er noch mind. 2 Jahre im Ausland erstens mit besserer Perspektive und zweitens zu deutlich höherem Lohn spielen könnte. Wahrscheinlich entgegnet man dem mal salopp, der Frei will doch auch nach Südafrika, jetzt hat er sich doch die Heim-EM verknackst, da reissen ihn doch die Landesfarben, alles daran zu setzen, noch einen erfolgreichen Grossanlass auf nationaler Ebene mitbestreiten zu dürfen!

Aber zu welchem Preis? Dafür, international nur gleich drei Gruppenspiele im UEFA-Cup zu bestreiten und sich sonst nur gerade von Marc Zellweger (rein zufälliges Beispiel), Jonas Elmer, Stephane Besle und Alessandro Mangiaratti auf den Füssen rumtrampeln zu lassen? Ist das wirklich die Waagschale, welche dazu bewegt, alles an eine WM zu setzen? Ist das der Ehrgeiz und der Glaube, wirklich noch etwas in peto zu haben, um einen internationalen Grossanlass bestreiten zu können? Und wenn man dann soweit ist und international vor Zaccardo, Lucio, Mexes oder Javier Zanetti steht, soll es dann da plötzlich wieder da sein, dieses Können, das man dann ein ganzes Jahr nicht mehr hat abrufen können? Oder ist am Ende die Axpo Gurkenliga viel schlechter berufen als sie es effektiv ist? Sind wir alles nur Schlechtreder im Schatten von Originalzitator Murat Yakin?

Es sind gleich ein paar Fragen und wir können natürlich nicht erwarten, dass Du auf all diese sogleich eine passende Antwort findest (eine Antwort pro Woche würde hierzu schon reichen). Vielleicht strafst Du uns auch alle Lügen und schlägst mit Deinem Zungenschnalz-Buddie so ein, dass Du im Frühling als Torschützenkönig wieder auf dem Balkon des Barfüsslerplatz (den Torschützenkönig kann ich Dir gerade noch wünschen, den Balkon auf keinen Fall).

Ob das dann eventuell die höchste Auszeichnung und der Weg dahin die grösste Herausforderung sein könnte, die Du in diesem Jahr bereits hättest erreichen können, das wirst Du dann aber nie erfahren. Und für dann nochmals ins Ausland (bzw. eine weitere ausländische Liga) zu wechseln, dafür ist es dann wohl schon reichlich zu spät.

Ein deutlich blauweisses Händ ue

Det Tripogonz





Dienstag, 26. Mai 2009

Was ein Tag a.k.a. die Wiedergeburt des 24.5.

Es ist so weit. Liebe Kinder, gebt fein acht, der Fonzie hat's uns eingebracht. Um 18:05 des heiligen Sonntags, 24. Mai 2009 wurde die geschundene und gemarterte Seele des treuen FCZ-Fans unübertreffbar beschenkt und zum 12. Mal zum Grossvater bzw. Schweizer Besten gemacht. Nachdem im Vorfeld noch im Rat der Weisen diskutiert worden war, ob man sich die Reise nach Bellenz geben möchte oder sich zugunsten der Paarschaft und der langhaarigen Hälften doch eines Besseren besonnen und sich damit begnügt, die wohl ohnehin nicht entscheidende Partie auf der Mattscheibe zu verfolgen. Nicht, dass jemand die Auswärtsreisen dieser Spieldauer nach Aarau, Mailand und Vaduz bedauert hätte, aber an einem gewissen Punkt kann man's auch mal sein lassen. Wenn auch zu Unrecht. So hatte doch eben erst die Der Sonntag hatte so harmlos begonnen. Kurze Joggrunde auf der Hündelerstrecke, danach erstes längeres Einstimmen in mamesh heimischer Atmosphäre auf die womöglich klimatisch lästigen Nebenerscheinungen des Grümpelturnier (zudann wird auch noch der Chemie-Drämmli-Effekt eintreten) und Einwärmen bei Calanda und Grillade. Spätestens als man merkte, dass man es beinahe haarscharf verpasst hatte, den Einmarsch der Spieler auf dem Comunale zu begutachten, spürte auch der Hinterletzte des CC-SK-Triumvirats, dass an diesem Tag womöglich noch Grossartiges passieren möchte. Die Nervosität stieg kontinuierlich ins Unermessliche. Kenntnisnahme der Führung des FCB, soweit eigentlich alles erwartet. Im Handumdrehen dann aber Frontenwechsel in Basel mit Führung für den GC Niederhasli. An sich auch nicht übel, aber auch dies nützt wenig, wenn Fonzie weiterhin Chancen versiebt und er von hinten wenig unterstützt wird. Und die Hoffnung, dass Gügi in seinem Leben nie mehr so alleine vor Leoni auftauchen darf. Nie mehr.

Pause. Einmal tief ein- und ausatmen und auf bessere Zeiten hoffen. Und torreichere. Inzwischen hat auch das sturste Alphatierchen mit Pläsierchen eingesehen, dass die Ablenkung durch paralleles Begutachten des Basler Spiels auf Zattoo wohl nicht zwingend schädlich wird.
Und dann trifft Fonzie endlich. E-N-D-L-I-C-H. Und plötzlich ist der Sonnenuntergang rosa und es schimmert an allen Enden. Es ist nun plötzlich möglich, plötzlich können wir heute noch Meister werden. Durchstehen, durchatmen, sich nicht durch halbbackene Bellenzer Drehschüsse aus dem Konzept bringen lassen. Die letzten Minuten werden zur Tortur, man steht sich wie beim Penaltyschiessen geschlossen in den Armen (im Wohnzimmer wohlverstanden) und als der Schlusspfiff ertönt, möchte der Wunderfitz am liebsten durch den Bildschirm hindurch das Comunale stürmen. Es ist vollbracht. Nun bringen sogar die witzlosesten Kommentare beduselter Fans am Schirm zum Brüllen. HB-Empfang und der Marsch an den Helvetiaplatz sind dann noch geistreiche und willkommene Zusätze. So improvisiert und spontan die Meisterfeier nun ausfällt, so bringt sie dennoch Dinge zu Tage, die man wohl nicht mehr so rasch vergisst. Zum Beispiel, dass Fonzie angeblich Deutsch spricht. Dass sich keiner der nicht Eingesetzten wohl so erleichtert gefreut hat wie Hassli. Dass Tico wirklich hart einen an der Waffel hat. Und dass sogar Gilli sich glaubs gefreut hat.
Besonders sehenswert ist der SF-Sport Aktuell-Beitrag vom Montag sowie der Auftritt des FCZ-Führungstriumvirats bei Tele Züri mitsamt Einkleidung von Mc Gilli.
PS: Wir danken Hakadosh Borchu zusätzlich für seine Umsichtigkeit, die Entscheidung nicht erst mitten in Shavuot zu platzieren, wo sie an allen heimischen CCler vorbeigesaust wäre. Wenn überhaupt. Und dafür, dass er davor auch in Budapest war.
PPS: Hört bitte auf mit dieser GCN-Dankerei, das widerspricht dem Derby-Geist. Witzig ist das Team der Runde im Blick aber dennoch... ;)

Mittwoch, 18. März 2009

Unsägliches Gegurke

Murat Yakin hatte eben doch recht, als er vor ein paar Jahren im Zusammenhang mit der Super League von einer Gurkenliga sprach und damit für grosse Entrüstung sorgte (dafür ist jetzt sein Bruder Hakan bereits erster Fan der Nati, wofür ihm herzlichst gratuliert sei):
Da verbringt man einen geruhsamen Abend zuhause und zappt zwischen Facebook-Bilderhochladen und Zahlungen kurz auf die Cup-Viertelfinalpartie St. Gallen - FC Constantin (auch ein CC). Wohlbemerkt: St. Güllen spielt in der Challenge League bringt für diesen Match satte 20'000 Zuschauer zusammen. Dagegen tritt die Mannschaft an, die sich trotz unsäglichem Coach-Präsi-Schlafsack-Mullah trotzdem nicht aus dem Wallis verscheuen lässt. Und aus unerklärlichen Gründen zappt man dann nicht weiter. Denn was da einem serviert wird, ist für bezahlten Fussball schon kaum mehr nachzuerzählen. Da werden Pässe, Freistösse, Einwürfe direkt ins Aus gespielt. Da geschehen Eigentore seltener Güte, werden Chancen versemmelt und irgendwo dazwischen darf sich sogar Domingues den Ball skandalös weit vor den Verteidiger legen, kommt trotzdem noch zum Ball und versenkt trocken zur Halbfinalqualifikation. So einfach wär's eigentlich, wenn's doch nur etwas ansehnlicher wäre für die Fans. Wenn.
Übrigens hat Kollege Djourou wieder mal in London an die Wäsche dürfen. Erzielt ebenfalls per Eigentor das 0:1, wofür er aber redlich wenig kann, kann sich aber einen gewonnenen Zweikampf per Kopf gegen den Torhüter gutschreiben lassen. Was aber herzlich wenig daran ändert, dass Gallas bei der anschliessenden Verwertung massiv im Offside steht (Siegestor also von den beiden Innenverteidigern erzielt, auch dies wäre in der Schweiz ziemlich undenkbar).
Auf jetzt Zürich, nachmachen!

Dienstag, 2. Dezember 2008

Eine nicht ganz so "geniale Karriere"

Bild aus fröhlicheren Zeiten trauter arbitraler Zweisamkeit
Es ist tatsächlich so weit. Frau Nicole Petignat, ehemalige Spielgenossin und berühmteste Richterin der Schweiz, hat beschlossen, Ihrer Karriere als Schiedsrichterin ein jähes Ende zu setzen. Noch gestern hat sie Costronzo mit einer roten Karte und einem Penalty abgestraft, heute erlöst sie uns endlich von diesem unglaubwürdigen Anblick einer Schiedsrichterin. Viele Vorteile werden uns allen so zu Teil: Nie mehr fallen Sprüche unter der Gürtellinie (bei einer Körpergrösse von 1.20 m ist dies auch nicht schwierig. Nie mehr werden sich Frauen nur wegen ihr anmassen, sich mit Fussballkenntnissen zu brüsten. Nie mehr wird ein Ligaspiel verspätet angefangen, weil niemand den Schiedsrichter gefunden oder gehört hat. Das mit dem Hören ist natürlich erstens gemein und zweitens nicht wahr. Zu bekannt sind die Anekdoten von sich aufregenden Spielern, welche ständig Frau Nicole's lästige Tipps während Spielzügen aufregten oder sich schlicht darüber ärgerten, dass sich Frau Petignat zu sehr - und wie das Bild zeigt, teils auch physisch - ins Gewühl mischte (siehe den aussagekräftigen verlinkten Tagi-Artikel, wo auch der Kommentar der Betroffenen fällt "Meine Karriere ist genial"). Gestandene Superleague-Fussballer wie Gürkan Sermeter attestierten ihr fehlende Klasse für die am wenigsten niedrige Liga in der Schweiz und es sei des öfteren vorgekommen, dass sie den Spielern in Aktionen lauthals geraten habe, was jetzt unternommen werden könne. Vielleicht fragwürdig, aber sicher originell. So innovativ wie auch ihre Aussage am heutigen Abend im Sport Aktuell war, dass sie am letzten Wochenende hatte die Partie Wohlen-Thun (sic) arbitrieren dürfen und ihr aufgefallen sei, dass es für sie wenig Unterschied mache, ob sie den Final der Frauen-WM, den CH-Cupfinal oder aber ein Dosenbach-Gingg pfeife. Auf der Erforschung der Geheimnisse dieser bezaubernden Kreatur konnte in Erfahrung gebracht werden, dass ihre Verve mit zwei übereinander hängenden Pferdeschwänzen gezügelt wird, mit denen sie ihre blonde Lockenpracht für die Dauer eines Spiels bändigt. Was für eine Anmut.
Wohlverstanden, es darf keine gültigen Argumente gegen Schiedsrichterinnen an sich geben. Bei der ARD wird beispielsweise das Sportstudio von einer Frau moderiert, welche in ihrem Znünipack die verschiedenen Thurnheer, Rüefer, Salzgeber und Wyler spazieren führen könnte. Aber Petignat war da einfach zu schlecht. Möge sie nun bitte nicht dem SF im Rahmen einer zweiten Karriere als Expertin zur Verfügung stehen. Das hätte ihr und uns gerade noch gefehlt…

Freitag, 24. Oktober 2008

Top Ten der Jontef-Herbstmanöver-Nervtöter 2008



Wir erklären das Herbstmanöver nun tatsächlich und hochoffiziell für beendet (obschon in uns allen noch der Böög brennt). Fertig mit der allzweitäglichen Nachmittags-Schlafanödung mit anschliessend obligatem Schlafentzug bis 02:00 morgens und entsprechender Hundsmiserabilität am Folgemorgen. Fertig mit Masslosigkeit und Völlerei. Fertig mit den Schüttelspasmen wedligen Stängelgemüses und lottriger Strauchblätter, fertig und basta. Neunzig Minuten durchgekämpft, Verlängerung entspräche dem Spielverlauf in keinster Weise. Zur Feier des Tages seien spontan die würgendsten Nervtöter des Moments und Augenblicks in einer klassischen Top Ten-Anordnung aufgezählt. Was man nicht runterzählen kann, gilt ja schliesslich auch nicht.
Demnach:
10. Herbstmanöver 2008: Während vier Wochen praktisch jeder Tag ein Jontef, ein Mozei- oder aber ein Erev Jontef.
9. Das Bedürfnis von Bürokollegen zu verstehen, was man denn jetzt effektiv zwei ganze Tage lang gemacht hat.
8. Der unerträgliche Nervenkitzel in der Sukkah: Ist es jetzt nur zu kalt oder regnet es wirklich auch, damit man zuhause essen kann?
7. Sukkes-Lieder aus dem Kindergarten, welche von Rütteln und Schütteln des Lulavs handeln. Pfui.
6. Vanille-Duftbäume und Duftkerzen in der Sukkah, ist was für Mantafahrer oder den Besitzer der Roten Zora (meyvin, kännsch?)
5. Drosches an Hallel-Tagen: Braucht kein Mensch und birgt Risiko von Frustquetschungen für Etrogim!
4. Migros Enge am Sonntag vor Jontef. Man könnte meinen, es gäbe was gratis.
3. Das passiert vor allem dann, wenn sie Mist bauen und zum Beispiel beim Einparken gegen einen Pfeiler fahren und "mal wieder typisch Charlie" sagen. Das ist nicht charmant sondern doof. Auch wenn's nichts mit Jontef zu tun hat.
2. Gespielte Freude am Simchat Torah. Am letzten Tag des Herbstmanövers ist man insgeheim wohl eher froh, dass man es wieder mal überstanden hat.
1. Ins selbe Körbchen: Nicht Duschen am Jontef und sich dann am Simchat Torah so penetrant beim Wettstampfen am Vordermann reiben. *würg*

PS: Man gratuliert an dieser Stelle ein erstes Mal und zwar der Verlobung eines treuen Chossids, einer wahren jüdischen Seele. Soll sein mit einer dicken Schwarte Naches und Glückseligkeit.
PPS: Man gratuliert sogleich ein zweites Mal. Urobinho und Gonzebio (Version Samba und nicht Portugues) haben heute wieder mal den Jackpot geknackt. Erst mal funzt gar nichts, die PS2 streikt und will erst nach Betätigung des Menus auf russisch aufleben. Dafür dann erst mal ein dickes torloses Unentschieden gegen Bahrain, gefolgt von Siegen gegen Israel und die Niederlande. Inzwischen hat sich da ein Duett mit Flanken und wuchtigen Kopfschmetterern in nahe und entfernte Torwinkel etabliert, dass es schon fast in den Augen zu glänzen beginnt. Finalrunde dann klaren Siegen gegen Angstgegner Wales, einer 70-minütigen Aufholjagd gegen Liechtenstein inkl. Verlängerung, dann ein weiterer Fudigegner, der gerade entfällt und dann das Grande Finale gegen Argentinien. Führung, dann Kopfballausgleich durch Pinkt-Saviola, dann Traumkombi zum 2:1, Ausbau der Führung, Anschlusstreffer zum Heimzittern und dann die grandiose Pokalübergabe mit Konfetti, alles und Filscharf. So macht der Donnerstag Spass. Simchesnaches den Gladiatoren, welche so in Würde und mit Plakette die Ära PES 2008 beenden durften - das Folgeprodukt wartet bereits in der Sihlpost auf die Auslieferung.

Donnerstag, 23. Oktober 2008

Peter Landolt a.k.a der Samichlaus



Auf der Grauzone zwischen Teufel und Robocop taumelte in der alten Stätte des Hardturms (für die Anhänger der objektiven Seite der Geleise auch Kiesgrube genannt) als Sicherheits-Chef Peter Landolt herum. So führte er rechtlich wie durchführungstechnisch sehr fragwürdige Verhaftungsaktionen im Anschluss an Spiele durch (2007 in der Rückrunde bei FCZ-Luzern 3:0) durch, mit welchen Aggressionen erst recht geschürt wurden und stiess Fans und Anhängern mit überhartem Einsteigen und Repression vielfach vor den Kopf. Nun bringt ein Artikel der WOZ, welche im Blick zitiert wird, zum Vorschein, dass Herr Landolt mit Hooligans näher verbandelt war, als er dies je eingestanden hat und teils wilde Stripperinnen-Parties für die Hardturmfront, einer Hooligan-Vereinigung am rechten Rand der GC-Kurve, organisiert hatte. Man lese den folgenden Text aus dem Online-Blick vom Montag mit Verweis auf den revelatorischen Artikel aus der WoZ:


Es war im Jahr 2004, als Peter Landolt noch für die Sicherheit des Grasshopper Club Zürichs verantwortlich war. Wie die «WOZ» berichtet wanderte Landolt zu dieser Zeit auf einem schmalen Grat. Landolt erfüllte neben seinem Amt als Sicherheitschef bei den Zürchern auch jenen des Eventmanagers.
«Chlaushock» für die Hardturmfront
Und so organisierte er auch einen Samichlausabend für die Hardturmfront, eine der gewalttätigsten Hooligangruppen in der Schweiz, politisch weit rechts orientiert. Im VIP-Zelt der Grasshoppers führte Landolt durch den Abend. Unter anderem kettete er einen Mann mit nacktem Oberkörper an eine Stange in einem mitten im Zelt aufgebauten Käfig. Auf der Brust des Mannes prangt ein grosses Hakenkreuz.
Der Grund für die Ankettung: Der Hooligan hatte im Bingo den Hauptpreis gefangen - einen wilden Tanz mit drei asiatischen Stripperinnen.
Ging Landolt mit dieser Party zu weit oder hält er sich seine Feinde nah? Landolt sei es um Kommunikation gegangen, er habe die Leute abholen wollen, sagt der Hooliganbekämpfer zu der «Wochenzeitung». Landolt weiter: «Wer näher an den Leuten dran ist, hat sie besser unter Kontrolle.»
Das Resultat waren tatsächlich Respekt und Vertrauen. Doch wo gemeinsam eine solche Party gefeiert wird, dort ist die Vertrautheit schon bedenklich gross.
Und tatsächlich - nachdem Landolt 2003 und 2004 einen solchen Abend für die Hooligans organisiert hatte, fand das dubiose Feiern ein Ende. «Mir war letztlich nicht wohl dabei. Diese Vertrautheit - sie ging zu weit. Es ist ein schmaler Grat», gibt denn Landolt auch zu.
Heute zu delikat
Auch aufgrund seiner heutigen Position würde das Sicherheitsoberhaupt keine solchen Partys mehr organisieren. Zu delikat sind die Feiern für einen Letzigrundmanager und Präsidenten der Sicherheitskommission.
Die beschriebene Feier passt auch nicht zu Landolts sonstigen Auftritten in der Öffentlichkeit. So steht er in der Öffentlichkeit immer wieder für harte Strafen gegen den Hooliganismus ein.
Inzwischen ist auch zum Vorschein getreten, dass Landolt Gratistickets an Anhänger mit Stadionverbot verteilt hat, weshalb er nun beurlaubt worden ist (Tagi-Online-Artikel).

Montag, 3. September 2007

Fokus GC, Shije heute und Gerüchte

Was macht man an einem harmlosen und saumüden Montag, wenn man eigentlich viel Gescheiteres zu tun hat?
Erstens mal gibt man sich den Fulham-Kamara, der rockt nämlich gewaltig. Davon träumt sogar unser Metzgerssohn Shije noch. Sedö:

Zweitens zieht man den letzten Shir-Post in die richtigen Verhältnisse. Dass Kapitalismus stinkt wie drei Tage Jontef, wissen wir nämlich nicht erst seit gestern. Der Artikel vom Samstag wäre für mich, falls ich mich eines gewürgten Tages in einem anderen Leben als GC-Tuntie öffentlich bekennen würde, ein genüglicher Grund gewesen, um mein Tagi-Abo unwiderruflich zu künden. Also hat vielleicht der Verlag Herrn Kägi angerufen und gesagt, bitte keine Boulevard-Artikel mehr und schon gar nicht solche, in welchen sie freiwillig auf 15% (wohlgesinnt geschätzt) der Zürcher (hauptsächlich im Limmattal und Richtung weisse Socken) verzichten. Also schreiben sie bitte einen Widerruf oder werden sie ab morgen Pöstler. Und so kam's.
Natürlich könnte das alles nur eine abenteuerliche Vermutung sein, die Frontseite des Tagi-Zürich-Teils sieht aber schon ziemlich danach aus. Und wenn Kägi wirklich Gayceh-Fan ist, dann ess ich am ersten Tag Sukkes Mazze mit Esrig-Konfitüre.
Als dritte Beschäftigungsmöglichkeit nimmt man bitte das Gayceh-Verteidigungsbollwerk zur Kenntnis. Niemand rammt seinen Goalie so schön wie Rinaldo beim 0:1. Als besagtes Bollwerk offenbarte sich ja auch der Plastikzubi wieder. Im Fünfer mit 1.95m so selten blöd rauskommen und nicht an den Ball kommen, das muss man zuerst mal dem Köbi erzählen. MUSS man.
Drittens hört man in der Ghettogasse mal in die Sport-Gerüchteküche. Gemäss unbestätigten Shmues brodelt es in der Projekteküche gewaltig und nach Jontef dürfte Zürich agonistisches Neuland betreten. Die Fussballer unter uns dürften jedenfalls auf ihre Rechnung kommen, mehr sei derzeit noch nicht gesagt. In Kürze dürfte aber bedeutend mehr dazu folgen.
Aus einer anderen Ecke der Gerüchteküche wird derzeit auch kolportiert, dass die Erste Mannschaft des FC Hakoah dieser Tage um ihr Überleben strampelt. Unterstützung ist jedenfalls heftig erwünscht!

Dienstag, 28. August 2007

Besiktas - FCZ und CC ist dabei...


Nun ist es wieder so weit (leider aber noch nicht ganz und ich halt's fast nicht mehr aus). Der FCZ klopft wieder an den Türen der Champions League. Kurz nachdem viele ihn für halbtot erklärt hatten, versetzte er den Mitkonkurrenten zwei harte Ohrfeigen und hebt nun heute zu einer möglichen Grosstat auf der europäischen Bühne ab. Nesio Tauvo.
Vertritt Staubli bereits Cesar auf dem Flügel? Finden sich in Istanbul die hygienischen Voraussetzungen, um Fönzie fitzuspritzen? Wie gut imitiert Partylöwe Guatelli zu Übungszwecken den Rüstü? Wer setzt morgen für uns wieder ein Flanke direkt ins türkische Kreuz? Fragen über Fragen, bisher aber nur sehr wenige Antworten.
Reb Shloime Saalmann Hawdulesuger hat in einem Anfall von Tatendrang heute morgen für alle Anhänger von Chassidus Chübelsack im ZicZac Letzi einen Tisch vor der Leinwand reserviert. Ein grosser Abend kündigt sich an. Ab 18:15 Uhr wird eingetrudelt, für Trank sei üppig gesorgt.
Achtung: Matchbeginn wegen der Zeitverschiebung und 9/11 bereits um 19:15!
CC fieldtrips, da laufz!

Edit: Treffpunkt um 18:00 Uhr vor dem Chamsa, Match wird im Ellokal geschaut und wdg griäggt!!!!

Freitag, 20. Juli 2007

Der FC Aarau auf dem Weg zu neuen Höhenflügen

Und noch ein Rückkehrer. Der grosse FC Aarschgau, kleinkarierter Verein mit grossen Ambitionen (erstmals seit 1964 den Abstieg, geschweige denn die Barrage verpassen), hat auf ein Neues sein Kader (meine Favoriten sind Michael Ludäscher und Mario Mutsch, auf jetzt) auf einzelnen Positionen (insgesamt ca. 35), wie man so schön sagt, punktuell verstärkt. Es geht darum, dem offensichtlich etwas verdattertem Sockenkanton begreifbar und beliebt zu machen, dass das Brügglifeld langfristig keine würdige Stätte für solch einen historischen Verein ist und dass so kaum der Verbleib in der Süpürlüg gesichert werden kann. Das Brügglifeld, wo wohlbemerkt die Fankurve sich fläzend auf drei Treppchen entlang dem Seitenaus plazieren kann, gegenüber der Servilatprominenz der Nachbardörfer von Endingen.

Jedenfalls kann sich jeder an den gewesenen Mittelfeldstar des FCZ der erfolgreichen Neunziger Jahre erinnern. Flankengott einerseits und andererseits auch gefürchteter Freistossschütze (jeder Stürmer, der in die Mauer stehen musste, fürchtete bei Standards um seine N- und Füsse, weiter kam der Versuch in den seltensten Fälle) Sergio Bastida hat jedenfalls in der Schweiz im dritten Versuch seit den erwähnten glorreichen Tagen einen neuen Arbeitgeber gefunden. Dazwischen hat er sich bei (achtung, grosser zypriotischer Verein) Nea Salamina Larnaca (CYP) (davor beim Pitsilias FC) verdingt und nützlich gemacht. Bei Zürich damals ausgemustert, weil seine Knie der psychischen Belastung, der 29ste Fehltransfer Pontes zu sein, nicht standhielt und nach mehrfachen Kreuzbandrissen festgestellt werden musste, dass eine weitere Kooperation der grossen Karriere von Sergio hinderlich sein würde. Jedenfalls wird G'tt sei Dank sein Spielerwert noch mit 700k Euros angegeben, was mir schleierhaft erscheint. Aber der FC Aarau mit den tollen Pausenliedern wird uns sicher auch in dieser Saison Lügen strafen.

Besonderer Leckerbissen dürften für alle Chassidus Chübelsack-Auswärtsfanreisen-Komitee die zu erwartenden Tango Infernale-Kabinettstückchen mit Pancho Guerrero sein, einer weiteren FCZ-Perle vergangener Tage, welcher auch durch das System Schorsch (Höchi Bäll uf de Keita!) berüchtigt wurde und darin seine Grabschaufel fand. Ad kan Hakofe Rüebliacker.

Zusätzlich wollen wir es nicht vermissen, dem Schweizer Fussball in der EM-Saison für seinen ersten europäischen Eindruck zu gratulieren. Lochloch Yerewan wird zwar eine grosse paneuropäische Zukunft vorausgesagt, aber insgesamt wird YB doch gewünscht, sie möchten diese Provinzhürde überstehen. Von den Güllern wissen wir's inzwischen, Vaduz wird auch keine Stricke zerreissen. Aber wenigstens ein armenisches Erfolgserlebnis soll uns doch auf dem Weg zum Europameistertitel wenigstens vergönnt bleiben. Merci und Gitshubbz.
PS: Das obere Bild? Ist als erster Hit rausgekommen, als ich bei Google nach Bildern von Bastida gesucht habe. Sagt eigentlich schon alles.

PPS: Walti De Gregorio: Komm bitte wieder ein wenig runter und schreib wieder was Gescheites. Früher war alles besser, auch Deine Kolumnen (wenn auch nicht für sehr lange).

Donnerstag, 19. Juli 2007

Endlich endlich


Viel darf man ja eigentlich gar nicht sagen. Schliesslich spielten die Würste gegen die pickligen Agglo-Gesichter. Aber es tat schon gut, dass auch ein Güllen mal gleich anfangs Saison zweimal schwer eine auf die Wurst kassiert und nun schon mal die erste Krise verkünden kann. Tritt gegen ein defensiv ausgerichtetes Gayceh vorerst mit nur einem Stürmer auf und der verdreht sich dabei auchh noch so wüst den Knöchel. Armer Mensah, das sah schon vor der Mattscheibe schrecklich aus, will mir die Schmerzen beim Schuhabziehen gar nicht vorstellen. Ganz andere Schmerzen hatte ich jedenfalls, nach dem Match dem Ha(a)s zuzuhören. Der sagt noch weniger aus wie ein Durchschnittsfussballer. Und neuerdings muss man bei ihm ja immer befürchten, dass er seine Drohung, an der EM mitzumachen mit Alibileistungen untermauern will.
Auf der anderen Seite kann ich ja nicht sagen, dass ich mich freue, aber ich stelle mit einer gewissen Genugtuung fest, dass das neue alte GC (diesen Schnäbispruch hören wir inzwischen schon jede Saison und er wird nur noch schlechter) den ersten Sieg der Saison beanspruchen konnte. Jetzt dürfen sie vielleicht noch einmal Bisel putzen, damit es uns auf dem Weg zur Titelverteidigung der Titelverteidigung noch etwas leichter fällt und dann noch einen epischen Sieg bei der Schlacht zu Brügglifeld feiern, dann kann es aber relativ getrost in Richtung Barrage gehen. Ich bin nämlich absolut nicht der Meinung, dass Zürich zwei starke Vereine braucht. Ganz im Gegenteil: Zur geistigen Entschlackung dieses Brunzvereins wäre den Insekten wohl viel eher wieder mal eine Saison Challenge League zuzumuten.
PS: HM, Grasl - nu, nu, nu?!?

Mittwoch, 13. Juni 2007

Apocalypse now - eine Transfersaison mit zu hohen Hürden

Es gab ja welche, die heulten los, als bekannt war, dass Dzemaili die Zelte packen würde. Nicht ich, weil ich wusste, dass noch genügend Substanz im Verein war und Inler eigentlich der viel grössere Wert in unserem Mittelfeld war.
Dann verabschiedete sich - längst bekannt, zu erwarten und nach mehr Ärgernissen wie Erfolgserlebnissen - Margairaz: Stürchli, Spielverschlepper, missfunktionaler Flügel. Alles wurde ihm angehängt, jedoch war auch sein Anteil an der Titelverteidigung nicht von ungefähr.


Jetzt wird's aber ganz schwarz. Architekt des Spielsystems in einer Nacht- und Nebelaktion weg, ohne sich mal zu verabschieden (he, so gemein, und ich dachte er werde jetzt dann Zürcher Ehren-Stapi). Mit ihm im Schlepptau (was wohl alle von Anfang an wussten) wohl mit Gämperle im Schlepptau(die Toskana ist eben neuerdings ein Übername für Vertragsverhandlungen mit Kloss Hoeness in Berlin) und nun verlässt auch Gögi Inler den FCZ nach Udinese, in eine Richtung, wo ihm wahrscheinlich jegliche Körperöffnung mit Euros verstopft wird (lieber Euro kassieren wie Euro spielen), er jedoch sehr wenige Chancen hat, sich durchzusetzen, was ihm jedoch vergönnt sein soll. Jedoch wäre die Option Berlin mit Hinblick auf einen bekannten Coach und einer faktischen Stammposition sicherlich die verständlichere Variante gewesen. So könnte er nach den guten Ansätzen in der Nati Köbi Cohen weitere Kopfzerbrechen bereiten, sollte er nicht regelmässig zum Einsatz kommen. Denn soviel Goodwill bringt auch der CT des FC Schweiz nicht auf, um weiterhin auf den Cabanarsch zu setzen.

Und so bereiten wir uns in dieser grossartigen Phase auf die in 2 Monate anstehende Champions League-Runde vor, mit einer Gewaltsachse bestehend aus Hattlon Ärgerter, Malluege Abdi, Nobody Kollar, Banker Barmettler und Imperator Cesar. (Und einem Sportchef, der wohl vor Wut kocht, dem aber doch nicht genug Geld zur Verfügung steht, um gleichwertige Transfers zu tätigen).

Ob das reicht oder ob wir uns wieder mit halbwegs gut gespielt und doch blöd rausgeflogen begnügen müssen?

Freitag, 25. Mai 2007

Schweizer Meister 2006/2007

Grosser Abend.

Zuerst das grosse Zittern und über zwei Tage Jontef mit allerlei Chachomim, welche einem erklären müssen, warum heute abend Basel und GC die Spiele gewinnen wollen, Schauplatz Chabad, wo am zweiten Tag Jontef jemand nach dem Dawenen ein 20min auspackt und alle sich dahinter scharen, um die letzten Details für diesen grossen und lange erwarteten Abend zu erhaschen. Eben: Wichtig ist in diesem Moment vor allem die Matchvorbereitung und jedes Detail zählt. Und zusätzlich gilt es, eine Antwort auf alle Eventualitäten in Fachsimpelei-Verstrickungen zu haben.


Am Nachmittag der invane Versuch, sich aufs Ohr zu legen und so Zeit verstreichen zu lassen und der unerträglichen Nervosität zu entgehen. Was kommt auf uns zu? Was für Energien hat GC bereit? Rächen sich heute die Abwanderungsgelüste? Kommt nun alles doch anders? Versagen die Nerven? Schiessen wir am Ende 90 Minuten auf ein Tor und nichts geht rein? Erwartet uns ein frustriender Knorz?


Dampfhalber vergehen die ersten 3 Minuten des Spiels ohne Beteiligung der Redaktion, dann 30 Minuten ein unglaublicher Zermürbungskrieg, GC mit Spielanteilen, Mikari zeigt, dass er der einzige GC-Spieler ist, der Fussball spielen kann. Jaggy-Gaggi versteckt sich in der Innenverteidigung und muss sein Unvermögen eigentlich nicht mal zur Schau stellen. Etwas brotlose Kunst, einige Kombinationen, Tihinen und Von Bergen geben nie das Gefühl, dass durch die Innenverteidigung was durchsickern könnte. Und dann die Combo Raffael-Cesar-Raffael-Santos und die unnachahmliche Verwertung eines klassischen Knipsers. Wie man es in Zürich bisher eigentlich selten gesehen hat. Offside? Nein? Grenzenloser Jubel (Russland schlief zu dieser Zeit schon, fast ein Herzinfarkt zum Erwachen)


Die zweite Halbzeit mit Dominanz durch Zürich, verschiedene Rushes und Aktionen auch von Gayceh und dann der Hammer von Dos Santos aus 76.2 Metern, Marke Flatterball, den Leoni bravourös an die Latte lenkt. Die nächste Nervenkrise. Im Gegenzug der Hammer-Freistoss von Raffi, Margairaz, eben eingewechselt, zur Stelle und schiebt gegen die Laufrichtung hinter den weiten Pfosten. Offside? Nein? Und wieder grenzenloser Jubel. Der Meistertitel ist nur noch Sekunden weg. Endlich Erlösung und ein Leiden, das nun schon seit März und einem Grossteil der Rückrunde andauerte, findet ein jähes, grelles Ende. Einige, inklusive Tripolis, hatten bereits Zweifel und Ängste, andere hatten sich und die Hoffnung bereits aufgegeben (Majesty: Schnauze, im Flextempel zum Halbfinale hast Du es vor Zeugen gesagt. Unverzeihlich!). Danach die Interviews. Die Krücken von Blerim und Stüggel fliegen, Ehrenrunde vor Hotz und das Kübelstemmen durch die ganze Mannschaft. Und wiederum der Nachweis, dass Schweizer Reporter keine und wirklich gar keine gute Interviews hinkriegen. Teleclub hatte gestern interne Kommunikation während der Feierlichkeiten in der Kabine auf dem Schirm, einfach dilettantisch und erbärmlich.

Aber das alles war zu der Zeit egal. Überall in der Stadt jubelnde Gesichter und hupende Verkehrsteilnehmer und schliesslich auf dem Helvetiaplatz und im Kanzleiareal ein grosses Fest mit 200'000 Liter Bier, Sound und hartem Fest. Irgendwann kam die berechtigte Hoffnung noch auf, die Mannschaft würde am Helvetiaplatz auftauchen, was sie dann auch tat, jedoch nur um im Schrittempo durchzufahren und dann wieder wegzufahren. Sinn der Übung blieb jedenfalls verborgen.
Und am Ende und über die ganze Meisterschaft siegt die Mannschaft mit den meisten erspielten Punkten. Denn der Vorsprung ist über die Saison entstanden und nicht nur gegen Muntwyler. Dass die dann stümperhaft einen unberechtigten Spieler einsetzen ist dumm und bedauernswert. Es ist nicht der Verdienst von Zürich, jedoch hätte jede Mannschaft die Punkte angenommen.
Und eine Saison mit vielen Rückschlägen findet ein Ende. Blerim war am Ende neben dem Feld wohl wichtiger wie er es kurz vor der Verletzung auf dem Feld selbst war. Barmettler hat seine Position gefunden und braucht nun einen grossen neben sich auf der DM-Position; sei dies Gögi oder ein Nachfolger. Von Bergen hat gezeigt, dass er gesund für Kuhn eine Variante für die Nati ist. Und unsere Stürmer treffen wieder, was für den Ausgang der Meisterschaft ausschlaggeben war. Und wenn sie nicht treffen, dann geben sie die entscheidenden Pässe, wie Raffael gestern zweifach. Grandios. Und jetzt mischen wir Europa auf. Weil Chikhaoui neben Aegerter mehr als ein Versprechen ist und Bickel mit Canepa bereits an weiteren Verpflichtungen arbeitet. Und irgendwo hoffe ich immer noch, dass Santos nicht gehen muss. Nachdem der Knopf in den letzten Spielen endlich aufgegangen ist, hat er nach diesem Meisterschaftfinale nichts eher verdient.
PS: Heute morgen übrigens trägt man im Büro übrigens weiss. Zu Recht.
PPS: Es freut mich ausserordentlich, wenigstens einen gemeinsam mit den Bislern und der gesamten AGL zu feiern: Ein Jahr lang kein Mauern in Schwarzgelb. Ein herzliches Beshiftechem Beshulem an den Xa-Max.
PPPS: Zitat vom Abend gestern: "Wo isch de Bier?!?!?"