Mittwoch, 24. September 2008

Ausweichs- im Herbstmanöver (posted for Gonzalez Tripolensis)

Jontef allein ist von aussen betrachtet schon eigenartig, man hämmert sich mit Speis und Trank bis an die Grenze des Erträglichen, schleppt sich zwischendurch in die verschiedenen Betlokale, tauscht sich über das Gewäsch der vergangenen Wochen aus und wenn's ganz dick kommt, dann reicht vielleicht am Ende der Kräfte die Energie auch noch für einen flotten Spaziergang zweimal um den Häuserblock. Bei allem Ächzen und Krächzen möchte man also wirklich auch seine Möglichkeiten einteilen und keine Kräfte unnötig verschwenden.
Als Element unserer Auffassung des Service Public (nicht wie SF, kännsch?) sei an dieser Stelle deshalb auf die Einsätze der Walt Disney-Komikertruppe a.k.a. des Synagogenchors hingewiesen. Man muss ja nicht zu allem ja sagen bzw. Kenntnis schützt vor Ärgernis.

Hierzu also die offizielle ICZ-Meldung:

Unser beliebter (!!!) Synagogenchor singt über die Jamim Towim:

Erew Rosch Haschana Synagoge
1. Tag Rosch Haschana Synagoge
2. Tag Rosch Haschana Gemeindehaus
Kol Nidre Synagoge
Jom Kippur Synagoge

Dienstag, 23. September 2008

Aus der Gerüchteküche (posted for g. tripolensis)

Der Koscher-Umschlagplatz wird ja neu aufgemischt. Da schmeisst einer einen Bagel zwischen ein paar wackere Zeilen Bücher und gibt einem die essenzielle und unumgängliche Shabbes-Zahnbürste gleich mit und schon rumpelt es. Da gibt es die erwähnte Neueröffnung des fleischigen Restaurants in der ICZ, welche doch unumwunden auf Zustimmung und Vorfreude stösst. Angeblich werden schon erste Reservationstermine feilgeboten und Tisch Nr. 770 ist bereits für die ersten drei Monate ausgebucht.
Churban Brünzel (macht Euch nicht lustig, der heisst wirklich so) hat sich deshalb auf Erkundungstour gemacht und versucht herauszufinden, was es mit den Gerüchten und Milch & Honig auf sich hat, wo unter vorgehaltenem Tallis-Sack gemunkelt wird, dass der einzige Pizza-Delivery-Service der Stadt, der ohne Quittungen und Wechselgeld unterwegs ist, auf der Suche nach einem alternativen Lokal ist.
Churban konnte diesbezüglich keine Bestätigung von offizieller Seite einholen, jedoch mehren sich die Vorzeichen eines Umzugs von Milch & Honig eindeutig. So befindet sich gemäss Pächter/Eigentümer/Chefwalzer die Suche im fortgeschrittenen Stadium, jedoch unter schwierigen Vorzeichen. Es werde jedoch auch auf neuen Kanälen und Kanüsen gefahren, so sei eine mögliche Variante auch die Eröffnung eines neuen und weiteren fleischigen Restaurants.
Es gab Zeiten, da musste man für ein Stück geniessbares Fleisch noch selbst hinter die Küchenplatten stehen. In absehbarer Zeit ist es also ein mögliches Szenario, dass wir vor lauter Kühe die Weide nicht mehr sehen. Wir sind gespannt und hoffen auf weitere Einsichten von Churban Brünzel.

PS: Nein, meine lieben Neu-JüZ-Leser. Churban Brünzel hat nichts mit Churban Europa zu tun. Irgend jemand darf mir dann bei Gelegenheit erklären, warum wir einen neuen - im Übrigen genauso fremdsprachigen - Ausdruck für den Holocaust benötigen. Aber das ist ein eigenes Thema. Genauso wie Streimelträger an einem Mittwoch.

Naches, naches wie gohts?

Am Sonntag hatte ich wieder mal das Vergnügen, mit dem Schwarzen Teil meiner Familie, nicht so Schwarz, die religiöse Prägung, eine Simche zu feiern, eine Sheva Brachot um genauer zu sein. Normalerweise keine grosse Sache, man geht hin, sitzt getrennt an einem grossen Tisch und ist irgendwelche Reste von Schein und Fein. Aber zu meiner Überraschung, es geht auch anders. Nichts ahnend komme ich dorthin, in den Pavillon im Muggenbühl, und sehe als erstes eine Mechize und dann einen Mann mit einem Keyboard. Das konnte ja nur heiter werden. Weiter ging es, das Brautpaar kam früher als die meisten Gäste, der Gastgeber sogar mit 40min Verspätung und er war nicht der letzte. Geredet haben dann neben den Vätern des Brautpaars, der Präsident der Agudas Achim, der Grossvater des Chatan, der Gastgeber und Herr R. Levi, der im übrigen mitten in einer Rede in den Saal gekommen ist und die Rede so unterbrochen hat. Es gab natürlich auch positives, das Essen zum Beispiel. Zur Vorspeise gab es gebratene Leber mit Safran Risotto, dann Kalbs Koteletts und Ente und zum Desser noch einen Apfelstrudel. Das Essen war besser als an manchen Chassenes....

Alles in allem eine weiter bereichernde Erfahrung!

UB

Donnerstag, 18. September 2008

Death Magnetic - Tribut an sich selbst



nach rund 5 jahren hat das warten ein ende. metallica bringt mit "death magnetic" ihr neustes werk auf den markt. die cd selbst besticht als erstes durch ihr cover. ein - von seite zu seite kleiner werdendes - sargförmiges loch in der mitte des covers lässt von allen seiten ein wenig aufblitzen. ähnlich verhält es sich dann auch gleich mit dem inhalt. death magnetic ist ein angekündiktes patchwork-album. der versuch, von allen erfolgreichen alben das erfolgreichste einzubringen und zu einem überwerk verschmelzen zu lassen, ist aber nur beschränkt geglückt. zwar ist die angekündikte mischung zwischen dem wohl erfolgreichsten und besten werk "master of puppets" und dem populistischen durchbruchs-album "black album" durchaus erkennbar. allerdings lässt das album jegliche kontinuität vermissen. man hat eher das gefühl, dass sich die band fast selbst ein tribute album erstellt hat und mit jedem song an eine andere phase ihrer erfolgreichen karriere erinnern wollte. hier ein song praktisch nur aus staccato-riffs bestehend und tönend als sei er direkt in einem blechbehälter gespielt worden, dann ein fast 10-minütiges wechselspiel an stil, tempo und inhalt (ja, auch die songs sind in sich nicht besonders konstant) und dann eine schnulze. a propos: der von einigen lang erwartete dritte teil von the unforgiven ist doch sehr brav aber immerhin nett anzuhören (auch wenn er phasenweise nach einem linkin park song tönt). das instrumental-stück ist zwar ok, aber auch nicht der grosse reisser. ausserdem ist die single-auskopplung ungeschickt gewählt. der song ist zwar gut, aber für die massen viel zu lang und eben zu unkonstant (der durchschnittliche radio-zuhörer wird wohl meinen, dass das drei verschiedene songs sind). heute darf ein populärer song leider nur noch 2.5 minuten dauern (die aufmerksamkeitsspanne ist leider nicht länger). gott sei dank hat sich metallica nicht dazu hireissen lassen und alle songs sind lange werke. es stellt sich sowieso die frage, ob eine single-auskopplung überhaupt nötig ist...
es bleit die erkenntnis, ein solides album erhalten zu haben, das aber nicht an die besten herankommt, welche die four horsemen produziert haben. der versuch es allen recht zu machen ist ein weiteres mal gescheitert.
auch wurde hier ein weiteres mal bewiesen, dass eine solch grossartige band nur am eigenen ruf scheitern kann. denn das album ist an und für sich nicht schlecht (es ist sogar ziemlich gut). weiss man aber, wass die wirklich drauf haben, schwingt eine kleine portion enttäuschung mit.

fazit: nett zum hören, unterhaltend, aber kein album für die geschichtsbücher.

ein fan

Freitag, 12. September 2008

Klas ist has und wir applaudieren! (postet for g. tripolensis)

Gestern zu später Stunde, als nur noch die Allerfleissigsten das Büro noch hüteten, erreichte uns die frohe Kunde, dass die ICZ nun endlich eine Lösung für deren marode fleischige Küche gefunden hat: In Kürze soll in Zürich wieder auswärts fleischig gegessen werden können, endlich gibt es für die Myriaden von blutrünstigen Kannibalen und lustvollen Naturfaser-Verzehrer wieder die Möglichkeit bestehen, sich politisch korrekt zu verpflegen. Abgöttische Freude und Simchesnaches herrscht.

Dass es sich beim Restaurateur um einen Local Player handelt, der in den letzten Jahren bewiesen hat, dass er ein gastronomisch ansprechbarem Menu auf die Beine stellen kann (Klas Rittri von Books & Bagels) und es geschafft hat, ein In-Place für kurzweilige Mittagessen und Mitnahme-Mahlzeiten zu institutionalisieren, lässt doch aufhorchen und Gutes erhoffen.
Wir verweisen auf die Liste der Best of-Schalom, welche vor einigen Monaten hier publiziert worden war, wünschen von Herzen viel Erfolg und gutes Neues und freuen uns auf ein erstes, neu-gieriges Wiedersehen in der alten Wirkungsstätte von Lerch, Jasmin und Co..
NACHTRAG: Wir möchten an dieser Stelle auch dem Tachles gratulieren, welches nach Jahren von Grabenkämpfen und doch ziemlich heftiger Anti-Establishment-Einstellung gegenüber der ICZ diese Initiative inzwischen in so positive Energie umzumünzen wusste, sodass die ICZ es neuerdings für opportun empfindet, in ihrer offiziellen Mitgliederpost zu obiger Thematik gleich auch noch der Ausführlichkeit halber auf das Tachles selbst hinweist. Man darf das durchaus auch politisch fragwürdig finden.

Mittwoch, 3. September 2008

schon lange im ärmel...

... hatte ich diesen guten herrn. kampfbasler und dorfarzt von fiesch. während zwei wintermachanot mein bester freund. redet machnchmal aus spass hochdeutsch. sein bürste ist einfach zu schön um für mich zu behalten. SCHNAUZ!!!

Donnerstag, 14. August 2008

Balkan Beat Box hits Winterthur!


Jungs
Es ist in meiner Funktion als kultureller Tortenheber dieses Mediums, Euch auf eine amerikanisch-israelische Hammercombo aufmerksam zu machen: Die Balkan Beat Box kommt am 26. August 2008 im Rahmen der Winterthurer Musikfestwochen in die Schweiz und gibt in Winterthur die einzige Show der Schweiz.
Obschon hierzulande eher unbekannt, ich kann Euch versichern, dass die Freunde der balkanischen Klänge keinesfalls enttäuscht sein werden!
Gebt Euch deshalb für eine Kostprobe ihres Könnens die Balkan Beat Box-Homepage und ihren Myspace-Auftritt.
PS: Das Konzert ist gratis und es gibt nur eine Option: Hin damit.
PPS: An die Herrschaft aus Pfaffige: NEIN, DU KENNST SIE NICHT AUS DEM RADIO!!!
PPPS: Es leben die Geschäftsanlässe, welche den Besuch solcher Anlässe verunmöglichen. Würg!

Freitag, 8. August 2008

Top 5 der heimatlichen Vorzüge

So, man ist eindeutig wieder zurück. Die Rucksäcke sind versorgt, die Mückenstiche noch nicht und gleichwohl sind die Erinnerungen noch so frisch und präsent als sei man noch in Madagaskar. Vielleicht kommen in den nächsten Tagen noch ein paar Themenblöcke, inzwischen sei aber lediglich auf die fünft Punkte hingewiesen, welche im Rahmen der erfolgten Rückkehr am meisten Freude machen:

1) Zürcher Hahnenburger: Es gibt keines wie das Zürcher Hahnenwasser. Man dreht am Hahn und es kommt das frischeste, kühlste Wasser, das ich in meinem Leben je mit Heimat identifizieren könnte. Ein bisschen süss, glasklar, keinerlei Nachgeschmack, keinerlei Chlor und vor allem dieses unerklärliche Gefühl, man erhalte die Muttermilch der Zürcher Voralpen. Kein Abkochen mehr nötig, kein Ausländer-Wässerchen, kein kartellisiertes Produkt eines staatlichen Konzerns, einfach nur flüssige, durchsichtige Glückseligkeit.

2) Geteerte Strassen: Ich hätte nie gedacht, dies eines Tages noch zu schreiben, aber wir sind 2 Wochen über Schotterpisten, löchrigen Beton und Teer, Flüsse und Sanddünen gefahren. Eine Strasse mit einem richtigen Strassenrand und Bordsteinen, Kurvenabschrankungen, wenn es brenzlig werden sollte, Strassenschildern und die Möglichkeit, nach der Durchfahrt eines x-beliebigen Fahrzeugs atmen zu können, sind viel wert.

3) Strichcodes und angeschriebene Preise: Verhandeln hat ja immer seinen Reiz, vor allem wenn man weiss, dass man am Ende maximal bei 50 % des Verkäuferpreises ankommen sollte. Wieviel kann/darf man noch drücken, ohne dem Verkäufer ans Eingemachte zu gehen, ohne ihn auszunehmen bzw. sich ausnehmen zu lassen, weil man die Hautfarbe eines Emmentalers hat? Alles interessante Fragen, aber manchmal möchte man einfach nur eine Tafel Schokolade oder eine Mandarine, ohne sich den Kopf gegenseitig wundzufeilschen. So schön.

4) Nachts unterwegs: In der Dritten Welt ist es abends dunkel und das fast ein bisschen zu sehr. Und weil oft die Strassenbeleuchtung nur entfernte Utopie ist und nachts alle Jäger gleich dunkel sind, endet das Leben fast überall mit Eindunkeln. Transporte nur noch per Taxi und dann ohne Umwege von A nach B - und dies bei Finsternis um 18:30. So ist ein Abendleben ziemlich exklusiv und nicht in jedem Fall möglich. Umso schöner, wieder da zu sein.

5) Sauberkeit und Hygiene: Viele Orte, die wir gesehen haben, waren von einzigartiger Schönheit und bergen unvergessliche Erinnerungen. Andere jedoch auch Elend und Armut, wie man sie sich hier kaum vorstellen kann. Vielerorts wird gespuckt, in Staub und Dreck gelebt, gestunken, geraucht und getrunken, was das Zeugs hält. Manchmal ist dies nicht ganz so trivial zu verfolgen und sich an einen solchen Zustand zu gewöhnen. Umso mehr weiss man es wieder zu schätzen, wenn man die Sauberkeit und Ordnung hier sieht, über welche man sich sonst immer lustig macht. Es hat aber eindeutig auch grosse Vorzüge.

Diese Punkte sollen jedenfalls nicht darüber hinwegtäuschen, dass man auf solchen Reisen und mit dem Kennenlernen fremder Bräuche und Kulturen und gerade an solch entfernten Ecken der Welt die Schönheit des Lebens und die Verschiedenheit der Kreaturen in unserem vielfältigen Garten zu schätzen lernt. Wir haben uns einzeln und global Erinnerungen eingeprägt, welche wir nie vergessen können werden und die jeden Meter dieser Reise wert machten. Das Lächeln von Kindern, unberührte Schönheit der Natur und Begegnungen, welche uns noch lange begleiten werden.

Montag, 4. August 2008

Last call for passengers Zagoury Günzburger


Hi folks!
We're slowly and sadly getting to the end of our journey. We got to Antananarivo (first city with anything looking like traffic and suburbs) today and will leave from here tomorrow night to get back to Zurich. Everything went down very smoothely and that makes the return into reality and civilization even harder. So we're leaving the land of Chamaleons & Zebus at night which will give us the full tuesday to enjoy the city of Antananarivo - even if both of us have a bit of a weird feeling with such big cities - always the hardest part while travelling off the beaten track - after weeks and weeks of offroading and nature. But for now we checked in a cool little hotel and will soon get to have some dinner. Last Shabbat we spent in Ambositra, a cute little city south the capital. Nothing extraordinary, but quiet relaxing and a good spot to find some decoration for our new common home. Apart from that we managed to get us a serious cold and arebound very closely to tissues since. But that's peanuts. Today we got here by taxi-brousse with Malgashi folks that probably take a car once in four years. Result: half the minibus was throwing up for most of the ride. Fortunately we had gotten us the two front seats, but the smell was nice anyway.
Well, that would be the end of the reporting of our vacations, and we look forward to telling you more of our ventures in persona.
Take care and see you very soon!

Montag, 28. Juli 2008

Tulear, here we are!






Hi folks!
The sunny travelers are back into civilization well and healthy. Actually our last posting was interrupted by the sudden decision of our two morown tour guides who decided in the last second that they wouldn't make the 4x4-travel as we had agreed but that we needed a second driver and a second car. Nay, we said. And found ourselfs running around in the lost city of Morondava looking for a driver and a car that would take us down the western coast of Madagascar. Gonz found himself in the dark in the middle of a road running after some Malgashi guy that pretended he would know anything - not being able to communicate with him. At some point Gonz dropped out and sent him into the void by himself. At last we found Gerard, and not Geri, who drove us right where we wanted and even for a cheaper price. The first two days were veeery bumpy, dusty and long. With the Toyota Land Cruiser we had to cross rivers, take a ferry dragged by people through a river, where we spent half of the day on the coast. After two nights we ended in some lost corner of Madagascar in the middle of dark, in Morombe. One only hotel had affordable prices - and no comfort at all. Gonzens back still shivers at the mere thought of its bed. Still the morning after we travelled on with the french couple - he would talk to anybody on spastic movements-language and about anything - and 2 french heavy smoking sisters. And from that moment on we saw the most beautyful hidden corner of Madagascar, it's western coast. We slept in lost fisher villages, saw the most amazing beaches ever, ate fresh fish, sunbathed, bathed at all. It was amazing. Shabbat we spent in such a village, where we were really well taken by the villagers, who's kids fooled around with us on the beaches and where we assisted to the fishing of a ray of 3 m diameters. It was amazing.
Today we finished the coastal part at Ifaty, which was far more touristic and ended up a couple of hours ago here in Tulear. Big city, some fairly paved roads again and the beginning of the last week of our honeymoon. The internet cafe has a terrible connection which doesn't even allow to get into a mail account. So far so good.
We met the great french couple from the first week again - in front of the local bank and absolutely randomly. We're having dinner together tonight.
They say that the cities here are not for big movement in the evenings when it gets dark, which is already at six in the evenings.
Anyway, next week we're in Fianarantsoa and some rainforest, before we join Ambrivazo for shopping and then our honeymoon seems to terminate already. Buuuuh....
But we miss you a great deal and we think of you a lot. Especially in these times where we have no possibility of communication sometimes it feels a bit odd to be so far off the world. But that' s part of the beauty of this travel, isn't it...
Stupid enough today the camera broke, guess it won't be possible to fix it over here, so we'll just have to tell you about the last week - and you will have to trust us on it, muahaha.
So, keep everything in it's right place until we get back. We still kind of look the same even if quiet roasted from the coastal sun. Stomaches are also okay - sometimes. It's a bit odd to adjust yourself to the customs here and the foods, but we manage quiet well. Judith has become an absolute rice-addict. She eats it three times a day and when she doesn't get it for three hours, she starts shivering and moaning. It gets me sick. Malgashi beer on the other hand is funny. Tasts a world better than the Carlsberg soup we had all over June. It's called Three Horses, even if we haven't seen one single horse in two weeks, only Zebus.
Well. That's it for now. Take good care of yourselfs and of each others, as Jerry Springer says wisely.
Gruess
Susi und Strolch

Montag, 21. Juli 2008

"Bonshu Uaza"

Hi everybody - or as we are used to be greeted here " bonjour vazaha"; corresponding to "hello white"
Finally we reached a spot where we have access to internet - and tomorrow at sunrise are leaving it again.
The place is really hard to imagine. Monday we arrived at the airport and continued straight to Antsirabe and Miandravazo where the day after we emmbarked on a little canoe with two locals and drove down the Tsiribihina river. Chamaleons, a crocodile and lots of friendly village people accompanied us on our three days trip to the sea, where we continued on a 4x4 drive to the Tsingy mountains and baobab allee. Beautiful sceneries, very friendly folks and ... to Judiths happyness: tons of rice!!!
On the way we met a great couple from La Reunion with whom we spent the past couple of days. Also we met other frenchies randomly travelling together and yesterday we decided to do something really fun with them: We rented a 4x4 with them and are driving down the desert coast to Tulear as off tomorrow. Blue lagoons, baobab forests and the second coral reef in the world are waiting for us - and very few tourists.
We`ll tell you more further ahead. For now all we have is the knowledge that we probably have no internet connection for the rest of the week.
(now suddenly the situation changed and we need to figure out a new driver, since the old one dropped out - welcome to Africa)
Yalla, we`re off for now. Take care and don`t forget about us!
Kisses from Tripolis and Atlas

Montag, 14. Juli 2008

Angekommen!

Hello everybody

For purposes of linguistic barriers in Switzerland and difficult adaptation to the local computers just a short notice from the newly weds in English.
We arrived fine at Antananarivo this morning and are now on the way to the river where we will paddle down the stream for the next two days.
Flight was long and quiet exhausting, but the landscapes here make up for it easily. The island caught our heart from the beginning away.

We'll give more updates once there is really something to say. Lots of kisses and read from us soon again!

PS: No pictures for now, doubt that will work from here. Infrastructure very poor. The one existing highway looks more like Allmend in Zurich...

Freitag, 11. Juli 2008

Marrakesch und Tripolis im indischen Ozean


Simchesnaches hoihoihoi!

1) Der Blog lebt noch. Jechi!
2) Deutschland ist nicht Europameister geworden, also ist alles noch im Lot.
3) Marrokko und Libyen haben geheiratet. Und der ganze Blog hat zugeschaut (also lebt er noch, nach dem Motto: ich sehe, also lebe ich)
4) Zu Ehren dieses Anlasses wird sich eine Delegation bestehend aus der besseren und vor allem der schlechteren Hälfte der neuen Familie auf die Spuren von Lemuren und Chamaleonten nach Madagaskar begeben.
5) Eben: Der Blog lebt noch. Deshalb werden wir an dieser Stelle regelmässig unsere Eindrücke von der Insel einfliessen lassen und Euch Berichtchen schreiben. Zwecks vereinfachtem Verständnis für Ost und West, Franz und Franc sowie Rösti und Graben werden wir unsere Berichte wohl auf Anglikanisch verfassen. Ankunft ist für Montag Morgen in Antananarivo geplant, der Hauptstadt, von welcher niemand weiss, dass sie ausser in den Primarschul-Realien-Tests wirklich existiert (war jeweils die Zusatzfrage, deren kumulierte Antworten zu einem der legendären SJV-Heftchen berechtigte).
6) Genug geblödelt, jetzt wird ... Gut Shabbes!

Freitag, 13. Juni 2008

Mittwoch, 4. Juni 2008

fleischgewordene fussball-prostitution

in guter alter manier muss ich wieder einmal sagen: die jungen von heute! früher war doch alles besser! wo sind wir nur hingekommen!

das lese ich doch auf 442.ch (ritter der absoluten wahrheit!) folgenden artikel über robinho:

Robinho stellt seine Zukunft bei Real Madrid in Frage. Der Offensivspieler wird seit einiger Zeit mit Manchester United, Chelsea und Milan in Verbindung gebracht. "Ich habe immer gesagt, dass ich gerne bei Real bleiben würde. Aber wenn keine Vertragsverlängerung erfolgt, hätte ich kein Problem damit wegzugehen", so der 24-jährige Offensivspieler, dessen Vertrag beim spanischen Meister noch bis 2010 läuft. Real ist nun also gefordert.

ich möchte daran erinnern, dass es um robinho und real schon einmal ein theater gab. als es im sommer 2005 darum ging, ob real es hinkriegt, robinho vom fc santos zu übernehmen. damals mischte sich der spieler öffentlich in die diskussion ein und liess folgende statements verlauten (nur eine auswahl!):

- real ist für mich ein kindertraum.
- für mich gibt es nur real!
- ich bin bereit auf teile meines lohns zu verzichten, damit ich zu real kann.
- ich war schon immer real fan (nicht werder-fan?).

diese herzzerreissenden liebeserklärungen scheinen heute kein thema mehr zu sein. es macht den anschein, dass robinho einfach spitz war auf die internationale bühne zu treten, egal wie. und real war halt interessiert und er sprang auf den fahrenden zug auf. ein ziemlich luxuriöses sprungbrett. der soll doch froh sein, bei einer top-mannschaft bereits einen namen zu haben. wie viel höher hinaus will er denn noch?

dass robinho kein kind von traurigkeit ist, beweist er indes auch immer wieder auf dem spielfeld. nicht selten sieht man schwalben von ihm. und wenn der schiri darauf reingefallen ist, jubelt er schmalos (meh seht... är luegt zum schedsrechter. er weiss 'i ha dr penalty griegt'. jetzt holt är sich bim dreener d'bestätigung. denn spant är sini finger zunere kugle und schiebt die hi und här. bi uns- im irrehuus- nennt me das 'e fust mache'...). auch nachtretereien gehören neben rumheulerei auf dem feld und verbal-attacken neben dem feld zum erscheinungsbild des 24-jährigen. alles in allem, trotz seiner genialität, ein nicht selten mühsamer spieler.
vieleicht wechselt er ja wirklich (wohl kaum...). und dann wird er vermutlich auf die welt kommen. hoffentlich!

tja, dumm gelaufen

es tut mir sehr leid, dass ich den paris hilton post schon von der obersten stelle verdrängen muss. aber dieses bild kann und darf ich euch nicht vorenthalten.
gestern raste in mexico ein autofahrer in eine gruppe von radfahrern, die gerade ein rennen bestritten. der lenker war betrunken und stand unter heroin. die tragische bilanz: etliche verletzte und ein toter. das spektkulär dabei ist aber das foto, dass herausgekommen ist. denn ein fotograf hat doch tatsächlich im entscheidenden moment abgedrückt. dieses foto ist für mich klar ein kandidat für die auszeichnung world press foto 2009 (die 2008 variante ist schon vorbei. ausstellung war im sihlcity/papiersaal. nächstets jahr hoffentlich ein cc event, da ggk). hier nun das bild:


bitte nicht als motivation nehmen, falls die teutonen siegestrunken durch zürich marschieren!

Dienstag, 3. Juni 2008

Letterman mit Hilton am Start

Liebe Kinder gebt fein acht, ich hab Euch etwas mitgebracht.

Nein, für einmal ist es kein Crashkurs in Fekanik, sondern wieder mal ein Yutubbel-Post. Und zwar hat sich Ihro Ehren David Angloschmidt Letterman wieder einmal die Ehre mit Paris Hilton gegeben. Es ist wirklich ein Jammer. Dieses Mädchen ist ein wahres Genie. Sie spielt mit eigenen Hirnlosigkeit, sie kokettiert damit, sogar noch dümmer zu wirken, als ob es sonst schon nicht reiche, und alle spielen mit. Alle kaufen ihr dieses WC-Bürsten-Gebaren tatsächlich ab! Unfassbar. Dabei ist sie nun wirklich die einzig Brauchbare von uns allen.
Leider müssen wir nun aber herausfinden, dass Paris Hilton ihren Mann fürs Leben gefunden hat und wir uns folglich mit dem Leder begnügen müssen. Vielleicht verkauft sie ein solches aber auch mit ihrer Kollektion.
Letterman ist jedenfalls wieder mal köstlich. Er könnte sich die Finger abbeissen vor Ärger und Selbstironie, nimmt sie aber gemütlich auf seine Ulktour und das Resultat lässt sich wirklich sehen.
Sedölüeg:


PS: Morgen gehts dem Nillenhattlon an die Knöchel. 20:45 in der JLeague-Halle, da laufz!

Samstag, 31. Mai 2008

Grümpelturnier goes Schrott 2008

Unlängst sind die Anmeldungsaufforderungen für den diesjährigen und völlig überdimensionierten Grümpeli-Event (überdimensioniert wird ironischerweise auch von den Grümpelmachern selbst mit Bezug auf die Leinwand verwendet) eingegangen, der ja bekanntlich auf dem Parkplatz der EURO auf der Zürcher Allmend stattfindet. Manch ein potentieller Teilnehmer mag ob der überrissenen und -teuerten Teilnahmegebühr pro Mannschaft etwas befremdet worden sein. Nachdem Kreti und Pleti schon mit Anfragebriefen für Galadinners im Unkostenbetrag von läppischen Fr. 825.-- überrumpelt wurden, hält man es jetzt für notwendig und richtig, pro Mannschaft (auch bei Junioren und Piccolos!) einen Betrag von Fr. 300.-- Startgebühr zu erheben (Bambinos "nur 120.--). Was erhebliche Erleichterung bietet, ist die Tatsache, dass im Preis gleich auch 8 Tickets für die unverzichtbare EURO-Finalparty auf der Allmend und weitab von Zivilisation und Fanmeile enthalten sind. Weil wir ja eh alle dahin wollten. Ziemlich konkret wird so der megalomanische EURO-Event mit dem Grümpeli amortisiert. Und dies zulasten eines Traditionsturniers, wo es hauptsächlich darum ging, möglichst viele Teilnehmer aus möglichst unterschiedlichen Schichten und Herkünften zusammenzubringen und einen friedlichen, sozialen gemeinsamen Fussballtag zu verbringen.

Entrüstete Reaktionen wird es genügend geben und persönlich sind der CC-Red Action auch viele solche zu Ohren gekommen. Unter anderem wird von verschiedenen Mannschaften seriös in Erwägung gezogen, dem diesjährigen Grümpelturnier fernzubleiben, weil man sich nicht alles gefallen lassen will. Wir fordern aber alle auf, Ihre Meinung nicht nur im trauten Kreis kundzutun, sondern mittels gezielter Konfrontation des 0825-OKs (www.euro825.ch) eine Stellungnahme bzw. die Anpassung an räsonable Massstäbe für einen familiären Anlass zu fordern. Gemäss unbestätigten Aussagen des OKs rechnet man mit einer Zuschauerzahl von rund 1'500 Personen, was illusorisch und fernab jeglicher realistischer Planifikation liegt. Ein solcher Anlass ist ein Stock mitten in die Beine der Grümpeli-Tradition und in dieser Form überrissen wie unnötig. Wir wollen kicken, wir wollen chillen und sicher keine Elite-Anlässe. Der Schreibende selbst hat seit 15 Jahren praktisch kein Grümpeli verpasst, verzichtet aber unter diesen Umständen, auch auf den Abendanlass.

Oder in Zeiten grossschlachtiger (und kopiert-abgeänderter) Parolen anders ausgedrückt: Kommt die EM, geht die Grümpelikultur.

In diesem Sinne erneut gute Besserung und genug des Grössenwahns.
Schorsch Möckli

PS: In einem ersten Schritt hiess es überdies aus dem Umfeld des OKs, dass das Gala-Dinner für den Verein und nicht näher bestimmten Kosten diene. Inzwischen deutet die Webseite des Grümpeli's schon klar darauf hin, dass der Verein www.sport825.ch spezifisch für dieses Grümpelitheater gegründet wurde. Dass die Gala-Mittel deshalb ebenfalls in diese Kasse führen, lässt nur erahnen, in was für ein riskantes Spiel sich die Organisatoren hier haben treiben lassen.

Mittwoch, 28. Mai 2008

FC Religionen - FC Nationalrat 6:1 (posted for g. tripolensis)

Im Zeichen der vielfältigen Vorbereitungen zur EM (bestätigten Gerüchten zu Folge hat sogar der Ordnungsweibel der ICZ-Synagoge während des Omer-Zählens am Shabbat Morgen mit einem Schmunzeln auch noch die Tage bis zum Beginn der Euro angezählt) ist nun nach den Duellen zwischen Bergdörfern, Pöstlern, Obdachlosen und anderen Chassidim auch noch ein innerschweizerisches Duell zwischen dem FC Religionen und den Nationalräten durchgeführt worden. Natürlich konnte man nicht nur auf die Würdenträger an sich abstützen, weil der Ruuw unter anderem schon seit langem nicht mehr mit Onkel Sami auf das Garagentor kickt und die Sportlichkeit anderer jüdischer Würdenträger nicht mehr ganz so hoch gehalten wird und etwas schwerfällig geraten ist. Es gehört wohl auch zum Zeitbild unserer Generation, dass von den Exponenten unserer JGeneration Sport und körperliche Ertüchtigung für nicht annähernd so wichtig gehalten wird wie der Sauberkeitsgrad von Erdbeeren und andere Einzelprobleme.

Jedenfalls trat gestern eine Auswahl von jüdischen, christlicher und muslimischen Würdenträgern gegen die Räte an und versenkte diese diskussionslos mit 6:1. Auf jüdischer Seite wurden wir durch unsere wieder genesene Euro-Hoffnung und Kantor Jackson Mandel, JLeague-Akteur Rabbi Arik Speaker, den von Schorsch Möckli so zärtlich umschriebenen "caprotto" Ernesto Ferro, Ostkurven-VIP Sämi "Händ Ue" Dubno, sowie dem jüdischen Vertreter der interkonfessionellen Konferenz IKK, Robert Heymann, und dem Sohn des Rabbiners der Jüdischen Gemeinde Bern, Benjamin Polnauer.

Über den genauen Spielverlauf ist wenig bekannt, lediglich sei erwähnt, dass die heutige Ausgabe des "20 Minuten" auf S. 7 ein herrliches Bild enthält, wie Jackson dem Bortoluzzi fast seinen Tuches auf dessen Schulter setzt und gleich mal den Tarif durchgibt (worauf der lokale SVP-Haudegen gleich mal das Spielfeld verlassen habe).

Natürlich dürfen in Zeiten gestanzter Sätze und semiprofessionellen Floskeldreschens bei solch einem Anlass auch Nullitäten wie "die Religionen miteinander im Team, nicht gegeneinander", "gute Pässe zuspielen" und "Miteinander statt gegeneinander" ausgetauscht, aber wer hätte sich denn da schon etwas anderes erwartet...

Montag, 19. Mai 2008

für nostalgiker

liebe fussballfreunde

diese sendung ist doch ziemlich kultig:

1. r. späni als flyerin mit latour unterwegs. der "dasch e gränni! dasch nit normal
herr meier!" ausrster ist ja schon legender. aber wenn man den bericht schaut, fallen
einem noch ein paar schöne sachen auf. so z.b. eben der herr meier der gerade von einer "langen verletzung" zurückkommt. wusste ich nciht mehr. oder, dass bei servette ein gewisser top-stürmer alex frei fehlte.

2. auch beim bericht zum legendären 11:3 von wil gegen güllen, ist einiges gutes zu sehen. so kam dort ein hoffnungsträger names mensah zum einsatz (namensveränderungen à la n'koufo/nkoufo war damals schon in). bei wil war ein gewisser herr lustrinelli angestellt. aber das schönste:

das erste tor für güllen schoss ein jungspund namens barnetta, der mit seinen zarten 17 lenzen schon tore wie vom himmel geschossen hat.

damals gut und heute immer noch gross