Donnerstag, 18. September 2008

Death Magnetic - Tribut an sich selbst



nach rund 5 jahren hat das warten ein ende. metallica bringt mit "death magnetic" ihr neustes werk auf den markt. die cd selbst besticht als erstes durch ihr cover. ein - von seite zu seite kleiner werdendes - sargförmiges loch in der mitte des covers lässt von allen seiten ein wenig aufblitzen. ähnlich verhält es sich dann auch gleich mit dem inhalt. death magnetic ist ein angekündiktes patchwork-album. der versuch, von allen erfolgreichen alben das erfolgreichste einzubringen und zu einem überwerk verschmelzen zu lassen, ist aber nur beschränkt geglückt. zwar ist die angekündikte mischung zwischen dem wohl erfolgreichsten und besten werk "master of puppets" und dem populistischen durchbruchs-album "black album" durchaus erkennbar. allerdings lässt das album jegliche kontinuität vermissen. man hat eher das gefühl, dass sich die band fast selbst ein tribute album erstellt hat und mit jedem song an eine andere phase ihrer erfolgreichen karriere erinnern wollte. hier ein song praktisch nur aus staccato-riffs bestehend und tönend als sei er direkt in einem blechbehälter gespielt worden, dann ein fast 10-minütiges wechselspiel an stil, tempo und inhalt (ja, auch die songs sind in sich nicht besonders konstant) und dann eine schnulze. a propos: der von einigen lang erwartete dritte teil von the unforgiven ist doch sehr brav aber immerhin nett anzuhören (auch wenn er phasenweise nach einem linkin park song tönt). das instrumental-stück ist zwar ok, aber auch nicht der grosse reisser. ausserdem ist die single-auskopplung ungeschickt gewählt. der song ist zwar gut, aber für die massen viel zu lang und eben zu unkonstant (der durchschnittliche radio-zuhörer wird wohl meinen, dass das drei verschiedene songs sind). heute darf ein populärer song leider nur noch 2.5 minuten dauern (die aufmerksamkeitsspanne ist leider nicht länger). gott sei dank hat sich metallica nicht dazu hireissen lassen und alle songs sind lange werke. es stellt sich sowieso die frage, ob eine single-auskopplung überhaupt nötig ist...
es bleit die erkenntnis, ein solides album erhalten zu haben, das aber nicht an die besten herankommt, welche die four horsemen produziert haben. der versuch es allen recht zu machen ist ein weiteres mal gescheitert.
auch wurde hier ein weiteres mal bewiesen, dass eine solch grossartige band nur am eigenen ruf scheitern kann. denn das album ist an und für sich nicht schlecht (es ist sogar ziemlich gut). weiss man aber, wass die wirklich drauf haben, schwingt eine kleine portion enttäuschung mit.

fazit: nett zum hören, unterhaltend, aber kein album für die geschichtsbücher.

ein fan

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