Mittwoch, 16. Juni 2010

Zürich, 15:45: Der Siedepunkt ist erreicht, die Schweiz greift ins Turniergeschehen.

Szene um 15:45 in einem sonderlich normalen Zürcher Aussenquartier, auf einer sonderlich gewöhnlichen Terrasse mit einer grundsätzlich unaufgeregt normalen Schar Fussballfans. Man dürfte aber auch einen zweiten Blick in die Runde werfen, weil die Prozession heute bereits um 13:00 ihren Lauf nehmen wird. Das Gros der Aficionados hat den Nachmittag frei eingegeben, damit auch gar nichts dem Zufall überlassen wird. Andere schalten für 2.5h eine Lernpause ein oder werden zur entscheidenden Zeit von einer seltenen und merkwürdigen Unwohlnis überfallen. Auch sonst wird das Publikum eher ungewohnt sein. Durch das sonst so biedere und standardmässig unaufgeregte Wollyhood werden die Vuvuzelas dröhnen, als werde gerade Jericho umzingelt. Wer will nochmals, wer hat noch nicht? Niemand ist mehr in ziviler Kleidung, alles hat sich in rot-weiss geworfen und schwitzt sich die letzten Liter Aufregung aus dem Körper. Der Grill dünstet also um 15:45 bereits in seinen letzten Zügen, das Spiel kann losgehen.
Eigentlich stellt sich gar nicht mehr die Frage nach dem Spielausgang, sondern mehr noch die Frage nach der Befindlichkeit dieser kranken Zuschauer. Wie sieht es in solch einem Fan vor dem Spiel aus, noch viel entscheidender stellt sich die Frage nach der Befindlichkeit eines solchen während den 24 Stunden vor dem Spiel? Yves Bourgignon, Aussendienstler von Chassidus Chübelsack hat nachgefragt.

Was war der letzte Gedanke gestern vor dem Einschlafen?
Keinohrhase: Bläst Mützel am nächsten Rosh Hashana in die Vuvuzela statt ins Schofar?
Majestix: Hakan?
Djibril ibn Tamtam:
Hakan am Jubeln nach seinem Freistosstor
El Tigre: Wie werde ich es nur schaffen einzuschlaf..CHRRR
Hubertus:
Ich hatte einen vollen Bauch, da ich im Schletzhunger- Anfall noch eine Teller Bolognese um 23.30 Uhr verschlungen habe. Was der letzte Gedanke war, kann ich aufgrund des Vorprogrammes des Schletzhungers nicht mehr so genau darstellen.
Linux:
Über unseren Jubel beim 2:0 gegen Spanien durch Derdiyok auf Flanke von Hakan.
Gigiboy: Isch es möglich, dass mer innert 24 h us de Schwiz Nordkorea macht??? Gök Han In? Hak An Yan? Be Nag Li O ?

Wenn Du die Melodie zum Einlaufen selbst auswählen könntest, was würde heute um 16:00 durch das Stadion dröhnen?
Keinohrhase: Also Sprach Zarathustra
Djibril ibn Tamtam: The winner takes it all....damit die Jungs wissen sie muessen auf tutti gehen...
El Tigre: „The Rock“ Soundtrack
Majestix: AC/DC - Highway to Hell
Hubertus: Seven Nation Army von den White Stripes. Diese Einheizung hat mir bereits an der Euro08 sehr gut gefallen.
Linux:
Ain't talking about love von Van Halen
Gigiboy: The Final Countdown vo Europe, wemmer hüt gwünne simmer sowiso Europameister = FINALE

Welchen Fussballer aus der Vergangenheit der Nationalmannschaft wünschtest Du Dir für heute auf den Platz und warum?
Keinohrhase:
Schorsch Brégy -> Seine Freistösse waren, sind und bleiben grossartig.
Djibril ibn Tamtam:
Marc Hottiger.....der weiss wie man ein Siegestor gegen einen WM-Favoriten schiesst.
El Tigre: Den Senderos von 2006, weil er noch der Fels in der Brandung war, wie wir ihn hinten brauchen.
Majestix: Georges Bregy, damit allfällige Standardsituation schon als sichere Goals verbucht werden können
Hubertus: Ciriaco Sforza, ein Spielmacher und Stratege mit einer ordentlichen Portion Selbstvertrauen, Arroganz und wie anno 94 mit Torgefahr.
Linux:
Chapuisat als Ersatz für Alex F.
Gigiboy: Georges!!! Freistoss - Goal - SIEG!!!

Welcher Helvetien-Gingger ist heute gegen die Spanier ganz besonders heiss?
Keinohrhase: Derdiyok
Djibril ibn Tamtam: HAKAN... denn er weiss, dass er ein Tor schiessen wird...und zwar ein Kampf-Tor...
El Tigre:
Stephan Lichtsteiner
Majestix: Stephan Lichtsteiner
Hubertus: Stephan Lichtsteiner: Bereits im Spiel gegen Italien hat man sein Feuer erkannt und die vorgestrigen Interviews haben diesen Eindruck bekräftigt. Alex Frei natürlich auch.
Linux:
Hakan, da er in der Startformation steht.
Gigiboy:
De Lichtsteiner wott numme eins : Beibräche, so wieners gäg d'Italiener azeigt het, und natürlich au de HAKAN!!!

Eine naheliegende Möglichkeit: Heute auf Unentschieden spielen und dann auf das grosse Finale gegen Chile hoffen? Würdest Du unterschreiben?
Keinohrhase: Ja!
Djibril ibn Tamtam: Kein Meter....waere die falsche Einstellung und ein gewaltiger Unchill...an einer WM ist schliesslich alles moeglich....
El Tigre: Sofort! Aber ein aktives Unentschieden. Kein abwartendes.
Majestix: Absolut, sofort.
Hubertus: Sofort.
Linux:
Ja, ein Unentschieden ist soviel Wert wie ein Sieg.
Gigiboy: Nebisch, aber worschinlich jo!

Weitere Kommentare?
Ja, H-A-K-A-N!!!


PS: Die Autorenschaft distanziert sich von der unprofessionellen Formatierung, welche alleine auf das Konto von Google geht, deren Editor sich der Tragweite dieses Tages nicht bewusst sein wollte...

Dienstag, 15. Juni 2010

Wechsel von Jorge Teixeira zum FCZ wahrscheinlich

Jorge Teixeira (links) im Champions League Einsatz
für Maccabi Haifa - und im Juli beim FC Zürich?


In Israel schreibt der Maariv, dass der FCZ am Dienstag seine Offerte für Jorge Teixeira aufgebessert habe und nun morgen Mittwoch, also dem Tag des Schweizer Sprung ins WM-Turniers, eine Entscheidung von Maccabi Haifa anstünde. Es macht den Anschein, als wolle man dem Spieler, welcher den Wechsel gerne vollziehen möchte, nicht im Weg stehen. Weiterhin einen guten WM-Jontef!

Maireff-Kwöll

Montag, 14. Juni 2010

Kubbetz Hilchot WM


Auf freundlichen Hinweis des oranjefarbenen Quasischwagers aus dem Elsass mit Wurzeln am Rio de la Plata hin sei auf ein berühmtes Standardwerk verwiesen, das aus aktuellem Anlass zu Gemüte geführt werden muss. Heutzutage hat niemand mehr Zeit, gemäss Tradition und Pflicht Halachot zu lernen. Alle stopfen sich die Hirnwindungen mit irgendwelchen abstrusen Theorien und Philosophien zu, dabei geht doch die praktische Handhabung der Religion in ihrer tagtäglichen Anwendung verloren! Wann darf ich mir die Fussnägel schneiden? Mit welchem Fuss stehe ich am Morgen auf? Wo binde ich mir die Schuhe zuerst? Ist eine Bicicletta wirklich Guyem-Naches? Welches ist das 21h-Spiel?
Da aktuelle nicht weiter Zeit vorhanden ist zur weiteren Kommentierung, werden wir dies vorderhand verschieben und den Beherrschern der hebräischen Sprache das Weitere zur Imprägnierung überlassen (Kwöll: Mahadurat Limmud Klali Peléwitsch von Yediot Achronot):

1)

נהגו אומות העולם להיאבק זו בזו מדי ד' שנים בכיבוש שערים עד אשר יימצא זה אשר הגביע בידו, כדכתיב: ובשנה הרביעית יהיה לכדור קודש הילולים למונדיאל. וכיוון שהכיבוש משחית הוא, נוהגים ישראל להחמיר ולא לכבוש שערים כלל, ותחת להתחרות במונדיאל, מסתפקים בצפייה בו, בבחינת אותו תראה ושמה לא תשחק

2)

מצוות הצפייה במונדיאל מצוות עשה שהזמן גרמא היא, ועל כן נוהגת בגברים בלבד, וטוב שיתכוון הגבר להוציא אשתו מהבית בזמן המשחק.

3)
. יש לצאת בכל תוקף כנגד אותן נשים שעושות עצמן כמתעניינות בכדורגל, ותחת להניח לנפשם של הגברים, מציקות הן בקושיות סבוכות על חוקי המשחק בדיוק כשמסי פורץ לרחבה, וידוע מאמר חז"ל כי המלמד את אשתו כדורגל כאילו מלמדה תיפלות, שהוא מלמדה פרק בהלכות נבדל והיא שואלתו על שום מה נבדלים צבעי מדי הנבחרות אלה מאלה, ואינה מכירה בין תכלת של ארגנטינה ללבן של אנגליה

4)
נתייחדה מצוות הצפייה במונדיאל, שעל אף שמצוות עשה היא, יש בה משום שב ואל תעשה, שדי לו לאדם שירבץ בכורסתו אל מול המסך כדי לקיים המצווה. וכיוון שחביבות מצוות על ישראל נהגו להוסיף למצוות הרביצה גם פיצוח גרעינים קליות ואגוזים, לגימת בירה ומתן הוראות לשחקנים, ומתפללים שייעשה להם נס וישמעו השחקנים את הוראותיהם דרך המסך

5)
אין צופין במונדיאל אלא בחבורה, וממנים את הקטן שביניהם לסינג'ור והוא המוציא והמביא להם בירות מן המקרר, ומי שצופה לבדו אין לו חלק לעולם הבא וסופו שמפספס כל הגולים כשמביא בעצמו הבירה. בשעת הדחק יש להתיר לצפות ביחיד, אולם העושה כן יקפיד להתקשר מדי ח"י רגעים לחבריו כדי לשאול: "ראית את זה???"

6)
מאימתי צופין? משלב הבתים ועד לגמר. ויש אומרים: משלב הבתים ועד שלב הרס הבתים, כשנוטשת אשתו את הבית ועוברת לגור אצל אמה. במקצת קהילות נהגו לצפות במשחקי הנוקאאוט בלבד, ולא טוב הם עושים, שככל שמתקדם המונדיאל הולכים ומשתעממים משחקיו, שרעדה אוחזת ברגלי השחקנים ותחת להיות כגיבורים הכובשים את גוליהם, עומדים הם כחומה בצורה ואין מבקיעין כלל (בונקער בלע"ז)

7)
אין צופין במונדיאל לא מתוך שחוק ולא מתוך קלות ראש אלא מתוך כורסה של מצווה, וטוב שיכוון ליבו למשחק, יבטל עצמו כליל, ולא יתיק עיניו מהמסך לא ימין ולא שמאל, שאם לא כן עובר ב"לא תתורו". הנצרך לנקביו באמצע משחק טוב שיתאפק וימתין למחצית עת מלהגגים הפרשנים במילתא דבדיחותא וזורקים זה לזה קלישאות קלישאות חבוטות חבוטות

8)
משנתרתקו הגברים לכורסאותיהם ואינם נעים ואינם זעים מהן, יוצאות הנשים לפזז ולכרכר בקעניונים, בלא גברים שידחקו בהן לסיים השופינג, ומנהג זה הוא בבחינת זה נהנה שאשתו לא בבית וזה חסר בחשבון הבנק. ומכל מקום טוב שתקפיד האשה על קיום הלכות שופינג בכל דקדוקיהן ופרטיהן ותרי"ג שקיות התלויות בהן

9)
תחילה נהגו ישראל להתחלק בין אוהדי ברזיל, אנגליה והולנד (אחינו הכתומים). משנתמרמרו כל צבועי העולם על המרמריס, ונמצאו כל אומות העולם שונאות לישראל, אין זה חשוב את מי יאהד, ובלבד שינקוט צד מבעוד מועד וידבק בו, שלא יהיה כפוסח על שתי הסעיפים מדי משחק

10)
ר' כילי אומר: כל המסכים כשרים לצפייה, אפילו מסך שפופרת יד' אינץ' מתקופת האנטימחיקון התחתון. ר' סקאל אומר: לא יפחת ממסך מהודר עשוי פלעזמה בגודל לב' אינץ', שאותיות HD כסופות חקוקות בחזיתו. מנהג המפרסמים ליפות סחורתם ולהכתירה בשלל תכונות הכתובות בצופן עשויה צירופי אותיות משונים, ובמיוחד נהגו להרבות במספר היציאות שבגב המסך, כדכתיב: יציאות המסך שתיים שהן ארבע. ועוד נהגו לפרסם את ניגודיות
המסך, ולא ידעתי עניין הניגודיות מהו עד שהתנגדה אשתי שאקנה המסך

11)
שלושים יום לפני המונדיאל מעלין את מחירי כורסאות הטלוויזיה, המסכים, ושאר תשמישי הקדושה של המונדיאל, ברמ"ח אחוזים, כדי להורידם לאחר מכן במבצע של "עד 50%". מנהג נאה נהגו לכתוב את ה "50%" באותיות קידוש לבנה בגודל 42 אינץ', ואת ה"עד" באותיות טל ומטר בגודל מחצית האינץ' בלבד. ייזהר הציבור מאוד מרכישת אותם מסכים המפארים עצמם כ"מותג מוכר" ונמכרים במחצית מדמיהם של מסכים בעלי יחוס, שחזקה היא שאם היה המותג מוכר למישהו מלבד לזה המוכרו, הרי שהיו מפרסמים את שמו

12)
שבת הקודמת לפרוץ המונדיאל היא שבת הגדול, ונהגו לפרסם בה מוספי ספורט מגודלים הסוקרים כל אחד ואחד מאחד-עשר כוכביא של נבחרות העולם, ועושין מי שברך לפצועים. גדולי פרשני הדור עוסקים במלאכת הניחוש, וכל נבחרות העולם עוברות לפניהם כבני מרון, וכותבים את גזר דינן: מי תעלה ומי תודח, מי בנגיחה ומי בבעיטה, מי בפנדלים ומי בשער זהב, וסופם שנמצאים ניחושיהם כחרס הנשבר וכצל עובר וכחלום בלהות יעוף

13)
מצווה מן המובחר שלא לשחק במונדיאל בכדור שרגילין לשחק בו בשאר ימות השנה, אלא לייחד מבעוד מועד

כדור חדש שלא עלה עליו עול, ורגל אדם לא בעטה בו, בבחינת וישן מפני חדש תוציאו. על כן נהגו גדולי ישיבת ההנהלה של אדידעס לברוא מדי מונדיאל, יש מאין, כדור חדש בתכלית החידוש (ג'אבולעני בלע"ז), ובכל מקום שדבר הכדור החדש מגיע אבל גדול לכדורגלנים ומתבכיינים בקול גדול, וטוענים שגדולי אדידעס שמים עליהם שלושה פסים

14)
מודים אנו לקב"ה ששם חלקנו מהבועטים נעלי הבית כשיושבין על הכורסא ולא שם חלקנו מבועטי קרנות. שאנו משכימים לצפות במשחק של צפון הונדורס נגד דרום ניגריה, והם משכימים לעוד אימון כושר, אנו רצים למקרר להביא עוד בירה, והם רצים כמשוגעים אחר הכדור, אנו עמלים לפצח הפיסטוקים והם עמלים לפצח ההגנה של היריב

15)
מייד כשיסתיים משחק הגמר, יכבה את הפלעזמה, יקום מכורסתו, ינער היטב קליפות הפיסטוקים, ויאמר: יהי רצון שכשם שזכינו לצפות במונדיאל זה, כן נזכה לשחק במונדיאל הבא בכדור מעורו של לוייתן

Ganz im Sinne von Guerilla-Halacha haben sich (weibliche) Tifose der jüdischen Gemeinde Italiens bereits zu dieser Halacha zu Wort gemeldet und diese Diskriminierung des weiblichen Geschlechts bereits in aller Schärfe als "Halacha di M*i*n*c*h*i*a" verurteilt. In gewissen Teilen der Welt weiss nämlich auch die weibliche Zuschauerschaft noch die Hälfte der Auswahl mit Namen und Geburtsorten aufzuzählen und kennt die Natur des Offsides...

Grümpeli 2010: Der Coach für die Erfolgsbestätigung des Vorjahres

Die Zeit der Transfers und Spekulationen neigt sich dem Ende zu.
Freunde des gepflegten Fussballs, das Grümpeli steht vor der Türe!
Der Vorjahresfinalist 613-825-1818 hat sich namhaft verstärkt. Der letztjährige Penaltykönig KP wurde verletzungshalber zum Coach umfunktioniert. Dank seinem Motivationstalent soll den Vorjahrescoup ermöglicht werden.

Unser Nordschweizer Korrespondent Köbi Fees konnte sich mit ihm unterhalten: Bisinho

Aus mir verlässlichen Quellen wurde gemeldet, dass sie vom Management von 613-825-1818 all Coach verpflichtet wurden. Können Sie dies so bestätigen?

Ja, ich kann dies bestätigen. Es ist eine Ehre für mich dieses Team zu betreuen. Meine Vorfreude ist enorm.


Welche Schwerpunkte werden sie im Rahmen der Vorbereitungen für das diesjährige Turnier festlegen?

Für die sportliche Vorbereitung auf dieses Turnier ist jeder einzelne Spieler auf sich selbst gestellt. Natürlich haben die Spieler einige Übungen erhalten, sogenannte Hausaufgaben. doch jeder kennt sein Körper selbst am besten und weiss wie man sich auf so ein Turnier einstellt. Da die Zusammenkunft der Mannschaft erst sehr knapp vor dem Turnier statfindet, muss sich jeder Spieler seinen eigenen Fitnessplan kreieren und auch einhalten. Somit steht jeder Spieler in der Verantwortung. Es ist ja nichts Neues, Verantwortung beflügelt.


Wo sehen sie die Stärken und allfällige Schwächen in ihrem Team?

Was ein Grosses plus für dieses Mannschaft ist: sie kennt sich. Ich rede nicht nur von den Laufwegen damit der Pass ankommt. ich spreche auch nicht von der Hirarchie in der Mannschaft, nein, es geht darum das dieses Team aus Freudnschaft entstanden ist und dies der eigentliche Grundstein ist. Fussballerisch gibt es Mannschaften die mehr fussballerische Fähigkeiten besitzen, bessere Einzelspieler haben, doch das alleine reicht nicht aus. Dies hat man letztes Jahr gesehen.


Als Runner up des letztjährigen Turniers kann ja das Ziel nur eines sein: Finalteilnahme. Ist das realistisch?

Welches Team will nicht den Kübel nach Hause holen und ein paar Monate später sein gewonnenes Weekend Ticket in Grindelwald einlösen? Doch wir wissen auch, das man realistisch sein muss. Was aber nicht heisen soll, dass wir letztes Jahr aus reinem Zufall im Finale standen. Dies glaube ich wirklich nicht. Natürlich braucht man Glück, doch dass kriegt meistens nur der Tüchtige. Letztes Jahr gingen wird von Spiel zu Spiel als Underdog, was uns abolut zugute kam. In der Vorrunde hat fast jedes Team mit mindestes einem Punkt gegen uns gerechnet und ab der Finalrunde wurden wir einfach unterschätzt. Die Gegner wussten zwar schon von uns, doch im Hinterkopf jedes Spielers war halt doch die E nstellung: a, ok... die schlön mr. Ich sage es so, unser Ziel ist es die Vorrunde gut abzuschliesen. und was ab dann passiert, ist Bonus. Wichtig wäre dann, die Mittagspause richtig zu nutzen.


Können sie sich eine Anstellung über dieses Turnier hinaus vorstellen?

Es ist schon seit längerer Zeit mein Wunsch, nach dem Coaching im Clubfussball mit Meisterschaftsbetrieb, einmal eine Mannschaft an ein grosses Turnier zu führen. Mein Fokus ist momentan komplett auf das Turnier gestellt, da bleibt kein Platz um mir Gedanken um eine mögliche längere Anstellung zu machen. Ich möchte mit der Mannschaft positive Resultate feiern. W iteres werden wird dann ab dem 21. juni besprechen


Besten Dank für das Interview.
Bitte

HAKAN!

lieber ottmar ich kann dich nicht zwingen
am mittwoch hakan yakin zu bringen.

er bringt das heil, er schiesst das tor
bitte ziehe ihn anderen vor.

er wird das spiel seines leben bestreiten
auf einer wahnsinns-welle reiten.

es gibt nur einen, der den hattrick schiessen kann
es ist dies unser lieber HAKAN!

sein schönes haar sein zarter duft
sorgt bei spanien für dicke luft.

die machen sich schon in die hosen
ab HAKAN dem schönen und famosen.

hier nochmals das rezept für den sieg:
HAKAN! als aaregig, nüt als kritiik.

Wo bleiben alle Weltverbesserer?

Ich weiss nicht, ob die UNO in solchen Sachen nichts unternimmt, oder ob die Medien einfach nicht darüber berichten. Aber dieses Video dokumentiert einen Auftritt von Pastor Martin Sstempa, der als Vorsitzender der so genannten "UGANDA NATIONAL PASTORS TASK FORCE AGAINST HOMOSEXUALITY" im ganzen Land Werbung für ein politisches Verbot von Homosexualität und Sodomie macht. Wohl gemerkt: Homosexualität und Sodomie (Sex mit Tieren!) werden hier gleichgesetzt.

Die Organisation ist nicht irgend ein fanatisches Splittergrüppche, sondern repräsentiert grosse Teile der religiösen Elite im Land (85% der Bevölkerung Ugandas sind Christen). So vertritt die Organisation u.a.:

The Uganda Joint Christian Council
The Orthodox Church in Uganda
The Roman Catholic Church in Uganda
The Islamiic Office of Social Welfare in Uganda
Born Again Faith Federation

Die Geschichte sowie auch der Inhalt des Videos dokumentieren die Tragik der Situation der Homosexuellen in Teilen Afrikas. Natürlich ist auch eine gewisse Komik dabei, wenn man auf die Wortwahl des Pastors hört.
Allerdings finden wir es lustig, da es für uns so absurd ist. Der Pastor verkauft dies allerdings alls bare Münze und findet scheinbar mehr als genug offene Ohren...


Freitag, 11. Juni 2010

CC WM Vorschau Part II

Gruppe E:

Die Gruppe E verspricht Grosse Spannung. Mit den Niederlanden ist zwar ein Favorit dieser Gruppe auszumachen, wir schätzen aber Dänemark, Kamerun und Japan als sehr ausgeglichene Teams ein. Doch aufgepasst, die Holländer sind durch die WM Quali und Vorbereitung durchspaziert. Die Gefahr besteht also, dass die Gegner unterschätzt werden, was in dieser Gruppe, wo jeder jeden schlagen kann, fatale Folgen haben kann.

Das Offensivpotential der Holländer ist einmal mehr sehr beeindruckend: Robben, Snejder, Van der Vart, Van Persie, Kuyt, Huntelaar. Wir sind gespannt, ob die Holländer ihr Feuerwerk im Gegensatz zur EM 2008 erst zünden wenn es draufankommt, oder ob sie wieder in Schönheit sterben werden.

Kamerun der mehrfache Afrikameister und Olympiasieger von 2000 lebt von Ihrem Starstürmer Schmiil Eto'o. Obwohl er möga erwagschen ein weing beleidigt ist wegen des Aussagen des Fussballvaters- und -Tänzers Milla Rosché, könnte er den Unterschied ausmachen und ein Spiel im Alleingang entscheiden. Nicht zu vergessen ist natürlich der Abwehrhühne Rigobert Ringolf Song der bereits sein fünftes (!) WM Turnier bestreiten wird.

Die Dänen haben sich doch eher überraschend als Gruppensieger vor Portugal und Schweden für diese WM qualifizert. Aus diesem Grund muss auch jetzt mit ihnen gerechnet werden. An einem guten Tag kann die Elf um Tomasson, Bendtner fast jedes Team schlagen. Man erinnert sich gerne zurück an das packende Viertelfinale an der WM 98, wo die Dänen die Brasilianer an den Rand einer Niederlage gebracht haben. Ganz zu schweigen vom immer noch überraschenden EM Titel anno 1992. Die Dänen zeichnen sich in der Regel durch ihre mannschaftliche Geschlossenheit und gute Organisation aus. Sollten ihnen die benötigten Tore gelingen, sind sie schwer zu schlagen, die Defensive steht nämlich sehr gut.

Die Japaner werden wohl über die Rolle des Spielverderbers nicht hinauskommen doch kann der grosse Coup aufgrund der ausgeglichenen Gruppenkonstellation plötzlich gelingen. Die bekanntesten Namen stehen mit Honda und Hasebi in der ersten Startreihe.

Gruppe F:

Italien zehrt in der Regel vom gleichen Losglück wie unser nördliches Nachbarland. Doch dies ist nicht die einzige Gemeinsamkeit. Die Italiener verstehen es, sich während eines Turniers von Spiel zu Spiel zu steigern. Mit Paraguay, Slowakei und Neuseeland ist die Konkurrenz überschaubar.
Im Gegensatz zur Gruppe E, scheinen die Plätze in dieser Gruppe bereits verteilt zu sein. Italien und Paraguay spazieren in die nächste Runde. Die Slowakei wird sich wohl mit einem Sieg gegen Neuseeland begnügen müssen.

Der Weltmeister ist die Wundertüte der diesjährigen WM. Der Star ist die Mannschaft (Floskelschwein has). Ohne die vor 4 Jahren ungemein wichtigen Nesta, Totti, Toni und Grosso präsentiert Lippi ein Team von vielen No Names. Schon recht verwunderlich dass im Italien B Team, welches am vergangenen Schabesnachmittag gegen die Schweiz gespielt hat, mehr bekannte Namen aufzufinden waren, als im potentiellen A- Team. Wie bereits erwähnt. Aufgrund des starken Gefälles in der Gruppe F wird Italien die Gruppenspiele überstehen. Anschliessend ist alles möglich.

Paraguay darf nicht unterschätzt werden. Erstens haben sie sich noch vor den Argentiniern direkt für die WM qualifiziert und zweitens haben sie seit kurzer Zeit einer der gefährlichsten Knipser Europas in ihren Reihen. Lucas Barrios hat bereits in seinen ersten 2 Spielen für Paraguay 2 Mal getroffen. Zur Seite steht im Chancentod Nelson Valdez. Gegen Italien im ersten Gruppenspiel könnte man selbst mit einer Niederlage umgehen, stehen ihnen doch anschliessend zwei nominell schwächere Mannschaften gegenüber. Für das Achtelfinale sollte es reichen.

Die Slowakei hat sich erstmals und überraschend als Gruppenerster vor den Tschechen und den Polen in der Quali durchgesetzt. Die bekanntesten Spieler sind Skrtel, Marek Hamsik, Sestak und Vittek. Die Qualität wird wohl gegen die Italiener und die robusten Südamerikaner nicht ausreichen.

Neuseeland hat sich zum zweiten Mal nach 1982 für eine WM qualifiziert. Das sie sich im entscheidenen Spiel gegen Bahrain nur mit Mühe 1:0 durchgesetzt haben, sagt alles über das Niveau dieses Fussballzwerges aus. Für sie gilt Hauptsache HAS!


Gruppe G:

Die nominell stärkste Gruppe dieser WM. Mit Brasilien, Portugal und Elfenbeinküste stehen sich Fussball.- Grossmachten der jeweiligen Kontinente gegenüber. Robinho, Kaka, Fabinho, Christiano Ronaldo, Nani, Pepe, Drogba, Eboué, Touré (2) und Kalou versprechen Spektakel! Nordkorea ist uns hier als grosse Unbekannte nur eine Randnotiz wert. Sie sind es nicht wert n***r. Brasilien wird sich wohl auf Platz 1 durchsetzen. Portugal und die Elefanten werden sich um das zweite Achtelfinalticket streiten.

Die Brasilianer starten wir fast immer als Mitfavoriten in dieses Turnier. Dunga setzt vermehrt auf mannschaftliche Geschlossenheit und taktische Reife. Die Zeit wo Spielern wie Ronaldo, Rivaldo und Ronaldinho Sonderstatus genehmigt wurde, sind vorbei. Selbst Spieler wie Lucio, Kaka und Robinho müssen sich den taktischen Anweisungen des Trainers unterordnen. Jeder der schlussendlich 11 auf dem Platz stehenden Spieler ist allerdings für ein Spektakel gut. Wir trauen diesem Team den ganz grossen Wurf zu. Diesen trauen wir im übrigen auch uns selbst zu.

Da die goldene Generation um Figo nicht mehr auf dem Platz steht, dreht sich alles um Superstar Cristiano Ronaldo. Allerdings ist dies gleichzeitig auch die Schwachstelle. Wird Ronaldo, wie im Viertelfinale an der EM 2008 durch die Teutonen, aus dem Spiel genommen, ist das Spiel der Portugiesen sehr berechenbar. Abzuwarten gilt es, ob Nani endlich mehr Verantwortung übernehmen kann. Der Zweikampf mit Cote d'Ivoire wird spannend.

Diese sind nur schwer auszurechnen. Vor 4 Jahren haben sie gegen Argentinien und Holland unglaublich spektakulären Fussball gespielt und sind schlussendlich trotzdem nach der Vorrunde ausgeschieden. Pech, dass sie wieder der Hammergruppe zugelost wurden.Mitentscheidend wird einerseits das taktische Geschick von Sven Göran Eriksson sein. Andererseits und nicht weniger entscheidend wird der Heilungsverlauf von Drogbas Ellbogen sein. Er kann jederzeit den Unterschied ausmachen und befindet sich in Kampftopfform.
Sollten Sie sich taktisch verbessert haben, ist ihnen einiges zuzutrauen, denn die Offensive kann sich mit allen Mannschaften dieser Weltmeisterschaften messen.

Nordkorea hat bereits vor der WM für die besten Schlagzeilen gesorgt, indem sie einen zusätzlichen Feldspieler als dritter Torwart "getarnt" mit zur WM nehmen wollten. Dem heiligen Joseph S. ist dies aufgefallen und so wurde es sofort unterbunden. Nordkorea hat sich mehr oder weniger souverän für das Turnier qualifziert und war letztmals 1966 dabei(Endstation Viertelfinale!). Nun können wir gespannt nach Südafrika schauen und das erste Spiel gegen den Topfavoriten Brasilien abwarten. Es wäre eine grosse Überraschung, sollte Nordkorea auch nur einen Punkt gewinnen. Der Olympische Gedanke zählt.

Gruppe H:

Das Losglück hat es mit den Schweizern im Gegensatz zur Quali nicht gut gemeint. Mit dem Topfavoriten Spanien, den Chilenen welche sich souverän für die WM qualifiziert haben und den unberechenbaren Honduranern wird es ein hartes Stück Arbeit, sich für die nächste Runde zu qualifizieren.
Da Spanien den Gruppensieg höchstens durch ihr eigenes B- Team in Gefahr sieht, wird aus Schweizer Sicht das Spiel gegen Chile die Vorentscheidung mit sich bringen. Doch aufgepasst, die Zentralamerikaner aus Honduras starten mit grossem Selbstvertrauen und Erwartungen zu ihren zwoten Weltmeisterschaften und geben sich in dieser, abgesehen von Spanien, sehr ausgeglichenen Gruppe nicht von Beginn an geschlagen.


Spanien. Was soll zum Europameister noch geschrieben werden? Xavi, Iniesta, Fabregas, Villa, Torres, Pedro, Navas, Xabi Alonso, Silva und und und.
Die Spanier werden diese Gruppe gewinnen und um den Titel ganz vorne mitspielen. Punkt.

Die Schweizer haben evtl. ein wenig Glück im Unglück. Das Spiel gegen Spanien ist das Startspiel, sprich auch die Spanier müssen ihren Rhytmus erst finden. Dies könnte dem Underdog entgegenkommen. Doch alles ausser einer Niederlage wäre eine grosse Überraschung.
Nun, wer die Achtelfinals erreichen möchte und dies ist das Ziel der Schweizer, muss Chile und Honduras schlagen. Ob das den Buben Ottmars gelingen wird bleibt abzuwarten. Die Offensive hat in den letzten Spielen nicht überzeugt, doch konnte man im Italien- Spiel gewisse Aufwärtstendenzen festestellen. Grosses Vertrauen setzen wir in Ottmar. Er wird die Mannen schon richtig einstellen. Eigentlich aber gibt es nur eine Lösung: HAKAN.

Chile wird einen offensiven Fussball präsentieren. Getragen von Ihrem unerschütterlichen Selbstbewusstein, ein schwer zu schlagender Gegner. Es hat ein paar Jahre gedauert bis das Land die Post- Zamorano- Salas- Ära verdaut hatte und neue Talente hervorbringen konnte. Mit Suazo, Sanchez und Vidal stehen ihnen nun aber sehr talentierte und zum Teil auch bereits erfahrene Spieler zur Verfügung. Auch für Chile führt der Weg in die Achtelfinals über einen Sieg im zweiten Spiel, nämlich gegen die Schweizer. Sprich diese Begegnung hat fast schon Sechzehntelfinalcharakter.

Honduras ist in dieser Gruppe für uns Europäer die grosse Unbekannte. Nur Dank eines Treffers der USA gegen Costa Rica konnte sich Honduras auf Kosten der Costa Ricaner direkt für die WM qualifzieren. Dieser Erfolg konnte die innenpolitischen Probleme für ein paar Tage vergessen machen. Doch die Resultate in den Vorbereitungsspielen lassen nicht auf grossen Erfolg dieses Teams hoffen. Die Schweiz ist auf jeden Fall gewarnt, hat sich doch vergangene Woche eine empfindliche, ja e-r-s-t-a-u-n-l-i-c-h-e Niederlage gegen Costa Rica eingefahren.

Unsere verehrten Chassidim,
Genug der Vorschau, Prognosen, Hoffnungen und Wünsche.
Ab Freitag um 16 Uhr gilt es ernst. Der Ball rollt endlich. Das lange Warten von 4 Jahren hat endlich ein Ende. Lassen wir die Vuvuzelas tröten, und unsere Balkone zu Festzelten werden.
Im Namen des ganzen Chassidus Chübelsacks wünschen wir allen Lesern dieses Blogs eine faruchtbare Zeit.
Raboissei: Eiseis.

MATCH, GOAL und Gut Simches!

Donnerstag, 10. Juni 2010

Hillel Neuer's Rede vor dem UN-Menschenrechtsrat

Hillel Neuer ist Vorsitzender der NGO UN Watch in Genf. Müssig zu sagen, dass materiell auf seine Vorbringen in keiner Weise Bezug genommen wurde, was dieses Gremium mit demokratischen Wegweisern wie China, Angola, Kuba, Bahrain, Libyen und Nicaragua doch ziemlich ehrt.

Die CC WM Vorschau

Geschätzte Leser,

Es ist wieder soweit, schickt eure Partner für vier Wochen in die Ferien, füllt die Kühlschränke auf und geht tief in euch, denn es steht die WM vor der Tür. Das CC hat sich deshalb entschlossen zwei internationale Topexperten für eine Vorschau zu engagieren, die topmotivierten und extrem fachkundigen Bert und Lino,mit Hilfe von Churban Brünzel, unserem Experten in Afrika und Asien. Objektiv und fundiert werden euch alle Gruppen, Keyplayer und sonstige Schmonzes präsentiert, beginnend mit den Gruppen A – D heute, den Rest gibt es Morgen.

Viel Spass!


Gruppe A:

Gruppe A ist wohl die ausgeglichenste Gruppe des ganzen Turniers, Uruguay und Mexiko dürften wohl um den Gruppensieg kämpfen, knapp dahinter spielen Südafrika und Frankreich um die Plätze, aber mit beinahe gleichen Chancen auf ein Weiterkommen wie die anderen. Bei allen Mannschaften sind Ausreisser nach Unten oder Oben möglich.

Wie bei fast allen afrikanischen Mannschaften ist auch bei den Südafrikanern das grosse Fragezeichen die Defensive, schaffen sie hier eine gewisse Ordnung reinzubekommen könnte für sie was drinliegen. Auf jeden Fall sollten sie versuchen den Heimvorteil so gut wie möglich auszunützen und sie haben ausserdem einen Coach, der weiss wie man Weltmeister wird.

Mexiko hat den Nachteil das ihre Qualigruppe nicht gleich schwierig ist wie in Europa und Afrika, die wahre Stärke der Mannschaft wird sich erst an der WM zeigen. Spielerisch und technisch haben sie hervorragende Spieler, leider haben die Mexikaner erhebliche Grössennachteile in der Defensive, dies dürfte aber erst ab den Achtelfinals zu ernsthaften Problemen führen.

Lange Zeit ist Uruguay nicht gross in Erscheinung getreten, für diese WM jedoch haben sie sich als zweite in der Qualifikation ausgezeichnet. Sie besitzen eine gewaltige Offensivkraft, ein sehr disziplinert auftretendes Mittelfeld und eine sehr agressive Verteidigung. Fur uns klar der Gruppenfavorit.

Frankreich ist für uns die Grosse Unbekannte des Turniers, schaffen sie es wie vor vier Jahren noch einmal sich zusammen zu raufen könnte was drinliegen, sonst nicht. Gerade das Testspiel gegen Tunesien hat gezeigt, das sie vor allem in der Offensive sehr einfach auszurechnen sind und sich keine grossen Möglichkeiten herausspielen können. Man muss es leider sagen, Zidane fehlt ihnen im Mittelfeld an allen Ecken und Enden und ein geeigneter Ersatz ist auch nicht in Sicht.

Gruppe B:

Die Ausgangslage in dieser Gruppe scheint ziemlich einfach zu sein, Argentinien spielt um den Gruppensieg, Nigeria und Südkorea um den zweiten Platz und Griechenland darf auch Mitmachen und dann nach drei Spielen nach Hause fahren. Aber gerade die Griechen haben bewiesen dass wenn es darauf ankommt, sie zu wahren Heldentaten fähig sind. Wir schauen gespannt ob sie nicht doch das eine oder andere Pünktchen erobern können.

Argentinien mit Messi, Agüero, Higuain, Milito, Tevez, Veron etc. Da sollten eigentlich keine Fragen mehr aufkommen. Wir erachten aber, auch aufgrund der letzten Testspiele und der langen und harzigen Quali, den Chefcoach Diego M. als grösste Hypothek, denn einen schlechteren Coach kann man sich eigentlich für diese Mannschaft nicht vorstellen. Und die Defensive dürfte auch in dieser Mannschaft das Zünglein an der Waage spielen.

Nigeria ist wohl die europäischste afrikanische Mannschaft, sie spielen diszipliniert in der Defensive, haben sehr gute Offensivspieler und sind sich auch nicht zu schade einmal ein Spiel nur 1-0 zu gewinnen. Die diesjährige Mannschaft ist aber nicht so stark wie auch schon, die Leistungen wie am Afrika Cup gesehen, sprechen dazu Bände.

Wenn man von Südkorea spricht meint man Kampf, Leidenschaft und Einsatz. Diese Eigenschaften charakterisieren die Südkoreaner seit der unsäglichen WM 2002. Mangels TV Coverage können wir ihre Leistungen leider so gut wie nicht einschätzen, denken aber das sie auf derselben Leistungsstufe mit Nigeria stehen.

Bei Griechenland wird es Rehakles schon richten, so ähnlich schätzen wir die Griechen ein. Mit ihrer unappetitlichen Spielweise und dem überalterten Kader wird es wohl ganz schwierig etwas zu reissen. Aber, in der Barrage haben sie bewiesen das sie zu Sondereffort fähig sind. Wir hegen aber keine zu Grossen Hoffnungen.

Gruppe C:

In der Gruppe C interessiert eigentlich nur, ob die Engländer ihren eigenen Erwartungen gerecht werden oder nicht. Aber die Gruppe ist deswegen nicht minder interessant, die Amis erreichten bei den letzten beiden Turnieren locker die Achtelfinals und die Spieler hinterlassen so langsam ihre Fussabdrücke in Europa, die Slowenen haben sich sensationell gegen Russland in der Barrage für die WM qualifiziert und die Algerier sind doch auch im Halbfinal des Afrika Cups gewesen.

Ich kann mich nicht erinnern wann England sich das letzte mal so souverän für die WM qualifiziert hat. Es gibt kaum Unruhe in der Mannschaft, der Trainer strahlt absolute Autorität aus und die englischen Boulevardmedien berichten inzwischen nur noch über die neueste Frisur von David James, anstatt Skandale aufzudecken. Aber der Schein trügt. Die ungeklärte Torhüterfrage, die Probleme in der Abwehr und die unklare Fitnessfrage von Rooney können die Kampagne empfindlich stören. Zudem muss die Frage erlaubt sein wie das Aufgebot für die Offensive zustande gekommen ist (wo ist Darren Bent, Heskey????)

50 Jahre ist es her, seit die Engländer sensationell gegen die USA mit 1-0 verloren. Die englischen Medien dachten, dies sei ein Übermittlungsfehler und berichteten deshalb von einem 10-0 Sieg ihrer Mannschaft. Ob sie so eine Leistung wieder hinbekommen? Vorbei die Zeiten als Spieler wie Alexi Lalas, Tom Dooley oder Eric Wynalda belächelt wurden, die Amis haben inzwischen eine richtig gut eingespielte Mannschaft, die das Weiterkommen ohne grössere Schwierigkeiten über die Bühne bringen sollte.

Die Slowenen sind so etwas wie die Wundertüte dieser Gruppe, Hüst oder Hott, da ist alles möglich. Wenn bei einer Mannschaft der bekannteste Spieler ein Torwart ist, in diesem Fall Samir Handanovic, spricht eigentlich nicht viel für ein erfolgreiches Turnier. Trotzdem, sie haben in der Barrage den Russen rausgekegelt, mit einem Spielprinzip das an die Griechen zu ihren besten Tagen erinnert. Widerlich.

Arabisches Temperament, gepaart mit europäischer Spielanlage, das müsste eigentlich ein Erfolgsversprechendes Duo sein. Ist es aber nicht, seit der WM 82 und dem Skandal in Cadiz, wittern die Algerier hinter jeder strittigen Entscheidung gleich eine jüdische Weltverschwörung. Und werden, unserer Meinung nach, eher Mühe bekunden dieses Jahr, auch wenn die Möglichkeiten vorhanden wären.

Gruppe D:

Wieder einmal hatten unsere nördlichen Nachbarn unverschämtes Losglück, so könnte man meinen. Aber auf den zweiten Blick hat auch ihre Gruppe den einen oder anderen Stolperstein parat. Die anderen Mannschaften haben alle schon bewiesen das sie gegen grosse Mannschaften auch mehr als nur Mitspielen können.

Deutschland ist mit dem Ausfall von Ballack mehr als nur geschwächt. Er ist Captain, wichtigster Mittelfeldspieler und dazu auch noch ungemein Torgefährlich. Der momentane Sturm nicht mehr als ein laues Lüftchen im Wasserglas und die Verteidigung nicht über alle Zweifel erhaben. Trotz allem, läuft alles in normalen Bahnen ab schaffen sie die Qualifikation für die nächste Runde locker. Wir hoffen und beten dafür das nicht.

Ghana ist der Geheimfavorit par Excellence und hat zudem auch noch den Boateng in seinen Reihen, der Dankenderweise Ballack ausgeschaltet hat, dafür gebührt im eigentlich der Friedensnobelpreis. Sie sind ungemein Offensivstark, haben aber mit dem Ausfall von Essien zu kämpfen.

Serbien hat sich im Vergleich mit vor vier Jahren ungemein verbessert. Sie haben eine klasse Verteidigung, ein starkes Mittelfeld und treffsichere Stürmer. Die Frage stellt sich aber, ob sie die Konzentration über ein ganzes Turnier aufrecht erhalten können, wir haben da so unsere Zweifel.
Australien hat vor vier Jahren nur ganz knapp gegen den späteren Weltmeister im Achtelfinal verloren. Nimmt man dieses Spiel als Referenz, darf man getrost davon ausgehen das genug Klasse vorhanden ist diese Leistung zu Bestätigen. Und sonst gehen sie mit ihren Fans halt eins Saufen.

Dienstag, 8. Juni 2010

Helen Thomas, ehemalige Sprecherin des Weissen Hauses und begnadete Historikerin


Inzwischen hat sie (89) ihre Aussagen bedauert, mit folgendem Wortlaut:
“I deeply regret my comments I made last week regarding the Israelis and the Palestinians,” Ms. Thomas’s statement said. “They do not reflect my heart-felt belief that peace will come to the Middle East only when all parties recognize the need for mutual respect and tolerance. May that day come soon.’’ (ganzer Artikel der New York Times)

j-spice girls

Montag, 7. Juni 2010

Die Politik im Nahen Osten

Love Boat

Sonntag, 6. Juni 2010

We con the world...

Vieles wurde schon geschrieben über den "unprovozierten Angriff" der Zahal auf die humanitären Versorgungsschiffe für Gaza, aber diese Darbietung finde ich ziemlich gelungen:




HM

In Jew Yooork!

Donnerstag, 3. Juni 2010

J-Web-Design-Award 2010

(mha) Zirich - Zum ersten Mal wird in diesem Jahr der J-Web-Design-Award verliehen. Er zeichnet Organisatoren aus, deren Homepage durch besondere Kreativität aus der Menge von Websites herausstechen. In diesem Jahr geht der Preis an die Firma "Wonneberg AG". Der 1. Blick auf die Homepage enthüllt noch nichts grosses. Unspektakulärs Design und nur 3 Buttons: Home; Anmeldeformular; Unser Team. Die Website wirkt ein wenig "hauptsache wir schaffen auch auf Internet".

Doch Moment! Dieses Design kennen wir doch irgendwoher...

Richtig! Das ist doch... Doch urteilt lieber selbst. Das obere der folgenden Bilder ist die besagte Homepage. Und das untere Bild die Homepage einer anderen Organisation.
(Ein Klick auf ein Bild bringt Euch direkt zur entsprechenden Homepage. Besonders im Fall des diesjährigen Gewinners lohnt sich ein kurzer Besuch.)



Der offene Brief von Prandelli

Dass Florenz eine verrückte und spezielle Fussballstadt ist, kann jeder bezeugen, der einmal im Franchi ein Spiel verfolgt hat. Neunzig Minuten lang wird durchgesungen, und zwar nicht wie andernorts mit den immergleichen Melodien. Wenige verfolgen ihre Mannschaft so unaufhaltsam wie die Fiorentina-Fans. Umso härter traf diese Anhänger des diesjährigen Achtelsfinalisten der Champions League, als bekannt wurde, dass ihr verehrter und geliebter Trainer, Cesare Prandelli, einer der menschlichsten Erscheinungen im kurzlebigen Fussballgeschäft Italiens, auf die neue Saison hin das schwere Erbe von Marcello Lippi als Commissario Tecnico antreten wird und nunmehr seinen Posten in Florenz räumt. Als Zeichen seiner Verbundenheit hat er in der lokalen toskanischen Presse einen offenen Brief publiziert, der Fussballvernarrten und Mannschaftssport-Theologen auf dem ganzen Planeten den Kampf mit den Tränen eröffnen wird:

Demjenigen, der mich auf der Strasse getroffen hat und Cesare genannt hat. Der in den Regen gestanden ist, in die Sonne und in den Wind des Stadio Artemio Franchi. Der seine Ferien in Folgaria, Castelrotto und Cortina (Anm. d. Red. Orte von Trainingslagern der Fiorentina) verbracht hat. Der wegen einem ungerechtfertigten/verschossenen Penalty oder aus Freude im Anfield geweint hat. Der wie ich geglaubt hat und sich ob einer einzigen Viola-Flagge an einem Fenster gerührt hat. Der sich gedacht hat, dass ich, obschon ich bei einigen Auswechslungen falsch lag, trotzdem ein guter Typ bin. Der die Bedeutung der Stille zu verstehen und schätzen wusste. Der hunderte Kilometer zurückgelegt hat, um sagen zu können „Ich war dabei.“. Denjenigen von Verona, Torino und die mit uns vor Freude geweint haben. Denjenigen, die in der Nacht am Flughafen auf uns gewartet haben, um „Forza Viola“ zu singen. Demjenigen, der mir zurief „Lass sie laufen“ und der gerannt ist. Der mir „Grande Mister“ oder „Einer von uns“ sagte oder „Wenn ich mit Dir spreche, ist es wie mit einem Verwandten, einem Cousin, Onkel oder Vater zu sprechen“ und jedes Mal von Neuem meine Seele rührte.

Euch allen, der Stadt Firenze mit seiner etwas melancholischen Eleganz, seinem Misstrauen und seiner Grosszügigkeit, habe ich nur zwei Dinge zu sagen: Danke und ich werde Euch immer in meinem Herzen tragen.

Cesare.

Das Symbol des Widerstands konvertiert: Die Keffiyeh



Es ist bekanntlich für niemanden zu spät. So hat Shemspeed, ein Musiklabel von der amerikanischen Ostküste, ein neues Mode-Accessoire kreiert, das es möglicherweise auch in die Kollektionen namhafter italienischer Designer schaffen könnte. Neu ist dies Story nicht, lediglich jedoch die Tatsache, dass es die Keffiyeh nun auch in den traditionellen Zahal-Farbkombination gelb-grün gibt.

Dienstag, 1. Juni 2010

Neulich auf der Friedensfahrt nach Gaza

Wie man sicherlich mitbekomment hat wurden die "Friedens"schiffe der Free Gaza (von was eigentlich, der Hamas?) gestern Nacht von der IDF angegriffen. Offenbar war es aber nicht ganz so , wie dies in so ziemlich allen Medien dargestellt wird.




Update von 08:26, hier noch ein weiteres Video der Friedensaktivisten:







Aber das darf man für ein gepflegtes Israel Bashing ruhig auch mal verschweigen.

Montag, 31. Mai 2010

I got Tefillin!

Donnerstag, 27. Mai 2010

Der allgegenwärtige Benibisi

Inzwischen mag es unsereins vielleicht sogar schon aus seinem Bewusstsein verdrängt haben, aber der Benibisi schreibt immer noch im Lokalblatt Zürich 2. Zumeist sind Unterhaltungs- wie Informationswert relativ gering und handeln Themen ab wie insistierendem Stadtrat- und -präsidentschaftsbashing und dem Ernährungswert des Altersheims-Buffet. Jedoch dringt fast allgegenwärtig auch die bekannte Blasenproblematik durch, welche offensichtlich in einem entwischtem Artikel in einem Essay über WC-Lektüre gipfelte. Das CC-Forschungsinstitut hat den Artikel inzwischen ausfindig gemacht und stellt ihn werter Leserschaft hiermit zur Verfügung.
Zum wiederholten Mal hat sich nun ein heimischer Leser mit notorisch roten Socken zum Thema geäussert und prangert den anhaltenden Pipi-Exhibitionismus an. Wohl liegt er damit nicht mal im Unrecht. Es ist  jedoch ein wenig wie mit Nationalratt Daniel Vischer: Je unsinniger die Aussagen und breiter das Publikum, desto eher kommt er an. Und je mehr man aneckt, desto eher erscheint man in den Medien. Und da Zürich 2 ein inserateabhängiges Medium ist, kann ihnen auch nicht verübelt werden, wenn sie mit pointierten Aussagen werken, mögen sie noch so hirn- und witzlos sein. Ob mit solch einer Kolumne jemals ein Pulitzerpreis erreicht wird, ist eine andere und wohl irrelevante Frage.
Insofern bleibt eigentlich wenig anderes übrig, als zu hoffen, dass die jeweilig abzulegenden Strecken weiterhin ohne Zwischenfälle absolviert werden können und bei Bedarf die Stuhltüre zu öffnen, -in der Hoffnung, es sei kein Spargel unterwegs...

Mittwoch, 26. Mai 2010

Min haMeizar oder wie Selecao aus der Asche stieg

(Anleitung: Spielbericht ist mit dem Hans Juckerschen Schnauznuscheli und der ihm eigenen Emotionslosigkeit zu lesen - man stelle sich einfach vor, es handle sich um ein Abstrait aus dem Telefonbuch)
Es scheint eine sonderbare Gewohnheit der Kanarien-Mannen geworden zu sein, einen Saisonstart so schlecht wie schimmlige Schokoladenmousse hinzulegen, sich gegenseitig die Galle ins Gesicht zu schmieren und am Ende doch wieder dazustehen, als sei man nie weggewesen. So auch heute Abend. Man geht gegen den Serien-Halbfinalisten und ständigen Tabellenleader Jöst for Fön eher zufällig mit einem Tor in Führung und kommt mit den Dribblings des Gegners über weite Strecken überhaupt nicht zurecht. Zu allem Unglück kommt auch noch Pech dazu: Nach wenigen Spielzügen reisst eine alte Oberschenkel-Zerrung eines Simchesnachisten wieder auf, worauf dieser für praktisch für die gesamte Spielzeit ausfällt. Auf der anderen Seite wechseln sich die gegnerischen Feldspieler im Tor ab, da der Stammwart mit gebrochenen Fingern nur auf der Galerie Platz finden kann. Der Pausenstand lautet sodann 5:3 für den Tabellenführer.
Der Spielverlauf verläuft weiterhin mit wechselseitiger Front, Selecao gelingen aber nun mehr Gegenstösse und es vermag auch einige Weitschüsse im gegnerischen Gehäuse zu versorgen, sodass das Spieldiktat wechselt und die Kanaristen verdient in Führung gehen. Die letzten Minuten erinnern sodann an vergangene Duelle, wo es zeitweise aussah, als könne Jöst for Fön mit einem Schlussfurioso den Spielstand noch zu kehren. Doch das Tor will nicht gelingen. Und so heisst der Überraschungssieger dieser zeitweise unterhaltsamen Begegnung am Ende verdient Selecao Simchesnaches. Spielstand 10:8.
Damit beträgt der Abstand zu den Halbfinal-Qualifikationsplätzen nun lediglich noch drei Punkte, welches Handicap aufgrund des Spielkalenders nun in Reichweite liegt.

PS. Und damit es gleich auch noch gesagt ist: Nein, wir freuen uns nicht über des berühmtesten Zungenschnalzers Helvetiens Muskelfaserriss. Unsere Nation ist ja ohnehin gesegnet mit einem unvergleichlichen Timing für KO-Verletzungen, wovon auch Streller ein Lied singen kann. Wenn ich aber sein Potential mit der Abschlussstärke von Ben Khalifa oder Bunjaku vergleiche, dann könnte man rein hypothetisch und verbotenerweise auch auf den Schluss kommen, dass uns nicht viel Besseres hätte passieren können. Wie gesagt: rein hypothetisch. Spanien schlottert jedenfalls schon.

Montag, 17. Mai 2010

Eine Saison mit wenig Licht und viel Dunkel

Geschätzte Leser,

Eine weitere Axpo-Gurkenliga Saison ist vorbei, ZweYB ist wieder nicht Meister und man gratuliert den Baslern herzlichst zu einer weiteren Meisterschaft. Bravo. Dem FCZ ist es hingegen, gelinde gesagt, nicht so toll gelaufen, es gab abgesehen von den CL Nächten wenig zu feiern und viel zu kritisieren, nicht zu letzt die Ereignisse im April. Aber alles der Reihe nach.

Das Gute zuerst, die CL Abende waren für mich unvergesslich, die Spiele gegen Milan und Real Madrid zu Hause, das Auswärtsspiel gegen Madrid und die dazugehörige Reise (für den Rest des CC natürlich auch die Reise nach Milan), das alles sind und waren tolle Momente. Die Mannschaft hat sich, in meinen Augen, gut präsentiert, den Ausrutscher gegen Marseille mal ausgenommen, so was darf vorkommen. Das Spiel gegen Milan war für mich der absolute Höhepunkt der gesamten Saison. Unabhängig wie gut Milan in Form war, diese Leistung darf und soll man ruhig würdigen.

Aber eines zeigte sich, es ist für eine Schweizer Mannschaft die kein so breites Kader hat wie Basel, nahezu unmöglich die Doppelbelastung durchzustehen. Welches mich zur kritischen Beurteilung der Mannschaft führt. Zum Schluss resultierte in der Meisterschaft ein Siebter Platz mit einem Torverhältnis von 55:58, 45 Punkte wurden geholt, 31 zu Hause, 14 Auswärts.

Soviel zur Statistik, jetzt zur meiner Einschätzung der einzelnen Mannschaftsteile.

- Tor

Es zeigte sich in dieser Saison besonders, das der FCZ auf dieser Position zu schwach besetzt ist. Leoni hatte auch gute Leistungen, aber im grossen und ganzen hat er meiner Meinung nach in dieser Saison extrem nachgelassen. Und auf die Dauer verträgt es so etwas nicht. Er hat Mühe bei hohen Bällen, bei Standards und Eckbällen im speziellen, in der Strafraumbeherrschung und beim Stellen der Mauer. Und dies alles nicht seit dieser Saison, sondern teilweise seit er im FCZ Tor steht.

- Abwehr

Die Abwehr war ein weiterer grosser Schwachpunkt diese Saison, es zeigt sich das neben Hannu kein zentraler Abwehrspieler mehr als biederer Durchschnitt ist. Und zusammen mit einem schwachen Torhüter ergeben sich damit die Probleme fast von alleine. Barmettler und Rochat waren die ganze Saison unterdurchschnittlich schlecht. Hier herrscht, unabhängig vom Rücktritt von Hannu, zwingender Handelsbedarf.
Auf den Aussenpositionen wurde endlich, ausgelöst durch die Aufnahme von Rodriguez und Koch ins Profikader, Druck auf die bewährten Stammkräfte ausgeübt. Koch ist einer der wenigen Gewinner dieser Saison. Dort sehe ich weniger ein Problem, die Leistungen waren auch nicht ganz so schlecht, durchzogen kann man wohl sagen. Magnin bewerte ich nicht, da er nach einer fast einjährigen Abstinenz vom Profifussball erst wieder in Form kommen muss. Da wird man nächste Saison mehr wissen.

- Mittelfeld

Hier weiss ich eigentlich nicht wo beginnen. Die einzigen zwei Spieler die Normalform und somit auch gute Leistungen erbrachten waren Djuric und Vonlanthen, wobei er nur in der Hinrunde. Gajic, Aegeter und Tico waren alle zu unsicher, zu verhalten und produzierten zu viele Fehlpässe auf ihren Positionen und erzeugten so gut wie keine gefährlichen Aktionen. Hier kommt mit Buff das nächste Talent, das endlich den Stammkräften ein bisschen Feuer unter dem A*sch macht. Schönbi dürfte nächste Saison wohl endlich zeigen was er kann, er konnte sich unter Challandes leider nicht für die Stammelf aufdrängen, obwohl ich ihm dies zutraue, für Nikci gilt dasselbe, er konnte seine Chance in der CL nicht wirklich nutzen. Bei Margairaz erspare ich mir jeden Kommentar, eine leichte Aufwärtstendenz konnte zumindest in der Rückrunde erkannt werden, hier erhoffe ich über den Sommer eine markante Steigerung. Chickaoui ist ein Spezialfall, von ihm durfte nicht erwartet werden das er überhaupt zurückkommt. Bei ihm ist weitere Geduld nötig.

- Sturm

Hassli war lange verletzt, Alphonse ist nicht fähig das Tor zu treffen und Mehmedi ist schlicht noch nicht soweit diese Verantwortung zu übernehmen. Auf dieser Position kulminierten sich alle Probleme in dieser Saison. Aus dem zentralen Mittelfeld kam so gut wie keine Unterstützung, die Abwehr war prinzipiell damit beschäftigt keine Fehler zu machen und die Aussenspieler wussten nicht was mit dem Ball anfangen wenn sie ihn den hatten. Alphonse mag zwar ein guter Teamplayer sein, aber als einziger Stürmer ist nicht viel mit ihm anzufangen.

- Trainer

Challandes wurde leider 5 Spieltage vor Schluss entlassen, sein Nachfolger ist Urs "Glasgow" Fischer.

Ich halte dies für ein Fehler. Fischer wird die Winterpause nicht erleben, einfach weil in dieser Mannschaft zwar viel Potenzial steckt, Fischer aber nicht so weit ist eine solche Mannschaft entwickeln und ihr ein taktisches Korsett überstülpen zu können. Dafür braucht es weit mehr Erfahrung. Challandes konnte nichts dafür das im Winter keine Verstärkung geholt wurde, er wusste wohl selber das ein Sturm mit Alphonse und Mehmedi auf Dauer keine Lösung war.

- Management

Hier passierten in dieser Saison die grössten Fehler. Erstens, das in der Winterpause kein zusätzlicher Stürmer geholt wurde und zweitens das Challandes fünf Runden vor Schluss entlassen wurde. Es hätte keinen Unterschied gemacht noch bis zum Sommer zu warten und dann einen Nachfolger zu präsentieren.

Ich erwarte von der Führung des Vereins das im Sommer entsprechend gehandelt wird, das Verstärkungen für die Abwehr, den Sturm und für das Tor gesucht werden. Einfach so weiterzumachen wie bisher macht die Arbeit für Fische nahezu unmöglich. Man dürfte einzelnen Spieler ruhig nahe legen, sich einen anderen Verein zu suchen.

Es braucht keine Panik, die Mannschaft hat genug Können um in den Top 4 mitzuspielen aber wenn man den Finger nicht auf die wunden Punkte legt wird es auch nächste Saison ganz schwierig.

In diesem Sinne:




Wer mag darf natürlich seine eigene Meinung in den Kommentaren kundtun.

Mittwoch, 12. Mai 2010

Die NOAM-Sekundarschule


Jetzt ist es raus und offiziell: In der umgebauten ICZ wird ab dem kommenden Schuljahr 2010/2011 (sofern genügend Anmeldungen vorliegen) erneut eine jüdische Sekundarschule unter dem Dach der jüdischen Primarschule NOAM lanciert. Dies wurde mit einem Newsletter diese Woche kommuniziert.
Als Rektor soll Michael Goldberger fungieren, derzeitiger Rektor der NOAM-Primarschule. Erklärtes Ziel ist hierbei während dreier Jahre die Fortsetzung jüdisch-religiöser Bildung und die Vorbereitung von Aufnahmeprüfungen für die Interessenten einer Gymnasium-Ausbildung, basierend auf einem Ausbildungskonzept des Schulentwicklers Thomas Odinga. Für den Unterricht sind Schulklassen von 6-10 Schülern sowie der Einbezug europäischer zertifizierter Sprachdiplome und Computermodule vorgesehen.

Montag, 10. Mai 2010

Daniel Vischer, Instrumentalisierungsopfer der Medien

Heute in der BaZ Online ein interessanter Bericht über einen weiteren denkwürdigen Auftritt des Nationalrats der Zürcher Grünen, Daniel Vischer (sowie etwas sachlicher über den ebenso umstrittenen Nationalrat und Vorsitzenden der aussenpolitischen Kommission Geri Müller). Dabei scheut er sich nicht, fragwürdige Kausalzusammenhänge zwischen dem Holocaust und Gaza anzustellen und proletiert per Megaphon Weltverschwörungs-Fanatikern entgegen. Man urteile aber selbst: BaZ Online-Artikel.
Interessant auch die Tatsache, mit welchen Tatsachen Geri Müller konfrontiert wird, und welchen gegenüber er offensichtlich nicht aufmuckt, protestiert oder Sachlichkeit entgegenstellt. Beiden muss derweil jedoch klar gewesen sein, dass ein Interview in irgendeiner Art weiterverwendet bzw. publiziert wird. Wenn man dann auch noch in ein Megaphon reinproletiert, kann man kaum die Masche des unwissenden Opfer durchziehen.
PS: Ja, auch Chassidus Chübelsack wird natürlich direkt von der Bank Rothschild finanziert...

Sonntag, 9. Mai 2010

Der FC Hakoah lebt immer noch


Unverhofftermassen ist heute Morgen die CC-Korrespondenz zu einem Comeback in der stämmigen Fanionformation des FC Hakoah gekommen. In der Hitze und der insgeheimen Freude über seriösen Gingg ging dabei zuerst völlig verloren, zu welch unmenschlicher Zeit sich der Rasenfrönende hierfür aus den Federn katapultieren muss, was für einen gewöhnlichen Sonntag ein absolutes Wochenend-Debakel bedeutet. Aber der Zweck heiligt ja die Mittel, und so nahm man die Umstände schön und willig in Kauf. Gegner war der Tabellenführer FC Dietikon, und entsprechend fand der Match mitten im Nirgendwo hinter einem Weiher in der agglomeratorischen Pampa statt. Die meisten Gesichter in der Kabine sind erschreckend jünger geworden und mahnen unweigerlich an das Gilben unser aller Lenzen. Da ist nunmehr ein Inka-Krieger, einzelne schmächtige Junge und ein paar Jungtalente, aufgrund welcher die muskulär dauerbelasteten Senioren immer noch die Hoffnung auf den abermaligen Aufstieg in der nächsten Saison wiederkauen. Und dann gibt's den einen oder anderen, der mit 40 Jahresringen-plus immer noch munter die Seitenlinie rauf und runterrasseln, als sei die Zeit stehen geblieben.
Das Prozedere ist gleich geblieben. Ein paar Verwegene sind viel zu früh (im Hakoah 2 hätten bestimmte Verdächtige damals hierfür wohl zur Sicherheit ein Kissen dabei), der grosse Rest findet entweder deutlich zu spät bzw. findet das Gelände erst im buchstäblich letzten Moment.
Der Match ist sodann schnell erzählt. Der CC-Korrespondent wurde in guter Reminiszenz vorerst auf der Stürmerposition eingesetzt, wo vorerst nicht allzu viel gelang. Sodann erfolgte eine knapp zehnminütige Pause auf der Bank, wonach die rechte Flügelposition zugeteilt wurde. Nach einer ausgeglichenen Startphase kassierte man nach 30 Minuten zuerst einen einfachen Penalty, dann einen Rasierklingen-Pass in die Sturmspitze, der verwertet ging und einen haltbaren Weitschuss aus grosser Distanz mitten zwischen die Ohren. Pausenstand 3:0. Nach der Pause ging's also vorbelastet weiter, jedoch stand die Hoffnung ziemlich urplötzlich wieder da. Nach einem Gewühl im gegnerischen Strafraum legte sich der CC-Flitzer den Ball auf den Schussfuss und wurde dort getroffen. Ein jäher Schwanensturz und der Schiedsrichter konnte sozusagen gar nicht anders als auf den Punkt zu zeigen, wonach der Esquimesen-Schwuger solid die Ecke fand: 3-1. Dann kam der Gaucho-Bruder noch in den Genuss eines unglücklichen Zweikampf mit dem gegnerischen Torhüter, worauf dieser liegenblieb und ausgewechselt werden musste. Dessen Ersatz, wohlbemerkt ein umgewandelter Feldspieler, musste danach in 35 Minuten genau e-i-n-m-a-l den Ball zur Hand nehmen. Zwei merkwürdige Freistossvarianten, zwei Big Saves von J, einen eigenen Linienretter mit angeklebtem Arm sowie der 613 Einwechslungen von Harry Dietikon Potter später stand das Resultat immer noch fest und der Schiedsrichter konnte sich einen friedlichen Sonntag aus der Lunge pfeifen.
Fazit: Chill ist anders, aber es hat mitunter durchaus wieder Spass gemacht, so zu tun, als gäbe es die apokalyptischen Zeiten des Hakoah 2 noch...

Das leise Ende der Coop-Truthahn-Schnitzel aus Israel

Zuletzt Ende Oktober letzten Jahres wurde an dieser Stelle vom traurigen Verschwinden des Coop-Artikel-Schlagers Nummer Eins rapportiert und einer entsprechenden Stellungnahme des Coops. Nachdem das Mail immer noch in der Redaktions-Inbox rumlungerte und auf die Dauer keine weiteren Follow-Ups seitens Coop unternommen wurden, ist eine weitere Anfrage erfolgt, deren Rückmeldung durch den Kundendienst des Grossverteilers dem werten polnischen Fleischkonsumenten nicht vorenthalten bleiben soll:

Leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass wir nach wie vor kein koscheres Ersatzprodukt für die Trutenschnitzel in unserem Sortiment haben. Wir können Ihnen zu diesem Zeitpunkt leider nicht sagen, ob und wann eine entsprechende Alternative angeboten werden kann. Dürfen wir auf Ihr Verständnis hoffen?

Das Coop-Sortiment wird im Sinne einer steten Optimierung in regelmässigen Abständen genau unter die Lupe genommen wird. Die besagten Trutenschnitzel sind aus qualitativen Gründen aus dem Sortiment gestrichen worden.

Es tut uns Leid, Ihnen keinen anderen Bescheid geben zu können. Es würde uns freuen, Sie weiterhin bei uns begrüssen zu dürfen.

Man muss nicht viel von der Angelegenheit wissen, um zu verstehen, dass offensichtlich qualitativ relevante Mängel beim Produkt bestanden, welche Coop dazu veranlassten, die Einstellung des Vertriebs der berühmten Coop-Schnitzel zu verfügen. An sich und gemäss obiger Begründung ein legitimer Akt. Jedoch stellt sich nun a posteriori dennoch die Frage, was wir nun eigentlich während Jahren konsumiert haben. Verfütterte russische Antibiotika? Zermalmte chinesische Tigermembren? Shiraim von der Rebbezen? Und wieder steht der Konsument mit noch weiteren Fragen im Raum, auf welche er diesmal jedoch keine Antwort erwarten darf, ausser der Gewissheit, dass es wohl besser ist, den Menüplan inzwischen notgedrungenermassen angepasst zu haben. Und der Hoffnung, dass in fünf Jahren nicht einer auf die blöde Idee kommt, die Produktion von Zweifel Paprika-Chips mit derselben Begründung einzustellen. Lau oleinu.

Dienstag, 4. Mai 2010

Gibt es im IKEA eigentlich Koscherprodukte?

Auf dem gestrigen erneuten Familienausflug in den IKEA (nach der israelischen Devise Weisst Du nicht wohin, dann geh mal in ein Einkaufszentrum) hat sich der heimische Möbel-Lego-Fetischist wieder einmal gefragt, ob es eigentlich auch eine Legitimation gibt für diese abartig mundend aussehenden Heringsorten in der IKEA-Lebensmittelabteilung. Unsereins müht sich wöchentlich mit versalzenen, geschmacklosen oder einfach ätzenden Hering-Variationen, während wohl der Nordländer es viel eher versteht, kulinarisch verständlichen Hering vorzubereiten als der Polakke von nebenan. Also hat man kurzum eine interaktive Forschung betrieben und entdeckt, dass IKEA eine ziemlich umfassende Liste von koscheren Artikeln führt, auf welche hiermit hingewiesen sei Bezeichnenderweise stammt die Liste von der jüdischen Gemeinde in Edinburgh, Irland, und aus dem Jahre 2006. Ja, hat denn Stockholm keine eigene Koscherliste? Dodoch, hat es. Nur stammt die aus dem genau gleichen Alter und führt merkwürdigerweise keine IKEA-Artikel. Churban Brünzel hat jedenfalls einmalgetestet und kann die Empfehlbarkeit auf unverbindlicher Basis und natürlich höchst inoffiziell nur bestätigen.

Öffentliche Geheimtipps: Dillchips (unbedingt Fish Roe-Paste (Lachsrogen- und -forellenpaste) drüber schmieren, Senapssill (Senfhering), Sourcreamsill)

Jüdischer Ohrensaft: The jew's ear juice


Dass die Chinesen einen seltsamen kulinarischen Kult betreiben, überrascht inzwischen niemanden mehr. Den letzten Stirnrunzler in dieser Hinsicht favorisiert aber folgende Entdeckung unseres werten Majestikulix, welcher der Schreibende aufgrund seines ausgezeichneten und unerbittlichen Gespür für Tagesaktualität und brennende Stories (der Pulitzerpreis im Jahre 2613 steht schon bereit) nachgehen musste.
Im Internet kursieren für den jüdischen Ohrensaft zwei Theorien. Der weniger fundierten gemäss handelt es sich hierbei um eine falsch buchstabierte Version des juciest juice. Dies ist aber wenig mehr als ein freundlicher Erklärungsversuch. Tatsächlich handelt es sich jedoch um den Saft eines asiatischen Pilzes, welcher in unseren Breitengraden als Judasohren (oder Holzohren, Holunderschwamm, Wolkenohrenpilz oder auch ganz einfach Mu-Er) bezeichnet wird. Gemäss selbsternannten Gourmetpäpsten ist dessen Saft eine Delikatesse und in der Zubereitung ein ziemlich schwieriger Prozess, welcher das latente Risiko eines minderwertigen Endproduktes mit sich bringt. Ob man sich im Wissen um diese Tatsache einer chinesischen Aludose anvertrauen will, das sei schliesslich jedem selbst überlassen. Angeblich riecht es irgendwo zwischen Bratensauce und Apfelessig und schmeckt dabei in einer bemerkenswerten Steigerung wie schlecht gegorener saurer Most (da Mehlbeere und chinesische Datteln beigemischt werden). Erhitzt schmeckt das Getränk eher nach einer Spaghetti-Sauce und angeblich nun merklich besser. Ob das Produkt hier bereits erhältlich ist, entzieht sich der Kenntnis genauso wie die Tatsache, ob ein Handirr-Mullah schon drigspeuzt hat.

Montag, 3. Mai 2010

Vorschriften sind für andere

Der Staat hat sich zum Ziel gemacht, mittels Gesetzen und Veordnungen die "Spielregeln" eines geordneten Zusammenlebens zu ermöglichen. Gewiss, nicht hinter jedem Paragraphen ist auf den ersten (oder zweiten Blick) der Gedanke des Erlassers zu erkennen.

Doch es gibt durchaus Gebote, die Sinn machen. Zum Beispiel die Deklarationspflicht von Lebensmitteln. Ob im Quartierladen, Coop, Lidl, Aldi oder Migros: Auf der Verpackung (egal ob Fleisch oder nicht) gehört von Gesetzes wegen mindestens: Inhaltsangabe, Verpackungsdatum, Haltbarkeitsdatum und Gewicht. Das macht durchaus Sinn, sind die Ingredienzien der einzelen Produkte oftmals kaum von blossem Auge auszumachen.

Doch das gilt nicht für unsere Lieblingsmetzgerei von der Aemtlerstrasse: Dort wird Fleisch abgepackt, tiefgefronen, verkauft und sogar bequem nach Hause geliefert. Soweit so gut. Was fehlt? Alles. Ein Blick auf die Verpackung zeigt einzig das Siegel mit dem Hinweis, dass das Fleisch auch ja koscher ist, das Fleisch aus Frankreich stammt und in der Schweiz produziert wurde. Aber was für Fleisch? Wieviel Fleisch? Wann wurde es verarbeitet und abgepackt? Wie lange ist es haltbar?



Zugegeben, meine Schmerzgrenze der Toleranz hat nach einigen unschönen, verschimmelten Vorfällen im vergangenen Herbst etwas gelitten. Trotzdem muss die Frage an dieser Stelle erlaubt sein: Was soll das?!?

Bleibt einzig die Hoffnung, dass der Konsument auch wirklich das Fleisch erhält, was er gemäss seinen Vorstellungen und Wünschen gekauft hat, dass das Haltbarkeitsdatum in die Zeit nach dem genüsslichen Verzehr fällt und vor allem, dass irgendwann einmal die hiesigen Vorschriften auch von den Unsrigen beachtet werden.

Vermischtes zum Wochenstart inklusiv dunkelrote Karte an Marcel Koller

Als allererstes gratuliert man dem kleinen Herrn mit dem silbernen Saum um die Kippah und dem goldenen Lachen im Gesicht sowie mit dem grossen Mut, mit dem Soundtrack von "The Rock" unter den Baldachin zu treten. Ganz grosses Kino, kaum zu toppen, soll sein mit Masel!
Des Weiteren gratuliert man Benjamin Pipimann Frenkel, welcher wieder einmal die Lücke gefunden hat, um über die lokale Presse seine Erleichterungsbedürfnisse zu präsentieren. Medium ist wiederum das "Zürich 2" der vergangenen Woche. Diesmal hat sein körperliches Bedürfnis nach Konsum eines Starbucks-Kaffee sogar dazu beigetragen, dass er in einen Raum der Andacht getreten ist (bis anhin war das körperliche Bedürfnis ja eigentlich das Hindernis auf dem Weg zur Synagoge und zum Eibishten)...
Schliesslich will auch Neo-Kommentator Marcel GC Koller gerügt werden. Der reicht gestern inmitten des Pausenkommentars zu Basel-Bellenz im Joggeli-Cüpli-Studio ganz tief in den Fundus verbotener Ausdrücke und erlaubt sich folgenden zerebralen Aussetzer:
"Der Marco Streller ist ja bekanntlich in einer fantastischen Form und in der Absenz von Alex Frei ist er jetzt sogar zum absoluten Sturmführer avanciert."
Lieber Mäse, wir unterstellen Dir ja keine Absicht. Aber ganz so alterlich und bildungsmässig unbelastet bist Du ja nicht. Und im grossen Kanton hast Du zudem auch noch genügend gearbeitet, um zu verstehen, dass es gewisse Ausdrücke gibt, die einfach tabu sind und nicht aus ihrem historischen Gefüge gerissen werden sollen. Sturmführer gehört sicher in die vorderste Gilde dieser Spezies. In diesem Sinne eine gute und vollständige Besserung!