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Dienstag, 8. Juni 2010

Mittwoch, 21. April 2010

Metallica's talentierteste Piano-Variation

Da an dieser Stelle auch schon mehrfach zensiert, kommentiert und vertikuliert, kommt hier die russische Piano-Variante von Nothing Else Matters:

Mittwoch, 27. Januar 2010

Turn the Page - Ein weiteres Meisterstück von Metallica


Nach langer Zeit melde ich mich wieder mal mit einer Hommage an die wohl beste Band aller Zeiten. Als der Song "Turn the Page" in einer Bar in Amsterdam lief, stand die Welt wieder einmal still. Der folgende Post soll sich daher etwas genauer mit dem Song befassen.

Herkunft

Das Lied stammt vom Album "Garage Inc.", auf welchem Metallica nur Covers spielt. "Turn the Page" war eines der vielen erfolgreichen Single-Auskopplungen des Albums.
Die Original-Version stammt von der Legende Bob Seger.

Jahre nach dem Erfolg sagte Drummer Lars Ulrich, dass er das Lied beim Überqueren der Golden-Gate-Bridge hörte und er ihn sofort an den musikalischen Charakter von Frontman James Hetfield erinnerte ("it had James all over it"). So entstand die Idee, den Song zu covern.

Links
Studio Version (mit Lyris)
Videoclip (Kommentare dazu folgen weiter unten)
Original von Bob Seger

Inhalt

Das Lied handelt vom Leben von Musikern auf Tour. Die emotionalen Höhen und (vor allem) Tiefen kommen im Text sehr stark zum Tragen. Die Sehnsucht nach der Heimat ("Out there in the spotlight, you're a million miles away...") oder das monotone Leben auf den langen Reisen ("You can listen to the engines moanin' out its one note song") sind nur Beispiele von den Schattenseiten des rauschenden Lebens auf einer langen Tour.

Musikalische Umsetzung

Der Song ist im Gegensatz zu einigen anderen Covers auf diesem Album sehr nahe am Original gehalten. Das langsame, fast schwerfällige, Tempo wurde bewusst beibehalten, da es dem Inhalt des Songs sehr entspricht. Trotzdem hat es Metallica geschafft, dem Song ihren Stil zu verpassen und ihn so doch markant vom Original zu unterscheiden.

Der Saxophon-Part aus der Original-Version wird durch Kirk Hammets Gitarre ersetzt.

Der Song eignet sich auch sehr für Hörer, die nicht regelmässig Metallica oder ähnliche Musik hören. Denn er ist sehr melodiös und nicht so "hart" wie andere Metallica Songs (in der Richtung von "Nothing Else Matters").

Video

Das Video zu "Turn the Page" handelt von einer Stripperin, welche versucht, sich und ihre Tochter durchzubringen. Das Vorhaben endet in der Prostitution. Die Dramatik des Liedes wird optimal in Bildern wiedererzählt (auch wenn das Thema etwas abweicht). Das Video wartet entsprechend auch mit teils heftigen Szenen auf. So sieht man, wie sich die Tochter hinter der Bühne - während die Mutter auf der Bühne vor lüstern gaffenden Männern strippt - selbst als Stripperin verkleidet und als unschuldiges, naives Spiel die Mutter bei der Arbeit nachahmt. Auf hefitge Kritik stiess die Schlussszene des Videos. Die Mutter bringt einen Freier ins Motel, wo die Tochter im Nebenzimmer schläft. Das ganze artet in eine Vergewaltigung aus, welche die Tochter mithören muss. Als die Tochter sich aus dem Nebenzimmer rauswagt, sieht sie nur noch, wie der Freier der nackten, weinenden Mutter abfällig einen zerknitterten Geldschein entgegen wirft und den Raum darauf verlässt.

Die Stripperin wird vom "Adult-Movie"-Star Ginger Lynn Allen gespielt und die Regie führte Musik-Video-Spezialist Jonas Åkerlund (der u.a. bereits mit U2, Ozzy Osbourne, Blink 182, Roxette, Pink u.v.m. arbeitete).

Fazit

Alles in allem ein Song, der sich leicht hören lässt aber auch etwas melancholisch stimmt. Alles auf musikalisch sehr hohem Niveau.

Montag, 17. November 2008

ONE - Ein unerreichtes Meisterwerk


es kommt die zeit im leben eines jeden musik-fans, in der man sich sagt: "so. und jetzt muss ich mir mal von der seele schreiben, was dieser oder jener song für ein unglaubliches meisterwerk ist." und genau dieser gedanke ist mir vor kurzem beim hören/studieren von metallica's song "one" durch den kopf geschnellt. (hier die studio version.)
als dritte single des albums "...and justice for all" erhielten metallica ihren ersten grammy für "one". das lied ist die musikalische interpretation des romanes "johnny got his gun" (dt. "johnny zieht in den krieg"). es erzählt die geschichte eines soldaten, der im ersten weltkrieg durch eine deutsche miene schwer verletzt wird. er verliert dabei arme, beine, gehör, die fähigkeit zu sprechen und sein augenlicht. da sein verstand aber immer noch einwandfrei funktioniert lebt er als gefangener in seinem körper weiter. seine hilferufe kann er erst an die aussenwelt kommunizieren, als ihm der einfall kommt, mit seinem kopf morsezeichen ans bett zu klopfen (seine häufigste nachricht: kill me).

musikalisches epos

die vielfalt dieses stückes zeichnet es ebenso aus wie die genialität jeder einzelnen passage. nach einigen kriegsgeräuschen, entführt das intro (ein langsames melancholisches gitarrenspiel) den zuhörer in die tragik der geschichte. nach den genielen textpassagen der fast romantisch gesungenen ersten zwei strophen setzt erstmals die legendäre gitarre von kirk hammet ein. sein solo wird unterbrochen von hektischen hilferufen des patienten (auch hier ist der text wirklich sehr tief). im anschluss gibt es kein halten mehr. hammet legt das hin, was das magazin "guitar world" (so was wie das mass aller dinge) zum siebtbesten solo aller zeiten gewählt hat; direkt vor "hotel california" (die liste der top 100). mit kombinationen, die stets kopiert und doch nie erreich wurden verzaubert die gitarre den zuhörer und schickt ihn auf eine reise, auf der das leid des liedes vergessen wird. die geschwindigkeit mit der hammet spielt bleibt legänder.

video(s)

zu "one" drehte metallica auch erstmals ein video. für viele ihrer eingefleischten fans kam dies einem hochverrat gleich. die band habe sich verkauft.
doch das video ging, ebenso wie der song, in die geschichte ein. oder besser gesagt: die videos. denn es gibt gleich mehrere versionen des videos. die bekannteste version beinhaltet sowohl bilder der band (das lied in einem warenhaus spielend) sowie ausschnitte aus der verfilmung von "johnny got his gun". die kombination funktioniert! die film-ausschnitte stören keineswegs, sondern untermalen die problematik und die dramatik des themas. (bestes beispiel: auf die frage des hohen vertreters des militärs an den arzt, ob er denn nicht irgendeine nachricht für den patienten habe, antwortet dieser: he's a product of your profession; not mine!). das video ist eines der am häufigsten auf mtv gespielten.
die zweite version ist eine gekürzte version des ersten videos. und in der dritten version sieht man ausschliesslich die band (und keine film-ausschnitte).

cover versionen

das lied wurde etliche male gecovert. korn und children of bodom sind nur zwei von vielen bands, welche sich an den song 'ran wagten. doch der song war auch inpiration für etliche instrumental-versionen. neben harptallica, welche den song auf harfen spielen, haben natürlich apocalyptica den song gecovert. ohen den charakter des songs zu verfälschen, verleiht apocalyptica dem song eine weitere unglaubliche ebene. dass sich der song optimal eignet, um von streichinstrumenten gespielt werden, wird durch die vielzahl an covers auf youtube deutlich (hier ein beispiel. und hier nur das berühmte solo). auch als piano version weiss das werk zu überzeugen.
hier noch ein kleines extra: "one" auf dem gitarren-programm des iphone's.

fazit

alles in allem ist metallica ein meisterwerk gelungen, dass in die analen der musik-geschichte eingegangen ist. "one" gilt für viele als der beste metallica-song aller zeiten. dass metallica auch selbst die genialität ihres werkes erkannt hat, steht ausser frage. so haben sie auf ihrem neusten album (auf welchem sie nach eigenen angaben das beste ihres bisherigen schaffens zusammengetragen haben) einen song plaziert, der stark an "one" erinnert. the day that never comes ist ein song, der sich ebenfalls mit dem thema krieg befasst, wie auch das video zeigt. aber auch musikalisch ist der song fast eine "one". dem langsamen beginn des songs mit einem ruhigen gitaren-intro und zwei melanchonischen strophen folgt genau wie in "one" ein schneller gitarren-part und eine hektischer gesangs-part. und auch dieser song wird von einem langen gitarren-solo beendet. natürlich kommt "the day that never comes" nie an "one" heran, er zeigt aber, dass die band das konzept weiter für erfolgreich hält und einen eigenen tribut für "one" für angebracht hält.

ich hoffe, ich habe euch dieses meisterwerk etwas näher bringen können. ich bin auf jeden fall froh, dass ich meine bewunderung mal von der seele schreiben konnte.

danke

etnu