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Montag, 16. November 2015

Mahlzeit Wahlzeit

Die Schweiz wählt! Nationalrat, Ständerat, Bundesrat und nicht zuletzt die Kommissionen, den Vorstand und das Präsidium der ICZ.

Die Wahlen in der ICZ finden am 2. Dezember statt, was sogar im Kalender der nach wie vor unsäglichen Webseite www.icz.org vermerkt ist.

Doch die Gemeinde hat es leider einmal mehr versäumt, proaktiv zu informieren. Zu den Kandidierenden gibt es nebst ihrem Namen keinerlei Informationen der ICZ. Stattdessen herrscht Verwirrung. In den Wahlinformationen der ICZ steht, dass vier Kandidaten ihre allfällige Wahl nur dann annehmen, sollte gleichzeitig Präsidiumskandidat 1 gewählt werden.

In der inoffziellen Hauszeitung der ICZ, dem Tachles, war am Freitag zu entnehmen, dass sich offenbar zwei "Päckli" zur Wahl stellen - sprich jeweils ein Präsidiumskandidat/in + Vorstandskollegen. Das ist grundsätzlich gut, denn es heisst, dass sich die Kandidaten im Vorfeld Gedanken zur Zusammenarbeit gemacht haben. Doch kommuniziert wird das einmal mehr nicht. Zu den übrigen Kandidaten finden sich in den ICZ-Unterlagen keine Informationen über allfällige Bedingungen. Die Wahrheit ist: Mindestens zwei kandidierende Personen würden die Wahl ausschlagen, wenn Präsidiumskandidat 1 (statt 2) gewählt würde.

Es sind Wahlen, d.h. die Mitglieder haben die Möglichkeit, auszuwählen. Klingt simpel - doch der jetzige Informationsstand der Gemeindemitglieder macht das fast unmöglich. Wer steht für was, was ist die Motivation, was die Vision? Einzig die nicht kostenfreie Hauszeitung unternahm einen kläglichen Versuch, die Kandidaten zu portraitieren.

Für was stehen die Kandidaten (nicht die Präsidentschaftskandidaten)? Misch-Ehen, demografische Entwicklung der Mitglieder, neue Formen einer Gemeinde, Abwanderung/Austritte, Attraktivität der Gemeinde als solches, Kinder/Jungendliche/Noam...? Konstellation des künftigen Rabbinats? Internationale Kooperationen? Nichts. Kein Wort. Aber das Restaurant, das ist wichtig. Und allgemeine - beliebig austauschbare Worthülsen. Wie um alles in der Welt soll man sich hier ein Bild machen?

Dem nicht genug. Offenbar geht im Vorfeld der Wahlen die beiden Präsidentschaftskandidaten die Post ab - ganz nach dem Motto: sex sells. Es wird lobbyiert, intrigriert, Gerüchte verbreitet, Stimmung gemacht, auf den Mann/Frau gespielt. Das gehört zu Wahlen, schafft Profil, grenzt ab, fördert den Meinungsbildungsprozess und das ist gut! Aber bitte auf der Sachebene.

Der 2. Dezember kommt bald. Es wäre nicht verwunderlich, meldeten sich am Wahlabend selbst noch weitere Kandidaten - für Vorstand oder fürs Präsidium.

Dienstag, 12. August 2014

Kommunikation 2.0


Werte Bloggemeinschaft


Es ist wieder mal Zeit, in die Tasten zu hauen. Einerseits aus aktuellem Anlass, andererseits soll dieser weltimperialistischen Seite wieder mal etwas Leben eingehaucht werden.

Die ICZ kommuniziert seit einigen Tagen über Social Media-Kanäle. Bis anhin lief die Kommunikation mit ihren Mitgliedern hauptsächlich über postalische Zustellungen sowie E-Mail-Newsletter (in der Regel in mehrfacher, stets korrigierter Ausführung). 

Wobei das gleich selbst korrigiert werden muss. Der Rücktritt des Co-Präsidenten wurde mit grosszügigen Bildern auf einer Doppelseite im Tachles zelebriert. Die Mitglieder hingegen erfuhren mit einem einzigen Satz auf der letzten Seite der Einladung für die ordentliche GV davon. Für jedes Ereignis von noch so unbedeutender Wichtigkeit, werden Newsletter und Flyer verschickt. Tritt ein Präsidiumsmitglied zurück, spielen ganz andere Seilschaften. 

Nun also haben sich die Verantwortlichen entschieden, auch Präsenz auf Facebook und Twitter zu markieren. Dies ist ein löblicher Schritt und zeigt, dass sich die Gemeinde als moderne Institution versteht. 

Gemessen am nach wie vor fürchterlichen Internetauftritt ist die Gemeinde jedoch noch einige Tabo-Sefolosha-Schrittlängen von „modern“ entfernt. Doch auf Facebook und Twitter hat die Gemeinde optisch einen ansprechenden Auftritt. Dass der Name auf Facebook falsch geschrieben ist, übersehen wir jetzt mal grosszügig. Die Schreibweise „Icz Zürich“ scheint zumindest neu. Stellt sich die Frage, seit wann sich die Gemeinde klein schreibt – und vor allem für was das „Z“ in „ICZ“ steht. Und obwohl die ICZ mit über 150 Jahren die älteste jüdische Gemeinde in der Schweiz ist, wurde sie erst am 6.11.1958 geboren. So zumindest steht’s auf Facebook.

Viel bedenklicher ist jedoch, dass hier grundlegende Funktionen von Social Media nicht verstanden werden. Die Inhalte und die Tonalität der Tweets auf Twitter sind von einer solchen Banalität, dass sie dem Image der Gemeinde alles andere als zuträglich sind. Twitter ist ein Kommunikationsmittel für eine externe Zielgruppe und kein Whatsapp-Gruppenchat. 

Dass die Gemeinde einen SoMe-Verantwortlichen gesucht oder gar eingestellt haben soll, ist nicht bekannt. Gehen wir deshalb davon aus, dass die bestehende Belegschaft die Kanäle betreut. Dann wiederum stellt sich aufgrund der hohen Intensität der Posts (7) und Tweets (15) in den ersten 5 Tagen schon die Frage, wie diese Zeit davor verwendet wurde.

Wir freuen uns auf jeden Fall schon jetzt, auf den ICZ-Auftritt auf Pinterest, Instagram, Vimeo, Foursquare, Tumblr, Google+, Flickr, Youtube, Xing, LinkedIn und natürlich auf J-Date.

Montag, 5. August 2013

Sommerloch

Das Sommerloch zeigt in diesen Tagen seine wahren Tiefen und Abgründe. Da soll dieser Blog keine Ausnahme sein. In Medienhäusern finden regelmässig sogenannte Blattkritiken statt. Dabei werden Zeitungsausgaben analysiert, kritisiert und diskutiert. Dies soll - in stark reduziertem Umfang - auch an dieser Stelle erfolgen.

An dieser Stelle wurde über das umfangreiche Redesign mit zahlreichen hilfreichen Neuerungen berichtet. Nun schreiben wir also das Jahr 2 nach dem Relaunch der ICZ-Webseite. Das sind doch immerhin über 700 Tage, in denen man sich als Webmaster den einen oder anderen Gedanken über Darstellung und Funktionalität machen könnte. Der bekiffte Vogel ist zwar vermeintlich tot, aber wie unschwer erkennbar, geistert er noch immer auf dem ICZ-Server rum.





Neu auf der Einstiegsseite nehmen wir nun weitere, poppige Farbgestaltungen wahr. Der Lauftext ist nun zweifarbig gestaltet, was durchaus als kreative Weiterentwicklung bezeichnet werden darf. Beim Zählen der verschiedenen eingesetzten Schriftarten auf dieser Einstiegsseite reichen zwei Hände nicht aus. Was wiederum die Frage nach dem Grafikkonzept der ganzen Seite aufwirft. Schon nach wenigen Clicks durch die Seite, dem Begegnen von verschiedensten Schriftarten, Schriftgrössen, Hintergrundfarben, Schriftfarben, Buttons, Verlinkungen, Titelarten, Bilderauswahl, Bildanordnungen usw. lässt sich diese Frage - im Gegensatz zu zahlreich anderen - sehr schnell beantworten: Es gibt keines!

Übrigens: lasst Euch von der Bezeichnung "Kontakt_01" in der Navigation nicht irritieren. Die NSA dachte sich wohl, dass dieses Codewort nicht weiter auffällt...











Ebenfalls neu gestaltet sind auch die Bilder der einzelnen Kategorien:


































Nach wie vor unerklärlich ist die Platzierung der Social Media Icons. Alte Logos, unbrauchbare Auflösung aber viel wichtiger: Nutzlos! Weder hat die ICZ eine Facebook-Seite, noch einen Twitter-Account oder ein Youtube-Channel. Deshalb die Frage: Warum? (Hört Ihr das Echo im unendlichen Web 1.0-Raum?)





FAZIT: Mit aller Bescheidenheit erlaubt sich der Schreibende, sich selbst zu zitieren, als er vor zwei Jahren über das Thema schrieb:

"Geschätzte Leserschaft, wenn das die Visitenkarte der Gemeinde im World Wide Web sein soll, dann "Guet Nacht".

In diesem Sinne: Schlafed guet!

Sonntag, 4. Dezember 2011

Die Abrechnung

Die Website der ICZ verkündet es, heute Montag findet die 2. ordentliche Gemeindeversammlung 2011 statt. Dies ist zwar erst auf den zweiten Blick ersichtlich, denn auf der Agenda-Übersicht auf der Einstiegsseite erscheint der besagte Termin nicht. Wie dem auch sei...



Interessant scheint hier vor allem das Traktandum 4 "Abnahme der Bauabrechnung Umbau Gemeindezentrum". Im Vorfeld des besagten Termins erhielten die Gemeindemitglieder eine - zugegeben gelungene - Informationsbroschüre mit durchaus brisantem Inhalt: Die Abrechnung. Klingt fast wie der Titel von "Die Hard: Folge 613" mit Bruce Willis.

Die Zahlen sind transparent und nachvollziehbar dargestellt. So werden Kostendifferenzen von Kostenschätzung ggü. Kostenvorschlag oder - viel wichtiger - Differenzen von Kostenvoranschlag zu den effektiven Kosten kommentiert und erklärt. So beispielsweise auf Seite 7, Fusszeile 1: "Zum Zeitpunkt der Submission kamen die Offerten günstiger herein als bei der KS geschätzt." Hoffentlich haben die Offerten auch brav angeklopft, bevor sie einfach so hereinspaziert sind...

Kurz: es wird ersichtlich, welche Positionen zur Budgetüberschreitung von 6,1 Mio. geführt haben. Die GRPK relativiert die Mehrkosten und kommt auf 2,7 Mio, schliesslich sei es der Gemeindeführung gelungen, zusätzliche Spendengeldern zu akquirieren. Diesem Effort gebührt den zuständigen Personen ein Lob. Gerade in der jetzigen Zeit war das sicherlich keine leichte Aufgabe.

Nun liegt es an den Mitgliedern, über den Antrag des Vorstandes zu befinden, der da lautet: Der Vorstand beantragt (...) die Annahme der Bauabrechnung (...).

Für den Fall, dass sich die eine oder andere Gedächtnislücke auftut: Vor rund 8 Jahren hat sich die Gemeindeversammlung klar gegen das damalige Projekt "Neubau" ausgesprochen. Es sei unnötig, das Haus neu zu bauen und zudem unverantwortlich, der kommenden Generation diese enorme Schuldenlast zu übertragen. Der damalige Baukredit wurde damals mit 13 Mio. voranschlagt...

Die Rechnung - soviel sei hier vorweggenommen - wird abgenommen. Was bleibt ist die Erkenntnis, dass sich innerhalb weniger Jahre die Kostensensibilität der Gemeinde drastisch verändert hat. Was bleibt ist die Erkenntnis, dass die Gemeinde 11,4 Mio. Franken aus eigenen Mitteln für den Umbau aufbringen muss, von denen sie aber nur 8 Mio. bewilligt hat. Was bleibt, ist die Erkenntnis, dass das ganze Projekt 34 Prozent teuerer geworden ist, als dies die Gemeinde am 27.4.2009 gewünscht hat. Eigentlich eine unglaubliche Zahl. Aber wie gesagt, die Rechnung wird abgenommen.

Nachtrag 1: die GRPK empfiehlt übrigens das Budget zu Ablehnung. Begründung: Bitte sparen!
Nachtrag 2: Soeben hat das Restaurant olivegarden eröffnet. Es wird mit einer Defizitgarantie in unbekannter Höhe durch die ICZ subventioniert.

Mittwoch, 1. Juni 2011

Web 2.0. - vor unserer Zeitrechnung


Wahrlich, ein historischer Moment. Nach der umfassenden Renovation des Gemeindehauses, hat die moderne ICZ nun auch ihren Internetauftritt überarbeitet. Was den gemeinen Internet-User dabei erwartet, ist ernüchternd. Nein, eigentlich katastrophal!

Historisch im wahrsten Sinne des Wortes: Auf einen Klick fühlt man sich 20 Jahre zurückversetzt, direkt ins Mittelalter der damaligen „EDV“, nahe an die Geburtsstunde der ersten Webseiten. Ein Blick auf das Impressum und den Kontakt des "Webdesigners" machen das Resultat des "Relaunches" etwas plausibler, jedoch nicht minder besser. Die erste Jahreszahl auf dem Jubiläumslogo ist nach intensiver Recherche übrigens nicht als Zeitpunkt des Designs der Website zu verstehen.

Eine Seitennavigation, die ihresgleichen sucht. Ein Design, das den Zug ins Hier und Jetzt verpasst hat (ja, Vo-ku-hi-la war auch mal "in"), integrierte Elemente (wie Lauftexte), die keine Daseinsberechtigung haben. Treffend gewählte Farbkombinationen wie beispielsweise grauer Text auf weissem Grund, um die Lesbarkeit entscheidend zu verschlechtern. Es werden Inhalte grundlos in PDF ("Was ist neu in der icz") dargestellt. Abstände zwischen Titel und Textbausteinen sind willkürlich gewählt. Es werden ganz üble Fremd-Tools für bspw. die Frage der Woche implementiert, die dann auch nicht funktionieren.

Doch man hat auch mitgedacht. Das zeigt das Beispiel unter der Rubrik "Senioren". Hier lesen wir: "Alle im Bereich Senioren dargestellten Seiten weisen bewusst eine grösseres Schriftbild auf." Zum Glück ist dieses Schriftfbild grösser, damit der Grammatikfehler auch richtig zur Geltung kommt.

Menschen und Mitglieder sind auf dem verwendeten Bildmaterial wie Foto und - man staune - auch im Bewegtbild, also neuzeitlich gesprochen: Video (obwohl auch das ein lateinischen Wort der ersten Stunde ist. Egal, genug der Klugscheissereien) eindeutig zu erkennen. Ob die Betroffenen um ihre Einwilligung für die Verwendung des Bilds gefragt wurden, ist fraglich. Im Disclaimer entschuldigt sich man schon mal prophylaktisch dafür.

Ganz schön auch die missionarische Gebrauchsanweisung zum Thema "Jüdisch werden". Und dann - irgendwo verlinkt noch dies: "frozen bubble" - ein Spiel! Der Aufforderung "press fire to start" folgend, überrascht es nicht, dass der bekiffte Vogel keinen Wank macht.

Im Zeitalter, in dem Web 2.0 schon fast als Antiquität gilt, und sich der Nutzen crossemedialer Kommunikationskanäle rasch weiterentwickelt, will auch die ICZ mithalten. Nur ist es so, dass mit der Platzierung von Logos (und dann erst noch die falschen, denn das Youtube-Logo scheint dem Schreibenden mehr als nur suspekt) auf der Seite "Jugend", ist es damit nicht getan. Diese zeigen dem User, dass das Unternehmen oder die Organisation nebst dem Internetauftritt weitere Profile auf Facebook, Twitter und Youtube hat. Für die ICZ reicht jedoch eine Verlinkung auf die Startseite der entsprechenden Dienste. Web 2.0 vor unserer Zeitrechnung.

Beim Resümieren eines - zugegebenermassen - Heavy Users in der Internetwelt, kommen dem Schreibenden unweigerlich etablierte Begriffe wie "nicht vorhanden", "katastrophal", "erbärmlich", "armselig" und "schwach" in den Sinn.

Gespannt warten die Gemeindemitglieder auf den Newsletter (oder die Korrektur davon, oder die Richtigstellung der Korrektur), der das Prachtswerk verkündet. Geschätzte Leserschaft, wenn das die Visitenkarte der Gemeinde im World Wide Web sein soll, dann "Guet Nacht".

Sonntag, 22. Mai 2011

Baranes neuer Restaurateur der ICZ?

Dieses Wochenende war besonders interessant. Erstens stellt sich heraus, dass die guten Mutes Tickets für das Heimspiel gegen Thun vom Mittwoch in keiner Weise zu optimistisch erworben worden waren. Zweitens verbrachte man einen geglückten Lag Baomer-Nachmittag. Sprich während der ersten Halbzeit tat man noch etwas sozial, beschäftigte sich mit Feuer und Fleisch und spähte alle 6.13 Sekunden auf den Spielstand. Nach der Hälfte dann gab es kein Halten mehr, weder auf dem Platz noch vor dem Bildschirm. Verrückt schöne Perspektiven für einen verrückt unterhaltsamen Mittwoch Abend...
Und dann war wieder mal der interessante Blick in die JüZ. Diese Woche wurden zwar keine Scheitel in Schwimmbädern oder im Purim-Vollsuff liegen gelassen, es wurden auch keine neuen esoterischen Rituale für Bündner Bergdörfer in den Raum gestellt. Und dennoch wurde auch diesmal das obligate Schmankerl nicht vorenthalten.
Da publiziert also Baranes auf einer Achtelseite ein Inserat mit dem übrigen Blabla, seiner notorischen Erfahrung in Restauration, Hotellerie und sonstigen Institutionen, mit welcher er nun das einzige koschere Grillrestaurant der Stadt führt. Dann wird's aber erst richtig interessant: Auf geschätzten 20 Zeilen wird darauf hingewiesen, dass wieder einmal das Gerücht kursiere, das Baranes-Lokal stehe aufgrund finanzieller Probleme vor dem Aus. Was in dieser Art natürlich überhaupt nicht stimme. Im Gegenteil: Bald werde eine Bäckerei/Konditorei, eine Pizzeria (Déjà vu?) sowie ein Eventsaal für 500 Personen eröffnet.
Nun, gleichzeitig weiss jeder, dass sich die ICZ für eine Restaurationsvariante entschieden hat, um einen eigenen umfangreichen fleischigen Betrieb in ihren renovierten Lokalitäten instand zu setzen.
Ein Lokal für 500 Personen zu finden, ist in der zunehmenden Platzknappheit der Stadt Zürich, kein einfaches Unterfangen. Grosszügig ausgelegt könnte dieses Kriterium auch auf die Räumlichkeiten der ICZ zutreffen. Dass hierin auch für (zumindest einen Teil der) Ausweitung der gastronomischen Aktivitäten der "Baranes-Gruppe" zutreffe, ist zumindest denkbar.
Wie gesagt, es ist ein Gerücht und eine Zusammenarbeit würde sich somit wenigstens logisch erklären lassen. Dass der Schreibende dies zumindest für die ICZ als eine sehr schlechte Idee hält, basiert vor allem auf persönlicher Einschätzung von Potential, Fähigkeiten, Zumutbarkeit und letztendlich Transparenz einzelner Beteiligter.
Hoffen wir also auf das Beste (bzw. auf etwas besseres).

Montag, 22. November 2010

Gruppe Panik ist auch schon hier!!!

Linos Wetterstübli bittet um ihre Aufmerksamkeit. Aufgrund meiner Beobachtungen des Harndrangs von brünftigen Bibern, dem Stuhlgang von Ameisen und nach Rücksprache mit Zeiser und Andreas Kunz (Netznatur) über die Zeichen der Zeit vermelde ich die folgende Vorhersage für die nächsten Tage:

Also, die Langlaufski wachsen, die Ketten fürs Auto ölen und genug Geduld am Morgen aufbringen, denn es könnte ungemütlich werden.

Ich wünsche gutes Gelingen!

Donnerstag, 27. Mai 2010

Der allgegenwärtige Benibisi

Inzwischen mag es unsereins vielleicht sogar schon aus seinem Bewusstsein verdrängt haben, aber der Benibisi schreibt immer noch im Lokalblatt Zürich 2. Zumeist sind Unterhaltungs- wie Informationswert relativ gering und handeln Themen ab wie insistierendem Stadtrat- und -präsidentschaftsbashing und dem Ernährungswert des Altersheims-Buffet. Jedoch dringt fast allgegenwärtig auch die bekannte Blasenproblematik durch, welche offensichtlich in einem entwischtem Artikel in einem Essay über WC-Lektüre gipfelte. Das CC-Forschungsinstitut hat den Artikel inzwischen ausfindig gemacht und stellt ihn werter Leserschaft hiermit zur Verfügung.
Zum wiederholten Mal hat sich nun ein heimischer Leser mit notorisch roten Socken zum Thema geäussert und prangert den anhaltenden Pipi-Exhibitionismus an. Wohl liegt er damit nicht mal im Unrecht. Es ist  jedoch ein wenig wie mit Nationalratt Daniel Vischer: Je unsinniger die Aussagen und breiter das Publikum, desto eher kommt er an. Und je mehr man aneckt, desto eher erscheint man in den Medien. Und da Zürich 2 ein inserateabhängiges Medium ist, kann ihnen auch nicht verübelt werden, wenn sie mit pointierten Aussagen werken, mögen sie noch so hirn- und witzlos sein. Ob mit solch einer Kolumne jemals ein Pulitzerpreis erreicht wird, ist eine andere und wohl irrelevante Frage.
Insofern bleibt eigentlich wenig anderes übrig, als zu hoffen, dass die jeweilig abzulegenden Strecken weiterhin ohne Zwischenfälle absolviert werden können und bei Bedarf die Stuhltüre zu öffnen, -in der Hoffnung, es sei kein Spargel unterwegs...

Montag, 1. Februar 2010

Eyal Golasa's zur S.S. Lazio geplatzt (editiert)

Gemäss übereinstimmenden Meldungen in den einschlägigen Medien wechselt der israelische Stürmer Eyal Golasa (für weiterführende Groupie-Informationen persönl. Homepage, Wiki, Transfermarkt) von Maccabi Haifa zur S.S. Lazio (ja, die heissen wirklich so, società sportiva).
Auszüge des Könnens dieses jungen Mannes kann man sich weiter unten zu Gemüte führen. Ganz so berauschend ist es jedenfalls nicht, zwei Schüsse abgefälscht, beim letzten Köpfler steht er zudem im Offside.
Derweil stehe ein weiteres israelisches bzw. israelitisches Jungtalent, Gai Assulin, welcher derzeit bei der Nachwuchsmannschaft des grossen FC Barcelona unter Vertrag steht, in Verbindung mit dem Hofe von Arsène Wenger und dem Arsenal FC.
Und zu guter Letzt sei Yossi Benayoun in Liverpool aufgrund des Saisonverlaufs desillusioniert über die Perspektiven der Mannschaft und wolle seine Karriere woanders fortsetzen. Sachen gibt's. Wenigstens ist man zum Wochenstart schon wieder über alles Wichtige auf dem Planeten informiert.
EDIT: Eyal Golasa hat sich inzwischen nach einer vertraglichen Auseinandersetzung entschieden, seine Karriere doch bei Maccabi Haifa fortzusetzen. Nachdem er schon in Rom aufgetreten war, dort Ghetto und Synagoge besucht hatte und merkte, dass er im Hinblick auf womöglich bestehende vertragliche Bindungen doch nicht in Italien spielen will.

Montag, 26. Oktober 2009

Neueröffnung der koscheren Bäckerei in Zürich

Le roi est mort, vive le roi! Den Gerüchten über die Schliessung der Bollag-Bäckerei folgte dessen Gewissheit. Den Gerüchten über mögliche Nachfolger folgte hernach die Gewissheit: Habemus Bäcker! Und zwar ist nun sogar dessen Name bekannt: Payssech Moische Bernsohn.
Richtig, der Fahrlehrer wird nun zum Träger der Bäckerei. Aus aktuellem Anlass lassen wir eine Auflistung der möglichen Auswirkung dieses friendly takeovers zwischen Kulinarik und der Chauffeur-Pädagogik in den Äther steigen:
1. Weggli haben künftig eine eingebaute Hupe. Die Gipfeli werden ab sofort in L-Form hergestellt.
2. Ab sofort werden in der koscheren Bäckerei sämtliche Formel 1-Rennen übertragen.
3. Die Bäckerei ist ab sofort Sponsorin des einzigen und wahrhaften Chauffeurs dieser Stadt.
4. Akute Erstickungssymptome aufgrund Wüstensturm-Konditen werden zum eingeplanten Anwendungsfall für den Nothelferkurs. Atmet er? Brösmelet es noch?
5. Aufgrund des sehr verdächtigen Vornamens des Inhabers darf auch die Fahrschule ab dem Seder während 613 Stunden nicht offen sein.
6. Was heisst: An Pessach hat der Inhaber gar nicht erst in Zürich zu sein, wenn er nicht bis in die Haarwurzeln in Aluminium gewickelt ist!!!
7. Die altehrwürdige Produktionsstätte an der Brauerstrasse, welche bereits als Requisite für Filme hinhalten musste, wird ab sofort zum Ausgangspunkt und Zieleinfahrt des Stadt-GP's von Zürich.
8. Aufgrund dieser Risiken-Diversifizierung wird sich die jüdische Konkurrenz ebenfalls darum bemühen, in andere Geschäftsbereiche einzusteigen. Metzgerei? Reiseleitung? Etwas in Computer? Schaffen in Real Estate?
9. Endlich wird vom Gemischtwaren-einbisschenvonallem-"Konzept abgekehrt und solides Backniveau mit kurzen Wartezeiten und zufriedenen Kunden erstellt. Haleway.

Sonntag, 5. Juli 2009

Eight25 schliesst die Tore wieder / Fein & Schein-Imbiss? (Update)

Es mehren sich derzeit die Stimmen, welche aus erster Hand erfahren haben, dass der anfangs Jahr hier angekündigte Betrieb des koscheren Restaurants eight25 bereits wieder eingestellt wird. Zuerst wurde vor einigen Wochen der Umbau der eigentlich vorgesehenen Lokalität abgeblasen, inzwischen scheint auch der ad hoc-Betrieb keine Zukunft beschieden zu sein.
Und so kommt es, dass es die CC-Redaktion nicht einmal schaffte, einen Rezensionstermin für Degustationszwecke zu vereinbaren, bevor die Tore geschlossen wurden.
Wir wünschen, dass der verbliebenen Konkurrenz besserer Erfolg zukomme und das inzwischen lobenswerte Menu vor Misserfolgen gefeit sei.
Derweil gehen die Umbauarbeiten des vermeintlichen Fein & Schein-Imbisslokals gegenüber der Klopstockwiese munter weiter, word goes aber, dass da nie ein Mietvertrag unterzeichnet wurde und am Ende vielleicht auch dieses Projekt lediglich beim guten und lobenswerten Gedanken bleibt. Wir hoffen jedenfalls auf weiter gute Schletzgelegenheiten und viel Fleisch. Und natürlich auf Roger Federer, den wiedererstandenen Erlöser der Nation.
P.S. Auch heute Morgen gab's im Stadion Neufeld wieder deutsche Signale. Dieses Geschrei ist im 21. Jahrhundert inzwischen kaum auszuhalten.
P.P.S.: Inzwischen lauter Dementi. Das Eight25 scheint nun doch nicht zu schliessen und an der designierten neuen Imbissstätte wird eifrig montiert und weitergebastelt. Inzwischen stehen schon Kühlauslagen für Esswaren im Laden. Ob da aber effektiv das Fein & Schein reinkommt, ist nicht bekannt.


Donnerstag, 30. April 2009

Nun ist es so weit, offiziell und von der GV abgesegnet: Die ICZ wird nun definitiv umgebaut. Ein beträchtlicher Spendensatz wurde zugesichert, nun kann endlich die konkrete Planung einer inzwischen mehr als dringlichen Pendenz in Angriff genommen werden. Wir freuen uns!

Sonntag, 8. Februar 2009

Kulinarik: Baranes' Grillplausch


Inzwischen ist die Eröffnung schon einige Wochen her, dennoch sollte man Gelegenheiten beim Schopf packen, wenn sie sich anbieten. Erst recht, wenn es sich um kannibalische Gelegenheiten wie die Eröffnung des neuen koscheren, fleischigen Restaurants handelt. Lange Monate musste die faserliebende Gemeinschaft einer neuen Ära harren und wurde nun mit Chajim Baranes neues Grilllokals entsprechend bedient, was für Churban Brünzel und seine Crew als Anlass einer Go-Mijo-Expedition Spalier wert war.
Zuerst das Lokal. Kleine gelbe Vögel zwitschern von den Dächern, dass dieselben Räumlichkeiten zuvor als italienische Trattoria verwendet wurden. Altes massives Dunkelholz mit vielem Gebälk, weissen Steinwänden und einem sehr eigentümlichen Wohlfühl-Grotto-Groove. Mittendrin Kunst aus dem Nahen Osten und judaistische Sujets. Insgesamt trifft dies ziemlich gut zusammen und ergibt eine Mischung, welche mit der Babasali-Hinterraum-Romantik des Milk & Honey nicht mehr viel zu tun ist. Was auch gut so ist.
Das Personal ist gemischt zwischen der alten Crew aus dem ebengenannten Erstlokal und neuem Servierpersonal. Dieses stellt sich teils sehr zuvorkommend in Szene und sorgt sich merklich um das Wohl der Gäste. Daneben befinden sich auch noch etwas hölzern-holprige Garçons, denen die weissen Westen noch etwas fremd anmuten und welche auch mit einer anspruchsvoller Gästeschar teils einen leicht angestrengten Eindruck hinterlassen. Daneben natürlich die erwähnte Home-Crew, welche ziemlich forsch auf dem roten Faden zwischen Zuvorkommen und Aufdringlichkeit stapfen. Insgesamt besteht zwischen Basics der Bedienung und Diskretion in einigen Belangen noch Verbesserungspotential.
Die Karte an sich ist ansprechend. Nicht günstig, wie man es sich in einem "Markt" wie Zürich im Übrigen vorstellen durfte. Nicht überrissen teuer und doch erstaunlich variabel, was sogar das Schalom in seinen besten Tagen theoretisch übertrifft. Praktisch sind einige Teller nicht immer verfügbar. Gut möglich, dass sich die Karte mit der Zeit noch in eine etwas realistischere Version wandelt. Im Sinne der Wandlung ist nach den ersten Tagen eine grammatikalisch angepasstere Version aufgelegt worden. Auch bei dieser wird jedoch leider auf haarsträubende Fehler und unglücklichen Verschreiber gestossen. Der Korrektor verfügt jedenfalls über einen übergesunden Schlaf.
Einmal serviert bleibt jedenfalls nicht viel zu sagen. Das ansprechende Gedeck macht Appetit, die Salate sehen gut aus. Als grosse Überraschung ist auch anzuführen, dass die Suppe selten differenziert und ansprechend schmeckt und das Brot mehr als eine einfache, eintönige Begleitung zum Mahl darstellt. An der Qualität des Fleisches lässt sich nicht viel aussetzen und im erlebten Fall war auch der Gargrad überaus zufriedenstellend (inklusive der Nachfrage nach der Vorliebe des Bratzustandes). Die Beilagenportionierung war ebenfalls gut gewählt und sättigend, womit die Hauptspeise als solche durchaus sättigte. Einzig bei den Pommes Frites haperte es im vorliegenden Fall, waren diese viel zu kurz, unkrustig und schmierig (andere Probanden rapportierten jedoch mittags ausserordentlich zufriedenstellende Resultate).
Fazit: Man möchte also den fleischigen Kulinaren durchaus einen entsprechenden Besuch empfehlen.
PS: Am Wochenende die Tandoori-Schnulze im Kino gesehen. Die Inder haben schon einen sitzen mit ihrem rosaroten Happy-End-Firlefanz. Insgesamt aber sehr vergnüglich, wenn auch sehr kurzlebig. Aber was ist heute schon nicht kurzlebig (in diesem Sinne auch das Derby von heute in der Ärgerlichkeit seines Nachgeschmacks der verpassten Distanzierung). Sonst nur TTSD.
PPS: Inler und Dzemaili übrigens mit überaus positiven Voten ihrer heutigen Auftritte. Zentral hat Köbi Hitzfeld langsam wirklich das Überangebot an nützlichen 6ern. Die neuen Partner unserer Personenfreizügigkeit geben uns am Mittwoch darüber weiteren Aufschluss.
PPPS: Der Actifry hat heute Abend seine Entmystifierung gefeiert. Grossartig erfindet, das Resultat schmeckt wie lebendige Pommes Frites. Wie echtes Lebenselixir.

Montag, 1. Dezember 2008

Die Gerüchteküche kocht fleischig...


Da war man wieder mal in einer seltenen Guerillaaktion in Nullkommanix nach Shubbes auf den heiligen Treppen des windigen Letzigrundes (und kriegte ab der Halbzeit schon Rückenschmerzen ob der klirrend-skandalösen Kälte) und konnte sich so mit den letzten Gerüchten des Shtetls eindecken. Deshalb geht's gleich ans Eingemachte:
- Angeblich hat Tamtam einen Ghostwriter (und aufgrund seiner berüchtigt-berühmten Fähigkeiten zu Ross auch einen entsprechenden Reiter). Man ist dem begabten Hintergrund-Sklaven noch nicht auf die Schliche gekommen, man empfehle ihm an dieser Stelle doch bitte in Zukunft mit den Tamtamschen 3 Pünktchen zu operieren, damit man wenigstens das Gefühl bekommt, das Schreiben stamme tatsächlich vom angegebenen Urheber. Nichtsdestotrotz, deshalb umso mehr und warum nicht: Bitte mehr solcher Einträge. Die Nachwelt freut sich heute schon auf mehr Perlen dieses dunklen Internauten.
- Man begrüsse an dieser Stelle die erneute Auflebung des Totensonntags. Dienstag ist Whiskytag, Mittwoch ist JLeague-Tag, Donnerstag war mal ein Höcktag. Totensonntag ist aber immer, man muss ihn nur genügend wollen.
- Wir nehmen die Abstimmungsergebnisse des heutigen Sonntags mit Bestürzung und Unglauben zur Kenntnis. Kinderpornografen sind also gesellschaftlich eher zu verfolgen als Mörder und Vergewaltiger. Hanf ist immer noch viel schlimmer als Alko-Hohl und die Petri-Beschwerden sind wir auch nicht los. Das einzig Erheiternde ist, dass der blöde Fletsch-Kayleff ausgerottet wird. Richtig so, hat ja nicht zu beissen, wenn er spielen oder Pfote geben soll. Ausserdem ist das eh kein heimisches Beheymchen. Wir bleiben dran.
- Das zehnte Whiskyschiff ist an diesem Sonntag zugrunde gegangen. War wieder mal ein seltener Spass, die redaktionelle Sektion von Chassidus Chübelsack hat sich diesmal sogar die Mühe genommen, ein Transskript der Tasting Notes zu verfassen. Entsprechende Dokumente sind bereits in Vernehmlassung und erscheinen nach Absegnung des chassidischen Parlaments in der laufenden Woche.
- Tatataaaaa: Der Wettbewerb im koscheren Zürich lebt eben doch. Angeblich macht der Betreiber von Milch und Böni jetzt ernst und eröffnet parallel zum laufenden Pizza-Babasali-Schuppen auch ein Lokal für die Liebhaber der fasrigen Fleischeslust. Und somit entsteht ein Gegengewicht zum neuen Schalom, das bekanntlich ja vom jetzigen Betreiber des Books & Bagels in die Pipeline gejagt wurde. Hier wird eine Eröffnung ja bereits für die ersten Monate von 2009, also unmittelbar vor der nächsten Meisterfeier des FC Zürichs angekündigt. Ganz allgemein darf man sich schon die Hände reiben und die Hirnwindungen wunddenken, wie die beiden Lokale wohl heissen mögen. Angeblich dürfen ja die jüdischen Restauranten in Zürich nur Doppelnamen verwenden bzw. versprechen sich dadurch erhöhte Publizität. Vielleicht haben wir also unlängst fleischiges Fix & Foxi, Michael & Moore, Simches & Naches oder Masel & Broche. Und sonst bleibt's halt beim Bed & Breakfast. Wir bleiben jedenfalls dran (lieber Tagi, bitte nicht klagen).

Dienstag, 23. September 2008

Aus der Gerüchteküche (posted for g. tripolensis)

Der Koscher-Umschlagplatz wird ja neu aufgemischt. Da schmeisst einer einen Bagel zwischen ein paar wackere Zeilen Bücher und gibt einem die essenzielle und unumgängliche Shabbes-Zahnbürste gleich mit und schon rumpelt es. Da gibt es die erwähnte Neueröffnung des fleischigen Restaurants in der ICZ, welche doch unumwunden auf Zustimmung und Vorfreude stösst. Angeblich werden schon erste Reservationstermine feilgeboten und Tisch Nr. 770 ist bereits für die ersten drei Monate ausgebucht.
Churban Brünzel (macht Euch nicht lustig, der heisst wirklich so) hat sich deshalb auf Erkundungstour gemacht und versucht herauszufinden, was es mit den Gerüchten und Milch & Honig auf sich hat, wo unter vorgehaltenem Tallis-Sack gemunkelt wird, dass der einzige Pizza-Delivery-Service der Stadt, der ohne Quittungen und Wechselgeld unterwegs ist, auf der Suche nach einem alternativen Lokal ist.
Churban konnte diesbezüglich keine Bestätigung von offizieller Seite einholen, jedoch mehren sich die Vorzeichen eines Umzugs von Milch & Honig eindeutig. So befindet sich gemäss Pächter/Eigentümer/Chefwalzer die Suche im fortgeschrittenen Stadium, jedoch unter schwierigen Vorzeichen. Es werde jedoch auch auf neuen Kanälen und Kanüsen gefahren, so sei eine mögliche Variante auch die Eröffnung eines neuen und weiteren fleischigen Restaurants.
Es gab Zeiten, da musste man für ein Stück geniessbares Fleisch noch selbst hinter die Küchenplatten stehen. In absehbarer Zeit ist es also ein mögliches Szenario, dass wir vor lauter Kühe die Weide nicht mehr sehen. Wir sind gespannt und hoffen auf weitere Einsichten von Churban Brünzel.

PS: Nein, meine lieben Neu-JüZ-Leser. Churban Brünzel hat nichts mit Churban Europa zu tun. Irgend jemand darf mir dann bei Gelegenheit erklären, warum wir einen neuen - im Übrigen genauso fremdsprachigen - Ausdruck für den Holocaust benötigen. Aber das ist ein eigenes Thema. Genauso wie Streimelträger an einem Mittwoch.

Freitag, 12. September 2008

Klas ist has und wir applaudieren! (postet for g. tripolensis)

Gestern zu später Stunde, als nur noch die Allerfleissigsten das Büro noch hüteten, erreichte uns die frohe Kunde, dass die ICZ nun endlich eine Lösung für deren marode fleischige Küche gefunden hat: In Kürze soll in Zürich wieder auswärts fleischig gegessen werden können, endlich gibt es für die Myriaden von blutrünstigen Kannibalen und lustvollen Naturfaser-Verzehrer wieder die Möglichkeit bestehen, sich politisch korrekt zu verpflegen. Abgöttische Freude und Simchesnaches herrscht.

Dass es sich beim Restaurateur um einen Local Player handelt, der in den letzten Jahren bewiesen hat, dass er ein gastronomisch ansprechbarem Menu auf die Beine stellen kann (Klas Rittri von Books & Bagels) und es geschafft hat, ein In-Place für kurzweilige Mittagessen und Mitnahme-Mahlzeiten zu institutionalisieren, lässt doch aufhorchen und Gutes erhoffen.
Wir verweisen auf die Liste der Best of-Schalom, welche vor einigen Monaten hier publiziert worden war, wünschen von Herzen viel Erfolg und gutes Neues und freuen uns auf ein erstes, neu-gieriges Wiedersehen in der alten Wirkungsstätte von Lerch, Jasmin und Co..
NACHTRAG: Wir möchten an dieser Stelle auch dem Tachles gratulieren, welches nach Jahren von Grabenkämpfen und doch ziemlich heftiger Anti-Establishment-Einstellung gegenüber der ICZ diese Initiative inzwischen in so positive Energie umzumünzen wusste, sodass die ICZ es neuerdings für opportun empfindet, in ihrer offiziellen Mitgliederpost zu obiger Thematik gleich auch noch der Ausführlichkeit halber auf das Tachles selbst hinweist. Man darf das durchaus auch politisch fragwürdig finden.

Sonntag, 18. Mai 2008

08:25, und suscht gaht's?

Im Zeichen dieses schon naheweisen Revival des kollektiven Argsinn zu Lasten der Gesellschaft in diesem anarchistisch-nihilistischen Forum des CC-Blogs wolle man doch bitte dafür sorgen, dass der schweizerisch-jüdische Sportsinn um dessen explosionsartige Verbreiterungspläne ihre Schwarte abbekommen.
Da schreibt man also eine Heerschaft von Aktiven, Passiven, Gönner, verkappte Spanner und sonstige Sportsabberer an und kündigt die Neugeburt des judäischen Athletismus Helvetiens an. So weit so gut. Gleichzeitig lässt man sich deren Unterstützung gleich mit Fr. 825.-- zu Buche schlagen, im Rahmen eines symbolischen Beitrags zu einem Galadinner. (Am Ende hat es dann ganz inoffiziell und nachträglich geheissen, man sei gar nicht Hauptziel dieses Anschreibens gewesen, sondern ledigliche glücklicher Mitwisser)
Was bisher aber völlig im Verborgenen blieb, war die eigentliche Mitteilung des Sinns dieses neuen Körpers. Für wen? Was? In welchem Zusammenhang? Und wohin gehen wir? Und vor allem: Warum?
Gleichzeitig organisiert ein Teil derselben Trägerschaft auch noch gleich ein Grümpelturnier. Für einmal und dank der EM wird dieses Turnier auf der Allmend (Hakoah: Eure Spieler wollen impfall unbedingt dorthinziehen!) in Zürich ausgetragen (eigentlich wär Basel dran, aber die haben die kleinere EM). Geladen wurden Futboleiros aller Herren Länder und Regionen. Grosses Rahmenprogramm, Infrastruktur wie im Disneyland, hemmend hohe Preise und tausend Fragen, wofür die Menschheit eigentlich so einen galaktischen Rummel braucht? Will man wirklich zusammen so tun, als sei man eine richtige Fanmeile? Sind wir am Ende nicht in der kleinen Schweiz, wo alle schon nur darauf gewartet haben, einmal eine eigentliche Fanmeile zu haben? Und wieder: Warum?
Wohlverstanden: Ich unterstütze schon nur den Gedanken sehr, einmal die Initiative zu ergriffen haben und etwas Positives zu bewirken. Man nimmt die Riemen in die Hand und und reisst mal etwas rum. Etwas gegen den schweizerisch-jüdischen Deaktionismus. Die Relationen mögen in diesem Fall vielleicht etwas ins Rütteln gekommen sein, man mag sich denken, was soll ich da, eigentlich will ich doch unters Volk, wenn's einmal eine 3wöchige Streetparade für Fussballverrückte gibt. Mag man. Vielleicht aber auch nicht.

Sonntag, 10. Februar 2008

Alles zur stillen Revolution im Koscher-Käse

Bekanntlich gibt es in der Koscher Käse-Debatte ja grundsätzlich verschiedene Fraktionen. Die einen stehen nur auf Milcherzeugnisse, welche unter rabbinischer Aufsicht entstanden sind, auch genannt die Chalav Israelis, oder ähnlich. Andere hingegen, darunter viele Individuen, welchen der Käse, welchen sie zweimal im Jahr aus Frankreich und einem dortigen Koscher-Shop importiert und sukzessive eingefroren haben, zu rezent und stinkig wird, und welche vielleicht zusätzlich der unsäglichen, arbeitenden und, Gott behüte, vielleicht sogar der pendelnden Spezies der Zweibeiner angehören, welche zu konvenierenden Zeiten nicht den Weg in einen hiesigen Koscher-Shop finden, sind auf die Verwendung einer Koscherliste angewiesen. Die Koscher-Verpflegung in der Deutschschweiz wird von der IGFKL, einer Institution des Schweizerisch-Jüdischen Gemeindebundes, gewährleistet . Diese kontrolliert auch die Speisen, welche ihren Weg auf die Koscherliste finden, nach mehr oder weniger transparenten Kriterien. Zwischendurch werden immer wieder ketzerische Unkenrufe nach fehlender Logik im Kontrolleprozedere von Esswaren laut, die darauf folgende Antwort lautet aber regelmässig, man könne auch Vorschläge für zu kontrollierende Speisen anbringen.
(Klammer: In der Deutschschweiz ist genau eine Person, eine einzige Person, für die effektiven Kontrollen von Produktionsstätten und deren Erzeugnisse zuständig. So etwas nennt man einen eklatanten strukturellen Mangel.)

Auf eben dieser Koscherliste befinden sich auch verschiedene Käsesorten, je nachdem ob man einen Chalav Israel-Variante, also eine Käse-nur-mit-Aufsicht-Variante präferiert (ICZ-Koscherliste). Neuerdings wurde auch hier im CC-Blog die Neuaufnahme von Paprika-Chips und Paprika-Snacketti als absolut revolutionären Akt der Auflehnung gegen das Altertum und die Pest des Mittelalters gefeiert. Jetzt wird alles besser, wenn nicht sogar sehr gut.
Neuerdings werden wie erwähnt auch Stimmen halblaut, welche eine genauere und umfassendere Produktekontrolle und eine gehörige Kommunikation dessen zugunsten der JKonsumenten fordern (Die Änderung in der Produktion von Paprika-Chips könne ja nicht von gestern auf heute so einschneidend gewesen sein. Und was denn mit alten Packungen passiere, ab welchem Datum man diese konsumieren dürfe, etc.).
Höhepunkt dieser Munkeleien und Arba-Ames-Revolutionsgelüsten erfolgte diese Woche, als plötzlich und aus dem Nichts eine Liste des Lebensmittelherstellers Emmi auftauchte, welche auf zwei Seiten detailliert auflisten konnte, welche Käsesorten nun tierisches Lab aufweisen und welche nicht. Zur Auffrischung: Tierisches Lab enthält ein Enzym, das zur Festigung von Käsesorten verwendet wird und in vielerlei Hartkäse Verwendung findet. In gewissen Weichkäse-Sorten wird zudem Gelatine (tierischer Abstammung) verwendet. Zu den materiellen Einwänden haben die Rabbinate über die Jahrhunderte der Koscher-Praxis auch eine soziale Komponente entwickelt, wonach Juden ihren eigenen Käse konsumieren sollten (passt wohl auch übertragen wie die Faust aufs Auge).
Jedenfalls öffnet diese neue Liste für diejenigen, welche sich lediglich auf materielle Koscherness stützen wollen, neue Welten. Plötzlich finden sich im Coop-Regal Juwelen wie den Luzerner Rahmkäse oder den 3/4-M-Budgetkäse von ungeahnter Qualität und die Welt riecht jetzt nicht mehr nur nach Paprika, sondern auch nach gutem Käse! Wohlbemerkt, diese Käsesorten haben noch keinen Eingang in eine Koscherliste gefunden, aber dies soll ein Anfang sein.
Im Zuge weiterer Abklärungen der CC-Redaktion wurde abgeklärt, dass auch die Migros verschiedene eigene Produkte führt, welche ohne tierischem Lab hergestellt werden. Darunter fallen alle Käsesorten, welche von der Firma ELSA produziert werden, welche durchwegs mit mikrobiellem und folglich künstlichem Lab operieren. Darunter befindet sich mit einem kaum zu überbietendem Getöse auch koscherer Fonduekäse. (Zur Erinnerung: Explizit und hochoffiziell deklarierter, koscherer Fonduekäse zieht entweder Fäden wie Spaghetti, schmeckt zumeist bestenfalls nach gar nichts und erfordert zwecks Magenverträglichkeit den Konsum von irrational hohen Mengen an hochprozentigen Schnaps.)
Es wäre wirklich von grossem Nutzen, wenn diese nicht-offiziellen und natürlich nur hinter vorgehaltenen Hand und höchst pragmatischen Gedanken bald auch von den hochoffiziellen Stempelgebern und Listenerstellern aufgenommen würden und die Veröffentlichung in den entsprechenden Publikationen geprüft wird. Im Sinne eines aktuellen und glaubwürdigen Service Public's (gilt im Übrigen auch für die leidige Zürcher Eiruv-Diskussion, welche zuletzt von der TIZ lanciert wurde und ebenso wie die vorherigen Bestrebungen bedauerlich zu versanden scheint).
Edith meint, dass auf Hinweis unseres Revolutions-compañeros Longus auch ein Artikel der saldo-Zeitschrift (kostenpflichtiger Download) ins Feld zu führen sei, wonach bekanntlich auch in Patisserie-Artikeln allgemein zumeist Gelatine und andere widerliche Schlachtabfälle Eingang fänden. So werde auch in Süessmost und Weinen Gelatine beigemischt, um die Getränke der trüben Farbe zu erleichtern. Wäk. Jedenfalls scheint es nun, dass die Coop auf das Problem sensibilisiert sei und angekündigt hat, bis März 2008 80 % der Torten und Patisserie ohne fleischliche Bestandteile in den Verkauf zu geben. CC hofft auf eine weitere Sensibilisierung und erst recht auf eine saftige Schwarzwäldertorte ohne Parve-Rahm. Die Behörden und die IGFKL sind gefordert sein, und der (J)Konsument dürfte bereits erste Jubelschreie von sich geben.

Donnerstag, 24. Januar 2008

Replik zum Kugelmann-Märchen (NZZ-Folio vom Januar 2008)



Wenige Statements, zwecks Diversifikation und Inanspruchnahme einer seit Unzeiten angekündigten und einer längst überfälligen Replik zum aktuellen und in jüdischen Kreisen doch ziemlich kontroversen NZZ-Folio. Kontrovers ist es vor allem, weil die nichtjüdische Umgebung in ihren smalltalkenden, bürgerlichen zug- und tramfahrenden Pendler-, Wartezimmer-, Migrosschlangen- und Coffeeshop-Intellektuellen sich mehrheitlich mit pausbäckischen Kommentaren wie "isch äh mal interessant z'gseh, wie das bi dene gaht und wie die denked!" zu Protokoll gaben. Zu denken, man liesse sich auf einzelne Aussagen von ausgewählten Interviewter reduzieren, ist doch ziemlich simplizistisch und verallgemeinernd. Kein Jude in der Schweiz will sich eben als Paradejude unter einer gewissen Aussage abgestempelt sehen (zumal schon so genügend Vorurteile kursieren), sodass ich die konkrete Befürchtung hege, die Aussagen im Folio seien vielfach in der Umwelt als bare Münzen genommen worden und nicht als einzelne Meinungen in einem Meer verschiedener Individuen (wie auch in der Umwelt jeder nur für sich sprechen kann, es sei denn er sei beauftragt worden).
Womit wir ziemlich gerade aus auf dieses humoristisch sehr wohl gemeinte, dann aber auch sehr fragwürdige, "Märchen" von Yves Kugelmann zusteuern, besagend dass die Lösung aller jüdischen Probleme in dieser Welt der Aufbau eines zweiten jüdischen Staats ist. Die Raoul Schütz-Generation hätte die zwei Seiten etwas weniger umständlich wohl so umschrieben: So wie Israel, kännsch? Also ich meine jüdisch, also nein, schon jüdisch, aber einfach ohne Probleme. Weisch, also schon jüdisch, aber wie so irgendwie ohne Religion. Und dies in einem schwerlich differenzierbaren Aufbau tausender in loser Reihenfolge übereinander gestapelter Substantive. Der Gedanke ist doch ziemlich konfus, kann man doch nicht einfach das Game over-Try again-Prinzip anwenden, zumal dies Idee eines Neubeginnsauf der Basis der jetzigen Sachlage einen sicheren Untergang Israels mit seinem gesamten kulturellen Erbe und seiner emotionsgeladenen Geschichte prognostiziert. Man ist ja auch nicht beim Ski-Challenge (bitte sagt mir, dass Ihr noch nicht süchtig danach seid), wo man bei einer Zwischenzeit von 1:57:08 und mitten im Rennen merkt, dass man die Bestzeit sicher nicht mehr schlagen kann und alsdann abbricht , um einen weiteren Versuch (oder bis um 04:00 Uhr morgens dreihundert) zu starten. Try again halt. Und für Zürcher erst recht unverständlich ist die schon fast mystisch anmutende Vermutung, dass diese neue Apokalypse ihren Ursprung ausgerechnet in Basel haben sollte. "Warum nicht", fragt der Autor. Warum ja? Oder wollen wir unsere Basis wirklich an einem Ort aufbauen, zu welchem wir keinerlei emotionalen Bezug aufweisen? Oder hatte Eichmann oder etwa wirklich doch Recht mit seinen angeblichen Zwangsumsetzungsplänen für 4 Mio. Juden nach Madagaskar? Wussten es unsere Schlächter wirklich besser als unsere eigenen Idealisten?

Aber vielleicht mute ich der nichtjüdischen Leserschaft des NZZ-Folios doch etwas zu wenig zu. Vielleicht hat sie ja auch sehr wohl verstanden, dass es sich bei diesem Text eines jüdischen Schreibers um einen künstlerischen und nicht ganz ernsthaften Essay auf der traumwandlerischen Spur handelt und nicht darum, dass jemand sich wirklich (siehe Bild im Folio) an den Balkon des Hotels Drei Könige in Basel stellt und (auch bildlich) kurz mal so tut, als sei er Herzl. Denn Israel ist heute nicht einfach ein verrückter Rastafari-Gedanke aus der Karibik und vor allem auch keine alternative Erlösungsvision aus dem Diaspora-Denken, sondern für viele von uns, egal wie weit oder wie nahe sie dem zionistischen Gedankengut stehen, ganz einfach Teil unser aller Realität, die uns bedrückt, beängstigt, mit welchem wir uns freuen und inzwischen in einer schon fast physischen Verwandtschaft unzertrennbar verwoben sind.
Es ist eben wirklich kein Märchen, sondern wir stehen mittendrin. Und hinten raus geht's nicht mehr, wie in Echt halt...

Dienstag, 23. Oktober 2007

Die IRG und die abgewiesene Verantwortung oder die Zürcher "JGemeinden" als Drückeberger

Im Zuge der PR-Aktionen rund um den Ligastart der JLeague Zürich wurden auch verschiedene jüdische Gemeinden angefragt, ob sie als reine Gefälligkeit und zur Steigerung des Echos dieses neuen Projektes bereit wären, einen vorgeschlagenen Werbebrief an ihre Mitglieder in den betroffenen Altersklassen weiterzuleiten. Die Initiative, welche im Sinne einer sauberen öffentlichen Publikation orchestriert war, stiess jedoch bei IRG, ICZ und auch bei der JLG auf mehrheitlich taube Ohren.
Die ICZ drückte sich vor einem Newsletter-Versand, indem auf eine nicht zu definierende Anzahl von Destinatären und deshalb auch auf die befürchtete Gefahr von Newsletter-Spamming verwiesen wurde. Man verwies darauf, das Teilnehmerfeld sei ja offen, also könne man den Empfängerkreis nicht näher eingrenzen.
Ich kriege in meiner Inbox jedenfalls fast wöchentlich ICZ-Newsletters über Lesungen, Kulturzirkeln im sehr engen Kreis, Blockflötenkonzerte und Briefmarkensammlerkongresse sowie eine Dunkelzahl von Mails mit Korrigenden und Berichtigungen bezüglich zuvor verschickten Newslettern. In der JLeague sind Spieler gemeldet zwischen 16 und 45 Jahren. Da nähme mich schon sehr Wunder, inwiefern kein genügendes Zielpublikum in der ICZ angesprochen würde.
Noch bedenklicher fiel die Antwort der IRG aus. Nachdem auf die besagte Mailanfrage der JLeague keinerlei Lebenszeichen oder Reaktion zurückkam, wurde ein Vorstandsmitglied im persönlichen Gespräch auf die Thematik angesprochen, worauf die Antwort zurückkam, man habe das Mail im Vorstand zirkulieren lassen und befunden, es sei nicht die Verantwortung der IRGZ, die JLeague zu unterstützen. Ausserdem komme es für die IRG grundsätzlich nicht in Frage, da das Teilnehmerfeld sich ja aus beiden Geschlechten konstituiere.
Erstens ist dies konkret eine einfache Annahme, zu welcher - auch im Hinblick auf eine sportliche Kompetitivität - keinerlei Hinweise bestehen. Nie wurde so etwas erklärt und im gemeldeten Teilnehmerfeld ist nicht eine einzige Frau gemeldet. Dieser Einwand wurde ausserdem ohne Abklärung der Sachlage angenommen, was bedauerlich ist.
Die JLG? Die hat in einem historischen (jedoch wohl stillschweigenden) Konsens mit der IRG keinerlei Verlautbarung von sich gegeben.
Am Ende geht jedoch das Spiel in Anpassung der alten Fussballweisheit 2 x 20 Minuten, der Ball ist weiterhin rund, und die frühe Komplettierung des Teilnehmerfelds lässt auf eine grossartige, faire und sportliche erste Saison schliessen.
baldbaldmittwuch!