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Montag, 16. November 2015

Mahlzeit Wahlzeit

Die Schweiz wählt! Nationalrat, Ständerat, Bundesrat und nicht zuletzt die Kommissionen, den Vorstand und das Präsidium der ICZ.

Die Wahlen in der ICZ finden am 2. Dezember statt, was sogar im Kalender der nach wie vor unsäglichen Webseite www.icz.org vermerkt ist.

Doch die Gemeinde hat es leider einmal mehr versäumt, proaktiv zu informieren. Zu den Kandidierenden gibt es nebst ihrem Namen keinerlei Informationen der ICZ. Stattdessen herrscht Verwirrung. In den Wahlinformationen der ICZ steht, dass vier Kandidaten ihre allfällige Wahl nur dann annehmen, sollte gleichzeitig Präsidiumskandidat 1 gewählt werden.

In der inoffziellen Hauszeitung der ICZ, dem Tachles, war am Freitag zu entnehmen, dass sich offenbar zwei "Päckli" zur Wahl stellen - sprich jeweils ein Präsidiumskandidat/in + Vorstandskollegen. Das ist grundsätzlich gut, denn es heisst, dass sich die Kandidaten im Vorfeld Gedanken zur Zusammenarbeit gemacht haben. Doch kommuniziert wird das einmal mehr nicht. Zu den übrigen Kandidaten finden sich in den ICZ-Unterlagen keine Informationen über allfällige Bedingungen. Die Wahrheit ist: Mindestens zwei kandidierende Personen würden die Wahl ausschlagen, wenn Präsidiumskandidat 1 (statt 2) gewählt würde.

Es sind Wahlen, d.h. die Mitglieder haben die Möglichkeit, auszuwählen. Klingt simpel - doch der jetzige Informationsstand der Gemeindemitglieder macht das fast unmöglich. Wer steht für was, was ist die Motivation, was die Vision? Einzig die nicht kostenfreie Hauszeitung unternahm einen kläglichen Versuch, die Kandidaten zu portraitieren.

Für was stehen die Kandidaten (nicht die Präsidentschaftskandidaten)? Misch-Ehen, demografische Entwicklung der Mitglieder, neue Formen einer Gemeinde, Abwanderung/Austritte, Attraktivität der Gemeinde als solches, Kinder/Jungendliche/Noam...? Konstellation des künftigen Rabbinats? Internationale Kooperationen? Nichts. Kein Wort. Aber das Restaurant, das ist wichtig. Und allgemeine - beliebig austauschbare Worthülsen. Wie um alles in der Welt soll man sich hier ein Bild machen?

Dem nicht genug. Offenbar geht im Vorfeld der Wahlen die beiden Präsidentschaftskandidaten die Post ab - ganz nach dem Motto: sex sells. Es wird lobbyiert, intrigriert, Gerüchte verbreitet, Stimmung gemacht, auf den Mann/Frau gespielt. Das gehört zu Wahlen, schafft Profil, grenzt ab, fördert den Meinungsbildungsprozess und das ist gut! Aber bitte auf der Sachebene.

Der 2. Dezember kommt bald. Es wäre nicht verwunderlich, meldeten sich am Wahlabend selbst noch weitere Kandidaten - für Vorstand oder fürs Präsidium.

Sonntag, 27. Januar 2013

Trybol, Zottel und andere Alphatiere

Die kommende Abstimmung zur Initiative von Nationalrat Thomas Minder (Parteilos), die sogenannte Abzockerinitative, schlägt enorm hohe Wellen. Zurecht wie ich finde, denn diese Initiative, auch wenn vom Initiator anders beabsichtigt, könnte richtungsweisend sein für die weitere Politik der Schweiz. 
Die Initative hat mehr als nur gute Absichten und nach langen und beharrlichem Kampf muss man Herrn Minder zu gute Halten, dass er trotz massiven Gegenwind aller Parteien sich nie von seinem Weg und seiner Überzeugung hat abbringen lassen. Jedoch, diese Initative hat für mich den komplett falschen Ansatz. Denn Fragen wir uns mal ehrlich, wer wird den abgezockt? Die Mitarbeiter der Grossbanken? Die Aktionäre der der Grossbanken (bei der UBS sind das zur Zeit die norwegische Staatsbank, der Staat Singapur und ein paar Investmentfonds...)? Die Kunden der Grossbanken? Laut dem Initativtext sollen durch eine Stärkung des Aktionärsrecht "missbräuchlich überhöhte Lohnvergütungen verhindert werden". Nur, das widerspricht doch allen Realitäten bei den Aktionärsversammlungen. Solange der Shareholder Value stimmt wird es den Grossaktionären schnuppe sein ob die Bezüge der obersten Geschäftsführung ethisch vertretbar sind. Ich sehe nicht ein, wieso es zu so einem Thema einen Eingriff des Staates braucht. Ich muss nochmals fragen, wer wird den abgezockt, wo ist der Missbrauch bzw wer ist denn der Geschädigte? Für mich hat diese Initative einen ganz anderen Ursprung. Sie entstammt dem typisch schweizerischen Stammtischdenken, wo man über alles und jeden motzt, alles besser weiss, wenn nur mal endlich jemand was machen würde. Die SVP hat während knapp 20 Jahren so Politik betrieben. Dieser jemand, dass ist in diesem Fall Thomas Minder. Endlich mal einer der sich wehrt, der etwas gegen die oben in Bern macht. Dabei schiesst er komplett über das Ziel hinaus. Strafen soll es geben, Abgangsentschädigungen sollen verboten werden etc pp. Diese Intiative macht für mich mehr den Eindruck einer von Neid getriebenen Manie als von einer wohlüberlegten Idee. Und noch mehr, hat die Schweiz denn keine dringenderen Probleme, derer sich Herr Minder annehmen könnte? 
Nur als Beispiele: 

  • Steuerreform
  • Armeereform
  • Sicherung der AHV/IV
  • Krankenversicherungsreformen

Die Liste ist beliebig erweiterbar. Wobei natürlich auch gesagt sein soll das vieles in der Schweiz gut gelöst ist und keiner Reform oder Anpassung bedarf. Diese Initative ist ganz klar der falsche Ansatz. 

Montag, 20. Juni 2011

"Giggerig, auch zittrig sogar" - das Exklusivinterview zum Vorspiel

Se ha jom. Oto ha ish. Wie man es auch drehen will. Das Grümpeli nähert sich wie eine gewaltige Schlechtwetterfront in grossen Schritten. Bereits fällt man ins Bett und wälzt sich noch stundenlang ob vergebener Penalties in frühen Jahren, vergebenen 100%-igen, Demontagen unter Mitwirkung von Moshe Ohayon, immer wieder Prügelintermezzi hormonell überschüssiger Altspunde, Fehlentscheide von Modefan-Schiedsrichtern und vieles mehr. Und so sucht man Beschäftigungen, um die Zeit bis dahin etwas schneller vergehen zu lassen. Der Ehrenkodex lässt hierfür nur beschränkte Auswahl, deshalb erachtet es Chassidus Chübelsack als Pflicht, Euch hiermit also etwas zur Hilfe zu greifen. Wir haben aus dem Hohen Norden, den garstigen Steppen Nordteutoniens, der Küste am Nordpol den Experten für Fäkanik ausgegraben, der uns in Bälde schon wieder mit seinen Paraden und Krächzanfällen in ganz andere Stimmungen hieven wird. Seine ungeschnittenen Meinungsäusserungen nun im Nachgang zum Kachelmann-Prozess exklusiv im Blog Eures Vertrauens:

CC: Star des Turniers vor zwei Jahren, langjähriges Mitglied des FC Haguah-Welteroberungs-Gremium und jetzt Ehrengast auf Tournee. Wie fühlst Du Dich heute?

Faustino Asprilla: Ein bisschen nervös und giggerig, auch zittrig sogar, weil ich doch seit 3 Monaten keinen seriösen Sport mehr betrieben habe. Wird wohl ganz schlecht kommen.

Zu Gast bei Freunden. Trifft diese Einschätzung auch auf das Grümpelturnier auf der Buchlern statt?

Für mich sicher nicht, da ist zu viel böses Blut zwischen mir und einzelnen Exponenten des OKs geflossen. Falls es aber dieses mal einfach nur ein Fussballturnier ohne Firlefanz wird, kann man nochmal drüber reden. Die Hauptsache ist doch (Achtung Phrasenschwein): Der Ball ist rund, das Runde muss ins Eckige, und 11 Freunde müsst ihr sein.

Sie haben dieses Jahr einen besonders langen Reiseweg. Wie gestaltest Du dieses Jahr die Vor-Match-Erholungsphase?

Wie jedes Jahr, mit Whisky und Tschulent. Als Extra werde ich dieses Jahr sogar eine persönliche Betreuerin mitbringen (Anm. der Redaktion: lächelt verschmitzt und senkt den Blick).

Der FCZ trinkt immer Kaffee und isst Kuchen vor einem Spiel. Was kannst Du unerfahrenen Spielern für Ernährungstipps geben vor dem Sonntag.

Am Sonntagmorgen würde ich nichts schweres Essen dass bei evtl Nervosität dann zu Unfällen führen kann. Aber es muss genug sein, damit bis zum Mittag kein Hungergefühl aufkommt. Ich esse jeweils nur ein Müesli und ein bisschen Brot. Falls ich hier eine Anekdote einstreuen darf, das habe ich von den Eskimons gelernt und eigentlich sofort zu Erfolg, wie im Beispiel unserer Finalteilnahme, geführt hat: Davor nur wenig essen und während des Spieltages nur gerade soviel wie nötig. Über das ganze Wochenende gibt es eigentlich nur eine wichtige Regel, nämlich sich an den Ehrenkodex zu halten damit die Spritzigkeit nicht verloren geht.

Man munkelt, dass am Shubbes sich einige prägende Figuren des Grümpelturniers nicht nehmen lassen werden, einen Tschulent zu konsumieren. Was kann dies für Vorteile mit sich bringen?

Beeinflussung des Gegners durch Körpergerüche, Schampar der Plausch, schöne Früchte und ein heimisches Gefühl. Ist wichtig, gell (grinst schelmisch).

Gigi Buffon hat einmal gesagt, er verstehe, wie man als Torhüter depressiv werden könne, man sei doch eine so lange Zeit des Spiels auf sich alleine gestellt und stehe bei Fehlern auch alleine am Pranger. Teilst Du diese Meinung?

Absolut, und es ist immer wieder,... fffhhhh... erstaunlich... Danke.... Heinz..., wie wenig Verständnis man dann dafür bei seinen Mitspielern hat, wenn man als Torwart mal einen Fehler macht (hält inne). Und dazu kommt auch das man sich während dem ganzen Spiel zu 200% konzentrieren muss und dann innerhalb von 0.613s bereit sein muss. Ist manchmal verdammt schwierig (zB nach der Mittagspause am Grümpeli).

Du wirst am Sonntag unter besonderer Beobachtung stehen und bist gleichzeitig auch für Emotionsausbrüche bei schlechtem Spielverlauf bekannt. Wirst Du Dich am Sonntag nunmehr eher im Griff haben müssen? Oder erst recht den Erfolg erbrüllen?

Ist es denn was schlechtes Emotionen auf dem Fussballplatz zu zeigen (ringt mit den Tränen, was ein schönes Zeichen in diesen rationalen Zeiten der Krise)? Ich bin einverstanden, dass es in der Vergangenheit Momente gab wo so was nicht angebracht war, aber für mich gehören Emotionen einfach dazu. Es hat sich ja meiner Meinung nach auch sehr verbessert und sollte jetzt nicht über Gebühr zum Thema werden. Da sollte mein Fitnesstand doch mehr Sorgen bereiten. Schön, dass Sie mich beobachten wollen, dann können Sie mal sehen was einen guten Torhüter ausmacht (wieso siezt er mich jetzt plötzlich oder redet er über die dunklen Mächte Mordors?). Vielleicht lernen Sie noch was.

Ein Wort zum Logo des diesjährigen Grümpelis?

Fällt in die Kategorie 0825-Anlass und ich muss mir die Frage stellen wieso gewisse Leute immer noch das Gefühl haben sie müssten das Grümpeli neu erfinden.

Was machen die Verantwortlichen in Basel besser als in Zürich?

Nichts, es ist einfach nur ein Fussballturnier ohne Schnickschnack und Firlefanz. Und so muss es auch sein.

Wer das Grümpelturnier gewinnt, ist irrelevant, dazu informieren sogenannt gestandene Medien. Wer verliert das Grümpelturnier?

Ich glaube das es dieses Jahr HAS wieder spätestens im Halbfinale aus dem Turnier haut, sonst muss ich zugeben das ich mich bis jetzt wenig bis gar nicht darüber informiert habe wer überhaupt so mitspielt.

Ein Spruch für das Phrasenschwein ganz zum Schluss, bitte (kniet darnieder).

Das Spiel ist erst zu Ende wenn der Schiedsrichter abpfeift oder die Eskimos noch ein Tor erzielt haben.

(ub)

Donnerstag, 16. Juni 2011

Blog- Nachwuchs DIE Zwote

Man gratuliert an dieser Stelle dem Blogminister für Politik und Propaganda, Longo, zur Geburt des Töchterchens!

Ein dreifaches Toitoiton!

Dienstag, 5. April 2011

Pessach-Chumre, diesmal eine ernste!

Ein allzu oft vergessenes Prinzip bei der Vorbereitung des Panikfestes, ist dasjenige, das Chametz - unabhängig von seinem Aggregatszustand und Reife - springen kann. Ja mehr sogar: er wählt oft, in seiner perfiden und hinterlistigen Natur an die entlegensten Orte dieses Planeten zu springen. Deshalb darf sich in der Vorbereitung kein einziger Ort unserer Behausungen von der Reinigung ausgenommen werden. Nehmt einen Schutzanzug, Plastiksäcke über den Schuhen, atmet wie die Wissenschaftler im E.T.-Film und gebt auf keinen Fall auf! Chametz ist die moderne Inkorporation des Jetzer Hore, sozusagen ein Nachfahre von Haman (deshalb finden sich auch keine Lebkuchen auf Koscherlisten: er erinnert einfach zu stark an den Bösewicht in Shushan!).

Um der Seriösität unseres Anliegens Nachdruck zu verleihen (man merkt es dem Chassidus Chübelsack-Blog ja schon von weitem an, dass Pessach ist, die Redaktion wetteifert um die besten Artikel, als ob es einen Bonus in Form von Schmure Matzes für den besten Beitrag gibt), weisen wir nachfolgend auf eine besondere Pessach-Chumre (Pflicht!) hin, die uns alle in unserem Alltag beschäftigt. Sedö:
PS: Yannick ist mega. Er ist erst 15.

Dienstag, 22. März 2011

Purim - embedded season's greetings



Und noch was völlig aus dem Zusammenhang Gegriffenes, aber nicht minder Unterhaltsames:

Montag, 14. Juni 2010

Wo bleiben alle Weltverbesserer?

Ich weiss nicht, ob die UNO in solchen Sachen nichts unternimmt, oder ob die Medien einfach nicht darüber berichten. Aber dieses Video dokumentiert einen Auftritt von Pastor Martin Sstempa, der als Vorsitzender der so genannten "UGANDA NATIONAL PASTORS TASK FORCE AGAINST HOMOSEXUALITY" im ganzen Land Werbung für ein politisches Verbot von Homosexualität und Sodomie macht. Wohl gemerkt: Homosexualität und Sodomie (Sex mit Tieren!) werden hier gleichgesetzt.

Die Organisation ist nicht irgend ein fanatisches Splittergrüppche, sondern repräsentiert grosse Teile der religiösen Elite im Land (85% der Bevölkerung Ugandas sind Christen). So vertritt die Organisation u.a.:

The Uganda Joint Christian Council
The Orthodox Church in Uganda
The Roman Catholic Church in Uganda
The Islamiic Office of Social Welfare in Uganda
Born Again Faith Federation

Die Geschichte sowie auch der Inhalt des Videos dokumentieren die Tragik der Situation der Homosexuellen in Teilen Afrikas. Natürlich ist auch eine gewisse Komik dabei, wenn man auf die Wortwahl des Pastors hört.
Allerdings finden wir es lustig, da es für uns so absurd ist. Der Pastor verkauft dies allerdings alls bare Münze und findet scheinbar mehr als genug offene Ohren...


Sonntag, 25. Oktober 2009

Paaaaalo, noooooo! Ma non è possibile!!!

Für all diejenigen, welche sich angesichts der letzten CL-Leistung gegen Marseille gefragt haben, ob wir jemals besser ausgesehen haben, rufen wir die grossartige Leistung vor zwei Wochen wieder in Erinnerung. Und noch etwas grossartiger ist sogar die Entdeckung dieser Kommentatorenlegende. Würd ja nicht verwundern, wenn da ein Paramedic jeweils in Griffnähe beordert wird...

Dienstag, 21. Juli 2009

Donnerstag, 16. Juli 2009

Frei-Post oder der womögliche Anfang einer langjährigen Abschiedstournée


Lieber Alexander

Ich schreibe Dir in diesem Medium, weil ich ersterseits Deine Mailadresse nicht kenne, Du mittlererseits sicher reif genug bist, keine eigene Webpage mit schmierig-verschwitzten Fotos Deiner selbst zu haben und letzterseits Du sicher diesen Blog zur Vergrösserung Deines revolutionären Allgemeinwissens täglich aufrufst. Was könnte Dich denn sonst besser an die teure, willige Heimat erinnern.

Und genauso willig ist nun in der Heimat der FCB auf Dich geworden. Mind. 5 Mio CHF und 2 Mio Jahreslohn werden in einen 30-Jährigen gesteckt, was vielleicht nicht nach sonderlicher Weitsicht aussieht, aber insgesamt, um den Verein kurz- bis mittelfristig wieder auf die richtigen Bahnen zu lenken durchaus eine gute Wette sein kann. Zwar handelt es sich um eine nicht ganz verletzungsverschonte Hexe und mit dem Alter steigt bekanntlich auch die Auskurierungszeit, aber was soll's. Das sind ja nicht die grössten Bedenken. Die sind es auch nicht zwingend, wenn es darum geht, zu eruieren, ob man Dir an den Nationalmannschaftsspielen immer noch zujubeln kann, obschon Du jetzt wieder ein richtiger Bisler bist, ob man Dir während Meisterschaftsspielen Pech und Unvermögen wünschen darf, wenn dies auch Deine Nationalmannschafts-Kapazitäten beeinträchtigen könnte. Alles grosse Fragen, aber nicht die ganz grossen.

Die ganz grossen stellen sich vielmehr, was einen solch erfolgreichen (ca. 35 Tore in 75 BuLi-Spielen) Stürmer dazu bewegen kann, so früh bereits in die Gurkenliga zu steigen und sich Bellenz-Hosen anzuziehen, wenn er noch mind. 2 Jahre im Ausland erstens mit besserer Perspektive und zweitens zu deutlich höherem Lohn spielen könnte. Wahrscheinlich entgegnet man dem mal salopp, der Frei will doch auch nach Südafrika, jetzt hat er sich doch die Heim-EM verknackst, da reissen ihn doch die Landesfarben, alles daran zu setzen, noch einen erfolgreichen Grossanlass auf nationaler Ebene mitbestreiten zu dürfen!

Aber zu welchem Preis? Dafür, international nur gleich drei Gruppenspiele im UEFA-Cup zu bestreiten und sich sonst nur gerade von Marc Zellweger (rein zufälliges Beispiel), Jonas Elmer, Stephane Besle und Alessandro Mangiaratti auf den Füssen rumtrampeln zu lassen? Ist das wirklich die Waagschale, welche dazu bewegt, alles an eine WM zu setzen? Ist das der Ehrgeiz und der Glaube, wirklich noch etwas in peto zu haben, um einen internationalen Grossanlass bestreiten zu können? Und wenn man dann soweit ist und international vor Zaccardo, Lucio, Mexes oder Javier Zanetti steht, soll es dann da plötzlich wieder da sein, dieses Können, das man dann ein ganzes Jahr nicht mehr hat abrufen können? Oder ist am Ende die Axpo Gurkenliga viel schlechter berufen als sie es effektiv ist? Sind wir alles nur Schlechtreder im Schatten von Originalzitator Murat Yakin?

Es sind gleich ein paar Fragen und wir können natürlich nicht erwarten, dass Du auf all diese sogleich eine passende Antwort findest (eine Antwort pro Woche würde hierzu schon reichen). Vielleicht strafst Du uns auch alle Lügen und schlägst mit Deinem Zungenschnalz-Buddie so ein, dass Du im Frühling als Torschützenkönig wieder auf dem Balkon des Barfüsslerplatz (den Torschützenkönig kann ich Dir gerade noch wünschen, den Balkon auf keinen Fall).

Ob das dann eventuell die höchste Auszeichnung und der Weg dahin die grösste Herausforderung sein könnte, die Du in diesem Jahr bereits hättest erreichen können, das wirst Du dann aber nie erfahren. Und für dann nochmals ins Ausland (bzw. eine weitere ausländische Liga) zu wechseln, dafür ist es dann wohl schon reichlich zu spät.

Ein deutlich blauweisses Händ ue

Det Tripogonz





Freitag, 1. Mai 2009

Daily Schmonzes am 1. Mai

Psycho-organischer Birkenstock-Chassidismus, we like!

Und das ganze hat natürlich auch einen Internet-Auftritt unter www.HebrewChanting.com .

Und wieder einmal zählt das Motto und der rettende Strohhalm: Sie tun ja niemandem weh!

Donnerstag, 16. April 2009

Schmach-Ode an Thurnheer

Thurnheer in Schieflage?

Man muss es sich ja eingestehen: Bei staatlichen Organismen und insbesondere beim Konzessionsträger Nummero Heinz schauen wir aus Vorliebe zum Besseren sehr gerne auf die Finger und geben uns besondere Mühe, uns prollartig in den Mittelpunkt zu stellen, indem wir schallende Kritik auf exponierte Pseudopromis niederprassen lassen, welche in absehbarer Zeit dann regelmässig in direktem Kausalzusammenhang mit unseren Publikationen unter massivem öffentlichem Druck zurücktreten. Oder ähnlich.
Heute wenden wir uns wieder mal dem Weichei der Nation, der Susi des öffentlichrechtlichen Fernsehens zu, der uns inzwischen fast in allwöchentlichem Rhythmus Fussballabende vermiest und mit Sülzgelaber so tut, als sei er mittlerweile der Messias der Fussballexperten. Da sitzt einer angeblich im Stadion (könnt' bei der anfänglichen Einblendung ja auch ein Blue Screen sein, das wär mal eine intelligente Investition nach den tollen und massiv überteuerten Studios, die wir inzwischen finanziert haben) und erzählt uns in jeder Wiederholung, was wir eigentlich sehen sollten, aber effektiv auf keinen Fall sehen: Nämlich absolut unnütze und falsche Informationen, die bereits bei Spielgeschehen falsch wiedergegeben werden, was bei Betrachtung des Replays wiederholt nur noch schlimmer wirkt. Im Prinzip könnte dies auch im Auftrag des Ausbildungsfernsehens geschehen, weil es ein Ziel sein könnte, die Aufmerksamkeit der Kinder (wie am Pessach) derart zu erregen, dass die brüskiert zur Geltung geben, gemerkt zu haben, dass dies ja beispielsweise eine Einblendung von Gilles Yapi ist und nicht von Doubai oder Doumbia. Man kann hierbei nicht mal mehr von unterschwelligem Rassismus sprechen. Das ist schon ein ausgesprochener und expliziter, wie er kaum mehr getoppt werden kann; mal abgesehen davon, dass man entsprechende Spieler ja auch aufgrund der Aufstellungsposition unterscheiden könnte, aber das ist ja bereits Proficiency-Level, während Thurnheer weiterhin auf Deficiency-Niveau rumdümpelt. Man soll ja nicht arrogant sein und allzu viel erwarten.
So werden auch ständig die simpelsten Vorgänge auf dem Spielfeld, welche gewieft-erfahrener Fussball-Idiot in live schon erkannt hat, in Wiederholungen derart verhunzt und falsch beschrieben, dass man dem vor Schranken stehenden Schnurri national wirklich einfachsten Fussballverstand und wohl auch gesunde Augen absprechen muss. Jegliche Eintrittsprüfung für eine Kommentatorenlizenz müsste hierfür eigentlich eine unüberwindbare Hürde darstellen. Und doch, was ein Skandal.
Neuerlicher Tiefpunkt musste in der heutigen Cuppartie zwischen dem grossen FCB, der bis heute breitbrüstig vom Double sprach, und den deutlich emsigeren Ebay-Bienen, festgestellt werden. Thurnheer verhedderte sich in einer unheimlichen Serie von befremdlich-kindlichen Grunz- und Jubelgeräuschen, wie sie heute eigentlich in der Fernsehlandschaft nur von arabischen Zweitklasskommentatoren auf Webseiten wie 101greatgoals.com bekannt sind. Peinlich, amateurhaft und sehr unverständlich, wie es heute für die derart populäre Einrichtung der Sportübertragungen nicht möglich sein soll, in der Schweiz konkurrenzfähige Kommentatoren zu stellen (und damit haben wir noch nicht mal von den Interviewern gesprochen, welche regelmässig nichts anderes bewerkstelligen, als den Zwiegespräch-Partnern fertige Sätze und Aussagen von unheimlich tiefer Aussagekraft und Intelligenz in den Mund zu legen).
Auch hier wünscht CC eine baldige Genesung und eine Qualität, welche sich von Filz und Vetterliwirtschaft lossagen kann und objektiven Kriterien gerecht wird.

Sonntag, 1. März 2009

Senderos

Wir werden darüber noch wissenschaftliche Studien veranstalten müssen, einen unabhängigen und neutralen Beobachter entsenden. Vielleicht wird er auch Churban Brünzel heissen. Vielleicht aber auch nicht. Zentral bleibt aber die brennende Kontroverse innerhalb von Chassidus Chübelsack über den eigentlichen Wert von Philippe Senderos. Man erinnere sich: im Sommer hoch gelobt, weil potentiell der teuerste Transfer eines Schweizers ever, von Arsenal nach Milan geliehen, seither mässig regelmässig im Einsatz. Teils grottenschlechte Einsätze, teils spielt er wenigstens durch (was wenig Schweizer Söldner im Moment von sich behaupten können), und das erst noch bei einer Weltmannschaft. Immerhin.
Jedoch gibt es auch eine verbissene Gegnerschaft von Sändeli, welche skandalöserweise behauptet, der Spieler nerve, können nur mit dem Kopf spielen und sei weit über seinem Wert verkauft. Oder vermietet, je nach dem.
Jedenfalls hat sein heutiges Spiel (neben den ohnehin parteiischen und fiesen Kommentaren der italienischen und voreingenommenen Sportgazzetten, worin er au heute als absolut schlechtestem Mann auf dem Feld nominiert wird) nicht sehr viel zu seiner Entlastung beigetragen. Man bemerke bitte, wie Herr Senderos völlig orientierungslos im Sechzehner steht und wenig mit sich anzufangen weiss. Hierzu das sedölüeg.

Montag, 2. Februar 2009

Montagsbrüller: Racheim einmal anders


Anschauen und geniessen. Viel mehr gibt's nicht zu sagen. Am nächsten Chassidic Song Festival sollen gemäss unbestätigten Gerüchten Snoop Dogg feat. Altmeister Börnie von der ICZ auftreten. Oder so ähnlich. Band heisst anscheinend "Gospel Hebreux".

Sonntag, 21. Dezember 2008

Season's Greetings von den Strassen

Oder Pirsumei de Nisa mal anders.
Man bitte die verschiedenen Redaktion-Meshulochim in den entferntesten Ecken der Welt wie in Uttar Pradesh, Albisgüetli, Prater, Istanbul und dem Neugütlichen Stübli entsprechende Umfragen gleich in den umliegenden Strassen zu lancieren.
Auch demnächst an Bord: die ultimative Channukah-Berliner-Vergleichsmampfete, das Forum zur Besprechung des Sozialwohnungspotentials in der Limmatstadt, der Wahrheitsgehalt der vermeintlichen Tatsache, Zürich werde aufgrund der Vertragsverlängerung Gross' nun auch Sommermeister sowie der Ärger darüber (vor allem über den Grund!), weshalb der CH-Cupfinal dieses Jahr an einem skandalösen vor-auffährtlichen Mittwoch Abend stattfindet (wohlbemerkt am Abend des UEFA-Cup-Finals). Dies alles in Kürze durch und mit Würze.

Und wer nicht genug gekriegt hat und immer noch meint, der gute, alte Tachie-Mensah sei ein Wahnsinns-Athlet, der soll hier mal schauen, kurz den Kopf schütteln und sich dann wieder wundern, ob er es heute Morgen wohl wieder schafft, stehend mit gestreckten Beinen die Schuhe zu binden.




Und weil mal gleich so doll in Fahrt ist, die Mailänderli heute wieder mal die Kanterstange ausgepackt haben und das Berlinerli sich gerade so natürlich mit dem Fondue vermischt, sei hier einmal auf einen Beitrag verwiesen, der absolut keinen Sinn macht, der beweist, dass auch amerikanische Grafiker noch Drogen nehmen und für welchen die Diskussion ab sofort eröffnet sei. A gitten Winter und Chag HaUrim Sameach. Auch von den SuperJews:


Und vom höchst bemerkenswerten Hiphop-G-dcast der Woche:






Montag, 1. Dezember 2008

Ueli Maurer, Bundes-Rattes-Kandidat

Ein Beitrag an die Sektion der politisch Bildungsfähigen unter uns. Man stelle sich bitte vor, dass so einer uns in Zukunft neben Obama, Sarkozy und Medwedew vertreten soll. Mir kommt der ueli-mative Würger.

Mittwoch, 14. November 2007

Bobbele, der neo-Mechanech




Nein, nein, das ist bei weitem keine Volksvera****. Bobbele von Besenkammer (BvB) erteilt in der auflagestärksten europäischen Tageszeitung tatsächlich wertvolle Ratschläge wie man sein Kind zu erziehen hat.
Finde ich völlig in Ordnung. Wer, wenn nicht Baruch Becker, der seine jeweiligen Lebensabschnittsgefährtinnen im Takt der Superleague Spieltage wechselt, sollte diese menschliche Kernkompetenz besitzen?

Bobbele gibt beispielsweise, nur um Euch ein absolutes Highlight aus seinen Tipps hier mit auf den Weg zu geben, folgendes Statement von sich:

Boris Becker: Wenn meinen Kindern langweilig ist oder sie sich kaum vom Computer oder vom Fernseher weglocken lassen wollen, dann gehe ich immer mit ihnen raus.
Es ist wirklich unglaublich, wie sich die Laune ändert, wenn wir nur eine Stunde Basketball spielen, kicken oder herumtoben.

WOW WOW WOW INEZIE BITTE ! ! !WER HÄT DAS DÄNK ?!?! EUSI ELTERE HÄND JA MIT EUS USSER PS2 SPIELE NÜT GMACHT !!!!

Unglaublich wie er da drauf gekommen ist, dieser Zusammenhang, diese Fähigkeit analytisch zu denken, Erfahrungen miteinander zu vergleichen und allenfalls zu kombinieren und daraus wertvolle Schlüsse ziehen. . .Respekt. . .
In einer noch etwas schwammigen Vision sehe ich schon seine „Dankesrede“ wenn er einen Award für sein Buch (er schreibt nicht nur Kolumnen, er publiziert ein Buch) erhält. Das hört sich dann etwa so an:
„Dieser Award (Sniff, Sniff, Träne, Träne, ein gerührter Laudator M. Matthäus legt seine Hand beruhigend und bewundernd um BvBs Schulter) bedeutet mir viel mehr wir all meine grossartigen und bis anhin nicht wiederholten spektakulären Siege in Wimbledon.“
Er dank dann emotionsgeladen seinen Kindern, die leider nicht persönlich an der Veranstaltung teilnehmen konnten, da sie mit ihren Müttern über alle Kontinente verteilt sind.

Ich bin froh und ein Stück erleichtert meine zuvor eher bescheidenen Kenntnisse im Erziehungswesen nun mit aussagekräftigen Informationen aus dem Hause Becker erweitern zu können.

Gestärkt aus dieser Weiterbildung, habe ich nun bald das nötige Selbstbewusstsein inne, mich als potentiell geeigneten Vater bezeichnen zu können.

http://www.bild.t-online.de/BTO/leute/2007/11/14/becker-serie-teil9/sport-kinder-fitness,geo=2942892.html

Mittwoch, 18. April 2007

Chamsa - was'n des?

Im Hinblick auf den später erfolgenden Eindrucksbericht durch SD dachte ich mir, dass wir uns - in Nachbetrachtung von Pessach und deshalb im Schuss blöder Fragen - in grosser Vorfreude auf einen richtigen koscheren Kannibalenschuppen in der Innenstadt uns die prominente und offensichtliche Frage zur Namensgebung des neuen Imbissstands stellen sollten. Seid ehrlich zu einander, stellt Euch fragen, hört nie auf, kritisch zu sein, wie uns Master Splinter von den Turtles schon beibrachte.
1) Schutzsymbol für die Seele ("ausserdem gefällt uns das Aussehen"?!?), nordafrikanische Version des Manta-Hasenfusses (Gottes schützende Hand vor Neid oder dem bösen Blick), von daher aufgrund des Bezugs zum Baal Habus wohl sehr naheliegende Variante. Chamsa-Symbole finden sich auch in anderen Religionen.
2) Chambers of Commerce and Industry South Africa (CHAMSA): Die Juden operieren wieder panglobal. Eigentlich hätte es dem kritischen schizophrenen Auge schon lange auffallen müssen, dass ein Jude nicht irgendein Frasslokal mitten im Business-Viertel eröffnet. Da steckt logischerweise die jüdische Mafia dahinter, diesmal in Verbund mit den südafrikanischen Mafiosi. Verschwörungstheorien, da laufz.
3) Chamsa Records: Alternatives Label für osteuropäische Musik, Klezmer, Gypsy, Jazz, mit bitzli scharf. Bin mir da bezüglich Zusammenhang noch nicht ganz schlüssig, halte Euch aber auf dem Laufenden.
4) Chamsa-Blog: Die Blog-Konkurrenz schläft natürlich nicht. Obschon niederländisch gefärbt, mit einem prähistorischen Layout und mit höchst selbstironischen Nicks wie "Tzedek" (ich nenn mich ab jetzt glaubs Moshiach oder Pru urvu) verkommt das ganze zur üblichen Tirade im altbewährten Brechreizstil von Hey-da-draussen-sind-alles-Antisemiten-nehmt-Euch-in-Acht-ich-weiss-Bescheid und von they-all-tried-to-kill-us-let's-eat, also kaum was Neues. Und ein Zusammenhang zum originellen Kannibalen ist auch nicht ersichtlich. Amüsant ist das ächz-ich-bin-jüdisch-Gesülze aber alleweil, wenn auch für sehr kurze Zeit.
5) Clara Chamsa gibt's wirklich (wie übrigens Raoul Schütz und Yves Bourguignon). Vielleicht hiess der Inhaber des Imbiss früher so oder es ist eine heisse Ex von ihm. Man weiss es nicht, möglich ist heute aber alles.
6) Chamsa als verstecktes Zeichen für das allgegenwärtige Händ Ue? Man weiss es wirklich nicht...

Für einen ersten Schwarma sollten diese Informationen jedenfalls reichen. Für's weitere verweise ich auf Gugöl und andere Zeitverschwendungen.

P.S. Man bemerke bitte auch die unmittelbare Distanz des Chamsa-Imbisses zur sehr schummrigen Karaokebar, der Drogenabgabestelle (Frühstückslokal, man kann ja nicht jeden Tag gleich mit Fleisch loslegen) und der Sihl (Kurt N. von der Brücke runter lässt grüssen und kommt sicher noch).

Freitag, 26. Januar 2007

Zur Einstimmung in die Schabbesmizwes

Elender Ärger, weil sich mein eben beendetes Posting ins Nada verabschiedet hat. Gnägnägnä!

Aber zum Schluss der Woche noch dies:

In Amerika hat sich eine Hechscher-Rabbinerkonferenz darüber echauffiert (womit wir wieder bei den Busfahrten sind), dass ein Pornolabel namens Tight Fit Productions seinen neusten Bestseller-DVD (heisst Israeli Erotica, "spielt" nur an israelischen Locations und gestöhnt wird nur auf orientalisch, also "Ken Mami, ten li!", wahlweise aber auch mit ungarischen Untertiteln) auf dessen Titelseite mit ihrem Koscherstempel versehen hat. Jedenfalls wurde der Besitzer des Labels, Oren Cohen (!!!), um seine Meinung zu diesem Konflikt gefragt, und er findet das Theater interessant.

Da Kwöll, luegsch

Frage des Tages: Wie sind die Rabbiner nur dahinter gekommen? Und wenn ja, wieso öffentlich aufbringen?

Und persönlich habe ich eine ganz andere Frage: Wieso haben wir armselige Käsejuden keinen solchen existentiellen Konflikt, sondern schlagen uns lokal nur mit versiegelten Fleisch-Produkten und wer-bisch-du-überhaupt-Schlammschlachten?

Wäre es da nicht viel ratsamer, Oren Cohen anzufragen, ob er mit den Akteuren unserer letzten lokalen Schlagzeile (Headliner: das arrogante Schnäuzli mit dem polnischen Fleisch gegen den berüchtigten Bim Bim Mutzelo) einen Catfight mit Schlamm und Schnuffschnuff als Profi-Saxophonisten verfilmen würde, damit die Sache endlich vom Tisch ist?
Wenn das keine sauberen Ideen sind...

Donnerstag, 25. Januar 2007

Riesig Heimisch

Chungs, das Internet hat wirklich die Welt revolutioniert. Vor allem aber bietet es immer wieder einmalige Perlen, welche die dunkelsten und kältesten Tage zu erhellen vermögen.

Ich bin insofern privilegiert, als dass ich ein Heimisch-Passwort ergattert habe. Ich musste mich einem schwierigen Assessment stellen, hatte unglaubliche Nissioynoiss (Ermine litzlan) zu bestehen, aber schliesslich ist es mir doch gelungen.

Heute nachmittag habe ich dem Eybischten wieder mal dafür gedankt. Mitten in einer sachlichen Diskussion in einem relativ übersichtlichen Kreis von erlauchten und vor allem sehr heimischen Usern über Van Dijk, Koscherstempel, "R'PP" a.k.a. Raw Padwa und anderen Kaschrut-Phänomenen, stemmt sich plötzlich, wie ein verirrtes Raumschiff aus entfernten Milchstrassen, ein User namens Markyi quer mit folgendem Kommentar (fettgedruckt wohlbemerkt: Wo bleibt die Ehre vor den Herren Rabbiner??). Das Ganze ein Tag nachdem die Diskussion stillschweigend schon beendet worden war und worauf natürlich niemand mehr Stellung beziehen musste. Sense. Mefi!

Gestern abend ist mir dafür an der Kaserne ein Twinpack Pinguine aufgefallen, auch genannt Schlichim. In diesem Zusammenhang ein weiteres heimisches Posting:

Ein Meschulech hat einer älteren Frau (weiss nicht genau wie Alt, war nicht bei Ihrer Geburt! ändert auch nichts an den Tatsachen) paar 1000 Fr. gestohlen als er sie um etwas zu trinken gebeten hat. Es handelt sich nicht um einen "Rosch Jeschiwe" sondern um einen von denen wir leider sehr viele haben. Dunkel und ungepflegt....

Das sind doch Geschichten, die wir hören wollen. Nicht, dass der Antisemitismus dadurch zunehmen könnte. Und wenn schon: Mir sind die Antisemiten aus Berufung eigentlich viel sympatischer: Je weniger Argumente, desto besser!
So aber spielen wir den Intellektuellen unter ihnen regelrecht den Ball zu; jetzt weiss die Welt nämlich, wie die jüdische Weltverschwörung ihre Eroberungszüge finanziert: Durch Prügelorgien zulasten von alten Frauen. Momoll, Schapo bzw. Stramel!

Und schliesslich sei noch auf den Hachtaratata-Artikel auf der Webseite der IRG (ja, auch auf Heimisch gefunden) hingewiesen. Nüchtern geschrieben, an sich unspektacoolär, wenn da nicht mitten im Artikel die Rede von einem neuen geistigen Führer die Rede wäre. Als gäbe es gar keine Tabuisierung von belasteten Ausdrücken.Wenn das nicht heimisch ist!