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Mittwoch, 24. August 2011

Die berühmte letzte Zeile...

Im Verlauf des Freitags werden auch die hiesigen Medien gemerkt haben, dass sich die Hure Maradona inzwischen nach Dubai zu Al Wasl abgesetzt hat (geschätztes Jahreseinkommen: 3 Mio. Euros, verlangte Tätigkeit: Clown spielen im Training, immer brav in die Kamera lächeln). Irgendwann in 3 Wochen dann, wenn werte Doris bis dann wieder den Grabenkämpfen mit den Teutonis entsteigt, wird dann in einer Randspalte und zur Volksbelustigung folgendes, absolut spontanes und in keinster Weise inszeniertes Video erscheinen. Nämlich dasjenige, wo er von einem Fussballplatz in den Hangar nebenan watschelt (in Dubai geht das Volk bekanntlich mit dem Flieger an ein Fussballspiel), ausgangs drei milchschnäuzige Emirenkinder hätschelt, und sich dann einer völlig ungeplanten politischen Aussage und einem hochrühmlichen "Viva Palestina" hinreissen lässt:

Nun, es mag ja jeder seine Meinung haben. Ich bin auch sicher, dass Maradona lange die Vor- und Nachteile einer solchen Aktion studiert hat, sich gewiefterweise eingelesen hat und sich nicht zuletzt von seinen notorischen Freunden Hugo Chavez, Fidel Castro und Mahmud Ahmedinijad beraten liess, ob dies jetzt wirklich einbringlich sei (wirklich vorgegangen ist er so: Jemand winkte mit einem Bündel Petrodollars, er leckte sich den Sabber vom Doppelkinn und sagte: "Was auch immer ihr wollt, nur her mit der Knete!"
Aus dem einstigen Rebellen und Genie ist ein Clown geworden, der sich für auch wirklich keine politische Aktion zu schade ist, der seine Seele für Geld verkauft und nun auch für Dinge einsteht, von welchen er keinen blassen Schimmer hat.
Wirklich unterhaltsam ist dann aber der letzte Satz, der ihm entfährt, als er abtritt. Pöse Zungen könnten hierbei ein Gebrabbel entdecken, dass verdächtig ähnlich tönt wie "Per il culo Palestina". Aber das wären wirklich nur die ganz Pösen. Alle andern dürfen gerne ein Korrigendum anbringen.

Sonntag, 22. Mai 2011

Baranes neuer Restaurateur der ICZ?

Dieses Wochenende war besonders interessant. Erstens stellt sich heraus, dass die guten Mutes Tickets für das Heimspiel gegen Thun vom Mittwoch in keiner Weise zu optimistisch erworben worden waren. Zweitens verbrachte man einen geglückten Lag Baomer-Nachmittag. Sprich während der ersten Halbzeit tat man noch etwas sozial, beschäftigte sich mit Feuer und Fleisch und spähte alle 6.13 Sekunden auf den Spielstand. Nach der Hälfte dann gab es kein Halten mehr, weder auf dem Platz noch vor dem Bildschirm. Verrückt schöne Perspektiven für einen verrückt unterhaltsamen Mittwoch Abend...
Und dann war wieder mal der interessante Blick in die JüZ. Diese Woche wurden zwar keine Scheitel in Schwimmbädern oder im Purim-Vollsuff liegen gelassen, es wurden auch keine neuen esoterischen Rituale für Bündner Bergdörfer in den Raum gestellt. Und dennoch wurde auch diesmal das obligate Schmankerl nicht vorenthalten.
Da publiziert also Baranes auf einer Achtelseite ein Inserat mit dem übrigen Blabla, seiner notorischen Erfahrung in Restauration, Hotellerie und sonstigen Institutionen, mit welcher er nun das einzige koschere Grillrestaurant der Stadt führt. Dann wird's aber erst richtig interessant: Auf geschätzten 20 Zeilen wird darauf hingewiesen, dass wieder einmal das Gerücht kursiere, das Baranes-Lokal stehe aufgrund finanzieller Probleme vor dem Aus. Was in dieser Art natürlich überhaupt nicht stimme. Im Gegenteil: Bald werde eine Bäckerei/Konditorei, eine Pizzeria (Déjà vu?) sowie ein Eventsaal für 500 Personen eröffnet.
Nun, gleichzeitig weiss jeder, dass sich die ICZ für eine Restaurationsvariante entschieden hat, um einen eigenen umfangreichen fleischigen Betrieb in ihren renovierten Lokalitäten instand zu setzen.
Ein Lokal für 500 Personen zu finden, ist in der zunehmenden Platzknappheit der Stadt Zürich, kein einfaches Unterfangen. Grosszügig ausgelegt könnte dieses Kriterium auch auf die Räumlichkeiten der ICZ zutreffen. Dass hierin auch für (zumindest einen Teil der) Ausweitung der gastronomischen Aktivitäten der "Baranes-Gruppe" zutreffe, ist zumindest denkbar.
Wie gesagt, es ist ein Gerücht und eine Zusammenarbeit würde sich somit wenigstens logisch erklären lassen. Dass der Schreibende dies zumindest für die ICZ als eine sehr schlechte Idee hält, basiert vor allem auf persönlicher Einschätzung von Potential, Fähigkeiten, Zumutbarkeit und letztendlich Transparenz einzelner Beteiligter.
Hoffen wir also auf das Beste (bzw. auf etwas besseres).

Donnerstag, 10. März 2011

Musser 2.0

Wir leben in einer schweren Zeit wo links auch mal rechts ist und Pessach eigentlich Purim ist; wo koscher auch mal nicht so koscher ist und eigentlich gar nichts mehr ist, wie es sein sollte.
In dieser schweren Stunde kommt eine unbekannte Frau auf Youtube daher und rückt mit einer Geschichte alles wieder ins Lot.
(Meine Lieblingszitate: "They had a drink. I think it was called "dackere" or something. Anyway, it had a little bronfen inside... I couldn't have bronfen... for whatever reason... you know... I can't talk about it..." sowie "Miami is a very nice continent" und natürlich "Mamesch a Picknick")

Montag, 20. Dezember 2010

Mit sanftem Druck auf die Tränendrüse

Guten Morgen,

Ein gutes Karma ist in manchen Berufen unabdingbar und man sollte möglichst viel dafür tun, es so rein wie möglich zu halten. Seit dem WM Gewinn im letzten Sommer, ausgiebig zelebriert im Blog eures Vertrauens, hat Xavi einen dunklen Fleck in ebendiesem, hervorgerufen durch dieses kleine Mädchen:



Herzzerreissend, und weil Barca im Moment in aller Munde ist, hat sich ein katalanischer Sender die Mühe gemacht, so kurz vor dem Jahresende Xavi eine reine Seele und das Reparieren seines Karmas zu ermöglichen:



Man beachte bitte wie Xavi beim Einspielen des Videos beinahe losheult.

Auf den Weltfrieden!

Dienstag, 16. November 2010

Die Uno desavouiert sich selbst

Schenkt jemand dem UNO Menschenrechtsrat eigentlich noch Beachtung? Der UNHRC debattiert inzwischen jede Woche an seinen Sitzungen ausführlich über die grossen Menschenrechtsverletzungen von Israel an den Palästinensern, mit Voten von so grossen Menschenrechtsbeschützern wie dem Iran, Sudan, Yemen, Kuba etc pp., Hillel Neuer von UN watch kann davon mehr als nur ein Lied singen. Der ganzen UNO Farce die Krone aufgesetzt wurde aber an einer der letzten Sitzungen, als der Iran und Syrien, bekannt als Horte der freien Meinungsäusserung und für ihre offenen Gesellschaften, Libyen für seine gute Menschenrechtslage gratulierten.
Max Göldi wurde dem wohl mit stehenden Ovationen beipflichten.

Dienstag, 26. Oktober 2010

Neulich am Oktoberfest in Zürich

Die versammelte Büroschaft hat sich neulich mittags verabredet, um Händchen haltend gemeinsam auf dem Bauschänzli das Mittagsmahl zu verdrücken. Da stellt sich auch für den gewieften Guerrilla-Koscher-Durchschlängler zum Vornherein die Frage, was man denn da konsumieren können soll. Alle Wurst- und Fleischwaren fallen natürlich schon mal weg. Die käsigen Gerichte riechen bereits am Eingang so stinkig, dass sich die Frage nach deren Konstitution mit natürlichem Lab auch erledigt. Also was? Ein Blick auf das Menü. Wildschwein? Cipollata? Weisswurst? Ein Blick auf die Karte: Dasselbe in braun, also gar nichts.
Neutral und höchst naiv wurde also beim Bestellen die Frage in den Raum geworfen, ob sie denn einen Salat hätten. Die Dame in Dirndl (man wünschte sich, sie hätte keines angehabt - sondern einen Skianzug) schaut verdattert, als hätte man in der Bierhalle Wolf gerade ein Glas Milch bestellt und wirscht ein sattes NEIN! zurück. Damit wäre auch das geklärt gewesen. Die Frage, ob sonst was nicht auf der Karte wäre und einen Exkurs über die Vorzüge der koscheren Küche wurden dann auch gleich weggelassen und das Projekt auf das Wesentliche reduziert:
Ein grosses Bier und einen Kaiserschmarren... (nächstes Mal komm ich mit den schabbesdigen Tschulentresten im Thermos!)

PS: Über das anwesendene Volk lasse man sich dann ein anderes Mal aus. Zwirbelschnäuze, Kopfbewaldungen jeglicher Sorte, Modefans, verdächtig bierselige Banker, Miniversionen von Lederhosen mit unbedacht normalen, weissen Socken, erstaunlich solide Hässlichkeiten aller Sorten...

Dienstag, 22. Juni 2010

"Kinder, es ist Zeit fürs Martyrium!"

Der arabische Kinderchor "Die Vögel des Garten Eden", gegründet im 1994, hat neulich ein Video ausgestrahlt, in welchem die Kinder (von Kindern) aufgefordert werden, als Märtyrer und Selbstmörder dem Widerstand beizuwohnen. Teilweise erschreckende Bilder und Nachstellungen. U.a. tritt auch ein erwachsener Sänger auf, welcher die Kinder daran erinnert, ihre religiösen Pflichten wahrzunehmen.
Angeblich geniesst dieser Chor über eine breite Zuschauerschaft und basiert auf einer privaten Initiative.

Mittwoch, 16. Juni 2010

Zürich, 15:45: Der Siedepunkt ist erreicht, die Schweiz greift ins Turniergeschehen.

Szene um 15:45 in einem sonderlich normalen Zürcher Aussenquartier, auf einer sonderlich gewöhnlichen Terrasse mit einer grundsätzlich unaufgeregt normalen Schar Fussballfans. Man dürfte aber auch einen zweiten Blick in die Runde werfen, weil die Prozession heute bereits um 13:00 ihren Lauf nehmen wird. Das Gros der Aficionados hat den Nachmittag frei eingegeben, damit auch gar nichts dem Zufall überlassen wird. Andere schalten für 2.5h eine Lernpause ein oder werden zur entscheidenden Zeit von einer seltenen und merkwürdigen Unwohlnis überfallen. Auch sonst wird das Publikum eher ungewohnt sein. Durch das sonst so biedere und standardmässig unaufgeregte Wollyhood werden die Vuvuzelas dröhnen, als werde gerade Jericho umzingelt. Wer will nochmals, wer hat noch nicht? Niemand ist mehr in ziviler Kleidung, alles hat sich in rot-weiss geworfen und schwitzt sich die letzten Liter Aufregung aus dem Körper. Der Grill dünstet also um 15:45 bereits in seinen letzten Zügen, das Spiel kann losgehen.
Eigentlich stellt sich gar nicht mehr die Frage nach dem Spielausgang, sondern mehr noch die Frage nach der Befindlichkeit dieser kranken Zuschauer. Wie sieht es in solch einem Fan vor dem Spiel aus, noch viel entscheidender stellt sich die Frage nach der Befindlichkeit eines solchen während den 24 Stunden vor dem Spiel? Yves Bourgignon, Aussendienstler von Chassidus Chübelsack hat nachgefragt.

Was war der letzte Gedanke gestern vor dem Einschlafen?
Keinohrhase: Bläst Mützel am nächsten Rosh Hashana in die Vuvuzela statt ins Schofar?
Majestix: Hakan?
Djibril ibn Tamtam:
Hakan am Jubeln nach seinem Freistosstor
El Tigre: Wie werde ich es nur schaffen einzuschlaf..CHRRR
Hubertus:
Ich hatte einen vollen Bauch, da ich im Schletzhunger- Anfall noch eine Teller Bolognese um 23.30 Uhr verschlungen habe. Was der letzte Gedanke war, kann ich aufgrund des Vorprogrammes des Schletzhungers nicht mehr so genau darstellen.
Linux:
Über unseren Jubel beim 2:0 gegen Spanien durch Derdiyok auf Flanke von Hakan.
Gigiboy: Isch es möglich, dass mer innert 24 h us de Schwiz Nordkorea macht??? Gök Han In? Hak An Yan? Be Nag Li O ?

Wenn Du die Melodie zum Einlaufen selbst auswählen könntest, was würde heute um 16:00 durch das Stadion dröhnen?
Keinohrhase: Also Sprach Zarathustra
Djibril ibn Tamtam: The winner takes it all....damit die Jungs wissen sie muessen auf tutti gehen...
El Tigre: „The Rock“ Soundtrack
Majestix: AC/DC - Highway to Hell
Hubertus: Seven Nation Army von den White Stripes. Diese Einheizung hat mir bereits an der Euro08 sehr gut gefallen.
Linux:
Ain't talking about love von Van Halen
Gigiboy: The Final Countdown vo Europe, wemmer hüt gwünne simmer sowiso Europameister = FINALE

Welchen Fussballer aus der Vergangenheit der Nationalmannschaft wünschtest Du Dir für heute auf den Platz und warum?
Keinohrhase:
Schorsch Brégy -> Seine Freistösse waren, sind und bleiben grossartig.
Djibril ibn Tamtam:
Marc Hottiger.....der weiss wie man ein Siegestor gegen einen WM-Favoriten schiesst.
El Tigre: Den Senderos von 2006, weil er noch der Fels in der Brandung war, wie wir ihn hinten brauchen.
Majestix: Georges Bregy, damit allfällige Standardsituation schon als sichere Goals verbucht werden können
Hubertus: Ciriaco Sforza, ein Spielmacher und Stratege mit einer ordentlichen Portion Selbstvertrauen, Arroganz und wie anno 94 mit Torgefahr.
Linux:
Chapuisat als Ersatz für Alex F.
Gigiboy: Georges!!! Freistoss - Goal - SIEG!!!

Welcher Helvetien-Gingger ist heute gegen die Spanier ganz besonders heiss?
Keinohrhase: Derdiyok
Djibril ibn Tamtam: HAKAN... denn er weiss, dass er ein Tor schiessen wird...und zwar ein Kampf-Tor...
El Tigre:
Stephan Lichtsteiner
Majestix: Stephan Lichtsteiner
Hubertus: Stephan Lichtsteiner: Bereits im Spiel gegen Italien hat man sein Feuer erkannt und die vorgestrigen Interviews haben diesen Eindruck bekräftigt. Alex Frei natürlich auch.
Linux:
Hakan, da er in der Startformation steht.
Gigiboy:
De Lichtsteiner wott numme eins : Beibräche, so wieners gäg d'Italiener azeigt het, und natürlich au de HAKAN!!!

Eine naheliegende Möglichkeit: Heute auf Unentschieden spielen und dann auf das grosse Finale gegen Chile hoffen? Würdest Du unterschreiben?
Keinohrhase: Ja!
Djibril ibn Tamtam: Kein Meter....waere die falsche Einstellung und ein gewaltiger Unchill...an einer WM ist schliesslich alles moeglich....
El Tigre: Sofort! Aber ein aktives Unentschieden. Kein abwartendes.
Majestix: Absolut, sofort.
Hubertus: Sofort.
Linux:
Ja, ein Unentschieden ist soviel Wert wie ein Sieg.
Gigiboy: Nebisch, aber worschinlich jo!

Weitere Kommentare?
Ja, H-A-K-A-N!!!


PS: Die Autorenschaft distanziert sich von der unprofessionellen Formatierung, welche alleine auf das Konto von Google geht, deren Editor sich der Tragweite dieses Tages nicht bewusst sein wollte...

Dienstag, 27. April 2010

  • Man ersetze "Central Park NYC" mit "Rieterpark ZH City".
  • Bitte Nutzung des Chäppis bzw. Besuch des Rieterparks während der Sefirahzeit, für diejenigen die sich bereits unfreiwillig aus den jährlichen Omergames verabschiedet haben, unterlassen.

Mittwoch, 25. November 2009

Last stop: Ubud!

So, we finally agreed on leaving the marvellous island of Gili Trawangan and moved on to the island of Bali and its central city of Ubud. We found a very cute hotel near the center, rented a scooter and now are travelling along the different monuments and temples. It's a very different city from everything else we had seen so far. An uncountable amount of cafes and small hotels, spas and lots of stuff to see. Tonight we most likely will go to see a traditional balinese dance show.
Sunday then it's already time to part and to leave this wonderful place to embark on our airplane to bring us back to fog, books and swine flue... ;)

Montag, 26. Oktober 2009

Israel zu Gast in der Schweiz

Bekanntlicherweise gastierte die israelische Nati am 14. Oktober in Basel für das letzte WM-Quali-Spiel. Das wenig spektakuläre Spiel ersparte uns Zuschauern Gott sei Dank den befürchteten Schwall an anti-Israel-Äusserungen im Publikum. Tortzdem blieb auch rund um dieses Spiel nicht alles ganz so ruhig, wie man es sich wünschen würde. Hier 2 Beispiele dafür, dass es wohl seine Berechtiung hat, solchen Spielen fern zu bleiben:

1.) Vor dem Spiel trieb sich vor dem Stadion eine Figur im PLO-Schal und mit einer Palästina-Fahne behangen rum. Mit einer Hand verteilte er Flugblätter und mit der anderen hielt er ein Megaphon, in welches er ununterbrochen "Israel isch en Apartheidsstaat" brüllte (und zwar in der militanten Version der "hey-Mitbürger-horcht-auf-!-mir-ist-da-was-aufgefallen"-Stimme). Darauf hin musste ich ihm erstmals ins Gesicht brüllen, dass ich der Meinung bin, dass auf eine sehr nahe weibliche Verwandte von ihm dasselbe zutrifft.
Als er dann begann, mit Kreide auf den Boden zu sudeln, wurde es auch mir zu bunt. Nachdem er schon bei "FREE P" angelangt war, stellte ich mich an die Stelle, wo wohl das "A" hingekommen sollte. Als es nicht mal half, dass ich ihm die Kreide auf der Hand getreten habe, wendete ich mich an die daneben stehenden Polizisten. Während mir der Stabilo-Boss-Neon-Schlumpf erklärte, dass er leider nichts machen kann, waren im Hintergrund schon zwei Playmobil-Schlümpfe in Vollmontur am Werk. Äusserst dramatisch pakten sie ihn an Armen und Beinen und schleppten ihn davon.
Als Fazit muss ich anbringen, was ich dem Zuschauer, der mich auf die Szene angesprochen hat, gesagt habe: Der Inhalt, dieses Rumgebrülle interessiert mich nicht einmal. Ich war in Basel, um mir ein Fussballspiel anzusehen und um zu sehen, wie sich unsere Nati für die WM qualifiziert. Punkt! Alles andere hat an einem Fussballspiel nichts, aber auch gar nichts verloren. FERTIG.

2) Als wir nach dem Spiel auf den Zug warteten (ich hatte neben dem Käppchen notabene ein schweizer Leibchen und Schal an), sagte irgendein halbtrunkener Fan aus dem Osten "Em Cheppli no z'urtaile isch daas aber kchene vo üüs". Auch er musste mal ordentlich angesungen werden. Und auch wenn die meisten seiner Kollegen eingesehen haben, dass er Müll rausgelassen hat, war die Szene schon bedenklich. Denn leider dokumentiert sie wohl, dass ganz viele Schweizer immer noch nicht begriffen haben, dass Juden auch Schweizer sein können.

Leider haben diese Erlebnisse einmal mehr gezeigt, womit wir uns in der Schweiz so rumschlagen müssen. Mit undifferenziertem Israel-Hass (wer sagt, dass in Israel Apartheid herrsche, hat sich offensichtlich schlecht oder gar nicht mit der Situation auseinandergesetzt) sowie mit der traurigen Realität, dass Juden immer noch viel zu oft gar nicht für Schweizer gehalten werden sonder als Fremdlinge betrachtet werden. Und wie in der Schweiz mit Fremdlingen umgegangen wird, wissen wir ja leider schon zu gut.

In diesem Sinne wünsche ich allen eine schöne WM und freue mich schon auf die Begenung in Südafrika zwischen Hans Müller und Mwoni Kinbeke (sein Alibi-Freund), wenn Müller dann sagt: "Hey lueg! Das isch ja en ächte Mänsche mit Ohre und Auge... Hätti nöd dänkt..."