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Montag, 5. August 2013

Sommerloch

Das Sommerloch zeigt in diesen Tagen seine wahren Tiefen und Abgründe. Da soll dieser Blog keine Ausnahme sein. In Medienhäusern finden regelmässig sogenannte Blattkritiken statt. Dabei werden Zeitungsausgaben analysiert, kritisiert und diskutiert. Dies soll - in stark reduziertem Umfang - auch an dieser Stelle erfolgen.

An dieser Stelle wurde über das umfangreiche Redesign mit zahlreichen hilfreichen Neuerungen berichtet. Nun schreiben wir also das Jahr 2 nach dem Relaunch der ICZ-Webseite. Das sind doch immerhin über 700 Tage, in denen man sich als Webmaster den einen oder anderen Gedanken über Darstellung und Funktionalität machen könnte. Der bekiffte Vogel ist zwar vermeintlich tot, aber wie unschwer erkennbar, geistert er noch immer auf dem ICZ-Server rum.





Neu auf der Einstiegsseite nehmen wir nun weitere, poppige Farbgestaltungen wahr. Der Lauftext ist nun zweifarbig gestaltet, was durchaus als kreative Weiterentwicklung bezeichnet werden darf. Beim Zählen der verschiedenen eingesetzten Schriftarten auf dieser Einstiegsseite reichen zwei Hände nicht aus. Was wiederum die Frage nach dem Grafikkonzept der ganzen Seite aufwirft. Schon nach wenigen Clicks durch die Seite, dem Begegnen von verschiedensten Schriftarten, Schriftgrössen, Hintergrundfarben, Schriftfarben, Buttons, Verlinkungen, Titelarten, Bilderauswahl, Bildanordnungen usw. lässt sich diese Frage - im Gegensatz zu zahlreich anderen - sehr schnell beantworten: Es gibt keines!

Übrigens: lasst Euch von der Bezeichnung "Kontakt_01" in der Navigation nicht irritieren. Die NSA dachte sich wohl, dass dieses Codewort nicht weiter auffällt...











Ebenfalls neu gestaltet sind auch die Bilder der einzelnen Kategorien:


































Nach wie vor unerklärlich ist die Platzierung der Social Media Icons. Alte Logos, unbrauchbare Auflösung aber viel wichtiger: Nutzlos! Weder hat die ICZ eine Facebook-Seite, noch einen Twitter-Account oder ein Youtube-Channel. Deshalb die Frage: Warum? (Hört Ihr das Echo im unendlichen Web 1.0-Raum?)





FAZIT: Mit aller Bescheidenheit erlaubt sich der Schreibende, sich selbst zu zitieren, als er vor zwei Jahren über das Thema schrieb:

"Geschätzte Leserschaft, wenn das die Visitenkarte der Gemeinde im World Wide Web sein soll, dann "Guet Nacht".

In diesem Sinne: Schlafed guet!

Freitag, 29. Oktober 2010

Trejfenes Handy - Schulausschluss



9 (neun!) Girlies aus dem BJJ-Sem(inar, Beis Jaakov Jerushalajim) sind aus der Schule geworfen worden, weil sie Handys besitzen, welche nicht als "koscher" (siehe erstes Bild) oder regelkonform zertifiziert wurden (Handys mit SMS-, GPS oder Internet-Zugang sind verboten, da sie direkten Zugang zum Purgatorium von unerlaubten Kontakten, Fussballresultaten und offensichtlich auch zum skandalösen Livestream von onlysimches.com verschaffen).
Ynet.co.il berichtet, dass anfangs des zwölften Schuljahrs ein Mädchen in der Klasse mit Handy in der Hand hochgehüpft ist und verkündet hat, dass sich ihre Freundin eben verlobt habe. Die Lehrerin bemerkte so, dass sie diese fröhliche Kunde per SMS in Erfahrung gebracht haben musste und rief unverzüglich nach dem Rektor. Dieser durchforstete in seinem investigativen Chapp gleich auch noch den SMS-Speicher und fand noch acht andere Ladies, die SMS empfangen oder versendet hatten. Resultat: alle neun wurden der Schule verwiesen.

Eine Schülerin sagte aus, es gebe Mädchen, welche sich ein solches koscheres Telefon zusätzlich erwerben würden, um es vorzuweisen, wenn sie erwischt würden (als ob das hilft...). Niemand wolle aus der Schule geworfen werden, wenn es nur noch 6 Monate gehe bis zum Beginn der Schidduch-Saison (ist ja wohl auch das einzige Problem).

Wir posten diese Geschichte aus verschiedenen Gründen. Erstens sind wir froh, dass in wenigen Stunden Shabbes ist und somit die Problematik der Verleitung durch SMS für wenigstens einige Stunden wegfällt. Zweitens möchten wir für Guysolino's Theorie des teuflischen Einflusses der USA auf unser tägliches Leben ein weiteres Beispiel bringen - dies unter der mutigen Annahme, dass Handys wohl in den USA erfunden wurden(, wobei mir in den nächsten 613 Sekunden sicher ein Partywisser einen Entgegnungslink präsentieren wird). Drittens und insbesondere widmen wir dieses Mail unserem theologisch verwirrten Kollegen Johan Vonlanthen. Über ihn berichtete heute Kollege Bernhard im Blick (Blick-Artikel), dass eher seltsame Forderungen des bekennenden Adventisten an seinen potentiellen Arbeitgeber Hapoel Tel Aviv gestellt wurden, welche angeblich eher wenig Anklang finden. Wir schlagen deshalb vor, Herr Johan solle doch einfach die Möglichkeit von Spielpraxis annehmen, spielen und sich wieder in den Dunstkreis von König Ottmar spielen. Erstens brauchen wir ihn da dringend, zweitens braucht er den Fussball (für alternative Karrieren ist es womöglich schon zu spät) und drittens kann er ja sein religiöses Gewissen beruhigen, indem er sich ein koscheres Handy und eine Hapoel-Kippa kauft.
Und zum Schluss noch dies:

Man wollte diesbezüglich kein eigenes Posting eröffnen, aber zur Koscherversorgung in der Stadt Zürich folgende Kurzszene heute Morgen in der neu eröffneten Bäckerei Lassova an der Waffenplatzstrasse. Die Szenerie sieht nach Work-in-progress aus. Die Decken sind wohl noch zu verputzen oder zu renovieren, die Gebäck-Möbel sehen aus, als seien sie aus Mahagoni, einige Backwaren sind effektiv neu und sehen lecker aus. Natürlich fehlen auf den Auswahlkarten die obligaten Schreibfehler nicht (weiss gleich keinen mehr, hat aber ein paar gute darunter). Nur das Personal (u.a. die obligat-schöne Schwiegermutter) ist noch dasselbe. Man kommt also am Freitag Morgen um 08:00 rein und will Challes.

CC: Haben Sie Challes?

L(assova): Ja.

CC: Kann ich welche haben?

L: Grosse gibt es keine mehr. Ich kann aber anrufen und sehen, ob noch welche kommen (AdR: Nochmals zur Erinnerung, es ist Freitag, 08:00 Uhr).

CC: Wieviel kosten sie denn?

L: Fr. 5.50 für die grosse (bei FbF sind sie auch nicht günstig, kosten aber Fr. 4.50 für die etwa gleiche Grösse).

CC: Okay, ich geh dann mal. Danke!

L: Kaufen Sie doch was anderes, wollen Sie nicht einen Kuchen?


Ich glaube, ein weiterer Kommentar erübrigt sich. Gut Shabbes.

Freitag, 19. Februar 2010

Konversationen, die das Leben prägen

Heute Morgen bei Radio Energy im Vorfeld eines Promoauftritts mit Peter Maffay ein Gewinnspiel mit der höchst originellen Frage: "Nennen Sie mir bitte soviele deutsche Sänger wie nur möglich."
Kandidatin A: "Ah, kenn ich. Stefan Raab. Ähm, öhm, ja, (lange Pause) Bushido. Und Sido. Ah, Xavier Naidoo kenn ich auch." Sense, dann kam gar nichts mehr.
Kandidatin B kriegt darauf dieselbe Frage (hätte wahrscheinlich Radio hören können und so ihre Antwort vorbereiten können; es sei denn das Quiz war aufgezeichnet), verzeichnet aber noch viel längere Pausen, Ähm's und Öhm's. Dann plötzlich die Erleuchtung: "Oli P.!"
Dann war Sense. Auch gut. Team Raab, Bushido und Sido schlägt Oli P. Disqualifiziert wird ein ganzes Jahrhundert nutzloser Schnulzen und Schlagerallergien sowie Nina Hagen wegen exzessiven Dopings.

Dienstag, 15. Dezember 2009

Iran - ein ganz gewöhnliches Land im Mittleren Osten und der Uaiuai-Schnulz vom 15. Dezember 2009

Im Zuge der Diskussion, dass im Mittleren Osten doch alles und alle genau gleich seien, sei auf die heute im Tages-Anzeiger publizierte Erfahrung von Michael Sauter (siehe Bild unten), einem hierzulande bekannten Filmregisseur, hingewiesen. Der Text ist pointiert geschrieben, liest sich amüsant und stimmt zum Nachdenken.

Und damit man mit einer positiven Note abschliessen darf, bringen wir zur Abwechslung auch den heutigen Uaiuai-Schnulz des Tages von Kobi Aflalo mit dem Titel "Ba Min Hashtika" (aus dem Schweigen heraus), wohl bekomm's, Mahlzeit.

Montag, 13. Juli 2009

Ba li lehitblogeg


Auf der gegenwärtigen Suche nach Feriendestinationen für die Nach- und Vorprüfungszeit ist die Schreiber- inkl. mittlerweile leibeigen gemachter Weibschaft auf die indonesischen Inseln gestossen. Da deren Regierung bekanntlich keine Beziehungen mit Israel pflegt und die Kunde über terroristische Akte um 2002 mit Bombenanschlägen in Bali auch uns nicht verschont hat, hat man sich inzwischen in Sorge gewiegt, ob diese Destination auch für derart mutige Personen wie uns geeignet ist.

A friend of mine invited me to a Shabat tonight. You don’t know what a Shabat is? Neither do I really. The other day he said “Some expats get together and hold a shabat, you want to go?” I said I didn’t know what that was, and he said it was what Jewish people do on Fridays. I said I’m not a Jew, and have no idea what they do on Friday nights.

Apparently food will be involved (hopefully drinking too). Maybe I should keep quiet about the Muslim converting thing. Just found a site for Jewish travelers, about Shabat.

Shalom dan selamat malam

Die Kommentare anschliessend lassen dann schon einige Zweifel aufkommen, erstens was die Vorstell der Allgemeinheit betrifft oder alternativ, was es auf der Welt für seltsame jüdische Bräuche gibt (meines Erachtens verwechselt hier jemand aber Shabbes mit Mimouna, welche die Sfardim vor Pessach feiern und Schlüssel und Schmuckstücke in eine Schale mit Mehl und Öl werfen).

laurs | May 19th, 2006 at 6:56 pm

Now i think I can be of assistance here ,Nick.Northern Ireland had a big Jewish comunity.In my job as a nurse i got to learn a bit about the Jewish culture/religion.
Saturday is their sabbath-they do nothing.That includes cooking,cleaning ect.maybe Friday night is their “cut loose let it all hang out night”.hopefully you will have fun —keep us posted.Um not sure bout the alcohol though but should be plenty of food.
Cheers laurs

Chris | May 20th, 2006 at 3:03 am

Isn’t a Shabat where all the men present throw their car/bike keys into a bowl and the women present pick a set out and bob’s your uncle, it’s time to pump up the jam.

Nick | May 20th, 2006 at 11:18 am

Chris, that’s exactly what happened. Only thing was I didn’t want to risk losing my whole set of keys, so I just sat on the sidelines and took photos.


Schlussendlich rausgekommen ist's dann aber doch zugunsten des neugierigen Reisenden. Ganz im Gegenteil, es tönt sogar nach noch-mehr-bitte:

Friday night’s Shabat was very enjoyable and a positive experience. I picked up some red wine at Bali Deli, and rode over to the house in Seminyak with my friend. Long tables were set up, and about 30 people were there, from all parts of the world.

I talked to people from Sweden, the UK, France, Australia and Israel. Actually half the people there were Israeli’s, which surprised me. Indonesia does not have diplomatic relations with Israel, and Israeli’s cannot get tourist visas. One guy told me there are agents in Israel, who can file paperwork for a Business visa, you then fly to Bangkok, wait 3 days, then fly on to Bali.

Back to the Shabat. Many bottles of wine lined the tables. There was a stack of the little round skull caps, and I was invited to wear one. My first choice was small and kept sliding off. So I picked out a larger one and stretched it across the back of my big head. Heck, I’ve worn a Muslim ‘pecis‘, so might as well give the skull cap a try. After a couple of candles were lit and something was said in Hebrew, 2 of the Israeli guys sang traditional songs for a little while. Large loaves of bread were broken, and passed around. Soon after came plate of hummus and other Mediterranean type dips and appetizers. Then came the main course, a huge bowl of fish steaks, in a lovely sauce. Rice was served, as well as about 6 different vegetables, including roast potatoes. I take my that off to the host, a damn good time!

Chatting with some of the people from Israel, they seemed very positive about their country, and said they got used to the violence. One guy smiled and said you have more chance of getting hit by a car, or having a heart attack, than being in a terrorist bombing. Another fellow around 40, told me that this was his first time in Bali. He said he wished he was born here.

Going into this Shabat I was expecting a more straight laced, sombre atmosphere, like you might find at a Christian event. None of it, this was more like a large Meditereanaen family meal. Fantastic. Shabat in Seminyak happens every week and I’d like to attend again sometime. Its at a private house and I don’t really know the host so I can’t just invite anyone.

Talking to a friend of mine, I wondered if Ika might enjoy a gathering like this. He pointed out that this was very much a cosmopolitan party, Israeli’s themselves coming from all over the world. Telling Ika about it later she asked if there were many Jewish prayers, and I told her there were not, after the intial welcoming. Maybe stepping into another religious scene might be threatening for her, but with the warmth of the people, she’d soon get over it.

Ist also alles gerade nochmals gut gegangen, schonofroh.

Sonntag, 6. April 2008

Die Grenzen von Kibbud Av VaEm


Verschiedene interaktive Medien in Israel führen Kanäle, welche als religiöse "Ask the Rabbi"-artige Anlaufstellen die Möglichkeit bieten, sich mit Anfragen orthodoxen bzw. orthopraxen Hintergrundes an Obrigkeiten zu wenden.
Vor ein paar Monaten machte in der JBlog-Sphäre eine Berichte-Serie die Runde, worin von den meist unangesprochenen Überschneidungspunkten zwischen der Ultra-Orthodoxie und Jugend als Opfer von sexueller oder körperlicher Gewalt die Rede war (Google findet relevante Texte unter Eingabe der entsprechenden Suchbegriffe in den Hunderttausenden). Unter anderem fand sich dabei die Aussage eines Sozialarbeiters eines Zentrums für Kinderopfer häuslicher Gewalt in Israel, welcher aussagte, auffallend viele der bei ihm Unterschlupf findenden Kinder entstammten orthodoxen Kreisen.
Letzte Woche fand sich auf www.nrg.co.il eine entsprechende Anfrage einer inzwischen erwachsenen, laizistischen Frau, ob die Verpflichtung der mütterlichen und väterlichen Ehrerweisung auch bestehe, wenn der betreffende Elternteil sich in physischer und psychischer Gewalt gegenüber Kindern - oder wie in ihrem Fall auch der Kindsmutter - übe. Die Gewaltsausübung erfolgte bemerkenswerterweise im betroffenen Fall auch durch verbale Impertinenzien. Rav Yuval Sherlo, Rosh Yeshiva der Hesder-Yeshiva von Petach Tikva hat hierauf eine Antwort verfasst, in welcher er (gekürzt und in freier Übersetzung) Folgendes äusserte:

Es schmerzt auch uns, Deinen Schilderungen zu folgen und diese zu lesen. Leider sprechen wir hier von einer sehr verbreiteten Realität, welche sehr schwierig zu behandeln ist. Allgemein ist in Familiensachen sehr sorgfältig und vorsichtig vorzugehen, um einerseits Beteiligte nicht zu verletzen und auf der anderen Seite sich selbst nicht aufzugeben.
Eines der ersten halachischen Prinzipe lautet "Das Deinige geht jedem anderen vor". Dies mag sehr egoistisch tönen. Wir werden einerseits dazu erzogen, gegenüber anderen immer Gutes zu tun (Gmilut Chassadim) und uns gegenüber der Aussenwelt zu öffnen. Vorher aber liegt es an uns, die eigene Identität und Einheit zu stärken.
Deshalb ist es auch nicht als Deine Pflicht zu betrachten, einen Prozess von Erniedrigung und Peinigungen zu durchgehen. Auch wenn es um Kibbud Av Vaem geht und Deine Situation es nicht ermöglicht, dieses allzu wichtige Prinzip anzuwenden: Du bist in diesem Fall nicht dazu verpflichtet. Es ist auf anderer Seite wichtig, dass Du - unter der angebotenen Hilfe Deiner Kinder - Deiner Mutter die notwendige Unterstützung anbieten kannst. Du kannst Deinem Vater Bedingungen für Deine Besuchabstattungen im elterlichen Haus auferlegen. Du kannst Deine Mutter - und ausschliesslich sie - einladen, vermehrt Zeit bei Dir zu Hause zu verbringen.
Auch wenn Dir dieser Weg vielleicht beschwerlich scheint - Du würdest das Richtige tun. Oftmals ist es gerade eine verstärkte Wirbelsäule und eine Abstützung auf das Prinzip von "Deines vor den Anderen", welches Dir die notwendige Kraft verleiht, Dein eigenes Gebiet, Deine Unabhängigkeit und die Kraft Deiner Eigenheit abzustecken. Du sollst diesen Weg begehen und ich glaube, so tust Du das Beste.

Viele von uns erinnern sich vielleicht an die narrativen Bände "Auf den Wegen unserer Weisen", wo u. a. die beispielhafte Erzählung zu finden war, nach welcher ein Rabbi einmal seine Mutter auf seinen Handflächen nach Hause gehen liess, weil ihr die Schuhe kaputt gegangen waren. Die Unterscheidung zu den obig geschilderten Umständen ist wohl nicht in allen Fällen sehr einfach und wahrscheinlich ist der von Rav Sherlo angezeigte Weg nicht unumstritten. Die dogmatische Erkenntnis, vorerst auf die eigene Gesundheit zu achten, bevor Gmilut Chassadim geübt wird, ist sicher ein Schritt.

Dienstag, 1. April 2008

Aprilbericht von der Front


Liebes Poesie-Buch
Ich schreibe Dir mitten aus den schweren Gefechten an der Grenze. Das Leben da ist saumässig schwer. Mitunter etabliert sich sogar ein gewisses linguistisches Verständnis für die lokalen Gaumenschwellungen, welche zu doch noch meist unverständlichem Sprachgebrauch führen. Schleitheim und das Reiat bleiben aber immer noch Festungen der Helvetischen Alpenburg. Von meinem Wachturm aus habe ich immer noch ein hervorragende Übersicht über die Weiten Germaniens und führe da Buch über deren Bewegungen, Truppenverschiebungen und Schachmanöver. Alles wird minutiös rapportiert, wir leisten unseren Dienst - in Kollaboration mit dem Steuervogt - sehr gewissenhaft.

Gegenwärtig werden wir aber auch - und hier erfolgt ein fliegender Wechsel in die Tagesaktualität - durch die vorgegenwärtigsten Schlagzeilen von unserem Freund Mösli von der Karrosseriemeisterschaft F1 eingeholt, dessen Frühlingsgefühle sich so manifestieren mussten, indem er als Scherge verkleidet Schnauzparolen seinen extensiven und fürstlich bestechlichen Konkubinats-Schauspielerinnen entgegenölte und mit ihnen Nazi-Fangis spielen musste.
In kaum vorstellbarer Provision haben Aussenminister Guysolino und meine Wenigkeit vor unlangen Wochen noch eine Episode des Literaturclubs (u.a. mit unserem Prototyp-JLiteraten und Visionär Chügel) des Schweizer Fernsehen absorbiert, wo eben noch von den neusten Erzeugnissen des zeitgenössischen Lesens diskutiert wurde und das Schaffen von Jonathan Littell und seinem Roman über einen homosexuellen SS-Offizier und seine perverse Impressionen aus dem Holocaust diskutiert wurde. Die sexuelle Unterdrückung werde im Buch dabei als Motor genommen für die exzessive Brutalität, welche im Buch Les Bienveillantes beschrieben wird.
Es wirkt im Falle von Max Mosley für einen Standard-Füdlibürger wohl schon sehr befremdlich, wie man körperliche Anziehung mit Völkermord assoziieren und dabei das höchste aller Gefühle empfinden kann. Zwei Gebiete, welche sich in den Augen der Gesellschaft so kontrastieren. Ist das die Art, wie eine zweite Generation danach sich mit der Thematik auseinanderzusetzen hat? Gehört dies zum emotionalen Verarbeitungsprozess der Vergangenheit?
Muss andererseits die volle Brutalität des Krieges minutiös portraitiert werden, damit man humanitäre Greuel nachvollziehen kann?
Wenn dem wirklich so ist, sind die Fragen nach den Gründen dieser Entwicklung angebracht.

Donnerstag, 15. November 2007

R.I.P. Gabriele Sandri

Mit einer sehr emotionalen Abschiedsfeier begleiteten Tausende von Freunden, Bekannten und Fans den am Sonntag tragisch umgekommenen Lazio-Fan Gabriele Sandri auf seinem letzten Weg. Halb Rom stand zumindest Spalier, als auch Politiker und Fussballer wie Kakà ("Hört mit den Ausschreitungen auf oder die Stars wandern Euch aus") mit Parolen das Ende der Gewalt herbeibeschwörten. Wie auch immer es zu diesem tragischen Unfall kam, werden die Mühlen der italienischen Justiz zu eruieren versuchen. Fakt ist jedenfalls, dass es nie zu dieser Wendung hätte kommen müssen.


Fakt ist aber auch gleichzeitig, dass die Gesellschaft inzwischen ein Riesenproblem hat. Jugendliche haben den Tod eines Jugendlichen am Sonntag Abend und nach Absage von Roma-Cagliari zum Anlass genommen, um in ganzen Quartieren einfach Randale und Zerstörung walten zu lassen. Es wurden nicht mal Parolen skandiert, wie dies an einer 1. Mai-Demo der Fall sein könnte, sondern es ging einfach um der puren Zerstörung Willen. Es kann bei solch einer Zerstörungswut nicht mehr einfach davon die Rede sein, dieses Problem sei im Fussball entstanden, sondern der Fussball und die Stadien werden mehr und mehr Kanal und Katalysator von Energien, welche allein dieser Sport nicht auslösen kann.


In Italien werden jetzt jedenfalls für das Fortbestehen der Geldmaschinerie Calcio verschiedene Hebel angesetzt, wie es sogar die Schweizer Schnäuze schon eine Weile tun: Auswärtsbeschränkungen bzw. -verbote, Fanpass, das ganze Programm. Die Ultràs der S.S. Lazio jedenfalls wird es kaum freuen. Kaum eine Fankurve setzt sich politisch in Italien so klar in Szene und polarisiert wie die blauweisse Römer Fankurve. Schockierende Bilder wie die untenstehenden sind am Trauerzug für Sandri gestern teils am Ausgang der Kirche geschossen worden. Und an Sonntagen ist das dann die Kurve, in welcher Spruchbänder wie "Odio e disprezzo a chi rovina la vita della gente" (Hass und Abschaum für diejenigen, welche das Leben von Menschen ruinieren) in absurder geschichtlichen Verklärtheit die Exponenten des Faschismus und Nazismus anbetet. Strube Zeiten....


Mittwoch, 14. November 2007

Bobbele, der neo-Mechanech




Nein, nein, das ist bei weitem keine Volksvera****. Bobbele von Besenkammer (BvB) erteilt in der auflagestärksten europäischen Tageszeitung tatsächlich wertvolle Ratschläge wie man sein Kind zu erziehen hat.
Finde ich völlig in Ordnung. Wer, wenn nicht Baruch Becker, der seine jeweiligen Lebensabschnittsgefährtinnen im Takt der Superleague Spieltage wechselt, sollte diese menschliche Kernkompetenz besitzen?

Bobbele gibt beispielsweise, nur um Euch ein absolutes Highlight aus seinen Tipps hier mit auf den Weg zu geben, folgendes Statement von sich:

Boris Becker: Wenn meinen Kindern langweilig ist oder sie sich kaum vom Computer oder vom Fernseher weglocken lassen wollen, dann gehe ich immer mit ihnen raus.
Es ist wirklich unglaublich, wie sich die Laune ändert, wenn wir nur eine Stunde Basketball spielen, kicken oder herumtoben.

WOW WOW WOW INEZIE BITTE ! ! !WER HÄT DAS DÄNK ?!?! EUSI ELTERE HÄND JA MIT EUS USSER PS2 SPIELE NÜT GMACHT !!!!

Unglaublich wie er da drauf gekommen ist, dieser Zusammenhang, diese Fähigkeit analytisch zu denken, Erfahrungen miteinander zu vergleichen und allenfalls zu kombinieren und daraus wertvolle Schlüsse ziehen. . .Respekt. . .
In einer noch etwas schwammigen Vision sehe ich schon seine „Dankesrede“ wenn er einen Award für sein Buch (er schreibt nicht nur Kolumnen, er publiziert ein Buch) erhält. Das hört sich dann etwa so an:
„Dieser Award (Sniff, Sniff, Träne, Träne, ein gerührter Laudator M. Matthäus legt seine Hand beruhigend und bewundernd um BvBs Schulter) bedeutet mir viel mehr wir all meine grossartigen und bis anhin nicht wiederholten spektakulären Siege in Wimbledon.“
Er dank dann emotionsgeladen seinen Kindern, die leider nicht persönlich an der Veranstaltung teilnehmen konnten, da sie mit ihren Müttern über alle Kontinente verteilt sind.

Ich bin froh und ein Stück erleichtert meine zuvor eher bescheidenen Kenntnisse im Erziehungswesen nun mit aussagekräftigen Informationen aus dem Hause Becker erweitern zu können.

Gestärkt aus dieser Weiterbildung, habe ich nun bald das nötige Selbstbewusstsein inne, mich als potentiell geeigneten Vater bezeichnen zu können.

http://www.bild.t-online.de/BTO/leute/2007/11/14/becker-serie-teil9/sport-kinder-fitness,geo=2942892.html

Dienstag, 18. September 2007

Bein Kese Le Asor: Tag 5 a.k.a. zwischen Angst und Vorfreude

Inmitten hoher Überlegungen, ob unsere Seele auch den diesjährigen Versöhnungstag übersteht oder bereits brutzelnde Bratränder aufweist, vergessen viele, dass man sich ja nicht allein vom Fasten ernähren kann. Die niederen Geschöpfe unter uns brauchen Motivationen, tägliche Brosamen, um sich des Alltags anzunehmen und die schwierigen Tasks des Lebens erfolgreich zu meistern. So niederträchtig das auch tönen mag, die Ablenkungen vor der grossen Tag in der jüdischen, weissen Burka, dem drög-trockenen Mundgeruch und dem 25stündigen Bibbern um das Überstehen des Jahres (denkste, die beiden Dreitäger sind dann noch meilenweit entfernt!) sind mannigfaltig und finden sich diese Woche in der Ertüchtigung des Mannes. Die montägliche Handballsschlacht des JTV ist aufgrund des Fehlens eines Geschichtsschreibers unglossiert geblieben. Über das Hinspiel des FCZ am Donnerstag werden noch genügend literarische Tränen vergossen bleiben, weshalb wir uns heute einstweilen mit den Hakoah-Mannen auseinandersetzen werden. Die Interviewpartner fliessen da in Strömen den Bach hinunter und man hat sich nur den nächsten an seiner spärlichen Haarpracht zu packen und zur Rede zu stellen. Heute hat's Her Majesty erwischt, der sich - in wohl schier unerträglicher Erwartung des Entscheides des Juchhof-Platzwartes bezüglich Durchführbarkeit der Grande Boucle - den kritisch-brisanten Fragen der CC Daily Schmonzes Red Action gestellt hat.
Her Majesty spielt schon etliche Tage in der Hakoah-Truppe und hat am vergangenen Dienstag einen siebten Frühling als angezogenen Flügelflitzer erlebt. Die Dribblings am gegnerischen Strafraum haben jedenfalls bereits Eingang im Jahrbuch der sautollen Erinnerungen gefunden.

Her Majesty, heute steht das altehrwürdige Lokalderby gegen Juve an. Erinnerungen an frühere Begegnungen?

Ein sogenannter "Big Fight" steht an. Ich erinnere mich nur allzu gut an die letzte Begegnung, als ich Opfer eines Sackzwickers wurde (unbestraft - Schiri hat auch so manch Anderes nicht gesehen) .

Zwickt der Sack heute immer noch? Werden Sie heute dem damaligen Gegenspieler den Sack, ähm die Hand drücken?

Eher den Sack, aber dort findet sich bei dem meistens ja auch die Hand.

In Ihrer Reputation steckt viel Selbstbewusstsein, aber auch eine gehörige Portion Steh-und Denkvermögen. Überlegen Sie sich oft, was der Gegner sich denkt, wenn er von Ihnen überlaufen wird?

Während eines Matches bleibt wenig Zeit für tiefe Gedankengänge, da sind spritzige Reaktionen gefordert. Der wahre Geist eines Fussballers (und des TV-Reporters) kommt so oder so erst bei den Interviews hervor.

Wie werden Sie Ihre beispiellose Karriere fortsetzen, wenn die Fussballschuhe in langer Zeit mal am Nagel hängen werden, sind Sie eher der Manager- oder der Coach-Typ?

Ich werde mich wohl auf eine Sportart konzentrieren, die auch im Nach-Fussball-Alter noch betreiben kann, wie Cricket zum Beispiel.

Die Saison ist noch jung. Was steckt in dieser unberechenbaren Hakoah-Mannschaft?

Ich denke, dass wir ausgesprochenes Glück hatten bei der Gruppeneinteilung und uns daher durchaus im Mittelfeld der Liga etablieren könnten.

Liegt da eine nicht ausgesprochene Ambition auf den Aufstieg in ihrer Stimme?

Langfristig ist vieles zu machen, mit der erfrischten Juniorenförderung wird die Leistungsdichte an der Spitze steigen.

Hat Zürich Platz für zwei weitere Spitzenclubs neben dem FC Hakoah? Ist eine Fusion nicht einleuchtend und vernünftig?

Fusion ist eine Illusion und führt nur zu Konfusion.

(Sehr konfus) Der Kuss an den Ehering nach den stets souverän verwandelten Penalties, eine Geste an den teuren Goldschmied, den lieben Gott oder die gute Frau? Was ist die Symbolik dahinter?

Ein klares Statement bezüglich der mittelalertlichen Zunft unserer Glaubenbrüder, die sich mit dem edlen Metall ihren Lebensunterhalt verdienten.

Wären Sie ehrenwerter und pausbackener Handwerker, worin sähen Sie sich am ehesten: Stein, Holz, Rohr oder Edelmetall?

Ganz klar HOLZ!

Eine These besagt, dass Fussball eine Art ist, Langeweile im Leben zu kaschieren? Wie stellen Sie sich dazu?

Dies würde den Fussball zu einer Nebensache degradieren, was nicht der Wahrheit entspricht. Vielmehr handelt es sich beim Sport um den Sinn und Zweck des Lebens, der mit Beigemüse des Alltags angereichert wird. Um den kulinarischen Kontext zu verwenden, nimmt der Fussball die Rolle des Dessert ein, welcher für sich alleine zwar auch ganz gut schmecken würde, als Nachspeise aber den Höhepunkt einer grossartigen Mahlzeit darstellt und daher den Kulminationspunkt bedeutet.

Wie weit führt Sie Ihre Sehnsucht?

HÄÄ?

Weich und geschmeidig oder schroff und würzig? Welches ist Ihr Whisky der Woche?

Der 16jährige Longmorn hat meine besondere Aufmerksamtkeit erregt, und wurde letzthin am Flughafen bereits ausgiebig degustiert

Klar, ich bin am Morn ja auch etwas longer. Was geschieht in der Dusche nach den Hakoahspielen genau? Stimmt die Seifenaufheber-Legende?

Also der J-Ohni hat's sehr gern...

Ihr persönlicher Lieblingsspieler?

Wir sind ein Kollektiv, daher ist es schwierig die Präferenz auf ein Individuum zu spezifizieren.

Die Frage bezieht sich auf Fussball im Allgemeinen, nicht auf die Haguah-Kabine. CC Daily Schmonzes bewundert jedenfalls die Demut und falsche Bescheidenheit unseres Flügelflitzers.

Zurzeit wohl Franck Ribéry, der mit seiner herausragenden Technik, seiner Geschwindigkeit und seinem Einsatz das grosse Idol eines jeden Flügelpflitzers sein sollte.

Und wenn Israel gegen die Schweiz spielt, für wen sind Sie dann?

(HM runzelt die hohe Stirn und beginnt in seriöser Art bereits um 16:03 mit den ersten Aufwärmrunden. Die CC Daily Schmonzes-Red Action nickt hierzu anerkennend und drückt für den heutigen Match die Daumen.)

Mittwoch, 12. September 2007

Uitikon - Hakoah 2:2

Eine animierte Partie fand am Dienstag den Sieger im Unentschieden, Teiku, Frust über x-fache Schiripriffe über inexistente Offsides, Dankbarkeit über nicht gegebene Penalties an den Gegner und Gott sei Dank auch noch die letzten drei Minuten des Vergleichs unseres Vaterlands mit Behrami und seinen so leichten Japanesern.
Insgesamt ein faires Resultat in einem Spiel mit wenig rotem Faden und vielen Szenewechseln, schlussendlich geprägt von harten Fouls an der Grenze zur Tätlichkeit und glückhaften Aktionen in beiden Strafräumen. Ich für mich kann mich nicht erinnern, wann ich in einer Hakoah-Debütpartie gleich auf Anhieb einen Punkt einheimsen konnte, normalerweise fielen die erst ab Mitte der Rückrunde, wenn die Gegner die Jungen und Lahmen aus dem Ärmel zogen. So aber machte es definitiv Spass.
Nun wurde auch seitens verschiedener Junioren geäussert, dass das Format des Fanionteams Spass mache und den Lorbeeren des Projekts der A-Juniorenmannschaft nicht ganz so viel Positivität abgewonnen werden kann. So seien dort zwar ca. 20 Youngsters vorhanden, wovon aber die wenigsten auf dem Platz zu etwas taugen würden (Zitat: 6-7). Die Spiele des Fanionteams würden deshalb viel mehr Spass machen.
Vielleicht reicht das ja dem Vorstand zu einer Neubeurteilung der Situation. Es wäre jedenfalls schade, dieser alten Mannschaft mit alten und vielen neuen Gesichtern die Perspektive zu nehmen.
Zitat des Abends fiel von einem Gegner (aufgrund des Akzentes und Inhalts der Äusserung eher Waldegg wie Uitikon), der sich, nachdem er quer über den Platz gerannt war, um einem Hakoahner die Meinung zu sagen, von den Mitspielern Wüstes sagen lassen musste, lediglich mit krächzender Stimme zum Besten gab: "Ich han ihm nur welle säge, was ich fühle!". Merci, wir teilen gerne mit Dir.
Schliesslich gelang es heute unserem fliegenden Reporter von Chassidus Chübelsack Daily Schmonzes ein Interview mit Lino ino, Torhüter und kragenriskierender Retter des Resultats in den letzten Minuten:

Hauptakteur in verschiedenen Szenen, wie hast Du das gestrige Rencontre erlebt?

War zu Beginn extrem nervös. Dann ein vermeidbares Tor erhalten, aber sonst wohl solide Leistung, ohne grosse Fehler. Hätte ich selbst nicht von mir erwartet.

Punkteteilung mit zwei Toren pro Halbzeit. Faires Resultat?

Extrem ausgeglichener Match, mit besserer Chancenauswertung des Fc Hakoah hätten wir auch gewinnen können.

Woher die Furchtlosigkeit eines Torhüters, sich im Fünfer kopfvoran in die Beine eines Gegners zu werfen?

Ist das nicht meine Aufgabe? War zwar ein Foul, aber egal. Hauptsache den Ball gehalten.

Insgesamt zufrieden mit Deiner Leistung?

Sehr, ist aber schwierig zum selber einschätzen. Was meint der Oilem?

Kleinhöltzchen mit unglaublichem Antritt und einem grossen Potential, war er Dein persönlicher Most Valuable Player?

Absolut, unglaublich was der am Ball kann und wie er seine Geschwindigkeit einsetzen kann. Hat mich beeindruckt.

Mätzchen gehören eigentlich nicht zum Repertoire des FC Hakoah, gestern fielen vor allem einige Junge mit Unbeherrschtheiten auf. Soll dies seitens der Clubführung toleriert werden?

War halt mal ein Spiel mit mehr Emotionen, gibts halt manchmal, aber die, mit Verlaub, recht dumme Gelbe Karte von DL wird nicht mehr Toleriert, er zahlt die 40.- selber.

Gestern fiel in der Kabine des öfteren der Wunsch, dass die Jungen Wilden die Aktivmannschaft stützen sollen und letztere nicht untergeht. Siehst Du darin eine Möglichkeit, das Fanionteam zu retten?

Es wäre ein ausgesprochener Wunsch von mir, dass wir das Team in dieser Besetzung retten können. Aber ist nicht sehr realistisch, leider.

Grundsätzlich: Glaubst Du, dass das nächste Spiel des FC Hakoah am kommenden Dienstag stattfinden wird?

Ja, Spiele unter der Woche sind nie ein Problem.

Chag Sameach!

Wir möchten uns noch bei der Leserschaft entschuldigen. Unser Flying Reporter ist noch nicht in die SF DRS-Schule gegangen, weshalb wir vorläufig auf Fragen wie "Was haben sie der Mannschaft in der Kabine gesagt? Was ist das für ein Gefühl, nach dem Spiel zusammen zu duschen?" vorläufig noch verzichten müssen. Der Termin für die Schulung ist jedenfalls schon verlangt worden, wir halten Euch auf dem Laufenden!

Mittwoch, 29. August 2007

Siebnispiel

Geht so nicht mehr weiter. Komm eben von einer Sitzung zurück und ausser viel Druck und ungemütlichen Zuständen gab's da gar nichts. Ein Zeichen der Zeit?
War davor mit dem Geschäft essen, ein Erlebnis sondergleichen. Bünzliger geht's nicht mehr, sogar im Kaffee hatte es Schnauzschuppen. Und alle 10' der bange Blick auf die Uhr, geht's noch lange? Hinter uns war eine Runde mit drei Vokuhila-Bankern. Geschwatzt wurde kein Wort, dafür gejasst als gäb's kein Morgen.
Am Nebentisch sitzen fünf alte Frauen an einer runden Tafel, alle vom Format Strickoma.
Wie alt sehen wir heute abend um 21h aus?
Was macht eigentlich Carmen Fenk?
Wer bricht eigentlich die Koscherkartelle, wenn nicht die Rabbinate selbst?
Was hat Jibril gesagt?
Hat Roman Kilchsperger zuhause die Hosen an?
Wer zieht heute abend wem die Hosen aus?
Kann ich den Bierkonsum heute abend als Gesundheitskosten von den Steuern abziehen?
Ist der jüdische Kalender darauf ausgerichtet, den Orthopraxen keine Ablenkungsmöglichkeiten zu geben?
Heisst Inönü überhaupt etwas?
Gibt es in den amerikanischen Stadien eigentlich koschere Schwarmas und Olmawürste?

Fragen über Fragen, Antworten sind herzlich willkommen. Zum Beispiel diese hier: