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Dienstag, 12. April 2011

Mäh de Rase - de Rase gmäht?



Dieser Post basiert aus einem ganz normalen Montagnachmittag im Leben des Tripolensis und Grasls. So ist auch das geschriebene ein Hürriyet der beiden:

Man gratuliert rescht herzlisch. Chassidus Chübelsack hat soeben eine Untersektion "Gärtnerei und Rasenpflege" eröffnet. Somit verbreitert die wohlfühligste J-Institution der Schweiz auch einen rein physische Abteilung für die Liebhaber von Vertikution und Verifiktion der grünen Halme.
Gestern fand die Eröffnung im Hummelhorst statt und die Akteure konnten sich der Aktivität schon kaum mehr enthalten, so spassig und verausgabend war die ganze Angelegenheit.
In einer ersten Auslegeordnung vor anberaumter Presse wurde bereits ein 5-Jahresplan in Kraft gesetzt:

2011: Vereinheitlichung des Geländes: Humus-Bepflasterung an neuralgischen Stellen, vollständige Entsteinung des Geländes
2011: Due Diligence in Anbetracht einer Integration in die Holding der JLeague Foundation für Recht und Verfassung
2012: Ausbesserung und Nivellierung des Geländes (Praxisgruppe Footing soll hierbei Fuss anlegen, alternativ Aktionsgruppe Seitwärts-Rolle)
2013: Generalüberholung von Rasenmäher und erste Qualitätskontrolle durch Onkel Sepp auf FIFA-Tauglichkeit
2014: Weltmeisterschaften werden mittels Unterstützung der Vereinten Arabischen Emirate in den Hummelhorst verschoben. Zeitrahmen: Februar 2014. Gleichzeitig finden die 613 Jahre-Feier der Grundsteinlegung von Minas Morgul statt. Für atmosphärische Unterstützung sorgen Minergie-zertifizierte Heizpilze sowie Tschulent-Infusionen.
2015: Geheime Arbeitsgruppe "Cricket und Panzermuseum" stellt erste Machbarkeitsstudie vor

Für den Moment sollte das reichen. Unterirdisch werden in unterirdischen Stollen zwischen dem Hummelhorst und dem Minjan erste Whiskyfässer mit selbstgebrautem Fusel eingelagert, deren Kommerzialisierung für 2613 vorgesehen ist. Bitte behaltet diese Infos für Euch, man möchte die Konkurrenz nicht auf den Plan rufen.

Ach ja, gemäht wurde also wirklich auch noch, wie unschwer zu erkennen ist. Dass Zu Beginn die beiden Schreibenden sowohl den Handgriff falsch montierten, als auch den Graskäfig kaum zusammengebrungen wurde, sei nur am Rande erwähnt.
Nomen est omen, Grasl wäre jetzt noch am Mähen, wäre nicht soeben der Herbst eingekehrt. Aber für die Bauern unter uns, ist ja der Regen im April ein Segen.

Dienstag, 5. April 2011

Pessach-Chumre, diesmal eine ernste!

Ein allzu oft vergessenes Prinzip bei der Vorbereitung des Panikfestes, ist dasjenige, das Chametz - unabhängig von seinem Aggregatszustand und Reife - springen kann. Ja mehr sogar: er wählt oft, in seiner perfiden und hinterlistigen Natur an die entlegensten Orte dieses Planeten zu springen. Deshalb darf sich in der Vorbereitung kein einziger Ort unserer Behausungen von der Reinigung ausgenommen werden. Nehmt einen Schutzanzug, Plastiksäcke über den Schuhen, atmet wie die Wissenschaftler im E.T.-Film und gebt auf keinen Fall auf! Chametz ist die moderne Inkorporation des Jetzer Hore, sozusagen ein Nachfahre von Haman (deshalb finden sich auch keine Lebkuchen auf Koscherlisten: er erinnert einfach zu stark an den Bösewicht in Shushan!).

Um der Seriösität unseres Anliegens Nachdruck zu verleihen (man merkt es dem Chassidus Chübelsack-Blog ja schon von weitem an, dass Pessach ist, die Redaktion wetteifert um die besten Artikel, als ob es einen Bonus in Form von Schmure Matzes für den besten Beitrag gibt), weisen wir nachfolgend auf eine besondere Pessach-Chumre (Pflicht!) hin, die uns alle in unserem Alltag beschäftigt. Sedö:
PS: Yannick ist mega. Er ist erst 15.

Montag, 4. April 2011

Fountainheads: Coming Home

Schon den ganzen Winter hindurch sind wir mit den Maccabeats beschallt worden, welche auch an der mythischen "Thank God It's Purim"-Party die Massen und Tänzen in bester Woodstock-Manier hysterisierten. Und dies in vollkommener Vergessenheit der Tatsache, dass die Maccabeats ursprünglich vor allem für zweifelhaft unterhaltsame Acapella-Gesänge bekannt sind, welche eher an Gospel erinnern. Aber wir haben alle zum Purim-Song gelacht und bis in die frühen Morgenstunden getanzt, deshalb auch von uns gestreckte Daumen.

Offensichtlich geht es aber auch anders. Und augenscheinlich geht der Trend an der Ostküste derweil dahin, zu den grossen Feiertagen musikalische Coverversionen zu publizieren. So kursiert im Internet derzeit "Dayenu - Coming Home" von "The Fountainheads". Das Thema ist bekannt (nach dem Motto "They tried to kill us, let's eat), hier finden sich ein paar Spassvögel zu einer unterhaltsamen Filmsession in der Wüste wieder.


Der Vollständigkeit halber bringen wir auch den Purim-Song der Fountainheads, der originellerweise wie der deutlich bessere Channuka-Song der Maccabeats auf Pink's "Raise Your Glass" stützt. Ebenfalls als Acapella... (Warum eigentlich? Damit man ihn auch in der Omerzeit hören kann?)

Sedö:

Dienstag, 5. Oktober 2010

Impressionen aus dem Heiligen Land

Lo rozim - lo zarich (Wenn Ihr nicht wollt, dann halt eben nicht)
mit Konterfei von Theodor Herzl

Man hat die Feiertage für einmal im Lande Kanaan verbracht, diesem schmucken und seit 613 Jahren hippen Stück Land zwischen Europa und Afrika, Wahnsinn und Heiligkeit, Sodom und Gomorrah und schliesslich eingeklemmt zwischen zwei wunderbaren Burgerbrot-Hälften. Dazu aber mehr später.
Dass die gewöhnlich Sterblichen am Nabel der Welt sich nach über 60 Jahren der Unabhängigkeit immer noch mit dem Traum des Überlebens, einer politischen Einigung und dem Traum einer "relativen" Normalität auseinandersetzen (siehe Bild oben), ist wohl verständlich. Inzwischen wächst Israel und dessen Zentrum entlang dem dünnen Küstenstreifen am Mittelmeer und platzt aus allen Nähten. Neugegründete Familien und frisch verheiratete suchen verzweifelt nach dem physischen Basecamp ihrer neuen Einheit. Die Preise von Mietwohnungen haben jedoch bei der stetig steigenden Anzahl von ausländischen Zweitwohnungsinhabern und -suchenden bereits europäisches Niveau erreicht, während die Löhne immer noch ca. bei 30-50% der Einkünfte in der Schweiz liegen. Die Alternativen sind also entweder ein verrottetes Loch in einem schlechten Quartier der Stadt, entlang einer Autobahn-ähnlichen 6-spurigen Strasse oder alternativ die Flucht aufs "Land". Das wären Retortendörfer und -siedlungen, welche ziemlich schmuck aussehen, in Dörfern, von welchen man heute keine Ahnung hat, wie sie übermorgen aussehen (durative Wachstumsquoten von mehreren hundert Prozent) und der zusätzlichen Schwierigkeit, dass Bauwesen in Israel so etwas von unreguliert und anachronistisch ist, dass es am ehesten umschrieben werden kann mit "Jeder-macht-was-er-will", Hauptsache, er kriegt auf irgendeine Weise eine Bewilligung für sein Bauvorhaben. Sitzt man wieder in Tel Aviv in einem der turmhohen Hotelgebäude am Meer und schaut auf die Stadt rein, ergibt sich ein Bild des Grauens: Überall, wo aufgrund von Meerexponierung, natürlicher Erosion, Feuchtigkeit und womöglich auch suboptimaler Bausubstanz ein Gebäude abgerissen wird, wird an dessen Stelle ein Klotz mit mindestens 15 Stöcken aufgestellt. Entweder hat dieses die Ästhetik der Plattenbauten in der DDR (moderne Version, also wohl eher wie am Max Bill-Platz in Oerlikon) mit Pro forma-Balkonen und viel massivem Gebälk. Oder man entschliesst sich, etwas Postmodernes hinzustellen und verdeckt das ganze mit geraden oder abgerundeten, spiegelnden und höchst unpersönlichen Fensterfassaden: insgesamt direkte Nachfahren der Asrieli-Türme. Wohlverstanden ist nichts gegen eine Skyline einzuwenden, sofern sie geografisch eingegrenzt und städteplanerisch durchdacht ist, was im postmodernen, anachronistischen Tel Aviv sicherlich nicht der Fall ist. Kurzum: Tel Aviv sieht aus wie work in progress: Es rumort an allen Ecken, überall wird gebaut, was es auch nun hinhält. Umweltschutz ist ein Fremdwort (auch wenn man langsam lernt, wie man es wenigstens schreibt) und die Stadt an sich ist mit Hundekot übersät. Was an sich ziemlich erstaunlich ist. Man sieht kaum Hunde, ausser diesen Arsim-Bulldogg-Beissmaschinen und dennoch schafft es kein Trottoir ohne diesen Kotschmieren, die mit der feuchten Hitze auch noch verschmiert werden und stinken wie kaum ein Kläffer dies tut (ja, in Zürich kann man im Winter mit Hundekot Dart spielen, sofern man dann mal einen findet). Auf dem Land hingegen baut man schmucke Häuschen mit 1-2 Stöcken, zumeist als Eigentum ausgestattet. Sie sehen alle von aussen aus, als seien sie aus Stein gebaut,. Wenn man den Grundriss aber betrachtet, besteht oftmals die Grundstruktur aus Holz und darüber klebt dann eine Platte, welche das ganze als Steinbau aussehen lässt (nach dem Vorbild der IKEA-Holzoberflächen, die eigentlich aus überklebtem Kunststoff bestehen). Man wohnt so ein bisschen weiter weg vom Zentrum, ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln so gut wie gar nicht mehr erreichbar, sitzt am Morgen regelmässig halbe Ewigkeiten im Stau, aber immerhin, man kann sich etwas erträglicheres Wohnen leisten.

Aber Tel Aviv ist auf seine Art auch ein verrückt geiles Pflaster. Das Wort Flanieren entstammt nach CC-Nachforschungen eigentlich aus dem Hebräischen. Die Wurzeln sind zwar nicht ganz klar, aber wer mal auf der Tayelet, Shuk haCarmel, Shuk Bezalel, dem Shuk haPishpushim in Yaffo, auf Sheynkin, der Ben-Yehuda oder Diesengoff (nicht abschliessende Aufzählung) unterwegs war, kann dies bezeugen. Unter anderem fällt man innerhalb von Gruppen immer wieder zurück, weil man gar nicht genug kriegt von diesen wahnwitzigen Konversationen, Diskussionen und unnachahmlichen Verkaufsgesprächen. Ein Genuss sondergleichen. Ebenfalls ein Besuch wert ist inzwischen die Hafengegend im Norden mit einer Höllenaussicht auf die nächtliche Meeresgischt.

Um den hiesigen Schabbestischen die Konversationsthematik Nr. 1 nicht zu nehmen, wollen wir an dieser Stelle auch auf die kulinarischen Entwicklungen im Land von Milch und Honig Rücksicht nehmen. Im Gegensatz zum untenstehenden Autor habe ich mich in 10 Tagen Aufenthalt mit lediglich zwei Löffeln Cottage und einem Milkshake zufriedengegeben, sonst nur Fleisch. Ging los mit dem legendären Shwarma vom "Shemesh" auf Jabotinsky in Ramat Gan, geht über das g-a-n-z-e Menü der Burgers Bar (Lammburger oder die scharfe 300g-Keule), dem Jem's in Ramat Gan (Rib-Eye Entrecote!) sowie dem obligaten Besuch am Freitag um 12:00 in Fertigwaren-Verkaufslokalen von Bnei Brak:
"Ist das dieser unförmig grosse Topf da hinten Tschulent?"
"Ja, aber der ist noch nicht bereit." Und schon hatte ich wieder dieses glückselige Lächeln im Gesicht, sodass ich mich mit einer einfachen Portion gesüsster gehackter Leber zufrieden gab. Ah ja, eine Ankündigung des Weltuntergangs und atomaren Supergaus habe ich auch noch entdeckt. Klickt auf das Bild und vergrössert es, die Lektüre jeder einzelnen Zeile lohnt sich!
Im Gegensatz zu den vermittelten Befürchtungen vor Abflug steht es um die Strände kein bisschen im Argen: Wie überall liegen auch in Tel Aviv am Strand kleinere Plastikpartikel rum, jedoch sind die Strände von immer wieder erneuert festgestellter Stärke (Helme bitte anziehen, akute Matkot-(Beach Tennis) Abschussgefahr!). Natürlich git es besseres und schlechteres, flachere und langweiligere Abschnitte, insbesondere da, wo Wellenbrecher stehen. Es finden sich aber ein paar durchaus auch als spektacoolär zu bezeichnende Strände, deren Namen aus Persönlichkeitsrechten (nämlich meine eigenen, wenn ich das nächste Mal wieder da auftauche, will ich nämlich wieder meinen Frieden) und im Rahmen des Strandschutzprogramms unerwähnt und verborgen bleiben sollen. Sucht Euch Euren Frieden selbst.

Ein anderes Highlight ist neben den immer noch sensationellen Rogalach von Marzipan (bitte zuerst 2 Tage stehen lassen, bis der Zucker am Rand ankrustet, Wahnsinn!) sodann der Besuch der Weinkeller (beispielsweise) von Tishbi und Binyamina um Zichron Yaakov herum, welche absolut nachzuahmen sind. Abgesehen von den professionell durchgeführten Tastings hervorragender Weine hat Tishbi beispielsweise eine sensationelle Käseplatte, welche dringend zu kosten ist. Weniger als Highlight geblieben ist der Easy Mc Royal am Sonntag Morgen am Flughafen verblieben. Nach 10 Tagen erlauchter Verköstigung und Leibspeisen jeglicher Färbung war die Verlockung auf einen letzten Burger auf geheiligtem Boden zu gross. Kein Geschmack, lauwarm, gummig, fürchterlich. Wenn's nicht zu schade drum gewesen wäre, wäre er wenig weiter als dokumentiert liegengeblieben, brachte es aber nicht über's Herz.
Fazit: Easyjet ist der neue Messias und sobald die Linie steht, finden verlängerte Wochenenden vermehrt in Rulien statt.

Dienstag, 14. September 2010

Resurrexit Gonzalez

Nachdem sich Elektriker und Cablecom sowie sämtliche Sub-Unternehmer nun endlich dazu genehmt haben, das Kraulen der hauseigenen Billardkugeln endlich zu unterlassen und mich wieder mit der Welt des unnützen und reputationsschädigenden Wettsurfens zu verbinden, habe ich mich sozusagen zur Feier des Tages entschieden, einen Eintrag zu lancieren, ohne genau zu wissen, wohin die Reise führern wird. Die Feier des Tages wird ausserdem heute zu später Stunde mit dem Köpfen eines Murray Mc David (Macallan) vollendet, auch dies ohne genau zu wissen, wohin dies schliesslich führen soll.
Man hätte ja schliesslich nicht erwartet, dass nach lediglich zwei Wochen zügelbedingter Internet-Absenz in Telefonaten mit völlig schuldlosen Callcenter-Handlangern dem Anrufenden (logischerweise nur mit dem Ziel, schneller wieder zu einem Anschluss zu gelangen) derart der Kragen platzt und man sich in Tiraden über Recht und Verfassung schon fast aufführt wie Michael Knight auf der Suche nach Gerechtigkeit in einem Pontiac Trans Am oder Alan Shore in der legendären Freedom of Speech-Episode:

Aber dies alles gehört nun der Vergangenheit an. Vorbei die Tage des Bücherlesens (was für eine Unart). Endlich hat man auch eine Ausrede, nicht zu Sliches gehen zu müssen (konnte mich nicht ausloggen) und endlich hat man auch einen Zugang zu den chinesischen Fernsehsendern, welche von Guysolino pünktlich annunzierten, hochbrisanten Länderspiele zwischen Kasachstan und der Mongolei auf einem 3x3 cm-Stream übertragen.
Auch das vergangene Jahr ist seit fünf Tagen nunmehr beendet und ist natürlich von der CC-Akademie für Historik, Recht und Verfassung, welche bereits ihr vierjähriges Bestehen jubiliert, gebührend zu würdigen. Der FCZ hatte mehr oder weniger glorreiche Tage in der Champions League. Der FCZ hatte eher weniger glorreiche Tage in der Axpo Gurken-Liga. Die Koscherversorgung bleibt auch mit der Eröffnung des Gammelwaren-Detaillisten in der Industrie und der Neu-Eröffnung des russischen Bäckers ein ausgesprochen trauriges Kapitel des lokalen Jahoodismus (CC gratuliert an dieser Stelle den zuständigen Entscheidungsträgern für die womöglich eklatanteste Chumre der letzten Jahre mit dem Inhalt, dass eine Koscherbäckerei nur parve Gebäck zu verkaufen hat. Damit ist wohl ein weitläufiges Unikat von seltener Sinn- und Verständnislosigkeit instituiert worden). Auf der positiven Seite ist der Neu-Umbau der ICZ zu vermelden, welcher in Sachen Funktionalität (in einem ersten und noch unfertigen Eindruck) erhebliche Fortschritte gegenüber der vorherigen Situation mit sich bringt. Ein koscheres eigentliches Restaurant kann hierbei auch ausserhalb des Gemeindezentrums platziert werden, wie dies auch rund um den Globus der Fall ist.
In diesem Sinne verbleiben wir an dieser Stelle vorerst mit den besten Glückwünschen und einem Heiden-Naches für das angelaufene Jahr, viel Gesundheit, viel intellektueller Tiefgang, Mut zur Lücke und dem Ausdruck der anderen Meinung und zwar nicht nur unter vorgehaltener Khille-Hand, wenn es die Umstände erlauben bzw. erfordern.
Shana Tova!




Mittwoch, 17. Dezember 2008

Uaiuai-Schnulz des Tages (wenn nicht des Monats): Livniboy - Zipi

Fragt bitte nicht wieder, wo man so was ausgräbt, aber es ist eine kurze Visionierung allemal wert. Auch ihm sei ganz herzlich eine Refuoh Sheleimo gegönnt.


Und zusätzlich gleich auch noch ein Cover von Ninet Tayeb (Original von Erez Lev Ari), sedö lüeg:

Montag, 6. Oktober 2008

Shana Tova!


Auf vielfachen Wunsch und zugunsten des Weltfriedens grüsse das Universum das neue Jahr und seine künftigen Wohltaten, welche uns wie Atlas' Schultern umarmen und durch den Kalender begleiten sollen. Und damit nicht gleich alle in Anfällen poetischen Überdrusses und emotionalen Forderung losheulen, sei die werte Leserschaft sogleich auf die audiovisuelle Eindrücke folgenden Links verwiesen. Schöne Früchte miteinander!



Dienstag, 18. September 2007

Bein Kese Le Asor: Tag 5 a.k.a. zwischen Angst und Vorfreude

Inmitten hoher Überlegungen, ob unsere Seele auch den diesjährigen Versöhnungstag übersteht oder bereits brutzelnde Bratränder aufweist, vergessen viele, dass man sich ja nicht allein vom Fasten ernähren kann. Die niederen Geschöpfe unter uns brauchen Motivationen, tägliche Brosamen, um sich des Alltags anzunehmen und die schwierigen Tasks des Lebens erfolgreich zu meistern. So niederträchtig das auch tönen mag, die Ablenkungen vor der grossen Tag in der jüdischen, weissen Burka, dem drög-trockenen Mundgeruch und dem 25stündigen Bibbern um das Überstehen des Jahres (denkste, die beiden Dreitäger sind dann noch meilenweit entfernt!) sind mannigfaltig und finden sich diese Woche in der Ertüchtigung des Mannes. Die montägliche Handballsschlacht des JTV ist aufgrund des Fehlens eines Geschichtsschreibers unglossiert geblieben. Über das Hinspiel des FCZ am Donnerstag werden noch genügend literarische Tränen vergossen bleiben, weshalb wir uns heute einstweilen mit den Hakoah-Mannen auseinandersetzen werden. Die Interviewpartner fliessen da in Strömen den Bach hinunter und man hat sich nur den nächsten an seiner spärlichen Haarpracht zu packen und zur Rede zu stellen. Heute hat's Her Majesty erwischt, der sich - in wohl schier unerträglicher Erwartung des Entscheides des Juchhof-Platzwartes bezüglich Durchführbarkeit der Grande Boucle - den kritisch-brisanten Fragen der CC Daily Schmonzes Red Action gestellt hat.
Her Majesty spielt schon etliche Tage in der Hakoah-Truppe und hat am vergangenen Dienstag einen siebten Frühling als angezogenen Flügelflitzer erlebt. Die Dribblings am gegnerischen Strafraum haben jedenfalls bereits Eingang im Jahrbuch der sautollen Erinnerungen gefunden.

Her Majesty, heute steht das altehrwürdige Lokalderby gegen Juve an. Erinnerungen an frühere Begegnungen?

Ein sogenannter "Big Fight" steht an. Ich erinnere mich nur allzu gut an die letzte Begegnung, als ich Opfer eines Sackzwickers wurde (unbestraft - Schiri hat auch so manch Anderes nicht gesehen) .

Zwickt der Sack heute immer noch? Werden Sie heute dem damaligen Gegenspieler den Sack, ähm die Hand drücken?

Eher den Sack, aber dort findet sich bei dem meistens ja auch die Hand.

In Ihrer Reputation steckt viel Selbstbewusstsein, aber auch eine gehörige Portion Steh-und Denkvermögen. Überlegen Sie sich oft, was der Gegner sich denkt, wenn er von Ihnen überlaufen wird?

Während eines Matches bleibt wenig Zeit für tiefe Gedankengänge, da sind spritzige Reaktionen gefordert. Der wahre Geist eines Fussballers (und des TV-Reporters) kommt so oder so erst bei den Interviews hervor.

Wie werden Sie Ihre beispiellose Karriere fortsetzen, wenn die Fussballschuhe in langer Zeit mal am Nagel hängen werden, sind Sie eher der Manager- oder der Coach-Typ?

Ich werde mich wohl auf eine Sportart konzentrieren, die auch im Nach-Fussball-Alter noch betreiben kann, wie Cricket zum Beispiel.

Die Saison ist noch jung. Was steckt in dieser unberechenbaren Hakoah-Mannschaft?

Ich denke, dass wir ausgesprochenes Glück hatten bei der Gruppeneinteilung und uns daher durchaus im Mittelfeld der Liga etablieren könnten.

Liegt da eine nicht ausgesprochene Ambition auf den Aufstieg in ihrer Stimme?

Langfristig ist vieles zu machen, mit der erfrischten Juniorenförderung wird die Leistungsdichte an der Spitze steigen.

Hat Zürich Platz für zwei weitere Spitzenclubs neben dem FC Hakoah? Ist eine Fusion nicht einleuchtend und vernünftig?

Fusion ist eine Illusion und führt nur zu Konfusion.

(Sehr konfus) Der Kuss an den Ehering nach den stets souverän verwandelten Penalties, eine Geste an den teuren Goldschmied, den lieben Gott oder die gute Frau? Was ist die Symbolik dahinter?

Ein klares Statement bezüglich der mittelalertlichen Zunft unserer Glaubenbrüder, die sich mit dem edlen Metall ihren Lebensunterhalt verdienten.

Wären Sie ehrenwerter und pausbackener Handwerker, worin sähen Sie sich am ehesten: Stein, Holz, Rohr oder Edelmetall?

Ganz klar HOLZ!

Eine These besagt, dass Fussball eine Art ist, Langeweile im Leben zu kaschieren? Wie stellen Sie sich dazu?

Dies würde den Fussball zu einer Nebensache degradieren, was nicht der Wahrheit entspricht. Vielmehr handelt es sich beim Sport um den Sinn und Zweck des Lebens, der mit Beigemüse des Alltags angereichert wird. Um den kulinarischen Kontext zu verwenden, nimmt der Fussball die Rolle des Dessert ein, welcher für sich alleine zwar auch ganz gut schmecken würde, als Nachspeise aber den Höhepunkt einer grossartigen Mahlzeit darstellt und daher den Kulminationspunkt bedeutet.

Wie weit führt Sie Ihre Sehnsucht?

HÄÄ?

Weich und geschmeidig oder schroff und würzig? Welches ist Ihr Whisky der Woche?

Der 16jährige Longmorn hat meine besondere Aufmerksamtkeit erregt, und wurde letzthin am Flughafen bereits ausgiebig degustiert

Klar, ich bin am Morn ja auch etwas longer. Was geschieht in der Dusche nach den Hakoahspielen genau? Stimmt die Seifenaufheber-Legende?

Also der J-Ohni hat's sehr gern...

Ihr persönlicher Lieblingsspieler?

Wir sind ein Kollektiv, daher ist es schwierig die Präferenz auf ein Individuum zu spezifizieren.

Die Frage bezieht sich auf Fussball im Allgemeinen, nicht auf die Haguah-Kabine. CC Daily Schmonzes bewundert jedenfalls die Demut und falsche Bescheidenheit unseres Flügelflitzers.

Zurzeit wohl Franck Ribéry, der mit seiner herausragenden Technik, seiner Geschwindigkeit und seinem Einsatz das grosse Idol eines jeden Flügelpflitzers sein sollte.

Und wenn Israel gegen die Schweiz spielt, für wen sind Sie dann?

(HM runzelt die hohe Stirn und beginnt in seriöser Art bereits um 16:03 mit den ersten Aufwärmrunden. Die CC Daily Schmonzes-Red Action nickt hierzu anerkennend und drückt für den heutigen Match die Daumen.)

Mittwoch, 12. September 2007

Neues Jahr, neue Vorsätze

Und zwar nehme ich mir vor, im nächsten Jahr noch viel mehr Amis zu foppen und noch mehr Links zur Volksbelustigung in westeuropäischen Breitengraden zu finden. Ken Yehi Razon.
Euch allen, treuer Tausendschaft fleissiger Leser, Myriaden von Chassidim und zahllose Zionisten, ein fröhlich-gesegnetes Jahr, übertreibt es bitte nicht mit dem Honig, sonst verschmiert Ihr Eure Tastaturen auf Eurer Forschungsreise von Chassidus Chübelsack. Shana Tova und Happy Rosh Hashonne!

Montag, 29. Januar 2007

Chübelsack-Änderungen und Magna Charta

Sack miteinander,

ich habe als erste Amtshandlung in meiner neuerdings zugestandenen Admin-Funktion (lebenslanger Dank sei hiermit dem bisherigen Diktator Her Majesty gewidmet) zwei Optionen unseres kreativen Kinderkanals verändert.

  1. Ab sofort erscheinen die Kommentare in einem Popup. Symbiotische Nutzen steigt somit direktproportional ins Unendliche.
  2. Ab sofort ist das Kommentieren nicht mehr nur den wahren Chassidim vorbehalten, sondern auch gewöhnlichen Proletariern möglich. Der symbiotische Nutzen steigt auch hier unermesslich, die Proportionen sind mir hier aber ein bisschen weniger klar.
  3. Bei Gelegenheit werden aktuelle Anlässe seitlich in einem dieser unbenützten Balken entsprechend gewürdigt (wirkt viel professioneller, damit genügen wir auch den gewerkschaftlichen Normen der UNIA

Den Änderungen wird eine Bestätigungsfrist von einem Monat ab Postabgabe zugestanden. Sollte der Widerstand überblickbar bleiben und die Reaktionen im gewohnten Mass bleiben (d.h. zwischen Winseln und Inexistenz), wird im bestehenden Rahmen weiterpubliziert.

Sie sind wohl unwürdig spezifisch erwähnt zu werden, jedoch seien angesichts der konsequenten Absenz gewisser Blogfaces zur Sicherheit dennoch die Maximen unseres Geltungsdrangs-Vehikels erwähnt:

  1. Känämä. Die Vorteile des Internets sind die absolute Anonymität und die Erlaubnis, fast alles zu vermelden, das wichtig genug erscheint, mitgeteilt zu werden. Sollten gewisse Einträge Eure Anonymität (geschweige denn diejenige Eurer Mitbloggologen) kompromittieren, tut Ihr Euch lieber ein weiteres, weniger anonymes Login zu. Entsprechende Anträge können mit Angabe einer abweichenden Mail-Adresse jederzeit gestellt werden.
  2. Besser irgendwas als gar nichts, Inhalt schadet im Allgemeinen aber nicht. Wie im wahren Leben wird auch hier die Quantität viel zu wenig geschätzt.
  3. Politische Correctness gehört in GVs, Gemeinschaftsworkshops für die Anonymen Pilzsammler und sonstige Gspürmi-Initiativkommittees, sicher nicht hierhin.
  4. We kol Israel yishmeu we yirau.