Posts mit dem Label Rekurs werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Rekurs werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 12. August 2014

Kommunikation 2.0


Werte Bloggemeinschaft


Es ist wieder mal Zeit, in die Tasten zu hauen. Einerseits aus aktuellem Anlass, andererseits soll dieser weltimperialistischen Seite wieder mal etwas Leben eingehaucht werden.

Die ICZ kommuniziert seit einigen Tagen über Social Media-Kanäle. Bis anhin lief die Kommunikation mit ihren Mitgliedern hauptsächlich über postalische Zustellungen sowie E-Mail-Newsletter (in der Regel in mehrfacher, stets korrigierter Ausführung). 

Wobei das gleich selbst korrigiert werden muss. Der Rücktritt des Co-Präsidenten wurde mit grosszügigen Bildern auf einer Doppelseite im Tachles zelebriert. Die Mitglieder hingegen erfuhren mit einem einzigen Satz auf der letzten Seite der Einladung für die ordentliche GV davon. Für jedes Ereignis von noch so unbedeutender Wichtigkeit, werden Newsletter und Flyer verschickt. Tritt ein Präsidiumsmitglied zurück, spielen ganz andere Seilschaften. 

Nun also haben sich die Verantwortlichen entschieden, auch Präsenz auf Facebook und Twitter zu markieren. Dies ist ein löblicher Schritt und zeigt, dass sich die Gemeinde als moderne Institution versteht. 

Gemessen am nach wie vor fürchterlichen Internetauftritt ist die Gemeinde jedoch noch einige Tabo-Sefolosha-Schrittlängen von „modern“ entfernt. Doch auf Facebook und Twitter hat die Gemeinde optisch einen ansprechenden Auftritt. Dass der Name auf Facebook falsch geschrieben ist, übersehen wir jetzt mal grosszügig. Die Schreibweise „Icz Zürich“ scheint zumindest neu. Stellt sich die Frage, seit wann sich die Gemeinde klein schreibt – und vor allem für was das „Z“ in „ICZ“ steht. Und obwohl die ICZ mit über 150 Jahren die älteste jüdische Gemeinde in der Schweiz ist, wurde sie erst am 6.11.1958 geboren. So zumindest steht’s auf Facebook.

Viel bedenklicher ist jedoch, dass hier grundlegende Funktionen von Social Media nicht verstanden werden. Die Inhalte und die Tonalität der Tweets auf Twitter sind von einer solchen Banalität, dass sie dem Image der Gemeinde alles andere als zuträglich sind. Twitter ist ein Kommunikationsmittel für eine externe Zielgruppe und kein Whatsapp-Gruppenchat. 

Dass die Gemeinde einen SoMe-Verantwortlichen gesucht oder gar eingestellt haben soll, ist nicht bekannt. Gehen wir deshalb davon aus, dass die bestehende Belegschaft die Kanäle betreut. Dann wiederum stellt sich aufgrund der hohen Intensität der Posts (7) und Tweets (15) in den ersten 5 Tagen schon die Frage, wie diese Zeit davor verwendet wurde.

Wir freuen uns auf jeden Fall schon jetzt, auf den ICZ-Auftritt auf Pinterest, Instagram, Vimeo, Foursquare, Tumblr, Google+, Flickr, Youtube, Xing, LinkedIn und natürlich auf J-Date.

Sonntag, 10. Juni 2012

EM ist wenn...

EM ist wenn Argentinien gegen Brasilien ein Testspiel durchführt und Lionel Messi dabei einen Hattrick erzielt, während CR7 sein Mojo gegen Deutschland sucht.
Das dritte Tor hat es definitiv in sich:




Sonntag, 4. Dezember 2011

Die Abrechnung

Die Website der ICZ verkündet es, heute Montag findet die 2. ordentliche Gemeindeversammlung 2011 statt. Dies ist zwar erst auf den zweiten Blick ersichtlich, denn auf der Agenda-Übersicht auf der Einstiegsseite erscheint der besagte Termin nicht. Wie dem auch sei...



Interessant scheint hier vor allem das Traktandum 4 "Abnahme der Bauabrechnung Umbau Gemeindezentrum". Im Vorfeld des besagten Termins erhielten die Gemeindemitglieder eine - zugegeben gelungene - Informationsbroschüre mit durchaus brisantem Inhalt: Die Abrechnung. Klingt fast wie der Titel von "Die Hard: Folge 613" mit Bruce Willis.

Die Zahlen sind transparent und nachvollziehbar dargestellt. So werden Kostendifferenzen von Kostenschätzung ggü. Kostenvorschlag oder - viel wichtiger - Differenzen von Kostenvoranschlag zu den effektiven Kosten kommentiert und erklärt. So beispielsweise auf Seite 7, Fusszeile 1: "Zum Zeitpunkt der Submission kamen die Offerten günstiger herein als bei der KS geschätzt." Hoffentlich haben die Offerten auch brav angeklopft, bevor sie einfach so hereinspaziert sind...

Kurz: es wird ersichtlich, welche Positionen zur Budgetüberschreitung von 6,1 Mio. geführt haben. Die GRPK relativiert die Mehrkosten und kommt auf 2,7 Mio, schliesslich sei es der Gemeindeführung gelungen, zusätzliche Spendengeldern zu akquirieren. Diesem Effort gebührt den zuständigen Personen ein Lob. Gerade in der jetzigen Zeit war das sicherlich keine leichte Aufgabe.

Nun liegt es an den Mitgliedern, über den Antrag des Vorstandes zu befinden, der da lautet: Der Vorstand beantragt (...) die Annahme der Bauabrechnung (...).

Für den Fall, dass sich die eine oder andere Gedächtnislücke auftut: Vor rund 8 Jahren hat sich die Gemeindeversammlung klar gegen das damalige Projekt "Neubau" ausgesprochen. Es sei unnötig, das Haus neu zu bauen und zudem unverantwortlich, der kommenden Generation diese enorme Schuldenlast zu übertragen. Der damalige Baukredit wurde damals mit 13 Mio. voranschlagt...

Die Rechnung - soviel sei hier vorweggenommen - wird abgenommen. Was bleibt ist die Erkenntnis, dass sich innerhalb weniger Jahre die Kostensensibilität der Gemeinde drastisch verändert hat. Was bleibt ist die Erkenntnis, dass die Gemeinde 11,4 Mio. Franken aus eigenen Mitteln für den Umbau aufbringen muss, von denen sie aber nur 8 Mio. bewilligt hat. Was bleibt, ist die Erkenntnis, dass das ganze Projekt 34 Prozent teuerer geworden ist, als dies die Gemeinde am 27.4.2009 gewünscht hat. Eigentlich eine unglaubliche Zahl. Aber wie gesagt, die Rechnung wird abgenommen.

Nachtrag 1: die GRPK empfiehlt übrigens das Budget zu Ablehnung. Begründung: Bitte sparen!
Nachtrag 2: Soeben hat das Restaurant olivegarden eröffnet. Es wird mit einer Defizitgarantie in unbekannter Höhe durch die ICZ subventioniert.

Sonntag, 3. Juli 2011

Matisyahu, seltsamer kulinarischer Genosse

Da steht also Matisyahu, Reggaeu-singender seltsamer Zeitgenosse, von dem schwierig einzusehen ist, in welche Richtung er geht und wie ernst ihm eigentlich dieses ganze Chabad-Marley-Gentleman-Gehab ist. Und erzählt uns, was er nämlich in seiner Freizeit auf dem Tourbus macht. Eigentlich brennend interessant, man sehe selbst:




Matisyahu ist nämlich ein Bürger wie wir alle und kocht auch, wie lässig. Aber was bitte? Randen-Karottensaft? Und spricht gleichzeitig was von wegen Entschlackung und -giftung? Kein Wunder, allein beim Gedanken ist völlig schleierhaft, wie so was auch nur länger wie eine Minute in meinem System verweilen sollte. Das entfleucht doch in Sekunden springbrunnenförmig aus sämtlichen Körperöffnungen. Weiter aber im Text. Er befindet sich gemäss eigenen Angaben am zweiten oder dritten Tag der Tour. Entweder er hat die Tour an einem Dienstag begonnen oder er macht sich auch schon an einem stinknormalen Wochentag einen kleinen Tschulent. Was doch einigermassen erstaunlich ist. Gemäss dem Chassidus Chübelsack-Kubetz Haloches entbindet nämlich eine allfällig wochentags konsumierte Bohnenrakete keinesfalls von der Pflicht und Ehre, dies am Schabbes Mittag zu wiederholen. Wonach es jedenfalls schleierhaft vorstellbar ist, diese Übung bereits 2-3 Tage danach erneut durchzuführen. Es sei denn, man platziert darin Playmobil-Figuren, einen gefilten Fisch, Pilze und was auch immer sonst der aufmerksame Beobachter in Matis' Topf entdecken wird. Was ein Häretiker. Wir deponieren vorsorglich schon mal einen Rekurs und bitten noch vor dem nächsten Grümpelturnier noch um Behandlung.

Donnerstag, 10. Februar 2011

Nachbearbeitung des Beginnes des Endes

Irgendwie voll unlogisch, wie kann denn das Ende auch einen Beginn haben? Voll philosophisch irgendwie.
Und doch hat gestern der abgelöste Seriensieger der JLeague, der erste FC Scherdünn (gut, es gab mal einen Prototypen), einen weiteren Schritt in Richtung abgrund gemacht. Nach dem eindeutigen Verdikt im Final der letzten Saison setzte es nun gegen Jöst for Fön bereits die zweite Niederlage in Serie ab. Mit 2 Ersatzspielern gegen eine Mannschaft im Minimalbestand und nach einer anfänglichen Führung mit 5:2 entgleitet das Spiel zu Ende noch vollends und geht mit 10:6 verloren. Das Team wankt nun schon fast auf dem Balancepunkt über der Klippe. Fällt jetzt auch noch der Auspuff ab? Furzt der Fahrer in die falsche Richtung?
Man weiss es nicht. Inzwischen stellt sich Herr B. Frucht schützend vor seine hilflosen Teamkameraden und schirmt sie so gegen die unangenehmen Fragen der unabhängigen Presse ab. Es mag schmerzen ja, aber Chassidus Chübelsack hat schon immer den Finger da hingehalten, wo's schmerzt. Und wenn er nachher stinkt, dann haben wir wenigstens etwas für die Gemeinschaft, für den Klal und den Weltfrieden unternommen.

CC: Mit 10:6 das Resultat ist gestern ziemlich deutlich ausgefallen. Wie fest schmerzt diese Klatsche?


Herr B. Frucht: Die Klatsche schmerzt (hält inne, ringt mit den Tränen). Sie schmerzt aus zwei Gründen. Erstens sind wir uns das Siegen gewohnt. Nun haben wir zwei Niederlagen in Folge kassiert, was uns noch nie passiert ist. Zweitens schmerzt die Niederlage aufgrund der Art und Weise wie sie zustande gekommen ist. Wir hatten Spiel und Gegner im Griff, lassen den Gegner durch unnötige Tore zurück ins Spiel kommen und können dann nicht mehr reagieren.

Im Vorfeld hatten verschiedene Experten eher einem Sieg für Scherdünn gerechnet. Was ist passiert?

Wir und der Ball sind plötzlich (kurz vor der Halbzeit) nicht mehr gelaufen.
Unser wichtigtster Spieler Nelson J. Mandela ist langzeitverletzt. Wir haben zwar einen ausgeglichenen Kader, doch kann nicht jeder gleich viel mit dem Ball anfangen. Dies hat der Gegner gemerkt und sogleich den Savannenhuscher als Manndecker auf mich gehetzt. Da ein weiterer Spielmacher den Phon ersetzen musste, wurde unser Aufbauspiel durch diese Massnahme zerstört. An dieser Stelle ein grosses Kompliment an den Gegner für die Taktik und vor allem für die Laufbereitschaft ohne Auswechselspieler (!). Wir haben den Kampf nie richtig annehmen können (Ka-Tdjing!!!).

Hat sich Scherdünn vielleicht durch die Polemik um Blerim anstecken lassen?

Nein, wir stehen nicht so auf Joga Bonito "wow". Eher auf taktischen Fussball.Doch leider waren wir gestern ausgerechnet taktisch unterlegen.

Ist Scherdünn ohne den angestammten Urflipp auf der Linie verwundbarer?

Keine Frage, auf der Linie sind wir ganz sicher verwundbarer ohne ihn. Im Angriffsspiel hatte der Kugelblitz gestern von hintenallerdings mehr Akzente setzen können.
Um hier aber keine Diskussion loszureissen: Phon ist und bleibt unser Stammtorwart, Punkt!

Was wurde in der Saisonpause falsch gemacht? Habt Ihr zu wenig Tschulent trainiert?

Was dass auch immer heissen mag, "Tschulent trainieren". Konsumiert haben wir mehr als genug davon (die Beigeräusche und Mimik um diese Antwort werden in einer zu bestimmenden Session mit Professor Zeiser näher analysiert. Die Chassidus Chübelsack-Akademie für Wissenschaft und jüdische Riten hält an dieser Stelle ausserdem fest, dass es etwas ähnliches wie "mehr als genug Tschulent" physikalisch gar nicht geben kann. Solche Aussagen zeugen von einem mehr als fragwürdigen Religionsbewusstsein und deren Emittent gehört hierfür ausgepeitscht).

Wie sieht der weitere Verlauf der Saison aus? Könnt Ihr Euch noch steigern?

Steigerungspotential ist ganz sicher vorhanden, doch muss da taktisch und fussballerisch noch einiges geschehen. Wie ich schon zu Beginn der Saison bemorken habe: Wir haben bisher jedes Jahr das Finale erreicht. Das ist auch dieses Jahr unser Ziel und daran messen wir uns.

Was spricht der Transfermarkt? Sind Verstärkungen angezeigt?

Zurzeit werden keine Transfers in Betracht gezogen. Unser Kader ist gross und stark genug um mithalten zu können (Standardantwort 17 im Katalog, Danke).

4 Mannschaften liegen in der Liga derzeit innerhalb von 3 Punkten und legen eine Hand auf 3 Playoffspiele (Hart am Start ausgenommen, welche enteilen). Wer macht das Rennen?

Die Hinrunde ist noch nicht einmal fertig gespielt, darum ist eine Prognose zum jetztigen Zeitpunkt sehr schwierig. Ich wage zu behaupten dass es für Seleçao eng wird. Schliesslich verlieren die per sofort ihren nicht unumstrittenen Stammtorwart, welcher ja von einem (selbsternannten) Experten als "bester Torwart der JLeague" bezeichnet wird.
Fakt ist, dass die JLeague von Jahr zu Jahr auf hohem Niveau ausgeglichener wird, was sehr erfreulich ist. Dadurch sind auch Überraschungen kurz vor Playoffbeginn nicht ausgeschlossen.

Die JLeague-Spielleitung hat auf telefonische Anfrage jegliche Fragen zur Planung eines JLeague-Jubiläumsanlasses strikte von sich gewiesen, hat mit juristischen Schritten gedroht und zieht einen Rücktritt in corpore in Erwägung
.

Freitag, 14. Januar 2011

007, Geier auf geheimer Mission

Ich messe der Meldung mal einen einigermassen hohen Wahrheitsgehalt zu, es handelt sich immerhin um BBC. Und nachdem die Israelis offensichtlich bereits im Roten Meer einen Killerhai gezüchtet haben, der nicht mal vor trunkfesten serbischen Acapulco-Springern Halt macht, macht die Story um den saudischen Geier-Spion sogar absolut Sinn. Zwingend.

In der saudischen Stadt Hyaal (Google Maps kennt diese aber nicht) wurde ein Geier mit dem GPS-Tracker der Tel Aviv-Universität aufgefunden, weshalb er gleich den Sicherheitskräften übergeben wurde. Der Tracker gibt über die Position, Fluggeschwindigkeit sowie entsprechend zurückgelegte Distanzen Aufschluss, sprich eignet er sich relativ schlecht zur Spionage.

Wie auch immer. Die Woche ist vorbei, man kann wieder schreiben, also tut man's auch. Und wenn solche belustigende Anekdoten aus dem Leben gelangweilter Sandstaubzähler mitten im saudiarabischen Nirgendwo sind.

Gute Besserung und Gut Shabbes!

Montag, 1. November 2010

Kurze Verschnaufpause in der JLeague

Dauert aber deutlich kürzer, als dies den Anschein machen könnte. Die dritte Saison der jüdischen Fussballiga Zürichs hat erst gestern spät in der Nacht um 18 Uhr ihr Ende und ihren Sieger gefunden, schon geht es diesen Mittwoch mit der ersten Runde von Saison IV der JLeague weiter. Und was für ein Finale das war. Als sich alle eigentlich darauf eingestellt hatten, dass nun die beiden gerechten Primi der Liga aufeinander treffen und ein ausgeglichenes Spiel stattfinden würde, da führte "Hart am Start" nach gefühlten 5 Minuten bereits mit 8:0 und weg war die Spannung. Es folgte eine Fortsetzung der Gala, eine beängstigende Serie von Paraden deren Schlussmanns und ein Schaulaufen auf allen Stufen. Ein klaustrophobisches Pressing am gegnerischen Strafraum, hervorragende Einzelleistungen, ein unheimlich erwachsenes Auge fürs Spiel, kurzum: Chapeau!

Wir haben die Gelegenheit am Schopf gepackt, um mit dem ersten unabhängigen Spielbeobachter und UNO-Blauhelm in Mazedonien, Gouverneur Guysolino Couchette von Miesepetersburg ein ausführliches Monatsinterview zu führen.


CC: Bitte ziehen Sie ein Fazit zur gestern zu Ende gegangenen Saison 09/10 (Niveau, herausragende Spieler, erfüllte Erwartungen, Überraschungen).

CG: Das Niveau wurde im Vergleich mit der Saison 08/09 noch einmal ein Level nach oben gebracht, vor allem die Mannschaften HAS und Schochtim gilt es hier hervorzuheben. Sieht man auch an den sehr umkämpften Plätzen 3 - 5.
Ich möchte eigentlich keinen einzelnen Spieler hervorheben, sondern die Mannschaft von HAS als ganzes ausdrücklich loben, das war ganz grosses Tennis von Ihnen. Überrascht hat mich eigentlich nur der Final dieses Jahr, der Untergang des Sereinmeisters Scherdünn war ziemlich eindrücklich, die Nichtpromotion von der Selecao in die Final Four darf man ruhig auch als Überraschung werten.

Alt gegen neu: Hart am Start sorgt bereits in Saison 1 für Furore und entscheidet das Endspiel mit einer Klatsche für sich.

Einverstanden (das ist imfall keine Frage sondern ein Statement...) (AdR: die Grossen machen das impfall amigs auch, hä. Eine vermeintlich inhaltsträchtige Aussage in den Raum stellen und dann sehen, wie der vermeintliche Wissensträger darauf reagiert, Rotzlöffel!)


Gibt es für das Ligaformat Verbesserungsmöglichkeiten?


An den Qualirunden gibt es nichts grosses zu Ändern, ich finde das hat sich richtig gut eingespielt, dafür gebührt der Spielleitung ein grosses Lob (Be-Er-Ah-Vau-Oh, BRAVOBRAVOBRAVO). Am Finalturnier könnte man einige Dinge verbessern. Es hat sich doch gezeigt, dass für die Spieler des zweiten Halbfinals die kurze Pause bis zum Final ein grosses Problem darstellt. Evtl könnte man die Halbfinals in die normale Saison integrieren und nur die beiden Finalspiele am Sonntag spielen? Auch kann über die Nomination des Schiedsrichters diskutiert werden, obwohl hier wohl die Auswahlmöglichkeiten beschränkt sind. Aber das sind wirklich nur Details die verbessert werden können, im grossen und ganzen ist alles sehr stimmig gemacht.

Sehen Sie Potential punkto Vermarktung / Matchpatronat?

Ich muss doch eingestehen das die Vermarktung für so eine Liga mit sehr eingeschräktem Spielerpool echt schwierig ist und meiner Meinung nach nicht weiter ausgebaut werden muss. Am Ende treffen sich am Mittwochabend doch nur ein paar Leute zum Fussballspielen. Mehr braucht es auch nicht. Schade habe ich aber gefunden das am Sonntag niemand des Trägervereins anwesend war, wäre das doch ein Zeichen der Wertschätzung gegenüber der Spielleitung (und der ganzen Sache im Allgemeinen) gewesen. (AdR: Steilvorlage nicht verwertet, Schluss der AdR)

Bei aller Lobhudelei, ein gewiefter Beobachter hat gestern von Hart am Start-Warzenpressing gesprochen. Wie erklärt man das einem Laien?

Ich versuche es mal mit klassischen Versen: Sind die Nippel hart wie Glas, gibt HAS so richtig Gas.

Und doch finden wir einen Schönheitsfleck. Hart am Start war auch die Mannschaft, welche zweifach disziplinarisch aufgefallen ist. Wie bringt man diesen motivierten Jungen den JLeague-Spirit bei?

Ich denke man sollte ihnen erklären das das ganze nicht so ernst ist und man sich nur zum Spielen trifft.

Ist Partizan Hierosolyma das neue Hart am Start oder das neue Schwarz?

Viel mehr nimmt mich wunder wie 16Jährige Schnuddergoofen auf so einen Namen kommen, ich mache mir ernsthafte Gedanken um den Zustand unserer Jugend.

Wie werten Sie die Saison aus Sicht von Seleçao Simchesnaches? Wo führt die Reise dieser Traditionsreichen Mannschaft hin, nachdem die Playoffs dieses Jahr erstmals verpasst wurden?


Die Saison war eine reine Enttäuschung, jeder Match ein Krampf und es gab mehr als nur eine komplett unnötige Niederlage gegen ein vermeintlich schwächeres Team. Auf dieses Saison hin haben wir auch zwei gewichtige Abgänge zu verzeichnen, mehr als der 4. Platz wird wohl nicht drinliegen. In Anbetracht der neuen Teams wird es aber noch einmal schwieriger in Playoffs zu kommen. Aber wer weiss, vielleicht bin ich auch nur gerade ein bisschen sehr pessimistisch.

Mit "Masel & Broche" und "Zottel am Spiess" verabschieden sich zwei Spassmannschaften. Was verliert die Liga?

Tradition, ich sage nein zum modernen Fussball!

Man hört auch von der Verfügbarkeit von konterstarken deutschen Signalen. Interessant?

Nein. Einer der keinen Whisky trinkt hat nichts in der JLeague verloren, wo kommen wir denn sonst hin?

Neu sind die IRG Crackers an Bord. Was können Sie der Liga einflössen?

Kirsch und Tschulentfürze. Ich nehme nicht an, dass die eine spielerische Bereicherung sein werden.

Wie steht es um Ihren Formstand für die Saison 2010/2011?

Ich fühle mich in absoluter Topform, bereit für eine sehr lange und harte Saison und gerade das Kurztrainingslager vom letzten Wochenende, wo grosser Wert auf die Ausdauer gelegt wurde, hat mich zusätzlich bis in die hintersten Haarspitzen motiviert.

Was halten Sie von Doping?

Ich benütze nur natürliche Mittel, eine klassische Zweistufen Therapie mit Hering/Tschulent und viel Gerstensaft, ich glaube jedoch kaum das ich jemals in einer Kontrolle hängen bleiben würde. Ist ja zum Glück bis heute noch nie Vorgekommen. Das ganze Drogenzeugs ist des TEUFELS!!!

Chassidus Chübelsack bedankt sich herzlich für die kurzfristige und ausdauernde Verfügbarkeit unseres Experten. Wir möchten an dieser Stelle festhalten, dass grossmütigerweise auf eine Gage verzichtet wurde. Der entsprechende Gegenwert wird in Kibbutz Saad-Checks an die friedensfördernde Interessengruppe taubstummer Chorknaben in Jenin gespendet.

Montag, 25. Oktober 2010

Serie A-Roundup zum Wochenende und Danke SF

Fernandes (Chievo - Cesena 2:1) wird in Verona in den Himmel gelobt. Ein Mann für alle Positionen, für alle Jahreszeiten (Note 6).
Von Bergen (Cesena) spielt eine sehr ordentliche und konzentrierte Partie, lässt sich in der Schlussphase aber zweimal vermeidbar und unnötig verwarnen und wird sodann vom Feld gestellt. Und prompt kassiert Cesena noch das 2:1 (Note 4.5).
Dzemaili (Parma - Roma 0:0) spielt eine ordentliche Partie, verteilt Bälle offensiv und verteidigt mit. Übertreibt es aber offensichtlich mit Weitschüssen, welche zumeist meterweise übers Tor segeln (Note 6.5).
Inler (Udinese - Palermo 2:1) fällt auf den ersten Blick nicht auf, ist aber über die gesamte Spielzeit überall anzutreffen und hilft aus, wo Probleme anzutreffen sind. Dem Siegtreffer von Udine geht ein Kopfball von Gögi voraus, der sich auf den langen Pfosten setzt. Ist mit Asamoah derzeit eines der eindrücklichsten zentrales Mittelfeld-Paare (Note 6.5).
Ziegler (Inter - Sampdoria 1:1) Inter staubt am Ende doch noch ein Unentschieden ab und hat gute Chancen. Ziegler's Gegenspieler ist das brasilianische Jungtalent Coutinho - und er hat ziemlich alle Hände und Füsse mit ihm zu tun, was ihm nicht zu gut bekommt. Am Ende bringt er eine brandgefährliche Flanke herein, welche Pazzini nur mit viel Pech zum Tor verwerten kann (Note 5.5).
Wir gratulieren ausserdem dem SF für seine weiterhin katastrophalen Matchberichte. Sie sind an Emotionslosigkeit kaum zu überbieten und sind eine Anreihung von Floskeln und hochgespieltem Fachwissen, dass es dem (v.a. internationalem Format gewohnten) Zuschauer übel wird. Höhepunkt ist wohl, dass in der samstäglichen Zusammenfassung von der Auswärtsniederlage von Luzern gegen Xamax nicht mal für nötig empfunden wurde, den Originalton wiederzugeben, sondern irgendeine akustische Fussballeinspielung eingespiesen wurde mit Zuschauerschreien bei Einwürfen und Auswechslungen. Hauptsache, man kann in den Berichten immer noch geflügelte Worte zu Wurst-Konsumenten (blanker Neid), schlafenden Kindern und kuschelnden Secondos einsetzen. Eine Zumutung.

Mittwoch, 24. März 2010

Rekurs gegen die Hagbe-Bewertung vom 20. März 2010 möglich - drohen weitere Verzögerungen beim Bau des Hardturm-Stadion?


Man streitet wieder im Shtetl. Und für einmal geht es nicht Schübe, ausgelöst durch das Überschreiten der abgestoppten Zeit, welche für Mussaf aufgewendet wird. Es geht auch nicht um die Wahl des Chasens oder der Nasenpopel des edlen Kiddush-Spenders (gebenscht sei sein einzigartiges Malz).

Nein, die Szenerie ist die folgende. Das Schicksal hat dem Schreibenden beschert, am vergangenen Shabbes zum ersten Mal das Regime der neuen Hagbe-Ästhetik-Komitees zu erfahren. Bekanntlich leben wir ja in sehr äusserlichkeitsbetonten Zeiten. Zur Barmizwah kriegt man heute elektronische Wunschlisten mit dem Bedarf nach Schnurrbarthaar-Implantatgutscheinen, dazu die neusten Gucci-Gürtel (Länge 55 cm Bauchumfang) und dem Marken-Abzeichen in der Grösse eines Lulavs. Aber die Oberflächlichkeit hält hier nicht ein. Sie wird nun auch zum Aufhänger von Ritus-Akten wie der Hagbe, wie an dieser Stelle unlängst vom Hüter der Tradition und der Aufklärung proklamiert.
Schreibender sieht den Gabbe also am letzten Wochenende schon heranfliegen mit dem letzten aller zu verteilenden Kuwed-Täfelchen. Und schon ist klar, dass damit kaum das Begleiten des Aushebens gemeint sein kann, sondern dass die Stunde geschlagen hat. An mir soll also die erste Skiflug-Hagbe-Bewertung exemplifiziert werden. Der Druck steigt also schon einmal in die obersten Luken. Wie wird man sich schlagen? Wird die Vorbereitung fruchten? Herrscht so früh am Tag bereits genügend Rückenwind? Wie wird sich der verkürzte Anlauf und die Erwartungshaltung des Publikums auswirken? Der Puls war demzufolge auch ohne dem inneren Aufrufen unerzählbarer Bilder bereits auf 180 Schlägen. Und dennoch: Das Telemark-Standbein wurde regelkonform ausgefahren, die Flugphase ereignete sich flüssig und auch die Landung gab aus objektiver Perspektive kaum Anlass zu Beanstandungen. Die Jury, welche die Regeln sehr autonom und nach neuer Auslegeordnung umsetzte, sah es anders. Die strengen sechs Augen bewerteten die Landung mit den Noten:
18.5, 18.5 und 17.5.
In der Begründungsschrift legten die Richter nahe, dass der Telemark gesetzt wurde, wenn auch ein kurzes Abrutschen die Abzüge begründeten. Während der Telemark-Phase sei die Fussstellung korrigiert worden, was Abzüge geben müsse. Der Telemark sei bei der Hagbe vor der Flugphase also bei der Hebelbewegung zu setzen.
Durch ausgedehnte Nachforschung in den vergangenen Tagen konnte in Erfahrung gebracht werden, dass die deutlich tiefere Note durch den finnischen Richter Guyskannu Linomanen erfolgte, welcher mit dem Schreibenden bekanntlich immer noch JLeague-bezogene Fehden austrägt, welche eng mit seinem momentanen Mandat als Torhüter von Selecao Simchesnaches zusammenhängen. Linomanen lässt sich folgendermassen zitieren: "Der Telemark sei hereingeschmuggelt worden, durch die parallele Fusshaltung wäre ebendieser gar nicht möglich gewesen. Pfui, und deshalb wegen technischem Fehler Punktabzug". Dass somit eine objektive und faire Auswertung nicht möglich ist, liegt auf und in der Hand. Man wird wieder durch das System hinterrücks gepackt und kann sich nicht wehren.
Der Schreibende wird die Situation nun minutiös verfolgen und im Bedarfsfall Neuwahlen der Jury erzwingen.

Montag, 15. Juni 2009

Grümpeli 09: 613-825-1818; Ein Sommermärchen

Es gibt Sie also auch tatsächlich in der Amateurfussballwelt. Diese Fussballwunder, welche eigentlich niemand so richtig erklären kann.

Da machen sich 8 anfangs topmotivierte Fussballfreunde auf, den ganzen Grümpeliladen mal richtig aufzumischen.
Bis zum Mittagessen war die Motivation nach sackschwacher Vorrundenleistung so niedrig, dass man erstmals (!) an einem Grümpeli zum Antidepressiva aka Nejgelwasser greifen musste. Man stelle sich das vor!

Doch einmal mehr war diese Handlung die Initialzündung. Wo sonst beim PES 09 genau diese Aktion zum fast sicheren Verlust des nächsten Spieles führt, war es diesmal eine regelrechte Schubumkehr.

Einmal das System in ein destruktives aber sehr effektives 3-1 umgestellt mit den richtigen Protagonisten auf den richtigen Postitionen, mogelt sich das Team tatsächlich bis in das Finale!! Der absolute Wahnsinn.

Auf dem Höhenflug hat diese Mannschaft, welche je länger desto mehr als verschworene Truppe aufgetreten ist, Bemerkenswertes erreicht:

- Erstmals seit Beginn der Neuzeit und der Wettermessung hat ein Team im ganzen Turnier 2 Tore geschossen und das Finale erreicht!

- Der einstige Angstgegner Eskimos wurde in einem niveauarmen aber dramatischen Kampf nach X Anläufen im Penaltyschiessen erstmals niedergerungen!

- Das Team hat im Laufe des Mittagessens eine regelrechte defensive Metamorphose durchgemacht. Plötzlich konnte der Laden dicht gehalten werden, wo am gleichen Tag, in den Vorrundenspielen noch haarsträubende Fehler begangen wurden.

- Zum ersten Mal in einem Turnier der 1818er, hat der Torwart im Achtelfinale und Viertelfinale den Unterschied ausgemacht!



Nun noch ein paar Statistiken, welche das eindrückliche Erreichen des Finales unterstreichen sollen:

- Das Team 613-825-1818 hat kein einziges Tor bei eigenem Abstoss erhalten.

- Bei gegnerischem Ballbesitz ist nie ein Spieler im Offside gestanden.

- Tamtam hat in 10 Grümpeli hintereinander nicht auf das gegnerische Tor geschossen.

- Herr Schnuffel wurde zum x- ten Mal Torschützenkönig des Teams.



Kommen wir nun zu den einzelnen Kritiken. Das Team hat in den zwei Tageshälften so komplett verwandelt gespielt, dass die jeweils erste Note für den Morgen gilt und die zwote für die Finalrunde:

Torwart Guysolino:

Solide Leistung am Morgen, läuft im Achtelfinale zur absoluten Topform auf, wird im Viertelfinale zum Penaltyhelden und bleibt bis zum Turnierende, ein verlässlicher Rückhalt. Note am Morgen: 4.5 Note am Nachmittag 5.75

Her Majesty:

Hat nach Ratschlag eines zukünftigen Halbfinalgegners festgestellt, dass er sich auf das Wesentliche konzentrieren sollte, nämlich die Tore zu verhindern (Matchentscheidend an einem Grümpeli) und das Spiel versuchen in Ruhe aufzubauen. Einziges Manko: Effektive Pässe und Schüsse aufs gegnerische Tor haben gefehlt. 4.0 und 5.5



TamTam:

Die Mangelnde Spielpraxis war klar ersichtlich. War aber wie gewohnt, der erhoffte Rückhalt. Fand je länger das Turnier ging, immer mehr zu seinem Spiel. Ein Gewinn für die defensive. Offensiv harmlos: 3.75 und 5

KP:

Der Motivator und Spassvogler (kein freudscher Versprecher) im Team. Am Morgen auf Irrwegen am Nachmittag durch enormen Einsatz aufgefallen. Die Kaltblütigkeit im Penaltyschiessen war beeindruckend. 3.75 und 5.5



Schnuffel:

Der Captain konnte die Adduktorenverletzung nicht ganz verdrängen. War nicht sein bestes Turnier, hat aber mit seinem Tor im Achtelfinale den Zug in die richtigen Bahnen gelenkt. Enorm wichtig für das Team als Motivator und Antreiber. Zu hartes Einsteigen im Halbfinale (zu unrecht) und Finale (zurecht).

3.75 und 5.

Stutz:

Defensiv stark, offensiv nix. Traut sich nichts zu. Schöner Schuss im Viertelfinale an das Gestänge. Hat als einziger Spieler das ganze Turnier durch auf konstantem Niveau mit wenigen Ausreissern nach unten und oben gespielt. 4.5 und 5

Fisch:

Der erhoffte Wadenbeisser hat seinem Namen wieder mal alle Ehre gemacht. Konnte sein offensives Potential nicht abrufen, die Technik sollte es eigentlich zu mehr zulassen. Hinten ganz stark Kimi. 4.25 und 5

Til:

Traute sich am Morgen offensiv zu viel zu und war defensiv noch nicht effektiv. Am Nachmittag die Taktik des Teams voll umgesetzt und eine sehr gute defensive Leistung geboten. 4 und 5.25



Kurt und gut:

Es zeigt sich einmal mehr, dass ein erfolgreiches Grümpeli in der Verteidigung beginnt. Das Umsetzen dieser Taktik ist höchst anspruchsvoll und hiermit gehört ein dreifachs Hiphiphurra an die unverwüstlichen 613-825-1818, SCHAPPO!