Dienstag, 21. Juni 2011

Die Schattengesellschaft kriegt ab

Der Tages-Anzeiger (direkter Link zum Artikel) hat grundsätzlich eine seltsame Politik der Freischaltung von Kommentaren. Grundsätzlich ist es ein Forum für Hinz und Kunz, worin gegebenenfalls jegliche Meinungsäusserungen zu (ausgewählter) alltäglicher Berichterstattung abgedruckt werden können. Interessanterweise gelangt immer dann geballte Feindlichkeit und vor allem ein unvergleichliches Volumen von Kommentaren auf die Webpage, wenn ein(er der wenigen) Artikel über Israel publiziert und zur Äusserung eingeladen wird. Inzwischen haben sich seit heute Morgen schon die erkleckliche Zahl von 106 Kommentaren zum Thema gefunden. Ein kleiner Vergleich auf der Tagi-Homepage bringt die merkwürdige Tatsache zum Vorschein, dass sich zu anderen Themen so gut wie keine Leute äussern bzw. die Themen nicht zur Kommentierung freigegeben werden (18 Kommentare zum Russland-Skandal der Axpo, 2 zum Hermaphroditen-Fall an der Frauen-WM, 14 zur Lehrstellen-Flaute in Zürich, 46 zur 613. Starbucks-Filiale in der Limmatstadt, 2 zur Decharge für Andy Rihs, 30 zum Jöh-Effekt der U-21). Vergleichsweise erregen nur noch die Umstrukturierung der Stromlandschaft in der Schweiz sowie die neulich erschienene OECD-Studie zur Lebensqualität eine vergleichbare Anzahl Gemüter, jedoch hinkt der Vergleich weil letztere Themen unser aller Alltag doch sehr direkt betreffen.
Auch zum Nahost-Konflikt haben Herr und Frau Hugentobler aber eine Meinung. In einer Vielzahl arabischer Ländern im Nahen Osten werden Zivilisten wahllos abgeschossen, weil sie sich ereifern, eine politische Meinung öffentlich kundzutun. Ghaddafi lässt Container voller Viagra importieren, damit seine zentralafrikanischen Söldner auch ja einen hochkriegen und so wahllos und systematisch vergewaltigen können. Aber dazu fällt am Stammtisch nur ein Spruch im Sinn von "isch au no krass, häsch au glese im 20 Minute?" und der Schnauz wird in die übernächste Stange getunkt. Wenn's um Israel geht, passiert alles etwas undifferenzierter und vielfach wird die Zivilbevölkerung für das Handeln ihrer Regierung verantwortlich gemacht.
Genanntes Medium, ein eigentlicher Kanal der Meinungsäusserungsfreiheit, ist inzwischen ein exemplarisches Konzentrat pauschalisierender Ignoranz geworden, indem wahllos Thesen in den Raum gestellt werden und mit stichhaltigen Aussagen wie "überleg doch mal, ist doch wirklich so" argumentiert wird. Exemplarisch sei an dieser Stelle ein Best Of der heutigen Diskussion aufgeführt:

- Argumente werden nicht besser, wenn sie ständig wiederholt werden.
Die Tausenden von Raketen haben bis jetzt nur wenigen Dutzend Israelis das Leben gekostet - sie sind primitive Spielzeugraketen. An die mehr als 1200 toten Palästinenser vom letzten Konflikt denken Sie aber nicht, oder?
Aber was schreibe ich da... unbequeme Tatsachen werden gerne ignoriert.
Inwiefern rechtfertigt dies antisemitische Pöbeleien gegen die jüdische Bevölkerung in Zürich?- In Israel zu leben ist schon lange nicht mehr ratsam. Das Land ist voller Fanatiker und wird rundherum von Fanatikern bedroht. Selbst als Israeli wäre ich längst ausgewandert, Heimat hin oder her.Mein Favorit. Kein Zusammenhang, kein Sinn, rein gar nichts. Bitte mehr oder viel weniger!- "Wer Israel kritisiert, ist gleich ein Antisemit."Schade, dass die Dame nicht auf diese Frage eingegangen ist.Dafür hat er aber eine passende Antwort kassiert, auf welche dann interessanterweise nichts mehr zurückgekommen ist. Aber der Spruch ist eben ein Phrasenschwein-Schlager, also her damit.- Ich verstehe nicht: warum bin ich ein Antisemit, wenn ich Israel kritisiere? Ich dachte immer, bei Antisemitismus ginge es um Judenhass, nicht um den Staat Israel. Dann bin ich nach dieser Logik also ein Moslemfreund, wenn ich in der Türkei Ferien mache? Wer so denkt, outet sich wirklich als rassistisch verblendet, einfach auf der anderen Seite. Aber die hat halt keine Lobby....- Israel ist ein Staat und keine Rasse. Wenn ich also die Politik Israels kritisiere, kann dies gar nicht unter Rassismus fallen. Ebensowenig bin ich nicht Anti-Muslim, nur weil ich Hamas kritisiere. Wenn die Leute mit der Gleichung 'Staat Israel' = 'Volk Israel' = 'Juden an sich' argumentieren, ist das alleine ihr Problem.Es wäre wirklich schön, wenn das alleine ihr Problem bliebe.- Warum soll uns dieser Krieg nicht beschäftigen? Er dauert ja schliesslich auch schon über 40 Jahre und hindert einen halben Kontinent in seiner Entwicklung...Ich komme auf mindestens drei Kontinente, aber ich gehe auch von der jüdischen Weltverschwörung aus.- Fakt ist auch, dass mich meine jüdischen Nachbarn, denen ich auf der Strasse fast täglich begegne, mich nicht einmal anschauen noch grüssen.In der Sache mag sie recht haben, daraus aber Schlüsse zu ziehen, ist falsch.- Wenn wir im Bus nicht mehr offen über politische Gegebenheiten diskutieren dürfen, (pro und con) dann haben wir das Ende unserer Demokratie vor der Tür- Der Anti Rassismus Maulkorb wird von den Juden in der Schweiz bewusst stilisiert.- Viele Schweizer sind rechts, aber noch lange nicht sind alle Rassisten. Es gibt einfach Leute, die sich gut integrieren und solche die sich abgrenzen. Wer sich abgrenzt (Kleidung, Sprache, Verhalten), wird halt auch schneller ausgegrenzt – so funktioniert das gemeine Volk.Ein Plädoyer für die Vielfalt in der Bevölkerung, Akzeptanz und Tolle Ranz. Weiter so!

Montag, 20. Juni 2011

"Giggerig, auch zittrig sogar" - das Exklusivinterview zum Vorspiel

Se ha jom. Oto ha ish. Wie man es auch drehen will. Das Grümpeli nähert sich wie eine gewaltige Schlechtwetterfront in grossen Schritten. Bereits fällt man ins Bett und wälzt sich noch stundenlang ob vergebener Penalties in frühen Jahren, vergebenen 100%-igen, Demontagen unter Mitwirkung von Moshe Ohayon, immer wieder Prügelintermezzi hormonell überschüssiger Altspunde, Fehlentscheide von Modefan-Schiedsrichtern und vieles mehr. Und so sucht man Beschäftigungen, um die Zeit bis dahin etwas schneller vergehen zu lassen. Der Ehrenkodex lässt hierfür nur beschränkte Auswahl, deshalb erachtet es Chassidus Chübelsack als Pflicht, Euch hiermit also etwas zur Hilfe zu greifen. Wir haben aus dem Hohen Norden, den garstigen Steppen Nordteutoniens, der Küste am Nordpol den Experten für Fäkanik ausgegraben, der uns in Bälde schon wieder mit seinen Paraden und Krächzanfällen in ganz andere Stimmungen hieven wird. Seine ungeschnittenen Meinungsäusserungen nun im Nachgang zum Kachelmann-Prozess exklusiv im Blog Eures Vertrauens:

CC: Star des Turniers vor zwei Jahren, langjähriges Mitglied des FC Haguah-Welteroberungs-Gremium und jetzt Ehrengast auf Tournee. Wie fühlst Du Dich heute?

Faustino Asprilla: Ein bisschen nervös und giggerig, auch zittrig sogar, weil ich doch seit 3 Monaten keinen seriösen Sport mehr betrieben habe. Wird wohl ganz schlecht kommen.

Zu Gast bei Freunden. Trifft diese Einschätzung auch auf das Grümpelturnier auf der Buchlern statt?

Für mich sicher nicht, da ist zu viel böses Blut zwischen mir und einzelnen Exponenten des OKs geflossen. Falls es aber dieses mal einfach nur ein Fussballturnier ohne Firlefanz wird, kann man nochmal drüber reden. Die Hauptsache ist doch (Achtung Phrasenschwein): Der Ball ist rund, das Runde muss ins Eckige, und 11 Freunde müsst ihr sein.

Sie haben dieses Jahr einen besonders langen Reiseweg. Wie gestaltest Du dieses Jahr die Vor-Match-Erholungsphase?

Wie jedes Jahr, mit Whisky und Tschulent. Als Extra werde ich dieses Jahr sogar eine persönliche Betreuerin mitbringen (Anm. der Redaktion: lächelt verschmitzt und senkt den Blick).

Der FCZ trinkt immer Kaffee und isst Kuchen vor einem Spiel. Was kannst Du unerfahrenen Spielern für Ernährungstipps geben vor dem Sonntag.

Am Sonntagmorgen würde ich nichts schweres Essen dass bei evtl Nervosität dann zu Unfällen führen kann. Aber es muss genug sein, damit bis zum Mittag kein Hungergefühl aufkommt. Ich esse jeweils nur ein Müesli und ein bisschen Brot. Falls ich hier eine Anekdote einstreuen darf, das habe ich von den Eskimons gelernt und eigentlich sofort zu Erfolg, wie im Beispiel unserer Finalteilnahme, geführt hat: Davor nur wenig essen und während des Spieltages nur gerade soviel wie nötig. Über das ganze Wochenende gibt es eigentlich nur eine wichtige Regel, nämlich sich an den Ehrenkodex zu halten damit die Spritzigkeit nicht verloren geht.

Man munkelt, dass am Shubbes sich einige prägende Figuren des Grümpelturniers nicht nehmen lassen werden, einen Tschulent zu konsumieren. Was kann dies für Vorteile mit sich bringen?

Beeinflussung des Gegners durch Körpergerüche, Schampar der Plausch, schöne Früchte und ein heimisches Gefühl. Ist wichtig, gell (grinst schelmisch).

Gigi Buffon hat einmal gesagt, er verstehe, wie man als Torhüter depressiv werden könne, man sei doch eine so lange Zeit des Spiels auf sich alleine gestellt und stehe bei Fehlern auch alleine am Pranger. Teilst Du diese Meinung?

Absolut, und es ist immer wieder,... fffhhhh... erstaunlich... Danke.... Heinz..., wie wenig Verständnis man dann dafür bei seinen Mitspielern hat, wenn man als Torwart mal einen Fehler macht (hält inne). Und dazu kommt auch das man sich während dem ganzen Spiel zu 200% konzentrieren muss und dann innerhalb von 0.613s bereit sein muss. Ist manchmal verdammt schwierig (zB nach der Mittagspause am Grümpeli).

Du wirst am Sonntag unter besonderer Beobachtung stehen und bist gleichzeitig auch für Emotionsausbrüche bei schlechtem Spielverlauf bekannt. Wirst Du Dich am Sonntag nunmehr eher im Griff haben müssen? Oder erst recht den Erfolg erbrüllen?

Ist es denn was schlechtes Emotionen auf dem Fussballplatz zu zeigen (ringt mit den Tränen, was ein schönes Zeichen in diesen rationalen Zeiten der Krise)? Ich bin einverstanden, dass es in der Vergangenheit Momente gab wo so was nicht angebracht war, aber für mich gehören Emotionen einfach dazu. Es hat sich ja meiner Meinung nach auch sehr verbessert und sollte jetzt nicht über Gebühr zum Thema werden. Da sollte mein Fitnesstand doch mehr Sorgen bereiten. Schön, dass Sie mich beobachten wollen, dann können Sie mal sehen was einen guten Torhüter ausmacht (wieso siezt er mich jetzt plötzlich oder redet er über die dunklen Mächte Mordors?). Vielleicht lernen Sie noch was.

Ein Wort zum Logo des diesjährigen Grümpelis?

Fällt in die Kategorie 0825-Anlass und ich muss mir die Frage stellen wieso gewisse Leute immer noch das Gefühl haben sie müssten das Grümpeli neu erfinden.

Was machen die Verantwortlichen in Basel besser als in Zürich?

Nichts, es ist einfach nur ein Fussballturnier ohne Schnickschnack und Firlefanz. Und so muss es auch sein.

Wer das Grümpelturnier gewinnt, ist irrelevant, dazu informieren sogenannt gestandene Medien. Wer verliert das Grümpelturnier?

Ich glaube das es dieses Jahr HAS wieder spätestens im Halbfinale aus dem Turnier haut, sonst muss ich zugeben das ich mich bis jetzt wenig bis gar nicht darüber informiert habe wer überhaupt so mitspielt.

Ein Spruch für das Phrasenschwein ganz zum Schluss, bitte (kniet darnieder).

Das Spiel ist erst zu Ende wenn der Schiedsrichter abpfeift oder die Eskimos noch ein Tor erzielt haben.

(ub)

Freitag, 17. Juni 2011

A Mensch bedarft Hojsen


Gut Shabbes

Donnerstag, 16. Juni 2011

Derbytime 2.0.11

Im langen Schatten, welchen das Grümpeli jeweils im Vorfeld wirft, findet am kommenden Mittwoch die zweite Derbyauflage dieser Saison statt.
Ein Spiel welches für Seleçao schon fast vorentscheidenden Charakter im Hinblick auf die Playoffs hat. Das hätte nicht so kommen müssen. Nach einer starken Phase in den erste Monaten 2011, welcher mit dem heroischen Sieg gegen die Schochtim mündete, steht Seleçao nach desolaten Leistugen und entsprechenden Niederlagen gegen IRG Crackers (!) und Jöst for Fön, nun doch wieder unter Zugzwang.

Bei Scherdünn geht vielleicht die Formkurve nicht unbedingt, dafür aber die Resultatkurve in die entgjegjengesetzte Richtung. Mit dem gestrigen Sieg gegen IRG Crackers hat man punktemässig zu den Schochtim, welche den zwoten Platz belegen, aufgeschlossen. Das Restprogramm spricht allerdings für einen sehr harten Endspurt. Scherdünn muss nach der Seleçao sich neben der Schmotive auch den Schochtim, Jöst for Fön und HAS stellen!

Unter dem Strich aber, ist nach wie vor alles offen. Die verschiedene Anzahl Spiele der einzelnen Mannschaften schaffen zwar kein einheitliches Bild, doch sind die Punkteabstände sowieso minim. Zusätzlich werden in dieser ausgeglichenen Saison weitere Überraschungen nicht ausgeschlossen sein.

Spannend wird die Beobachtung, ob gewisse Spieler im Hinblick auf das bevorstehende Grümpeli mit angezogener Handbremse (kaCHING ins Phrasenschwein) spielen werden, oder ob es wie meist zu einem bedingungslosen Abnützungskampf kommen wird.

Mittwochabend 22.6.2011, 21 Uhr, Turnhalle Freudenberg

Blog- Nachwuchs DIE Zwote

Man gratuliert an dieser Stelle dem Blogminister für Politik und Propaganda, Longo, zur Geburt des Töchterchens!

Ein dreifaches Toitoiton!

Grümpeli 2011, Im Zeichen des Umbruchs

Es ist Mitte Juni. So sicher wie der Sommer eigentlich schon vorbei ist, so nahe steht das Grümpeliturnier!
Erstmals nach 3 Jahren findet das Turnier wieder in Zürich statt.
Dieses Jahr soll man ohne Starkoch und ohne Grossleinwand für CHF 120.-- dabei sein. Schäschön.
Die Töggelischuhe werden geputzt, Ameisenbäre poliert damit auch der traditionelle Rekurs gegen eigentlich nicht spielberechtigte in vollem Glanz erscheint (Es sind ja bereits erwähnte Rekurse immer noch hängig, siehe auch http://chuebelsack.blogspot.com/2009/06/grumpeli-09-ruckblick-randnotizen-und.html).

Mit grosser Spannung wird diesem Turnier entgegengeblickt. Schliesslich finden sowohl organisatorische als auch mannschaftliche Veränderungen statt.
So gibt es dieses Jahr das von vielen mittelalterlichen Männern gewünschte Seniorenturnier, welches ich als Bereicherung betrachte. Hoffentlich stellen sich genügend Mannschaften.

Viel interessanter sind aber die Spielerrochaden:

Bei den Finalisten von 2009 (6138251818, heuer Platz 3) gibt KP sein Comeback als Spieler, nachdem er letztes Jahr mit bescheidenem Erfolg von der Linie gecoacht hat.
Zusätzlich spielt ein Franzose mit, welcher definitiv noch zu gut für die Senioren Liga ist. Dadurch kann Herr Tripolensis seinen Russland- Fetisch, welcher seit 2007 schon legendär ist, ein wenig zügeln.
Weitere Transfers sollen im Gang sein, doch sind diese anscheinend noch nicht spruchreif.
Her Majesty wird dieses Jahr voraussichtlich ohne Spitalbegleitung klar kommen und auch wieder mitspielen.
Erwähnenswert ist der Einflug des Stammtorwarts Lino, welcher sich zurzeit im Dampfkochtopf des Flachlandes fit hält.


Bei den Eskimos findet ein kleiner Generationenwechsel statt:

Der Routinier schlechthin wird in Zukunft nur noch als Aushilfespieler zur Verfügung stehen. Dafür wird der erst 15 jährige Hakoahstar im Team eingebaut. Man darf gespannt sein auf sein Debut.
Zusätzlich konnten zwei Schwager verpflichtet werden, welche einerseits die Defensive stabilisieren (Kugelblitz) und andererseits die mangelnde Torgefahr beheben sollen (Schwager des Ringis).
Apropos Ringi, er laboriert traditionsgemäss an einer Verletzung und ist in physiotherapeutischer Behandlung.
Nach einjähriger Absenz kehr der Stammtorwart wieder ins Gehäuse zurück.


Im Turnier der aktiven stehen heisse Spiele vor der Türe. Jüngere Teams rücken nach. Bereits arrvierte Teams haben aufgerüstet und für Überraschungen sind jeweils genügend Teams vorhanden.


Der Tag naht.
Der Tag, an dem neuen Mythen entstehen, an dem Helden geboren und begraben werden. An dem Zuschauer mit Helikopter und als C.R. verkleidet vorbeischauen. Der Tag an dem jeder Langschläfer zum Frühaufsteher wird. Der Tag, an dem das Turnier im Kopf schon am Vorabend stattgefunden hat.

Rabjossai, EISEIS!



PS: Aufgrund der guten Erfahrungen aus dem Jahr 2009, wird übrigens neu gänzlich auf Dopingkontrollen verzichtet.

Mittwoch, 15. Juni 2011

Die Kotel ist auch ein Basketballplatz

Und offensichtlich hat dieser Herr auch noch reichlich Trainingsbedarf. Gute Besserung. Vielleicht gründet er ja dereinst in Zürich die JLeague-Basketballfraktion. Der Antrag zuhanden der Jleague Foundation für Entwicklungssport und Verfassung sei bereits eingereicht...

Dienstag, 14. Juni 2011

Kugelmann obsiegt vor Obergericht

An sich hat ja Bildung hier drin gar nichts verloren, sondern es geht prinzipiell und primordial nur um blutte Unterhaltung. Für einmal aber ein kleiner Nachholbedarf an Allgemeinbildung, einer Story, welche Schreibender entweder unbewusst in die Vergessenheit verdrängt oder schon gar nicht wahrgenommen hatte (selektive Medienwahrnehmung, kännsch).
Jedenfalls hat die Presse am Freitag eine Entscheidung des Zürcher Obergerichts wiedergegeben, wonach einer Ehrverletzungsklage von Josef Bollag gegen Yves Kugelmann nicht stattzugeben sei (sehr unjuristische Wiedergabe zur Vermeidung der Unterscheidung zwischen Nichteintreten und Abweisung, welche Unterscheidung gerne mündlich erläutert werden kann).
Und worum ging's eigentlich? Kugelmann hatte im tachles im Zusammenhang mit dem iranischen Verhältnis zum Holocaust und einer diesbezüglichen Initiative von Calmy-Rey geschrieben: "Bisher waren Diskussionen über die Existenz des Holocaust tabu. Nun tanzt ein SIG-Geschäftsleitungsmitglied aus der Reihe."

Resultat: Verfahrenskosten über Fr. 23'000.- zulasten von Bollag.

PS: Der Presserat war vor der Obergerichts-Entscheidung damals auch mit obiger Causa befasst worden und entschied sich gegen ein Eintreten auf die Klage, da selbige Sache bereits von einem Gericht behandelt werde (Klageidentität).

Samstag, 4. Juni 2011

This is Unity (Y-Love)

Donnerstag, 2. Juni 2011

44 Gründe, das religiöse Judentum zu verlassen

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Der Jude ist kein Wichser

OkCupid ist ein amerikanisches Online-Dating-Unternehmen mit entsprechender Homepage. Interessiert an sich nur beschränkt. So wie auch der Link dahin. Wird zudem gemäss Zeitungszitaten auf der eigenen Homepage als das neue Google des Datings bezeichnet, also auch als das neue Schwarz, als der neue Zidane, was kann man schon mehr wünschen. Auch das interessiert eigentlich niemanden.
So wie auch die nachstehende, von ihnen publizierte Grafik. Und doch wird an jedem Schabbestisch übermorgen niemand um das Thema herum kommen. Alle werden erzählen, dass sie zu den anderen 75% gehören, sie mal das Guetzli essen mussten, auch sie schon von Mami mit dem Apfelkuchen vor dem Reissverschluss erwischt wurden. Und dann werden sie sich noch ein Glas Rotwein eingiessen, Lachtränen wegwischen, die neue ICZ-Homepage besprechen, deshalb wahre Tränen wegwischen und am Ende ist doch nichts passiert.
Und bitte fragt den buddhistischen Arbeitskollegen am Montag, ob die Statistik wirklich stimmt.

Mittwoch, 1. Juni 2011

Web 2.0. - vor unserer Zeitrechnung


Wahrlich, ein historischer Moment. Nach der umfassenden Renovation des Gemeindehauses, hat die moderne ICZ nun auch ihren Internetauftritt überarbeitet. Was den gemeinen Internet-User dabei erwartet, ist ernüchternd. Nein, eigentlich katastrophal!

Historisch im wahrsten Sinne des Wortes: Auf einen Klick fühlt man sich 20 Jahre zurückversetzt, direkt ins Mittelalter der damaligen „EDV“, nahe an die Geburtsstunde der ersten Webseiten. Ein Blick auf das Impressum und den Kontakt des "Webdesigners" machen das Resultat des "Relaunches" etwas plausibler, jedoch nicht minder besser. Die erste Jahreszahl auf dem Jubiläumslogo ist nach intensiver Recherche übrigens nicht als Zeitpunkt des Designs der Website zu verstehen.

Eine Seitennavigation, die ihresgleichen sucht. Ein Design, das den Zug ins Hier und Jetzt verpasst hat (ja, Vo-ku-hi-la war auch mal "in"), integrierte Elemente (wie Lauftexte), die keine Daseinsberechtigung haben. Treffend gewählte Farbkombinationen wie beispielsweise grauer Text auf weissem Grund, um die Lesbarkeit entscheidend zu verschlechtern. Es werden Inhalte grundlos in PDF ("Was ist neu in der icz") dargestellt. Abstände zwischen Titel und Textbausteinen sind willkürlich gewählt. Es werden ganz üble Fremd-Tools für bspw. die Frage der Woche implementiert, die dann auch nicht funktionieren.

Doch man hat auch mitgedacht. Das zeigt das Beispiel unter der Rubrik "Senioren". Hier lesen wir: "Alle im Bereich Senioren dargestellten Seiten weisen bewusst eine grösseres Schriftbild auf." Zum Glück ist dieses Schriftfbild grösser, damit der Grammatikfehler auch richtig zur Geltung kommt.

Menschen und Mitglieder sind auf dem verwendeten Bildmaterial wie Foto und - man staune - auch im Bewegtbild, also neuzeitlich gesprochen: Video (obwohl auch das ein lateinischen Wort der ersten Stunde ist. Egal, genug der Klugscheissereien) eindeutig zu erkennen. Ob die Betroffenen um ihre Einwilligung für die Verwendung des Bilds gefragt wurden, ist fraglich. Im Disclaimer entschuldigt sich man schon mal prophylaktisch dafür.

Ganz schön auch die missionarische Gebrauchsanweisung zum Thema "Jüdisch werden". Und dann - irgendwo verlinkt noch dies: "frozen bubble" - ein Spiel! Der Aufforderung "press fire to start" folgend, überrascht es nicht, dass der bekiffte Vogel keinen Wank macht.

Im Zeitalter, in dem Web 2.0 schon fast als Antiquität gilt, und sich der Nutzen crossemedialer Kommunikationskanäle rasch weiterentwickelt, will auch die ICZ mithalten. Nur ist es so, dass mit der Platzierung von Logos (und dann erst noch die falschen, denn das Youtube-Logo scheint dem Schreibenden mehr als nur suspekt) auf der Seite "Jugend", ist es damit nicht getan. Diese zeigen dem User, dass das Unternehmen oder die Organisation nebst dem Internetauftritt weitere Profile auf Facebook, Twitter und Youtube hat. Für die ICZ reicht jedoch eine Verlinkung auf die Startseite der entsprechenden Dienste. Web 2.0 vor unserer Zeitrechnung.

Beim Resümieren eines - zugegebenermassen - Heavy Users in der Internetwelt, kommen dem Schreibenden unweigerlich etablierte Begriffe wie "nicht vorhanden", "katastrophal", "erbärmlich", "armselig" und "schwach" in den Sinn.

Gespannt warten die Gemeindemitglieder auf den Newsletter (oder die Korrektur davon, oder die Richtigstellung der Korrektur), der das Prachtswerk verkündet. Geschätzte Leserschaft, wenn das die Visitenkarte der Gemeinde im World Wide Web sein soll, dann "Guet Nacht".

Shyne's erster Beatboxing Anlass als Chassid

Unlängst haben wir hier Shyne porträtiert, einen bekannten Hip Hopper, den es inzwischen nach Mea Shearim verschlagen hat, wo er nun ein Dasein als religiöser Jude fristet. Ein bisschen wie Cat Ramalama Stevens, einfach mit Zizis und Bekishen (ob er auch Frauen noch bekisht, ist uns unbekannt).
Nun ist er das erste Mal in einem Shtibel vor Maccabi-Bier und regulärer Plastikfolie aufgetreten. Die Zeiten von Crystal-Champagner, Waffenjonglieren und dumpfen Beats sind vorbei. Heute tritt man mit einem Beatboxer vor dem Rebbi auf. Und der scheint selbst sogar daran Gefallen zu finden. Ob sie danach als chassidische Version von The Jazzy Jeff & The Fresh Prince durch die Strassen gezogen sind, entzieht sich der Kenntnis. Auch entzieht sich unserer Kenntnis, ob die Flasche auf dem Tisch ächtsch Manischewitz ist oder nicht. Schade eigentlich.
Sedö lüeg:


Montag, 23. Mai 2011

Ein Tag im Leben des Fine by Fein

Grosse Szenen vorhin in der lokalen McDavid-Birkenstock-Filiale:



1. Ich habe direkt und natürlich in reiner Provokation einen Schwarma (steht seit Urzeiten auf der Karte, niemand hat aber noch nie einen lebendigen gesehen - ist wohl ein Andenken an die unheimlich guten Zeiten in Zürich) bestellt. Die Verkäuferin erträgt mich wohl schon nicht mehr, hat mich auch ziemlich entnervt angesehen und gemeint: "Sie müend das nöd bstelle, das gits bi ois NIE!". Hatte fast einen Krampf, entgegnete ihr aber trocken, sie solle es dann doch mal versuchen, von der Karte zu nehmen.


2. Mein aktueller Notnagel in Sachen Fleischeslust und kulinarischer Junkologie war von der Partie. Ich stehe also da und lass mir den Burger in vollends aleatorischer Weise (Hügel Coleslaw, kännsch?) mit Beilagen und Saucen füllen. Da liegt in der Auslage ein sehr attraktiver Kübel mit grünlicher Sauce, erweckte schon die Hoffnung auf Avocado-Crème. Ich: "Was ist das?". Birkenstock: "Das ist Cocktail-Sauce. Wollen Sie probieren?" Ich lehne dankend ab. Mein treuer Begleitung schaute mich entrüstet an und prollte mitten ins Lokal raus: "Wieso nöd? Im Sprüngli probier ich immer alles!"


GGK.

Sonntag, 22. Mai 2011

Baranes neuer Restaurateur der ICZ?

Dieses Wochenende war besonders interessant. Erstens stellt sich heraus, dass die guten Mutes Tickets für das Heimspiel gegen Thun vom Mittwoch in keiner Weise zu optimistisch erworben worden waren. Zweitens verbrachte man einen geglückten Lag Baomer-Nachmittag. Sprich während der ersten Halbzeit tat man noch etwas sozial, beschäftigte sich mit Feuer und Fleisch und spähte alle 6.13 Sekunden auf den Spielstand. Nach der Hälfte dann gab es kein Halten mehr, weder auf dem Platz noch vor dem Bildschirm. Verrückt schöne Perspektiven für einen verrückt unterhaltsamen Mittwoch Abend...
Und dann war wieder mal der interessante Blick in die JüZ. Diese Woche wurden zwar keine Scheitel in Schwimmbädern oder im Purim-Vollsuff liegen gelassen, es wurden auch keine neuen esoterischen Rituale für Bündner Bergdörfer in den Raum gestellt. Und dennoch wurde auch diesmal das obligate Schmankerl nicht vorenthalten.
Da publiziert also Baranes auf einer Achtelseite ein Inserat mit dem übrigen Blabla, seiner notorischen Erfahrung in Restauration, Hotellerie und sonstigen Institutionen, mit welcher er nun das einzige koschere Grillrestaurant der Stadt führt. Dann wird's aber erst richtig interessant: Auf geschätzten 20 Zeilen wird darauf hingewiesen, dass wieder einmal das Gerücht kursiere, das Baranes-Lokal stehe aufgrund finanzieller Probleme vor dem Aus. Was in dieser Art natürlich überhaupt nicht stimme. Im Gegenteil: Bald werde eine Bäckerei/Konditorei, eine Pizzeria (Déjà vu?) sowie ein Eventsaal für 500 Personen eröffnet.
Nun, gleichzeitig weiss jeder, dass sich die ICZ für eine Restaurationsvariante entschieden hat, um einen eigenen umfangreichen fleischigen Betrieb in ihren renovierten Lokalitäten instand zu setzen.
Ein Lokal für 500 Personen zu finden, ist in der zunehmenden Platzknappheit der Stadt Zürich, kein einfaches Unterfangen. Grosszügig ausgelegt könnte dieses Kriterium auch auf die Räumlichkeiten der ICZ zutreffen. Dass hierin auch für (zumindest einen Teil der) Ausweitung der gastronomischen Aktivitäten der "Baranes-Gruppe" zutreffe, ist zumindest denkbar.
Wie gesagt, es ist ein Gerücht und eine Zusammenarbeit würde sich somit wenigstens logisch erklären lassen. Dass der Schreibende dies zumindest für die ICZ als eine sehr schlechte Idee hält, basiert vor allem auf persönlicher Einschätzung von Potential, Fähigkeiten, Zumutbarkeit und letztendlich Transparenz einzelner Beteiligter.
Hoffen wir also auf das Beste (bzw. auf etwas besseres).

Donnerstag, 19. Mai 2011

Challes-Alarm!

Wir stützen uns wie immer auf Quellen, die wir nicht persönlich kennen und denen wir die Beaufsichtigung unserer Kinder kaum zutrauen würden. Aber es scheint die Shmueh zu kursieren, dass die berühmt-berüchtigte Zürcher (bzw. Affoltermer) Gourmet-Bäckerei Lasova (neuerdings sogar mit einer eigenen Homepage!) für den kommenden Schabbat in Lieferengpässe geraten könnte bzw. gar nicht produzieren werden kann. Entgegen der Zürcher Usanz, dass in solchen Fällen vor allem Hechscher-Probleme angeführt werden können, scheint die praktische Hürde gemäss den Nachforschungen von Yves Bourgignon von der JLFG (JLeague Foundation für Gourmologie) diesmal darin zu liegen, dass ... der Bäcker das Weite gesucht hat. Na dann, gute Besserung.

Eyn Kemach - eyn Torah.

Eyn Ofeh - eyn Challot.


Wir bleiben dran. Vielleicht hat der Backmeister ja den letzten IGFKL-Update erhalten, wonach urplötzlich die halbe Migros-Milchprodukte-Palette nicht mehr als koscher zu betrachten ist. Was in diesem Produkte-Volumen doch ein ziemlich merkwürdige Kehrtwende ist.

Donnerstag, 12. Mai 2011

Hillary Clinton und Photoshop



Sauber einen sitzen haben im Übrigen auch diese Herren. Tönt ein bisschen wie ein Ad Hoc-Geschäftigkeitssgremium, nur hört ihnen zum Glück niemand zu. Also anschauen, Kopf schütteln, den wichtigen Herrn bemerken, der sogar in dieser wichtigen Stunde, dem Beginn der Revolution, einen Anruf von jemand enorm wichtigem kassiert. Unglücklich.

Z'Nojork i de Staate äne

Hallo meine lieben Liebenden

Hier ein erster Zwischenreport aus der Stadt, die niemals schläft. Um es Euch und mir ein wenig einfacher zu machen, gibt's einfach ein paar Bilder:

Zuerst ein Dank, dass Fädi hier null in der Krise ist und beispielsweise am Times Square omnipräsent ist. Das sieht dann z.B. so aus:


Dann ein kopfschüttelndes Bravo an den Umgang mit den Ereignissen der letzten Woche. Wirklich ein sehr äusserst subtiles T-Shirt...


Und schliesslich noch ein Dank an die vielen Verrückten hier. Stellvertretend diese beiden Musiker (der 1. war wenigstens gut):




Das war's schon fürs Erste.

Bis bald und adje minand

Dienstag, 10. Mai 2011

ELSA-Mozzarella: Update

Die Fraktion für Koscher-Guerilla und Weltfrieden vermeldet an dieser Stelle zwei kleine Präzisierungen:

Erstens. Wir fühlen uns als bisherige Vertreter der Zweifel-Paprika-Masslosvertilger geehrt, den Kampf mit einer neuen Kategorie aufzunehmen. Nämlich wurde eben bekannt, dass die Paprika-Version der Budget-Chips nun ebenfalls auf der Koscherliste steht. Auf jetzt, entlastet Eure Haushaltsausgaben.

Zweitens. Auch die Snacketti-BBQs sind nun auf der Koscherliste. Da man nach dem Snacketti-Konsum jeweils das Völlegefühl verspürt, das man auch vor ihnen hatte, handelt es sich um ein Nullsummenspiel.

Drittens und zur eigentlichen Causa dieses Updates: Der Koscherkommissar und Coiffeur des Stiefgöttis von Churban Brünzel hat sich in heiliger Mission begeben und hat ein ebenfalls unverzichtbares Element der koscheren Küche wieder erforscht: die smiley-versehenen Budget-Mozzarella-Ziegel (geschmacklich übrigens in jeglicher Hinsicht empfehlenswert). Dabei hat sich herausgestellt, dass ELSA die Mozzarella (also auch die Alfredo-Reihe) nicht mehr selbst herstellt, sondern von Emmi bezieht. Emmi jedoch führt sie noch nicht auf ihrer bekannten Lab-Liste (gehört inzwischen aufgrund ihren Werts schon fast eingerahmt und danach in die Gnisa), weshalb weitere Forschungsaktivitäten nötig sind.

Wir bleiben dran. Und warten sehnlichst auf positive Bescheide.


PS: Wir vermelden übrigens, dass anscheinend der Urheber des Ausdrucks "polnisches Frischfleisch" und VR-Präsident der Hameyvin Yovin-Fraktion angeblich im Heiligen Ländle eine wahrhaftige Metzgerei eröffnet hat. Und sich dabei auch noch einen sehr guten Hechscher gezogen hat. Ohne weitere Kommentare, bitte.

Montag, 2. Mai 2011

Vergesst den Apple-Hype!

Während sich die einen alles daran setzen, die eigene Blutzusammensetzung rasch möglichst wieder auf den normalen Stand zu bringen, haben andere endlich das technische Gerät entwickelt, auf das alle sehnlichst gewartet haben. Here is what you need!

Vergesst die langen Schlangen vor den Apple-Shops dieser Welt, vergesst die campierenden Freaks, die vor Ort übernachten, um sich das erste iPhone oder iPad zu ergattern. Bestellungen für dieses unverzichtbare Gadget nimmt das Redaktionsteam gegen Vorauszahlung gerne entgegen. Über die Lieferzeiten kann zum jetzigen Zeitpunkt noch keine verlässlichen Angaben gemacht werden.

Jetzt kommt das «koschere» Smartphone

Eine israelische Telefongesellschaft wirbt bei ultraorthodoxen Juden einem Zeitungsbericht zufolge mit einem «koscheren Smartphone», das ausschliesslich über ein jiddischsprachiges Menü zu bedienen ist.

Fromme Klingeltöne

Wie bereits andere Telefone zuvor habe auch das neue Gerät «keinen SMS-Dienst, keinen Internetzugang, weder Facebook noch E-Mail und noch nicht einmal eine Kamera», um fromme Juden nicht in Versuchung zu führen, berichtete die Tageszeitung «Jediot Aharonot» am Mittwoch.

Wirklich neu seien jedoch die einsprachige Menüführung sowie eine grosse Auswahl frommer Klingeltöne. Wer am Sabbat einen Anruf tätige, zahle einen übermässig hohen Minutenpreis von zehn Schekel (etwa zwei Euro), hiess es weiter.

Vier Monate für die Übersetzung ins Jiddische

Nach Angaben des Anbieters Accel Telecom gegenüber der Zeitung brauchten zwei Übersetzer rund vier Monate, um das Menü ins Jiddische zu übersetzen. In der dem Deutschen verwandten Sprache hiessen Klingeltöne auf dem Gerät nun «Klingen» und der Bildschirmschoner «Schirm Verteidikung».

Um den Segen von Rabbinern für das Gerät zu erhalten, musste Accel Telecom der Zeitung zufolge nachweisen, dass selbst technikversierte Nutzer keine der eingebauten Sperren des Telefons überwinden können. Für das Gerät gebe es einen Markt von bis zu 400'000 ultraorthodoxen Juden.

(Quelle: tagesanzeiger.ch)