Mittwoch, 24. Juni 2009

Wimble-Döner: Day III - 24 June 09

Time to say good bye...

Die ersten beiden Spieltage in Wimbledon sind traditionellerweise diejenigen, wo den Briten schonungslos aufgezeigt wird, dass ihre sportlichen Ambitionen in keinem Verhältnis zur Realität stehen. Von 11 angetretenen Spielern haben genau zwei den Schritt in die zweite Runde geschafft. Aber der Sport wäre ja unertragbar, wenn sich Erfolg nach Erfolg reihen würde. Dieser Umstand widerspiegelt sich in der kürzlich geäusserten Forderung nach einer Entlassung von Fabio Capello, seines Zeichens Manager der Three Lions, da eine Serie von sechs Siegen den Plebs davon abhält die Leistung der Nationalmannschaft in den Pööbs (angelsächsisch für Wirtsstube) zu denunzieren.

Langer Rede kurzer Sinn, wir verabschieden uns mit dem olympischen Gedanken und danken eurem Messirus Nejfesh, euch jedes Jahr wieder als Favoritenfutter zur Verfügung zu stellen.

HM

Dienstag, 23. Juni 2009

Wimble-Döner: Day II - 23 June 2009

Fellow sportmen


Der erste Spieltag hat ja wenig überraschendes gebracht, ausser vielleicht das Ausscheiden von James Blake, der dies wie folgt kommentiert: "127 Spieler werden dieses Turnier als Verlierer verlassen." Wo er recht hat, hat er recht.


Darum wollen wir uns heute einmal der Mode widmen. Wimbledon ist ja das einzige Turnier, welches das Tennis noch als weissen Sport anerkennt, und darum sind die zugelassenen Outfits strengstens reglementiert.

Die verschiedenen Ausrüster kommmen immer wieder mit neuen Ideen und Varianten. King Rotscher hat in den vergangenen Jahren bis dato jedes Jahr wieder auf ein Neues überrascht (Bildstrecke). Dieses Jahr sogar mit Weste, was dem BBC-Kommentator offensichtlich gefiel:
"A polite buzz of anticipation fills the air - and here come the players! My giddy aunts - what a jacket that is. A round-neck, sub-Beatles '63 collar, military pockets on breast and shoulder and the usual gold 'RF' monogrammed across the breast. If Roger was to wear it on genuine military manoeuvres, he'd have to hope he'd be posted to the Arctic Circle or he'd stick out like a whitewashed thumb.
Now this we didn't expect - there's a waistcoat under the jacket! Now Rog looks like he's off to serve food at a 1940s Guardsmans' dinner."
Auch wenn's ja ganz nett ausschaut, hoffentlich steht Tennis bald wieder im Mittelpunkt.
HM

Montag, 22. Juni 2009

Wimble-Döner: Day I – 22 June 2009




Dear folks

Eine nervenaufreibende Angelegenheit war das, die zwei Wochen ohne richtiges Tennis zwischen Roland Garros und den traditionellen All England Championships zu Wimbledon. Schlagzeilen gab’s ja genug, sei es die Kampfansage des schottischen Grossmauls Mörri oder die Schlotterknie des Wunderkinds aus dem 17. Bundesland Mall-Orka. Aber das richtige Kribbeln kam erst heute morgen, als sich die Pforten das altehrwürdigen All England Lawn Tennis and Croquet Club öffneten und die britischen Camper, die gestern noch husch ihre Zelte von Silverstone an die Church Road im Südwesten Londons verlegen mussten, sich die letzten Tickets für das bevorstehende Auftaktspiel unseres Roschee National ergatterten.

Nun, wir sind gespannt was das diesjährige Turnier mit sich bringt, und wir sind froh, dass dank neuem Dach über dem Centre Court dieses Jahr keine Übertragung von Regentropfen-Rennen stattfinden muss.

Und nun widmen wir uns dem Wesentliche: das Auftaktspiel – Liveticker


HM

Sonntag, 21. Juni 2009

Link of the Day: Shidduchdateguide


Aufgrund vielseitigen Wunsches und eines überwiegenden öffentlichen Interesses an der Verbreitung nützlichen Wissens sei hiermit auf einen zugeflogenen Link verwiesen, auf den wir Ende vergangener Woche aufmerksam geworden sind.
Bekanntlich sind gerade heute passende Lokalitäten für besondere Gelegenheiten rar geworden. Nur zu schnell entpuppt sich ein Geheimtipp zu einer stadtweit bekannten Gewissheit. Oftmals kreuzt man irgendwo auf, in der vermeintlichen Gewissheit, keine bekannten Gesichter begrüssen zu müssen und wird dann schnurstracks eines Besseren belehrt.
So ist das auch bei den Schidduchim (ich verkneife mir hier eine Analogie zu den katastrophalen Überleitungen zwischen Sportberichten unseres nationalen Konzessionsfressers). In der Sparte der intergeschlechtlichen Treffpunkte zur Erörterung etwaiger Kompatibilität für ein Bais Neemon, wo doch Diskretion wichtiger ist als an vielen anderen Orten, wobei dies immer noch auf öffentlichem Raum, fehlt es je länger desto öfter an geeigneten Orten, wo man in Anonymität und in der notwendigen Kulisse unbekannter Gesichter Kenntnis der vorgestellten Hälfte erlangen soll.
Dieses Manko wurde nun vom Stiefzwilling des Coiffeurs meines geliebten Pudels erörtert und versucht unter Belebung der Community-Homepage www.shidduchdateguide.com zu beheben. Man darf sich an dieser Stelle fragen, ob das Internet überhaupt passendes Medium hierfür sein kann, ist doch bekannt, dass vor allem in den charedischen Gemeinden ein Bann für diese Art der Kommunikation oder Informationsbeschaffung besteht (siehe Vorgeschichte). Der Ansatz ist jedoch absolut löblich: Indem man die Vorteile des Internets in seinen positivisten Zügen und nützlichsten Anwendungsmöglichkeiten aufzeigt, kann man vielleicht die betreffenden Entscheidungsträger zu Konzessionen bewegen. Die Hoffnung stirbt jedenfalls zuletzt.
Das Publikum wird in diesem Sinne gebeten, dieser hochnützlichen Initiative Leben einzuhauchen und sie mit weiteren Inputs für etwas alternativere und dennoch sehenswerte Örtlichkeiten zu bereichern.
Mir kommen hierzu spontan gleich folgende Bereicherungen in den Sinn:
1) Dinosauriermuseum im Aatal. Wenn man den möglichenAufbau einer Familie in Betracht zieht, sollte man zuerst über die Wurzeln der Evolution und deren Verträglichkeit mit der Überlieferung denken. Sozusagen aus der Vergangenheit lernen und so mit stolzer Brust gemeinsam in die Zukunft schreiten (ich bewerbe mich jetzt dann auch als Ethikprofessor).
2) Die Terrasse des Unique-Flughafens in Kloten: Um etwas Magie auch in älteren Jahren bewahren zu können, soll man gemeinsam auch das Abheben erlernen.
3) Whiskyclub im Minjan Wollishofen (natürlich nicht ohne selbst für einen edlen Tropfen gesorgt zu haben): Erstens sieht man die wahre Seele eines Mannes nur, wenn sie durch feinen Malz beträufelt wurde. Zweitens erkennt man so bei der Frau auch noch gleich, ob sie eine zureichend tolerante Person ist. Drittens leistet man so einen Beitrag zum kollektiven Freudentaumel und erweist sich als grosszügige Seele (haut angeblich bei Frauen als Aufreissmasche unheimlich hin). Viertens ist jemand da, falls Beni Frenkel's Blase versagen sollte und er wieder mal auf akuter Suche nach einer Toilette ist (ja Beni, wenn Du wirklich willst, dass Deine Bisi-Probleme in der Öffentlichkeit diskutiert werden, leisten wir dem sehr gerne Folge).
Bonustrack: Die Klopstockwiese bei Nacht: Angeblich sehr gut besucht, wenn auch nicht von den ganz feinen Baalei Batim (natürlich alle männlich). Auch wenn sie wohl eher ungestört ihren Vorlieben frönen möchten: Man kann auch von ihnen was lernen und Teilen ist schliesslich etwas Schönes.

Erneut ein israelischer Fussballer in der Super League?


Neuchâtel Xamax und sein Sportchef Paolo Urfer haben das israelische Supertalent Itay Shechter an der Angel. Urfer steht schon seit Monaten mit dem Stürmer und seinem Agenten in Kontakt und hatte den Spieler bereits länger als "Antrittsgeschenk" für seinen neuen Verein im Hinterkopf.
(Quelle: 20min.ch)

Freitag, 19. Juni 2009

Verehrte Chassidim

Mit grossem Stolz präsentiere ich Euch das Festprogramm des diesjährigen Rigi-Schwingen. Auch heuer werden wieder zehntausende Schlachtebummler zum Sportereignis des Jahres erwartet. Und mittendrin der CC-Mob.

Das Programm gestaltet sich wie folgt (Kwälle):

Festprogramm

05.25 Abfahrt ab Goldau für Festleitung, Komitee
06.32 / 06.52 Abfahrt ab Goldau für Gäste und Schwinger
05.55/06.49 Abfahrt ab Vitznau für Gäste und Schwinger
07.20 / 07.50 Abfahrt ab Weggis Luftseilbahn für Gäste und Schwinger
08.00 Berggottesdienst beim Festplatz
08.15 Sitzung des Kampfgerichtes im Rechnungsbüro (Blockhütte beim Festplatz)
08.45 Anschwingen (Schwinger unbedingt pünktlich antreten!)
ab 11.00 Apéro für Ehrengäste, Sponsoren und Ehrenmitglieder im Eventzelt Station Rigi Staffel
11.45 Bankett im Eventzelt
13.00 Beginn des Steinstossens beim Berghaus
13.15 Fortsetzung des Schwingens
14.15 Grosser Alpaufzug durch den Festplatz
15.00 Ausstich, Steinstossen im Festplatz
ca. 17.30
Rangverkündigung auf dem Festplatz

Unterhaltung auf dem Festplatz:
Ländlerkapelle, Jodelvorträge, Fahnenschwingen, Alphornbläser, Geisslechlepfer


Offene Fragen und Kommentare:


- Wie Ihr sehen könnt, werden wir uns etwas früher aus den Federn erheben müssen, findet doch um 08.00 ein gemeinsames Schacharis auf der Rigi-Kulm statt. Unbestätigten Gerüchten zufolge wird ein Tfillin-Stand von den 770ern eingerichtet.
- Um was geht bei der Sitzung des Kampfgerichts? Was wird im Rechnungsbüro gerechnet???
- Geht eigentlich wirklich jeder Goj um 11.45 bereits zum Mittagessen?
- Falls jeder einverstanden ist, werden wir unseren Stein bereits vor 13.00 Uhr stossen
- Werden dieses Jahr wieder Greenpeace-Aktivisten den Alpaufzug stören, weil die Kühe ohne Feinpartikelfilter ausgestattet sind und somit zuviel Methan in die Atmosphäre pusten?
- Ich bin auch dafür, dass man mehrmals Steine stösst
- Was ist denn ein "Jodelvortrag"? Und ist die Vorstellung der "Geisslechlepfer" jugendfrei?

Die Antworten werden wir finden, spätestens am 12. Juli.


Von den All-England Championships
Her Majesty

Dienstag, 16. Juni 2009

Nach dem Grümpeli ist vor dem Grümpeli

Und so ist ein erstes Highlight des Sommers 2009 an uns vorbeigezischt. Die einen schwelgen immer noch in Jubelszenen, andere versuchen, das Erlebte therapeutisch in Worte zu fassen, während Dritte (besessenhaft wie Cristiano Ronaldo angezogene) wohl immer noch nach faulen Sprüchen suchen, die sie in ätzender und pseudobelustigender Weise versuchen an den Mann zu bringen.
Aber es ist ja ein bekanntes Phänomen, dass das Grümpeli nicht das einzige Erinnerungswerte in einem ganzen Jahreszyklus sein kann. Dieses Wochenende holt uns die Schafskälte ein und dann kommt schon bald wieder der Winter. Und mit ihm das Whiskyschiff. Vorher sollte da noch der berühmt-angekündigte Ausflug an einen Schwingomat stattfinden. Mehr dazu wird in Bälde auch im Blog Eures Vertrauens zu finden sein.
Und wenn's aber vor Traurigkeit und Sehnsucht nach brillanten Momenten, wie sie uns der Sonntag eben offeriert hat, nicht mehr geht, so kann uns immer noch der Gedanke retten, dass es anderen noch schlechter geht, welche zum Beispiel neulich ihre Beziehung beenden mussten. Sedo lüeg.

Post Grümpeli Interview

Nach den aufwühlenden Ereignissen vom Wochenende hat sich Grasl spontan für ein Inteview zur Verfügung gestellt.

Bitte schön:


Wie war ihr genereller Eindruck vom diesjährigen Turnier? Enttäuscht über die wenigen Aktivenmannschaften?
Die Organisation war wie erwartet und gwohnt 1a. Den Teilnehmern wurde nicht mehr und nicht weniger geboten als was nötig war. Ein Fussballplatz, Kabinen in der Nähe, eine Wurst über Mittag und ein super Zeitplan. Das einzige Manko aus organisatorischer Sicht, waren die wenigen Schattenplätze.
Natürlich sind die wenigen Aktivmannschaften an sich eine Entäuschung doch habe ich inzwischen die Ursache herausgefunden. Publicity war dieses Jahr eindeutig ungenügend. Es gibt Teams, welche zwar jedes Jahr dabei sind, doch müssen diese zuerst ein Monat lang von Freunden und Bekannten hören, dass das Grümpeli auch dieses Jahr wieder stattfindet. Erst dann melden diese Mannschaften sich an.
Dieses Jahr sind die Anmeldungen erstens zu spät und zweitens lediglich an die Captains des letztjährigen Turnier versendet worden. Warum nicht ein Mail an den Makkabi, Hakoah und JTV Verantwortlichen, sowie ins Kescherli?!

Wie schätzen sie ihre eigene Leistung ein?
Ich bin zufrieden mit meiner Leistung. Erstmals habe ich vor allem den defensiven Part im Team übernommen. Da ich bekanntlicherweise gerne Druck von hinten mache, um so auch den einen oder anderen Distanzschuss zu wagen, kommt mir diese Rolle entgegen. Ich bin nicht der Typ Spieler der mit dem Rücken zum Tor den Ball erhält und dann sich selbst eine Fallrückzieher auflegt. So konnte ich aus der Verteidigung raus den einen oder anderen schönen Angriff lancieren und hin und wieder ein Tor erzielen. Sehr zufrieden war ich mit meiner Penaltyverwertung. Schade das mir im Halbfinale die Kraft für den einen oder anderen Effort gefehlt hat, aber es war einfach zu warm!

Wie ist es gegen den Überraschungsfinalisten ausgeschieden zu sein?
Ganz erhlich gesagt, im ersten Moment ist es einfach hart, zum dritten Mal hintereinander im Penaltyschiessen auszuscheiden. Da spielt der Gegener noch keine Rolle. Dann kommen Gedanken auf, dass man dem Gegener eigentlich spielerisch hochaus überlegen sein sollte, das nervt einen Moment. Heuer (oder auf Österreichisch, Heier) war der Schmerz tatsächlich nur von sehr kurzer Dauer und zwar aus 3 Gründen: Erstens wurde das Halbfinale erreicht, was besser war als die letzten 2 Jahre, wo wir jeweils im Viertelfinale ausgeschieden sind.
Zweitens hat dasjenige Team uns geschlagen, welches seit Jahren einen Platz in meinem Grümpeliherzen einnimmt und drittens wurden wir von einem cleveren Team geschlagen, welches es nach X Anläufen endlich verstanden hat, wie man am Grümpeli erfolgreich spielt. Nochmals Respekt für diese Leistung.

Können sie die Stimmung während des Achtelfinals der 613-0825-1818 beschreiben?
Das Achtelfinale war schlicht und einfach der helle wahnisnn. Gänsehautstimmung pur! Man muss sich die Ausgangslage einfach nochmals vor Augen führen. Favorit gegen Underdog. Der Underdog schiesst per Befreiungsschuss das 0:1 und plötzlich muss in den Köpfen der Spieler ein Umdenken stattfinden. Anstatt sich mit Anstand aus dem Turnier zu verabschieden geht es plötzlich ums Überleben! Da gehen auch die Fans und Coaches, als welchen ich mich in dem Moment wie viele andere betrachet habe, voll mit! Ich wäre gerne selbst auf den Platz gegangen und den Guysolino nach der Parade umarmt bzw. den Spielern während der Defensivarbeit einen Tritt in den Tuches, als Motivationsschub, gegeben. Ich denke, der Stutz betrachtet mich nach diesem Spiel zurecht als komplett abnormal. Der hat nicht verstanden dass ich so mitgehen konnte.
Sinnbildlich für die Stimmung und auch unvergesslich, dass Herr Schnuffel nach dem Tor als erstes mit Ringolf, kein Mitspieler, einen Früchtejubel durchgeführt hat. Ich könnte noch stundenlang über dieses Achtelfinale erzählen, für mich schon jetzt eine Legende. Dieses Spiel war die Initialzündung, nicht nur für das diesjährige Turnier.

Gerüchteweise gabs ein gepflegtes FWW während des Turniers, was sagen sie dazu?
Sowohl aus dem Basler als auch aus dem Zürcher Mob machten bereits im Vorfeld solche Gerüchte die Runde. Das FWW fand schlussenldich sehr ungepflegt im zweiten Halbfinale des Tages statt. Ohne die ganze Geschichte aufzuwicklen, waren Überraschenderweise die Schlächter, ohne explizite Anküdnigung, mitten drin statt nur dabei. Wobei der ältere Bruder die Funktion des Schlichters einnehmen wollte; soll ja bekanntlicherweise seine Stärke sein.

Wer sind die Sieger/Verlierer des Turniers?
Die Sieger sind für mich die beiden Finalisten. Ohne den klassischen Satz benützen zu wohlen, dass ja beide Finalisten eigentlich Gewinner sein sollten.
613-825-1818 gehören für mich aus bereits mehrmals erwähnten Gründen zu den Gewinnern.
Zum zweiten die Gewinner des Turniers. Sie haben es verstanden die Gunst der Stunde auszunützen, dass diverse Favoriten gestrauchelt sind. Mit schnörkellosem Zusammenspiel und gueter Besetzung auf allen Positionen haben sich schlicht und einfach ihre Qualitäten ausgespielt. Es war nicht spektakulär anzuschauen, aber sehr effektiv. Schappo für das Tempo und die Kraft, mit welchem sie auch im Finale nach einem langen heissen Tag noch aufgespielt haben.
Die Verlierer sind für mich die beiden Finalisten der letzten 2 Jahre.
Die Titans haben sich auf Grund diverser Abwesenheiten von einer homogenen Gruppe aus (Fussball)freunden zu einer heterogenen Truppe mit guten Einzelspielern entwickelt. So gewinnt man das Turnier nicht.
Die Genfer haben es nach 2maligem Finalverlust nicht zustande gebracht, die Gunst der Stunde, dass diverse mit klangvollen Namen gespickten Teams ausgeschieden sind, auszunützen.

Wo ist Churban Brünzel?
Churban konnte am Turnier nicht teilnehmen, da seine Herkunft (Eltern) nicht ganz klar ist. Obwohl, eine Orle war auf jeden Fall nicht ersichtlich, wie bei der Glühbirne.
Churbi arbeitet nach wie vor als Nahostkorrespondent. Siehe auch die diversen Treffer via Google.

Lebt Bruno Manser noch?
Gemäss Tripolensischem Post von letzter Woche lebt er noch. Er arbeitet nun als freier Autor am Confed Cup für die WOZ.

Danke

Danke auch!

Cinderella Story

Geschätzte Freunde des gepflegten Rasenschachs,

Wundersames hat sich am letzten Sonntag auf dem Sportplatz Schützenmatte zu Basel ereignet. Nicht die favorisierten Basler, Makkabäer oder die Russen standen im Final des diesjährigen Grümpelturniers, nein, die Gesandtschaft des Leitmediums der jüdischen Jugend, die Schreibtischtäter dieses Blogs kämpften sich heroisch bis in den Final. Aber alles schön der Reihe nach.

Bereits die Matchvorbereitung verlief harzig bis schleppend, da der geschätzte Djibril seine obligate Verspätung einhielt und man deshalb mit dem Anpfiff auf den Platz einlief. Dementsprechend verlief nicht nur das erste Spiel, welches 1-1 endete, sondern gleich die ganze Vorrunde. Angezählt in den Seilen hängend oder anders ausgedrückt, abgeschlagen als letzter der Gruppe mit nur einem Punkt aus 4 Spielen und einem erzielten Tor ging es in die Mittagspause. Hier spielten sich diie entscheidenden Szenen für den weiteren Verlauf des Turniers ab. Der Mannschaftsrat entschied sich aufgrund der aussichts-, ja sogar auswegslosen Situation zur einzig richtigen Entscheidung in diesem Moment, zu absoluter Entspannung. Ohne grosse Hoffnung harrte man also dem finalen Niederschlag im Achtelfinal gegen die Russen, notabene Gruppenerster. Nachdem in der Vorrunde versucht wurde offensiv zu spielen und das Team daran grandios gescheitert war, wurde entschlossen die Taktik umzustellen. Ein destruktives 3-1, aus einer gesichterten Abwehr heraus sollte man probieren das 0-0 so lange wie möglich zu halten und entweder den Lucky Punch oder das Penaltyschiessen zu erzwingen. Los ging es, mit den Zuschauern im Rücken und gecoacht durch die mehrmalige Siegermannschaft der Eskimos. Gleich in der ersten Minute ein Hammer in Richtung CC Tor, zum Glück pariert durch Lino. Die Russen drückten, zwängten und probierten, es sollte jedoch alles anders kommen. Tripogonz nahm sich ein Herz, wollte eigentlich nur den Ball nach vorne dreschen, doch alle Fussballgötter hatten ein Erbarmen mit uns. Der Ball wurde lang und länger, kam gefährlich vors Tor und plötzlich, war er drin. Unglaublich. Die Erde hörte sich für einen Moment auf zu drehen, die Sonne ging für Sekundbruchteile aus. Wir waren in Führung. Unglaublich. Die Russen waren angezählt, stachelten sich nochmals auf, der CC kämpfte, rackerte und zeigte Biss. Die Sekunden wollten nicht vorübergehen, doch dann war es soweit. Abpfiff. Man war eine Runde weiter.

Im nächsten Spiel ein Gegner, den man nicht unterschätzen durfte, eine Nachwuchsmannschaft mit grossem Potenzial. Die Taktik blieb unverändert, Penaltyschiessen oder Luckypunch. Das Spiel ist kurz Zusammengefasst, keine Tore und noch weniger Torchancen. Das Penaltyschiessen kam in grossen Schritten auf einen zu. Wer sollte schiessen? Tripogonz nicht, soviel war klar. Her Majesty, KP und Stutz sollten es probieren. Plötzlich strömten Zuschauer auf den Platz, Lino suchte verzweifelt nach irgendwelchen Tips von erfahreren Spielern. Panik machte sich breit. Der Gegner lief an, drin. Stutz für den CC, in seinen Augen lag blanker Horror, doch verwandelte er Souverän. Zweiter Versuch des Gegners, in die Mitte geschossen, keine Chance für den Lino. KP lief an, er schien irgendwie entrückt zu sein von allem, verwandelte sicher. Dritter Versuch für den Gegner, Sruli R. gab Lino den Tip sich nur auf den Ball zu fokussieren. Der Gegner lief an, ich schaute auf den Ball, irgendwie herrschte Totenstille plötzlich, dann, gehalten, pariert, die Chance aufs Weiterkommen zum greifen nahe. Vor Nervosität schaffte ich es kaum hinzusehen als Her Majesty zum finalen Penalty anlief. Dann ist er drin. Wieder weiter. Unglaubliche Freude, unglaubliche Erleichterung. Im Halbfinale. Purer Wahnsinn.

Im Halbfinale warteten die Eskimos, die Erfinder des Grümpelicatenaccios welchen sie bis zur Perfektion beherrschen. Ein Gegner, fähig aus dem nichts ein Tor zu erzielen und den Vorsprung ohne Mühe verwalten zu können. Im Spiel waren Sie die bessere Mannschaft, erspielten sich aber genauso wie wir kein wirklichen Torchancen, Tripogonz verhinderte mit gesunder Härte, sprich einem Foul, ein mögliches Tor. Schon wieder ein Penaltyschiessen, die Schützen vom CC die selben wie beim letzen Mal. Es begannen die Eskimos mit Nechunja H. dem Debütanten für die Männer aus dem Norden, mit einem Versuch neben das Tor. KP lief an, mit roboterhaften Bewegungen, gleich einer Maschine versenkte er ihn im Tor. Zweiter Versuch für die Eskimos, ich wusste dass Grasl in die Mitte schiessen wird, doch der Ball war so schnell das er nicht zu halten war. Stutz lief an, wird zurückgepfiffen, man ihm sah fömlich die Nervosität an, zweiter Versuch, die Glühbirne lenkte den Schuss an den Pfosten, gehalten. Letzter Versuch für die Eskimos, le General lief an, an den Innenpfosten, der Ball kullerte Ewigkeiten der Linie entlang, wieder hatte man das Gefühl die Erde hielt für einen Moment den Atem an, schlussendlich kullerte er aus dem Tor, wieder vorbei. Her Majesty nahm sich den Ball, keine Angst war zu sehen, drei Schritte anlauf, Sauber verwandelt. Es brachen alle Dämme, sowohl auf und auch neben dem Platz. Wir standen im Finale, selbst heute noch hört sich das unverschämt schön an, fast nicht zu glauben, selbst jetzt habe ich schon wieder feuchte Hände. Einfach schön.

Wir verloren schlussendlich das Finale ohne eine wirkliche Chance zu haben mit 3-0, es kam aber auch gar nicht mehr drauf an. Wir mussten uns nichts mehr beweisen, nicht mehr für die Galerie schön spielen und dann trotzdem verlieren. Wir waren im Finale, als krasser Aussenseiter haben wir uns sportlich dafür qualifiziert, alles andere interessiert nicht.

Eigentlich müssten wir als Mannschaft unseren Rücktritt erklären, denn besser gehts nicht mehr. Ich zweifle aber schwer daran. In diesem Sinne, nach dem Grümpeli ist vor dem Grümpeli, auf ein neues im nächsten Jahr.

Euer treu ergenbenster

Montag, 15. Juni 2009

Grümpeli 09: 613-825-1818; Ein Sommermärchen

Es gibt Sie also auch tatsächlich in der Amateurfussballwelt. Diese Fussballwunder, welche eigentlich niemand so richtig erklären kann.

Da machen sich 8 anfangs topmotivierte Fussballfreunde auf, den ganzen Grümpeliladen mal richtig aufzumischen.
Bis zum Mittagessen war die Motivation nach sackschwacher Vorrundenleistung so niedrig, dass man erstmals (!) an einem Grümpeli zum Antidepressiva aka Nejgelwasser greifen musste. Man stelle sich das vor!

Doch einmal mehr war diese Handlung die Initialzündung. Wo sonst beim PES 09 genau diese Aktion zum fast sicheren Verlust des nächsten Spieles führt, war es diesmal eine regelrechte Schubumkehr.

Einmal das System in ein destruktives aber sehr effektives 3-1 umgestellt mit den richtigen Protagonisten auf den richtigen Postitionen, mogelt sich das Team tatsächlich bis in das Finale!! Der absolute Wahnsinn.

Auf dem Höhenflug hat diese Mannschaft, welche je länger desto mehr als verschworene Truppe aufgetreten ist, Bemerkenswertes erreicht:

- Erstmals seit Beginn der Neuzeit und der Wettermessung hat ein Team im ganzen Turnier 2 Tore geschossen und das Finale erreicht!

- Der einstige Angstgegner Eskimos wurde in einem niveauarmen aber dramatischen Kampf nach X Anläufen im Penaltyschiessen erstmals niedergerungen!

- Das Team hat im Laufe des Mittagessens eine regelrechte defensive Metamorphose durchgemacht. Plötzlich konnte der Laden dicht gehalten werden, wo am gleichen Tag, in den Vorrundenspielen noch haarsträubende Fehler begangen wurden.

- Zum ersten Mal in einem Turnier der 1818er, hat der Torwart im Achtelfinale und Viertelfinale den Unterschied ausgemacht!



Nun noch ein paar Statistiken, welche das eindrückliche Erreichen des Finales unterstreichen sollen:

- Das Team 613-825-1818 hat kein einziges Tor bei eigenem Abstoss erhalten.

- Bei gegnerischem Ballbesitz ist nie ein Spieler im Offside gestanden.

- Tamtam hat in 10 Grümpeli hintereinander nicht auf das gegnerische Tor geschossen.

- Herr Schnuffel wurde zum x- ten Mal Torschützenkönig des Teams.



Kommen wir nun zu den einzelnen Kritiken. Das Team hat in den zwei Tageshälften so komplett verwandelt gespielt, dass die jeweils erste Note für den Morgen gilt und die zwote für die Finalrunde:

Torwart Guysolino:

Solide Leistung am Morgen, läuft im Achtelfinale zur absoluten Topform auf, wird im Viertelfinale zum Penaltyhelden und bleibt bis zum Turnierende, ein verlässlicher Rückhalt. Note am Morgen: 4.5 Note am Nachmittag 5.75

Her Majesty:

Hat nach Ratschlag eines zukünftigen Halbfinalgegners festgestellt, dass er sich auf das Wesentliche konzentrieren sollte, nämlich die Tore zu verhindern (Matchentscheidend an einem Grümpeli) und das Spiel versuchen in Ruhe aufzubauen. Einziges Manko: Effektive Pässe und Schüsse aufs gegnerische Tor haben gefehlt. 4.0 und 5.5



TamTam:

Die Mangelnde Spielpraxis war klar ersichtlich. War aber wie gewohnt, der erhoffte Rückhalt. Fand je länger das Turnier ging, immer mehr zu seinem Spiel. Ein Gewinn für die defensive. Offensiv harmlos: 3.75 und 5

KP:

Der Motivator und Spassvogler (kein freudscher Versprecher) im Team. Am Morgen auf Irrwegen am Nachmittag durch enormen Einsatz aufgefallen. Die Kaltblütigkeit im Penaltyschiessen war beeindruckend. 3.75 und 5.5



Schnuffel:

Der Captain konnte die Adduktorenverletzung nicht ganz verdrängen. War nicht sein bestes Turnier, hat aber mit seinem Tor im Achtelfinale den Zug in die richtigen Bahnen gelenkt. Enorm wichtig für das Team als Motivator und Antreiber. Zu hartes Einsteigen im Halbfinale (zu unrecht) und Finale (zurecht).

3.75 und 5.

Stutz:

Defensiv stark, offensiv nix. Traut sich nichts zu. Schöner Schuss im Viertelfinale an das Gestänge. Hat als einziger Spieler das ganze Turnier durch auf konstantem Niveau mit wenigen Ausreissern nach unten und oben gespielt. 4.5 und 5

Fisch:

Der erhoffte Wadenbeisser hat seinem Namen wieder mal alle Ehre gemacht. Konnte sein offensives Potential nicht abrufen, die Technik sollte es eigentlich zu mehr zulassen. Hinten ganz stark Kimi. 4.25 und 5

Til:

Traute sich am Morgen offensiv zu viel zu und war defensiv noch nicht effektiv. Am Nachmittag die Taktik des Teams voll umgesetzt und eine sehr gute defensive Leistung geboten. 4 und 5.25



Kurt und gut:

Es zeigt sich einmal mehr, dass ein erfolgreiches Grümpeli in der Verteidigung beginnt. Das Umsetzen dieser Taktik ist höchst anspruchsvoll und hiermit gehört ein dreifachs Hiphiphurra an die unverwüstlichen 613-825-1818, SCHAPPO!

Dienstag, 9. Juni 2009

Grümpeli 09: Menschen, Legenden und Tugenden II.

Ein weiteres Schmankerl in der Interview Reihe im Hinblick auf kommenden Sonntag. Niemand geringeres als Herr Tripolensis erzählt, während der Vorbereitung für den grossen Tag, aus dem Nähkästchen:

Grasl: Herr Tripolensis, die ganze Fussballwelt macht sich Sorgen um Sie. Wie steht es um Ihre Verletzung? Werden Sie am Sonntag auf der Sportanlage Schützenmatte auflaufen können? Welche Erwartungen haben Sie an sich und Ihr Team?

Tripolensis: Ich spüre den Druck dieser Tage enorm. Jetzt, da Mandel, J.E. und Bonsai in den Ferien sind, ergibt sich für mich das erste Mal die Gelegenheit, die begehrte Trophäe als MVP einzuheimsen. Und just dieses Jahr muss ich mich mit der traurigen Tatsache der unheilbaren Adduktorenseuche herumschlagen. Es trifft schon immer die falschen. Dabei studiere ich schon seit Monaten auf der PS2 minutiös Dribblings und Weitschüsse ein.
Ich bin aber vorsichtig zuversichtlich. Die Flector-Kuren zeigen Wirkung und erste Belastungstests durch Paganini und Gämperle haben Grund für vorsichtigen Optimismus gegeben. Am Ende ist jedoch vieles von der Tagesform abhängig. Auflaufen werde ich ohnehin, und wenn's sein muss, im Anzug als Commissario Tecnico.
Die Erwartungen sind vielseitig, wir möchten Basel wieder mal einen Stempel aufsetzen, wie's eigentlich schon lange nicht mehr der Fall war. Wir haben verschiedene Transfers getätigt und am Ende sind wir trotzdem immer dieselben sieben Gallier.


Schildern Sie uns ihr schönstes und schrecklichstes Erlebnis ihrer episch langen Grümpelturnierkarriere.

Ihr Journalisten seid immer dasselbe Dreckspack und müsst den Finger immer dahin legen, wo's so enorm schmerzt (im Moment die Adduktoren). Ich tue Euch den Gefallen aber diesmal nicht, oder sagen wir nur zur Hälfte:
Schönstes Erlebnis war eindeutig mein persönlicher Hattrick zur Aufholung eine 0:3-Rückstandes gegen das Gerber-Team vor x Jahren in Basel. Schrecklich war dann aber, dass ich im selben Spiel den entscheidenden Penalty Millimeter neben das Tor gesetzt habe.
Es gibt aber auch andere schöne Momente, z.B. den epischen Sieg gegen die Eskimos in der Vorrunde in Basel oder aus kulinarischem Standpunkt die Bratwurst, welche in Basel immer so kultig schmeckt.


Wie schätzen Sie den Entscheid des akutellen OK ein, dass das Grümpelturnier nach einmaligen Unterbruch wieder in der herkömmlichen Art und Weise durchgeführt wird?

Letztes Jahr fand gar kein Grümpelturnier statt, das war viel eher ein merkwürdig-überzogener Kommerzanlass, dem ich das Exil in Russland vorzog. Ich propagiere deshalb meine Wahlparole für meine Kandidatur an den nächsten ICZ-Präsidentschaftswahlen: Lieber zwei Grümpelis in Basel als keines in Zürich!


Sehen Sie Verbesserungmöglichkeiten?

Einerseits gäbe es das Potential für ein Sackspringen in der Pause oder wie von radikalen Schattierungen gefordert ein gepflegtes FWW (alle auf die Endinger). Andererseits würde ich mich auch gerne für eine mit Jibril gemeinsame Durchführung eines karitativen Kamelreitens für Kinder zugunsten des Vereins 0825 oder eine öffentlichrechtliche Ziegenfütterung stark machen.


Aus der Presse ist zu vernehmen dass Herr Jibril nun doch auflaufen wird. Können Sie diese Meldung bestätigen? Wird Herr Jibrli die erhoffte Verstärkung in der Abwehr bringen?

Die Vergangenheit hat mich gelehrt, nur das zu glauben, was ich wirklich sehe. Und manchmal auch das nicht. Klar ist jedenfalls, dass Jibril einen gewaltigen Fundus an Grümpel-Erfahrung mit sich trägt und vor allem für die Jüngeren in unserem Team eine wichtige Stütze bedeutet. Falls sein Auftritt von Management und Skyguide wirklich bestätigt wird, werde ich gleich die Sicherstellung seines Auftritts für das kommende Septennat in Angriff nehmen.


Die obligatorische Frage zum Schluss: Wie stehen Sie zu Nejgelwasser am Vorabend?

Halachisch gesehen besteht diesbezüglich einige Unsicherheit, ich tendiere in gewisser Hinsicht aber zu radikalen Zügen. Man sollte im Leben und im Judentum wenn möglich immer zu einer Chumre ansetzen, wenn sich die Gelegenheit bietet. Und für einmal vertrete ich mit Entschiedenheit den Standpunkt, dass ich mich für die Masse als absolut massgebend betrachte. Wo kämen wir denn sonst hin.


Besten Dank für das Interview.

Gonzalez Tripolensis hält an dieser Stelle fest, dass er keinerlei Honorarforderungen für dieses ausführliche Interview gestellt hat. Karitative Zuwendungen wurden aber zugunsten von 1800-BrunoManser, der Kitnyot Liberation Army und der Interessengemeinschaft für helvetisch-psychoorganischen Simchesnaches getätigt.

Vorbereitung des Jom Hajamim

Im Auftrag des Tripogonz:

Rabbinat und Beis Din von Chassidus Chübelsack sind soeben aus ihrer wöchentlichen Klausur zurückgekehrt. Die Anstrengung und Seriosität ist allen Gesichtern diesen hochqualifizierten und mannigfaltig toyredig dekorierten Vertretern der judäischen Intelligenzia noch klar abzulesen: Es müssen fürchterliche Streitgespräche gewesen sein, die sich in den letzten Tagen ereignet haben. Gespräche, welche das Innerste des Karmas schürfen und aufwühlend die Neudefinierung seiner Orientierung fordern. Fürchterliche Risse in der Persönlichkeit. Allwissenheit und Reizung des Ich-Bereichs durch Stimulierung des Ohrläppchen.
So bereichernd diese Tage gewesen sein müssen, so resolut stellen sich auch die Schlussfolgerungen für die Vorbereitung des Grümpelturniers dar. Das Beis Din hat deshalb ein striktes Edikt erlassen, wie es seit den dunklen Zeiten des Mittelalters und der Formung der Endinger Blauhelm-Truppe in der Schlacht um Nagorny Karabach nicht mehr der Fall gewesen ist. Es geht auch um sehr viel: Wieder mal stehen Ehre und Ruhm mitten im Schlachtfeld. Mannesheere werden danach greifen, um sich am Gral der ewigen Jugend zu regenerieren. Dieser Jahrtausende alte Wunsch wird jedoch auch dieses Jahr nur einer Mannschaft vergönnt bleiben. Wer wird sich also die Kräfte dieses Jahr am umsichtigsten einzuteilen wissen? Wessen weise Vorsätze werden dieses Jahr am konsequentesten umgesetzt?
Der Sonntag wird es zeigen.

Verletzungssorgen
Auch der stramm-moiredige und neo-heimische Interessenvertreter des charedischen Gedankenguts hat sich für dieses Jahr enorm viel vorgenommen. So wird sich erweisen, ob Tripogonz, die akrobatisch-45°-schusswuchtige Wühlmaus vom Dienst, sich seiner in tragischer Weise in den Schlussminuten eines harmlosen Sonntagskicks auf dem Quartierplatz erlittenen Adduktorenläsion entledigen können wird. Ein erster Belastungstest, unter Führung des Conconi-Mashgichim und der JLeague-Spielleitung ging da schon mal gründlich in die Hosen bzw. in die Muskeln und sollte wenig Gutes verheissen. Sollten aber eine Woche voller gutgläubiger Flector-Einheiten, asiatischer Massagen, aufgelegter Tschulent-Socken sowie dem grossmütterlich verschriebenen Rezept der Einnahme eines Erstlings-Sandkorns aus der Sahara (Bikkurim, kännsch?) dennoch ihre Wirkung nicht verfehlen? Sollte die Motivation wieder einmal Berge zu versetzen wissen und alle Pessimisten Lügen strafen? So wird schon heute spekuliert, ob sich Tripogonz in den ersten Spielen vorsichtig an die Form seiner besten Tage heranfinden wird oder ob er sich wiederum umstandsmässig die Handschuhe umstülpen und seinem Ruf als galactico-intuitivem Herrn der weissen Linie gerecht wird.

Die Altersseuche im 613-825-1818-Team
Auch andere Elemente der Achse kämpfen mit Sorgen. Da ist Abwehrhaudegen Langsmann, der sich neuerdings alternativ-poppigen Sportarten wie Inline-Raving verschrieben hat und so sein Feintuning für Kick-and-Rush empfindlich gestört haben könnte. Zwischen den Pfosten steht ein weiterer Evergreen des jüdischen Sportplatzes, der in letzter Zeit vor allem seine zweite Karriere gefördert hat, indem er in auffälliger Weise Mandate als Torwarttrainer, Materialwart, südfranzösischer Projektbegleiter und lakonischer Stänkerer alk-uiriert hat. Zudem dürften weitere Elemente des Teams entweder ihrem Stigma als Eisenfüsse entgegentreten oder sich überraschend als Chancen-Gallachim erweisen. Der Sonntag wird es zeigen.

Rückkehr aus dem Urwald der Vergessenheit
Ultimativ auf die Motivation seiner Mannschaft, welche dieses Jahr moiredigerweise den Übernamen 613-825-1818 trägt, sollte sich auswirken, dass ein kaum vorstellbarer und bereits als abergläubische Illusion abgetaner Traum sich nun doch realisiert hat. Jahre der Ungewissheit haben sich gelohnt und die bis zuletzt Glaubenden werden nun für ihre Treue belohnt. B-R-U-N-O--M-A-N-S-E-R--L-E-B-T!!!!
Und nicht nur das, sondern er wird am kommenden Donnerstag mit einem Sonderflug des Klosters von El Alamein in die Schweiz verfrachtet, aufgepäppelt und verstärkt am Sonntag sensationellerweise auch noch seine alte Grümpeli-Kumpanen. Was für ein Exploit. Teile der Mannschaft dürften diesen freudigen Umstand noch nicht einmal vernommen haben, deren Freude man sich jedoch nur allzu gut vorstellen kann. Fanfaren, nervige Tröten und Purim-Rasseln sowie einschlägig bekannte, minderjährige Cheerleaders werden seinen Eintritt zum Spielfeld gebührend begleiten. Der Sonntag wird es auch hier zeigen.

Optimale Vorbereitung
Letzte Gerüchte zeitigen, dass ein drittes und letztes Trainingslager womöglich noch durchgeführt wird. Die Verhandlungen mit dem Sponsorenkonsortium werden diesbezüglich unlängst abgeschlossen. Jedoch ist allen Beteiligten klar, dass das A und O eines erfolgreichen Sonntags in der individuellen Vorbereitung liegt. Ein allgemeiner Trainingsplan mit öffentlichrechtlichem Kult-Charakter soll an dieser Stelle dennoch für faire und ausgeglichene Verhältnisse sorgen:

  • Dienstag: Lockeres Footing, Leibchen rauslegen & Brustbereich mit Perskindol einreiben, ab sofort wegen Ayin hara kein Freddy Mercury mehr hören (Langsmann darf ab sofort kein Rollraving mehr betreiben)
  • Mittwoch: Sprinteinheiten, Tante anrufen, Steigerungsläufe (zu Müsliburg von R200k)
  • Donnerstag: Torwandschiessen auf dem ZDF-Gelände, seriöses Ausdehnen der Adduktoren, 825 Rumpfbeugen (empfohlene musikalische Begleitung: Final Countdown), obligatorischer Vor-Armageddon-Wegschmiss
  • Freitag: Trizeps-Stärkung für ausgedehnten Torjubel, lockeres Footing, 613 Liegestützen (im Büro sicherstellen dass keine wichtige Sitzungen am Montag Morgen angesetzt sind, präventiv Out-of-Office-Reply installieren)
  • Shubbes: absoluter Ruhetag, wenn möglich im Minjan übernachten, um beim Treppenlaufen keine Verletzung zu erleiden (auch keine Hagbaa akzeptieren!), für ICZ- und Minjan-Gänger: letzte Tipps von Moische und Sami einholen; absolutes TSCHULENT-VERBOT!!!
  • Nacht vom Shubbes auf den Sonntag: Beischlafverbot, Keuschheitsgürtel-Pflicht, keine Discobesuche (siehe Beischlafverbot), nur Eminem als motivationelle Untermalung, Draft für einen möglichen Rekurs am Sonntag ausarbeiten, DAR die ganze Nacht anrufen, damit er am Sonntag wenigstens einen Grund hat, gegen uns zu pfeifen
  • Sonntag: einmal nass pfunden, feucht abwischen, grossformatige Zeitung kaufen, um während der Hinfahrt im Auto sich und diese einmalige Nervosität vor 4x10 Minuten Grottenkick zu verbergen.
Korrespondentenberichte von Churban Brünzel und Yves Bourgignon werden das Geschehen ab Montag gebührend wiederzugeben versuche. Inzwischen wünschen wir allen eine gesund-seriöse Vorbereitung und Tuttifrutti. Und falls das noch nicht Motivation genug war, so zum Ende noch ein Schmankerl zum Geschmack geben:

Sportliche Highlights Sommer 2009


1) Nichts bewegt den Commonwealth zurzeit mehr als die ICC Twenty20 Cricket Weltmeisterschaften im Mutterland der Krone.




Zurzeit findet die Vorrunde zwischen den folgenden Teams statt:

- Australien
- Bangladesh
- England
- Indien
- Neuseeland
- Pakistan
- Sri Lanka
- Schottland
- Irland
- West Indies
- Holland

Gespielt wird, nomen est omen, je zwanzig overs à sechs balls. Gestern musste Australien eine herbe Niederlage gegen Sri Lanka einstecken und hat sich somit aus dem Turnier verabschiedet. Für die Aussies geht’s aber zum Glück Schlag auf Schlag, denn in zwei Wochen beginnen bereits The Ashes 2009, der Kontinentalfight gegen die Angelsachsen mit fünftägigen Matches. Ein Muss für jeden Fan des gepflegten Rasensports!


2) Im Rahmen des Vereinsfest von Chur 97 werden am 20. Juni auf dem Sportplatz Ringstrasse in Chur beim 1. Heineken Calanda Cup zwei grosse Kaliber auftreten. Der souveräne Super-League-Aufsteiger St. Gallen wird sich mit Bellinzona und Chur in einem Kurzturnier messen.
Unter dem Motto «Fussball begeistert – lassen auch Sie sich begeistern» werden Stars wie Mauro Lustrinelli, Gürkan Sermeter oder Marc Zellweger auflaufen (Quelle: 20min)


3) Morgen und am Samstag gilt es ernst für unsere Innerschweizer Freunde, wenn es gilt den Platz in der Axpo-Gurkenliga gegen die Luganesi zu verteidigen. Live dabei ist man wie immer bei SF2


4) Und dann noch dies: BBC Three überträgt alle Spiele vom Confetti-Cup live!

Das Highlight der Vorrunde gleich zu Beginn:

- Eröffnungsspiel, Sonntag 14.06.: Südafrika - Irak

Die anderen Teilnehmer sind:

- Egypten
- USA
- Spanien
- Neuseeland
- Italien
- Brasilien

Man freut sich auf spannende Spiele, brechend volle Stadien und guten Fussball. Ijaaaaa….


HM

Mittwoch, 3. Juni 2009

e nomine gonzus

angesichts der länge dieses woz-artikels zum thema "angeblich jüdische fussball-vereine" wird hier nur der lingg gepostet. der artikel ist aber äusserst spannend.
also: les! les! i les a!

Highnoon im Fussballland

Geschätzte Fans des gepflegten Ballsports, auch in dieser schwierigen Vorgrümpelizeit und Sommerpause gibt es für uns Afficionados keinen Grund Trübsal zu blasen. In den Randregionen des Weltfussballs wird munter getestet, was uns die Möglichkeit bietet einen Blick in die Tiefen der Fussball Weltrangliste zu werfen.
Für Freunde der Karibischen Fussballkunst gibt es Morgen, 3.Juni das Spiel Antigua&Barbuda - Guyana. Einen interessanten Fight zwischen afrikanischer Ballkunst und nordischer Kampfkraft gibt es am Samstag 6.Juni Estland - Äquatorialguinea. Die Kiwis, das Neuseeländische Nationalteam, ist im Moment auf Werbetour in Afrika, was gleich zu mehreren hochspannenden Spielen führt, zuerst heute Tansania - Neuseland und am 6.Juni dann Botswana - Neuseeland. Das Zückerli wie immer zum Schluss, am 13.Juni spielt Cote d'Ivoir - Kamerun, das beste afrkanische Team zurzeit dürfte den Kamrunern wohl zeigen wo der Bartli den Most holt. Das schleckt keine Geiss weg.

Amen

Dienstag, 2. Juni 2009

Grümpeli 09: Menschen, Legenden und Tugenden

Es geht weiter. Im Rahmen der Grümeplivorbereitung war es dem Grasl vergönnt, mit unserem verehrten Guysolino, einem mehrfachen Teilnehmer am Grümpeli und langjähriges Mannschaftsmitglied der 6131818825, ein kurzes Gespräch zu führen.
Sedolüeg:

Grasl: Herr Guysolino, haben Sie ein Ritual vor dem Grümpeli bzw. bereiten Sie sich immer gleich vor?

Guysolino: Die Vorbereitung beginnt jeweils in der Woche davor, man versucht sich und seinen Körper zu schonen und bereitet sich mit dem Schabbes Mental auf den Sonntag vor. Kein Alkohol, viel Schlaf. Nervositätsk*ck am Sonntagmorgen und dann nur noch grosse Vorfreude.

Wie stehen Sie zum Austragungsort Basel? Ein Vor- oder Nachteil für 6131818825?

Bis jetzt war Basel für uns ein eher schlechtes Pflaster, ich hoffe doch dieses Jahr den Erfolg auf unserer Seite wissen zu können.

Wie schätzen Sie die Chancen ihres Teams ein?

Wie jedes Jahr ist das Überstehen der Vorrunde Pflicht, alles was danach kommt ist Zugabe. Dieses Jahr liegt evtl ein Vorstoss in die zwote Finalrunde drin, schaunmermal.

Welche Teams zählen Sie zu den Mitfavoriten?

Auf Grund zahlreicher Absenzen dürften der JTV Basel nicht mehr zu den Favoriten zählen, wenn die Russen kommen sind Sie sicher der Top Favorit. Nicht zu Unterschätzen sind wie immer die Eskimos und die Makkabi Mannschaft. Vielleicht gibts auch noch die eine oder andere Überraschung aus Bern oder dem Surbtal.

Im heutigen Zeitalter der Fanausschreitungen, sehen Sie Gefahrenpotential auf der Sportanlage Schützenmatte?

Ich habe gehört dass der JTV Basel mit einem grossen Fan Mob kommt, auch aus Effretikon und Brüttisellen haben sich Schlachtenbummler angemeldet. Ich hoffe doch dass das OK ein griffiges Sicherheitskonzept aufgestellt hat. Ansonsten löst man das halt Standardmässig mit einem gepflegten FWW.

Was macht das Grümpeli zu einem solch attraktiven Event?

Tradition, Spiel, Spass und allgemeine Affinität zum Fussball aller beteiligten Personen. Sowie die natürlich die Chawrusse.

Wie fühlt man sich beim Einlaufen auf dem Spielfeld?

Ich bin jeweils einfach nur nervös und hoffe dass ich meine erste Ballberührung ohne grössere Peinlichkeiten über die Bühne bringen kann.

Ein kontroverses Thema: Wie stehen Sie zu sportlicher Bettbetätigung am Vorabend?

Es schadet ganz klar dem Spiel, ich würde sogar soweit gehen und ein paar Tage vorher damit aufhören. Einfach damit genug Spannung aufgebaut werden kann.

Was spricht für oder gegen Nejgelwasser am Vorabend?

Nejgel ja, Wasser nein, die Kombination davon finde ich zum Kotzen.

Danke für das Interview.

Bitte und viel Erfolg!

Montag, 1. Juni 2009

Grümpeli 09: Rückblick, Randnotizen und Mercado

In weniger als 2 Wochen ist es wieder soweit. Das langersehnte Grümpeli steht vor der Tür und kehrt nach 3 jährigem Unterbruch wieder zurück in die Mutterstadt der Grümpelturniere.
Noch nicht lange ist es her, da wurden sämtliche nicht "Arelim" mit Grossleinwänden, Galadinners, 613m Türenschletzen und Kampfschletz auf die Allmend Brunau gelockt. Dass sich die Teilnehmerkosten des letztjährigen Turnieres auf das zweieinhalbfache (!) des gewohnten Preises beliefen, sei hier nur am Rande erwähnt.
Die Kritik der letztjährigen Selbstbeweihräucherung wurde in diesem Kreise bereits abgehandelt.
Lassen wir den letztjährigen Pflock bis auf die letzten Zeilen Ruhen und freuen uns darüber dass Teutonien an diesem schönen Tag anno 2008 den Vize Europameistertitel gewonnen hat!
Mein Fokus geht weiter zurück. In den nächsten Zeilen möchte ich ein paar Highlights der letzten paar Grümpelturniere nochmals kurz aufleben lassen:

Rückblick:

Beginnen wir beim brisantesten Thema: Auch das diesjährige Grümpelturnier wird von M.S. nur unter Protest bestritten. Seit dem Halbfinale im Jahre 2000 in Basel, zwischen den Eskimos und den Schlächtern ist ein Rekurs hängig. Unvergessen wie Francus Eskimo einen Freistoss direkt zum 1:0 Endstand verwandelt hat und die nachmaligen Sieger somit ins Finale schoss. Der Schiri hat aus unerklärlichen Gründen auf direkten Freistoss entschieden, was gemäss M.S. nicht regelkonform ist. Tatsachenentscheid dalaufz. Die Rekursinstanz tagt in diesen Stunden unter Beihilfe der Zeitlupe!
Ein Wort noch zu den Schlächtern: Da sich die Teilnehmer dieser Mannschaft jeweils nicht einigen konnten, wer nun gleichzeitg Trainer, Captain Torwart, Stürmer und Materialwart sein darf, wurde die Mannschaft nach wenigen Jahren wieder aufgelöst.
Das Grümpeli des Jahres 2004, wieder in Basel, fand ganz im Zeichen der Veletzungen statt. Hans B. welcher früher gut und gerne in einem Meisterschaftsspiel des FC Rainbow, den ersten Freistoss bereits in der Kabine reserviert hatte, musste bereits beim Einlaufen zum ersten Grümpelispiel mit gebrochenem Bein ins Spital befördert werden.
Ganz zum Schluss dieses Turnieres, war es dann die Marrokanische B.S. welche noch nicht verstanden hatte, dass man sich nicht neben das Tor stellt als Zuschauer, sondern dahinter. Inzwischen sollte sie es begriffen haben, kassierte sie doch während des Finalspielse einen Kampfschuss geradeaus in die Gosche, dass sie mit einer Gerhirnerschütterung und einem Zahn weniger abtransportiert wurde.
Das Grümpeli des Jahres 2005 im heiligen Tempel zur Buchlern geht als düsteres Kapitel der Jesolo Jünger in Erinnerung: Im Achtelfinale stand die Begegnung gegen eine typische Altherren Mannschaft an. Kurz vor Spielende, war es Herr Tripolensis, welcher die Verantwortung übernahm, den zugesprochenen Penalty zu verwandeln.
Er bleibt uns als tragischer Held in Erinnerung.
Im Jahre 2006 in Basel hatte eine alternde aber umso cleverere Eskimomannschaft das Kunststück fertig gebracht, die Finalrunde mit drei 1:0 Siegen zu überstehen um im Finale nach einem destruktiven 0:0 den Sieg im Penaltyschiessen zu erlangen. Es sollte bis zum heutigen Tag der letzte Turniersieg der Eskimos bleiben.
Das Turnier des Jahres 2007 steht ganz im Zeichen des Ägyptisch- Irakischen Doppelbürgers, Jibril ben Tamtam. Im Achtelfinalspiel, schon fast traditionell gegen die Eskimos, schleicht sich der drahtige Verteidiger nach einer höchstsouveränen Devensivleistung beim Stande von 2:0 für die Eskimos nach vorne un d verwertet den Einwurf mit einem Volley in weltbekannter Zidane- Manier. Am Schluss hats zwar nicht gereicht, doch wurde de Transfer zu den Borussia Bet Sachnin kurze Zeit später Realität!
Das Turnier des Jahres 2008...da kann ich mich an nicht mehr viel erinnern: Brütende Hitze, EM Dellirium, Ein Turnier das um 10.45 Uhr beginnt, eine 2 stündige Mittagspause, damit sich der OK Chef finanziell über Wasser halten kann, Rekurse des OK Chefs als Turnierteilnehmer, ein Finale und niemand hats gemerkt, da es kurz vor Einbruch der Dunkelheit stattgefunden hat...zum Glück hat da noch die Grossleinwand geleuchet...
...kurz und gut freuen wir uns auf die Rückkehr zu den alten (teutonischen) Tugenden:
Normale Teilnehmergebühr, vernünftige Anspielzeiten, viele Zuschauer, lockere Stimmung, sprich einfach ein ganz normales Grümeplturnier welches hoffentlich mindestens so bereichernde Anektdoten liefert, wie es die verangengen Turniere hervorgebracht haben.

Randnotizen:

- Herr Ringolf hat jeweils ab den Achtelfinals die Hosen voll.
- Die Gerbers spielen lieber obenohne.
- Glocken J trägt keinen Unterleibschutz
- J.E. hat zufällig die komplette Sportausrüstung im Auto, um kurzfristig bei einer Mannschaft auszuhelfen.
- KP kurbelt am Vorabend des Spieles nicht.
- Jibril dampft am Vorabend nicht, bis er vom Gegenteil überzeugt (in Chrigelsprache "überzogen") wurde.
- Bert ist jeweils am Morgen vor dem Grümpeli um 6 Uhr hellwach

Mercado:

Auch kurz vor den Turnieren soll über die getätigten Transfers berichtet werden. Der Autor bittet alle Leser, die ihnen bekannten Transfers auf dieser Seite zu melden.

Eskimos:
Abgänge: Jackson (Ferienpflock)
Zugänge: IlanEskimo (Comeback), Nechunja H.

6131818825:
Abgänge: Jibril (Reisepflock)
Zugänge: ?

Dienstag, 26. Mai 2009

Was ein Tag a.k.a. die Wiedergeburt des 24.5.

Es ist so weit. Liebe Kinder, gebt fein acht, der Fonzie hat's uns eingebracht. Um 18:05 des heiligen Sonntags, 24. Mai 2009 wurde die geschundene und gemarterte Seele des treuen FCZ-Fans unübertreffbar beschenkt und zum 12. Mal zum Grossvater bzw. Schweizer Besten gemacht. Nachdem im Vorfeld noch im Rat der Weisen diskutiert worden war, ob man sich die Reise nach Bellenz geben möchte oder sich zugunsten der Paarschaft und der langhaarigen Hälften doch eines Besseren besonnen und sich damit begnügt, die wohl ohnehin nicht entscheidende Partie auf der Mattscheibe zu verfolgen. Nicht, dass jemand die Auswärtsreisen dieser Spieldauer nach Aarau, Mailand und Vaduz bedauert hätte, aber an einem gewissen Punkt kann man's auch mal sein lassen. Wenn auch zu Unrecht. So hatte doch eben erst die Der Sonntag hatte so harmlos begonnen. Kurze Joggrunde auf der Hündelerstrecke, danach erstes längeres Einstimmen in mamesh heimischer Atmosphäre auf die womöglich klimatisch lästigen Nebenerscheinungen des Grümpelturnier (zudann wird auch noch der Chemie-Drämmli-Effekt eintreten) und Einwärmen bei Calanda und Grillade. Spätestens als man merkte, dass man es beinahe haarscharf verpasst hatte, den Einmarsch der Spieler auf dem Comunale zu begutachten, spürte auch der Hinterletzte des CC-SK-Triumvirats, dass an diesem Tag womöglich noch Grossartiges passieren möchte. Die Nervosität stieg kontinuierlich ins Unermessliche. Kenntnisnahme der Führung des FCB, soweit eigentlich alles erwartet. Im Handumdrehen dann aber Frontenwechsel in Basel mit Führung für den GC Niederhasli. An sich auch nicht übel, aber auch dies nützt wenig, wenn Fonzie weiterhin Chancen versiebt und er von hinten wenig unterstützt wird. Und die Hoffnung, dass Gügi in seinem Leben nie mehr so alleine vor Leoni auftauchen darf. Nie mehr.

Pause. Einmal tief ein- und ausatmen und auf bessere Zeiten hoffen. Und torreichere. Inzwischen hat auch das sturste Alphatierchen mit Pläsierchen eingesehen, dass die Ablenkung durch paralleles Begutachten des Basler Spiels auf Zattoo wohl nicht zwingend schädlich wird.
Und dann trifft Fonzie endlich. E-N-D-L-I-C-H. Und plötzlich ist der Sonnenuntergang rosa und es schimmert an allen Enden. Es ist nun plötzlich möglich, plötzlich können wir heute noch Meister werden. Durchstehen, durchatmen, sich nicht durch halbbackene Bellenzer Drehschüsse aus dem Konzept bringen lassen. Die letzten Minuten werden zur Tortur, man steht sich wie beim Penaltyschiessen geschlossen in den Armen (im Wohnzimmer wohlverstanden) und als der Schlusspfiff ertönt, möchte der Wunderfitz am liebsten durch den Bildschirm hindurch das Comunale stürmen. Es ist vollbracht. Nun bringen sogar die witzlosesten Kommentare beduselter Fans am Schirm zum Brüllen. HB-Empfang und der Marsch an den Helvetiaplatz sind dann noch geistreiche und willkommene Zusätze. So improvisiert und spontan die Meisterfeier nun ausfällt, so bringt sie dennoch Dinge zu Tage, die man wohl nicht mehr so rasch vergisst. Zum Beispiel, dass Fonzie angeblich Deutsch spricht. Dass sich keiner der nicht Eingesetzten wohl so erleichtert gefreut hat wie Hassli. Dass Tico wirklich hart einen an der Waffel hat. Und dass sogar Gilli sich glaubs gefreut hat.
Besonders sehenswert ist der SF-Sport Aktuell-Beitrag vom Montag sowie der Auftritt des FCZ-Führungstriumvirats bei Tele Züri mitsamt Einkleidung von Mc Gilli.
PS: Wir danken Hakadosh Borchu zusätzlich für seine Umsichtigkeit, die Entscheidung nicht erst mitten in Shavuot zu platzieren, wo sie an allen heimischen CCler vorbeigesaust wäre. Wenn überhaupt. Und dafür, dass er davor auch in Budapest war.
PPS: Hört bitte auf mit dieser GCN-Dankerei, das widerspricht dem Derby-Geist. Witzig ist das Team der Runde im Blick aber dennoch... ;)

Donnerstag, 21. Mai 2009

Der Goooorps-Weltmeister zeigt's uns

Aus der Serie von Youtubbies, welche man unbedingt mal gesehen haben muss stammt auch folgendes Clipchen, welches jedemmann vorzeigt, wie man es in der diesigen Welt doch noch zu Ehre und Ruhm schafft. Wohlbemerkt: Die Lautstärke entspricht teils einem Donnergrollen. Zum Nachahmen und nach dem nächsten Fasttag selber probieren!

Aus der Jöh-Ecke dringt sodann folgender Clip noch zu uns. Ist weder aufschlussreich noch originell, aber vielleicht steht jemand ja auf ridende Affen.

Falls am kommenden Freitag Zürich oder Basel den kürzeren ziehen sollte, hoffe ich, dass niemand so enden wird. Der ZS am Ende bringt's ziemlich auf den Punkt (gilt übrigens auch für die Zürcher Europabrücke-und die Berner HB-Affen).

Auf jeden Fall steht es den Jungen von heute und den Nachtrauernden einer verpassten Athletenkarriere auch zu, sich von einem gestandenen Superbowl-Chussid inspirieren zu lassen. Auch hierzu, sedölüeg:

Und wie Mr. Clerc früher so schön sagte: "Und zum Schluss noch dies:"

Und noch ein Topfan an einem Black Sabbath-Konzert

Jimmy Kimmel and the New York Jets

Ziemlich seltsame Tage. Gestern waren wir alle YB-Fans, am Sonntag ist man hauptsächlich für GC, weil gegen Basel, am Mittwoch drauf ist man dann wieder für Barcelona. Die fussballerische Identitätsspaltung scheint keine Grenzen mehr zu kennen... Zur Ablenkung deshalb ein sedölüeg:

Mittwoch, 20. Mai 2009

Planung der neuen Saison (Tripogonz-Posting)‏

Damit wir uns alle bereits frühzeitig auf die wichtigsten Fakten der neuen Fussballsaison, welche ja im jüdischen Kalender einen eigenen und nicht zu geringschätzenden Stellenwert einnimmt, einrichten können, stelle ich untenstehend eine Serie von verschiedenen, kaum geordneten Thesen in den Raum, welche wohl alle innert Jahresfrist bestätigt werden. Wir sind zwar nicht das Tagi-Magi, welches sich für die Jahresplanung die bestmögliche Ausgabe schnappt und diese gleich auch noch als Spezialauflage brandmarkt, aber wir tun unser Bestes. Emess!

- Netanyahu hat sich's nochmal überlegt und ist nun doch für Zweistaatenlösung.

- Auf den Bahamas wird eine Filiale des Schweizerischen Fussballverbandes eröffnet. Der Geschäftsführer ist vorderhand unbekannt, ein schwerer Verdacht liegt aber vor.

- An der Bederstrasse eröffnet Fein & Schein ein fleischiges Imbisslokal (im Umbau) und etabliert sich flugs.

- Rosh Hashana findet auch dieses Jahr statt. Pessach nicht.

- KolTuv gerät in die Schlagzeilen, weil es aufgrund sinkender Bratwurst-Verkaufszahlen das Rezept der Genossenschafts-Metzgerei kopiert.

- Die HubbaBubba-Kaugummis werden wieder von der K-Liste genommen, weil niemand gemerkt hat, dass sie drauf waren.

- Die Schweinegrippe geht vorbei und niemand merkt's (weniger eine Vorhersage als eine gegenwärtige Feststellung)

- Nach den Paprikachips schaffen es auch Panettone, Laugen-Gipfeli und eine essenswerte Fonduemischung auf die K-Liste.

- Das Stadion Zürich (Pentagon) kommt zustande (def. Entscheid bis Ende Juni).

- Transferbelange:

Shevchenko trennt sich von Pazik und kehrt nach Minsk zurück. Oder Kiev. Oder London.

Mexes wechselt zur AC Milan.

Drogba geht zu Inter Mailand.

Ancelotti geht zu Chelsea, Gattuso geht zu den Bayern.

Ribery wechselt zu Real Madrid und Cristiano Ronaldo beisst sich wegen des verpassten Deals eine Fingerkuppe ab (kann das letztere Thema schon nicht mehr hören).

Ibrahimovic bleibt in Mailand.

Arjen Robben wechselt zu Inter Mailand.

Van Nistelrooy verlässt Real Madrid i. Richtung Premiership.

Avi Tikva wird Manager des FC Endingen.

FCZ verliert am Stück Abdi, Leoni und Hassli, gibt Stucki an Congeli ab und holt Rennella (Lugano/Genoa, def.) und Ekdal (Juve, leihw.).

St. Gallen bringt nach dem direkten Aufstieg keinen hochkarätigen Transfer zustande und kämpft direkt um den Wiederabstieg.

Daniele Massaro wird Sportredaktor beim Blick.



Die Liste ist frei erweiterbar. Für den Anfang sollte es einmal reichen.

Montag, 18. Mai 2009

Yes he can!

Ich freue mich schon, am 14. September folgende Schlagzeile zu lesen:

Wechselt Nadal zum Ping-Pong?

Nach einem fantastischen Zwischenhoch (Nr.1 der Weltranglist erobert) muss
Rafael Nadal den Platz als bester Tennisspieler der Welt wieder an
Roger Federer abtreten. Roger gewinnt nach Paris und Wimbledon auch noch
das US Open.


Es begann alles am 17.Mai als Roger Federer in Madrid erstmals seit langem Rafael Nadal wieder einmal schlagen konnte. Dies nicht nur auf Nadals Lieblingsunterlage sondern gleich noch in beeindruckender Manier. Nur wenige ahnten damals, dass es sich um eine Wende handelte. Nachdem Roger nun sensationel in Paris (in 3 Sätzen), Wimbledon und New York triumphieren konnte, sind die Verhältnisse im Männertennis wieder geradegerückt.
Nadal, der seit seinem Sieg bei Australian Open nur noch maximal bis in ein Final vorrücken konnte (scheiterte jeweils an Federer) scheint der Verzweiflung nahe. In einem Interview meinte er auf die Frage, was er den gegen Federers Macht tun wolle: "Ich weiss es wirklich nicht. Ich denke, ich sollte zum Ping-Pong wechseln. Vieleicht kann ich ihn ja dort schlagen." Die ganze Tennis- und wohl auch die ganze Sportwelt ist froh, Roger wieder dort zu sehen, wo er hingehört.

Montag, 11. Mai 2009

tiefe trauer in der axpo gurken liga

wenn in einer liga 5 runden vor schluss von den 3 "top-teams" nur ein punkt eingefahren wird, ist das doch äusserst bedenklich. einmal mehr gilt: meister wird der, der am wenigsten schlecht ist... und stolz sein kann sowieso niemand auf den titel...

Freitag, 1. Mai 2009

Daily Schmonzes am 1. Mai

Psycho-organischer Birkenstock-Chassidismus, we like!

Und das ganze hat natürlich auch einen Internet-Auftritt unter www.HebrewChanting.com .

Und wieder einmal zählt das Motto und der rettende Strohhalm: Sie tun ja niemandem weh!

Donnerstag, 30. April 2009

Nun ist es so weit, offiziell und von der GV abgesegnet: Die ICZ wird nun definitiv umgebaut. Ein beträchtlicher Spendensatz wurde zugesichert, nun kann endlich die konkrete Planung einer inzwischen mehr als dringlichen Pendenz in Angriff genommen werden. Wir freuen uns!

Sonntag, 26. April 2009

Chumre der Woche: Omer-Zeit, s'ist so weit

Nun, die Omerzeit ist ja wahrhaftig eine traurige Zeit. Wir merken dies auch an der Axpo Gurkenliga, wo sich an der Spitze niemand wirklich dafür erwärmen kann, den Leader zu stellen und deshalb mittelwertige Sparringpartner wie Bellenz, der Xa-Max und Sion als Punkteabknüpfer herhalten müssen, damit sich Zürich und Basel gegenseitig den zweiten Platz streitig machen dürfen. Denn osser, man würde sich absetzen wollen und frühzeitig eine Vorentscheidung herbeiführen würde - wie dies beispielsweise Ebay tut, welches nun ja wiederholt zur Geltung gebracht hat, sich definitiv nicht für das Titelrennen zu interessieren, obschon mannigfaltige, selbsternannte Fussballästheten sich dafür ausgesprochen haben, dass die Mutzen den besten, schönsten und überhaupt Fussball der Liga spielen. Aber darum geht's ja hier nicht. Es ist auch sonst nicht sehr lustig in der Omerzeit. Man geht nicht ins Kino, man erzählt sich keine Witze, hört nur Acapella-Musik (!) und gemäss den letzten Gerüchten darf man auch nur Gemüse grillieren.

Zur Omerzeit gehört ja aber auch dazu, dass man sich bis Shvues jeden Tag mit Omerzählen merkt, wobei es sich nicht ziemt, den jeweiligen Omertag vor dem Aufsagen der Bracha zu zählen (z.B. "gestern war der siebzehnte"). Jedoch macht man sich schon heute daran, den einzigen Freudentag zwischen den beiden Regalim zu planen, id est Lag baOmer. Was ja eigentlich eine unheimliche und skandalöse Inkonsequenz ist, vor allem, wenn es dann am Vorabend dann effektiv um den entsprechenden Omertag geht.
Deshalb nominiert Chassidus Chübelsack als weitaus akzeptierte Mehadrin-Instanz die Chumre der Woche: Ab Pessach darf Lag Baomer als solches nicht mehr bezeichnet werden. Es ist von Vorteil (die Anlehnung an das vorerwähnte ICZ-Mailing von vor Jontef ist kaum von der Hand zu weisen), ab sofort eine alternative Bezeichnung zu verwenden. Wir schlagen deshalb und um ganz sicher zu gehen "oto hayom" vor.
Chumrediger Omerbart

Mittwoch, 22. April 2009

Leseprobe einer Hörprobe: Sympathie in der Symphonie

Es gibt Lebensformen, welche einfach vor sich hin vegetieren. Deren Existenz keines weiteren Kommentars bedürfen und welche abseits von Zivilisation gleicherart zu bewundern wären, als ständen sie unter tosendem Applaus von abertausenden Zuschauern auf der historischen Platea von Woodstock. Dagegen stellen wir Organismen, welche von allen Anfang an direkt mitten ins Herz treffen und von welchen wir uns kaum mehr abwenden können. Gruppen von Menschen, denen wir stundenlange zuschauen könnten und uns wünschen würden, die Zeit würde still stehen und die Welt würde aufhören, um ihre Achse zu drehen. Oder um die Sonne. Oder egal worum. Jedenfalls ist der Autor auf der Suche nach einem Comeback-würdigen Examinationsobjekt auf den Synagogenchor der ICZ gestossen. Zu hören ist dieses bemerkenswerte Ensemble massiv begabter Laiensänger in regelmässigen, jedoch schwierig zu eruierbaren Abständen in der Synagoge der Israelitischen Cultusgemeinde Zürich. Hier tragen sie entscheidend zur Feierlichkeit und Zerschönerung des Gottesdienstes bei, indem sie insbrünstig und mit bemerkenswerter Überzeugung und Mimik mit ihrer Stimmgewalt die entferntesten Winkel des prächtigen Gotteshaus erfüllen. Zusammengesetzt wird dieses Ensemble aus der Breite von Anwälten, Taxifahrern, Marathonläufern, Rentnern und Gemeindefunktionären.

Gleich von Anfang an merkt man die Überzeugung dieser sympathischen Truppe, welche es bewerkstelligt, eine überzeugende Mischung aus unzähligen Jahrhunderten jüdischer Liturgie ans Publikum zu tragen, wobei dieses fast jede Melodie mitzusingen und mit einem Lächeln zu tragen weiss. Wenn der Chor bei laufendem Gottesdienst eintritt und sich witzelnd mitten auf der Treppe formiert, weiss auch der hinterletzte Synagogenbesucher, dass gleich eine orchestrale Verzückung bevorsteht. Die Stimmung ist fast mit in Scheiben zu schneiden. Nun hat auch das letzte Chormitglied seine Weltwoche aus den Noten wegversorgt und steht eingesingt bereit für seinen Einsatz. Die Melodien sind bereits derart eingefleischt, dass kaum ein Chorjunge mehr auf seine Noten schauen muss und dem Dirigenten sozusagen blind durch den umfangreichen Gottesdienst folgt. Nach dem letzten Ton ist der Dienst für diese Mannen dann getan und sie verziehen sich wieder diskret in ihr Kämmerlein oder in ihre eigene Universen. Und für den Besucher und Synagoganten bleibt diese süss-malzige Melodienfolge in den Ohren, welche ihn während Monaten bis zum nächsten und hoffentlich baldigen Auftritt begleiten wird.
Der nächste Auftritt des Synagogenchors findet am 25. April 2009 statt (Bilder stammen von der Homepage des Synagogenchors, www.synagogenchor.ch).

Sonntag, 19. April 2009

Durban II-Konferenz in Genf


Aus der Mitte des Genfer Gewühls meldet sich zu später Stunde und mit einer grossen Portion Unverständnis Eurer Revolutionsführer - und gleich zu Beginn mit einer übertriebenen, sarkastischen und überhaupt nicht ulkigen Anspielung. Gar nicht.
Schon gestern sind hier über 700 Durban II-Sympathisanten in der Calvin-Stadt, einer historischen Stätte der Aufklärung, gegen Rassismus und für die Durban II-Veranstaltung auf die Strasse gegangen und friedlich durch die Strassen gezogen. Heute morgen war in den Zeitungen nach den verschiedenen Verlautbarungen der vergangenen Tage und Wochen dann zu lesen, dass sowohl Israel wie der SIG sich erneut und teils vehement gegen ein Treffen unseres Bundesrats Hans-Rudolf Merz mit dem Stargast der Durban II-Veranstaltung, dem Oberpazifisten und der Toleranz-Fahne aus dem Iran, Mahmud Ahmedinejad, ausgesprochen hätten und dem Schweizer Souverän einen Verzicht auf ebensolches Treffen "nahegelegt" hätten. Herbert Winter, Präsident des SIG, hat dann intelligenterweise ausgesagt, wenn ein solches Treffen schon nicht mehr zu vermeiden sei, dann solle doch wenigstens auf heikle Thematiken der iranischen Politik angesprochen werden. Auch der Tages-Anzeiger liess in seiner Online-Berichterstattung dieses Faktum nicht aus und publizierte zu besagten Thema gleich eine Kommentar-Serie mit 400 Zeichen-Leserbriefchen, wo sich eine (hoffentlich nicht) aussagekräftig verlesene und sich vorwiegend populistisch äussernde Schweizer Leserschaft zum Thema äussern durfte (Tagi-Link). Entweder hat der Tagi ziemlich verschrobene Kriterien zur Auswahl solcher Tollwiesen für Buchstaben-Schiesswütige oder ich verharmlose das schreibbezogene Gewalts- und Frustrationspotential unserer werten Mitbürgerinnen und Mitbürger. Ein Blick ist das Ganze allemal wert. Gegendarstellung durch den Schreibenden (sofern auf 400 Zeichen möglich) wurde natürlich wegzensiert. Bravo.
Bravo auch unseren lieben Schweizern, welche Ahmedinejad immer noch als legitimer Volksvertreter und Verhandlungspartner betrachten, während die halbe Welt aufgrund dessen Wahnsinns und mittelfristig zu erwartenden nuklearen Aktionsmöglichkeiten mehr offen wie verschlossen über Gegenmassnahmen berät. Wohlbemerkt: Inzwischen nimmt es auch Ägypten (ähnlich auch Saudi Arabien) nicht mehr hin, dass in der Sinai-Wüste die bekanntlich proiranischen (und iranisch finanzierten) Hisbollah-Milizen Aktionen und Trainingslager durchführen und geht nun rigide gegen diese vor (siehe hier und hier). Ausserdem ist auch die in den Kommentaren vielfach angeführte Argumentation interessant, dass sich die "Israeliten" in der Schweiz doch nicht in obrigkeitliche Dinge einzumischen habe, das gehe sie doch nicht an. Auch das ist durchaus ein sehr interessanter demokratischer Ansatz in einem plurikulturellen Land, wo die Meinungsfreiheit angeblich so hoch gehalten wird. Minderheiten haben eben doch zu schweigen.
In der Zwischenzeit mehren sich die Befürchtungen bezüglich der morgen Abend stattfindenden Jom Hashoah (Holocaust-Gedenktag)-Begehung, welche sinnigerweise auf dem Platz vor der UNO stattfinden soll - und dies am Tag, wo der Auftritt besagten Toleranz-Vorzeigemodells aus der Wüste an der Durban II-Konferenz vorgesehen ist.
Derweil wurden verschiedene Dokumente und das Schlussfazit der Tagung angepasst und beispielsweise Israel aus dem Pranger genommen. Neben Israel und Kanada haben derweil aber auch die USA, Australien und die Niederlande ihre Teilnahme abgesagt. Es kristallisiert sich auch der Vorsitz der Konferenz gegen Rassismus und der Aufarbeitung der Erstveranstaltung von Durban im 2001 heraus. Vorsitz nimmt ein Libyer, welcher von einer Kubanerin assistiert wird. Weitere Kommentare ergeben sich von selbst. Ahmedinejad seinerseits liess es sich vor seinem Abflug aus Teheran nicht nehmen, weitere Hiebe gegen Israel auszuteilen und liess sich folgendermassen zitieren: «Die zionistische Ideologie und das zionistische Regime sind die Fahnenträger des Rassismus» (unten im Artikel).
Abends dann kamen in der Schweiz verschiedene Wortmeldungen zum Zug (u.a. v. Gutzwiller im Tagi), worin plötzlich der Standpunkt aufgebracht wurde (interessanterweise aber nicht früher), dass die Schweiz aufgrund des Schutzmachtmandats die Interessen der USA im Iran vertrete und aufgrund dessen verschiedene ungelöste diplomatische Fälle zu besprechen gewesen seien, u.a. das Schicksal der iranisch-amerikanischen Journalistin Roxana Saberi (Focus-Artikel) welche kürzlich im Iran zu 8 Jahren Haft verurteilt worden ist. Warum dies im Rahmen von Durban II geschehen muss, ist dennoch nicht von ungefähr. Ob die von Gutzwiller aufgebrachten und im Merz-Ahmedinejad dringend anzusprechenden Thematiken tatsächlich besprochen wurden, wurde überraschenderweise noch nicht publik.
Viel eher drang durch, dass Prof. Dr. Alan Dershowitz , einer der profiliertesten amerikanischen Professoren und Anwälte, sich im Hotel Intercontinental aufhielt, als der Tross um Ahmedinejad ankam und Dershowitz vor Kameras von der iranischen Entourage und Polizei entfernt wurde, weil er da gemäss den einen Quellen ein Statement abgeben wollte, gemäss anderen "den iranischen Präsidenten zu einer richtigen Debatte über den Holocaust, das Verhältnis zu Israel und das Verhältnis mit der Obama-Regierung herausfordern" wollte. Was ein Skandal. Da brüstet man sich mit Demokratie und Antirassismus, während gleichzeitig die freie Meinungsäusserung gegenüber einem ausgewiesenem Populisten und einer der gefährlichsten Personen der Gegenwart mit den Füssen getreten wird. Genau hier hätte die Schweiz ein Zeichen setzen können und hat stattdessen nichts gemacht, als den Eindruck von Ambiguität und Zwiespältigkeit zu verstärken. Man kann nicht einerseits anprangern, dass die "Politik der leeren Stühle" ein falscher Ansatz sei und andererseits dann die freie Meinungsäusserung durch Elite-Akademiker verunmöglichen, lediglich um einen ausländischen und höchst kontroversen Staatsträger nicht zu desavouieren, weil man meint, es sei schon getan, wenn man einen Bundesrat hinstellt, der Steinigungen kritisiert.

Nach Pessach Magenkrämpfe

Geneigter Leser, wie mancher eins von uns schon erfahren hat, die Saison des lobreichen FC Haguah hat wieder begonnen. An dieser Stelle soll von direkt beteiligen jeweils eine kritische Nachbetrachtung der erbrachten Leistungen erfolgen. 


Heute Sonntag erfolgte das schon übliche Spiel direkt nach Pessach, welches es auch schon direkt an Mozze Pessach stattgefunden hat, dieses mal auf der geheiligten Buchlern gegen den FC Uitikon. Der bisher unbezwungen Lino wurde durch die personifizierte Routine ersetzt, nämlich durch Ronny B. Der Gegner sollte eigentlich in der Reichweite des FC Haguah liegen, im Hinspiel setzte es aber ein heftige 7-2 Klatsche ab. Angespannt und noch mit den allerletzten Pessach Nachwehen im Magen wurde der Dinge geharrt die da kommen. Zur Überraschung von allen konnte durch den ersten gelungene Angriff gleich in Führung gegangen werden. Der Gegner, geschockt und durch unsere gute Defensive, inklusive Lino auf Links hinten, ohne zählbare Aktion im Spiel, versuchte durch Kampf und sehr wenig Klasse ins Spiel zurück zu finden. Dies gelang gar nicht, im Gegenteil, mit einem sehr schön ausgeführten Angriff über Nechunja H. und Doron B. wurde ein zweites Tor eingeschenkt. Der Gegner ersetzte nun den Kampf mit Diskussionen mit dem Schiedsrichter, zählbares schaute auch dabei nicht heraus. Mit einer verdienten 2-0 Führung ging man in die Pause. Die zweite Halbzeit hatte das Niveau Vaduz-Aarau, viel Kampf und Emotion und sehr wenig Klasse und Spielkultur. Der Gegner beschränkte sich auf Unsportlichkeiten, Diskussionen mit dem Schiedsrichter und den eigenen Spielern, der FC Haguah auf geschicktes Verteidigen und gelegentliche Konterangriffe, einer davon führte zum verdienten Endresultat von 3-0. Ganz zum Schluss kam sogar noch Highnoon vorbeispaziert, als sich Eli K. zu einer Tätlichkeit verleiten liess und der Gegner ihm im Anschluss mit Teeren und Federn drohte.

Fazit: Dazu lasse ich den gerne den Gegner zu Wort kommen 

"Wegen dem Schiri und dem Gegner steht es 3-0." 

Aha. (Das hat übrigens zu einem Anschiss durch den eigenen Captain geführt, grossartige Szene)

In diesem Sinne

Donnerstag, 16. April 2009

Schmach-Ode an Thurnheer

Thurnheer in Schieflage?

Man muss es sich ja eingestehen: Bei staatlichen Organismen und insbesondere beim Konzessionsträger Nummero Heinz schauen wir aus Vorliebe zum Besseren sehr gerne auf die Finger und geben uns besondere Mühe, uns prollartig in den Mittelpunkt zu stellen, indem wir schallende Kritik auf exponierte Pseudopromis niederprassen lassen, welche in absehbarer Zeit dann regelmässig in direktem Kausalzusammenhang mit unseren Publikationen unter massivem öffentlichem Druck zurücktreten. Oder ähnlich.
Heute wenden wir uns wieder mal dem Weichei der Nation, der Susi des öffentlichrechtlichen Fernsehens zu, der uns inzwischen fast in allwöchentlichem Rhythmus Fussballabende vermiest und mit Sülzgelaber so tut, als sei er mittlerweile der Messias der Fussballexperten. Da sitzt einer angeblich im Stadion (könnt' bei der anfänglichen Einblendung ja auch ein Blue Screen sein, das wär mal eine intelligente Investition nach den tollen und massiv überteuerten Studios, die wir inzwischen finanziert haben) und erzählt uns in jeder Wiederholung, was wir eigentlich sehen sollten, aber effektiv auf keinen Fall sehen: Nämlich absolut unnütze und falsche Informationen, die bereits bei Spielgeschehen falsch wiedergegeben werden, was bei Betrachtung des Replays wiederholt nur noch schlimmer wirkt. Im Prinzip könnte dies auch im Auftrag des Ausbildungsfernsehens geschehen, weil es ein Ziel sein könnte, die Aufmerksamkeit der Kinder (wie am Pessach) derart zu erregen, dass die brüskiert zur Geltung geben, gemerkt zu haben, dass dies ja beispielsweise eine Einblendung von Gilles Yapi ist und nicht von Doubai oder Doumbia. Man kann hierbei nicht mal mehr von unterschwelligem Rassismus sprechen. Das ist schon ein ausgesprochener und expliziter, wie er kaum mehr getoppt werden kann; mal abgesehen davon, dass man entsprechende Spieler ja auch aufgrund der Aufstellungsposition unterscheiden könnte, aber das ist ja bereits Proficiency-Level, während Thurnheer weiterhin auf Deficiency-Niveau rumdümpelt. Man soll ja nicht arrogant sein und allzu viel erwarten.
So werden auch ständig die simpelsten Vorgänge auf dem Spielfeld, welche gewieft-erfahrener Fussball-Idiot in live schon erkannt hat, in Wiederholungen derart verhunzt und falsch beschrieben, dass man dem vor Schranken stehenden Schnurri national wirklich einfachsten Fussballverstand und wohl auch gesunde Augen absprechen muss. Jegliche Eintrittsprüfung für eine Kommentatorenlizenz müsste hierfür eigentlich eine unüberwindbare Hürde darstellen. Und doch, was ein Skandal.
Neuerlicher Tiefpunkt musste in der heutigen Cuppartie zwischen dem grossen FCB, der bis heute breitbrüstig vom Double sprach, und den deutlich emsigeren Ebay-Bienen, festgestellt werden. Thurnheer verhedderte sich in einer unheimlichen Serie von befremdlich-kindlichen Grunz- und Jubelgeräuschen, wie sie heute eigentlich in der Fernsehlandschaft nur von arabischen Zweitklasskommentatoren auf Webseiten wie 101greatgoals.com bekannt sind. Peinlich, amateurhaft und sehr unverständlich, wie es heute für die derart populäre Einrichtung der Sportübertragungen nicht möglich sein soll, in der Schweiz konkurrenzfähige Kommentatoren zu stellen (und damit haben wir noch nicht mal von den Interviewern gesprochen, welche regelmässig nichts anderes bewerkstelligen, als den Zwiegespräch-Partnern fertige Sätze und Aussagen von unheimlich tiefer Aussagekraft und Intelligenz in den Mund zu legen).
Auch hier wünscht CC eine baldige Genesung und eine Qualität, welche sich von Filz und Vetterliwirtschaft lossagen kann und objektiven Kriterien gerecht wird.

Mittwoch, 8. April 2009

Pessach: Zeit der ungesunden Geister

So. Wir sind nun endlich so weit. Die Wohnung ist bereits in Aluminium gehüllt und tapeziert. Wir haben unseren gesunden Menschenverstand korrumpiert und abseits jeglicher Logik und Plausibilität Dinge geputzt und für eine Woche ersetzt, deren Berührungspunkt zu Brotwaren etwa so gross ist wie meiner zu griechischen Laserpointern. So ungefähr. Wir haben den pösen und gefährlichen Chometz aus der Kanalisation geschafft, indem wir mit Bunsenbrennern und Elitekäfern darin jeglichen Brotkrümel weggesprengt haben, haben ausserdem gemäss bekannter jüdisch-zürcherischer Filmografie auch alle Lichter und Lampen von allen Seiten gereinigt. Denn wir wissen es ja nicht erst seit gestern: Chometz springt nicht nur, Chometz verbreitet sich auch noch exponentiell! Ausserdem haben wir unser ganzes Arsenal an Gerstensäften aus der Wohnung geschafft und mühselig in den Estrich geschleppt. Uns ganz davon zu trennen, wäre ein Ding der Unmenschlichkeit gewesen. Es aus der Wohnung zu wissen, trägt sicher sehr zu unserem Seelenheil bei.
Dies war heute Morgen im Heimischen Stibel nicht ganz so evident. Bei der Planung der all 28jährlichen Birkat Hachama gingen schon vor dem grossen Auszug die Gemüter in die Offensive und es bedurfte einer gewieften Karmaleistung, diesen Anlass am Ende doch noch geordnet über die Bühne gehen zu lassen. Wenn da nur nicht diese öden Wolken gewesen wären.
Wenigstens haben wir den Sijum gefeiert, wo es u.a. darin heisst, wir stünden zu Divrei Tora auf, sie aber seien Joshvei Kramim. Für einmal waren wir sozusagen die Omdei Kramim...
Wir möchten ausserdem die Gelegenheit nutzen, unserer lieben M&A-Grossgemeinde für ihren ausgiebigen Mailverkehr der vergangenen Wochen zu nutzen. Nachdem wir mit der Tachles-Beilage sozusagen in einem Nebensatz die journalistische Unabhängigkeit abgemurkst haben, welche noch vor einem Jahr so gross geschrieben war, dass bei jeder auch noch so lächerlichen Gelegenheit auf jegliche Entscheidung aus allen Rohren geschossen wurde, während jetzt anscheinend eitler Sonnenschein herrscht, hat man sich anscheinend auch noch zu ein paar wagemutigen Mailkommunikationen hinreissen lassen. So wurde speziell erwähnt, dass die Starbucks-Kaffeebohnen am Pessach erlaubt seien (Wo genau soll ich die mahlen, in meiner gewöhnlichen Alljahres-Maschine?). Der Eruw Tawschilin ist zudem lediglich "von Vorteil" (war er denn schon mal von Nachteil? Sollte die Formulierung nicht etwas klarer ausfallen?). Im FC Hakoah ist man diesbezüglich schon einiges deutlicher, da weiss man schon, dass die "Mazza nicht ein guter Freund von uns ist".
Zudem sind wir höchst geehrt, den Titel der Chumre des diesjährigen Pessachs doch noch verteilen zu dürfen. Angeblich ist es gemäss einer Meinung inzwischen schon nicht mehr ausreichend, den Ofen mittels Erhitzung auf 500° C und Pyrolyse zu erwärmen, um ihn zu kaschern. Gute Besserung, man lernt nicht aus.
CC wünscht in diesem Sinne der gesamten Bloggergemeinde quer auf dem ganzen Planeten einen gefreuten Payssech, eine fröhlich-solide Verdauung und Chag sameach!

Mittwoch, 1. April 2009

IN MEMORIAM