Donnerstag, 31. Mai 2007

Inniger Dank

Es ist soweit.
Nach 4 sehr anstrengenden Monaten hier im Flexzentrum zum Albisgüetli, werde ich Morgen meine neue Stelle antreten
Es war nicht immer einfach, sich ab 11 Uhr bis zum Fabrikschluss zu beschäftigen. Mein Dank gilt nun allen Chassidim, welche mich, seis über Mail oder eben über diese Platform, immer bei Laune gehalten und bestens unterhalten haben.
Es soll Chas weScholem kein Abschiedsdank sein, doch hoffe ich sehr, dass ich am nächsten Arbeitsplatz nicht ganz so fest auf euch angewiesen sein werde.

Seid gegrüsset.

Mittwoch, 30. Mai 2007

shir und grasl am göpp

wie gesagt, über die art und weise des erfolgs muss hier nicht diskutiert werden (weder über fragwürdige penalties noch über fragwürdige punkte).
gönnen wir uns doch lieber einen einblick in den besuch zweier chassidim an diesem schnauzspektakel. (das sind überigens spitzhelme!!!)
angefangen hats noch ruhig mit einer getrennten hinfahrt im zug. (wir sassen im übrigen auch getrennt). also, um 13.55 wird sich vor dem stadion getroffen. begleitet von einem unheimlich primitiven fangesang einiger basel-fans ("luzern! luzern! juden, luzern!") gibts den ersten traminer-stängel. ein gewisser major (nicht in der armee) meint noch "das wird nie was! viel zu wenig...". er sollte später lügen gestraft werden. auf jeden fall trennen wir uns so ca um 14.10 uhr und begeben uns auf unsere plätze. ich mit meinem alten herrn. und der ist überigens schuld an all dem schwachsinn den ich während des fussballschauens so rauslasse. der hat alle nachbarn vollgequatscht. er wurde sogar mehrfach ermahnt (nicht nur von mir) aber das spornte ihn nur noch mehr an...
aber ich hatte meine eigenen probleme: ich war enorm viel zu kalt angezogen. und in meinem delirium wurde dieser kampf gegen die kälte immer intensiver. und das spiel war auch nicht gerade erwärmend. der punsch-boy wurde angefallen als er nur in die nähe unserer plätze kam. ahh... etwas wärmendes gabs noch: die fcb choreo: ...
jedenfalls wurde es mit dem kampf so ernst, dass mein ahne mir ein müssli riegel aufzwang. und der wirkte echt wunder. leider so gut, dass ich nach dem verschlingen dieser süssen köstlichkeit folgendes gesagt habe (ihm ins gesicht): "wow. das isch guet gsi. het mi grad e bitzli abegholt!". aber er hats nicht gecheckt. er musste ja auch nicht damit rechnen, dass ich in den 13 minuten, die ich getrennt von ihm war, mich gleich so einwürzen würde...
nach dem "spiel" und der göpp übergabe traf ich b"h wieder meinen co-chossid. den auf dem perron wurde in den 7 minuten, die wir noch hatten, bis der zug abfahren würde, noch einmal kräftig gewürzt. aber halt! ein wichtiges detail hab ich vergessen. als wir uns vor dem stadion trafen (grasl,seine begleitung, meine alter herr, seine freund mit kind und ich) meinte mein ahne, dass wir uns nun trennen würde, da er ja nicht dasselbe endziel hat wie ich. also was macht ein guter hausherr, bevor sein sohn in den zug nach hause steigt? er benscht mich! jawohl, unter allen besoffenen fans. hände auf meinen kopf und irgendwas gemurmelt (mit tränen).
aber zurück zur zugfahrt nach hause. grasl war zu gar rein nichts zu verwenden. augen fielen schneller zu als tore in der yb-4tel-stunde! kommentare wie "nei nei, bi scho no do" fielen aber trotzdem. es war aber trotzdem ein riesenspass. (esst mal jelly belly in diesem zustand; ein erlebnis der besonderen art).
in diesem sinne wünsche ich allen eine schöne sommerpause und gut holz!

p.s. niggol bötinja hat überigens schlecht gepfiffen. nicht parteiisch, sondern einfach nur grottenschlecht. ich hofft sie pfeifft ihren ursli nicht auch gleich zurück, nur wenn der sie ein wenig härter anfasst.

Dienstag, 29. Mai 2007

Vertragsverhandlungen um einen KP

Man stelle sich vor, es ist Pfingssonntag. Ich begebe mich ohne böse Absichten in den Religionskurs bei Herrn R. Cheutsch (Name dem Verfasser bekannt).
Eines Frau in Zelt öffnet mir die Türe, ich begebe mich wie immer ins Wohnzimmer und lege die 2 Gmores bereit.
Kurze Zeit später erscheint mein Magid Schiur. Kurzer Schwatz wie immer und dann noch die Erwähnung, dass sich sein 19- Jähriger Sohn verlobt hat.
"Schöne Idee" denk ich mir und wünsche herzlichst Masel Tov ("Kejn Jirbu" ist nicht mehr möglich, da dieser Bub das jüngste von nur 7 Kindern ist).
Doch dann erhalte ich völlig unverhofft und ohne zu Fragen, Einblick in die verrückte Welt der Schiduchim.
Also, eingentlich wollte Cheutsch seinen Sohn noch nicht verloben-richtig, ER verlobt IHN- doch dann passierte folgendes.
Der Sohn, welcher den gleichen Namen trägt, wie der früher religiös zionistische Jugendbund (für die Dummen, ohne "Bne") hat soeben die Jeschiwe gewechselt (Hat jemand ein Transfergerücht auf 442.ch gelesen? Ich null).
Dort wurde ein wohlhabender Mann, verwandt mit dem Rosch Jeschiwe auf diesen Knaben aufmerksam. Scheinbar soll er zu den besten Gmoreschleuderer der ganzen Jeschiwe inklusive Kaulel gehören.

Szenenwechsel 2 Monate zurück:

Es ist Erev Pessach, bis Cheutsches, wird anscheinend durchgehend der Vater gesucht, da sich bereits viele Eltern für den Jungen interessieren.
Zur Information, zwischen Rosch Chodesch Nissan und Rosch Chodesch Ijar besteht ein Transferfenster für in- und ausländische Transfers.
Ganz im Stile eines abgezockten Spielervermittlers (es sind bereits 6 Kinder glücklich verheiratet) lässt er alle Angebote an sich abprallen.
Mit "Angeboten" meine ich den wortwörtlichen Sinn, denn scheinbar nennen die Väter bereits das dazugehörende Handgeld (auch Mitgift genannt).
Dann kommt dieser oben erwähnte Bekannte des Rosch Jeschiwooooos. Er ruft kurz nach Pessach an (die Transfersummer, ist bereits gestiegen) und unterbreitet dem Cheutsch ein sehr verlockendes Angebot "ein ganz tolles Mädchen, eine Chessed Frau" (O-Ton)!!!!

Also, die Frau muss super sein, das Handgeld stimmt, jetzt dürfen sich die Kinder auch bereits kennenlernen, ein Detail am Rande.
Zu zweit und in geheimer Mission, wird nach London gerösselt. Dort scheinen sich die Verhandlungen sehr schnell weiter in Richtung Stangenschuss zu entwickeln.
Nun aber, meint der Oilem der Chassidim sicher, dass alles unter Dach und Fach ist. Longo weiss vielleicht was jetzt kommt:
Nun muss der Kabalist noch daran glauben. Ein Milchmann aus Bne Brak soll die letzte Broche richten.
Man muss die beiden Namen auf ein Zettel schreiben und er kann dann mitteilen, ob es sich um einen Lupenreinen Doppelpass handelt, oder ob die Verhandlungen hier und jetzt abgebrochen werden müssen.
Cheutsch hat, wie er mir erzählt, "die Namen bereits ausgerechnet" doch möchte er sich sicher sein und fragt den Milchmann. (Hat mir ohne viel zu verraten gezeigt, das man das Blatt mit den Namen von der Seite anschauen muss). Ist's allen klar?
Alles bestens. Nun alles bereit? null.
Nun kommt der Onkel ins Spiel. Er wird ganz einfach und ohne Berechnungen und Angaben von Transfersummen gefragt, was er davon hält.
Eigentlich findet Cheutsch, dass sein Sohn noch ein wenig zu jung ist, doch möchte er die Meinung des Onkels.

Seine vernünftige Antwort: "Sie können auch zusammen reif werden". Macht Sinn.

Nach Einbezug aller benötigten Beteiligten, entscheiden nun die beiden Väter, dass sich die Kinder verloben.
Warzenschnuffel, läuft das bei euch auch so?

Nach anfänglichem Beherrschen, konnte ich übrigens bei der Milchmann Szene mein Lächeln nicht mehr verbergen.

Sorry Chassidim, für ein Schlussfazit, bleibt mir einfach die Sprache weg.

Grasl

Sonntag, 27. Mai 2007

Oberstufe, Realien & Erlebniskunde: Exkurs Combat des Reines

Tatort am 25. März „doyf“ im Wallis, nahe von Sion. Aproz, ein Ort, welcher es in der Weltgeschichte bis gestern nur wegen dem erträglichsten Pessach-Mineralwasser zu Weltruhm brachte – was das Mazzenfestival aber auch nicht viel besser aussehen lässt.

Auf jeden Fall gibt es auch da eine Periferie mit einem Schiessstand (wie in jedem anderen Kaff in der Schweizer Landschaft) welcher angesichts der Ausführung eines Wettkampf der World Series of Cowtipping eine Arena für Kuhkämpfe (die lokalen schwarzen Steakreservoirs, kännsch?) herrichtete. Uns wurde der Anlass erst sehr kurzfristig mitgeteilt – Ron Orp wusste jedenfalls nichts davon und auch Heimisch unterliesse jeglichen Hinweis. Jedoch hinterliess das nieslige Wetter (Danke Jörg Kacheljoggel für den Ausdruck) keine andere valable Alternative zum DVD-Nachmittag, weshalb man den Ausflug dankend annahm.

Auf der Seite mal verschiedene Grossgehege für die Kühe, welche auf der Seite gross mit weisser Farbe angeschrieben waren. Jedenfalls wurde sofort die Kuh 93 (13.05.2006, 93. Minute, kännsch?) gesucht, sie blieb aber verschollen. Später wurde Christian Constantin vor einer TSR-Kamera gesichtet. Ob er vielleicht besagte Kuh für Sammlerzwecke aus dem Verkehr zog? Recherchen laufen hierzu jedenfalls.

Die Kühe wurden in grossen Gruppen in die Arena geschickt, die Walliser Version von BW rief am Mikrofon jeweils aus, welche Kuh wegen verlorenen Kämpfen oder Inaktivität aus dem Verkehr gezogen wurde („Wir bedanken uns beim Besitzer der Kuh 113“ und das auf russisch und walliser-ditsch – auch im Wallis gibt es eben keinen Röstigraben) bzw. gab den Helfern an, welche Kühe (alle weiblich wohlbemerkt) aneinander geführt werden sollten, damit sie sich griäggen.

An sich waren die „Kämpfe“ meist sehr unspektakulär, oft hatten die Milchtüten gar keine Lust zum Kämpfen und chillten am Rand der Arena. Eine alte Schachtel hinter mir fand das ganze aber so aufregend, dass sie stehend stolperte und vornüber den Hang in den Schlamm fiel: sie sah danach aus wie ein zittriger Allrad-Regenschutz. Auf der Gegentribüne gab sich ein Walliser beim Kiddisch so Mühe, dass er 3 Stuhlreihen nach hinten fiel, sich wieder aufrappelte und dann im Infight gegen einen 70-Jährigen nur zweiter Sieger wurde. Schliesslich wurde er draussen von drei Polizisten im Schlamm zellenfertig zugerichtet (siehe Regenschutz) und in Handschellen abgeführt. Grosses Goal.

Ein nebenberuflicher Züchter stellte mir noch seine eigene Favoritin vor: Sie hiess Marmotte (Sali Murmeli) und war sehr freundlich zu mir. Eine andere hiess Herkules und war etwas schnaubiger. Schnäuze allgemein in der Überzahl, zumeist sehr wortkarg trotz intensiven KommunikBemühungen meinerseits. Streicheln liess sich aber keiner von denen. Dafür hat mir noch ein amerikanischer Pionier noch dargelegt, wie er mit Sitz im beschaulichen Sion ein weltweites Netz von Wissensträgern organisieren will und weshalb die US-Wirtschaft dem Untergang geweiht ist. (Ja, auch er trug einen Schnauz.) Nebbisch.

Sonst nicht viel, Tombola gab’s auch eine. Hauptgewinn: Ein Walliser Kalb. Williau.

Wallis ist eben schon der rockigste Kanton Europas, so ein Schlammspektakel für nichts und wiedernichts muss ich sonstwo zuerst noch sehen.


Freitag, 25. Mai 2007

Schweizer Meister 2006/2007

Grosser Abend.

Zuerst das grosse Zittern und über zwei Tage Jontef mit allerlei Chachomim, welche einem erklären müssen, warum heute abend Basel und GC die Spiele gewinnen wollen, Schauplatz Chabad, wo am zweiten Tag Jontef jemand nach dem Dawenen ein 20min auspackt und alle sich dahinter scharen, um die letzten Details für diesen grossen und lange erwarteten Abend zu erhaschen. Eben: Wichtig ist in diesem Moment vor allem die Matchvorbereitung und jedes Detail zählt. Und zusätzlich gilt es, eine Antwort auf alle Eventualitäten in Fachsimpelei-Verstrickungen zu haben.


Am Nachmittag der invane Versuch, sich aufs Ohr zu legen und so Zeit verstreichen zu lassen und der unerträglichen Nervosität zu entgehen. Was kommt auf uns zu? Was für Energien hat GC bereit? Rächen sich heute die Abwanderungsgelüste? Kommt nun alles doch anders? Versagen die Nerven? Schiessen wir am Ende 90 Minuten auf ein Tor und nichts geht rein? Erwartet uns ein frustriender Knorz?


Dampfhalber vergehen die ersten 3 Minuten des Spiels ohne Beteiligung der Redaktion, dann 30 Minuten ein unglaublicher Zermürbungskrieg, GC mit Spielanteilen, Mikari zeigt, dass er der einzige GC-Spieler ist, der Fussball spielen kann. Jaggy-Gaggi versteckt sich in der Innenverteidigung und muss sein Unvermögen eigentlich nicht mal zur Schau stellen. Etwas brotlose Kunst, einige Kombinationen, Tihinen und Von Bergen geben nie das Gefühl, dass durch die Innenverteidigung was durchsickern könnte. Und dann die Combo Raffael-Cesar-Raffael-Santos und die unnachahmliche Verwertung eines klassischen Knipsers. Wie man es in Zürich bisher eigentlich selten gesehen hat. Offside? Nein? Grenzenloser Jubel (Russland schlief zu dieser Zeit schon, fast ein Herzinfarkt zum Erwachen)


Die zweite Halbzeit mit Dominanz durch Zürich, verschiedene Rushes und Aktionen auch von Gayceh und dann der Hammer von Dos Santos aus 76.2 Metern, Marke Flatterball, den Leoni bravourös an die Latte lenkt. Die nächste Nervenkrise. Im Gegenzug der Hammer-Freistoss von Raffi, Margairaz, eben eingewechselt, zur Stelle und schiebt gegen die Laufrichtung hinter den weiten Pfosten. Offside? Nein? Und wieder grenzenloser Jubel. Der Meistertitel ist nur noch Sekunden weg. Endlich Erlösung und ein Leiden, das nun schon seit März und einem Grossteil der Rückrunde andauerte, findet ein jähes, grelles Ende. Einige, inklusive Tripolis, hatten bereits Zweifel und Ängste, andere hatten sich und die Hoffnung bereits aufgegeben (Majesty: Schnauze, im Flextempel zum Halbfinale hast Du es vor Zeugen gesagt. Unverzeihlich!). Danach die Interviews. Die Krücken von Blerim und Stüggel fliegen, Ehrenrunde vor Hotz und das Kübelstemmen durch die ganze Mannschaft. Und wiederum der Nachweis, dass Schweizer Reporter keine und wirklich gar keine gute Interviews hinkriegen. Teleclub hatte gestern interne Kommunikation während der Feierlichkeiten in der Kabine auf dem Schirm, einfach dilettantisch und erbärmlich.

Aber das alles war zu der Zeit egal. Überall in der Stadt jubelnde Gesichter und hupende Verkehrsteilnehmer und schliesslich auf dem Helvetiaplatz und im Kanzleiareal ein grosses Fest mit 200'000 Liter Bier, Sound und hartem Fest. Irgendwann kam die berechtigte Hoffnung noch auf, die Mannschaft würde am Helvetiaplatz auftauchen, was sie dann auch tat, jedoch nur um im Schrittempo durchzufahren und dann wieder wegzufahren. Sinn der Übung blieb jedenfalls verborgen.
Und am Ende und über die ganze Meisterschaft siegt die Mannschaft mit den meisten erspielten Punkten. Denn der Vorsprung ist über die Saison entstanden und nicht nur gegen Muntwyler. Dass die dann stümperhaft einen unberechtigten Spieler einsetzen ist dumm und bedauernswert. Es ist nicht der Verdienst von Zürich, jedoch hätte jede Mannschaft die Punkte angenommen.
Und eine Saison mit vielen Rückschlägen findet ein Ende. Blerim war am Ende neben dem Feld wohl wichtiger wie er es kurz vor der Verletzung auf dem Feld selbst war. Barmettler hat seine Position gefunden und braucht nun einen grossen neben sich auf der DM-Position; sei dies Gögi oder ein Nachfolger. Von Bergen hat gezeigt, dass er gesund für Kuhn eine Variante für die Nati ist. Und unsere Stürmer treffen wieder, was für den Ausgang der Meisterschaft ausschlaggeben war. Und wenn sie nicht treffen, dann geben sie die entscheidenden Pässe, wie Raffael gestern zweifach. Grandios. Und jetzt mischen wir Europa auf. Weil Chikhaoui neben Aegerter mehr als ein Versprechen ist und Bickel mit Canepa bereits an weiteren Verpflichtungen arbeitet. Und irgendwo hoffe ich immer noch, dass Santos nicht gehen muss. Nachdem der Knopf in den letzten Spielen endlich aufgegangen ist, hat er nach diesem Meisterschaftfinale nichts eher verdient.
PS: Heute morgen übrigens trägt man im Büro übrigens weiss. Zu Recht.
PPS: Es freut mich ausserordentlich, wenigstens einen gemeinsam mit den Bislern und der gesamten AGL zu feiern: Ein Jahr lang kein Mauern in Schwarzgelb. Ein herzliches Beshiftechem Beshulem an den Xa-Max.
PPPS: Zitat vom Abend gestern: "Wo isch de Bier?!?!?"

Dienstag, 22. Mai 2007

Affentheater

Ja es ist tatsächlich wieder soweit, die beiden Rivalen der letzten zwo Jahre stehen schon wieder vor einem fotofinish.
Das die diesjährige Meisterschaft wie von Moschiach Gross vorausgesagt, erst in der letzten Runde, ja evtl sogar in den letzten Minuten, oder auch Sekunden (SHIT) entschieden wird, kann der AGL nur recht sein.
Doch bleibt bei dieser von Hüppi wieder mal ventilierenden Ansage "FINALISSIMA" doch der eine oder andere üble Nachgeschmack.

1. Schaffhausen ist noch nicht defintiv abgestiegen.

2. Mich stimmt es nach wie vor nachdenklich, dass im Moment keine wirklich starke Mannschaft in der Liga vorhanden ist. Wenn der Tabellenführer (Name dem Verfasser bekannt) trotz 3 Niederlagen gegen den Direktkonkurenten und 0:0 Spielen gegen Abstiegskandidaten immer noch die Tabelle anführt, dann müssen sich die Ligakonkurenten doch ernsthafte Fragen stellen. Es scheint, wenn es Chas Wescholem dabei bleiben würde, dass der FCZ nicht die beste Mannschaft der Helvetia stellt, sondern die am wenigsten schlechte.

3. Der Entscheid im ST. Galler Muntiwiler fall ist gefallen. Er ist auch zurecht so gefallen. Nur schade, dass am Schluss höchstwahrscheinlich genau diese 2 Punkte entscheidend sein werden. Schade für St. Gallen, schade für Basel, schade für die Liga aber vor allem schade für den FCZ. Die Meisterschaft am Schluss dadurch zu gewinnen, wäre dem FCZ ganz einfach unwürdig.
Egal wie unsouverän und unkonstant die letzten Wochen in der AGL Fussball gespielt wurde, so wünscht man keinem Team die Meisterschaft. Schade

4. Verschwörungstheorien
Nach dem 11. September sind sie nun also wieder da. Jedermann fürchtet sie und doch werden sie immer wieder hochgejubelt. Vor allem dann, wenn die Entscheidung naht und noch viele Tage des Nichtstuns dazwischen sind.
Doch ganz einfach, hört auf mit dem Theater. Das Luzern sich gegen den FCB kein Bein ausreissen wird, war völlig klar. Es wäre ja schlicht und einfach dumm gewesen, in der momentanten Liga- und Cup- Kontellation anders zu agieren.
Doch nun auch YB noch zu involvieren, einfach lächerlich.
YB rennt seit Jahren ihren eigenen Ansprüchen hinterher, nun so kurz vor dem (Zwischen-) Ziel, werden sie ihre Ambitionen wohl kaum vergraben! Auch hätte YB als immerhin Heimstärkstes Team der Liga, den Sack sicher lieber im eigenen Stadion zugemacht, als nun gegen Basel im vielleicht schwerste Auswärtsspiel der Saison bestehen zu müssen.

Kurz und gut: Vergesst die Theorien, nur Constatin kann etwas bewegen, möge der Fluch Schaffhausen endlich von der Fussballlandkarte verschwinden d hoffen wir auf ein grosses balu rotes Fest in Basel, wenn ich schon dort bin.

Schluss mit lustig: Showdown vom 24.5.2007

Meisterschaftsfinale und die Theorien nehmen Überhand. Auf der einen Seite lässt Luzern in den ersten 10 Minuten x Chancen zu und griäggt gleich mal zwei Tore. Sack zu, bevor der Match überhaupt richtig lanciert ist (oder hat jemand schon mal von den Lozärnern Sam, Imholz, Foschini und Righetti gehört?). Und die Tatsache, dass Luzern international dabei ist, wenn Bisel als Meister in der Champions League vertreten ist.
Auf der anderen Seite hat man in den Bisler Foren anscheinend schon festgestellt, dass die Berner gar nicht mehr im Kampf sind um das internationale Geschäft bzw. aus fehlendem Eigeninteresse und emessdiger Chassidus gegenüber dem FCZ einen Innenverteidiger mit einem Stürmer ersetzt haben (Zayatte gegen Frimpong in der 76. Minute). Tore schiessen wollten sie doch schon gar nicht mehr. Ausserdem war ja der Rasen in Richtung YB-Tor gekämmt, um den Zürchern das Toreschiessen zu erleichtern. Und Muntwyler? Der hatte doch gar keinen Einfluss auf das Spielgeschehen! Darum muss ich als unbeteiligte Partei auch ein Rechtsmittel vors CAS einlegen, wenn die Olmas schon antreten. Es geht auch nicht einfach nur, um mit dem Namen FCB zu klotzen. Wayne, kännsch?
Wölfli ist beim 2:3 auch rausgekommen, Du. Das war dann ganz komisch... Ein Zitat: Was hat da YB für ein Spiel gespielt? Wir werden es nie wissen!... (Es gibt nur eine gerechte Strafe.) (Original).


Am Donnerstag abend, nach Matten Toyren wissen wir mehr: Gibt es auch ein Mattanim Pokalim? Schafft Zirü nach der harzigen Rückrunde und einem Abnützungkampf wider die sinkende Abgeklärtheit und die Verletzungsserie wirklich die unerhoffte Titelverteidigung? Nimmt ihn Tante Uran-Gigi-Tan (wow, der ist viel besser, wie er geplant war!) wirklich wieder im Muul oder gibt es doch wieder einen Sterndlein-Auftritt?

PS: Die Gegenparteien sind an dieser Stelle gerne zu einem Gegenplädoyer eingeladen. Wir wissen ja alle: Eilu we eilu divrei Elokim chayim.

Montag, 21. Mai 2007

Umengurken, zwoter akt

Tag auch, auf vielfachen Wunsch der Matschbericht vom Haguah Spiel von letztem Sonntag, wo sich Epochales ereignet hat, zuerst aber der obligatorische Blick auf die CL. Einfach herrlich dass die Jeshive Kickers ihre Aufstiegshoffnungen endlich begraben haben, ich vermute mal der SFV hat dem Verein mit Sanktionen gedroht falls sie Aufsteigen würde, ist aber reine Spekulation meinerseits. Bellinzona muss jetzt nur noch von der Furzidee loskommen in Vaduz zu spielen, dann ist alles wie es sein soll. So, zurück zum Thema, am Sonntag versprach der Kampf der Kellerkinder zwischen dem FC Hakoah und FCJ Barcelona Bülübü, nein die heissen nicht wirklich so, einiges. Das Aufgebot kann als das ultimativ letzte angesehen werden, im Tor versuchte sich Peter "Eisenfuss" H. , zudem bekam sogar nach 1 Jähriger Absenz Alain M. K. wieder ein Aufgebot, einziger Auswechselspieler war Nico B. Der Gegner begann das Spiel mit 8 Feldspielern, ein zusätzlicher Spieler sollte noch kommen, der Rest der Mannschaft wurde aufgrund interner Querelen suspendiert. Das bedeutete, dass der Haguah von der ersten Minute an das Spiel machen musste, was normalerweise gleich zu einem Gegentor führt, jedoch stand es diesmal nach 15min. 3-0, zur Pause stand es 5-0. Das Spiel musste häufig unterbrochen werden, da sich die Spieler des Gegners immer wieder pflegen lassen mussten, unteranderem verletzte sich der Torhüter ohne Einwirkung des Gegners und musste Ausgewechselt werden. Nicht dass man denkt der Haguah hätte gut gespielt, nein, es war die mit Abstand schlechteste Leistung diese Saison, zeitweise spielten 2 Gegner die gesamte Verteidigung aus. Der Coach, welcher während 90min. auf dem Platz stand, gewann zum Schluss knapp ein Laufduell gegen den Stürmer, welcher in der ersten Halbzeit mit einer Knieverletzung ausschied und dann nach 70min doch wieder aufs Feld kam. Soviel zu seiner Leistung. Nico B. wurde eingewechselt, berührte einen Ball und fiel im nächsten Zweikampf so auf die Schulter, dass er verletzt raus musste. Er gewann die Wahl zum Kopf der Woche des Tachles knapp vor Raoul S.

Schöne Feiertage allerseits und
"Wär nöd gumped isch en Basler*****sohn" *Sing*
Grufcz
Guysolino

JClips vom Montag

In Amerika impfall, da sind die Juden ganz anders. Da gibt es eine eigene jüdische Mafia (die von der Weltherrschaft, haben Hörner und halten alle Präsidenten der WElt ganz eng an der Leine) und auch einen innerjüdischen Bürgerkrieg mit ganz eigenen Waffen und Regeln. Tragischer Mitschnitt eines Gangkonflikts, sedö:


Übrigens bestechen die amerikanischen Juden die Welt auch mit einer modernen Auslegung der Brunnenvergiftung: Unter dem Vorwand von guten Taten und Wohlfahrt vergeben sie vergiftete, fiese Fischstückchen, die süchtig machen. Sie wirken dann als Einstiegsdroge für die irreversible und schädlichste aller jüdischen Drogen; der Tschulent.


Wenigstens hat es der gute alte Borat gemerkt, der hier zuerst die Antworten gibt und dann Steilpässe ins islamische Nirvana lanciert. Man bemerke hierzu vor allem das literarisch hochstehende Schlussfazit und die Intelligentia-Diskussion in den Kommentaren der Youtube-Originalseite.

Hezbollah in action, religiöse Konflikte und eine ausserordentliche GV

Liebe Kinder gebt fein acht, ich hab Euch etwas mitgebracht...


Der Einleitungssatz stammt für die Banausen übrigens vom Sandmännchen, dem ersten pluralistisch-metrosexuellen (welcher Nichtfranzose trägt denn sonst noch Bérêts) Showmaster für Pubertierende und andere Lustmolche (Harry Wein-Fort läuft ausser Konkurrenz). Kännsch?

Versprochen wurde an dieser Stelle schon seit einer Weile der Livefeed vom Combat des Reines in Aproz, folgt aufgrund des bereits verfassten Berichs etwas später unter Zurhülfenahme von weiteren Materialien.

Sonst offeriere ich als Beweisofferte meiner weiterhin intakten und glattkoscheren Existenz einen Bericht des arabischen TV-Senders Al Manar, in welchem Hezbollah-Pionierspione einen High-Tech-Ballon von israelischen Kleinkindern aus Kiryat Shmona abgefangen haben:

Übersetzt: We Want Moshiach Now. Endlich wurde auch beim nördlichen Nachbar Israels die Gefahr des Meschichismus erkannt und mit militärischen Mitteln bekämpft.

Des weiteren beschäftigt dieser Tage die antisemitischen Tendenzen der UEFA und des SFV (Onkel Zloczi, waslauft?). Matan Torah auf die Waagschale werfen mit dem Champions League-Final und dem grossen Feuerwerk im Weichturm auf das Ende der Saison, einem wohl selten vorentschiederen Derby und einer anschliessend zu erwartenden, grossen Party? Wie soll da ein gewissenhafter Jude noch räsonieren können? Sind wir denn nicht alles auch Menschen? Weshalb uns so in Versuchung bringen? Vielleicht kann mir da ein angesehener Experte für innerjüdische Belange wie Longo weiterhelfen...
PS: Heute abend ausserdem im Programm: Die ausserordentliche GV der ICZ, auch genannt Wie-beschäftige-ich-eine-Gemeinde-im-Umbruch-gleichzeitig-mit-absolut-irrelevanten-und-illusorischen-Vorschlägen bzw. Macht-alle-mit-dann-sind-wir-viel-effizienter-sparsamer-und-geradliniger. Unsäglich, weil eine GRPK hierzu nur knapp zustimmen konnte und der Vorstand laut unbestätigten Gerüchten im Falle eines Durchkommens der Kommissionsanliegen mit einem kollektiven Rücktritt droht.
Prognose vom Schnuffel: Leerlauf und ein verlorener Abend.

Freitag, 18. Mai 2007

vehigianu


Hallo Schweiz,

danke für die Einladung, werauchimmer sie mir geschickt hat. Wie man hier so hört bekundet der FCZ etwas mühe den Vorsprung (als ich dort war waren es 5 Punkte) zu halten, aber wir haben hier schliesslich andere Probleme: Boca spielt in letzter Zeit miserabel...
Jedenfalls ist es mir eine Freude meinen ersten Eintrag zu posten. In der zwischenzeit werde ich mich über den Blog auf dem Laufenden halten, falls z.B. wieder ein koscherer Kebab-Stand aufmacht oder so...
Ich grüsse alle die mich kennen!

PS: das Foto ist die Aussicht von meinem Wohnzimmer (14.Stock)

Dienstag, 15. Mai 2007

SCHEHECHEJONU WEKIEMONU

Teire Chassidim,

Ich werde mal auf eine Laudatio verzichten, und mich direkt mit meinen literarischen Gedankenäusserungen an Euch wenden.
Für allfällige, erfahrungsgemäss nicht allzu selten auftretende Rechtschreibefehler oder allenfalls für materiell nicht bereichernde Beiträge entschuldige ich mich an dieser Stelle, und verweise an meine jüngere akademische und intellektuelle Vergangenheit.

So, nun hab ich meine Blog-Jungfräulichkeit (leider nur diese) verloren und hoffe auf viele weitere sinvolle, unverzichtbare und simches/nachasdige Einträge bzw. Beiträge.

Bsires Toi(au)ves,

longo




Montag, 14. Mai 2007

Umengurken

An dieser Stelle noch eine kurze Zusammenfassung des Haguah Spiels vom Sonntag. Unser Gegner war der allseits gefürchtete FK Morava, welcher aus 11 Georges Vogel Ränzen bestand, einer hatte sogar einen Bart. Also ein eigentlich idealer Aufbaugegner, welcher mit unserem schnellen Direktspiel locker vom Platz gefegt werden sollte. Gleich zu Beginn gab es einen ersten grossen Lacher, als der Schiri bei der Spielerkontrolle zu J. Habshush gelangte und diesen als Johan Habshush betitelte. Dieser fehlte übrigens wegen Übelkeit... Das Spiel begann recht animiert, Pluz wurde durch den Bartli in Zeitlupentempo getunnelt, wir waren sogar klar besser als unser Gegner, leider versagte diesmal die bekannte Abschlussstärke unserer Stürmer und es wurden zahllose Chancen vergeben. Ein Beispiel, 3 Stürmer können auf den Torhüter losziehen, anstatt ihn auszuspielen probiert einer davon einen Trick und schiesst schlussendlich ins Aussennetz anstatt auf seine Mitspieler zu passen. In der Pause gab David V. eine Standpauke zum besten, auf Details will ich nicht eingehen, als der Schiri aber nach 3 Min. wieder zum Anpfiff pfeifft rennt der Coach zum Schiri, scheisst diesen zusammen und riskiert einen Platzverweis. In der zwoten Halbzeit ging es im gleichen Stil weiter, das Tor für uns war ein Eigentor nach einer Hereingabe von LHD in den Strafraum, leider gewinnt man aber keine Spiele wenn man aus 5 Metern den Ball nicht an dem am Boden liegenden Torhühter vorbeibringt. Erwähnenswert auch noch der Lattenknaller von Michi Weil, den Abpraller schoss Eli K. aus nächster Distanz über den Zaun ins Out.
Insgesamt muss man aber sagen dass der Gegner unverdient zu einem Punkt gekommen ist, aber eben wie ging der Spruch: Wenn man sie vorne nicht macht....

Donnerstag, 10. Mai 2007

Tschällensch liig 1.1

Nachdem sehr erfreulichen Ausflug, organisiert durch CC-Tours in den Aarschgau, noch ein kurzer Seitenblick in tiefere Lagen bzw. Ligen. In der NLB spitzt sich der Kampf an der Spitze zu, die Jeshive Kickers scheinen nicht zu merken dass sie in der Süper Lig nicht erwünscht sind und wollen Bellinzona partout nicht Platz machen auf dem 2. Rang. Bellinzona dagegen hat mich gestern mit der Meldung überrascht, das der Club im Falle eines Aufstieges nach Vaduz ausweichen will und nicht nach Lugano oder sonstwo im Tessin. Verstehe ich nicht. Noch kurz zu den Spielen, Xamax hat gestern gegen Concordia Basel, notabene vor 6200 Zuschauern, 2.5 mal soviel wie bei GC-Sion, verdient mit 2-1 gewonnen, das zweite Tor war ein Pflock im Sinne von David V., der Verteidiger stolperte beim zurücklaufen als letzter Mann über den Ball und fiel einfach um. Die Yeshive Kickers gewannen gegen Lausanne dank eines Tores von Schneuwly, laut unserem Scout Gonzales T. ein Talent für die Nati, das hat er aber auch bei A. Nef behauptet...
Bemerkenswert ist auch Winterthur, das 3-0 gewonnen hat, auch dank eines Tores von Mose Ohayon, der evtl. mal beim FCZ spielen wird.

In diesem Sinne
Guten Morgen

Dienstag, 8. Mai 2007

Frische Fische und arabische Pädagogie


Etwas ernster nehmen sich die Falestinesen bei der Erziehung. Es soll ja niemand behaupten, man habe den Kindern nicht gut geschaut. Also nehme man ein amerikanisches Kinderunterhaltungssymbol (kommt zwar vielleicht vom Erzfeind, aber so weit wollen wir mal nicht überlegen) und stopft einen Fundi rein, der den Goofen gehörig den Kopf wäscht. Brainwashing gibts eben nicht nur auf Yeshives. Sedö lüeg:

Über das wunderprächtige Kostüm des Mädchens kann man dann auch noch sprechen. So stylisch kleidete sich sonst nur mein seliger Wellensittich (er ist zwar davon geflogen, ich nehme mal an, er ist inzwischen aber trotzdem selig): Martufello, das waren noch schöne Zeiten.

PS: Morgen nicht verpassen: Auswärtsknüller gegen die Weisswürste aus dem Rüebliland: Jährliches Highlight der Chassidus Chübelsack-Südkurven-Auswärtsfraktion (CC SKA). Gaucho: Brügglifeld, kännsch? Auf jetzt, alli uf Aarau!

Freitag, 4. Mai 2007

100 Tage Übel oder ein weiteres Kapitel Armut

In meiner Pflicht, Chassidus Chübelsack mit überlebensrelevanten Informationen zu füttern, welche das Gemüt vor allem im Hinblick auf ein langes Wochenende mit Informationen für den Chug Shabbeskafi zu sättigen vermögen, folgender Update:

In der sich langsam zuspitzenden Schlacht um die Unabhängigkeit der Koscherfleisch-Versorgung mit allen Mitteln und zu jedem Preis hat unser aller Held und Vorbild Pius Rosengarten (auch genannt Trevors der Unerschrockene) einen weiteren guarding stone gesetzt.

Wenn nämlich schon breite Teile der Bevölkerung den Laden nicht mehr betreten, ist es doch wenigstens opportun, die Glasfassade als Werbefläche für populistische Polithetze zu verwenden. Frei nach dem go down swinging-Prinzip hängen nämlich seit unlängst zwei Papiere auf der Türe des Ladens, welche einerseits auf neuerdings merklich kürzere Öffnungszeiten hinweisen. Zudem werden auf demselben Blatt auch die Stellungnahmen, Plädoyers und Beilagen zu den hängigen Prozessen (Trevors hat aufgrund zwingender Erfolgsaussichten gegen den Einzelrichter-Entscheid ein Rechtsmittel eingelegt) dem Publikum zur Einsicht offeriert. Offeriert wäre hier wohl der falsche Ausdruck: Obschon von "ohne Kaufzwang" die Rede ist, seien dem Dorfgebrabbel nach diese nur gegen Bezahlung erhältlich. Wie wir nämlich schon immer wussten: Die wirkliche Wahrheit hat ihren Preis (die Rede war gemäss unbestätigten Gerüchten von 50.-). Wie gesagt: One might just as well go down swinging...

Auf der unteren Seite dann anerbietet sich der Hausherr als Volkstribun, der in historisch absolut gerechtfertigten Allusion zur öffentlichen Anklage gegen das ICZ-Rabbinat ausholt. In fetten Lettern wird der berühmte Brief Emile Zolas "J'accuse" wiedergegeben mit den darunter folgenden Wahlkampfspruch (folgt nun etwa eine Ständeratkandidatur durch Pius? Man weiss es nicht...):

100 Tage Übel
mit Rabbi Ebel

Kommentare sind angesichts solcher hochstehender Wortspiele und einer solch tiefen taktischen Intelligenz im Laufe eines Verfahrens wohl unnötig. Es bleibt zu wünschen, dass dieses Trauerspiel und diese ätzende Selbstinszenierung eines selbsternannten Märtyrers bald ein definitives Ende findet.

Dekonstruktion einer Ikone

Saufrüh heute Morgen, wenigstens der rettende Shabbes-Anker in Aussicht und ein 15-jähriger Tomatin. Und dann das, dieser Schock aus heiterem Himmel. Ein übles, rotverdächtiges Foul von hinten in die Beine, ein Kinnhaken im Moment des Wimpernschlags, Sukkes im Winter, ein trockener Purim oder Hans Jucker ohne Puff. Oder auch alles zusammen.
Eine ganze Generation, welche auf Ausflügen immerzu zu "I've been looking for freedom" trällerte, um cool zu sein, die Lippen an die erste digitale Uhr hielt und Notrufe reinflüsterte wie ("Kitt, wo bist Du, ich brauche Dich) oder sich einen Job in der weltberühmten Foundation für Recht und Verfassung unter Devon Miles erträumte - alle diese müssen sich nun ein Abbild der Realität gegenwärtigen, welches mit unseren Kindesträumen (trotz der mythischen Unbesiegbarkeit von KITT) hart kollidiert. Kann so jemand ein Vorbild für uns sein? Ist das die Ikone, welche wir unseren Kindern, Enkeln und Thronfolgern weitervermitteln wollen? Ist das der Charmeur mit der feinen Klinge, welcher uns während Jahren den Prototyp seiner platonischer Liebe zu Bonnie vorschwärmte, ist das wirklich der Erlöser und Vorgänger von Pancho Guerrero, Lado Akhalaia und Prinz Peng? Ich muss Euch vor diesen erschreckenden Bildern warnen, sie sind wahrlich nichts für Romantiker und schwache Gemüter. Es ist jedoch unabdingbar, die Öffentlichkeit und Jugend von dieser Tragödie wachzurütteln. Noch ist nicht alles verloren. Wenn Britney es zurückgeschafft hat, ist die Hoffnung auch für Michael Knight nicht verloren. Auf jetzt...

Mittwoch, 2. Mai 2007

Stilstudie - heute: Der Schwan von Utrecht





Ersteres ist eindeutig das schönere Tor:
1) weil ich eine konservative Sau bin und früher allgemein alles viel besser war.
2) weil er sich im Rennen dreht und den Ball nicht noch stoppen muss. Der Ball findet auch viel platzierter ins Tor.
3) weil der Schwan von Utrecht nicht eine eigene Fussballerausrüstungslinie für Pampersträger brauchte.
4) weil 100 Mio. Euro auch für den Osterhasen von der Copacabana zuviel Geld sind, für einen, der von sich behauptet, er trage jeweils nur eine Banktankkarte auf sich und nie Bargeld, da er immer überall eingeladen werde. Guter Fussballer, aber schlechter Lügner.

die ruhe selbst

trotz einigen beunruhigenden details betreffend der bombendrohung am vorabend dessen was vom 1 .mai noch übrig geblieben ist, gibt es auch ein eher amüsantes detail. gemäss gerüchten spielte sich bei der evakuierung folgende szene ab:

einige gäste (hauptverdächtigter: DJ) des "jüdischen anlasses" verliessen den raum und das hotel mit den tellern in der hand und spachtelten draussen gemütlich weiter. man munkelt sogar, dass sie ins schalom rüber gingen und dort in ruhe fertig assen.
das sind noch richtige juden!!!

als quelle für diesen post möchte ich mich bei unserem tamil tiger bedanken.

in diesem sinne...

ach noch was: schafft diese 1. mai scharade sofort ab, man! jedes jahr derselbe dreck. bumm bumm und zerstörung, dann schreien alle politiker auf und 2 woche später ists vergessen und ein jahr später gehts von vorne los. erinnert mich irgendwie an die abschiedsszenen nach machanot. dort verspricht man sich noch voller überzeugung: "hey ich kumm denn mol zu dir nach basel/ zürich über shabbes. hehe". zwei wochen später weiss man nicht mal mehr, wem man das gesagt hat. und im nächsten jahr wiederhlt sich das spiel...

also darum. schafft den käse ab! nächstes jahr brauchen wir ihn eh nicht als freien tag, denn im 2008 fällt der 1. mai nämlich auf auffahrt!!! (passierte letzmals 1913. und diese information habe ich doch tatsächlich von der sendung sms galaxy...)

sektion
okeuene

Donnerstag, 26. April 2007

Fruchten mit Gurken

Zwecks Information aller Champions League-Präferenten ein kurzes Zusammenfassungsmail des gestrigen Vorstellungsschiurs eines weiteren Kandidaten für die Rabbinatsassistenz (die Benennung der Stelle ist nicht endgültig).
Heissen tut er Rabbiner Yoseph Harety und ist ursprünglicher Israeli. Inzwischen ist er schon sechs Jahre als Rabbiner in Deutschland tätig und als solcher letztlich zwischen Wolfsburg und Hannover. Anwesend war gestern auch seine Frau, welche in seiner Sache und zwecks Untermalung seiner Ausführungen am Ende seines Diskurses unterstützend eingriff (beide sprachen Deutsch).
Kurz gesagt ging es um die Näherbringung des jüdischen (chassidischen) Prinzips der Freude, wofür nach kurzen Ausführungen eine chassidische Geschichte von Rav Nachman von Bratzlav kolportiert wurde. In wenigen Worten ging es um einen wertvollen Stein, der von einem Shtetl-Juden nach London transportiert werden musste und auf einer Schifffahrt verloren ging. Der Unglücksrabe zwang sich nach einer kurzen Krise, eine gute Stimmung zu bewahren und kam so zu unverhofftem Glück. Fazit: Immer innerlich lachen und Freude haben. Fruchten mit Gurken halt, dann kommt schon alles gut (oder wie Metallica so schön sagt: Then it comes to be that the soothing light at the end of your tunnelIs just a freight train coming your way...)
Alles in allem war das Prinzip relativ schnell erklärt und bedurfte weniger Erklärungen. In vielen Aspekten blieb jedoch eine Antwort schuldig, wie das Judentum auch gegenüber Personen, deren jüdisches Bewusstsein nicht (allein) auf Freude, sondern auch auf historischen oder traditionsbezogenen Motivationen beruht, nähergebracht werden kann. Auch war die ganze Zeit von einer echten Freude die Rede, " welche von drinnen kommt", obschon Rabbiner Harety gleichzeitig auch eingestand, dass eine solche in gewissen Fällen künstlich herbeigeführt werden soll, was eine gewisse Widersprüchlichkeit birgt. In gewissen Lebensprüfungen nützt die Idee von "Ich sitze im Dreck, aber zum Glück geht es mir sonst gut." bzw. "Anderen geht es ja noch mieser." vielleicht nicht ganz so viel.

Mittwoch, 25. April 2007

Die englische Woche II

Spielberichte konnten wir ja alle bereits zu Genüge lesen. Ich möchte daher keinen Post-Live-Ticker anbieten.
Es geht mir nur darum, die Qualität und Spannung des gestrigen Spiels zu würdigen. Was ManU und Milan gestern gezeigt haben, war etwas vom Besten was ich in den letzten Jahren gesehen habe. Diese Affiche hatte mehr gehalten, als was man sich in seinen kühnsten Träumen (Warzenschnuffel?) hätte vorstellen können.
Ist immer wieder erstaunlich, welcher Qualitätsunterschied zu unserer heimischen AGL besteht.
Mit der ihnen gebührenden Hochachtung.

Grasl

Schiri, ha Di gärn!

Vom Berührungsbedürfnis einem Teil der Fussballerschaft dieses Planeten wissen wir ja alle schon. Und gemeint ist nicht das seit je her bestehende Klammerbedürfnis im Strafraum, sondern viel eher das Ausleben homoerotischer Triebe, so oft bei Jubelszenen und gemeinschaftlichen Hügelrudeln nach einem Treffer festzustellen.
Anbei ein Bestechungsversuch zugunsten bzw. zulasten eine Schiedsrichters in Brasilien, der jedoch ziemlich deutlich nicht goutiert wurde.


PS: Protestnote meinerseits gegen inländische Duelle ab den Halbfinals der Champions League. Ich werde deshalb den Match heute abend nur mit einem Protestflor schauen und schaue deshalb während den ersten 10 Minuten des Spiels Schwulspring-in-Karneval-Hösli-Meisterschaften (man beachte die Faxen, die Faxen!):

Dienstag, 24. April 2007

Jom Haazmaut

Keine Angst, ich werde mich nicht in grundsätzlichen politischen Chauvinismus-Diskussionen verstricken.
War gestern an einer JH-Feier eingeladen (man kann's auch so nennen und zwar beides). Am Eingang wurde man gebührlich begrüsst und eingelassen, anschliessend ging es zur nicht-sicherheitstechnischen Eingangskontrolle. Irgendjemand fand dann heraus, dass ich nicht auf der "Gästeliste" war, das Problem wurde dann aber durch eine Rabattgewährung für die Schutzgeldzahlung des Monats April meinerseits rechtzeitig beseitigt.
Anschliessend Einlass und erste Beschauung des Publikums. Erstes Befremden: Nur verheiratete Paare (und einige Singles, liefen aber ausser Konkurrenz). Erstaunen und Bestätigung in einem, weil es wieder einmal zeigte, dass man in dieser Stadt wohl per non verbal agreement übereingekommen ist, dass es eben nicht dasselbe ist, wenn man verheiratet ist oder nicht und deshalb konkludent eine dementsprechende Zweiteilung der Gesellschaft vorgenommen wird. Das alles macht natürlich sehr viel Sinn, vor allem angesichts der Tatsache, dass wir ja so viele sind und deshalb ein natürlicher Cut entsprechend unausgesprochenen gesellschaftlichen und gar nicht willkürlichen Kriterien absolut zu befürworten ist.
Jedenfalls bin ich vor einer Flasche Red Label gelandet, was mich vor weitere Probleme stellte. Der Anlass liess in den ersten Zügen eine gewisse Verkrampftheit ("lasst uns fröhlich sein") erahnen. Schliesslich war aber die Versuchung erstens zu jäs und zweitens zu offensichtlich, als dass ich ihr hätte erlegen können.
Als alle ihre Plätze gefunden hatten (und was für welche), gab es eine kurze feierliche Eröffnung durch die Organisatoren mit einer offiziellen Eröffnung der Feier mit anschliessender Kerzenzündung, welche wohl eine laizistische Version von Nerot Chag/Shubbes darstellen sollte. Wiederum wurde eine symbolische mehrfache Teilung der Anwesenden vorgenommen, indem drei Lichter gezündet wurden: Eines durch diejenigen, welche sicher Aliyah machen werden, eines für diejenigen, welche sich noch nicht sicher sind, und eines für diejenigen, welche sicher sind, hier zu bleiben. Für die erste Kategorie wurde ein Zünder nominiert, für die zweite fand sich knapp noch ein Freiwilliger und für die dritte wollte sich dann überraschenderweise niemand prostituieren (wär ja auch beschämend, dies einzugestehen).
Für den Unterhaltungswert wurde noch ein Quiz zu Israel eingebaut (O-Ton: Leuts, sogar die Drittklässler zeigen jeweils mehr Begeisterung als ihr) mit anschliessender Tombola.
Nach mehrfachem Fressomat gab es dann Sketches aus der Sektion Israeli Comedy online und dann gab man sich (oder doch - fast - niemand richtig) noch das Karaoke zum Besten.
So, das wärs. Nun kann auch mein Arbeitstag beginnen...

Montag, 23. April 2007

Das Opfer

Habe heute über Mittag zur Abwechslung einen Shwärmer genossen. Wie immer grosse Klasse.
Da spielte sich kurz nach meiner Bestellung folgendes ab.

Ich entdecke neben der Theke einen Koffer (nein, kein Portemonaie). Nachdem ich an der Theke der Vorderste war, hatte es mich doch ein wenig interessiert, wem dieser Koffer gehört. Ist ja nicht ganz normal, dass dort einfach so ein Aktenkoffer rumsteht.
Also, niemand anwortet auf meine Frage, dann habe ich also mal ganz ruhig den Hazazi darauf angesprochen. Er hatte ebenfalls von nichts gewusst. Doch kam ihm die blendende Idee:
Während wir dort in der Schlange angestanden waren, traf soeben ein TeleZüri Reporter ein, um einen Bericht über dieses neue Lokal zu machen. Er war soeben daran, die Schlange zu filmen und dann sein wie immer beklopptes Schlussfazit zu labbern, als in Hazazi ruft er solle mal her kommen.
Der TV- Mann kommt und wird von Hazazi aufgefordert den Koffer vom Stübli weg zu tragen und herauszufinden wem dieser gehöre. Der Reporter hat nicht 2 Mal überleget- ich bin vom Stand weggealufen- und er trug den Koffer munter ein paar Meter weg und öffnete diesen.
Nachdem er genug Quotengoj gespielt hat, stellte sich heraus, dass dieser Koffer einem gewissen Avi F. gehörte, welcher auch kurz darauf völlig verstört zum Stübli zurückkehrte um nach seinem Koffer zu sehen.
Super gspillt!

Tschällensch liig

Nach dem wenig erfreulichen Ausflüglein nach Basel etwas erfreulicheres aus unteren Ligen. Die Yeshive Kickers werden jetzt, da es so langsam in Richtung Endphase geht, so richtig nervös und bringen kein Bein vor das andere. Im Gegensatz dazu unser aller heissgeliebtes Xamax, welches seine Routine so richtig ausspielt und sich so langsam in Richtung Direktaufstieg bewegt. In Zahlen: Tabelle
Noch eine kleine Bemerkung am Rande, der Yf Juventus dümpelt abgeschlagen am Tabellenende herum, im letzten Spiel hat sich aber bemerkenswertes abgespielt, der Pancho hat in der 94. Minute noch den Siegestreffer erzielt, ich hab es immer schon gewusst, der kommt noch. Und nächste Saison spielt er im GC....

Die englische Woche

Ganz im Stile des selbsternannten Fussballpapst und zukünftiger GC- Alleinherrscher, habe ich mir in den letzten 6 Tagen ein genaues Bild über den Zustand des schweizer Fussballs gemacht.Das Urteil fällt sehr zwiespältig aus.

Angefangen beim brisanten 5. Liga Spiel zwischen dem Tabellenleder Gosowo und dem aufstrebeneden Schlusslicht FC Hagoa.
Zur Halbzeit, dem Zeitpunkt meiner Ankunft, steht es 1:1. Laut Akteuren, Augenzeugen und Fahnenträgern (Warzenschnuffel), hat das Heimteam soeben die bester Halbzeit in der Klubgeschichte gespielt. Lieder kann ich das für die 2. Halbzeit nicht behaupten. Kaum hat der sehr gute, aber etwas Hörbehinderte Schiedsrichter den Match nach der Pause wieder freigegeben, erhöhten die Kosovaren den Druck markant. So war es dann auch keine Überraschung, als Djibril TamTam innert 10 Minuten gleich 2 Mal von seinem Gegenspieler überlaufen wurde und 2 Tore zum vorentscheidenden 1:3 gefallen sind. Wenig später, unterlief dem Züribergtank auf der rechten Abwehrseite ein grober Schnitzer, welcher sich durch das 1:4 niederschlug.
Nach einem kurzen aufbäumen durch nechunja, welcher in alter UrsFischerManier gesehen hatte, dass der Torhüter weit vorne stand, setzten die Balkanesen mit dem 2:6 den Schlusspunkt.
Es sei erwähnt, dass der Koutsch, den Chancentod UB (Name dem Verfasser bekannt) ebenfalls noch zu einem Kurzeinsatz auflaufen liess. Die Fehlpassquote wird hier nicht veröffentlicht. Bei dieser mässigen 2. Halbzeit, sind der Torwart und der ehemalige Falaffelguru speziell zu erwähnen. Diese beiden habe sich von den restlichen Mitgliedern ein weing abgehoben.
So scheint das Resultat, gegen einen Gegner mit der maximal möglichen Punktzahl, zwar sehr ansehnlich, doch wurden die Hakoaner für eine sehr gute erste Halbzeit sehr schlecht belohnt.

Kaum waren die letzten Emotionen dieser Schlacht verflogen, musste ich mich bereits auf das nächste Topspiel vorbereiten.
Die Jünger Constatins, waren auf Besuch beim FCZ.
Das vermeintliche Topspiel (Ticketpreis für Stehplätze 25(!) Franken) konnten in keiner Weise halten, was es nie versprochen hatte. Der FCZ, momentan doch sehr weit von der letztjährigen Form entfernt, hatte in Rafael und Leoni die herausragenden Akteure auf seiner Seite. Diesen beiden sind die (vorentscheidenen) 3 Punkte zu verdanken.
Herauszuheben, sei an dieser Stelle, der Auftritt der Chassidim, welche leistungsmässig keine Wünsche offen liessen.
Anm. d.Red: Maariw hat übrigens an diesem Abend um 22 Uhr in der Erikastrasse stattgefunden.

Nach einer kurzen Verschnaufpause am Schnabes, habe ich mich kurz nach Ausgang, wie es sich für eine gute Matchvorbereitung gehört- am Vorabend- nach Basel begeben. Kurzes Footing, ein paar Bierli und Fachpimpereien und dann war es Sonntag.
Kurze Grillade an der Birs, verständliche Absage des Chassidimtreffens und los ging es in den frühen Morgenstunden (Matchbeginn um 14 Uhr).
Für die Rahmenbedingungen, siehe letzter Blog- Eintrag.
Vor einer imposanten Kulisse hatte der FCB den Sieg verdient. Nicht weil sie den viel besseren Fussball gespielt haben, doch war ihre Willnesleistung um einiges grösser. Der FCZ, zwar zu jedem Zeitpunkt für ein Tor gut, ihm fehlt aber momentan die Durchlagskraft. So hatte man nach dem sehr schönen 1:1 durch Schneider das Gefühl, der FCZ gibt sich oder muss sich damit zufrieden geben.
Es war ein Spitzenspiel mit vielen Toren aus dem Nichts und wenig Strafraumszenen. Das Spiel hat die momentane Situation in der obersten Liga genau widerspiegelt. Es spielt in der AGL momentan keine Mannschaft wirklich guten Fussball, aber es sind Höhepunkte wie das Tor von Rafael gegen Sion und die Form Raktics durchaus vorhanden.
Doch macht der FCZ nach wie vor die entscheidenen Punkte. Sie haben die Fähigkeit eine mässige Leistung mit 3 Punkten zu verschönern, bleiben aber von Niederlagen, wie gegen Luzern und Basel (3 mal diese Saison) nicht verschohnt. Dem FCB fehlt momentan die Leistungkonstanz, welche am Schluss den Unterschied ausmachen könnte. Guten Leistungen folgen dürftige Darbeitungen wie gegen Schaffhausen, Sion oder St. Güllen.
Schliesslich geht dieser 4:2 Sieg in Ordnung. Geändert hat sich trotzdem nicht viel. Der FCB muss Konstanz erlangen und gleichzeitig auf Patzer des FCZ hoffen. Der FCZ kann es zwar aus einger Kraft schaffen, doch scheint das Kader nicht mehr so gut besetzt zu sein, um einen ähnlichen Lauf wie vor Jahrefrist zu zeigen.
Man darf gespannt sein.

Mein Fazit aus dieser anspruchsvollen englischen Woche:

Die Mannschaften geben sich und haben Mühe.
Ich freue mich auf jeden Fall auf die kommenden Halbfinals der CL, wo man hoffentlich das eine oder andere Schmankerl bewundern kann.

Grasl

Introducing Pearl Ferrell

Ich nehme an, Ihr kennt Will Ferrell bereits, einerseits durch selten blöde Komödien, andererseits wegen seinen gelungenen Parodien von George Dubya...

Für diesen Blogeintrag hat sich Ferrell seine Tochter an den Filmset geangelt und hat mit ihr einen Sketch einstudiert, der ebenfalls nicht von schlechten Eltern ist. Sie ist übrigens zwei und sein Kommentar lautet: "Die Kleine ist gerade in dem Alter, in dem sie alles nachplappert, was man ihr vorsagt und es dann sofort wieder vergisst. Das ist auch gut so." Lösch.

Eine Probe für den Ernstfall

CC-Ausflügli nach Bisel anlässlich des vermeintlichen Schlagerspiels FCB-FCZ vom 22. April 2006.

Vorbereitung gehörig, Nervosität ebenfalls und eine sehr ausgelassene Stimmung im Extrazug auf dem Weg nach Basel, NZZ links, schmauchende Modefans rechts, wirklich chillig. Erster Reibungspunkt war dann der Bahnhof, vor den Eingängen stopfte sich das Geschehen bereits über das erträgliche Mass. In einer unglaublichen Hitze über 30 Min. Anstehen ist ein Konzept, das im Hinblick auf die EM vom kommenden Sommer überdacht werden muss. Für über tausend Eintritte nur zwei Eingänge öffnen zeugt nicht gerade von Weitsicht und Plankraft.
Spiel eigentlich müssig zu kommentieren, vielleicht überlasse ich das einem separaten Eintrag anderen Chassidim und beschränke mich auf das Verlassen des Stadions. Bullen bilden in einer seltenen Unnot vor dem Treppenausgang des Auswärtssektor einen Kordon und schicken die Leute zu einem anderen Ausgang, von dort wieder zurück und wieder hin, bekizzer: eine Sauerei. Zusätzlich problematisch wurde das Hinzustossen von Fans aus allen Richtungen, die nach aussen wollten und die Vordersten in Richtung Bullerei stiessen. So kam es dann zum Theater, Tränengas, das grosse Kotzen und Husten, Stockhiebe, bis sich die Situation kurzfristig abkühlte. Ein Vollmongo meinte dann, er müsse wie ein POS-Kind mit BSE noch den Kiosk auseinandernehmen und seine Aggressionen gegen das dortige Personal abfedern (unter anderem unter Beschmeissung von Regalen und anderem), sodass die auch noch schliessen mussten (mir reichte es dennoch zu zwei lebensrettenden Schoggiriegeln, mefi). Auf dem Weg zum Extrazug (einziger Weg aus dem Stadion) mussten FCZ-Fans auch noch von FCZ-Beheimes mit Steinen beworfen werden, bravo.
Zug wurde dann zwischen Joggeli und Muttenz durch hirnverbrannte Notbremser ca. 10 Mal angehalten, vielleicht schaffen es ja dann doch noch ein paar Basler zu einer Konfrontation. Tatsächlich ging auch ein munterer Steinhagel los: Bilanz in unserem Abteil: 3 vollständig zertrümmerte Seitenscheiben. Ein Fan musste völlig groggy und schwerblutend mit einbandagiertem Kopf von Bullen abgestützt abtransportiert werden. Bei dieser Gelegenheit durfte sich der Kioskbesitzer über reissenden Absatz erfreuen und musste nicht mal einkassieren, Beheimes halt.
Kurzum: Wenn das an der EM so abgeht, dann hat die Schweiz grössere Probleme. Da wartet auf einige noch gröbere Arbeit. Und das ganze in den Medien zu verniedlichen (O-Ton: "ein nicht ganz problemloser Fussballnachmittag"), bringt eine Lösung kein bisschen näher.
Und auch die Südkurve kann sich mit ihren anscheinenden Erfolgen bei der Selbstregulierung (siehe auch das vermehrte Auftauchen prügelwilliger Glatzen an den Spielen) ihr Stück abschneiden. Da ist man von einem akzeptablen Zwischenresultat noch meilenweit entfernt.

Mittwoch, 18. April 2007

bartlis und goyim vereinigt unter einem spiess

also erst mal dies: dass der herbivore unter und diesen bericht schreibt, sollte euch (oder mir) zu denken geben.




also. punkt 11 Uhr treffe ich am ominösen standort ein. es stehen aber scho ein paar kleinkriminelle jeshive-fläumchen auf der matte und belagern das neue heiligtum. mit "hend sie au mit läfa?" und ähnlichem wurden zwar einige fragen gestellt, aber eine bestellung gaben sie vorerst nicht auf. es ging eher um teritorium markieren (da hätten sie auch gleich an den ecken brünzlen können). à propos präsenz markieren.
1. kamen in der ersten stunde ungefähr 38.7 verschiedene maschgichim in dens tand und steckten ihre bärte ins essen (grosses bild für einen goj: bartli, noch mit helm auf dem kopf(!) läuft einfach in den stand, schmeckt am essen, murmelt irgendwas in den bart und zottelt wieder ab)
2. kam am 11.05 uhr raw padwa vorbei. er fragt nach woher das fleisch komme. es wurde ihm gesagt (von innerhalb des standes), dass der hechscher von der irg käme und es schon recht sei. er wiederholte: aber woher kommt das fleisch? ich nehms vorweg: er zog ohne die info ab. und dies absolut zurecht.
(und noch was: wenn noch irgendjemand an diesem felsen rüttelt und diesen stand in irgeneiner art gefährdet, dem schieb ich einen unzerkleinerten tofu-block den rachen runter).
ich bestellte kurz einen falafel (ging nur 30 minuten... aber keine angst; die schwärmer waren schneller parat). und während ich warte entdecke ich ein plakat in arabischer sprache. wie ihr alle richtig vermutet enthält es eine mitteilung an unsere muselmanischen mitbürger, dass ds fleisch natürlich halal sei (logisch, koscher ist immer auch halal. aber nicht umgekehrt...). und ratet mal wer es geschrieben hat? der besitzer höchstpersönlich. nicht schlecht. der kann noch mehr als wir dachten.
dann, so um 20 vor 12, kam dann die karavane von "ani yodea hachi tov ma ze shawarma, heheh" israeli angezogen. sie beschimpften beim bestellen und zubereiten auch sogleich den (nicht ivrit sprechenden) goj auf ivrit, er habe doch keine ahnung und solle erst mal lernen wie man so einn schwarma zubereitet.
aber was sie im schlepptau hatten, überraschte mich ein wenig: so 2-3 pgs (ich weiss nicht genau wievile es waren, bei manchen war der fall nicht ganz klar). "so händ sie mer mal sonen sarwam... oder wie heisst das?" gab der erste seine bestellung auf. doch am ende mussten alle gestehen, dass der schwarma mit einem döner mithalten kann. und mit 9.90 franken ist er auch nicht all zu teuer.

fazit: wenn in zukunft in und um diesen stand so viel los ist wie heute, können wir uns noch lange über diesen stand freuen. ausser natürlich rosengarten eröffnet vis à vis noch einen wurst und käse stand.

in diesem sinne

Chamsa - was'n des?

Im Hinblick auf den später erfolgenden Eindrucksbericht durch SD dachte ich mir, dass wir uns - in Nachbetrachtung von Pessach und deshalb im Schuss blöder Fragen - in grosser Vorfreude auf einen richtigen koscheren Kannibalenschuppen in der Innenstadt uns die prominente und offensichtliche Frage zur Namensgebung des neuen Imbissstands stellen sollten. Seid ehrlich zu einander, stellt Euch fragen, hört nie auf, kritisch zu sein, wie uns Master Splinter von den Turtles schon beibrachte.
1) Schutzsymbol für die Seele ("ausserdem gefällt uns das Aussehen"?!?), nordafrikanische Version des Manta-Hasenfusses (Gottes schützende Hand vor Neid oder dem bösen Blick), von daher aufgrund des Bezugs zum Baal Habus wohl sehr naheliegende Variante. Chamsa-Symbole finden sich auch in anderen Religionen.
2) Chambers of Commerce and Industry South Africa (CHAMSA): Die Juden operieren wieder panglobal. Eigentlich hätte es dem kritischen schizophrenen Auge schon lange auffallen müssen, dass ein Jude nicht irgendein Frasslokal mitten im Business-Viertel eröffnet. Da steckt logischerweise die jüdische Mafia dahinter, diesmal in Verbund mit den südafrikanischen Mafiosi. Verschwörungstheorien, da laufz.
3) Chamsa Records: Alternatives Label für osteuropäische Musik, Klezmer, Gypsy, Jazz, mit bitzli scharf. Bin mir da bezüglich Zusammenhang noch nicht ganz schlüssig, halte Euch aber auf dem Laufenden.
4) Chamsa-Blog: Die Blog-Konkurrenz schläft natürlich nicht. Obschon niederländisch gefärbt, mit einem prähistorischen Layout und mit höchst selbstironischen Nicks wie "Tzedek" (ich nenn mich ab jetzt glaubs Moshiach oder Pru urvu) verkommt das ganze zur üblichen Tirade im altbewährten Brechreizstil von Hey-da-draussen-sind-alles-Antisemiten-nehmt-Euch-in-Acht-ich-weiss-Bescheid und von they-all-tried-to-kill-us-let's-eat, also kaum was Neues. Und ein Zusammenhang zum originellen Kannibalen ist auch nicht ersichtlich. Amüsant ist das ächz-ich-bin-jüdisch-Gesülze aber alleweil, wenn auch für sehr kurze Zeit.
5) Clara Chamsa gibt's wirklich (wie übrigens Raoul Schütz und Yves Bourguignon). Vielleicht hiess der Inhaber des Imbiss früher so oder es ist eine heisse Ex von ihm. Man weiss es nicht, möglich ist heute aber alles.
6) Chamsa als verstecktes Zeichen für das allgegenwärtige Händ Ue? Man weiss es wirklich nicht...

Für einen ersten Schwarma sollten diese Informationen jedenfalls reichen. Für's weitere verweise ich auf Gugöl und andere Zeitverschwendungen.

P.S. Man bemerke bitte auch die unmittelbare Distanz des Chamsa-Imbisses zur sehr schummrigen Karaokebar, der Drogenabgabestelle (Frühstückslokal, man kann ja nicht jeden Tag gleich mit Fleisch loslegen) und der Sihl (Kurt N. von der Brücke runter lässt grüssen und kommt sicher noch).

Dienstag, 17. April 2007

Etwas missverständlich (hoffentlich)


Habe heute an einem sehr heimischen Ort in einem ebenfalls höchst verfluchten Medium folgende Aussage gefunden:


Raw K. sagte in zürich bei einigen shmusen, dass alle jüdische zeitungen das verkehrte von chinuch sei Er sagte es sogar auf eine bestimmte Zeitung es : "sei eine verfluchte Zeitung".


Bitte deshalb (mal abgesehen von der sehr eigentümlichen Auffassung der teutonischen Sprache) um Aufklärung: Ich habe zwar auch schon mit vielen Leuten geshmust (wie Schersch damals so schön sagte: umeschmuuusche!), am liebsten jeweils mit Grünberts Füssen. Diese Meldung verwirrt mich jetzt jedoch vollends. Hat man doch die Probleme der Homosexualität mit dem Judentum allgemein und auch mit Yeschiwes (der Link ist allgemein sehenswert) spezifisch bereits des öfteren extrapoliert und deren Reibungskoeffizient bei den yeschiwischen Fussballspielen (Homoerotik entfaltet hierbei ein enormes Aggressionspotential) sowie beim gemeinsamen Nackt-Tünkeln in den verschiedenen geheiligten Haarsuppen vor Jontef verbildlicht. Und jetzt das; eine Welt bricht für mich zusammen....

P.S. Aus den Katakomben des FC Hakoah sei gemunkelt, dass aus Respekt vor dieser Thematik jeweils der ominöse ultrareligiöse Sektor in Gatkes duscht, sagt man.

P.P.S. Rechts auf dem Bild ist übrigens Rabbi Dov Ben Shlomo Forman und ganz ein interessanter Zeitgenosse.

Montag, 16. April 2007

Verspätete Frühlingsgrüsse vom Raoul

Hey ciao, has und jätz, wie häsch und so, gäll?
Schöni Ostere gha? Mega Eili gfunde und so? Hehehe. Voll de Prolet, gäll, hehehe....
Nein, jetzt ernsthaft. Ich wollte mich dafür entschuldigen, dass ich vor dem Pessachfest die eigentlich versprochenen Grüsse nicht mehr platzieren konnte, dafür fehlte mir eindeutig die Zeit. In den letzten Monaten hat sich nämlich bei uns in der Familie der Brauch rumgesprochen, dass man es am Pessach ja nicht zu lasch nehmen sollte mit den Putzmanövern. So hat man ja sogar im Kino sehen können, dass man zwecks optimaler Vorbereitung und Chametz-Minimierung sogar die Lampen putzen muss (sogenannte aggressive Brotleuchten, kännsch?), man die Telefone in Plastiksäcke versorgen muss (Feinmehl durch den Äther, insbesondere in Anthrax-Bedrohungszeiten unabdingbar) und am Sederabend eine absolute Pflicht besteht, die Mazzen in Säckchen zu essen (so wie auf einem Mazzetiyul, einfach zuhause, voll komisch, hehehe).
Mein Grossonkel Silvain aus Montpellier hat dann zum Glück im Internet aus Altbeständen der Moschee von Jiddah als Mazzenersatz jemenitische Ledertaschen gefunden, weil von der abgebrannten Russenfabrik keine Mazzen mehr verfügbar waren.
Seder war dann megaschön. Voll der Familienstyle so. Wir haben Hava Nagila gesungen (ich durfte Blockflöte spielen), Lueged-nöd-ume-de-Fuchs-gaht-ume mit Hora-Melodie getanzt und am Schluss haben wir alle einen Israelfahnen-Tallit angezogen und Ose-Shalom-Brimbrombrav gesungen, wie damals im 1954 als Hapoel Telstone den ersten israelischen Ligacup für sich entscheiden konnte. Isch mega gsi (es hat auch niemand geraucht, und alle waren 16i).
Leider hat sich dann meine Darmflora in den kommenden Tagen sehr flockig entwickelt und der Ausstoss wurde immer eruptiver, so wie jedes Jahr halt. Schalldämpfer hat auch nichts genützt und auch die verstampften Bananen von Sawta Käthi aus Regensdorf fruchteten nicht. Kamillentee gab's leider nicht für Pessach, also habe ich den Eierstempel in Datteln aufgelöst, das war dann sozusagen matchentscheidend.
So, Raoul hat wieder mal genug geschrieben, ich fahre jetzt nach Stuttgart, um mit Omi Tami nochmal den Knutilein zu sehen, bevor sie ihn in Einzelteilen zwecks Potenzsteigerung (Böni-Salbe, kännsch?) und Vervielfältigung der lokalen Bevölkerung nach China schicken.
Easy peacy, gäll, nähmed's nöd zstreng, hehehehe!
Grüessli und bis am Shvues!
Euer Raoul Schütz, ad hoc PG

Donnerstag, 12. April 2007

Trevors minus eins Leben

Der Polen bester Exporteur nach Robert Kubica hatte bekanntlich das Zürcher Bezirksgericht angerufen und Unterlassungsklage wegen der ICZ-Koscherwarnung eingereicht.
Anscheinend ist laut einem ICZ-Communique der Schuss wieder hinten raus:

In dem von der Trevors Food Ltd. gegen die Israelitische Cultusgemeinde Zürich (ICZ) angestrengten Gerichtsverfahren hat der zuständige Einzelrichter des Bezirksgerichts Zürich zugunsten der ICZ entschieden. Das Gesuch der Trevors Food Ltd., der ICZ zu verbieten, die in der Kaschrutmitteilung des Gemeinderabbinats vom 19. Januar 2007 enthaltene Aussage betreffend die schriftliche Mitteilung des Beit Din Johannesburg weiter aufrecht zu erhalten bzw. zu verbreiten oder ähnliche Behauptungen zu verbreiten, wurde abgewiesen. Die Gerichtskosten wurden der Trevors Food Ltd. auferlegt und sie wurde zudem verpflichtet, der ICZ eine Parteientschädigung von CHF 5'000.-- zu bezahlen. Der Entscheid ist noch nicht rechtskräftig. Die Trevors Food Ltd. kann dagegen innert 10 Tagen einen Rekurs einreichen.

Ist ja gleich, Hauptsache in der Sache wurde wieder ein wenig Geld zum Fenster rausgeschmissen. Bei der jetzigen Koscherversorgung in Zürich ist das ja wohl nichts als angebracht.

Gepflegt boxen

Heute im Tagi wähnt sich ein Artikel (hab den Original-Link nicht, Text ist hier aber lesbar) befindlich über die Subkultur der versteckten Prügler. Ist doch eine erfreulich, dass sich die damit identifizierenden Akteure von der rechtsextremen Szene und vor Randale verabschieden. Ganz nach dem Motto: Wir haben vielleicht hart einen an der Waffel, aber wenigstens sind wir nicht braun ("bei uns prügeln sich auch Türken und Albaner").
Man munkelt, der FC Hakoah habe unter sich einige solche Schizophrene unter sich, welche sich aber bedeutend weniger im Griff haben und so auch im halbzivilen Leben Gegner mit Gürtel-Unterkanten-Sprüchen bemätzeln (Nillenstein original mittwochs: Bisch e Susi!).
Vielleicht wäre auch das mal einen dokumentarischen Kameraschwenker wert. Judentum und Gewalt: Ich grätsche zu!
PS: Der Artikel lässt übrigens drei tränenreiche Schlüsse zu: 1) Basel entzweit die Schweiz . 2) Wenigstens in etwas sind die Bisler amtierender Schweizer Meister. 3) Die braunen Luzerner haben den Anschluss wieder hervorgeholt, momoll!)

CH Nati

Damit uns auch ja nicht langweilig wird zwischen den Freundschaftsspielen unserer geschätzten Nati, empfehle ich 1. Den Blog von Walter de Gregorio von der Weltwoche zur Nati: Blog
2. Folgenden Text aus der letztwöchigen Ausgabe. Gross als neuen Coach, momoll, damit könnte ich Leben, auch weil Basel dann einen neuen Coach suchen müsste (Lülü?).

Magazin
Der nächste Match
Walter De Gregorio

Die Schweizer Fussballnationalmannschaft führt zurzeit eine Seifenoper vor. Es geht um Sportler, Funktionäre, Berater und Eitelkeiten.Die Hauptdarsteller des Dramas im Überblick.

Jakob Kuhn, der Trainer – Einer seiner Lieblingssätze lautet: «Familienprobleme werden nicht im Treppenhaus diskutiert, sondern in der Küche.» Dagegen wäre nichts einzuwenden, sässen am Küchentisch von Köbi Kuhn nicht regelmässig auch Journalisten. Am Tag nachdem der Trainer der Nationalmannschaft seinen Captain Johann Vogel gefeuert hatte, wusste der Blick im Detail über das Gespräch Bescheid. «Ich steige in den Flieger und tätsch dir eins», drohte Vogel. Er entschuldigte sich danach öffentlich. Die Frage bleibt: Wie hält es der Trainer mit Begriffen wie «Familie» und «Vertrauen», die er seinen Spielern gerne einbläut?

Eingeweihte Journalisten wussten schon Wochen vor dem Gespräch vom 8. März zwischen Kuhn und Vogel von der Absetzung des Captain. Vogel war der Letzte, der davon erfuhr.

Symptomatisch auch Kuhns Verhalten im sogenannten Skandal Behrami: Der 21-jährige Nationalspieler, der bei Lazio Rom zur Stammformation gehört und einer der Besten ist, hatte sich am 24. März im Blog der Weltwoche kritisch zur Arbeit Köbi Kuhns geäussert. Dem Blick bestätigte Behrami seine Aussagen. Verständlich, wenn sich Köbi Kuhn darüber ärgert. Nur: Wäre es nicht angebracht, auf den Inhalt der Kritik einzugehen, statt sich ausschliesslich darauf zu konzentrieren, den jungen Spieler an den Pranger zu stellen?

Erwin Zogg, Berater des Trainers – Offiziell ist der ehemalige Blick-Reporter der Werbeberater von Kuhn. Alles, was mit Werbung zu tun hat, fädelt Erwin Zogg ein, unter anderem die Auftritte für den Stromlieferanten Axpo. Steht Erwin seinem Freund Köbi auch in sportlichen Angelegenheiten hilfreich zur Seite? Hat er Einfluss auf Kuhns Entscheide? Auf die entsprechende Frage antwortete Köbi Kuhn im Trainingslager in den USA: «Natürlich rede ich mit engen Freunden auch über Fussball, und Erwin ist ein enger Freund.» Glaubt man den Aussagen Johann Vogels (siehe Interview weiter unten), dann macht Erwin Zogg ein Doppelspiel. Gegenüber seinem Freund und Klienten gibt er sich loyal, gegenüber Vogel (als dieser noch Captain war) kritisierte er die Einstellung des Trainers: Kuhn wirke müde und ausgelaugt, er habe kein Feuer mehr. «Das habe ich nie gesagt», versichert Erwin Zogg auf Anfrage. «Das ist völlig absurd und wäre gegen meine Interessen.» Was stimmt? Wer lügt? Als selbständiger Versicherungsberater erlitt Köbi Kuhn 1990 Konkurs, weil er dem falschen Freund vertraut hatte. Darauf angesprochen, sagt er: «Ich habe das Vertrauen in den Menschen nie verloren. Darauf bin ich stolz.» Er darf stolz darauf sein, doch schliesst das aus, dass er erneut auf den Falschen setzt? War Vogel der Falsche, ist es Zogg?

Alice Kuhn, Medienchefin des Trainers – Zuerst freuten sich die Journalisten, dass man ihn, den Schweizer Nationaltrainer, im Telefonbuch findet. Man konnte ihn anrufen und mit seiner Frau Alice Gesprächstermine vereinbaren. «Jetzt wird mir das, was zuvor gelobt wurde, als Unprofessionalität vorgeworfen.» So banal sei das, sagte Köbi Kuhn während eines Gesprächs in Florida: «Wenn man Erfolg hat, ist alles gut, was man macht. Hat man keinen Erfolg, ist alles schlecht.» Ja, so banal ist das.

Kuhn hat in letzter Zeit kein Erfolg, aber drei Optionen. Die unwahrscheinlichste Variante: Er trennt sich von seiner Frau. Die vernünftige Variante: Er untersagt seiner Frau fortan, seine Medienagenda zu führen. Jakob Kuhn sei ein sturer Mann, sagen viele, die ihn kennen. Der Verband hat nur eine Option, dafür eine konkrete: Die ganze Medienarbeit des Trainers wird dorthin delegiert, wo sie hingehört: an die Pressestelle des Verbandes. Kaum vorstellbar zwar, dass Frau Kuhn sich vorschreiben lässt, mit wem ihr Köbi reden darf und mit wem nicht. Aber da muss der Verband durch, will er die Sache in den Griff bekommen.

Pierre Benoit, Medienchef des Fssballverbandes – Seit zwölf Jahren ist der Berner Journalist Presseverantwortlicher. Er muss für alle Pannen im Schweizerischen Fussballverband herhalten, für die eigenen und die fremden: «Ich versuche meinen Job so gut wie möglich zu machen.» Er schafft es nicht immer, wie auch die Reise in die USA zeigte. Pierre Benoit will es allen recht machen, den Journalisten, den Spielern und den Verbandsleuten. Das geht nicht. Würde man ihn feuern, es änderte sich nichts im Schweizer Fussballdorf. Die Affäre Frei an der EM 2004 war der mediale Super-Gau schlechthin. In Bern wurde Benoit noch Wochen nach der Spuckaffäre Frei, die zu einer Affäre Benoit geworden war, auf der Strasse angepöbelt. Der Mann hingegen, der seinen Gegenspieler angespuckt hatte, war nach der Sperre, die er nachträglich bekam, schnell rehabilitiert und ist seit letzter Woche neuer Captain der Schweizer Nationalmannschaft. Ein paar Fragen: Ist es Aufgabe des Pressechefs, den Spielern zu sagen, dass sie ihre Gegenspieler nicht anspucken sollten? Ist es seine Aufgabe, dem Trainer zu sagen, dass er während einer offiziellen Pressekonferenz, selbst nach einem Match gegen eine «Gurkentruppe» (Blick) wie Jamaika, keine Bierdose in den Händen halten soll, auch nicht unter dem Tisch? Ist es die Schuld von Benoit, wenn der Delegierte der Nationalmannschaft Ernst Lämmli und Verbandspräsident Ralph Zloczower den Trainer öffentlich kritisieren, dann wieder verteidigen, um ihn später verschiedentlich wieder zu kritisieren?

Ralph Zloczower, der Präsident – «Ralph Zloczower wurde an der Delegiertenversammlung des Schweizerischen Fussballverbandes in Bern per Akklamation bis 2009 als Präsident bestätigt. Der 74-jährige Berner tritt seine vierte Amtsperiode an.» Per Akklamation wurde in der UdSSR gewählt, heute noch am Parteitag in China. Schon vor über zehn Jahren hatte die von Andy Egli geführte Spielergewerkschaft Profoot die unhaltbaren Zustände im Schweizer Verband kritisiert. Wir erreichen Andy Egli am Telefon in Südkorea, wo er als Trainer arbeitet. «Können die Fussballer nicht mitbestimmen, wird es im Schweizer Verband nie zu einer Änderung kommen», sagt er. 47 Vertreter der Amateurliga, 26 der 1. Liga und 28 Präsidenten der obersten zwei Profiligen bilden das Wahlorgan des Schweizer Verbandes. Vertreter der Profifussballer, wie seinerzeit von Egli gefordert, sind keine dabei. Das gibt’s nirgends sonst im professionellen Fussball und mag ein Stück weit erklären, wieso der Schweiz immer etwas Amateurhaftes anhaftet und zugleich auch etwas Feudales. Die Funktionäre in der Schweiz gehen in ihrem Selbstverständnis davon aus, dass der Ball sich dreht, weil sie es wollen, nicht weil die Spieler den Ball treten. Der Berner Anwalt Zloczower macht da keine Ausnahme und müsste per Akklamation in die wohlverdiente Rente geschickt werden. Doch wer will sich schon, wie seinerzeit Egli, exponieren? «Irgendeinmal hatte ich die Nase voll, den Winkelried zu spielen», sagt Egli. Die Profoot scheiterte letztlich nicht am Widerstand des Verbandes, sondern an der mangelnden Courage der Spieler. Galionsfiguren wie Alain Geiger und Stéphane Chapuisat stiegen bereits beim Jahresbeitrag für die Profoot aus. Er betrug 500 Franken.

Alex Frei, der Captain – Apropos Solidarität und Teamgeist: Am letzten Tag des USA-Trainingscamps standen die Nationalspieler dem Hauptsponsor Credit Suisse für lange im Voraus geplante und mehrere 100 000 Franken teure Werbeaufnahmen zur Verfügung. Der Einzige (neben Teamkollege Philipp Degen), der nicht zum Werbetermin erschien, war Alex Frei. Am Abend zuvor war er abgereist, weil sein Klub Borussia Dortmund auf eine frühzeitige Rückkehr drängte. Der Verband gab nach, der Sponsor offenbar auch, doch die Frage ist: Wieso lässt ausgerechnet der neue Captain der Nationalmannschaft den Werbetermin mit seinen Teamkollegen sausen? Kann es sein, dass vielleicht auch andere Nationalspieler gerne frühzeitig nach Hause gegangen wären?

Johann Vogel, der Verstossene – Auszüge aus dem Interview, das der Rekordinternationale der Weltwoche am 30. März gab:* «Als Jakob Kuhn Sie am vergangenen 8. März anrief, hätten Sie gedacht, er würde Ihnen mitteilen, dass er sein Traineramt zur Verfügung stelle. Das war kein Witz, das dachten Sie wirklich?» – «Kein Witz: Ich war überzeugt, er schmeisst alles hin.» – «Wieso glaubten Sie das?» – «Weil ich schon lange gemerkt hatte, dass Herr Kuhn keine Lust mehr hat auf den Job. Früher sprach er oft mit den Spielern, er kam uns im Ausland besuchen. Seit der WM in Deutschland ist bei ihm das Feuer weg. Das hat mir übrigens auch Erwin Zogg bestätigt, der ihm sehr nahesteht.» – «Erwin Zogg, der Berater und Freund von Kuhn? Kann ich mir nicht vorstellen.» – «So ist es aber. Erwin kam mich in Sevilla besuchen. Das war vor dem Brasilien-Spiel. Bei dieser Gelegenheit hat er mir das gesagt.»

«Wieso sollte Kuhn keine Lust mehr haben auf den Job?» – «Weil er vielleicht gemerkt hat, dass er der Mannschaft nichts mehr bringen kann und er mit der WM-Teilnahme 2006 das Maximum erreicht hatte.» – «Als Köbi Kuhn Ihnen schliesslich den Grund für seinen Anruf nannte, sollen Sie gedroht haben: ‹Jetzt steige ich ins Flugzeug und tätsch dir eins.› Haben Sie das so gesagt?» – «Nicht der Entscheid an und für sich, sondern die Art und Weise, wie er seinen Entscheid gefällt hatte, sich nur auf Gerüchte berufend, brachte mich in Aufruhr. Es fielen harte Worte.» – «Von welchen Gerüchten sprechen Sie?» – «Herr Kuhn sagte, er habe von vertraulicher Quelle erfahren, ich würde behaupten, mit ihm als Trainer werde die Schweiz keinen Erfolg mehr haben. Die vertrauliche Quelle war der Blick. Ich sagte zu Kuhn: ‹Trainer, wem glauben Sie, den Journalisten oder Ihrem Captain?›»

Ernst Lämmli, der Delegierte – In ein paar Monaten, so der Delegierte der Nationalmannschaft Ernst Lämmli, werde er das Anforderungsprofil für den Teammanager haben, den man Kuhn zur Seite stellen will. Spätestens dann wird Lämmli merken, dass er seine eigene Absetzung vorbereitet. Denn wozu braucht es einen Teammanager, wenn es bereits einen Delegierten gibt? Mit Philipp Ebneter gibt es offiziell bereits einen Teammanager, der die ganze Administration für den Coach übernimmt, es gibt einen Medienbeauftragten, einen persönlichen Werbeberater und ein Dutzend weiterer Mitarbeiter, die Kuhn zu Verfügung stehen (seine Frau Alice nicht eingeschlossen).

PS: Christian Gross, der Zukünftige – Sein Werdegang spricht für ihn. Seine Fähigkeit, im Bedarfsfall ein harter Hund zu sein, ebenfalls. Bei GC liess er die Diva Kubilay Türkyilmaz schon mal auf der Bank schmoren, und den ehrgeizigen Johann Vogel setzte er gelegentlich als Aussenverteidiger ein – und die Spieler haben sich dem Diktat des jetzigen FC-Basel-Trainers widerstandslos gefügt. Was will man mehr?


Euer ergebenster
Guysolino

Donnerstag, 5. April 2007

über fleisch- und kitnijot-konsum

hier auch noch mein öpdeit aus dem heiligen(?) land.
also den seder haben wir in der lobby gefeiert. das mal vorneweg.
was sich dann allerdings bei der hauptspeise abspielte, war für euch so erfreulich wie für mich bedrückend.
haben die mir doch tatsächlich einen fein säuberlich vorbereiteten vegetarier-teller gebracht... mit fleisch sosse darüber... 'it!!! hab ihn dann zurückgegeben und im austausch einen teller erhalten der im altersheim denen vorgesetzt wird die entweder schon tod sind oder so nur noch vor sich hin vegetieren (gekochte rüebli udn kartoffeln). mürrisch habe ich ihn gegessen. und in der mitte dann der grosse schreck: es war wieder fleisch sosse drauf, und diesmal auch noch ein stück knochen und ein fleischfetzen.
der chef de service erklärte mir dann: yesh sug schel zimchonim veyesh sug schel zimchonim. und der knochen sei eine nuss gewesen.
also ersten wäre die (erd)nuss eh kitnijot und zweitens möchte ich den vegetarier kennenlernen der gerne fleisch auch seinem teller hat. bei uns heissen die doch einfach nicht-vegetarier.

wenigsten funktioniert der konsum meiner ins land geschmuggelten kitnijot besser. täglich wird verstrichen in die sauna gegangen und beduselt schlafen gegangen.
dazu noch ein detail: am abend vor meiner abreise habe ich weiche knie bekommen. ich hatte angst in frankfurt könnte es hunde haben die meinen grünen segen aufstöbern könten. da hab ich halt kurzerhand angerufen und gefragt.
und das ging so: "guten tag. ich fliege morgen über ihren flughafen und wollte wissen ob es da hunde gibt. ich habe nämlich eine schwere hunde allergie und das anti-allergikum ist sehr teuer. da muss ich wissen ob ich eins davon im handgepäck haben sollte." antwort: "ja ich kann ihnen nicht versichern, dass es keine passagiere mit hunden haben wird." "nein nein. denen kann ich ja ausweichen. wie steht es mit sichertheits hunden?" " keine angst die gibt es nur im gepäckraum."
vielen dank. ergo: alles inshandgepäck geknallt und beruhigt geflogen.
(apropos. ein mitglied dieses blogs gab mir den tip es dich an meinen oberschenkel zu kleben. danke! ich wurde in zürich rausgegriffen (Weil meine puma turnschuhe! piepsten) und die besagte stelle wurde genau inspiziert...hose war unten!!! das wäre weniger gut rausgekommen...)
alles in allem ist hier alles ruhig. unsere zimmer haben alle whirlpool und flachbildschirm (meine eltern sogar sauna). ausser meins!!!! 'fit! meins wurde zum letzten mal 1980 renoviert. alles in diesem eidechsemperiode rot. mann macht das agressiv. scheiss fernseher (flimmert enorm) handtücher so gross wie die binden gewisser damen und 4 schäftchen für das gepäck von2 personen für 2 wochen.
aber eben. ich hab ja kitnijot die ich über die runden bringen...
in diesem sinne
baut gut

Montag, 2. April 2007

Pessach am Hof

Dear folks

Of course, wollte ich mir die Gelegenheit nicht nehmen lassen, um Euch meine besten Ostergruesse zu ueberbringen.

Natuerlich werde ich auch dieses Jahr den Seder im Kreise der Exilaraber, -perser und -afghanen (no joke) verbringen. Meine Top 3 der hiesigen Rituale:

- Yemenitische Mazzes (sieht aus wie Pita, schmeckt wie getrockneter Mehlbrei und verdaut sich wie abgestandener Tchulent)

- Ma nishtana auf Arabisch

- Bei Dayenu wird die dritte Halbzeit gespielt und jedem mit einem Bueschel Fruehlingszwiebeln eins ueber den Kopf gezogen.

Manchmal frage ich mich echt, wo die Jekkes auf der Strecke geblieben sind all diese sonderbaren Minhogim abgeschuettelt haben. A propos "abschuetteln" ...

Git Jontef

Pessachwünsche und Breaking Update!

Ich möchte in meinem Namen allen Chassidim die besten Pessachwünsche überbringen. Möge dieses Fest mit wenig (Magen) Erruptionen über die Bühne gehen.

Gleichzeitig ist es mir ein Bedürfnis, die letzten Kaschrus Updates für die kommende Woche mitzuteilen.
Haben wir uns doch über Eier, Nüsse und andere Früchte schon genügend unterhalten, habe ich aus meinem erweiterten Familienkreis von einer neuen Chumre Kenntnis genommen.
So isst diese Person- der Name ist dem Verfasser bekannt- keine Schokolade am Pessach!! Kein Witz!
Aber Warum?
Eigentlich würde ich diese Frage gerne so im Raum stehen lassen und eure Vorschläge anhören, doch auf Grund der Brisanz und des (Zeit)-Druckes dem wir alle unterstehen, wird die Antwort gleich mitgeliefert.
Schokolade ist ja bekanntlich etwas süsses, und weil unsere Vorfahren in Ägypten überhaupt keine süsse Zeit hatten, unterlässt es mein Verwandte, Schokolade zu essen! ZÄCK!
Leider habe ich den Passuk in der Tora noch nicht gefunden, wo steht, dass man am Jontef traurig sein soll.
Und vom vielzitierten Passuk "Wesamachta Bechagecha wehajita ach Sameach", hat diese Person anscheinend noch nichts gelesen.
Ist ja verständlich, schliesslich musste er sich krampfhaft mit dem finden einer Chumre beschäftigen, was im ausgezeichnet gelungen ist.

Grasl