Dienstag, 9. Juni 2009

Sportliche Highlights Sommer 2009


1) Nichts bewegt den Commonwealth zurzeit mehr als die ICC Twenty20 Cricket Weltmeisterschaften im Mutterland der Krone.




Zurzeit findet die Vorrunde zwischen den folgenden Teams statt:

- Australien
- Bangladesh
- England
- Indien
- Neuseeland
- Pakistan
- Sri Lanka
- Schottland
- Irland
- West Indies
- Holland

Gespielt wird, nomen est omen, je zwanzig overs à sechs balls. Gestern musste Australien eine herbe Niederlage gegen Sri Lanka einstecken und hat sich somit aus dem Turnier verabschiedet. Für die Aussies geht’s aber zum Glück Schlag auf Schlag, denn in zwei Wochen beginnen bereits The Ashes 2009, der Kontinentalfight gegen die Angelsachsen mit fünftägigen Matches. Ein Muss für jeden Fan des gepflegten Rasensports!


2) Im Rahmen des Vereinsfest von Chur 97 werden am 20. Juni auf dem Sportplatz Ringstrasse in Chur beim 1. Heineken Calanda Cup zwei grosse Kaliber auftreten. Der souveräne Super-League-Aufsteiger St. Gallen wird sich mit Bellinzona und Chur in einem Kurzturnier messen.
Unter dem Motto «Fussball begeistert – lassen auch Sie sich begeistern» werden Stars wie Mauro Lustrinelli, Gürkan Sermeter oder Marc Zellweger auflaufen (Quelle: 20min)


3) Morgen und am Samstag gilt es ernst für unsere Innerschweizer Freunde, wenn es gilt den Platz in der Axpo-Gurkenliga gegen die Luganesi zu verteidigen. Live dabei ist man wie immer bei SF2


4) Und dann noch dies: BBC Three überträgt alle Spiele vom Confetti-Cup live!

Das Highlight der Vorrunde gleich zu Beginn:

- Eröffnungsspiel, Sonntag 14.06.: Südafrika - Irak

Die anderen Teilnehmer sind:

- Egypten
- USA
- Spanien
- Neuseeland
- Italien
- Brasilien

Man freut sich auf spannende Spiele, brechend volle Stadien und guten Fussball. Ijaaaaa….


HM

Mittwoch, 3. Juni 2009

e nomine gonzus

angesichts der länge dieses woz-artikels zum thema "angeblich jüdische fussball-vereine" wird hier nur der lingg gepostet. der artikel ist aber äusserst spannend.
also: les! les! i les a!

Highnoon im Fussballland

Geschätzte Fans des gepflegten Ballsports, auch in dieser schwierigen Vorgrümpelizeit und Sommerpause gibt es für uns Afficionados keinen Grund Trübsal zu blasen. In den Randregionen des Weltfussballs wird munter getestet, was uns die Möglichkeit bietet einen Blick in die Tiefen der Fussball Weltrangliste zu werfen.
Für Freunde der Karibischen Fussballkunst gibt es Morgen, 3.Juni das Spiel Antigua&Barbuda - Guyana. Einen interessanten Fight zwischen afrikanischer Ballkunst und nordischer Kampfkraft gibt es am Samstag 6.Juni Estland - Äquatorialguinea. Die Kiwis, das Neuseeländische Nationalteam, ist im Moment auf Werbetour in Afrika, was gleich zu mehreren hochspannenden Spielen führt, zuerst heute Tansania - Neuseland und am 6.Juni dann Botswana - Neuseeland. Das Zückerli wie immer zum Schluss, am 13.Juni spielt Cote d'Ivoir - Kamerun, das beste afrkanische Team zurzeit dürfte den Kamrunern wohl zeigen wo der Bartli den Most holt. Das schleckt keine Geiss weg.

Amen

Dienstag, 2. Juni 2009

Grümpeli 09: Menschen, Legenden und Tugenden

Es geht weiter. Im Rahmen der Grümeplivorbereitung war es dem Grasl vergönnt, mit unserem verehrten Guysolino, einem mehrfachen Teilnehmer am Grümpeli und langjähriges Mannschaftsmitglied der 6131818825, ein kurzes Gespräch zu führen.
Sedolüeg:

Grasl: Herr Guysolino, haben Sie ein Ritual vor dem Grümpeli bzw. bereiten Sie sich immer gleich vor?

Guysolino: Die Vorbereitung beginnt jeweils in der Woche davor, man versucht sich und seinen Körper zu schonen und bereitet sich mit dem Schabbes Mental auf den Sonntag vor. Kein Alkohol, viel Schlaf. Nervositätsk*ck am Sonntagmorgen und dann nur noch grosse Vorfreude.

Wie stehen Sie zum Austragungsort Basel? Ein Vor- oder Nachteil für 6131818825?

Bis jetzt war Basel für uns ein eher schlechtes Pflaster, ich hoffe doch dieses Jahr den Erfolg auf unserer Seite wissen zu können.

Wie schätzen Sie die Chancen ihres Teams ein?

Wie jedes Jahr ist das Überstehen der Vorrunde Pflicht, alles was danach kommt ist Zugabe. Dieses Jahr liegt evtl ein Vorstoss in die zwote Finalrunde drin, schaunmermal.

Welche Teams zählen Sie zu den Mitfavoriten?

Auf Grund zahlreicher Absenzen dürften der JTV Basel nicht mehr zu den Favoriten zählen, wenn die Russen kommen sind Sie sicher der Top Favorit. Nicht zu Unterschätzen sind wie immer die Eskimos und die Makkabi Mannschaft. Vielleicht gibts auch noch die eine oder andere Überraschung aus Bern oder dem Surbtal.

Im heutigen Zeitalter der Fanausschreitungen, sehen Sie Gefahrenpotential auf der Sportanlage Schützenmatte?

Ich habe gehört dass der JTV Basel mit einem grossen Fan Mob kommt, auch aus Effretikon und Brüttisellen haben sich Schlachtenbummler angemeldet. Ich hoffe doch dass das OK ein griffiges Sicherheitskonzept aufgestellt hat. Ansonsten löst man das halt Standardmässig mit einem gepflegten FWW.

Was macht das Grümpeli zu einem solch attraktiven Event?

Tradition, Spiel, Spass und allgemeine Affinität zum Fussball aller beteiligten Personen. Sowie die natürlich die Chawrusse.

Wie fühlt man sich beim Einlaufen auf dem Spielfeld?

Ich bin jeweils einfach nur nervös und hoffe dass ich meine erste Ballberührung ohne grössere Peinlichkeiten über die Bühne bringen kann.

Ein kontroverses Thema: Wie stehen Sie zu sportlicher Bettbetätigung am Vorabend?

Es schadet ganz klar dem Spiel, ich würde sogar soweit gehen und ein paar Tage vorher damit aufhören. Einfach damit genug Spannung aufgebaut werden kann.

Was spricht für oder gegen Nejgelwasser am Vorabend?

Nejgel ja, Wasser nein, die Kombination davon finde ich zum Kotzen.

Danke für das Interview.

Bitte und viel Erfolg!

Montag, 1. Juni 2009

Grümpeli 09: Rückblick, Randnotizen und Mercado

In weniger als 2 Wochen ist es wieder soweit. Das langersehnte Grümpeli steht vor der Tür und kehrt nach 3 jährigem Unterbruch wieder zurück in die Mutterstadt der Grümpelturniere.
Noch nicht lange ist es her, da wurden sämtliche nicht "Arelim" mit Grossleinwänden, Galadinners, 613m Türenschletzen und Kampfschletz auf die Allmend Brunau gelockt. Dass sich die Teilnehmerkosten des letztjährigen Turnieres auf das zweieinhalbfache (!) des gewohnten Preises beliefen, sei hier nur am Rande erwähnt.
Die Kritik der letztjährigen Selbstbeweihräucherung wurde in diesem Kreise bereits abgehandelt.
Lassen wir den letztjährigen Pflock bis auf die letzten Zeilen Ruhen und freuen uns darüber dass Teutonien an diesem schönen Tag anno 2008 den Vize Europameistertitel gewonnen hat!
Mein Fokus geht weiter zurück. In den nächsten Zeilen möchte ich ein paar Highlights der letzten paar Grümpelturniere nochmals kurz aufleben lassen:

Rückblick:

Beginnen wir beim brisantesten Thema: Auch das diesjährige Grümpelturnier wird von M.S. nur unter Protest bestritten. Seit dem Halbfinale im Jahre 2000 in Basel, zwischen den Eskimos und den Schlächtern ist ein Rekurs hängig. Unvergessen wie Francus Eskimo einen Freistoss direkt zum 1:0 Endstand verwandelt hat und die nachmaligen Sieger somit ins Finale schoss. Der Schiri hat aus unerklärlichen Gründen auf direkten Freistoss entschieden, was gemäss M.S. nicht regelkonform ist. Tatsachenentscheid dalaufz. Die Rekursinstanz tagt in diesen Stunden unter Beihilfe der Zeitlupe!
Ein Wort noch zu den Schlächtern: Da sich die Teilnehmer dieser Mannschaft jeweils nicht einigen konnten, wer nun gleichzeitg Trainer, Captain Torwart, Stürmer und Materialwart sein darf, wurde die Mannschaft nach wenigen Jahren wieder aufgelöst.
Das Grümpeli des Jahres 2004, wieder in Basel, fand ganz im Zeichen der Veletzungen statt. Hans B. welcher früher gut und gerne in einem Meisterschaftsspiel des FC Rainbow, den ersten Freistoss bereits in der Kabine reserviert hatte, musste bereits beim Einlaufen zum ersten Grümpelispiel mit gebrochenem Bein ins Spital befördert werden.
Ganz zum Schluss dieses Turnieres, war es dann die Marrokanische B.S. welche noch nicht verstanden hatte, dass man sich nicht neben das Tor stellt als Zuschauer, sondern dahinter. Inzwischen sollte sie es begriffen haben, kassierte sie doch während des Finalspielse einen Kampfschuss geradeaus in die Gosche, dass sie mit einer Gerhirnerschütterung und einem Zahn weniger abtransportiert wurde.
Das Grümpeli des Jahres 2005 im heiligen Tempel zur Buchlern geht als düsteres Kapitel der Jesolo Jünger in Erinnerung: Im Achtelfinale stand die Begegnung gegen eine typische Altherren Mannschaft an. Kurz vor Spielende, war es Herr Tripolensis, welcher die Verantwortung übernahm, den zugesprochenen Penalty zu verwandeln.
Er bleibt uns als tragischer Held in Erinnerung.
Im Jahre 2006 in Basel hatte eine alternde aber umso cleverere Eskimomannschaft das Kunststück fertig gebracht, die Finalrunde mit drei 1:0 Siegen zu überstehen um im Finale nach einem destruktiven 0:0 den Sieg im Penaltyschiessen zu erlangen. Es sollte bis zum heutigen Tag der letzte Turniersieg der Eskimos bleiben.
Das Turnier des Jahres 2007 steht ganz im Zeichen des Ägyptisch- Irakischen Doppelbürgers, Jibril ben Tamtam. Im Achtelfinalspiel, schon fast traditionell gegen die Eskimos, schleicht sich der drahtige Verteidiger nach einer höchstsouveränen Devensivleistung beim Stande von 2:0 für die Eskimos nach vorne un d verwertet den Einwurf mit einem Volley in weltbekannter Zidane- Manier. Am Schluss hats zwar nicht gereicht, doch wurde de Transfer zu den Borussia Bet Sachnin kurze Zeit später Realität!
Das Turnier des Jahres 2008...da kann ich mich an nicht mehr viel erinnern: Brütende Hitze, EM Dellirium, Ein Turnier das um 10.45 Uhr beginnt, eine 2 stündige Mittagspause, damit sich der OK Chef finanziell über Wasser halten kann, Rekurse des OK Chefs als Turnierteilnehmer, ein Finale und niemand hats gemerkt, da es kurz vor Einbruch der Dunkelheit stattgefunden hat...zum Glück hat da noch die Grossleinwand geleuchet...
...kurz und gut freuen wir uns auf die Rückkehr zu den alten (teutonischen) Tugenden:
Normale Teilnehmergebühr, vernünftige Anspielzeiten, viele Zuschauer, lockere Stimmung, sprich einfach ein ganz normales Grümeplturnier welches hoffentlich mindestens so bereichernde Anektdoten liefert, wie es die verangengen Turniere hervorgebracht haben.

Randnotizen:

- Herr Ringolf hat jeweils ab den Achtelfinals die Hosen voll.
- Die Gerbers spielen lieber obenohne.
- Glocken J trägt keinen Unterleibschutz
- J.E. hat zufällig die komplette Sportausrüstung im Auto, um kurzfristig bei einer Mannschaft auszuhelfen.
- KP kurbelt am Vorabend des Spieles nicht.
- Jibril dampft am Vorabend nicht, bis er vom Gegenteil überzeugt (in Chrigelsprache "überzogen") wurde.
- Bert ist jeweils am Morgen vor dem Grümpeli um 6 Uhr hellwach

Mercado:

Auch kurz vor den Turnieren soll über die getätigten Transfers berichtet werden. Der Autor bittet alle Leser, die ihnen bekannten Transfers auf dieser Seite zu melden.

Eskimos:
Abgänge: Jackson (Ferienpflock)
Zugänge: IlanEskimo (Comeback), Nechunja H.

6131818825:
Abgänge: Jibril (Reisepflock)
Zugänge: ?

Dienstag, 26. Mai 2009

Was ein Tag a.k.a. die Wiedergeburt des 24.5.

Es ist so weit. Liebe Kinder, gebt fein acht, der Fonzie hat's uns eingebracht. Um 18:05 des heiligen Sonntags, 24. Mai 2009 wurde die geschundene und gemarterte Seele des treuen FCZ-Fans unübertreffbar beschenkt und zum 12. Mal zum Grossvater bzw. Schweizer Besten gemacht. Nachdem im Vorfeld noch im Rat der Weisen diskutiert worden war, ob man sich die Reise nach Bellenz geben möchte oder sich zugunsten der Paarschaft und der langhaarigen Hälften doch eines Besseren besonnen und sich damit begnügt, die wohl ohnehin nicht entscheidende Partie auf der Mattscheibe zu verfolgen. Nicht, dass jemand die Auswärtsreisen dieser Spieldauer nach Aarau, Mailand und Vaduz bedauert hätte, aber an einem gewissen Punkt kann man's auch mal sein lassen. Wenn auch zu Unrecht. So hatte doch eben erst die Der Sonntag hatte so harmlos begonnen. Kurze Joggrunde auf der Hündelerstrecke, danach erstes längeres Einstimmen in mamesh heimischer Atmosphäre auf die womöglich klimatisch lästigen Nebenerscheinungen des Grümpelturnier (zudann wird auch noch der Chemie-Drämmli-Effekt eintreten) und Einwärmen bei Calanda und Grillade. Spätestens als man merkte, dass man es beinahe haarscharf verpasst hatte, den Einmarsch der Spieler auf dem Comunale zu begutachten, spürte auch der Hinterletzte des CC-SK-Triumvirats, dass an diesem Tag womöglich noch Grossartiges passieren möchte. Die Nervosität stieg kontinuierlich ins Unermessliche. Kenntnisnahme der Führung des FCB, soweit eigentlich alles erwartet. Im Handumdrehen dann aber Frontenwechsel in Basel mit Führung für den GC Niederhasli. An sich auch nicht übel, aber auch dies nützt wenig, wenn Fonzie weiterhin Chancen versiebt und er von hinten wenig unterstützt wird. Und die Hoffnung, dass Gügi in seinem Leben nie mehr so alleine vor Leoni auftauchen darf. Nie mehr.

Pause. Einmal tief ein- und ausatmen und auf bessere Zeiten hoffen. Und torreichere. Inzwischen hat auch das sturste Alphatierchen mit Pläsierchen eingesehen, dass die Ablenkung durch paralleles Begutachten des Basler Spiels auf Zattoo wohl nicht zwingend schädlich wird.
Und dann trifft Fonzie endlich. E-N-D-L-I-C-H. Und plötzlich ist der Sonnenuntergang rosa und es schimmert an allen Enden. Es ist nun plötzlich möglich, plötzlich können wir heute noch Meister werden. Durchstehen, durchatmen, sich nicht durch halbbackene Bellenzer Drehschüsse aus dem Konzept bringen lassen. Die letzten Minuten werden zur Tortur, man steht sich wie beim Penaltyschiessen geschlossen in den Armen (im Wohnzimmer wohlverstanden) und als der Schlusspfiff ertönt, möchte der Wunderfitz am liebsten durch den Bildschirm hindurch das Comunale stürmen. Es ist vollbracht. Nun bringen sogar die witzlosesten Kommentare beduselter Fans am Schirm zum Brüllen. HB-Empfang und der Marsch an den Helvetiaplatz sind dann noch geistreiche und willkommene Zusätze. So improvisiert und spontan die Meisterfeier nun ausfällt, so bringt sie dennoch Dinge zu Tage, die man wohl nicht mehr so rasch vergisst. Zum Beispiel, dass Fonzie angeblich Deutsch spricht. Dass sich keiner der nicht Eingesetzten wohl so erleichtert gefreut hat wie Hassli. Dass Tico wirklich hart einen an der Waffel hat. Und dass sogar Gilli sich glaubs gefreut hat.
Besonders sehenswert ist der SF-Sport Aktuell-Beitrag vom Montag sowie der Auftritt des FCZ-Führungstriumvirats bei Tele Züri mitsamt Einkleidung von Mc Gilli.
PS: Wir danken Hakadosh Borchu zusätzlich für seine Umsichtigkeit, die Entscheidung nicht erst mitten in Shavuot zu platzieren, wo sie an allen heimischen CCler vorbeigesaust wäre. Wenn überhaupt. Und dafür, dass er davor auch in Budapest war.
PPS: Hört bitte auf mit dieser GCN-Dankerei, das widerspricht dem Derby-Geist. Witzig ist das Team der Runde im Blick aber dennoch... ;)

Donnerstag, 21. Mai 2009

Der Goooorps-Weltmeister zeigt's uns

Aus der Serie von Youtubbies, welche man unbedingt mal gesehen haben muss stammt auch folgendes Clipchen, welches jedemmann vorzeigt, wie man es in der diesigen Welt doch noch zu Ehre und Ruhm schafft. Wohlbemerkt: Die Lautstärke entspricht teils einem Donnergrollen. Zum Nachahmen und nach dem nächsten Fasttag selber probieren!

Aus der Jöh-Ecke dringt sodann folgender Clip noch zu uns. Ist weder aufschlussreich noch originell, aber vielleicht steht jemand ja auf ridende Affen.

Falls am kommenden Freitag Zürich oder Basel den kürzeren ziehen sollte, hoffe ich, dass niemand so enden wird. Der ZS am Ende bringt's ziemlich auf den Punkt (gilt übrigens auch für die Zürcher Europabrücke-und die Berner HB-Affen).

Auf jeden Fall steht es den Jungen von heute und den Nachtrauernden einer verpassten Athletenkarriere auch zu, sich von einem gestandenen Superbowl-Chussid inspirieren zu lassen. Auch hierzu, sedölüeg:

Und wie Mr. Clerc früher so schön sagte: "Und zum Schluss noch dies:"

Und noch ein Topfan an einem Black Sabbath-Konzert

Jimmy Kimmel and the New York Jets

Ziemlich seltsame Tage. Gestern waren wir alle YB-Fans, am Sonntag ist man hauptsächlich für GC, weil gegen Basel, am Mittwoch drauf ist man dann wieder für Barcelona. Die fussballerische Identitätsspaltung scheint keine Grenzen mehr zu kennen... Zur Ablenkung deshalb ein sedölüeg:

Mittwoch, 20. Mai 2009

Planung der neuen Saison (Tripogonz-Posting)‏

Damit wir uns alle bereits frühzeitig auf die wichtigsten Fakten der neuen Fussballsaison, welche ja im jüdischen Kalender einen eigenen und nicht zu geringschätzenden Stellenwert einnimmt, einrichten können, stelle ich untenstehend eine Serie von verschiedenen, kaum geordneten Thesen in den Raum, welche wohl alle innert Jahresfrist bestätigt werden. Wir sind zwar nicht das Tagi-Magi, welches sich für die Jahresplanung die bestmögliche Ausgabe schnappt und diese gleich auch noch als Spezialauflage brandmarkt, aber wir tun unser Bestes. Emess!

- Netanyahu hat sich's nochmal überlegt und ist nun doch für Zweistaatenlösung.

- Auf den Bahamas wird eine Filiale des Schweizerischen Fussballverbandes eröffnet. Der Geschäftsführer ist vorderhand unbekannt, ein schwerer Verdacht liegt aber vor.

- An der Bederstrasse eröffnet Fein & Schein ein fleischiges Imbisslokal (im Umbau) und etabliert sich flugs.

- Rosh Hashana findet auch dieses Jahr statt. Pessach nicht.

- KolTuv gerät in die Schlagzeilen, weil es aufgrund sinkender Bratwurst-Verkaufszahlen das Rezept der Genossenschafts-Metzgerei kopiert.

- Die HubbaBubba-Kaugummis werden wieder von der K-Liste genommen, weil niemand gemerkt hat, dass sie drauf waren.

- Die Schweinegrippe geht vorbei und niemand merkt's (weniger eine Vorhersage als eine gegenwärtige Feststellung)

- Nach den Paprikachips schaffen es auch Panettone, Laugen-Gipfeli und eine essenswerte Fonduemischung auf die K-Liste.

- Das Stadion Zürich (Pentagon) kommt zustande (def. Entscheid bis Ende Juni).

- Transferbelange:

Shevchenko trennt sich von Pazik und kehrt nach Minsk zurück. Oder Kiev. Oder London.

Mexes wechselt zur AC Milan.

Drogba geht zu Inter Mailand.

Ancelotti geht zu Chelsea, Gattuso geht zu den Bayern.

Ribery wechselt zu Real Madrid und Cristiano Ronaldo beisst sich wegen des verpassten Deals eine Fingerkuppe ab (kann das letztere Thema schon nicht mehr hören).

Ibrahimovic bleibt in Mailand.

Arjen Robben wechselt zu Inter Mailand.

Van Nistelrooy verlässt Real Madrid i. Richtung Premiership.

Avi Tikva wird Manager des FC Endingen.

FCZ verliert am Stück Abdi, Leoni und Hassli, gibt Stucki an Congeli ab und holt Rennella (Lugano/Genoa, def.) und Ekdal (Juve, leihw.).

St. Gallen bringt nach dem direkten Aufstieg keinen hochkarätigen Transfer zustande und kämpft direkt um den Wiederabstieg.

Daniele Massaro wird Sportredaktor beim Blick.



Die Liste ist frei erweiterbar. Für den Anfang sollte es einmal reichen.

Montag, 18. Mai 2009

Yes he can!

Ich freue mich schon, am 14. September folgende Schlagzeile zu lesen:

Wechselt Nadal zum Ping-Pong?

Nach einem fantastischen Zwischenhoch (Nr.1 der Weltranglist erobert) muss
Rafael Nadal den Platz als bester Tennisspieler der Welt wieder an
Roger Federer abtreten. Roger gewinnt nach Paris und Wimbledon auch noch
das US Open.


Es begann alles am 17.Mai als Roger Federer in Madrid erstmals seit langem Rafael Nadal wieder einmal schlagen konnte. Dies nicht nur auf Nadals Lieblingsunterlage sondern gleich noch in beeindruckender Manier. Nur wenige ahnten damals, dass es sich um eine Wende handelte. Nachdem Roger nun sensationel in Paris (in 3 Sätzen), Wimbledon und New York triumphieren konnte, sind die Verhältnisse im Männertennis wieder geradegerückt.
Nadal, der seit seinem Sieg bei Australian Open nur noch maximal bis in ein Final vorrücken konnte (scheiterte jeweils an Federer) scheint der Verzweiflung nahe. In einem Interview meinte er auf die Frage, was er den gegen Federers Macht tun wolle: "Ich weiss es wirklich nicht. Ich denke, ich sollte zum Ping-Pong wechseln. Vieleicht kann ich ihn ja dort schlagen." Die ganze Tennis- und wohl auch die ganze Sportwelt ist froh, Roger wieder dort zu sehen, wo er hingehört.

Montag, 11. Mai 2009

tiefe trauer in der axpo gurken liga

wenn in einer liga 5 runden vor schluss von den 3 "top-teams" nur ein punkt eingefahren wird, ist das doch äusserst bedenklich. einmal mehr gilt: meister wird der, der am wenigsten schlecht ist... und stolz sein kann sowieso niemand auf den titel...

Freitag, 1. Mai 2009

Daily Schmonzes am 1. Mai

Psycho-organischer Birkenstock-Chassidismus, we like!

Und das ganze hat natürlich auch einen Internet-Auftritt unter www.HebrewChanting.com .

Und wieder einmal zählt das Motto und der rettende Strohhalm: Sie tun ja niemandem weh!

Donnerstag, 30. April 2009

Nun ist es so weit, offiziell und von der GV abgesegnet: Die ICZ wird nun definitiv umgebaut. Ein beträchtlicher Spendensatz wurde zugesichert, nun kann endlich die konkrete Planung einer inzwischen mehr als dringlichen Pendenz in Angriff genommen werden. Wir freuen uns!

Sonntag, 26. April 2009

Chumre der Woche: Omer-Zeit, s'ist so weit

Nun, die Omerzeit ist ja wahrhaftig eine traurige Zeit. Wir merken dies auch an der Axpo Gurkenliga, wo sich an der Spitze niemand wirklich dafür erwärmen kann, den Leader zu stellen und deshalb mittelwertige Sparringpartner wie Bellenz, der Xa-Max und Sion als Punkteabknüpfer herhalten müssen, damit sich Zürich und Basel gegenseitig den zweiten Platz streitig machen dürfen. Denn osser, man würde sich absetzen wollen und frühzeitig eine Vorentscheidung herbeiführen würde - wie dies beispielsweise Ebay tut, welches nun ja wiederholt zur Geltung gebracht hat, sich definitiv nicht für das Titelrennen zu interessieren, obschon mannigfaltige, selbsternannte Fussballästheten sich dafür ausgesprochen haben, dass die Mutzen den besten, schönsten und überhaupt Fussball der Liga spielen. Aber darum geht's ja hier nicht. Es ist auch sonst nicht sehr lustig in der Omerzeit. Man geht nicht ins Kino, man erzählt sich keine Witze, hört nur Acapella-Musik (!) und gemäss den letzten Gerüchten darf man auch nur Gemüse grillieren.

Zur Omerzeit gehört ja aber auch dazu, dass man sich bis Shvues jeden Tag mit Omerzählen merkt, wobei es sich nicht ziemt, den jeweiligen Omertag vor dem Aufsagen der Bracha zu zählen (z.B. "gestern war der siebzehnte"). Jedoch macht man sich schon heute daran, den einzigen Freudentag zwischen den beiden Regalim zu planen, id est Lag baOmer. Was ja eigentlich eine unheimliche und skandalöse Inkonsequenz ist, vor allem, wenn es dann am Vorabend dann effektiv um den entsprechenden Omertag geht.
Deshalb nominiert Chassidus Chübelsack als weitaus akzeptierte Mehadrin-Instanz die Chumre der Woche: Ab Pessach darf Lag Baomer als solches nicht mehr bezeichnet werden. Es ist von Vorteil (die Anlehnung an das vorerwähnte ICZ-Mailing von vor Jontef ist kaum von der Hand zu weisen), ab sofort eine alternative Bezeichnung zu verwenden. Wir schlagen deshalb und um ganz sicher zu gehen "oto hayom" vor.
Chumrediger Omerbart

Mittwoch, 22. April 2009

Leseprobe einer Hörprobe: Sympathie in der Symphonie

Es gibt Lebensformen, welche einfach vor sich hin vegetieren. Deren Existenz keines weiteren Kommentars bedürfen und welche abseits von Zivilisation gleicherart zu bewundern wären, als ständen sie unter tosendem Applaus von abertausenden Zuschauern auf der historischen Platea von Woodstock. Dagegen stellen wir Organismen, welche von allen Anfang an direkt mitten ins Herz treffen und von welchen wir uns kaum mehr abwenden können. Gruppen von Menschen, denen wir stundenlange zuschauen könnten und uns wünschen würden, die Zeit würde still stehen und die Welt würde aufhören, um ihre Achse zu drehen. Oder um die Sonne. Oder egal worum. Jedenfalls ist der Autor auf der Suche nach einem Comeback-würdigen Examinationsobjekt auf den Synagogenchor der ICZ gestossen. Zu hören ist dieses bemerkenswerte Ensemble massiv begabter Laiensänger in regelmässigen, jedoch schwierig zu eruierbaren Abständen in der Synagoge der Israelitischen Cultusgemeinde Zürich. Hier tragen sie entscheidend zur Feierlichkeit und Zerschönerung des Gottesdienstes bei, indem sie insbrünstig und mit bemerkenswerter Überzeugung und Mimik mit ihrer Stimmgewalt die entferntesten Winkel des prächtigen Gotteshaus erfüllen. Zusammengesetzt wird dieses Ensemble aus der Breite von Anwälten, Taxifahrern, Marathonläufern, Rentnern und Gemeindefunktionären.

Gleich von Anfang an merkt man die Überzeugung dieser sympathischen Truppe, welche es bewerkstelligt, eine überzeugende Mischung aus unzähligen Jahrhunderten jüdischer Liturgie ans Publikum zu tragen, wobei dieses fast jede Melodie mitzusingen und mit einem Lächeln zu tragen weiss. Wenn der Chor bei laufendem Gottesdienst eintritt und sich witzelnd mitten auf der Treppe formiert, weiss auch der hinterletzte Synagogenbesucher, dass gleich eine orchestrale Verzückung bevorsteht. Die Stimmung ist fast mit in Scheiben zu schneiden. Nun hat auch das letzte Chormitglied seine Weltwoche aus den Noten wegversorgt und steht eingesingt bereit für seinen Einsatz. Die Melodien sind bereits derart eingefleischt, dass kaum ein Chorjunge mehr auf seine Noten schauen muss und dem Dirigenten sozusagen blind durch den umfangreichen Gottesdienst folgt. Nach dem letzten Ton ist der Dienst für diese Mannen dann getan und sie verziehen sich wieder diskret in ihr Kämmerlein oder in ihre eigene Universen. Und für den Besucher und Synagoganten bleibt diese süss-malzige Melodienfolge in den Ohren, welche ihn während Monaten bis zum nächsten und hoffentlich baldigen Auftritt begleiten wird.
Der nächste Auftritt des Synagogenchors findet am 25. April 2009 statt (Bilder stammen von der Homepage des Synagogenchors, www.synagogenchor.ch).

Sonntag, 19. April 2009

Durban II-Konferenz in Genf


Aus der Mitte des Genfer Gewühls meldet sich zu später Stunde und mit einer grossen Portion Unverständnis Eurer Revolutionsführer - und gleich zu Beginn mit einer übertriebenen, sarkastischen und überhaupt nicht ulkigen Anspielung. Gar nicht.
Schon gestern sind hier über 700 Durban II-Sympathisanten in der Calvin-Stadt, einer historischen Stätte der Aufklärung, gegen Rassismus und für die Durban II-Veranstaltung auf die Strasse gegangen und friedlich durch die Strassen gezogen. Heute morgen war in den Zeitungen nach den verschiedenen Verlautbarungen der vergangenen Tage und Wochen dann zu lesen, dass sowohl Israel wie der SIG sich erneut und teils vehement gegen ein Treffen unseres Bundesrats Hans-Rudolf Merz mit dem Stargast der Durban II-Veranstaltung, dem Oberpazifisten und der Toleranz-Fahne aus dem Iran, Mahmud Ahmedinejad, ausgesprochen hätten und dem Schweizer Souverän einen Verzicht auf ebensolches Treffen "nahegelegt" hätten. Herbert Winter, Präsident des SIG, hat dann intelligenterweise ausgesagt, wenn ein solches Treffen schon nicht mehr zu vermeiden sei, dann solle doch wenigstens auf heikle Thematiken der iranischen Politik angesprochen werden. Auch der Tages-Anzeiger liess in seiner Online-Berichterstattung dieses Faktum nicht aus und publizierte zu besagten Thema gleich eine Kommentar-Serie mit 400 Zeichen-Leserbriefchen, wo sich eine (hoffentlich nicht) aussagekräftig verlesene und sich vorwiegend populistisch äussernde Schweizer Leserschaft zum Thema äussern durfte (Tagi-Link). Entweder hat der Tagi ziemlich verschrobene Kriterien zur Auswahl solcher Tollwiesen für Buchstaben-Schiesswütige oder ich verharmlose das schreibbezogene Gewalts- und Frustrationspotential unserer werten Mitbürgerinnen und Mitbürger. Ein Blick ist das Ganze allemal wert. Gegendarstellung durch den Schreibenden (sofern auf 400 Zeichen möglich) wurde natürlich wegzensiert. Bravo.
Bravo auch unseren lieben Schweizern, welche Ahmedinejad immer noch als legitimer Volksvertreter und Verhandlungspartner betrachten, während die halbe Welt aufgrund dessen Wahnsinns und mittelfristig zu erwartenden nuklearen Aktionsmöglichkeiten mehr offen wie verschlossen über Gegenmassnahmen berät. Wohlbemerkt: Inzwischen nimmt es auch Ägypten (ähnlich auch Saudi Arabien) nicht mehr hin, dass in der Sinai-Wüste die bekanntlich proiranischen (und iranisch finanzierten) Hisbollah-Milizen Aktionen und Trainingslager durchführen und geht nun rigide gegen diese vor (siehe hier und hier). Ausserdem ist auch die in den Kommentaren vielfach angeführte Argumentation interessant, dass sich die "Israeliten" in der Schweiz doch nicht in obrigkeitliche Dinge einzumischen habe, das gehe sie doch nicht an. Auch das ist durchaus ein sehr interessanter demokratischer Ansatz in einem plurikulturellen Land, wo die Meinungsfreiheit angeblich so hoch gehalten wird. Minderheiten haben eben doch zu schweigen.
In der Zwischenzeit mehren sich die Befürchtungen bezüglich der morgen Abend stattfindenden Jom Hashoah (Holocaust-Gedenktag)-Begehung, welche sinnigerweise auf dem Platz vor der UNO stattfinden soll - und dies am Tag, wo der Auftritt besagten Toleranz-Vorzeigemodells aus der Wüste an der Durban II-Konferenz vorgesehen ist.
Derweil wurden verschiedene Dokumente und das Schlussfazit der Tagung angepasst und beispielsweise Israel aus dem Pranger genommen. Neben Israel und Kanada haben derweil aber auch die USA, Australien und die Niederlande ihre Teilnahme abgesagt. Es kristallisiert sich auch der Vorsitz der Konferenz gegen Rassismus und der Aufarbeitung der Erstveranstaltung von Durban im 2001 heraus. Vorsitz nimmt ein Libyer, welcher von einer Kubanerin assistiert wird. Weitere Kommentare ergeben sich von selbst. Ahmedinejad seinerseits liess es sich vor seinem Abflug aus Teheran nicht nehmen, weitere Hiebe gegen Israel auszuteilen und liess sich folgendermassen zitieren: «Die zionistische Ideologie und das zionistische Regime sind die Fahnenträger des Rassismus» (unten im Artikel).
Abends dann kamen in der Schweiz verschiedene Wortmeldungen zum Zug (u.a. v. Gutzwiller im Tagi), worin plötzlich der Standpunkt aufgebracht wurde (interessanterweise aber nicht früher), dass die Schweiz aufgrund des Schutzmachtmandats die Interessen der USA im Iran vertrete und aufgrund dessen verschiedene ungelöste diplomatische Fälle zu besprechen gewesen seien, u.a. das Schicksal der iranisch-amerikanischen Journalistin Roxana Saberi (Focus-Artikel) welche kürzlich im Iran zu 8 Jahren Haft verurteilt worden ist. Warum dies im Rahmen von Durban II geschehen muss, ist dennoch nicht von ungefähr. Ob die von Gutzwiller aufgebrachten und im Merz-Ahmedinejad dringend anzusprechenden Thematiken tatsächlich besprochen wurden, wurde überraschenderweise noch nicht publik.
Viel eher drang durch, dass Prof. Dr. Alan Dershowitz , einer der profiliertesten amerikanischen Professoren und Anwälte, sich im Hotel Intercontinental aufhielt, als der Tross um Ahmedinejad ankam und Dershowitz vor Kameras von der iranischen Entourage und Polizei entfernt wurde, weil er da gemäss den einen Quellen ein Statement abgeben wollte, gemäss anderen "den iranischen Präsidenten zu einer richtigen Debatte über den Holocaust, das Verhältnis zu Israel und das Verhältnis mit der Obama-Regierung herausfordern" wollte. Was ein Skandal. Da brüstet man sich mit Demokratie und Antirassismus, während gleichzeitig die freie Meinungsäusserung gegenüber einem ausgewiesenem Populisten und einer der gefährlichsten Personen der Gegenwart mit den Füssen getreten wird. Genau hier hätte die Schweiz ein Zeichen setzen können und hat stattdessen nichts gemacht, als den Eindruck von Ambiguität und Zwiespältigkeit zu verstärken. Man kann nicht einerseits anprangern, dass die "Politik der leeren Stühle" ein falscher Ansatz sei und andererseits dann die freie Meinungsäusserung durch Elite-Akademiker verunmöglichen, lediglich um einen ausländischen und höchst kontroversen Staatsträger nicht zu desavouieren, weil man meint, es sei schon getan, wenn man einen Bundesrat hinstellt, der Steinigungen kritisiert.

Nach Pessach Magenkrämpfe

Geneigter Leser, wie mancher eins von uns schon erfahren hat, die Saison des lobreichen FC Haguah hat wieder begonnen. An dieser Stelle soll von direkt beteiligen jeweils eine kritische Nachbetrachtung der erbrachten Leistungen erfolgen. 


Heute Sonntag erfolgte das schon übliche Spiel direkt nach Pessach, welches es auch schon direkt an Mozze Pessach stattgefunden hat, dieses mal auf der geheiligten Buchlern gegen den FC Uitikon. Der bisher unbezwungen Lino wurde durch die personifizierte Routine ersetzt, nämlich durch Ronny B. Der Gegner sollte eigentlich in der Reichweite des FC Haguah liegen, im Hinspiel setzte es aber ein heftige 7-2 Klatsche ab. Angespannt und noch mit den allerletzten Pessach Nachwehen im Magen wurde der Dinge geharrt die da kommen. Zur Überraschung von allen konnte durch den ersten gelungene Angriff gleich in Führung gegangen werden. Der Gegner, geschockt und durch unsere gute Defensive, inklusive Lino auf Links hinten, ohne zählbare Aktion im Spiel, versuchte durch Kampf und sehr wenig Klasse ins Spiel zurück zu finden. Dies gelang gar nicht, im Gegenteil, mit einem sehr schön ausgeführten Angriff über Nechunja H. und Doron B. wurde ein zweites Tor eingeschenkt. Der Gegner ersetzte nun den Kampf mit Diskussionen mit dem Schiedsrichter, zählbares schaute auch dabei nicht heraus. Mit einer verdienten 2-0 Führung ging man in die Pause. Die zweite Halbzeit hatte das Niveau Vaduz-Aarau, viel Kampf und Emotion und sehr wenig Klasse und Spielkultur. Der Gegner beschränkte sich auf Unsportlichkeiten, Diskussionen mit dem Schiedsrichter und den eigenen Spielern, der FC Haguah auf geschicktes Verteidigen und gelegentliche Konterangriffe, einer davon führte zum verdienten Endresultat von 3-0. Ganz zum Schluss kam sogar noch Highnoon vorbeispaziert, als sich Eli K. zu einer Tätlichkeit verleiten liess und der Gegner ihm im Anschluss mit Teeren und Federn drohte.

Fazit: Dazu lasse ich den gerne den Gegner zu Wort kommen 

"Wegen dem Schiri und dem Gegner steht es 3-0." 

Aha. (Das hat übrigens zu einem Anschiss durch den eigenen Captain geführt, grossartige Szene)

In diesem Sinne

Donnerstag, 16. April 2009

Schmach-Ode an Thurnheer

Thurnheer in Schieflage?

Man muss es sich ja eingestehen: Bei staatlichen Organismen und insbesondere beim Konzessionsträger Nummero Heinz schauen wir aus Vorliebe zum Besseren sehr gerne auf die Finger und geben uns besondere Mühe, uns prollartig in den Mittelpunkt zu stellen, indem wir schallende Kritik auf exponierte Pseudopromis niederprassen lassen, welche in absehbarer Zeit dann regelmässig in direktem Kausalzusammenhang mit unseren Publikationen unter massivem öffentlichem Druck zurücktreten. Oder ähnlich.
Heute wenden wir uns wieder mal dem Weichei der Nation, der Susi des öffentlichrechtlichen Fernsehens zu, der uns inzwischen fast in allwöchentlichem Rhythmus Fussballabende vermiest und mit Sülzgelaber so tut, als sei er mittlerweile der Messias der Fussballexperten. Da sitzt einer angeblich im Stadion (könnt' bei der anfänglichen Einblendung ja auch ein Blue Screen sein, das wär mal eine intelligente Investition nach den tollen und massiv überteuerten Studios, die wir inzwischen finanziert haben) und erzählt uns in jeder Wiederholung, was wir eigentlich sehen sollten, aber effektiv auf keinen Fall sehen: Nämlich absolut unnütze und falsche Informationen, die bereits bei Spielgeschehen falsch wiedergegeben werden, was bei Betrachtung des Replays wiederholt nur noch schlimmer wirkt. Im Prinzip könnte dies auch im Auftrag des Ausbildungsfernsehens geschehen, weil es ein Ziel sein könnte, die Aufmerksamkeit der Kinder (wie am Pessach) derart zu erregen, dass die brüskiert zur Geltung geben, gemerkt zu haben, dass dies ja beispielsweise eine Einblendung von Gilles Yapi ist und nicht von Doubai oder Doumbia. Man kann hierbei nicht mal mehr von unterschwelligem Rassismus sprechen. Das ist schon ein ausgesprochener und expliziter, wie er kaum mehr getoppt werden kann; mal abgesehen davon, dass man entsprechende Spieler ja auch aufgrund der Aufstellungsposition unterscheiden könnte, aber das ist ja bereits Proficiency-Level, während Thurnheer weiterhin auf Deficiency-Niveau rumdümpelt. Man soll ja nicht arrogant sein und allzu viel erwarten.
So werden auch ständig die simpelsten Vorgänge auf dem Spielfeld, welche gewieft-erfahrener Fussball-Idiot in live schon erkannt hat, in Wiederholungen derart verhunzt und falsch beschrieben, dass man dem vor Schranken stehenden Schnurri national wirklich einfachsten Fussballverstand und wohl auch gesunde Augen absprechen muss. Jegliche Eintrittsprüfung für eine Kommentatorenlizenz müsste hierfür eigentlich eine unüberwindbare Hürde darstellen. Und doch, was ein Skandal.
Neuerlicher Tiefpunkt musste in der heutigen Cuppartie zwischen dem grossen FCB, der bis heute breitbrüstig vom Double sprach, und den deutlich emsigeren Ebay-Bienen, festgestellt werden. Thurnheer verhedderte sich in einer unheimlichen Serie von befremdlich-kindlichen Grunz- und Jubelgeräuschen, wie sie heute eigentlich in der Fernsehlandschaft nur von arabischen Zweitklasskommentatoren auf Webseiten wie 101greatgoals.com bekannt sind. Peinlich, amateurhaft und sehr unverständlich, wie es heute für die derart populäre Einrichtung der Sportübertragungen nicht möglich sein soll, in der Schweiz konkurrenzfähige Kommentatoren zu stellen (und damit haben wir noch nicht mal von den Interviewern gesprochen, welche regelmässig nichts anderes bewerkstelligen, als den Zwiegespräch-Partnern fertige Sätze und Aussagen von unheimlich tiefer Aussagekraft und Intelligenz in den Mund zu legen).
Auch hier wünscht CC eine baldige Genesung und eine Qualität, welche sich von Filz und Vetterliwirtschaft lossagen kann und objektiven Kriterien gerecht wird.

Mittwoch, 8. April 2009

Pessach: Zeit der ungesunden Geister

So. Wir sind nun endlich so weit. Die Wohnung ist bereits in Aluminium gehüllt und tapeziert. Wir haben unseren gesunden Menschenverstand korrumpiert und abseits jeglicher Logik und Plausibilität Dinge geputzt und für eine Woche ersetzt, deren Berührungspunkt zu Brotwaren etwa so gross ist wie meiner zu griechischen Laserpointern. So ungefähr. Wir haben den pösen und gefährlichen Chometz aus der Kanalisation geschafft, indem wir mit Bunsenbrennern und Elitekäfern darin jeglichen Brotkrümel weggesprengt haben, haben ausserdem gemäss bekannter jüdisch-zürcherischer Filmografie auch alle Lichter und Lampen von allen Seiten gereinigt. Denn wir wissen es ja nicht erst seit gestern: Chometz springt nicht nur, Chometz verbreitet sich auch noch exponentiell! Ausserdem haben wir unser ganzes Arsenal an Gerstensäften aus der Wohnung geschafft und mühselig in den Estrich geschleppt. Uns ganz davon zu trennen, wäre ein Ding der Unmenschlichkeit gewesen. Es aus der Wohnung zu wissen, trägt sicher sehr zu unserem Seelenheil bei.
Dies war heute Morgen im Heimischen Stibel nicht ganz so evident. Bei der Planung der all 28jährlichen Birkat Hachama gingen schon vor dem grossen Auszug die Gemüter in die Offensive und es bedurfte einer gewieften Karmaleistung, diesen Anlass am Ende doch noch geordnet über die Bühne gehen zu lassen. Wenn da nur nicht diese öden Wolken gewesen wären.
Wenigstens haben wir den Sijum gefeiert, wo es u.a. darin heisst, wir stünden zu Divrei Tora auf, sie aber seien Joshvei Kramim. Für einmal waren wir sozusagen die Omdei Kramim...
Wir möchten ausserdem die Gelegenheit nutzen, unserer lieben M&A-Grossgemeinde für ihren ausgiebigen Mailverkehr der vergangenen Wochen zu nutzen. Nachdem wir mit der Tachles-Beilage sozusagen in einem Nebensatz die journalistische Unabhängigkeit abgemurkst haben, welche noch vor einem Jahr so gross geschrieben war, dass bei jeder auch noch so lächerlichen Gelegenheit auf jegliche Entscheidung aus allen Rohren geschossen wurde, während jetzt anscheinend eitler Sonnenschein herrscht, hat man sich anscheinend auch noch zu ein paar wagemutigen Mailkommunikationen hinreissen lassen. So wurde speziell erwähnt, dass die Starbucks-Kaffeebohnen am Pessach erlaubt seien (Wo genau soll ich die mahlen, in meiner gewöhnlichen Alljahres-Maschine?). Der Eruw Tawschilin ist zudem lediglich "von Vorteil" (war er denn schon mal von Nachteil? Sollte die Formulierung nicht etwas klarer ausfallen?). Im FC Hakoah ist man diesbezüglich schon einiges deutlicher, da weiss man schon, dass die "Mazza nicht ein guter Freund von uns ist".
Zudem sind wir höchst geehrt, den Titel der Chumre des diesjährigen Pessachs doch noch verteilen zu dürfen. Angeblich ist es gemäss einer Meinung inzwischen schon nicht mehr ausreichend, den Ofen mittels Erhitzung auf 500° C und Pyrolyse zu erwärmen, um ihn zu kaschern. Gute Besserung, man lernt nicht aus.
CC wünscht in diesem Sinne der gesamten Bloggergemeinde quer auf dem ganzen Planeten einen gefreuten Payssech, eine fröhlich-solide Verdauung und Chag sameach!

Mittwoch, 1. April 2009

IN MEMORIAM