Donnerstag, 17. Mai 2012

Vom Trolleybus-Rabbiner und von Gegenverkehr

Im Rahmen der Entmystifizierung der jüdischen "Parallelgesellschaft" fanden sich vor ein paar Wochen verschiedene Beiträge in den lokalen Medien. Fiona Bollag heiratete in Blick, Schweizer Fernsehen und in anderen Medien, andere durften zeigen, wie in einem normalen Einkaufszentrum parallelgesellschaftlich koscher eingekauft wird, dass ein eigener, effizienter Rettungsdienst besteht und vieles mehr (Link, Link 2 sowie der obligate Sensationslink). Fast im Schatten dessen fand eine wenig beachtete Debatte über die Ausrichtung der Israelitischen Cultusgemeinde und dessen Rabbinats statt. Das ganze fand in der Neuen Züricher Zeitung unter dem denkwürdigen Titel des "Trolleybus-Rabbiner"s statt. Wir möchten Euch die Porträtierung des ICZ-Rabbinats in der NZZ-Ausgabe vom 31.3.2012 nicht vorenthalten und posten hierzu den integralen Text nochmals:


Der Trolleybus-Rabbiner
Marcel Yair Ebel sieht sich als religiösen Ratgeber in der 150-jährigen Israelitischen Cultusgemeinde Zürich
Der orthodoxe Rabbiner der 150-jährigen jüdischen Zürcher Einheitsgemeinde vermittelt die religiösen Gesetze klar und strikt. Dass sich viele Mitglieder nicht streng danach richten, nimmt er gelassen.
Andreas Schürer
Marcel Yair Ebel ist ein grosser und breiter Mann mit kräftiger Stimme, doch zu fürchten brauchen ihn die Mitglieder der Israelitischen Cultusgemeinde Zürich (ICZ) nicht. Der Rabbiner gibt zwar in Predigten in der Synagoge an der Löwenstrasse, über die ICZ-Homepage oder via Newsletter unmissverständlich durch, was nach der Halacha, dem jüdischen Religionsgesetz, erlaubt ist und was nicht. Auf knapp dreissig Seiten hat er sogar zusammengestellt, welche Lebensmittel in Schweizer Detailhandelsgeschäften koscher, also halachisch unbedenklich, sind. Wenn aber Mitglieder gegen die gottgewollten Gesetze verstossen, müssen sie nicht mit einem rabiaten Rabbiner rechnen. Ebel, der gerne und oft in bildhafter Sprache redet, sagt: «Ich gebe keine Befehle, sondern Empfehlungen. Die Polizei verbietet auch niemandem, in einen Stau zu fahren; aber sie warnt und gibt Tipps, wie man besser vorankommt.»
Religiöser Spätzünder
Der Rabbiner selbst hat auch nicht immer streng nach der Halacha gelebt. Als Jugendlicher war er auf der Suche, politisch für soziale Rechte engagiert und zwar religiös, aber nicht praktizierend. Niemals habe er sich damals vorstellen können, Rabbiner zu werden. Er lernte Buchhändler und beschäftigte sich erst im Alter nach dreissig vertieft mit der Religion. Dann aber intensiv: Während rund zehn Jahren studierte er im Rahmen seiner Ausbildung zum Rabbiner jüdische Religionsschriften, vor allem die der Halacha zugrundeliegende Tora, die fünf Bücher Moses. In Florida schloss er das Studium schliesslich ab. Daneben hat er Ausbildungen in Pastoralpsychologie und Krisenintervention absolviert - und als Mitglied des Flughafen-Care-Teams nach dem Swissair-Absturz in Halifax Angehörige und Helfer betreut. Sein Weg zum Hauptrabbinat in der ICZ, das er seit 2007 innehat, führte über Anstellungen als Religionslehrer und Assistenzrabbiner.
Sein Werdegang habe ihn Toleranz gelehrt, erzählt Ebel. «Wissen Sie», fährt er fort, «verglichen mit Transportmitteln, gibt es drei Arten, die Religion zu leben.» Der Offroader-Typ sei wendig und fahre überall rücksichtslos durch. Der Tram-Typ bewege sich in klar vorgegebenen Schienen. «Für mich ideal ist der Trolleybus-Typ - der verfügt zwar über eine Oberleitung, kann aber ein Hindernis auch einmal links oder rechts umfahren.»
Nicht praktizierend orthodox
In der ICZ wird die «Oberleitung», wie sie Rabbiner Ebel versteht, immer wieder strapaziert: Die am Donnerstag 150-jährig gewordene Einheitsgemeinde mit heute knapp 2500 Mitgliedern versammelt Juden verschiedenster religiöser Schattierungen, darunter auch «Drei-Tage-Juden», die nur an besonderen Festtagen die Synagoge besuchen. Spannungen zwischen Orthodoxen und Moderaten sind ein Dauerbrenner. In beide Richtungen ist es schon zu Abspaltungen gekommen (siehe Kasten). Doch die Richtungs-Diskussionen innerhalb der ICZ sind nicht verstummt, angetrieben von der Angst, die Jugend zu verlieren. Ein Positionspapier aus dem Jahr 2008 schlägt vor, die ICZ in eine Art Holding-Gemeinde umzuformen. Unter einem Dach sollen verschiedene Sektionen geführt werden. Manche fordern auch einen eigenen Rabbiner für die Liberalen.
Für den orthodoxen Rabbiner Ebel zielen solche Vorschläge an den Mitgliedern vorbei. Die Spezialität der Zürcher ICZ-Juden sei, dass es unter ihnen kaum liberale, dafür aber viele «nicht-praktizierende Orthodoxe» gebe. Die Mehrheit lege grossen Wert auf persönlichen Gestaltungsfreiraum und benutze zum Beispiel am Sabbat auch Verkehrsmittel - trotz halachischem Verbot. Auf der anderen Seite sei vielen der streng orthodoxe Rahmen der Gemeinde und des Rabbinats wichtig. Ebels Metapher dazu: «Der Becher, aus dem sie trinken, muss perfekt silbrig glänzen. Den Inhalt wollen sie dann aber selber bestimmen.» Diese optionale Orthodoxie, auch Stellvertreter-Orthodoxie genannt, verlange nach einem Rabbiner in der Vorbildrolle, der die Leitplanken vorgibt, oder eben, in Ebels Trolleybus-Bild, die «Oberleitung».
Wichtig ist laut dem Rabbiner vielen Mitgliedern auch, dass sie sich bei verbindlichen Akten wie Hochzeiten der unanfechtbaren Autorität des Rabbinats sicher sein können. Um die Jugend macht sich Ebel keine Sorgen: «Spätestens wenn die Jungen Väter und Mütter werden, gehen viele den traditionellen Weg.» Dass ein liberaler Rabbiner angestellt wird, kommt für Ebel nicht in Frage - zu gegensätzlich seien die Ideologien: «Die Liberalen haben einen komplett anderen Zugang zum Judentum als wir Orthodoxen.» Die Liberalen glaubten nicht, dass die Tora Moses am Berg Sinai direkt von Gott übergeben wurde und somit unveränderlich sei, sondern sie hielten die Offenbarung bloss für göttlich inspiriert und somit anpassbar an moderne Fragestellungen wie Gleichberechtigung der Geschlechter oder Homosexualität.
Reizthema Mischehen
Statt auf eine Holding-Gemeinde setzt Ebel auf ein orthodoxes Rabbinat, das klar den Weg der Tora aufzeigt - aber den Mitgliedern bei der Umsetzung «nicht in die Suppentöpfe schaut». Das verlangt selbstredend von den orthodoxen Mitgliedern Toleranz: Sie müssen akzeptieren, dass es nicht alle so genau nehmen mit den religiösen Gesetzen wie sie. Gibt es Grenzen der Toleranz? Ebel kommen drei Punkte in den Sinn: Doppelmoral, Gier und das Reizthema Mischehen. Kein Verständnis habe er für Leute, die dreimal am Tag die Synagoge besuchen und dazwischen «monkey business», faule Geschäfte, betrieben: «Man kann nicht gut zu Gott und schlecht zu den Menschen sein.» Wütend machten ihn jene, die in Zürich lebten, aber nicht in der ICZ, sondern in Kleingemeinden wie in Endingen oder Winterthur mitmachten, weil sie dort weniger zahlen müssten.
Grenzen hat die Toleranz des Rabbiners auch beim Thema Mischehen. Auf menschlicher Ebene verstehe er zwar gut, dass sich ein Jude in eine Nichtjüdin verlieben könne und umgekehrt. Jüdisch zu sein, heisse aber nicht nur, einer Religionsgemeinschaft anzugehören, sondern bedeute auch, solidarisch zu sein mit dem eigenen Volk. Die jüdische Gemeinschaft leide immer noch stark unter den Folgen des Zweiten Weltkriegs, sagt Ebel und verweist auf einen Ausspruch des britischen Oberrabbiners Lord Sacks: Zahlenmässig seien sie heute weniger als der statistische Irrtum beim Zählen der Chinesen. Ebel meint: «Wenn bei uns einer weggeht, tut uns das weh.» Dreinreden will der Rabbiner den Jungen aber nicht. Er wolle sie bloss aufklären, was die Religion und die Statistik sage. «In ihrer Entscheidung sind die Jungen frei - aber wenn sie davonlaufen, müssen sie wissen, vor was.»
Aber Rabbiner Ebel betont, dass es auch auf den Strassen der Liebe eine Umfahrungsmöglichkeit gibt, dass der Trolleybus ausweichen kann: «Wenn der nichtjüdische Partner zu einem orthodoxen Übertritt zum Judentum bereit ist, vollziehe ich ihn - und spreche nicht mehr von einer Mischehe.»


Relativ kurze Zeit darauf, am 26. April 2012, fand im selben Medium eine Entgegung durch einen Exponenten des linken Flügels der ICZ statt, dem Ex-Präsidenten Werner Rom, welcher sich mit den Darstellungen von Rabbiner Marcel Yair Ebel nicht einverstanden erklärte und deklarierte, dass sich die ICZ wichtigen Fragen und einer grundlegenden Diskussion nicht stelle und insgesamt eine wichtige Debatte über die künftige Struktur der grössten jüdischen Gemeinde der Schweiz anstünden. Unter anderem fussen die Aussagen auf einem Positionspapier zur Bildung verschiedener Stämme, welche die künftige ICZ bilden sollen. Hierzu ebenfalls der integrale Text:


Der «Trolleybus-Rabbiner» hat Gegenverkehr

150 Jahre nach ihrer Gründung steht die Israelitische Cultusgemeinde vor einer Richtungsdiskussion

Die jüdische Einheitsgemeinde Zürichs steht vor wichtigen Weichenstellungen, weicht aber der Diskussion darüber aus: Das findet ihr ehemaliger Präsident Werner Rom. Er fordert eine Öffnung und warnt vor den Folgen, wenn sie verpasst werde.

Andreas Schürer
Lange lag das Positionspapier in der Schublade. «Neue Wege unserer Einheitsgemeinde» heisst die Schrift, in der im Jahr 2008 Ideen formuliert wurden, wie die Israelitische Cultusgemeinde Zürich (ICZ) für die Zukunft gerüstet werden könnte. Die zentrale Vision lautet: Die mit rund 2500 Mitgliedern grösste jüdische Gemeinde der Schweiz sollte der Entwicklung Rechnung tragen, dass längst nicht mehr alle Mitglieder orthodox eingestellt seien, sondern ihrem Judentum in unterschiedlichen religiösen Formen, kulturell oder auch säkular, Ausdruck verliehen. Vorgeschlagen wurde die Schaffung verschiedener Stämme, die von jeweils eigenen Leitern geführt werden. Die Autoren schreiben: «Wir befürworten, fordern und fördern die Einheitsgemeinde, die nach aussen stark genug ist, um ihre eigenen Wege zu gehen, und nach innen vielfältig genug, um die verschiedenen Bedürfnisse ihrer Mitglieder abzudecken.»
Einer der Autoren dieses Positionspapiers ist der Zolliker Werner Rom, der die ICZ von 1993 bis 2001 präsidierte. Er bedauert, dass die Vorschläge keine Diskussion ausgelöst haben. Viele ICZ-Mitglieder hätten offenbar Hemmungen, über Öffnung und Anpassung zu diskutieren – dies sei aber nötig. In dem Papier heisst es auch: «Wir sind überzeugt, dass die ICZ ohne Grundsatzdiskussion kaum eine Zukunft haben wird.» Nicht schlecht gestaunt hat Rom, als er in diesen Spalten kurz nach den 150-Jahre-Feierlichkeiten der ICZ das Porträt ihres Rabbiners Marcel Yair Ebel las (NZZ 31. 3. 12). Rom sagt: «Ebel hat sich erstmals öffentlich zu dem Positionspapier geäussert. Es ist schon ein wenig speziell, dass diese innerjüdische Diskussion via NZZ angestossen wird.»

Gefährdete Glaubwürdigkeit?

Den Öffnungsvorschlägen hat Ebel mit seinen Äusserungen eine Absage erteilt. Zusätzliche Rabbiner und die Schaffung neuer Strukturen seien der falsche Weg, meinte er. Die Spezialität der ICZ-Juden sei, dass es unter ihnen kaum liberale, dafür aber viele «nicht-praktizierende Orthodoxe» gebe. Die Mehrheit lebe zwar nicht streng nach dem jüdischen Religionsgesetz, der Halacha, lege aber grossen Wert auf ein orthodoxes Rabbinat. Seine Metapher dazu: «Der Becher, aus dem sie trinken, muss perfekt silbrig glänzen. Den Inhalt wollen sie aber selber bestimmen.»
Ebel versteht sich in seiner Rolle als orthodoxer Rabbiner der Einheitsgemeinde als Vorbild, das klar sagt, was eine halachisch korrekte Lebensführung bedeutet, den Mitgliedern aber nicht dreinredet. Sigi Feigel, der die ICZ lange leitete und dem die Stadt Zürich im Jahr 2006, zwei Jahre nach seinem Tod, einen Platz an der Sihl gewidmet hat, brachte diese Haltung einst so auf den Punkt: «Die ICZ schaut ihren Mitgliedern weder in die Kochtöpfe noch unter die Bettdecke.» Rabbiner Ebel vergleicht seine bevorzugte Art, die Religion zu leben, mit einem Trolleybus: «Der hat eine Oberleitung, ohne die er nicht fahren kann und die ihm die Richtung vorgibt. Aber er kann ein Hindernis links oder rechts umfahren.»
Werner Rom erscheint dieses Bild zwar originell, es leite aber in die Irre. Das Judentum lasse nicht nur leichte Schwenker nach links oder rechts zu, sondern viele verschiedene Wege, vergleichbar mit einem aus verschiedenen Linien bestehenden Trolleybusnetz einer mittelgrossen Stadt. Rom sagt: «Wir kennen im Judentum keinen Vatikan, keine Top-down-Struktur, keine Dogmen.» Das Judentum stütze sich nicht nur auf die schriftliche, sondern auch auf die mündliche Überlieferung, was verschiedene Wege zulasse, die alle zum Ziel führten.
Zudem gebe es gerade in der ICZ viele Mitglieder, die sich nicht über die Theologie, sondern über Kultur und Tradition definierten. Der ehemalige ICZ-Präsident Rom schlussfolgert daraus: «Ein ausschliesslich orthodoxes Rabbinat in einer Gemeinde, die weitgehend nicht orthodox lebt, verliert auf die Dauer seine Glaubwürdigkeit.»

Tabuisierte Mischehen

Besonders pikant ist die Diskussion über eine Öffnung beim Thema Mischehen. Einen nichtjüdischen Partner zu wählen, verstösst nach orthodoxer Lesart nicht nur gegen die Halacha, sondern ist auch ein Verrat am jüdischen Volk, streng formuliert eine Ausrottung von innen. Für Rom ist es bei einer Mischehenrate von 50 bis 60 Prozent höchste Zeit, dieses Tabuthema anzusprechen – und sich zu öffnen. Er meint: «Wenn wir den Jungen nicht ermöglichen, sich mit ihren nichtjüdischen Partnern zu integrieren, werden wir schlicht und einfach viele verlieren.»
Vor allem für Kinder von jüdischen Vätern und nichtjüdischen Müttern müsse eine Lösung gefunden werden, da das Judentum nach orthodoxer Auslegung nur über die Mutter weitergegeben wird. Das Modell mit den verschiedenen Stämmen könnte integrativ wirken, indem zum Beispiel eine Richtung diese Kinder als jüdisch akzeptiere und sie so ICZ-Mitglied sein und jüdische Traditionen pflegen könnten, findet Rom. Er sagt: «Klar ist, dass solche Modelle von allen gegenseitigen Respekt verlangen. Wir müssen erkennen, was wir gewinnen können, und nicht nur Angst haben, zu verlieren.»

Gefahren aufzeigen

Der amtierende ICZ-Co-Präsident André Bollag zeigt sich gegenüber Roms Ideen offen, er meint aber auch: «Weitreichende Neuerungen wie die Schaffung verschiedener Stämme können nicht von oben diktiert, sie müssen von der Basis gewünscht werden.» Bedacht werden müsse auch, dass etwa 70 Prozent der 2500 Mitglieder kaum je in der Synagoge anzutreffen seien. «Diese Leute kommen auch nicht, wenn wir verschiedene Stämme haben.»
Die Einschätzung von Rabbiner Ebel, dass viele zwar nicht nach der Halacha lebten, aber ein orthodoxes Rabbinat wünschten, teilt Bollag. Er hat dafür den Begriff «Stellvertreter-Orthodoxie» kreiert. Er meint aber warnend: «Nochmals eine Generation wird diese Form des religiösen Lebens nicht überleben.» Wie schwierig es sei, den orthodoxen Rahmen ohne genügend praktizierende Mitglieder aufrechtzuerhalten, zeige ein kleines Beispiel: Den Vorleser aus der Thora muss die ICZ für seine Dienste am Samstag in der Synagoge bezahlen. Freiwillig macht es niemand.
Auch für Bollag ist deshalb klar: Die Diskussion über die künftige Ausrichtung ist dringend nötig. «Wir können sie nicht diktieren», sagt der ICZ-Co-Präsident, «aber es ist unsere Aufgabe als Führungsriege, die Diskussion anzustossen und die Gefahren des Status quo aufzuzeigen.» Die Entscheidungen treffe aber die Gemeinde.
Der Diskussion verschliessen will sich auch der Rabbiner Marcel Yair Ebel nicht. In Einheitsgemeinden sei die demokratische Auseinandersetzung wichtig, am Schluss entscheide der Souverän. Ebel sagt: «So wie ich die Gemeinde einschätze, wünscht diese und die nächste Generation aber keine Änderungen.»

Freitag, 11. Mai 2012

Grosse Comedy

Dienstag, 8. Mai 2012

Hollande wird gewählt und ganz Frankreich feiert!

Masel Tov, wir freuen uns alle. Und sehen in fünf Jahren, ob dies wirklich die bessere Wahl gewesen sein wird als Sarkozy. Und wieviele Drohungen, Ankündigungen der neue französische Staatspräsident bis dann vollziehen wird.
Derweil freuen sich alle kleinen und grossen, alten und insbesondere jungen Franzosen in den Strassen von Paris. Freuen sich so sehr, dass ihnen die Scheisse nur so vom Gehirn runterrinnt. Das Grundrezept der Demagogie und des politischen wänn'd-überleisch-es-isch-scho-so-wänn'd-überleisch-Twitter-Gedankenguts ist ja, dass es auf den Inhalt gar nicht darauf ankommt, wenn er nur in sehr überzeugendem Tonfall kommuniziert wird.
Arie Elmaleh jedenfalls hat sich mit "Khoutspah TV" unter die Menge gemischt und für die Frankophonen und diejenigen, welche die Jahre zum letzten Französisch-Unterricht noch zählen können, einige sehr bedenkliche Wortmeldungen in Paris eingesammelt. Schockierend, was man heute von sich geben kann, wenn nur eine Kameralicht rot blinkt.

Sonntag, 6. Mai 2012

Der israelische Fussball steht vor dem Abgrund

Die Bilder stammen vom 21. April 2012, sind aber dermassen schockierend, dass sie auch rund zwei Wochen (bzw. vier Wochen) später kaum an Relevanz verloren haben. Bereits am 1. April 2012 war es anlässlich des Spiels zwischen Hapoel Haifa und Maccabi Petach Tikva zu wüstesten Zwischenfällen gekommen. In der Schlussminute war es nach dem Freistosstreffer von Maccabi Petach Tikva zum endgültigen 2:0 zu einer Keilerei gekommen. Dabei verfehlte Ali Khatib (in schwarzer Jacke in der Mitte) einen Gegenspieler mit einer schwungvollen Rechten nur knapp, bevor er vom Ersatztorhüter des Gegners, Ami Ganiv mit einer schockierend brutalen Kopfnuss niedergestreckt wurde. Am Boden liegend wird er mitten im Gewühl und weiteren Gewalttätigkeiten unter anderem auch noch von einem Funktionär der Mannschaft aus dem Norden Israels, Yigal Mamon (im Video mit weisser Jacke), mit Fusstritten ins Gesicht getroffen, bevor der Täter das Weite sucht. Ali Khatib verlor bei diesem "Zwischenfall" Zähne und Bewusstsein und erlitt zudem einen Kieferbruch. Kopfnuss und Ausschreitungen auf Video: Im Anschluss verfügte die Liga einen Punktabzug zulasten von Maccabi Petach Tikwa, das hierdurch wieder gefährlich nahe an die Abstiegsplätze geriet. Daraufhin geschah aber, womit niemand rechnete, nämlich, dass Avi Luzon, der Vorstehende des Israelischen Fussballverbandes - und insbesondere langjähriges Vorstandsmitglied von Maccabi Petach Tikva - bestimmte, dass die Punkte erst auf die kommende Saison hin abzuziehen seien. Eyal Berkovitch initierte daraufhin einen Protest, der 5'000 Fans auf die Strasse führte, welche den Nepotismus der Liga anprangerten und Avi Luzon zum Rücktritt forderten. Zwei Wochen darauf ereigneten sich jedoch noch grössere Ausschreitungen in der zweithöchsten Spielklasse Israels zwischen Hapoel Ramat Gan and Bnei Lod. Die Bilder sprechen für sich und sind derart peinlich, dass man sich die Frage stellen könnte, ob sie einer Publikation überhaupt würdig sind. Resultat der Ausschreitungen war die Verletzung von vier Beteiligten und die Verhaftung zweier Personen. Avi Luzon verfügte darauf hin die Suspendierung jeglicher Spiele der nationalen Liga im "Heiligen Land" und Limor Livnat, Kultur- und Sportministerin Israels, verfügte einen zweiwöchige Unterbrechung der obersten Ligen. Auch hier sprechen die Bilder für sich, man beachte insbesondere aus welcher Distanz die Prügelnden kommen, mit welcher Intensität sie auf ihre Gegner und Opfer einschlagen und wieviele Funktionäre (und Trainer!) beteiligt sind. Und die klassischen Gar'inim-Argumente wie "Sie haben angefangen, was soll ich tun, fliehen? Ich fliehe vor niemandem, nur von Gott". Na dann. Gute Nacht Fussball. Kwöll: 101greatgoals.com

Dienstag, 1. Mai 2012

Satmarer Mischpochologie from the Hood

Ohne Worte, dieser Typ aus Williamsburg ist einfach zu viel. Kennt die ganze Satmarer und Viznitzer Sippe inkl. den Mazzebäcker. Einfach hinhören und geniessen.

Oma Mascotte tanzt sich aus

In froher Erwartung auf den offiziösen Kameramann (a.k.a. Rotzlöffel), der sich der filmenden Marokkanerin in dreister Weise in den Weg stellte, publizieren wir einstweilen die Guerilla-Bezeugung der Darbietung von Chassidus Chübelsack anlässlich dessen letzten Chassene ins wilde Gewebe. Mit diesem epischen Zeitdokument an Koordination, diesem Stück Teenie-Band-Weltgeschichte, dieser extravaganten Galavorstellung meldet Chassidus Chübelsack nun offiziell ausverkauft. Wir haben keine strammen, extrem männliche Böcke mehr zu vergeben, den letzten haben sie nun wieder nach Friesland in den Windkanal verfrachtet mitsamt seiner austriakischen Prinzessin.  
Es sei an dieser Stelle betont, dass die Kreischgeräusche, welche mitten im Tanz zu hören sind, nach Beendigung des Stunts völlig überbordeten. Die Protagonisten mussten alle ihre Kleider loswerden und wurden von austriakischen Amazonen bis in die Garderoben verfolgt, so schlimm waren die Nachstellungen und Avancen (oder ereignete sich diese Gnadenlosigkeit doch bereits am Donnerstag?). Kein Witz, alles wahr und wie immer nur auf Eurem Kanal des absoluten Vertrauens. Nebbisch. Top 5 des Wochenendes: 1. Max unter der Chuppoh 2. Der israelische Tanzblock mit Überkochstimmung am Abend 3. Das Schweine-Vleisch im Vegetasia 4. Mit Kater am Montag auf eine Prater-Bahn (no-go, absoluter no-go) 5. Dani Baba

Die Zürcher Koscher-Gammelfleisch-Diskussion

So, endlich haben wir wieder ein Thema, das die Gemüter zwischen Oberweningen, Lengnau, Küsnacht und Zug in Wallung bringt. Vielleicht ist die Suppe auch deutlich wärmer gekocht als sie schlussendlich gegessen wird, aber mal der Reihe nach. Vor rund einer Woche findet ein Zeitgenosse im Le Shuk in Zürich ein Pack Poulet, dessen ursprüngliches Ablaufdatum, wie es vom Produzenten bzw. Abpacker in Frankreich vermerkt war (im Grunde sind auf dem ersten Kleber zwei Daten, 12/2010 für den Frischverkauf, 12/2012 für den gefrorenen Verkauf), mit einem weiteren Kleber der Metzgerei Kol-Tuv versehen wurde. Dieser zweite Kleber weist nunmehr ein neues Ablaufdatum aus, welches das ursprüngliche um rund vier Monate überschreitet. Was danach passiert, ist eine Anprangerung dieses Umstandes über Facebook in einem wohl etwas übers Ziel schiessenden Ton und Wortlaut, welcher erstens den falschen Adressaten trägt, nämlich Le Shuk und nicht die Kol-Tuv, und zweitens wie gesagt eine sachliche Diskussion nicht zulässt. Unbestrittenermassen ist die Koscherfleisch-Versorgung im Raum Zürich suboptimal. Preise hierfür liegen über Fr. 45.-/kg (Beispiel Steak vom Rind), was für viele Familien wohl an die Leistungsgrenze geht. Vereinzelt wird Ware verkauft, welche unbestreitbar ungeniessbar ist und bereits Verfärbungen aufweist. Zudem ist der Service in der Metzgerei selbst suboptimal: Es werden unverhältnismässig hohe Zuschläge verrechnet (Vakuumisierung zu Fr. 6.-), bestellte Ware wird nicht zu vereinbarten Zeiten und an solche Orte geliefert, was eine Rücksendung und Vernichtung der Ware auf Kosten der Metzgerei zur Folge hat. Über den Umstand der problematischen Preisfindung zwischen Verkäufer und Käufer liegen offensichtliche Mängel operationeller Natur vor, welche einer Überprüfung bedürfen. 
Nachdem es sich beim Schreibenden nicht um einen ausgewiesenen Lebensmittelexperten und Kenner der relevanten Bestimmungen handelt, sind folgende Überlegungen als Fragen formuliert:
- Inwiefern trifft den Verkäufer einer abgepackten und angeschriebenen Ware eine Pflicht, die Ablaufdaten der fraglichen Ware zu kontrollieren? Kann er sich auf die Angaben des Lieferanten stützen oder haftet er selbst gegenüber dem Käufer für die Qualität der Ware?
- Wer kontrolliert die Prozesse innerhalb der Metzgerei (Einhaltung von Kühlkette, Ablaufdaten, Angemessenheit der Verrechnung von Leistungen)? Wie sieht eine Prüfung der Lebensmittelbehörde aus (zeitliche Abstände? Mit oder ohne Voranmeldung?)
- Wie löst man die nicht zufriedenstellende Problematik, dass im Raum Zürich seit über einem Jahrzehnt keine Konkurrenz mehr auf dem Koscherfleisch-Markt besteht, sondern nur ein einziger Anbieter eine Monopolstellung ausübt und sich deshalb keine Sorgen bezüglich der Qualität seiner Leistungen machen muss?
- Angenommen, im weiteren Raum Zürichs konsumieren ca. 3'000 Personen (auch) koscheres Fleisch: Wie unwahrscheinlich ist es, ein Koscherfleisch-Business zu humanen Preisen und gewinnbringend zu betreiben? (Die Bezahlung der Kontingentierung kann man beschränkt gelten lassen, wenn auch dies ein beschränkter Preistreiber sein dürfte. Der Umstand des Imports zählt nicht nur, ein wichtiger Anteil des treyfenen Fleischs wird ebenfalls importiert. Bleibt die Frage des Volumens, welches für koscheres Fleisch unvergleichbar tiefer liegt.)
Die Liste kann erweitert und ergänzt werden. Jedoch ist es auch hier essentiell, Anstand und Fairness zu bewahren. Erstens muss mit denjenigen Playern schlussendlich umgegangen werden, welche dieses Geschäft lokal betreiben. Zweitens bringt die Androhung der Publikation in öffentlichen Medien in diesem Zusammenhang überhaupt nichts ausser einer fetten Entweihung G'ttes: Welcher Konsument wird den Artikel im 20 Minuten lesen, entrüstet den Kopf schütteln und ab sofort nur noch im Bell einkaufen gehen...

Freitag, 27. April 2012

Ups, they did it again

Kurz und knapp, denn das folgende Bild braucht eigentlich keine weiteren Erklärungen. Ja, für diejenigen, für die es nicht auf den ersten Blick ersichtlich ist. Eine bestehende Etikette wurde mit einer neuen überklebt. Aus "verpackt am 8.12.2010" wurde kurzerhand "verpackt am 27.3.2012". Übrigens: Fundort ist nicht der Freistaat Bayern und es ist auch nicht irgendwelches vergammeltes Dönerfleisch. Sondern Pouletfleisch, das als "koscher" verkauft wird. En Guete! An dieser Stelle muss die Frage erlaubt sein, wann endlich die jüdischen Gemeinden und die Behörden aktiv werden.

Dienstag, 10. April 2012

Judaica offline

Nur kurz: Kann mir mal einer erklären, weshalb ich weder auf der Website von Kol-Tuv noch von Le Shuk nachlesen kann, wann diese am Pessach geöffnet haben? Ist Pessach nicht so wichtig? Oder gar 2011?
Auch bei den Baranesen sucht man vergeblich nach Pessach auf der Website und die Kette Fein glänzt seit jeher online mit Abwesenheit.
Die Bäckerei hingegen... ah nein sorry

Die gute Nachricht: Unsere Perle Olga hat den Turnaround inzwischen geschafft, und gibt immerhin Auskunft, wann die Leckereien wieder zur Verfügung stehen.

Möge uns Olga in dieser Zeit ein Meliz Jauscher sein.

Nachtrag: Mir wurde soeben mitgeteilt, die Zeiten befänden sich bei Kol-Tuv und LeShuk bei den Pessach Aktionen. Ist m.E. nicht nur wenig sinnvoll, sondern zumindest bei Kol-Tuv auch wertlos, da die Aktionssite nicht abrufbar ist.

Montag, 26. März 2012

Es pessacht wieder mal

Halli hallo und herzlich willkommen beim Spocht. Fussball...

Bitte seid doch mal ernst. Jetzt ist wirklich nicht die Zeit, um sich blöd aufzuführen. Pessach steht wieder an und wir sind noch nirgends mit unseren Chumres. Eier Tinte aus Chometz und Aluboxen aus Schweinen, sind ja so was von 2011.

Und in diesem Jahr scheint sich das korrekt geführte Judentum hierzulande einmal mehr über die Geldbörse zu definieren.

Ein Nescafe Gold kostet in den Koscherläden stolze 23.- CHF (der übliche Preis im Detailhandel bewegt sich rund um 14.- CHF). Einziger Unterschied: der Koscher LePessach Kleber oben auf dem Deckel!

Daher danken wir an dieser Stelle dem CC Aussenkorrespondenten Dr. B. Irken (-Stock) für seine Updates aus dem eiligen Land, wo das Judentum noch so gelebt wird, wie vor Jahren am Berge Sinai. Dazu 2 Veranschaulichungen.

Leiden, leiden und noch mehr leiden.
Scheinbar genügt es nicht mehr, dass die Mazes uns die ganze Verdauung verhunzen. Nun soll die Maze scheinbar auch eine aktivere Rolle beim dem spielen, was danach kommt:


Und endlich wurde auch eine realistische Lösung gefunden, für die leidige Problematik der Defintion von Chametz (zur Vergrösserung einfach auf's Bild klicken):

In diesem Sinne sei euch allen ein koscherer und panischer Pessach gegönnt.

Dienstag, 20. März 2012

Orles für den Umweltschutz

Um jüdische Beschneidungen ranken sich ja alle Arten von Gerüchten. Dass diese Gerüchte sich im deutschsprachigen Raum auf ein paar Platzhirsche beschränken, welche dieser Kunst Herr sind, vermag nicht weiter zu überraschen. Einerseits handelt es sich um eine der wenigen Gebote, wo mehr Leute wohl weg- als hinschauen, was man zum Beispiel von der Hochzeitsnacht nicht behaupten kann (lebendiges Beispiel hierzu ist der letzte Failed Messiah, der sich zuletzt in der russischen Republik in voller Pracht und leuchtender Kippah und Männlichkeit mit einer Prostituierten filmen liess).

Jedenfalls ist der Mohel eine der wohl kultigsten Erscheinungen des lokalen Judentums. So gibt es für den wohl berühmtesten Mohel Mitteleuropas mit nahezu 6'000 tadellosen Exemplaren sogar eine Facebook-Gruppe, in welcher sich Mit-Glieder dessen Kunstwerke treffen. Genauer Diskussionsinhalt dieser Gruppe entzieht sich der Kenntnis der Schreibenden, kann sich aber auch ohne allzu blumiger Fantasie erdacht werden. Oder hat einfach keinen, wie so vieles auf Facebook.
So geschah es also vergangene Woche, dass ein modern-orthodoxes Exemplar der meistgenannten Zürcher Parallelgesellschaft seinen frisch bezogenen Sohn ebenfalls in den Club der beschnittenen Heroen bringen wollte. Alles ging gut, die einen weinten vor Rührung, der andere quietschte vor Schmerz, bis er betrunken wurde und alle gingen zufrieden nach Hause bzw. machten sich an, einer parallelen Arbeit nachzugehen (Anm. d. Red. Küdi Aeschbacher ist gerade hier vorbeispaziert, auch er trägt rosa Schals).
Tags darauf macht sich der stolze Papa mit dem frischbeschnittenen Sohn auf zur Kontrolle beim Schnippsler und fragt aus reiner Neugier, was eigentlich mit der abgeschnittenen Vorhaut geschehe. Antwort: "Die vergrabe ich in meinem Garten. Wieso meinen Sie etwa, habe ich so schöne, hohe Bäume?"
Gut, auch das ist geklärt. Anschliessend wird der Mohel auf das Gerücht aufmerksam gemacht, dass aus den Vorhäuten Mitteleuropas auch schon ganze Kollektionen von Portemonnaies angefertigt worden seien (Antwort: Schüchtern-verschmitztes Lachen). Und dass diese Portemonnaies bei dosierter Streicheleinheit auch zu einem Koffer umfunktioniert werden könnten. Auch hierauf schüchtern-verschmitztes Lachen.

Fazit 1: Auch der seriöseste Job kann mit Humor genommen werden.
Fazit 2: Nicht jedes Gerücht ist falsch, nur weil es sich lustig anhört.
Fazit 3: Orles sind unheimlich 2011.
Fazit 4: Wo Rauch ist, ist auch Feuer. Oder wo ein hoher Baum steht, da greife man zur Schaufel.


Sonntag, 4. März 2012

Purim-Party am 10. März 2012!


Montag, 27. Februar 2012

Und dann war da ja doch noch...

Goedendag Dames en Heren,

Wie der gemeine Tulpensohn sagen würde. In dieser Woche feiert die beliebteste Serie in eurem Leitmedium ein spektakuläres Comeback. Ihr habt wahrscheinlich schon richtig geraten, es ist Friendly time!!!! Ein wahrer Hochgenuss für alle Fussball Afficionados, nach den Enttäuschungen und Tränen der letzten Wochen kann man endlich wieder Licht am Ende des Tunnels sehen.

Beginnen wir mit dem Naturkatastrophenduell Philippinen - Malaysia (11:00), ein Spiel dass wahrscheinlich unter dem Schutzpatronat vom Roten Kreuz steht. Um die Zeit bis zu den wirklich Interessanten Spielen am Abend zu überbrücken empfehle ich besonders das Karibikderby Guayana - Guatemala (13:00). Ab 18:00 gehts dann los mit den Vorbereitungsspielen der EM Teilnehmer, mit Israel - Ukraine, gefolgt von Dänemark - Russland um 19:45. Um den Fokus wieder auf den Weltfussball zu richten empfehle ich Marokko - Burkina Faso um 20:00. Danach geht es weiter mit mehr oder minder interessanten Duellen, das liegt natürlich immer am Auge des Betrachters und den Leistungen auf dem Grün. Griechenland - Belgien (ein wahres Krisenduell, die einen haben kein Geld und die anderen keine vernünftige Regierung), Teutonia - Frankreich (dort wird wahrschenlich auch über den Weltfrieden zwischen Angie und Sarko verhandelt), Italien - USA, Polen - Portugal, England - Holland, alles beginnend um 20:45.

Den Sinn und Zweck eines Testspiels der Schweiz gegen Argentinien darf mir sonst mal einer Erklären, eine Vorbereitung auf die kommende WM Quali kann es aber sicher nicht sein. Sonst würde man wahrscheinlich wieder gegen Lichtenstein testen. Oder Malta. Aber für ein Gschpürschmi-fühlschmi Get-together und ein fröhliches Jassturnier mit den SFV Edelfans reicht es allemal. Und für ein paar Sponsorenauftritte von Ottmar.

Sonntag, 26. Februar 2012

Zürich Süd bricht zu neuen Ufern auf - vierter Teil der Wahlserie


In Anlehnung an die Interviewtechnik der Sportredaktion von SF DRS werden in diesem Interview auch ein paar Gspürschmi-Fragen thematisiert.

Gratulationen. Ein Erdrutschsieg. Wie fühlen Sie sich jetzt?
Es ist schon eine eher spezielle Situation als gewählter Repräsentant eines Vereins mit erstklassigen Zukunftsperspektiven. Die Gefühle schwanken zwischen Euphorie und plattgewalzter Mulmigkeit gegenüber den Erwartungen der Mitbürger.

Gab es auch Momente, wo Sie sich dachten, wie schaffe ich das nur?
Um ehrlich zu sein, nachdem ich meine Wählerbasis persönlich begrüssen durfte und mir nochmals eine Prise Vertrauen antr... - äähhhh - aneignen konnte, war ich zuversichtlich dass es zu einem positiven Resultat kommen würde.

Sie sind seit 18 Jahren verheiratet und Vater eines CC 2.0-Geschöpfs, gibt dies in solch schwierigen Momenten Halt und Geborgenheit?
Enorm, die Umstände geben eine gute Marge und erlauben mir mich optimal im kreativen Bereich zu entfalten. Ohne die Unterstützung aus meinem inneren Zirkel wäre es unmöglich ein solches Mandat auszuführen.

Was haben die Gewählten sich unter einander gesagt, als der Sieg feststand?
Wir haben uns endlich das Du-zis angeboten, mit einem feinen Apéro und Fusel

Kurz vor der Wahl wurden richtig fiese Gerüchte gestreut, es könne sich ein oder mehrere Sprengkandidaten präsentieren. Hat Sie dies verunsichert? Wie sind Sie damit umgegangen?
Wissen sie, das gehört zum BAU (Anm.d.Red.: Business as usual) und hat mich nicht weiter beschäftigt, wir wussten dass wir ein starkes Team stellen und diese Ansicht wurde von den Stimmberechtigten so geteilt.

So. Und nun noch wenige teilzeit-erwachsene Fragen:
Eine Behauptung: Sie bekleiden mit dem Komitee für metikulöse Organisation und Schokel-Metrik das wichtigste Amt innerhalb des Vereins. Was sagen Sie dazu?
Das sind tatsächlich einige zukünftige Bereiche wo wir organisch wachsen möchten. Die wichtigste Aufgabe zum jetzigen Zeitpunkt sind TWS-Gläser nach neuestem Standard (also ISO-zertifizierte Wurfsicherheit). Zudem sind Bestrebungen da ein neues Wartesystem für Meschulachim einzuführen, wo diese jeweils aus einem Automaten ein Ticket beziehen und dann sequentiell Zutritt zum Lokal erhalten. Für eine effiziente Warteschlangeorganisation werden die Meschulachim dann in folgende Themenbereiche aufgeteilt: "Trick or Treat", "Olfaktorik", "Free-ride"

Was sind Ihre nächsten persönlichen Ziele?
Mich in meiner neuen Umgebung zurechtzufinden und erste Akzente setzen zu können

Man munkelt, auch Chassidus Chübelsack steht vor einer grösseren Reorganisation.
Wir arbeiten zurzeit noch am überaus komplexen Organigramm der JLF, in welcher CC dann Unterschlupf finden wird. Es ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht ganz klar, ob CC eine Stabsstelle in der Holding oder eine operative Funktion im Finanzarm der JLF einnehmen wird. Wir bleiben dran.

Welche Farbe Socken tragen Sie nun am heiligen Schabbes?
Ich bleibe meiner Linie treu und trage grün oder blau, am liebsten sogar zusammen.

Samstag, 4. Februar 2012

Die Akzeptanz von Charedim in Chiloni-Siedlungen oder "was tun wir nicht alles, um Big Brother zu konkurrenzieren"

Unbestrittenerweise kann das Fernsehen auch interessante Projekte zu Tage fördern. Dergestalt haben in Israel zwei Journalisten ein anderes Purim veranstaltet und wollten in areligiösen Teilen von Wohnquartieren Israels wie Bnei Zion und Ramot Shavim Wohnobjekte besuchen und die Reaktion der Vermieter testen. Das Resultat ist an sich interessant. Zumindest vordergründig wird in keiner Weise fehlende Sympathie evident. Eine solche äussert sich wenn überhaupt erst bei der Nachfrage nach dem Bescheid oder bei überteuerten Preisen gegenüber den Mietkonditionen im Internet. Man sehe aber selbst:

Donnerstag, 2. Februar 2012



Endlich, endlich, endlich!!! Lange mussten wir warten, aber nun ist er endlich da:

Der erste offizielle Gadges-Schabbes der Saison

Bei erwarteten Temperaturen von -12 bis -10 Grad Celsius und wegen Windchillfaktor gefühlten - 61.3 Grad ist es ein Muss, ja eine Pflicht für jeden frommen Jehudi, seine weissen Schabbesgadges zu montieren unud diese bei der Tefilo rhythmisch zum glühen zu bringen.

Der Head of Compliance der JLFfR&V wird stichprobenartige Kontrollen durchführen, bei fehlenden Gadges werden Bussen bis zu 825 Franken fällig.


Her Majesty

Samstag, 28. Januar 2012

Entscheidung 12 in Zürich Süd – Zwischen Konkordanz und Kehile- Judentum (Teil 3, der Meilenstein)

Vereinte Chassidim

In den letzten 5 Jahren haben diverse CC Chassidim den Bund fürs Leben geschlossen. Nachwuchs wurde erzeugt, Joint Venture mit diversen humanitären Gruppierungen wurden eingegangen und Lehrstühle für Fäkanik und andere Dauerbrenner wurden ins Leben gerufen.

Nun steht die Nacht der langen Messer bevor.

Laut Insidern soll es einzelnen CC Mitgliedern in gut 15 Stunden tatsächlich gelingen, sich in Zürich Süd offiziös festzusetzen.
Doch die Konkurrenz schläft nicht. Ob es sich um intene oder externe Mitbewerber handelt, man weiss es nicht...

Im Namen des CC und des dreifachen Flickflacks wünsche ich uns allen, dass morgen im CC Land (einmal mehr) weisser Rauch empor steigt.

Mittwoch, 25. Januar 2012

Sensation für Jleager-Sieger 2010/2011

Im Schweiz Fussball bahnt sich erneut eine Sensation an. Nach dem Abgang von Jacuzzi-Superwoman, der Heiligsprechung von Kleinbruder-auf-Lebzeiten Hokon, dem juristischen Kreuzzug von Roi Constantinus folgt die nächste, faustdicke Überraschung.

Die Russen aus Neuchâtel (und es sind eben doch Russen) haben sich unter der Führung von Bulat entschieden, ihr ansehliches Stadion in ein Mehrzweckareal umzunutzen, zonenkonform - versteht sich - und den Spielbetrieb in der höchsten Schweizer Liga aufzugeben. Die Gralshüter aus Muri haben sicherlich ihriges dazugetan, dass dieser Schritt etwas schneller notwendig wurde, als geplant. Der König vom Sonnenberg hingegen hat sich für einmal zurückgehalten. Er kämpft an anderer Front.

Für die Nutzung des neuen Areals mit Kunstrasen liegen zahlreiche Anfragen vor: Jassturniere, Strickwettbewerbe für Ü75 und - wie wir wissen - die Anfrage von Chabad für die Daycamps 2012-2024 (mit Option auf Verlängerung). Einzig die Veranstalter der Jahresversammlung der Hanffreunde Obergoms verzichten auf einen Besuch in Nöschatel. Das künstliche Zeugs schmilzt einfach zu schnell, bevor es irgendeine Wirkung entfaltet.

Heute nun kommt die Bestätigung aus Bern: der freigewordenen Platz der tschetschenischen Hobbykicker in der SüperLiig geht per sofort an den Sieger der Jleague-Saison 2010/2011 HAS! Diese Botschaft kam für alle sehr überraschend. Die Clubverantwortlichen von HAS sind nun erstmal auf der Suche nach einer neuen Spielstätte. Viele Optionen gibt es nicht. Der Kartoffelacker Hans-Asper oder aber die Kloppstockwiese kommen aus verschiedenen Gründen nicht in Frage. Gleichzeitig laufen intensive Verhandlungen mit dem Fleischereibetrieb aus Zürich 3. Einen Lieferengpass für die koscheren Pausenwürste würde ein denkbar schlechtes Licht auf den Liga-Neuling werfen.

Hingegen konnte für das Editorial des Matchheftlis eine echte Fussball-Koryphäe gewonnen werden. Mützel wird bei den Heimspielen von HAS von der ersten Seite winken. Hingegen möchte für die Matchankündigungen per Newsletter auf den Dienst des dritten Stocks verzichten. Zu gross wäre die Verwirrung über die aktuellen Anspielzeiten, da nicht sichergestellt werden kann, dass die fünfte Korrektur die Spieler der Gast- und Heimmannschaft zeitig erreichen wird. Den Shuttle-Service zu den Parkplätzen übernimmt Familie Bernet.

Es gibt noch sehr viel zu tun. Wir bleiben dran!

Sonntag, 22. Januar 2012

Teilzeiterwachsenheit = Allwissenheit?

Unlängst war im Tagieg ein Interview zu lesen, wo es endlich wieder einmal um Israel und die Juden in der Schweiz (ist doch das selbe, oder?) ging.
Es ist grundsätzlich löblich, wenn sich Leute zur Verfügung stellen, dass Judentum in einer vernünftigen Art und Weise dem Schua (aus dem Französischen anm. des Schreiberlings) näher zu bringen.

Da werden die ersten Fragen abgeklärt und unerschrocken beantwortet, um sich kurze Zeit später in tief charejdischem Gedankengut wiederzufinden.

Der Blog unseres Vertrauens hat umgehend den Korrespondenten auf die Piste geschickt. Er konnte G. Tripolensis für ein Interview gewinnen.
Dank dieser Unterhaltung konnten einige Statements des ursprünglichen Interviews berichtigt werden, sedolüeg:


Wie nehmen die Züricher Juden die Konflikte zwischen säkulären Israeli und fanatischen Ultraorthodoxen auf?


GT: Die Situation ist aus dem Ausland nur schwierig nachzuvollziehen. Die einen argumentieren, sie werden ungerecht behandelt und verteufelt. Die Säkulären machen derweil in einer Art und Weise mobil, dass es den Anschein macht, als schwele ein viel tieferer Konflikt in der Gesellschaft und der Identität des israelischen Staates, als dass es auf einen einzelnen Zwischenfall darauf ankommt. Es geht um viel mehr: Einerseits steht die Frage im Raum, wieviel eine Volksgruppe zu Lasten einer breiten Mehrheit (Mehrheit der israelischen Staatsbevölkerung ist säkulär) fordern darf. Und dies erst noch, ohne sich nachweislich an der Volkswirtschaft oder dem gesellschaftlichen Leben bzw. der Staatssicherheit zu beteiligen. Inzwischen bestehen in Israel verschiedene Kanäle, durch deren Benützung ein Beitrag an das Staatsbürgertum auch den Religiösesten offensteht. Abgesehen davon: Die Forderung nach getrennten Trottoirs und Bussen ist absurd. Eine Lösung wäre sicherlich die Verteilung von Toitois mit Füssen: Wer nicht auf einer öffentlichen Strasse gehen will, soll alleine in seiner geistigen Scheisse rumspazieren.



Welche Geschlechterrollen werden in den jüdischen Schulen in Zürich vermittelt?

GT: Klar, wir sprechen hier von verschiedenen Schulen. Der joviale Wissen Sie-J. hat in seinem Interview-Statement insbesondere auf den äusseren rechten Flügel abgezielt. Dabei hat er leider vergessen zu erwähnen, dass die grösste jüdische Schule in der Schweiz seiner Beschreibung in keiner Weise entspricht. Es geht also primär nicht um die Vorbereitung der Frau auf die Bedienung eines Kochherds oder die Erziehung von Kindern, bevor die Frau selbst den Kinderschuhen entwachsen ist. Wir sprechen hier mitunter von Primarschülern. Also geht es für den jüdischen Fächeranteil primär darum, das Bewusstsein für die jüdische Religion, den jüdischen Alltag und die jüdische Kultur zu stärken und zu festigen. Besagte Schule kennt zumeist auch keine geschlechterspezifische Trennung, da die jüdische Geschichte wohl für beide Geschlechter aus derselben Perspektive vermittelt werden kann. Einzelne Fächer werden dennoch getrennt vermittelt, dies unterscheidet sich aber sehr marginal von einer a-religiösen klassischen Trennung der Geschlechter für Werken/Handarbeit. Ich spreche vor allem aus eigener Erfahrung, manches mag sich also auch geändert haben.



Tragen jüdische Privatschulen nicht dazu bei, dass sich eine Parallelgesellschaft entwickelt?

GT: Parallelgesellschaft ist ja so 2011 (also das alte Schwarz)... Ich weiss ehrlich gesagt nicht, was mit diesem Ausdruck signalisiert werden soll. Er tönt nach Abschottung, feindlicher Bildung und riecht nach der Jahrhunderte alten Angst, die Juden ziehen ihr eigenes Ding durch und konspirieren sich zum Papstmord, Blutrünstigkeit, Brunnenvergiftung und anderen Katastrophen der menschlichen Geschichte. Jemand hat mal gesagt, Antisemitismus sei weniger ein Problem der Juden, als ein Problem der Nicht-Juden. Wieso kommt es dazu, was löst ihn aus? Die Verschiedenheit? Die kulturelle Vielfalt, das Fehlen einer vollständigen Durchmischung? Ehrlich gesagt ist mir das Bestehen einer Parallelgesellschaft egal, solange sie nicht den Bestand des betroffenen Staates nicht unterläuft oder ernsthaft in seinen Grundwerten gefährdet. Wer dies in Zürich für die jüdische Gemeinschaft behauptet, weiss nicht, wovon er spricht.



Wie hat sich die jüdische Gemeinschaft in Zürich entwickelt?

GT: Für eine exakte Beantwortung dieser Frage müsste man die JLeague Foundation und deren Amt für Statistik und Vermessung konsultieren. Für eine ungefähre Beantwortung mag folgende Aussage genügen: Die Anzahl Juden in der Schweiz ist konstant. Während in den letzten 15 Jahren eine weitere Million die Schweiz bevölkert, ist die Anzahl Juden in der Schweiz stabil geblieben (statistisch wohl sogar leicht rückläufig). Einzelne Gemeinden sind durch das Ausbleiben einer breiten jüngeren Generation akuter vom Untergang gefährdet als andere (so zum Beispiel St. Gallen und mittelfristig auch Basel), grössere Gemeinden erfahren derweil eine Zuwanderung: Sei es aus den genannten Klein-Gemeinden, sei es aus dem Ausland durch partnerschaftlichen Nachzug. Einzelne jüdische Gemeinden erfahren ein deutliches Vakuum in der Mitte und polarisieren sich in den religiösen Gemeinden seit einigen Jahren zum rechten Spektrum. Derweil zeigt sich auch das Phänomen, dass die grösseren Synagogen je länger desto mehr desertiert werden: Einerseits liegen die Synagogen an historisch bedeutenden Stellen, welche heute aber zu zentral in der Stadt Zürich liegen und somit von den Wohnzentren jüdischer Familien im Kreis 2-3 und weiter stadtauswärts. Dies trägt dazu bei, dass einzelne kleinere Gebetlokale einen Boom erfahren und je länger desto mehr regelmässige Besucher zählen. Die Positionierung dieser Lokale untereinander ist nicht immer ganz problemfrei und die Kommunikation zwischen diesen ist zeitweise nicht optimal. Das Modell der Shop-in-Shop-Gemeinde wurde als vermeintlicher Pionier des 21. Jahrhunderts getestet, scheiterte aber aus verschiedenen Gründen (entweder war es für dieses Modell zu früh, die Basis war zu wenig breit oder es wurden in der Kommunikation oder philosophischen Ausrichtung Fehler begangen).
Und nun noch in eigener Sache:
Wenn man als Vertreter einer Minderheit Auskunft über dessen Religionsausübung gibt, entsteht automatisch folgendes Problem: Einerseits soll man Dritte über Gepflogenheiten informieren, andererseits besteht die Gefahr, wie in diesem Interview, dass gewisse Statements sehr generalisierend klingen oder auch von den Medien nur so dargestellt werden.



Wie geht man mit diesem Dilemma um?

GT: Die Frage ist nicht ganz einfach. Einerseits muss das entsprechende Medienunternehmen verstehen, dass wir hier von sehr verschiedenen und intra-jüdisch-philosophisch weit entfernten Ecken sprechen. Der ursprünglich Befrungene (mit einem tendentiell rechten und konservativen Spektrum) beispielsweise wird bei der gleichen Fragestellung nur sporadisch dieselben Antworten geben wie Rabbi S.R. (integrativer Ansatz verschiedener Einflüsse). Man muss auch aufpassen, wen die Antworten erreichen und wie man diese rüberbringt, ohne dass ein Bild entsteht, das ein Licht auf eine breite Mehrheit wirft. Der Vorsitzende der Teilzeiterwachsenheit beispielsweise begeht den Fehler, dass er die Vorfälle in Beit Shemesh verniedlicht und statuiert, das seien Einzelfälle. Zudem legt er sich selbstg in die Nesseln und behauptet, man kenne in diesen Kreisen weder Sex noch Drogen. Solche Aussagen sind leider und in schockierendem Ausmass absoluter Blödsinn und fernab der Realität des 21. Jahrhundert. Selbstverständlich auch im innerjüdischen Kontext. Ein Blick hinter die Kulissen religiös-jüdischer Teenager ist aufwändig und fördert erschreckende Realitäten zu Tage. Die zitierten Behauptungen dienen aber in keiner Weise Prävention oder der Problemlösung.



Bestehen allfällige Synergien zwischen der angestrebten Völkerverständigung und der JLF?

GT: Um Glatzköpfe und Jungnazis in inzwischen gesperrten Foren zu zitieren: Ein jüdischer Verein, welcher jüdischen Jugendlichen und Junggebliebenen ermöglicht, sich sportlich zu betätigen, ist separatistisch, elitaristisch und somit das alte Schwarz. In diesem Sinne fördert die JLeague auch die Parallelgesellschaft. Aber wie bereits weiter oben genannt: Das stört nicht zwingend, so lange man in der einen oder anderen Weise am Leben der ansässigen Gesellschaft teilnimmt. Und die JLF hat ja über seinen Emissären Julian Assange Medien ins Leben gerufen, welche sich die Transparenz und subversive Verbreitung von Gerüchten und Meta-Wissen auf die Stirn geschrieben haben. Wir sind also einerseits die Völkerverständigung selbst und dies aus einem integralistischen Mordor-Kreis heraus. Wer das versteht, darf sich gerne für einen Führungsposten bei der JLF bewerben (wenn's ihm hilft). Für das Bewerbungsgespräch muss sich der Kandidat insbesondere folgende Merkworte einprägen: Die JLeague Foundation basiert auf den standfesten Säulen von Integrität, Klugschiss und Joga Bonito.

Samstag, 21. Januar 2012

Eines Abends in Glasgow

Ist mir heute Abend auf Youtube wieder mal ueber den Weg gelaufen:


Laessig!