Sonntag, 27. Januar 2013

Trybol, Zottel und andere Alphatiere

Die kommende Abstimmung zur Initiative von Nationalrat Thomas Minder (Parteilos), die sogenannte Abzockerinitative, schlägt enorm hohe Wellen. Zurecht wie ich finde, denn diese Initiative, auch wenn vom Initiator anders beabsichtigt, könnte richtungsweisend sein für die weitere Politik der Schweiz. 
Die Initative hat mehr als nur gute Absichten und nach langen und beharrlichem Kampf muss man Herrn Minder zu gute Halten, dass er trotz massiven Gegenwind aller Parteien sich nie von seinem Weg und seiner Überzeugung hat abbringen lassen. Jedoch, diese Initative hat für mich den komplett falschen Ansatz. Denn Fragen wir uns mal ehrlich, wer wird den abgezockt? Die Mitarbeiter der Grossbanken? Die Aktionäre der der Grossbanken (bei der UBS sind das zur Zeit die norwegische Staatsbank, der Staat Singapur und ein paar Investmentfonds...)? Die Kunden der Grossbanken? Laut dem Initativtext sollen durch eine Stärkung des Aktionärsrecht "missbräuchlich überhöhte Lohnvergütungen verhindert werden". Nur, das widerspricht doch allen Realitäten bei den Aktionärsversammlungen. Solange der Shareholder Value stimmt wird es den Grossaktionären schnuppe sein ob die Bezüge der obersten Geschäftsführung ethisch vertretbar sind. Ich sehe nicht ein, wieso es zu so einem Thema einen Eingriff des Staates braucht. Ich muss nochmals fragen, wer wird den abgezockt, wo ist der Missbrauch bzw wer ist denn der Geschädigte? Für mich hat diese Initative einen ganz anderen Ursprung. Sie entstammt dem typisch schweizerischen Stammtischdenken, wo man über alles und jeden motzt, alles besser weiss, wenn nur mal endlich jemand was machen würde. Die SVP hat während knapp 20 Jahren so Politik betrieben. Dieser jemand, dass ist in diesem Fall Thomas Minder. Endlich mal einer der sich wehrt, der etwas gegen die oben in Bern macht. Dabei schiesst er komplett über das Ziel hinaus. Strafen soll es geben, Abgangsentschädigungen sollen verboten werden etc pp. Diese Intiative macht für mich mehr den Eindruck einer von Neid getriebenen Manie als von einer wohlüberlegten Idee. Und noch mehr, hat die Schweiz denn keine dringenderen Probleme, derer sich Herr Minder annehmen könnte? 
Nur als Beispiele: 

  • Steuerreform
  • Armeereform
  • Sicherung der AHV/IV
  • Krankenversicherungsreformen

Die Liste ist beliebig erweiterbar. Wobei natürlich auch gesagt sein soll das vieles in der Schweiz gut gelöst ist und keiner Reform oder Anpassung bedarf. Diese Initative ist ganz klar der falsche Ansatz. 

Montag, 14. Januar 2013

Internet und Chinuch - quo vadis

Das definitive statement ist noch ausstehend, doch Korrespondenten im Shtejtel Zirich wissen zu berichten, dass Eltern von JSK-Schüler einen Revers zur Unterschrift bekommen haben sollen, auf sie mit einer Unterschrift bestätigen, dass ihre Kinder KEINEN Zugang zum Internet haben. Folgt die Unterschrift nicht, sollen die Kinder nicht mehr zum Unterricht zugelassen werden.


Einmal mehr…

• schluckt man leer

• reibt man sich die Augen

• versucht man sich damit zu beruhigen, dass dies einem nicht mehr überrascht

• fragt man sich, wo der Aufschrei einiger Askonim bleibt

• macht man sich über die anhaltende Polarisierung unserer Religion intensive Gedanken

• wundert man sich darüber, warum nicht endlich mal GELEHRT anstatt VERBOTEN wird. In meinem Sider steht nach wie vor „…we’shinantam lewanecha…“

• ist man darüber gespannt, was als nächstes kommt

• ist man sprachlos



Schade, Internet bleibt offenbar Chaser an Jom Kipper.

Update: Alles Käse


Kääs Kääs wie goht's

Es ist wieder mal Zeit für ein Update an der Käsefront. Unser Südsüdwest-Korrespondent Churban Brünzel hat wieder mal aus den tiefen des Detailhandels eine Liste hervorgezaubert, welche Käse aus dem Sortiment von Coop aufführt, die ohne tierischem Lab hergestellt werden.

Zuvor nochmals zur Erinnerung diese Links:

Und nicht vergessen: Für das Gewissen noch den Post zum Thema Gvinat Akum studieren.

Und hier die Liste:
  • Babybel – Mini Babybel 
  • Bio Feta AOC mariniert 90g 
  • Bio Feta aus Griechenland 180g 
  • Bio Geisskäse 50% 
  • Boursin Knoblauch & Kräuter 150G 
  • Boursin Pfeffer 150G 
  • Cantadou Aioli 125g 
  • Cantadou Basilikum 125g
  • Cantadou Basilikum&Schnittlauch 125g 
  • Cantadou kräftiger Knoblauch 125G 
  • Cantadou Kräuter 125g 
  • Cantadou Kräuter3/4 fett 125G 
  • Cantadou Meerrettich 125g 
  • Cantadou Mousse nature 150G 
  • Cantadou Pfeffer 125G 
  • Cantadou Radieschen&Schnittlauch 125g 
  • Cantadou Sal.Basilik/Schnittlauch 120g 
  • Cantadou Salade Knoblauch/Kräuter 120g 
  • Cantadou Salade Peperoni/Oregano 120g 
  • Cantadou Salade Schalot.&Peters.120g 
  • Chäs Schiibe cremig-fein 
  • Chäs Schiibe nussig-mild 
  • Chäs Schiibe würzig-aromatisch 
  • Coop Free From Mozzarella 125G 
  • Coop Ilios Feta 2x100g 
  • Coop Mozzarella 150G 
  • Coop Mozzarella Stange 300g 
  • Coop Weight Watchers Mozza.1/4 fett 150g 
  • Emmi Couronne 
  • Emmi Couronne Laib ca. 1.6 Kg (mikrobielles Lab) 
  • Emmi Luzerner Rahmkäse 
  • Emmi Luzerner Rustico 
  • Emmi Mozz. Marinati Basilikum 230G 
  • Emmi Mozz. Marinati Basilikum 2x230g 
  • Emmi Mozz. Marinati Tomate 230G 
  • Emmi Mozz. Marinati Tomaten 2x230g 
  • Emmi Mozzarella 150g 
  • Emmi Mozzarella Maxi Stange 250G 
  • Emmi Mozzarella Perlen 120G 
  • Emmi Mozzarella Stange 300G 
  • Emmi Mozzarelline 145G 
  • Emmi Schafkäse 180 g 
  • Emmi Sennenmutschli 
  • Emmi St. Paulin 
  • Emmi SwissAlp Bellevue
  • Emmi SwissAlp Panorama
  • Emmi Tilsiter 1/4 fett/ My life
  • Emmi Tilsiter past.
  • Emmi Universico
  • Emmi Winzer Classic
  • Emmi Ziegenkäse 800 g (Chèvre)
  • Emmi Ziegenkäse 800 g (Nostrano)
  • Fontal Suisse
  • Galbani Croccarelle Mozzarella 180g
  • Galbani Mozzarella 150G
  • Galbani Mozzarella 400G
  • Galbani Mozzarella di Bufala 125g
  • Galbani Mozzarella Grattugiata 150g
  • Galbani Mozzarella light 125g
  • Galbani Mozzarella Mozzarelline 8x25g 
  • Galbani Mozzarella St. Lucia 250G 
  • Galbani MozzarellaMini 150G 
  • Kiri 18 Port. 324g 
  • Kiri 8 x 20g 
  • Kiri Dippi 140g 
  • Kiri Doppelrahm 12 Po.  240g 
  • Leerdammer Lightlife  200G 
  • Leerdammer Orig. Promopack 350g 
  • Leerdammer Scheiben 200G 
  • Leerdammer Scheiben Caractère 150g 
  • Leerdammer Scheiben Pfeffer/Chili 130g 
  • Leerdammer Special Toast 125g 
  • Luzerner Rahmkäse (mikrobielles Lab) 
  • Mozzarella Bufala 350g 
  • Mozzarella Bufala 500g 
  • Naturaplan Bio Mozzarella 150G 
  • Prix Garantie Brie Suisse 250g 
  • Prix Garantie Camembert CH 300g 
  • Prix Garantie FontalSuisse ca. 370g 
  • Prix Garantie Frischkäse Kräuter 200g 
  • Prix Garantie Mozzarella 4x125g 
  • Prix Garantie Mozzarella Stange 400G 
  • Prix Garantie Mozzarella Stange 600g 
  • Prix Garantie Raclette nature ca. 1.6 Kg 
  • Reibkäse Pizza- Mix 
  • Schafmilch Raclette 
  • Sennenmutschli (mikrobielles Lab) 
  • Spycher 1/2-fett 
  • St. Paulin port. 200g (mikrobielles Lab) 
  • Weight Watchers Feta Salatkäsewürf. 150G 
  • WW Feta aus Griechenland 180g
Bon Schletz und bitte alle ein bitzli ruhiger sein.

Freitag, 11. Januar 2013

Chasoke eines Fussballdramas

Am gestrigen Abend fand die erste Hälfte des fünften Spieltags der JLeague statt. Zuerst ass HAS den Neuankömmling der Liga zum Abendessen. Viel differenzierter kann man das gar nicht ausdrücken. Viel Klasse und die gewohnt korrekte Physis des Meisters, aber auch viel Empörung, wenn der Gegner seine ungehobelte und ineffiziente Gegenwehr in die Waagschale warf. Das Resultat lautete auch entsprechend zweistellig zu tief einstellig. Wayne ging nach Hause und die Scheinwerfen leuchteten auf das eigentliche Duell des Abends, Haschochtim gegen Selecao Simchesnaches. Viel ist geschehen seit der letzten Saison der brasilianischen Herbstauswahl. Das Kader erfuhr insbesondere in der Breite des Kaders einen spürbaren Upgrade, wodurch nunmehr nicht mehr regelmässig befürchtet werden muss, dass Spiele ohne Ersatzbank anzutreten sind. Wie dem auch sei, natürlich ging Selecao mit dem Bewusstsein der Tabelle ins Spiel, also als massiver Underdog. Dennoch lag allen das letzte Spiel noch in Erinnerung, als Selecao im bedeutungslosen Abschlussspiel der letzten Saison in letzter Minute einen Vorsprung verspielte und mit einem Punkt frustriert von dannen zog. Diesmal sollte es anders kommen. Die Schochtim traten in Bestbesetzung und voller Bank an, mit einer Linie, welche in der JLeague nominell zu den besten gehört (teils mit dem Senior, dem Shaliach, dem Showmaster sowie dem stärkeren Zwilling). Selecao sah sich gleich mit mehreren Angriffswellen konfrontiert, deckte aber die Flanken geschickt ab, passte am weiten Pfosten ebenso auf und ging prompt mit 2:0 in Führung. Die Schochtim wurden derweil schon etwas nervös und versuchten es mit Brechstange und Dribblings, scheiterten aber mehrmals am hervorragenden Torhüter der Brasilianer Tuff-Ariehl. Dennoch war eine Steigerung unausweichlich und die Schochtim gelangen mittels Ablenker (teils durch die Verteidiger) vor dem gegnerischen Tor zum Ausgleich und sodann sogar zur Führung. Dennoch rappelte sich der Underdog nochmals auf und erzielte den Ausgleich. Es folgte sodann dessen stärkste Phase. Tuff-Ariehl zwang mehrfach Rodschr zu Glanzreaktionen und sorgte mehrfach für optimale Angriffsauslösungen. Selecao verbuchte in der Folge einen Lattenkracher, einen Lattenunterkanten-Abpraller und ging sodann mit einem wunderbaren Hechtköpfler auf Goalieabwehr erneut mit 4:3 in Führung. Die Reaktion der Schochtim war furios. Immer wieder zwangen sie den Gegner in die Abwehr und nach dem erneuten Ausgleich landete sodann Tuff-Arieh bei einer Flugabwehr auf dem Daumen und musste das Feld räumen. Sein Ersatz tat das mögliche und Selecao gab nicht auf. Bei einem Gegenstoss aber fand sie sich in Unterzahl und ein Goalie-Ausflug wurde prompt mit der Führung der Schochtim bestraft. Und in den Schlussminuten, nach erneuten Grosschancen der Selecao fiel sogar das 4:6 für die Schochtim. Jedoch muss sich Selecao nichts vorwerfen. Viel mehr konnte nicht in die Waagschale geworfen werden und die Saison ist noch lange. Jedenfalls war's eines dieser Dramaspiele, welche es wert sind, ausgespielt zu werden - unabhängig vom Resultat.

Freitag, 14. Dezember 2012

Die Zionisten habens gerafft

Endlich ist die Message ruebergekommen. Weder Wissozky noch Nestea noch sonstwas ist der Aufbrau des 21. Jahrhunderts. Sondern der gute alte Zaubertrank aus Bischofszell. Jetzt muss ihnen nur noch jemand erklaeren, dass er im Tetrapak unvergleichbar besser schmeckt...


Sonntag, 9. Dezember 2012

Parkour-Channukah

Keine Ahnung, was das spezifisch mit dem Lichterfest zu tun haben soll. Da wir jedoch regelmässig auf heimische Darbietungen aus dem wilden, meschiggenen Netz hinweisen, sei hier auf diese Bochrim hingewiesen, denen entweder im Bet Midrash offensichtlich langweilig ist oder welche einfach einen etwas anderen Hintergrund für ihre Turnübungen gesucht haben.
Gut Channukah!

Donnerstag, 29. November 2012

Von 5:1 und Transfersiegern: JLeague Captains gewähren tiefe Einblicke

<Textowiert für Gonzels Tripolensis>


Drei Runden sind in der sechsten Saison der JLeague Zürich gespielt und schon trennt sich die Spreu vom Weizen. Für erste Erkenntnisse ist es nie zu früh, insbesondere in einem Format, wo primär gelabert und daneben auch noch etwas Fussball gespielt wird. Chassidus Chübelsack hat sich dieses Prinzip zu Herzen genommen und den Captains von Scherdünn und Selecao Simchesnaches auf den Puls gefühlt.

Start in die JLeague-Saison mit jeweils drei Spielen. Was ist das Fazit für Euer Team?

Scherdünn: Wir wissen noch nicht wirklich wo wir stehen. Wir haben zwar wenig Fluktuation im Kader gehabt, jedoch haben wir erst ein effektives Spiel ausgetragen gegen den Vorjahresfinalisten. Ein Spiel wurde verschoben, ein Spiel forfait gewonnen.

Selecao Simchesnaches: Man kann durchaus sagen, dass uns der Start in die Saison diesmal gelungen ist. Wir waren im Sommer sehr aktiv auf dem Transfermarkt und konnten Stars mit internationaler Erfahrung an uns binden. Zudem konnte der Stamm des Teams beibehalten werden und punktuell verstärkt werden. Zwei Siege aus drei Spielen und eine knappe Niederlage gegen den Serienmeister lassen sich durchaus sehen

Auf welchen Spieler Eures Teams müssen sich die Gegner besonders gefasst machen?

Scherdünn: Es gibt bei Scherdünn eigentlich seit Jahren keine Geheimnisse mehr. Als grosse Überraschung könnte sich aber unser Goalie 1b herausstellen. Nachdem unser Stammtorwart (wahrscheinlich der Spieler mit den meisten JLeague Spielen auf dem Buckel überhaupt) ein wenig kürzer treten möchte, hat sich eine Lösung herauskristallisiert, welche uns vor allem im Spiel nach vorne mehr Optionen eröffnen sollte. Sein exzellentes Stellungsspiel könnte noch so manchen Stürmer zur Verzweiflung bringen.

Selecao Simchesnaches: Der Schälleschimen hat sich bäumig ins Team integriert und ist mit seiner Physis und Speilverständnis eine zentral Figur unseres Teams. Was Chik bei Züri nicht kann, darf er bei uns. Zudem sind natürlich die Augen auch auf den Rückkehrer aus dem Morgenland gerichtet, Djibril ben Tamtam. Er ist der gefährliche Mann für den letzten Pass vor dem Tor.

Könnt Ihr einen Kurzabriss Eurer ersten Spiele geben?

Scherdünn: Das Spiel gegen Schochtim haben wir ersatzgeschwächt nach kurzfristiger Führung in Halbzeit zwo, klar verloren.
Das zweite Spiel haben wir forfait gewonnen. Im anschliessendem Trainingsspiel  hat sich aber gezeigt, dass eine Forfaitniederlage eher für FC Ballhammer als für uns ein Vorteil war. Das Zusammenspiel hat sich im Vergleich zur letzten Saison sicher verbessert.

Selecao Simchesnaches: Blind verstehen wir uns noch nicht aber, es ist eine gute Harmonie im Team spürbar. Alle wissen dass der Wüstensohn hohe Bälle mag und den tödlichen Pass auch dann sucht, wenn spielberuhigende Massnahmen angebracht wären. Wir werden uns noch steigern, ganz bestimmt.

Was liegt für Euch in dieser Saison drin, wer schafft es in die Playoffs?

Scherdünn: Anspruch von Scherdünn ist wie immer die Quali für die Playoffs, anschliessend ist alles offen. HAS und Schochtim sind wohl gesetzt. Ich sehe einen interessanten Zweikampf zwischen Schmotive und Seleçaco. Scherdünn wird versuchen, sich aus diesem Zweikampf herauszuhalten, im Wissen, dass Seleçao sich punktuell gut verstärkt hat und dementsprechend wieder näher zu Scherdünn aufgerückt ist. Derbys könnte also wieder zu echten Klassikern werden. Aus meiner Sicht ist Seleçao der Transfersieger.

Selecao Simchesnaches: Es wäre eigentlich angebracht, dass wir es wieder einmal ins Finalturnier schaffen. Das Niveau in der Liga ist aber generell hoch, so dass wir keinen Gegner unterschätzen dürfen und jedes Spiel konzentriert angehen sollten.

Erste Einschätzungen für den Sieger der Herzen? Habt Ihr auch schon ein neues Talent entdeckt?

Scherdünn: Sieger der Herzen ist Hapoel. Ich hoffe sie haben genügend Atem um die erste wohl nicht sehr erfolgreiche Saison zu überstehen und sich dann für die nächste Saison zu verstärken. Talente habe ich nach einem effektiv ausgetragenen Spiel noch keine neuen entdeckt.

Selecao Simchesnaches: Ganz klar der Alf aus dem A*rschgau. Wirbelzwirbel in Reinkultur.

Die Belastung durch den Hallenbelag ist beträchtlich, wie hält Ihr Euch neben den Spielen fit?

Selecao Simchesnaches: Die restlichen Abende schmeisse ich mich regelmässig weg, funktioniert super und kann ich jedermann empfehlen.

Scherdünn: Im Training wird viel Wert auf 5:1 gelegt. Langed lässig für zwo. Sonst abschalten mit genügend Musik in den Ohren.

Könnt Ihr bitte für die jüngeren Semester diätologische Tipps zur Spielvorbereitung abgeben?

Scherdünn: Das Prinzip der Gladbachstr. - Fraktion kann ich nicht unterstützen. Dort scheut man sich nicht ein Gemüsegratin vor dem Spiel zu essen. Ich beschränke mich auf leichte Kost vor dem Spiel und während den anschliessenden Champions League Zusammenfassungen auf Schletznunger mit Tschipsch, Schoggi, Piär.

Selecao Simchesnaches: Fleischbällchen mit Pasta, das erzeugt effektiven Mundsch*ss zur Abwehr des Gegner und gibt auch Kraft für Windstösse.

Dieses Wochenende findet der WIZO-Basar statt. Ist es denkbar, dass die JLeague einst gemeinsam mit dem Verein Euro0825 einen Stand eröffnen wird?

Scherdünn: Im Rahmen der Auslosung für den nächsten JLeague Cup Wettbewerb, sehe ich die Möglichkeit eines gemeinsamen Anlasses.  Losfee(s) ist D.P.

Selecao Simchesnaches: Das könnte ich mir durchaus vorstellen. Ideen gibt es ja zu genüge. Kegeln gegen Agua-Vorstände, Fressen mit Kumpels, Schlag den Lionau, Public Viewing vom Confetti-Cup, etc

Dienstag, 27. November 2012

*** Wettbewerb ***

Wieviele Schreibfehler finden sich im elektronischen Schriftstück (jaja, ich weiss, Widerspruch), das heute von der ICZ verschickt wurde? Lösungen bitte einschicken an wettbewerb@icz.org.

Das ganze Chübelsack-Team wünscht viel Glück!

PS: Wir helfen Euch ein bisschen...

____________________________________________________________________










Lieber
Gemeindemitglied

Sollten Sie Mails aus der ICZ (auch älteren Datums) als Systemfehlermeldung erhalten, können Sie diese ignorieren.
Gegenwärtig sind wir an Vorbereitungsarbeiten für einen Email Providerwechsel, den wir per Ende Jahr in Betracht ziehen und in der Folge auch einiges an Geld einsparen können.

Diese Unzulänglichkeit entsteht, weil nicht alle Accounts - z.B. im Outlook - die Mails auf dem Server (Provider) nach dem runterladen gelöscht haben.

Die Einstellung hierzu lässt sich übligens im Outlook unter Optionen und EInstellungen anpassen. Ebenso bei iPhones oder iPads.

Diese besagten Mails können Sie getrost löschen.


Ihre ICZ
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Dienstag, 6. November 2012

Schon wieder Kimmel...

Mittwoch, 24. Oktober 2012

Versaute Kindheit

Nachdem die CC 2.0 Fraktion weiter brav am wachsen ist und wir schon sehr genau wissen, wer wie wann und wo was rauskommt, wäre es nun an der Zeit zu bedenken, wie man die Kleinen auch mal gehörig nerven kann.

Hier 2 Videso von der Jimmy Kimmel Show, in denen Kimmel seine Zuschauer auffordert... egal. Einfach schauen und geniessen:



Montag, 15. Oktober 2012

Goht's no? Oder doch nicht...

Mit dem haben wir alle (ausser HM) nicht gerechnet. Vogel muss beim FCB die Bank räumen. Es kommt Muri. Was auf den ersten Blick ungewöhnlich wirkt, soll hier kurz genauer durchleuchtet werden.

Status des FCB: Der FCB hat seit einiger Zeit den ersten etwas länger anhaltenden Hänger. Von Krise kann aber keine Rede sein. Trotzdem ist Basel nach nun einem Drittel der Meisterschaft zwar nicht abgeschlagen, aber nicht so weit vorne dabei, wie man sich das wünscht. Hat Basel nun den längsten Atem und wird am Ende trotzdem wieder oben stehen? Oder braucht es einen Lauf, da nicht alle anderen drei einbrechen werden? Das bleibt Spekulation. Die Leitung des FCB scheint an Letzteres zu glauben und traut dies Vogel offenbar nicht mehr zu.

Leistung von Vogel: Was Vogel letztes Jahr geboten hat, werden wir wohl so schnell in der Schweiz nicht mehr so bald wieder sehen. Es darf aber nicht vergessen werden, dass er eine voll funktionierende Maschine übernommen hat. Klar, es war trotzdem ein unglaubliche Leistung, wie er die Mannschaft noch besser gemacht hat. Aber die heutig Situation ist (wenn auch kein halbes Jahr später) gravierend anders. Die Dichte an Leistungsträgern ist massiv zurückgegangen. Die Qualität der Mannschaft ist nicht mehr die gleiche. Basel scheint der Meinung zu sein, dass das aktuelle Kader stark genug ist. Daher wurden ja trotz den finanziellen Möglichkeiten auch keine weiteren Transfers gemacht. Dies obwohl bei einem Ausfall von Frei das Team sofort Probleme hat. Dass der Trainer dann allerdings das nächste Fragezeichen ist, ist wohl leider klar.

Vergessen wir aber auch nicht, dass Vogel ursprünglich eine "Ersatzlösung" war. Zugegeben, er hat sich sehr schnell bestätigt. Aber es hiess immer "Vogel macht's mal und wenn's gut geht kann er bleiben". Nun geht es halt nicht mehr so gut. Dass es inzwischen zu einer euphorischen Vertragsverlängerung gekommen ist, war nur fair, hat im heutigen Fussballgeschäft leider schon keine Bedeutung mehr. Leyda.

Das Scheitern in der CL Quali war hoffentlich kein zu grosser Faktor. Klar hat man sich in Basel schon an die CL Teilnahmen gewöhnt. Aber mit Clüsch etc. sind da Hürden an denen man auch mal scheitern darf. Dass es nun in der EL nicht besser läuft, ist schon eher problematisch. Liegt aber sicherlich auch an Mannschaft (siehe oben).

Dies alles soll Vogels Leistung nicht schmälern. Immerhin hat Vogel mit Basel nur 6 von 35 Spielen verloren (bei 22 Siegen), ManU rausgeworfen, Bayern zuhause geschalgen, das Double souverän geholt etc. Doch im Moment reicht es nur fürs obere Mittelfeld. Und offenbar will man in Basel mehr (bei dem Budget auch verständlich). Ausschlaggebend war dann wohl wie es Heusler sagt "die verschiedenen Vorstellung was die sportlichen Ziele betrifft". Im Klartext: Vogel nahm eine "Flautejahr" in Kauf für den Wiederaufbau. Im Vorstand wollte man die Erfolge sofort zurück (nochmals: bei dem Budget verständlich). Ob etwas mehr Geduld angemessen gewesen wäre, wird wohl ungeklärt bleiben.

Der Nachfolger: Ganz ehrlich halte ich persönlich von Murat als Trainer noch nicht besonders viel. Er hat einen Leistungsausweis; unbestritten. Aber Format erkenne ich bei ihm nicht wirklich oft. International noch weniger. Aber ich lasse mich gerne überraschen und vertraue auch der Vereinsführung. Dieser muss man zugute halten, dass sie bei den letzten beiden Trainern viel Mut bewiesen hat und fürstlich belohnt worden ist. Vor allem bei Fink als Nachfolger von Gross. Bei dessen Entlassung haben viele den Kopf geschüttelt und wurden schnell eines Besseren belehrt.

Fazit: Ob der Schritt nötig war, bleibt offen. Ob noch mehr dahinter steckt, als bekannt ist, ebenfalls. Murat kriegt aber ein Team mit dem er in Basel Erfolg haben kann. Einige Verstärkungen täten ihm aber wie gesagt gut.

Daher wünschen wir dir - Liebe Herr Doggter Yakin - viel Erfolg. Kunnt scho guet...

Freitag, 14. September 2012

Grossartig

DAS nenn ich hervorragende Werbung!! (Sujet der neuen Hiltl-Kampagne in Zusammenarbeit mit der Werbeagentur Ruf/Lanz)

In diesem Sinne: SCHANA TOVA U' METUKA der ganzen Chübelsack-Gemeinschaft!


Mittwoch, 22. August 2012

Eine Frage der Ehre


Bereits ist es fünf Wochen her, als die Gemeinde und die jüdische Gemeinschaft den schmerzlichen Verlust ihres Gemeinderabbiners hinnehmen mussten. Zwar wurden die Abonnenten des "Todesfall-Newsletters" über den Hinschied von Michael Goldberger s.A. so rasch wie möglich informiert. Jedoch nur diese. Form und Umfang dieser Info unterschied sich kaum von anderen Todesfallmitteilungen. Mit Verlaub, es handelt sich beim Verstorbenen nicht um ein einfaches Gemeindemitglied, sondern um den Gemeinderabbiner, dem die Gemeinde (auch bereits vor seinem Amtsantritt) viel zu verdanken hatte und hat. Die Kommunikation der ICZ-Verantwortlichen in diesem Zusammenhang ist nur schwer nachvollziehbar und verägert.

Seit dem Todestag am 17.7. wurden mindestens sechs ICZ-Newsletter verschickt. Zu Shabbat Acheret, Wohltätigkeitsveranstaltungen, Jogghatlon (nun ja, dass "h" hat sich wohl schon vor dem Start bereits zwei Mal verlaufen...) usw. Auf eine elektronische Information zum Hinschied von Michael Goldberger s.A. warten die Mitglieder noch heute. Auch auf der Website www.icz.org ist nichts zu finden, ausser einem Link zur Kontaktaufnahme mit dem Verstorbenen. Das ist dann wohl der viel zitierte "direkte Draht nach oben".

Eine Stellungnahme und/oder eine Würdigung seitens der Gemeindeverantwortlichen bleiben bis zum heutigen Tage aus. Es darf wohl davon ausgegangen werden, dass die Verantwortlichen mit der Familie in Kontakt standen, um das Vorgehen zu besprechen. Doch auch wenn sich die Familie möglicherweise für eine sehr zurückhaltende Kommunikation entschieden haben sollte, müsste der Gemeinde irgendetwas in irgendeinder Form mitgeteilt werden.

Eine Frage des Anstandes und des Respekts. Und eine Frage der Ehre.

Montag, 20. August 2012

Kann ja mal passieren

Aufgrund bekannter Thematik sei hier eine Kürzestfassung zugelassen:

Kaufobjekt: Rind-Hochrippe, mariniert (gekühlt, jedoch nicht tiefgekühlt)
Kaufort: Le Shuk, 8002 Zürich
Gekauft am: 15.8.2012 (gem. Quittung)
Kaufobjekt zu verbrauchen bis: 12.8.2012

Kannjamalpassieren...


PS: Der Verkäufer hat sich nach erfolgtem "Beanstandungsbesuch" (ugs: Reklamation) entschuldigt und das Geld umgehend zurückbezahlt.

Mittwoch, 15. August 2012

Endlich wieder Füeschball

Geschätzte Leser, die Olympischen Spiele sind endlich vorbei und nach 3 Wochen Randsportarten sehen können wir uns endlich wieder den wichtigen Sportereignissen zuwenden.
Ihr werdet es vermutet haben, es ist FRIENDLY Zeit. Der Sinn und Zweck eines Termins zu diesem Zeitpunkt in einer Saison sei mal so dahingestellt, aber um die Sponsoren zu befriedigen und für eine Revanche an den Jassturnieren sollte es allemal reichen.
Item, macht es euch heute Abend gemütlich, denn es wird uns heute wieder einmal ein bunter Strauss an hochklassigen Partien und dramatischen Ansetzungen geboten. Um 18:00 beginnt es gleich mit einer hochbrisanten Angelegenheit, unter dem Schutzpatronat der UNO Blauhelme spielen Angola - Mozambique. Wie ich von unserem Agente Churban Brünzel in Leutschenbach erfahren habe wird Bernhard Turnschue beim Spiel Niger - Nigeria (18:00) versuchen die Spieler auseinanderzuhalten. Um einen Pokal aus Schafswolle oder Geysirdampf spielen um 21:45 Island - Färöer. Der Gewinner der EM versucht sich der Furchterregenden Übermacht der Mannschaft aus Puerto Rico zu erwehren, Puerto Rico - Spanien (22:30), und die iberischen Nachbarn aus Portugal werden im Waynespiel des Abends gegen die Panamatiken Panamaer Panamaesen antreten, Portugal - Panama (22:00).
Für die ganz interessierten unter euch spielt die Schweiz auch mal wieder und versucht im gefühlt 613 Testspiel einmal eine vernünftige Leistung hinzubekommen, Gegner ist heute Abend Kroatien. Gelingen wird es wie immer nicht. Schade. Und Schuld ist alleine der Ggrafftwyrffel der Bayern.

Gehts gucken!

Dienstag, 31. Juli 2012

Olympische Review ("guest"-post)

Beshem Aumrau, wir danken dem edlen Schreiber Bol d'Or
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Geehrte Olympioniken und Olympionösen

2 Tage sind vergangen, seit die Lady in Pink die 30. Olympischen Spiele
eröffnet hat und Jaqueline Rogge alle zu Vernunft, Einheit und fairem
Wettkampf aufgefordert hat und betont, dass es die ersten Spiele sind an
welchen jedes Land auch Frauen schickt (holen die Frauen aus Saudi Arabien
keine Medaillen werden Sie gesteinigt, aber sei's drum - der olympische
Gedanke zählt: ''Dabei sein ist alles" - man erinnere an den Schwimmer aus
Äqutorialguinea oder die Schweizer Leichtathleten).

Ich möchte hier die Gelegenheit beim Benoit packen und die ersten Eindrücke
Revue passieren lassen:

Eröffnungsfeier:
Möga schön, möga originell, möga erwachse. Und als die Schweizer reinlaufen
gab es Jubel, weil die dummen Engländer dachten das Rote Kreuz stellt auch
eine Mannschaft. Mr. Bean am Klavier, die Queen als Bond-Girl (ziemlich
versauter Gedanke) und Teutonen in Reih und Glied runden eine gelungene
Puppenshow ab, gut gemacht Danny Boyle, fast so gut wie Trainspotting.

1. Tag:
Ein halbblinder Chinese gewinnt mit Weltrekord im Bogenschiessen, und ich
dachte die Paralympics starten erst nächsten Monat.
Obwohl wenn ich wiederholt die Schweizer Leichtathleten sehe bin ich fast
der Meinung, Olympia und Paralympics sind das Gleiche. Fädi ist ganz ok,
hat noch Spatzung zur Steigerung. Beachvolleyball der Frauen kommt einem
S*ftp***o gleich und würde Cancellara Stützredli benutzen, wäre er nicht
schräg sondern fadengerade in die Leitplanken gedonnert, BRAVO, echt stark
gemacht, bisch mega, 20 Tage Maillot Jaune und dann eine Rechtskurve fahren
wie Ray Charles im Lamborghini. Obwohl, er hat ja schon Gold von Peking,
logger nä.

Einschaltung: FCB zittert, FCZ erschüttert.

2. Tag:
Der Tag beginnt mit einem nasalen Wawrinka, der sich wohl dem Doppel
verschrieben hat. Möri kommt schon noch dran, da warten Tsonga und Berdych
(oder auch nicht, hats verdient der Sagg). Und Möri findets glatt das Fädi
dem Spiel im Stadion zuschaut. Leider wurde die Mörihuhr vermisst, macht
nur Halbspass ohne Sie.
Beim Frauenturnen tanzt eine Amerikanerin (Alexandra Raisman, ja ich habs
geschaut) am Boden zu Hava Nagila Hava. Entweder ist Sie eine von uns (was
der Name eigentlich verspricht) oder Ihre Eltern kommen aus Idaho und jagen
sich im Stundentakt Hava Nagila Hava rein. Fortsetzung mit Sprungübung zu
''mein Stejtele Bels'' folgt bald.
Die Secondo-Nati überzeugt überhaupt nicht und kassiert eine dumme
Niederlage gegen Park, Park, Park und Park. Nöggi macht ein Kopftor obwohl
er eigentlich einen Fallrückzieher plante, und Kasami holt die wohl
schnellste gelbe Karte eines Turniers (23 Sek, handgestoppt). Ich bin
masslos enttäuscht was die zeigen, unwürdig, lasch und asozial. Schickt
nächstes Mal die Frauennati, gibts wenigstens was zum lachen und 11 x
11.59h.
Am späten Nachmittag holt sich eine Slowakin Bronze im Tontaubenschiessen,
farrugt lässig-doofer ''Sport'', weiss nicht wie man dazu kommt ausser man
war mal Gangster in einer Bande und schiesst gerne mit einer Schrotflinte.
Aber eben, an Olympia schaut man alles.
Am späten Abend dann das Highlight: Gewichtheben der Frauen bis 56 kg. Mein
Gott, Zwerge mit mehr Testosteron als Rocco stemmen das dreifache Ihres
Gewichts hoch. Die Kasachin gewinnt und kann nach der Siegerehrung endlich
die Klöten vom Seil lösen.

In diesem Sinne, ja ich schaue jede Disziplin (ausser Landhockey, Gymnastik
und Synchronschwimmen) und bin begeistert.

Bol d'Or

Sonntag, 22. Juli 2012

Zur Beschneidungs-Debatte in der Schweiz

Diesen Sommer ist Europa zum Glück von Vogelgrippe, SARS und Rinderwahn verschont geblieben. Auch der zu jeder Zeit hoch gefährliche Feinstaub ist uns dieses Jahr nur beschränkt gefährlich geworden, weil der Sommer nicht stattfand und somit die Luft regelmässig von allem moralisch Verwerflichem gereinigt wurde. Also musste sich die Gesellschaft etwas Neues einfallen lassen: Ein zweitinstanzliches Gericht in Köln entscheidet, dass es das religiöse Selbstbestimmungsrecht eines Kindes derart hoch gewichtet, dass rituelle Beschneidungen durch die Eltern als illegal zu qualifizieren sind. Darob kriegen die Entscheidungsträger am Kinderspital in Zürich schweissige Hände und führen ab sofort und bis zum Erlass einer definitiven Direktive keine Beschneidungen mehr durch. Und selbiges zieht nun offenbar auch das Kinderspital in St. Gallen in Erwägung. Bisher konnte insbesondere bei Diskussionen, welche Israel betrafen, mit Verwunderung festgestellt werden, auf welch überbordendes Interesse der Nahostkonflikt hierzulande trifft und in wievielen Kommentaren sich die Meinung Helvetiens mannigfaltige Do it yourself-Politologen niederschlägt (u.a. in sehr qualifizierten Vergleichen und stammtisch-würdigen Aussagen). So mag es doch erstaunen, dass auch die Beschneidung von jüdischen und muslimischen Kindern, also eine Thematik, welche sich nicht alleine auf den Nahostkonflikt beschränkt, die schweizerische Bevölkerung derart bewegt, sich zu dezidiert-primitiven Aussagen hinreissen zu lassen wie "In Israel lassen sie ja beschneiden. Dann sollen die Juden doch dahin." Die Diskussion im Nachgang an die Publikation des Artikels auf der Online-Ausgabe mit zeitweise über 400 Kommentaren derart ausgeartet ist, dass mittlerweile die Kommentierfunktion ausgeschaltet werden musste und die Kommentare nicht mehr einsehbar sind (einsehbar und sinngemäss auf der Webseite von www.welt.de, http://www.welt.de/politik/deutschland/article107282733/Dieses-Urteil-wirkt-wie-eine-Diskriminierung.html). Erstaunlich ist insbesondere, wie sich heute jedermann zu einem Grundrechtsexperte und Fachkraft zur Beurteilung fremder religiöser Bräuche erküren kann und den Anspruch auf sich nimmt, sich qualifiziert zu Thematiken zu äussern, von welchen er nur mal im Internet mal den Brockhausartikel oder das Wiki quergelesen hat (beispielhafter O-Ton: "Wenn Gott das wirklich gewollt hätte, dann hätte er den Menschen schon so zur Welt gebracht"). Interessant auch, dass der Tages-Anzeiger die Diskussion inzwischen auf den Umstand lenkt, ob ein solcher Eingriff von der Krankenkasse bezahlt werde... wayne?
Die Intensität der Kommentierung dieser Angelegenheit gibt zu denken, handelt es sich unbestritten um einen Sachverhalt, welcher einen marginalen Teil der Bevölkerung betrifft. Natürlich greift die Entscheidung des Kinderspital Zürichs viel zu kurz, weil es erstens ausgefällt wird, bevor das entsprechende Urteil rechtskräftig geworden ist und zweitens eine Prozedur nicht mehr zulässt, welche nun möglicherweise nicht fachgerecht und ausserhalb von Spitälern durchgeführt wird. Zudem wird der Ausdruck der "rituellen Beschneidung" kreiert, welcher auch die Beschneidung von Frauen einschliesst, also ein eindeutig nicht identitätsstiftender, barbarischer Vorgang, welcher primär darauf abzielt, das sexuelle Selbstbestimmungsrecht zu unterminieren. Sodann greift auch der Entscheid des Landgerichts Köln viel zu kurz. Einerseits wird eine seit Jahrtausenden praktizierte Prozedur und feste religiöse Tradition unvermittelt als Körperverletzung qualifiziert und als nicht erlaubter Eingriff in die physische Integrität. Dass ein vegetarisches Erziehen, das Anbringen von Ohrlöchern  sowie andere Eingriffe im mutmasslichen Interesse des Kindes ebenso die physische Integrität betreffen und nicht vom Kind selbst getroffen werden, wird beiseite gelassen. Gemäss geltendem schweizer Zivilrecht entscheiden die Eltern für ein Kind bis zu seinem 14. Lebensjahr über seine religiöse Erziehung. Bei der Beschneidung handelt es sich sodann um einen Vorgang, wie er in breiten Teilen der Welt praktiziert wird (wohlbemerkt ist in den Vereinigten Staaten ein beträchtlicher Teil der Bevölkerung aus medizinischer Auffassung beschnitten), in den seltensten Fällen zu Problemen führt und insbesondere jemand bitte ein Beschneidungsopfer präsentieren soll, der sich wünscht, er sei nie beschnitten worden. Auch das Argument, dass eine Beschneidung erst durchgeführt werden solle, wenn das Kind dies selbst entscheiden könne, greift viel zu kurz: An einem der schmerzhaftesten Punkte des männlichen Körpers soll mit einer Prozedur zugewartet werden, welche im fortgeschrittenen Alter viel traumatischere Spuren hinterlassen mag, als wenn sie im Alter von 8 Tagen vorgenommen wird und sich kein Kind daran erinnern wird.
So ist auch nicht nachzuvollziehen, weshalb jeder Sachverhalt der Aktualität Anlass zu einer öffentlichen Umfrage geben muss, wo sich nahezu 80% der Bevölkerung gegen die Beschneidung aussprechen (bzw. in Deutschland 45%). Was kümmert es denn Herr Kunz, ob mein Sohn beschnitten wird (bzw. um den besten Tages-Anzeiger-Kommentator zu zitieren: Was kümmert Euch mein Penis)? Auch kaum zu erklären ist, wann zum letzten Mal ein deutsches Gerichtsurteil derart umgehend Rechtswirkung in der Schweiz entfalten konnte.
So unverständlich es gelegentlich tönen mag, dass in Debatten um die Nahostpolitik der Holocaust als grösste Katastrophe in der jüdischen Geschichte als Argument Einzug findet: In der Beschneidungsdebatte geht es viel mehr als um einen Brauch. Es geht um einen identitätsstiftenden Vorgang, welcher einem männlichen Kind erst die Zugehörigkeit zum jüdischen Volk verleiht. Ein Vorgang, so alt wie das Judentum selbst. Dass der (nochmals: nicht rechtskräftige) Entscheid eines Gerichts in Deutschland viele Juden beängstigt und Existenzängste schürt, ist verständlich und ernst zu nehmen.

Samstag, 21. Juli 2012

In tiefer Trauer

Treffender kann man ihn kaum beschreiben. Dem Schreibenden selbst fehlen die Worte. Eine grossartige Würdigung von Yves Kugelmann (aus Tachles Nr. 29, 2012)

Gesang. Wenn er sprach, war es wie ein Gesang. Michael Goldbergers Reden, Schiurim, Predigten waren Oden. Wer ihnen zuhörte, verspürte eine zeitlose Ruhe dieser sanften singenden Stimme. Die Worte waren nicht einfach gesprochen, sondern so phrasiert, dass im Klang die Bedeutung des Gesagten geradezu in die Seelen der Zuhörer Eingang finden konnte. Inhalt und Klang traten in Beziehung zu den Menschen, vermittelten Hoffnung, Erkenntnis, Freiheit. Am Dienstag nun konnte Michael Goldberger der Krankheit nicht mehr trotzen und entschlief nach langem und tapferem Kampf im Kreise der Familie im Alter von nur 51 Jahren. 

Wort. Michael Goldberger ist 1961 in Basel zur Welt gekommen und dort aufgewachsen. Von Anfang bis zum Schluss stellte er sich in den Dienst der Gemeinschaft, des Lernens und vor allem von Kindern und Jugendlichen. Als Madrich im Bne Akiwa Basel und Schweiz, als Jugendleiter in der Israelitischen Gemeinde Basel, als Rabbiner in Düsseldorf, als Rektor der jüdischen Schule Noam, als Familienvater und schliesslich in der Israelitischen Cultusgemeinde Zürich, wo er als Lehrer und seit einem Jahr als zweiter Rabbiner wirkte – stets gelangte Michael Goldberger durch die Sanftheit von Worten und Gedanken an die Menschen. In jedem Abschnitt der Thora, im Talmud und in den Midraschim fand er immer die lebensbejahende Komponente, die das Judentum mit einer tiefen humanistischen Idee verband. Integraler Bestandteil waren Klang, Melodie, Musik. Mit Gitarre und Gesang versammelte Goldberger auf Machanot, bei Ausflügen oder Onagim unter der Woche die Jugendlichen, nahm eine fast schon legendäre Platte des Bne Akiwa im Jahre 1982 auf, die den Zugang zum Judentum durch die Zartheit der Melodien und die Prägnanz der Texte in schlicht ergreifender Schönheit ermöglichte. 

Buch. Mit seinem guten Freund Marcel Lang wirkte er jahrelang als Kantor in Synagogen an den hohen Feiertagen, gab Konzerte und nahm Schallplatten auf. Beide kämpften sie mit dem gleichen Schicksal, mit der Krankheit, der sie viel zu früh erlegen sind. Noch im März veröffentlichte Michael Goldberger in Erinnerung an seinen Freund Marcel Lang zusammen mit tachles eine CD mit Liedern und Melodien zu Pessach. Für tachles und davor für die Jüdische Rundschau wirkte er fast 15 Jahre lang als Autor wöchentlicher Sidrabetrachtungen (zuletzt in tachles 23/2012). Mit seinen Basler Weggefährten Alfred Bodenheimer, David Bollag, Gabriel Strenger und später Emanuel Cohn schafften sie wöchentlich einen völlig neuen Zugang zu den Wochenabschnitten der Thora. Goldbergers letzter Wunsch war die Publikation eines Buches, welches seine überarbeiteten Sidratexte vereinte. Bis in die letzten Tage arbeitete er mit minuziöser Genauigkeit die Endfassung des Manuskripts aus. Das Buch wird im Herbst von der JM Jüdischen Medien AG publiziert. 

Quelle. Dort, wo keine Worte mehr waren, fand Michael Goldberger die richtigen. Dort, wo Trauer herrschte, durchbrach Michael Goldberger diese mit weicher Stimme, die immer Zuversicht und Kraft vermittelte. In jedem Trauerhaus, als Seelsorger und Freund, bei Abdankungen und in der Synagoge vermittelte Goldberger durch Worte das Schöne und Gute und öffnete einen völlig neuen Zugang zu jüdischen Quellen, zum Alltag und zur Gemeinschaft. Das war nicht leere Rhetorik, sondern erfülltes, gedachtes, gelebtes Judentum. Verstandenes und hinterfragtes Judentum, das nicht als Prinzip, sondern als Menschentum wirkte. Goldberger nutzte Worte als Tor zur Dimension der freien Erkenntnis, die er jedem und jeder selbst überliess. Goldbergers Spiritualität war keine im Dienst eines Programms, sondern hin zur Freiheit. In der Schule lehrte er Kinder nicht die Thora als Selbstzweck, sondern das Leben durch sie. In Schiurim entliess Goldberger die Lernenden nicht mit dogmatischen Antworten, sondern mit der Offenheit, sich auf den menschlichen Weg zu begeben. In Synagogen gelangte er immer auf Augenhöhe von Mensch zu Mensch an die Gemeinde und suchte nie Verführung durch Worte, sondern den Dialog durch Inhalte, Geschichten und neu gelebter Tradition. 

Freund. Michael Goldberger stand in der Tradition eines längst vergessenen Judentums, das durch Melodie, Gesang, durch die Wirkung der Dichtung und die Schönheit der sinnerfüllten, gelebten Worte von König David bis hin zu Shlomo Carlebach reichte. Nun ist diese Stimme für immer verstummt – und wird noch lange, lange nachklingen.

Montag, 25. Juni 2012

An die Produzenten der CC 2.0 Serie

Eine unserer Aussenstellen im Eiligen Land (Kommandant Birkenstock und seine Malke) werfen folgenden Vorschlag für allfällig aufkommende Brit, Brita, Holekrasch o.ä. Feiern in die Schale:

Donnerstag, 21. Juni 2012

Kaschres, Kaschres wie goht's

Sali zämme

Wie wir alle leider vernehmen mussten, wurden die Chirat Produkte von der Koscher Liste entfernt. Grund dafür ist die Verlegung des Produktionsstandorts ins Ausland (auf der Liste befinden sich grundsätzlich nur Produkte, die in der Schweiz hergestellt werden).

Im Sinne des Service Publics, welcher CC stets zu leisten versucht, habe ich mal bei Chirat angefragt, ob denn am Rezept etwas verändert werde. Hier die Antwort:

Sehr geehrter Herr Uno, 

vielen Dank für Ihre Anfrage an Chirat. Wir danken Ihnen für Ihre Geduld und können Ihnen folgendes zur Ihrer Frage ob die Chirat Produkte koschscher produziert wird. Die Rezeptur von den Chirat Produkten hat sich nicht verändert, es wurde lediglich der Produktionsstandort in die Türkei verlagert, wo die Gurken auch geerntet und weiterverarbeitet werden. Selbstverständlich haben wir weiterhin Interesse, dass unsere Produkte auf dieser Liste stehen bleiben.
Es wird intern geprüft, ob die neuen Produktionsstandorte die Anforderungen für Koscher Produkte erfüllen.  

Mal schauen, ob die was hinbekommen.

In diesem Sinne