Dienstag, 27. September 2011

Das Shofar geht vor die Hunde

Shana Tova u Metuka wünschen Euch 
- Die JLeague Foundation für Recht und Verfassung 
- Das Chassidus Chübelsack Rabbinat für interdisziplinäre Fragen (Wohin? Weshalb? Mit wem?) 
- Der JTV-Veloklub (noch ein Prototyp, Launch für 2012 und des 613-jährigen Jubiläums von Paprika Chips geplant)

Sonntag, 25. September 2011

Neturei Karta, what else?

Es war ja eigentlich klar. Die Palästinenser (falsch, nur ein Teil davon, die Hamas beteiligt sich nicht an der Forderung, weil sie ja bekanntlich ihrer Linie treu bleiben und ihren Anspruch auf das ganze Staatsgebiet Israels fordern - was Verhandlungen mit der Hamas deshalb auch sinnvoll macht) sprechen in New York vor dem UN-Sicherheitsrat vor, machen da ihre Ansprüche geltend. Und die Neturei Karta Superstars nutzen diese Gelegenheit wieder einmal, um auf ihre Forderungen geltend zu machen. Es sind in etwa dieselben Ansprüche wie diejenigen von Hinz und Kunz, nämlich gar keine. Man sagt einfach mal, wogegen man ist, was man aber eigentlich will, ist nicht so klar. Und dafür brauchte es einen Inder mit Dennis Rodman-Brille, welcher endlich Klarheit in die Angelegenheit bringt. Nämlich, dass die Neturei Karta nichts lieber möchten, als auf palästinensischem Staatsgebiet zu wohnen, dort womöglich an Wahlen teilnehmen wollen und sich im Best Case-Szenario da endlich als palästinensische Parlamentsabgeordnete politisch einbringen könnten. Wie schön die Welt nur sein könnte, wenn man nur etwas deutlicher kommunizierte... man sehe selbst, a.k.a. sedö lüeg:


Freitag, 23. September 2011

Mozzarella Galbani (und nicht Santa Lucia)

Mitteilung aus dem Para-Meta-Rabbinat von Chassidus Chübelsack, erstattet von unserem Tarnkappen-Meshulach für Gourmessen, Kulinarik und gepflegten Käse:

Abklärungen bei Lactalis in Barbengo, dem Importeur von Galbani Produkten haben ergeben, dass gemäss italienischer Koscherliste, entsprechend reproduziert auf der Basler Koscherliste, die Mozzarella Santa Lucia von Galbani koscher ist. In der Schweiz heissen die neuerdings Mazzarella Galbani (ohne Santa Lucia). Es handelt sich aber um die gleichen Produkte.

Donnerstag, 22. September 2011

Freitag Nachmittag einmal anders...

Na ja, wir haben schon kreativere Wochen gesehen. Aber so läuft's. Einmal so, einmal so. Eine Woche besser und in einer läuft's etwas schlechter. Und wenn wir schon eine schlechtere Woche haben, sollen wenigstens die Shabbes-Vorbereitungen gelingen. Oder eben nicht, sedölüeg:

Youtube bringt ziemlich viele weitere Hits mit dem besagten Autor bzw. Protagonisten.

Donnerstag, 15. September 2011

Top Gun - 25 Jahre Männlichkeit



Mit Top Gun feiert in diesen Tagen einer der ganz grossen Filme seinen 25 Geburtstag. Produziert vom erfolgreichen (und damals noch praktisch neuen) Duo Jerry Bruckheimer und Don Simpson verhalt dieser Film sowohl seinem Genre wie auch diversen Darstellern zu grossem Ruhm bzw. zu einer grossen Karriere. Grund genug, uns diesem Film noch etwas genauer anzuschauen.

Rolle in der Filmgeschichte

Gewonnen hat der Film zwar "nur" einen Oscar für den besten Song ("Take My Breath Away"). Dies liegt wohl vor allem auch daran, dass die Rollen nicht all zu viel Tiefgang haben und nicht so schwer zu spielen sind. Zudem war das Genre damals nicht unbedingt das beliebteste bei der Academy. Allerdings gilt der Film heute als einer der grossen Vorreiter in der Sparte "Kriegsfilm". Auch wenn der Krieg selbst nur kurz dargestellt wird, beleuchtet der Film sehr gut die Beziehung zwischen den auf den Einsatz wartenden Soldaten und ebenso deren Gefühlswelt. Themen die seither in Filmen wie, Full Metal Jacket, Jarhead oder auch Hurt Locker u.v.m. aufgegriffen werden.

Viele heutige Stars in Hollywood spielen in Top Gun noch Nebenrollen, für die sie nicht sehr oft erwähnt wurden. Heute sind Leute wie Val Kilmer, Tim Robbins oder Meg Ryan ferste Film-Grössen.

Männlichkeit

Einer der meist diskutierten Themen rund um diesen Film ist das Thema Männlichkeit. Der Film stammt Gott sei Dank aus einer Zeit, in der Männer ohne Probleme ohne Helm auf ein Motorradsteigen konnten. Oder in der es (auch modisch) OK war, in engen Jeans und oben ohne Beachvolleyball zu spielen.

Die so offen zur Schau gestellte Männlichkeit hat in den letzten 25 Jahren aber auch oft das Thema Homosexualität auf den Plan gerufen. Da ich es schlicht nicht besser formulieren kann als einer der Meister des Faches, überlasse ich für dieses Thema einem gewissen Herrn Quentin T. die Bühne (aus dem Film Sleep with me):


Kritik am Film

Wie immer bei Kreigsfilmen, gab es auch rund um Top Gun kritische Stimmen. Insbesondere wurde kritisiert, dass der Film den Kreig glorifiziere. Allen voran Bryan Adams, dessen Song "Only the Strong Survive" für den Soundtrack eingeplant war. Mit der Begründung, dass der Film eben den Krieg glorifiziere, verweigerte er die Freigabe des Songs und er erschien somit nicht auf dem Soundtrack.

Da der Film vom Verteidigungsministerium der USA unterstzützt wurde, kritisierten ihn auch viele als Propagandafilm für die Air Force.

Dise Kritiker wurden teilweise bestätigt durch die Mobilen Rekrutierungs-Stellen, welche in diversen Kinos aufgestellt wurde, in denen der Film lief.

Soundtrack

Als einer der erfolgreichsten Film Soundtracks stand der Top Gun Soundtrack fünf Wochen an der Spitze der Billboard Charts. Soundrack Guru Kenny Loggins, der neben dem Hit "Danger Zone" auch noch den Song "Playing with the Boys" besiteurte, sowie Berlin mit "Take my Breath Away" und viele weitere grosse Künstler und Songs machen den Sountrack zu einem sehr kompletten Werk.

"Danger Zone" von Loggins steht bis heute für Freiheit, Fliegen und Heldenepos. Der Song wird oft für actiongeladene Clips und Trailer verwendet.

Bildwelt

Berühmt wurden in erster Linie die Flugszenen. Der erfahrene Top Gun Zuschauer weiss inzwischen, dass diese zu einem guten teil im Negev gedreht wurden. Wie beliebt diese Bilder wirklich sind, zeigen folgende zwei Informationen:

1.) Die Fersehserie J.A.G. verwendete regelmässig Bilder aus Top Gun Flugszenen.
2.) Im staatlichen TV von China wurden einmal in einem Propaganda Film über die eigene Luftwaffe, Ausschnitte von Top Gun reingeschnitten.

Erfolg

Der Film spielte Weltweit knapp 360 Millionen Dollar ein während die Produktion lediglich 15 Millionen kostete. Diverse "Best Film Ever" Listen führen ihn bis heute unter den Top Filmen auf.

Der Verkauf der Video Kasetten knüpfte nahtlos an den Kino Erfolg an (u.a. auch weil die Kasetten zu den ersten gehörten die "nur" 20 Dollar kosteten - und nicht wie damals üblich bis zu 80 Dollar. Ausserdem ist auch die DVD Ausgabe nach wie vor ein Verkaufsrenner.

Gemäss diversen Berichten (u.a. von Ray Ban selbst) schossen Verkäufe von Flieger-Jacken und Ray Ban Brillen jeweils in die Höhe, als der Film auf Video und auf DVD rauskam.

3D Version

Für 2012 ist eine 3D Version geplant. Angesichts der vielen Fliegerszenen durchaus eine verlockende Vorstellung. Doch sogar wenn diese Version ein Flop werden sollte, würde dies kein wenig an der Aura dieses Werkes kratzen. Daher ist es sicher einen Versuch Wert.

Parodie

Die erfolgreiche Filmreihe "Hot Shots" mit Charlie Sheen basiert zu einem grossen Teil auf der Idee von Top Gun (vor allem Teil 1). Doch auch in diversen anderen Parodiefilme wird Top Gun gerne und oft zitiert. Vor allem die Liebesszene zwischen Tom Cruise und Kelly McGillis sowie die Motorradszenen und die Fly-by Szenen sind gern parodierte Elemente.

Party-Wissen

Der im Filme verwendete russische Fliegertyp MIG-28 gibt es nicht. Da keine russischen Flieger zur Verfügung standen, wurden amerikanische Flieger bemalt und ein neuer Typ erfunden.

Fast alle Schauspieler, die in Flugszenen vorkommen, flogen vor den Dreharbeiten in Kampfflugzeugen mit. Die dabei enstandenen Bilder waren so gut, dass sie teilweise direkt in den Film aufgenommen wurden.

Stephan Schwartz, der die deutsche Stimme von Tom Cruise sprach, wurde ein Zeit lang nachgesagt, er habe aufgehört Cruise zu Synchronisieren, weil dieser bei Scientology aktivsei. Schwartz bestreitet diese Theorie allerdings.

Anthony Edwards (Goose), der in Top Gun seinen ersten grossen Auftritt hatte, feierte seinen grössten Erfolg als Dr. Marc Greene in Emergency Room.

"Danger Zone" hätte ursprünglich von Toto interpretiert werden sollen. Rechtliche Streitereien zwischen dem Management der Band und den Produzenten des Films verhinderten dies allerdings kurzfristig, weshalb Kenny Loggins zum Handkuss kam.

Unter Branchen-Nerds gilt Top Gun als der Film mit den meisten Fehlern.
Eine Liste findet ihr hier.

Fazit

Von Liebhabern bis heute gefeiert ist dieser Film zweifelsohne ein Meilenstein in der Filmgeschichte. Die Mischung aus Action, Romanze und Krieg scheint beim Publikum (damals wie heute) den Nerv zu treffen.

Es soll auch notorische Filmschlafer geben, die bei Top Gun die vollen 105 Minuten hellwach mit dabei sind.

In diesem Sinne
I feel the need - the need for speed!

Mittwoch, 14. September 2011

Tiziano Crudeli und die Fassung - The Remake

Milan spielt gestern wieder mal Champions League und das gleich im ersten Gruppenspiel gegen Barcelona. Die Meisterschaft ist kaum losgegangen, je ein Spiel wurde gespielt und schon geht es mit dieser Affiche los. Na ja, man kann nicht sagen, dass dies die Crème de la Crème des jetzigen Fussballs ist, dafür ist Milan schon eine Weile zu schwach. Aber immerhin, die Geschichte spricht Bände.
Auch Tiziano Crudeli spricht Bände. Wer vergisst seine Verzweiflung, als Hannu Tihinen (pinkt von Crudeli als "Nonno" bezeichnet) ihn mit einem Absatz in eine grausame Niederlage im San Siro abschminkte und Crudeli dabei die Contenance vollends verlor.
Gestern also das Duell gegen Barça, Milan entführte im Camp Nou in letzter Sekunde sehr glückhaft einen Punkt (Ibrahimovic und Robinho waren verletzt, Inzaghi ist mit 37 von einem Kreuzbandriss rekonvaleszent) und Crudeli versteht die Welt nicht mehr, nachdem er zwischenzeitlich anerkannt hatte, dass es keine Schande sei, zu gestehen, dass Barça einfach auf einem anderen Niveau spiele. Und dann diese Extase. So stellt man sich einen alternden Hooligan vor, aber man schaue doch selbst. Und lerne unbändige Emotionen zu präsentieren.

Montag, 12. September 2011

Hakenkreuze an der Agudas Achim-Synagoge

Mozei Shabbat (Shabbat-Ausgang) dieses vergangenen Wochenendes wurden Synagogengänger der Agudas Achim an der Erikastrasse auf Hakenkreuze und Schmähschriften aufmerksam, welches gleich neben dem Hauseingang platziert worden war. Der Sprecher der Agudas Achim hat gegenüber dem charedischen Internetportal BeChadrei Charedim  ausgesagt, die Gemeindemitglieder seien dadurch nicht eingeschüchtert worden, das Verhältnis zur nichtjüdischen Bevölkerung in der Limmatstadt sei gut.
Die Polizei hat eine Untersuchung gegen feige Hunde eingeleitet.

Freitag, 9. September 2011

Hoppla

Gestern hatte es am US Open tatsächlich ein Loch im Court. Da aus diesem Wasser trat war Herr Roddick logischerweise nicht unbedingt zum spielen zumute. Alternativprogramm: Schiri anschnauzen...

Mittwoch, 7. September 2011

Adieu und Mefi

Die Gerüchte schiessen ins Kraut das heute unser Mitglied des Bundesrates Micheline Calmy-Rey zurücktreten soll. Ich werde ihr keine einzige Träne nachweinen, 9 Jahre war sie unsere Aussenministerin (oder das Äquivalent dazu im Bundesrat) und das einzige womit sie bei mir in Erinnerung bleibt ist mit diesem Bild:



Jeder weitere Kommentar erübrigt sich.

Montag, 5. September 2011

Die CC-Youtube Playlisten gehen live

Youtube hat mal mit einer Homepage angefangen, wo jeglicher Blödsinn wie mühsam zusammengeschnipselte WM-Trailers gepostet werden konnte. Oder man dem Geheimnis der Bonsai-Katzen nachgehen konnte, Playstation-Geeks ihre Best of-Spielzüge auf Call of Duty platzieren konnten. Mittlerweile zählt Youtube auch einen eigenen Musikkanal bzw. eine entsprechende -suchfunktion. Künstler, Interpreten und sogar Labels haben ihre eigene Subseite, wo sie Videoclips, einzelne Lieder, Lyrics und Eigeninterpretationen platzieren. Leider geschieht dies nicht immer mit Fug und Recht, d.h. manchmal sind Lieder so schnell hochgeladen, wie sie wegen Urheberrechts-Verletzungen wieder runtergenommen werden.
Von immer grösserem praktischen Belang ist auch die Playlist-Funktion geworden. Wir haben bei Chassidus Chübelsack vor Unzeiten angefangen, einzelne Uaiuai-Schnulzen des Tages zu propagieren bzw. zu präsentieren. Inzwischen haben wir einen Upgrade kreiert und entbieten Euch neuerdings am rechten Rand Eurer Lieblingsseite zuoberst einen Link mit einer Sammlung verschiedener Playlisten, passend getrennt nach Musikgeschmack und den mannigfaltigen Situationen im Leben eines Chübelsacks.
Neben sehr autonom-spezifisch-konspirativen Listen wie den Smashing Pumpkins (von gewissen Sachen kommt man einfach nie los) oder Grunge und Modern Rock ganz allgemein (same same), finden sich für die Judofilen, Uaiuai-Schnulzologen und den Liebhabern jüdisch-alternativer Klänge spezifische Playlisten, welche Euren Geschmack treffen (wenn nicht, macht Ihr was falsch).
Wie jedes halbwegs anständige Audio-Abspieltool verfügt auch die Youtube-Playliste naturgemäss über eine Repeat All- und eine Shuffle-Option.
Wohl bekomm's und einen saftigen Wochenstart wünscht
Eure CC-Akademie für Kunst, Klang und Fäkanik

Sonntag, 4. September 2011

Kindsmisshandlung an der Kotel

Es sei vorab auf die Explizitheit und die schockierende Brutalität des folgenden Videos hingewiesen.

Festinstallierte Überwachungskameras haben an der Treppe vor der Kotel folgendes Video festgehalten, worin ein Mädchen von seinem mutmasslichen Vater ziemlich brutal angegangen und geschlagen wird, wohlbemerkt in der Mitte eines der meistbesuchten Attraktionen Israels.
Nach Medienberichten wurde der französische Vater festgenommen und des Landes verwiesen. Die Akten des Falles wurden hernach Interpol und den französischen Strafverfolgungsbehörden weitergereicht.

Sieg der Gerechtigkeit

Es ward vollbracht. Endlich sind den Worten Taten gefolgt. In einer halachisch einwandfreien Schnaps- und Nebel-Aktion wurde endlich sichergestellt und vollstreckt, dass sich Kardamom wirklich mit einem Endungs-M schreibt. Zwar wurde die Vollstreckung der Wette (wohlbemerkt in mannigfacher Anwesenheit abgeschlossen und deren Bedingungen von ganz Chassidus Chübelsack Olami bestätigt werden kann) bis am Ende verweigert, aber der Robin Hood der Unterleibchen hat dennoch gesiegt. Und so geschah's, dass der Fallschirm alsdann in einer unnachahmlichen Weise gesichert und entführt werden konnte. Man kann auch mit Fug und Recht behaupten, dass die Junta alsdann die Kommunikation des Obsiegens aus Versehen torpediert hat, dennoch tut dies dem Siegeszug keinerlei Abbruch.


Den Eingeweihten, unterstützenden Austriaken und nicht zuletzt einem fairen, lächelnden Besiegten sei unsere Sympathie und Dankbarkeit gewidmet. Und nicht zuletzt dem anonymen Bereitsteller des Fallschirms...

Montag, 29. August 2011

Danke Herr Somm, danke!

In der BaZ erschien in den letzten Tagen der in meinen Augen wohl beste Artikel, der in den Schweizer Medien zum Thema Israel in den letzten Jahren veröffentlich wurde.

Dabei geht es nciht um eine blinde Verteidugung Israels, sondern darum, dass die Aufmerksamkeit und der Übereifer, welche dieser Konflikt in der Schweizer Gesellschaft auslöst, einmal in die Richtigen Relationen gesetzt werden.

Autor ist Markus Somm, Chefredaktor der BaZ.


BRAVO


Nehmt Euch die 5 Minuten um diesen Artikel zu lesen. Es lohnt sich.

Ein Plädoyer für Israel

Kein Land wird härter kritisiert, kein Staat öfter verurteilt. Zu Recht? Ein Kommentar von BaZ-Chefredaktor Markus Somm.

Soll die Schweiz einen Staat Palästina anerkennen? Die aussenpolitischen Kommissionen des Parlaments, die sich mit dieser Frage auseinandergesetzt hatten, trauten sich nicht, zu einem Entscheid zu kommen, sondern versteckten sich hinter wortreichen, nichtssagenden Sätzen. Insgeheim hoffen die Politiker wohl auf den Bundesrat – dass er ihnen den Schritt abnimmt, der, ganz gleich, wie er ausfällt, die einen verärgert und die andern erleichtert. Kalt lässt es niemanden. So kurz vor den Wahlen möchte sich keiner exponieren. Israel ist Zunder.

Doch wie auch immer die Politiker sich ducken, im September wird die Schweiz Farbe bekennen müssen, wenn die UNO-Generalversammlung in New York zusammentritt. Verläuft alles nach Plan, wird Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas dann einen eigenen Staat ausrufen – und er wird darauf setzen, dass er die Mehrheit der UNO-Mitglieder dafür gewinnt.

Mit Grund. Wer sich die Mehrheitsverhältnisse in der UNO vor Augen führt, ahnt, dass die Palästinenser auf breites Wohlwollen stossen dürften. Israel ist einsam. Um die Anerkennung Palästinas abzuwehren, kann die israelische Regierung lediglich auf das fast sichere Veto der Amerikaner wetten. Auch Deutschland wird den Judenstaat nicht im Stich lassen. Alle anderen westlichen Staaten dagegen sind unsichere Kantonisten – von der übrigen Welt nicht zu reden.


Israel allein. Nachdem die Juden seit gut zweitausend Jahren verfolgt worden sind, dürften viele Israelis mit der Isolation fertigwerden; man hat schon Schlimmeres erduldet. Doch können wir Schweizer abseits stehen, wenn Israel erneut desavouiert und vorgeführt wird? Hielten wir uns an die Maximen schweizerischer Aussenpolitik, wäre alles einfach: Wir sind neutral. Seit wann anerkennen wir Staaten, die offensichtlich nicht unabhängig sind? Noch ist die West Bank von den Israelis besetzt, noch hat sich das Land mit den Israelis in keiner Weise arrangiert. Ein Friedensabkommen steht in den Sternen. Gerade in Fragen internationaler Politik, die neuerdings unnötig komplex gestellt werden, hilft es, simpel zu bleiben. Nicht nach ästhetischen Kriterien müssen wir solche Fragen betrachten – gefällt oder missfällt uns dieser Staat –, sondern formell: Kann dieser Staat notfalls seine Souveränität verteidigen? Wer ist Herr im Haus? Realismus ist gefragt, nicht der Schein.

Die unglücklichen Tibeter

Tibet wird seit Jahrzehnten von China okkupiert – gemäss Völkerrecht sicher zu Unrecht. Nie wäre es der Schweiz aber in den Sinn gekommen, ein autonomes Tibet zu akzeptieren. Als 2004 eine Petition dies verlangte, befand unser Aussenministerium: «Das EDA wird in der UNO keine Resolution über das Selbstbestimmungsrecht der Tibeter einbringen, da die Schweiz wie die meisten Staaten der internationalen Gemeinschaft der Ansicht ist, dass Tibet als autonome Region im Rang einer Provinz ein integraler Bestandteil der Volksrepublik China ist. Eine solche Resolution würde eine Einmischung in die inneren Angelegenheiten eines anderen Staates darstellen.»

Früher anerkannte die Schweiz Staaten, wenn die Realität ihr nichts anderes übrig liess, heute gibt es immer mehr Leute, die sich dafür einsetzen, dass wir uns in der Aussenpolitik normativ verhalten, dass wir also etwas tun, um die Realität nach unseren Wünschen zu formen. Nicht was ist, soll uns bewegen, sondern was werden könnte oder sollte oder müsste.
Ich halte das für falsch, weil sich ein Staat rasch lächerlich macht, der mit schillernden Deklamationen um sich wirft, die in der Wirklichkeit verdampfen wie heisses Wasser. Der Kleinstaat Schweiz wird den Nahost-Konflikt nicht lösen können. Eine Anerkennung Palästinas als Staat zum jetzigen Zeitpunkt ist Unsinn – genauso wie es unnütz war, den Kosovo zum Staat zu erklären, obschon jeder vernünftige Mensch wusste, dass das noch lange kein Staat war. Warum sollten wir so tun, als ob wir etwas täten? Es ist kontraproduktiv, es schadet Israel, es hilft den Palästinensern in keiner Weise.

Der Unsinn aber hat System. Wenn es um Israel geht, erfasst viele Menschen im Westen eine bemerkenswerte Leidenschaft: In den vergangenen Wochen erschien in der NZZ ein grosses, teures Inserat: «Palästina anerkennen!» Initiiert von der Gesellschaft Schweiz–Palästina, die im Übrigen vom BaZ-Kolumnisten Daniel Vischer präsidiert wird, einer Organisation, die seit Jahren einen scharfen antiisraelischen Kurs verfolgt, führt der Aufruf die Namen vieler Schweizer auf, die wahrscheinlich glauben, damit den Frieden im Nahen Osten zu fördern. Wer zweifelte an ihrem guten Willen? Doch warum kümmert sie Israel so sehr?

Israel, ein westliches, tüchtiges und demokratisches Land, das in manchem der Schweiz gleicht – mit dem nicht unwesentlichen Unterschied indes, dass es bis heute von einem grossen Teil seiner Nachbarn am liebsten ins Mittelmeer gekippt werden würde –, dieses Land, das die Juden nach einer zweitausendjährigen Diaspora wieder besiedelt und in einen blühenden Garten verwandelt haben, es wird kritisiert wie kein anderer Staat dieser Welt. Der UNO-Menschenrechtsrat in Genf befasst sich mit keinem Land so oft und so gern, niemand wird in internationalen Gremien so regelmässig verurteilt wie der Judenstaat. Libyer und Kubaner empfehlen sich als Experten für Menschenrechte. Käme ein Männchen vom Mars auf die Erde, es erhielte den Eindruck, kein Staat bedrohte die Menschheit so sehr wie Israel.

Das Elend der Besatzung

Gewiss, Israel darf man kritisieren: Die Besetzung der West Bank dauert viel zu lange und hat, wie das in allen ähnlichen Situationen zu beobachten war, auch die Besatzer verändert. Manche Übergriffe wurden bekannt; selbstverständlich kommt es zu Ungerechtigkeiten und Tragödien. An keiner Armee geht es spurlos vorüber, wenn sie als ungeliebte Besatzungsmacht fremde Leute beherrschen muss – über so lange Zeit. Es verdirbt den Charakter des einen oder andern Soldaten. Und sicher, ob es der Weisheit letzter Schluss ist, dass die Israelis in den besetzten Gebieten Siedlungen bauen? Man könnte sich andere vertrauensbildende Massnahmen vorstellen.

Doch hat Israel viele Alternativen? In der Hoffnung, Frieden zu bekommen, gab es Gaza frei. Seither regnet es in Israel Bomben, die aus Gaza abgefeuert werden. Palästina anerkennen? Solange mächtige Organisationen der Palästinenser wie die Hamas die Israelis vernichten wollen, scheint es anspruchsvoll, solchen selbst erklärten Massenmördern entgegenzukommen. Selbst uns Schweizern würde das schwerfallen, auch wenn wir uns für die Universalgelehrten des Kompromisses halten. Das Veltlin traten wir nach dem Wiener Kongress ab, ohne Italien seither mit Krieg überziehen zu wollen.

Was immer man Israel vorhält: Es fehlt meistens die Fairness. Warum regen sich die Israel-Kritiker nicht annähernd so intensiv über das eklatantere Unrecht in Zimbabwe auf? Warum dulden sie, wenn die Russen in Tschetschenien wüten, wie es die Israelis seit 1967 nie getan haben? Dass sie Israel so übertrieben hart beurteilen, macht ihre Kritik schwer erträglich – und verdächtig. Die Schweiz sollte Palästina keinesfalls anerkennen.
(Basler Zeitung)

Freitag, 26. August 2011

Alles falsch gemacht 2.0

Folgendes SMS geistern zurzeit durch die Chareydische Welt.
(Diese Nachrichten - via Mail, SMS, Facebook usw. - sind übrigens schon länger ein Phänomen in diesen Kreisen.)

"I'm passing on an SMS that Harav Hamekubal Nissim Shalom dreamt of his grandfather and was told that Mosiach is near, and says that whoever hurries and publicizes this will be saved from the birthpangs of Mosiach, and whoever doesn't may be subject to great financial loss. Pass on to at least 12 people quickly, this is a sh'at ratzon."

Heieiei, wo soll ich nur anfangen...

Kommunikation per SMS

Kinder dürfen keine Handy haben und sich nicht per Internet bilden. Aber die Grossen dürfen mit den neun Medien jede Hexerei und Scharlatanerei betreiben, die Ihnen gerade in den Sinn kommt.

Personenkult

Dass gewisse Leute gerne Träume und deren Bedeutung interpretieren, ist legitim. Problematisch wird es dann, wenn ein Traum eines Gurus mehr bedeutet als jener eines Durchschnittsbürger.

Das ganze führt dazu, dass Leuten auf Basis von wenig bis gar nichts grosse Hoffnungen gemacht werden.

Phropheten

Im Judentum gibt es heute keine Propheten. Dies wird hier scheinbar völlig ignoriert. Hauptsache heilig und gschpürschmi...

Kommt dazu, dass es auch ein Teil unserer Religion ist, nicht zu wissen, was genau die Erlösung bringen wird. Vielleicht war das ja nur in Zeiten der Gemara so. Damals gab's ja schliesslich noch keine SMS.

Lohn und Strafe

Schon wieder etwas, dass es im Judentum nicht gibt. Es ist sogar ein wichtiger Bestandteil der Religion, dass es dieses Konzept nicht gibt. Man nennt es Glauben und Gottesvertrauen. Zu behaupten, dass man weiss, was passiert, wenn man was tut oder nicht, widerspricht jedem Grundsatz für den das Judentum steht. (Mit wenigen Ausnahmen, die aber in der Tora konkret erwähnt sind!)

Grande finale

Mit "this is a sh'at ratzon" zu Enden ist für mich die klare Übersetzung von: Zämmestah, Händue, kchä Näme. Oder alternativ "Go R*********, go R*********, GO GO GO"...

In diesem Sinne

Donnerstag, 25. August 2011

Man munkelt...

...es habe eine zweite Israelreise mit mehreren Jahrgängen stattgefunden.
...dass es keine Hunde hatte.
...dass im Club am ersten Abend geschlafen wurde.
...dass ein Wochenende bereits am Mittwochabend fernab der Zieldestination beginnt.
...dass auch in Taxis um 7 uhr morgens keine Hunde aufzufinden sind.
...dass Bograshov und Frishman schöne Toiletten zur Verfügung stellen.
...dass ein Chossen verruckt relaxt ins Chasseneweekend chillt.
...dass Mizwes auch im Dreimannzimmer ausgeführt werden können.
...dass 2 Flaschen Whiskas zum Zmittag nur eine Randnotiz darstellen.
...dass der Chossen von der Kale (müend enander gfalle) auf dem Tanzparkett ausgezogen wurde.
...dass Tripolensis eine Affäre mit der Hochsiigssängerin hatte.
...dass El Tigre gerne Openair knackt.
...dass trotz Anwesenheit eines Windkanals, praktisch Windstille herrschte.
...dass Hochzeits- Büsli-Chill völlig überbewertet ist.
...dass Hochsiege auch ausarten und bis 4 uhr dauern können (idrücklich).
...dass Grasl an Partys scheinbar alle leute anschreit.
...DASS SOEBEN EINE GIGANTISCHE HOCHSIIG ÜBER DIE BÜHNE GEGANGE SEIN MUSS.

Man dankt an dieser stelle den Jibrils von Zürich bis Rwanda!

Mittwoch, 24. August 2011

Die berühmte letzte Zeile...

Im Verlauf des Freitags werden auch die hiesigen Medien gemerkt haben, dass sich die Hure Maradona inzwischen nach Dubai zu Al Wasl abgesetzt hat (geschätztes Jahreseinkommen: 3 Mio. Euros, verlangte Tätigkeit: Clown spielen im Training, immer brav in die Kamera lächeln). Irgendwann in 3 Wochen dann, wenn werte Doris bis dann wieder den Grabenkämpfen mit den Teutonis entsteigt, wird dann in einer Randspalte und zur Volksbelustigung folgendes, absolut spontanes und in keinster Weise inszeniertes Video erscheinen. Nämlich dasjenige, wo er von einem Fussballplatz in den Hangar nebenan watschelt (in Dubai geht das Volk bekanntlich mit dem Flieger an ein Fussballspiel), ausgangs drei milchschnäuzige Emirenkinder hätschelt, und sich dann einer völlig ungeplanten politischen Aussage und einem hochrühmlichen "Viva Palestina" hinreissen lässt:

Nun, es mag ja jeder seine Meinung haben. Ich bin auch sicher, dass Maradona lange die Vor- und Nachteile einer solchen Aktion studiert hat, sich gewiefterweise eingelesen hat und sich nicht zuletzt von seinen notorischen Freunden Hugo Chavez, Fidel Castro und Mahmud Ahmedinijad beraten liess, ob dies jetzt wirklich einbringlich sei (wirklich vorgegangen ist er so: Jemand winkte mit einem Bündel Petrodollars, er leckte sich den Sabber vom Doppelkinn und sagte: "Was auch immer ihr wollt, nur her mit der Knete!"
Aus dem einstigen Rebellen und Genie ist ein Clown geworden, der sich für auch wirklich keine politische Aktion zu schade ist, der seine Seele für Geld verkauft und nun auch für Dinge einsteht, von welchen er keinen blassen Schimmer hat.
Wirklich unterhaltsam ist dann aber der letzte Satz, der ihm entfährt, als er abtritt. Pöse Zungen könnten hierbei ein Gebrabbel entdecken, dass verdächtig ähnlich tönt wie "Per il culo Palestina". Aber das wären wirklich nur die ganz Pösen. Alle andern dürfen gerne ein Korrigendum anbringen.

Montag, 22. August 2011

Bonjour le gratüloor

Alle, die im Sommer in Israel waren, können es bestätigen; Ivrit ist ein für alle mal überbewertet. Wer kein französisch kann, muss es erst gar nicht versuchen.

Auch die lokalen Behörden, Geschäfte und weiss der Teufel was sonst noch, haben sich inzwischen angepasst. So ruft der Bademeister am Strand neu auch "Missje, Missje. Sortee de l'o! Silt wu ple!"

Welche sprachlichen und amüsanten Konsquenzen das für den neutralen Touristen hat, soll mit diesen Bildern verdeutlicht werden:

Beginnen wir mit einem harmlosen

Was genau sind peaple sind das "people", die am "sea" wohnen? Oder einfach Erbsenmenschen?



Ich ich ich. Alle anderen sind eh doof.

Man müsste meinen, dass es sich lohnen würde, auf Namesbändchen die Namen so zu schreiben, wie sie in praktisch allen Teilen der Welt geschrieben werden. Weit gefehlt! Etweder franzesch oder nichts! Punkt!



Hauptsache vielsprachig! Alles andere isch doch egal.

Ginge es nach diesem Etablissement, hiesse "Grill" auf Ivrit "Shipudim" und auf franzesch einfach "Chez". Konsquenterweise passe ich mich an: "Hey Chef, kannst Du mir noch eine Wurst auf den Chez legen?" Oder "Gehen wir heute chezen?"
(Man bemerke ausserdem, dass der Gastgeber hier offenbar auf englisch und franzesch Charly heisst; auf Ivrit ist es allerdings Shirli...)



Und das ist das Menü von Charly/Shirli:

Ich verzichte auf die Markierung aller Fehler und lasse es als kleine Denksportaufgabe offen. Wieviele Fehler findet Ihr? (Achtung: Es hat sowohl im franzeschen wie auch im englischen Teil diverse Fehler.) Es hat insgesamt mindestens 8 Fehler.

(Sorry: Einen Fehler muss ich doch herausheben. Was in aller Welt ist "Toore" und wie wurde daraus (im englischen Teil!) Chakchouka Mergez?!"


Alles in allem ist das (h)eilige Land ganz klar ein Fall für unseren geliebten Hüter der Sprache.

Bisous und bis bald

Donnerstag, 18. August 2011

Liebe Doris

(Anm. des Verfassers: Auf vielfachen Wunsch erscheint der folgende Text doch noch, das Thema ist vielleicht ein bisschen überholt aber deswegen nicht minder brisant.)

Am besten lassen wir die Begrüssungsfloskeln und die Nettigkeiten gleich bleiben, denn ich bin verärgert. Ich kann die Entscheidung des Bundesrates aus der Nuklearenergie auszusteigen nicht nachvollziehen. Seit ihr euch eigentlich der Tragweite dieses Beschlusses bewusst? Innerhalb von 30 Jahren wird also die Stromproduktion in der Schweiz um einen Drittel zurückgefahren. Sehr weise, und wie genau wollt ihr die Lücke schliessen? Ahja genau, ihr wollt Gaskraftwerke bauen. Es ist inzwischen also nicht mehr so schlimm mehr CO2 in die Atmosphäre zu schiessen. Dabei habt ihr mir doch immer erzählt das sei so schlimm und ihr wollt alles dagegen tun? Neue Steuern habt ihr eingeführt und über allerlei Abgaben nachgedacht, damit die CO2 Emissionen sinken. Item, das ist jetzt nicht das Thema hier. Falls ihr wirklich glaubt die Leute werden mehr für den Strom bezahlen wollen weil jetzt plötzlich weniger vorhanden ist dann liegt ihr komplett daneben. Und falls ihr auch glaubt die erneuerbaren Energien sind bis 2050 soweit, das sie die Nuklearenergie ersetzen können dann liegt ihr auch daneben. Ich hoffe euch hat wirklich mal jemand gescheites, also so jemand mit Professortitel und allem drum und dran erklärt, das es sich nicht lohnt in der Schweiz Solaranlagen zu bauen weil die Sonneneinstrahlung nicht ausreicht.
Vielleicht kann ich dich liebe Doris, und deine Kollegen und Kolleginnen, dazu bewegen noch einmal darüber nachzudenken. Ist denn der Nuklearstrom wirklich so schlecht? Wieviele Unfälle mit Strahlungsaustritt gab es denn in der Schweiz seit wir die Reakoren betreiben? Wieso habe ich einfach das Gefühl das ihr die Stimmung ausnützen wolltet um diese Entscheidung zu treffen, es aber so schwammig formuliert habt das ihr in 5-10 Jahren einfach wieder davon zurückkommen könnt? Es hat einfach alles einen komischen Nachgeschmack.

Ich würde mir wünschen das ihr viel mehr Zeit und Energie aufwenden würdet die Leute davon zu Überzeugen das die Schweiz nicht darum herumkommt ein Endlager zu bauen und auch zu betreiben. Denn das ist das wirkliche Problem das wir im Moment haben. Hochradioaktiven Atommüll der in einer Lagerhalle in Würenlingen herumsteht und bei dem das Prinzip Hoffnung herrscht das irgendwann einmal eine Lösung dafür gefunden werden kann. Aber Mut zu zeigen, den Schritt nach vorne zu wagen und als erstes Europäisches Land eine wirkliche Lösung für das Atommüllproblem zu suchen, ist wohl zuviel verlangt für euch. Da ist es einfacher im Strom mitzuschwimmen und die Reaktoren einfach abzuschalten.

Pfui deibel

Ich erkläre hiermit die Sommerpause für offiziell beendet, nachdem der Sommer selber auch ein kleines Comeback gibt, der Chübelsack in corpore in Rulien war und Djibril gebührend gefeiert wurde. Guet Holz wünscht man auch von dieser Stelle aus.

Was ich eigentlich sagen wollte, gestern habe ich mangels Alternativen das Spiel des Vereins unser aller Herzen gegen den FC Bayern auf Sat.1 sehen müssen. Ich möchte das mal in aller Deutlichkeit sagen, es war das letzte mal das ich mir das angetan habe. Es war kaum zum Aushalten. Ist es denn zuviel vom Moderator verlangt das er das Spiel kommnetiert anstatt 20 Minuten darüber zu schwadronieren wie viel Repsekt der FCZ hat und wie wenig er vom Schweizer Fussball hält. Begonnen hat seine Moderation bereits damit, das er gleich mal zugegeben hat das er keinen einzigen Spieler näher kennt und er sich auch keine weitere Mühe gemacht hat näheres über sie herauszufinden als auf dem UEFA Factsheet stand. Finde ich toll das er auch noch Geld für so einen Schwachsinn bekommt. Als der FC Bayern nach 8min in Führung ging hat er sich für die nächsten 85min nur noch darüber unterhalten ob und wie hoch der FC Bayern gewinnen wird und wie schön das es doch für den FCZ sein muss gegen so einen Gegner spielen zu dürfen. Kein einziger Kommetar war auf das Spielgeschehen bezogen. Da hätte man zum Beispiel sagen können das die Bayern überhaupt nicht sattelfest in der Defensive sind oder das ihre Spielanlage gegen ein offensiv besseres Team als der FCZ hinten und vorne nicht ausreicht.
Und sonst: wayne und scott.

Bis dahin, tot ziens

Euer Lino

Dienstag, 2. August 2011

Gökhan Inler und die 88

Unentwegte Fussballfanatiker mit einem grossen FCZ-Herzen dürfte sich dieses Jahr in Hellblau kleiden. Endlich spielt das Herz der FCZ-Meisterschaft 2006 wieder zusammen, diesmal aber bei der S.S.C. Napoli, dem Fussballclub mit klingenden Namen wie Alemao und Maradona am Fusse des Vesuvs. Eines erstaunt aber und hat den einen oder anderen wohl bereits Runzeln auf die Stirn gezeichnet. Was verleitet "Gögi" Inler, der unter dem FCZ-Jersey verschiedene Male ein K4-Shirt vor der Südkurve präsentierte, dazu, sich die Nummer 88 zuzueignen, eine Zahl, welche insbesondere in rechtsradikalen Kreisen wegen des Zahlenwerts der Ziffer und entsprechendem Akronym bekannt ist. Die Antwort gibt Inler gleich selbst, der bereits beim FCZ die Acht trug.
"Als ich zu Udinese kam, war die Acht bereits durch Dossena besetzt. Ich wollte die Ziffer jedoch unbedingt auch, also habe ich die 88 ausgewählt."